Ergebnisliste

Anfangsbuchstabe: J

1. Fränkische Superlative  [Info] (87 Treffer)
2. Varia  [Info] (26 Treffer)
3. Negative Stimmen  [Info] (73 Treffer)
4. Bücherverzeichnis  [Info] (51 Treffer)



Fränkische Superlative



Jagd: Lucas Cranach d. Ä. (4.10.1472 - 16.10.1553) aus Kronach begründete 1529 mit seinem Gemälde "Hirschjagd" die Bildgattung dieses Genres (Reiser) (DBE Lebensdaten * zwischen 1472 und 1480).
 



Jagd: Das 1982 eröffnete Jagdwaffenmuseum auf der Plassenburg in Kulmbach birgt "einzigartige" Kunstwerke berühmter europäischer Büchsenmacher.



Jagd: Eine Besonderheit ersten Ranges ist der sog. "Bärenfang" im Waldstein (Fichtelgebirge); es handelt sich um einen Bau des 17. Jahrhunderts aus Granitquadern mit Falltüren (Dehio).



Jagdliteratur: Das "Neuw Jag und Weydwerck Buch" 1582 des Nürnbergers Jost Ammann, auch Amman, (getauft 13.6.1539 - 17.3.1591) ist das bedeutsamste Jagdbuch des 16. Jahrhunderts in deutscher Sprache (K. Lindner, BBB).

     Lit. Ammann, Jost: Neuw Jag unnd Weydwerck Buch. Das ist Ein grundliche Beschreibung Vom Anfang der Jagten, Auch vom Jäger, seinem Horn und Stim(m), Hunden (etc.) Item von der Hirsch, Schwein, Hasen, wilden Küllen, Fuchs, Dachs, Beeren, Luchs, Steinbock, Gemsen und Wolffs Jagt. Item vom Adelichen Weydwerck der Falcknerey. Deßgleichen vom Fisch, Krebs, Otter und Biber Fang. 2 Tle. Frankfurt: Feyerabend, 1582. Mit Holzschnitten. Erste Ausgabe. Wichtigstes Jagdbuch des 16. Jahrhunderts in deutscher Sprache. Die Vorlagen für den ersten Teil stammen aus: "Venerie" von Jacques Du Fouilloux und aus "Chasse du loup" von Jean de Clamorgan. Weite Teile des zweiten Teils gehen auf das "Beizbüchlein" (1. Ausg. um 1480) und auf Petrus de Crescentiis (1. dt. Ausg. 1493) zurück.



Jagdliteratur: Der Bamberger Industrielle Kurt Lindner (27.11.1906 - 17.11.1987) besaß die wohl größte Sammlung an Jagdliteratur in der Welt. Mit dieser Spezialbibliothek wurden die Grundlagen zur Erforschung der Jagdgeschichte gelegt (u. a. Kürschner, GBBE).



Jagdwaage: (zum Abwiegen erlegter Stücke): Das einzige erhaltene Exemplar befindet sich im Museum der Veste Coburg (Handschuh).



Jagdwissenschaft: Carl Emil Diezel (8.12.1779 Irmelshausen - 23.8.1860 Schwebheim bei Schweinfurt) betrieb als einer der ersten die Jagdwissenschaft als angewandte Naturwissenschaft (BBB).



Japan: "Siebold ist wohl derjenige Bayer, der die meisten Gedenkstätten aller Art in der ganzen Welt besitzt" (H. Schneider Zitat).

     Philipp Franz von Siebold (17.2.1796 Würzburg - 18.10.1866 München) stammte aus einer bekannten Familie, die den Ruf der Würzburger Medizinischen Fakultät auf außergewöhnliche Weise mehrte. 1820 praktizierte er als Arzt in Heidingsfeld. Von 1823 bis 1829 und von 1859 bis 1862 hielt er sich in Japan auf. Seine Veröffentlichungen "Nippon" 1832, "Flora Japonica" 1835ff. und "Fauna Japonica" 1833ff. (darin Beschreibung von 40 in Europa unbekannten Vogelarten) sind Standardwerke der Japanforschung. Sie lieferten "erstmalig ausführliche Berichte über japanische Geschichte, Staatswesen, Religion, Kunst, Wissenschaft, Handel und Landwirtschaft". Eine Taube ist nach ihm Columba Sieboldii benannt, ferner ein Liliengewächs Hosta Sieboldiana, die Schriftenreihe "Acta Sieboldiana" und die Zeitschrift "Sieboldica" (Leiden 1875ff.) Er führte u. a. die Forsythie in Europa ein. 1978 wurde der Philipp-Franz-von-Siebold-Preis gestiftet und 1988 die Siebold-Stiftung gegründet. In Nagasaki (Japan) besteht seit 1989 ein Siebold-Museum, ebenso in Zellerau (Würzburg) seit 1995 (u. a. DBE). S. auch Briefmarken.
  
Bibliographie



Japan: Philipp Franz von Siebold (1796 - 1866) "Der wissenschaftliche Entdecker Japans" 1822 bewarb sich Siebold als Schiffsarzt bei der niederländischen Armee. 1823 ließ er sich auf der japanischen Insel Deshima vor Nagasaki nieder, erlernte die japanische Sprache und suchte Kontakte zu einheimischen Ärzten und Wissenschaftlern. In einem Brief berichtete er: "Ich habe 25 bis jetzt in keinem Schreiben über Japan als daselbst einheimisch bemerkte Tiere beschrieben ... Ich habe noch viele zoologische Entdeckungen, und bei weitem mehr botanische (gemacht) ... Ich halte hier wöchentlich Vorlesungen in holländischer Sprache über Natur- und Heilkunde. Unter sechs Jahren verlasse ich Japan nicht und auf keinen Fall eher, bis ich eine ausführliche Beschreibung von Japan, ein Museum Japonicum und eine Flora geliefert habe, und dann glaube ich, in Europa unserem Namen Ehre zu machen."
  
Bibliographie



Japan: Philipp Franz von Siebold (1796 - 1866) Es gelang ihm, eine umfangreiche zoologische und botanische Sammlung anzulegen, darunter 200 Säugetiere, 900 Vögel, 750 Fische, 170 Reptilien, verschiedene wirbellose Tiere, ferner 2000 Pflanzenarten und 12000 Herbariumpräparate. Obwohl Siebolds Tätigkeit rein wissenschaftlich blieb, wurde er der Spionage verdächtigt und 1829 "auf ewig" des Landes verwiesen. 1830 kehrte er nach Holland zurück und brachte eine respektable Ernte in 32 Veröffentlichungen ein. Heute gilt Siebold als Initiator der systematischen Japanforschung in Europa. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen würdigten seine einmalige Leistung.

     Doch das war nur die eine Seite des fernöstlichen "Abenteuers". Siebold musste seine Geliebte, die junge Japanerin "Sonogi", die ihm 1827 eine Tochter geboren hatte, zurücklassen. Nachdem das Verbannungsurteil aufgehoben war, besuchte er Japan noch einmal und er konnte "Sonogi", die sich einst als "Kurtisane" abstempeln lassen musste, um mit ihm zusammenleben zu können, wiedersehen. Seine Tochter trat später in die Fußstapfen ihres Vaters und wurde die erste westlich ausgebildete Ärztin Japans.
  
Bibliographie



Japanische Sprache: Johann Joseph Hoffmann (16.11.1805 - 19.1.1878) aus Würzburg war der einzige europäische Gelehrte seiner Zeit, der das Japanische "wissenschaftlich beherrschte" (NDB).



Jeans: „Natürlich Jeans! Oder kann sich einer ein Leben ohne Jeans vorstellen? Jeans sind die edelsten Hosen der Welt“ (Ulrich Plenzdorf „Die neuen Leiden des jungen W.“ Der "Erfinder" der Jeans ist der in Buttenheim bei Bamberg geborene und 1847 nach Amerika ausgewanderte Levi Strauss (26.2.1829 - 26.9.1902). Das "beliebteste Kleidungsstück der Welt" ("Der Spiegel") wurde erstmals 1853 in San Francisco hergestellt. 1873 erhielt Strauss das Patent auf die berühmten Nieten (die übrigens seit 1967 nicht mehr verwendet werden). Ein Mythos war geboren. Erst seit 1960 lautet der offizielle Name "Blue Jeans". Kurzbezeichnung „Levis“. Die Jeans wurden bis 1999 2,5 Milliarden Mal verkauft; der Stoff reicht aus, um die Erde 95mal zu umwickeln. In Buttenheimer Geburtshaus befindet sich seit 2000 Deutschlands "erstes und einziges" Jeans-Museum. Es besitzt eine der "größten und wichtigsten" europäischen Sammlungen von historischen Jeans. Spruch: Management by Jeans (an den wichtigsten Stellen sitzen Nieten).



Jesuitentheater: Franz Lang (7./8.9.1654 - 5.10.1725), Professor der Rhetorik und Poesie in Eichstätt, gilt als der „bedeutendste Vertreter“ des Jesuitentheaters in Süddeutschland (GBBE).



Jiddische Sprache: Der Entdecker des Jiddischen ist der Altdorfer Professor Johann Christoph Wagenseil (26.11.1633 Nürnberg - 9.10.1705 Altdorf) (DBE, BBB).



Joditz: (Köditz): bei Hof: Jean Paul verlebte hier von 1765 bis 1776 seine Jugend (s. auch J. Paul). Berühmte Besucher: Jean Paul 1818.

     "Sie finden mich jtzo im Pfarrdorfe Joditz, wo ich in einer Weiberhaube und einem Mädchenröckchen mit meinen Eltern eingezogen; die Saale, gleich mir am Fichtelgebirge entsprungen, war mir bis dahin nachgelaufen. Der Fluss ist das Schönste, wenigstens, das Längste von Joditz, und läuft um dasselbe an einer Berghöhe vorüber, das Örtchen selber aber durchschneidet ein kleiner Bach mit seinem Stege kreuzweise. Ein gewöhnliches Schloss und Pfarrhaus möchten das bedeutendste von Gebäuden da sein. Die Umgegend ist nicht über zweimal größer als das Dörfchen, wenn man nicht steigt.

     Lasse sich doch kein Dichter in einer Hauptstadt gebären und erziehen, sondern womöglich in einem Dorfe, höchstens in einem Städtchen. Die Überfülle und die Überreize einer großen Stadt sind für die erregbare schwache Kinderseele ein Essen an einem Nachtisch und Trinken gebrannter Wasser und Baden in Glühwein. Das Leben erschöpft sich an ihm in der Knabenzeit, und er hat nun nach dem Größten nichts mehr zu wünschen als höchstens das Kleinere, die Dorfschaften. Im Dorfe liebt man das ganze Dorf, und kein Säugling wird da begraben, ohne dass jeder dessen Namen und Krankheit und Trauer weiß; Joditzer haben sich alle ineinander hineingewohnt und hineingewöhnt; - und dieses herrliche Teilnehmen an jedem, der wie ein Mensch aussieht, welches daher sogar auf den Fremden und den Bettler überzieht, brütet eine verdichtete Menschenliebe aus und die rechte Schlagkraft des Herzens. - Und dann, wenn der Dichter aus seinem Dorfe wandert, bringt er jedem, der ihm begegnet, ein Stückchen Herz mit, und er muss weit reisen, eh' er endlich damit auf den Straßen und Gassen sein Herz ausgegeben hat" (Jean Paul „Wahrheit aus meinem Leben“).
"Ins halbe Tal fällt die flüchtige Sonne, die andre Hälfte taut im Schatten. Die Blüten erröten. Das Licht schneidet sich auf der grünen Tafel scharf und feurig ab" (Jean Paul 1820 über den Petersgrat bei Joditz).



Johanniter: Das ehemalige Johanniterkastell in Biebelried bei Kitzingen aus dem 13. Jahrhundert ist vom Bautyp wie von der Zweckbindung her von "exemplarischer Bedeutung". Es gilt als einziges Beispiel derartiger Anlagen in Bayern (Dehio).



Journalist: "Ein Journalist wird man umso leichter, je leichter man schreibt, ein Dichter, je schwerer man schreibt"(Sigmund Graff - Zitat).



Journalist: Durch Georg Greflinger (um 1620 - 1677), der sich zeitweise in Nürnberg aufhielt, stieg Hamburg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zum "Hauptort" des deutschen Journalismus auf. Greflinger übersetzte als erster den "Cid" von Corneille und machte Lope de Vega in Deutschland bekannt (Kosch, DBE; BBB, NDB: nach 1618 - um 1680).



Journalist: Um den Ruhm "erster Berufsjournalist Deutschlands bzw. der Welt" streiten sich zwei Franken: Johann Gottfried Groß (8.10.1703 Uehlfeld - 12.7.1768 Erlangen) und Wilhelm Ludwig Wekhrlin (7.7.1739 - 24.11.1792 Ansbach), u. a. Nürnberg (u. a. BBB, Killy).



Journalist: Christian Höppl (1826 - 1862) aus Ansbach gründete 1861 die Wochenschrift "Der Rhein" (Renkhoff).



Journalist: Als Journalist "von europäischem Format" darf sich Michael Georg Conrad (5.4.1846 - 20.12.1927) aus Gnodstadt (Marktbreit) rühmen (NDB).



Journalist: "Die große Dame des politischen Journalismus" Margret Boveri (14.8.1900 - 6.7.1975) aus Würzburg, die sich wiederholt in Höfen (Stegaurach) bei Bamberg aufhielt, war Auslandskorrespondentin der "Frankfurter Zeitung". 1947 begründete sie den "Merkur". Namengebend: Margret-Boveri-Stiftung für Demokratieforschung und Margret-Boveri-Preis für Wissenschaftliche Publizistik. berühmte Besucher in Höfen: u. a. Theodor Heuss, Wilhelm Conrad Röntgen. in der Literatur: Uwe Johnson: "Besuch im Krankenhaus" in: "Porträts und Erinnerungen" 1988, ferner "An den Merkur: Poem" 1970, "Frau Boveri wusste zuviel" 1977 und "Die Katze" (u. a. GBBE s. auch Memoiren).



Juden: "Frage: Haben denn also Juden auch Menschen-Rechte?
Antwort: Nein, sie sind eine Art eigner Geschöpfe, die nach der baier. Mautordnung von 1765 lit. g. auf der Stufe zwischen den Hunden und Kälbern steht" (satirische Kritik zeitgenössischer bayerischer Gesetze durch Karl Heinrich von Lang Zitat).
Franken ist Kernland des jüdischen Lebens in Süddeutschland. Im 19. Jahrhundert lebten hier mehr als 70 % der Juden. Die Pappenheimer jüdische Gemeinde aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den ältesten, die Würzburger im 13. Jahrhundert zu den bedeutendsten in Deutschland. Seit dem 13. Jahrhundert stehen fränkische Gemeinden an erster Stelle in Deutschland. Ein im 15. Jahrhundert eingerichtetes jüdisches Bad in Pretzfeld bei Forchheim ist wohl das älteste in Bayern (I. Schwierz).



Juden: Der Würzburger Gelehrte Elieser ben Natan ist der Verfasser der „ersten vollständig erhaltenen religionsgeschichtlichen Zusammenfassung über die Juden in Deutschland“.



Juden: Unübertroffen von der Zahl ihrer jüdischen Einwohner her war im Mittelalter die Stadt Nürnberg mit 1500 bis 2000 Glaubensbrüdern. Im 19. Jahrhundert lebten in Franken über 70 % der in Bayern ansässigen Juden. In manchen Dörfern überstieg ihr Anteil den der Einheimischen. Demmelsdorf (Scheßlitz bei Bamberg) hatte mit über 65 % den wohl höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil in Bayern.
 



Juden: Franken ist jedoch auch für die "erste große" Judenverfolgung im christlichen Europa verantwortlich, die 1298 Tausenden den Tod brachte. 1935 leiteten die sog. "Nürnberger Gesetze" den Holocaust ein. Das antisemitische Hetzblatt "Der Stürmer" des Nürnberger Gauleiters Julius Streicher sorgte dafür, dass jüdische Verfemung und Verfolgung nirgends so konsequent betrieben wurden wie in Franken.



Juden: 1992 fand erstmals in Deutschland in Bamberg eine Sabbatfeier in deutscher Sprache statt.



Juden: Das jüdische Museum in Schnaittach (bei Nürnberg) baut auf einem in Deutschland einmaligen Gebäudeensemble (u. a. Synagoge, Rabbinerhaus und Ritualbad) auf. Es handelt sich um den "umfassendsten Bestand an Sachzeugnissen jüdischen Lebens auf dem Land in Süddeutschland" (Museen in Bayern).



Juden: Fürth - "das bayerische Jerusalem" "Über die vielen Juden (in Fürth) klagt man bitter, sie könnten, dünkt mich, ehe über die Christen klagen. Ei, mer wolle doch läben: ist in ihrem, wie in jedes Menschen Munde eine sehr gültige Entschuldigung. Wann wird man endlich einsehen, dass es Rechte für alle Lebendigen gibt, gemeinschaftlich, wie Wasser und Luft" (Ernst Moritz Arndt 1798). Fürth war bereits seit dem 16. Jahrhundert Zentrum jüdischer Religion und Kultur. 1763 wurde hier das älteste jüdische Waisenhaus Deutschlands errichtet. Die Stadt beherbergte bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein die größte jüdische Siedlung in Bayern. Sie besaß eine eigene Talmudhochschule (die einzige in Bayern). Die jüdische US-Gemeinde Fürth besaß seit 1951 die einzige Militärsynagoge in Europa. Das Jüdische Museum in Fürth zählt zu den größten seiner Art in Deutschland.



Juden: Simon Höchheimer (1744 Veitshöchheim - 26.5.1828 Fürth) wurde 1791 als erster Jude an der Universität Freiburg zum Dr. med. promoviert (DBE, Neues Lex. d. Judentums).



Juden: Fürth, das sich als "freieste" Stadt in Deutschland bezeichnen durfte, bot zahlreichen jüdischen Gelehrten und Politikern Heimat: Samuel Loew Grünsfeld (11.1.1798 - 28.9.1878) war der erste jüdische Rechtsanwalt in Bayern, Sal. Berolzheimer erster jüdischer Handelsrichter in Bayern, Brentano erster jüdischer Schulrektor in Bayern.



Juden: Fürth Meschulam Salman Kohn (1785 - 1819) gilt als der bekannteste Rabbiner seiner Zeit (Schwammberger).



Juden: Der Fürther Elkan Henle (7.12.1761 - 14.10.1833) machte sich als "Vorkämpfer" der jüdischen Emanzipation in Bayern verdient (BBB, DBE, GBBE).



Juden: David Morgenstern (7.3.1814 Büchenbach Erlangen - 2.11.1882 Fürth), der sich u. a. in Bamberg und Nürnberg aufhielt, zog 1848 als erster jüdischer Abgeordneter in den bayerischen Landtag ein (u. a. DBE, Neues Lex. d. Judentums, BBB).



Juden: Ignatz Ortenau (16.2.1828 Fürth - 22.3.1882) war 1862 der erste jüdische Notar in Bayern (DBE, GBBE).



Juden: Fürth Kaufmann Kohler (10.5.1843 - 28.1.1926) aus Fürth arbeitete das sog. "Pittsburger Programm" aus und fungierte 1903 als Präsident des "Hebrew Union College" in Cincinnati (BBB, DBE). Henry Kissinger (*27.5.1923 Fürth) stieg bis zum amerikanischen Außenminister auf (s. auch Politiker).



Juden: "Das Hausieren war damals frei. Ich ging nach Fürth und Nürnberg, kaufte für mein mitgebrachtes Geld noch mehr gangbare Ware und ging hausieren. Aber wie ich zu meines Vaters Bekanntschaft kam und meine Ware anbot, da hieß es einstimmig von den katholischen Bauern und ihren Frauen und Töchtern: 'O du hübscher Mensch, es ist doch schade, dass du in die Hölle und das Fegfeuer kommst, lass dich taufen!' Ich packte meine Ware ein und verließ ihr Haus. So ging es mir in vielen Häusern und Dörfern unterwegs. Jungen, die Kühe oder Schweine hüteten, riefen mir zu: 'Jud, mach Mores!' Wenn ich nicht gleich meinen Hut abnahm, warfen sie mit Steinen nach mir" (Aus dem Tagebuch des Ascher Lehmann aus Zeckendorf (Scheßlitz) bei Bamberg 1845/50).



Juden: Der Rothenburger Rabbiner Meir ben Baruch (um 1215 - 2.5.1293), der sich u. a. in Würzburg aufhielt, war der geistige Führer des deutschen Judentums und der "bedeutendste Talmudgelehrte des Spätmittelalters" im deutschen Sprachraum (I. Güssow). Er führte neue Verordnungen ein, die es u. a. den Juden erlaubten, ohne Kopfbedeckung zu gehen. Zeitweilig stellte die Judengemeinde von Rothenburg den Oberrabbiner, der allen deutschen Juden vorstand (u. a. NDB, DBE, GBBE) (*1220? +1310?). (+ auch 27.4.)



Juden: Das Kompendium "Sefer Mordechai" des Mordechai ben Hillel (ca. 1240 - 1.8.1298 Nürnberg), der sich u. a. in Würzburg aufhielt, gilt als "führendes" Lehrbuch für den Talmudunterricht. Es handelt sich um Zitate von ca. 350 Talmudgelehrten (DBE, Neues Lex. d. Judentums, GBBE) (+ auch 1310?).



Juden: Süßkind von Trimberg (2. Hälfte 13. Jh.) aus Trimberg (Elfershausen) bei Hammelburg nahm als jüdischer Dichter eine Ausnahmestellung unter den mittelhochdeutschen Lyrikern ein. Er war der erste Jude, der in deutscher Sprache dichtete und er blieb im Mittelalter der einzige. Er ist in der Manessischen Liederhandschrift mit Judenhut abgebildet (s. auch Burg/Trimburg, Minnesang). (1218 angeblich Arzt in Würzburg fraglich).
 



Juden: Meir ben Baruch ha Levi (+1404), der sich u. a. in Nürnberg aufhielt, war die "höchste rabbinische Autorität im Reich" (NDB, DBE).



Juden: Israel (Rabbiner aus Rothenburg o. d. T.) wurde 1407 von König Ruprecht zum "Hochmeister aller Juden in Deutschland" ernannt (Neues Lex. d. Judentums).



Juden: Moses ben Isaak Minz (um 1420 - 1482?), 1469 Rabbiner in Bamberg, gilt als einer der „bedeutendsten Talmudisten des Mittelalters“ (GBBE).



Juden: Der "Vorkämpfer" der Judenemanzipation Johann Christoph Wagenseil (26.11.1633 Nürnberg - 9.10.1705 Altdorf) machte Altdorf zu einem "Zentrum der rabbinischen Gelehrsamkeit" (DBE, GBBE, BBB).



Juden: Jakob von Hirsch (22.9.1765 - 24.12.1840/41?) aus Gaukönigshofen bei Ochsenfurt war der erste Großgrundbesitzer Deutschlands, der Patrimonialgerichtsbarkeit besaß (DBE, NDB, BBB, s. auch Bank).



Juden: Der Wortführer der jüdischen Emanzipation Samson Wolf Rosenfeld (4.1.1782 Uehlfeld Lkr. Neustadt an der Aisch - 12.5.1862 Bamberg) reformierte als erster bayerischer Rabbiner die synagogale Liturgie und predigte 1819 als erster bayerischer Rabbiner in deutscher Sprache. Er ist Herausgeber der ersten jüdisch-deutschen Wochenzeitung "Das Füllhorn" 1835 - 1836. Er ist Wegbereiter der Judenemanzipation in Bayern (u. a. Neues Lex. d. Judentums, DBE, GBBE) (* auch 1780).



Juden: Als "Vorkämpfer" für die Gleichberechtigung der Juden in Bayern gilt Julius von Hirsch (5.9.1789 Gaukönigshofen bei Ochsenfurt - 6.9.1876 Würzburg). Er setzte 1861 im Bayerischen Landtag die Beseitigung der "drückenden" Vorschriften gegen die Juden durch (NDB, DBE).



Juden: Der Rabbiner Hirsch Aub (10.1.1796 Baiersdorf - 2.6.1875 Nürnberg) setzte sich erfolgreich für die Emanzipation der Juden in Bayern ein (GBBE).



Juden: Karl Feust (9.10.1798 - 18.8.1872), nachgewiesen sind Aufenthalte in Fürth und Bamberg, gehörte zu den ersten jüdischen Jurastudenten in Deutschland. (+ auch 1.10.)



Juden: Der Kantor und Pädagoge Maier Kohn (9.4.1802 - 19.10.1875) aus Schwabach gründete 1832 den ersten Synagogenchor in München. 1839 gab er die erste Sammlung jüdischer Synagogal- und Chorgesänge in moderner Bearbeitung heraus (BBB, DBE, GBBE).



Juden: Der Redwitzer Moses Gutmann (1805 Baiersdorf - 1.2.1862) erhielt als erster bayerischer Rabbiner eine akademische Ausbildung.



Juden: Josef Aub (4.12.1804 - 22.5.1880) aus Baiersdorf, der sich u. a. in Bayreuth aufhielt, gründete 1846 die Wochenschrift "Sinai". Er hielt als einer der ersten Rabbiner seine Predigten auf deutsch (BBB, GBBE). (*auch 1805).



Juden: Seligmann Baer Bamberger (6.11.1807 Wiesenbronn bei Kitzingen - 13.10.1878 Würzburg), der zeitweise in Fürth lebte, zählte zu den bedeutendsten Führern der jüdischen Orthodoxie in Deutschland (BBB, Neues Lex. d. Judentums).



Juden: Fischel Arnheim (23.2.1812 - 31.10.1864) aus Bayreuth, u. a. Naila, war der erste Vertreter des Judentums in der bayerischen Abgeordnetenkammer. Für die jüdische Bevölkerung in Bayern erreichte er die Aufhebung des Matrikelzwangs (A. Eckstein, GBBE +31.1.1864).



Juden: Robert Remak (26.7.1815 - 29.8.1865 Bad Kissingen) habilitierte sich 1847 als erster jüdischer Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät der Universität Berlin (Ärzte-Lex., Lex. d. Naturwiss.)



Juden: (Jacob) Jakob Herz (2.2.1816 Bayreuth - 27.9.1871 Erlangen) war 1869 der erste jüdische Professor (Medizin) an einer bayerischen Universität und der erste jüdische Ehrenbürger einer bayerischen Gemeinde (E. Tramer, GBBE s. auch Denkmal).



Juden: Wolf Frankenburger (27.3.1827 - 18.7.1889) aus Obbach (Euerbach) bei Schweinfurt, der sich u. a. in Nürnberg aufhielt, war "einer der bedeutendsten jüdischen Parlamentarier in Bayern" (Neues Lex. d. Judentums, GBBE).



Juden: Als erster jüdischer Richter in Bayern amtierte 1874 der Nürnberger Max Berlin.



Juden: Eduard Silbermann, 1851 in Kolmsdorf (Walsdorf) bei Bamberg geboren, der in Bischberg aufwuchs und in Bamberg tätig war, wurde 1879 als erster Jude Deutschlands zum Staatsanwalt ernannt.



Juden: Der Nürnberger Rabbiner Max Freudenthal (12.6.1868 - 11.7.1936), einer der "führenden jüdischen Köpfe der Weimarer Republik", war Mitbegründer der Vereinigung für das Liberale Judentum in Deutschland (Ber. Nürnberger; BBB, GBBE: +1937).



Juden: Der Bankier Oscar Wassermann (4.4.1869 - 8.9.1934) aus Bamberg gehörte zu den "herausragenden" jüdischen Wirtschaftsführern (DBE, GBBE).



Juden: Isak Unna (29.2.1872 - 19.5.1948) aus Würzburg gründete verschiedene jüdische Organisationen, ferner die Zeitung "Jüdisches Wochenblatt" (DBE, GBBE).



Juden: Jakob Wassermann (10.3.1873 - 1.1.1934) aus Fürth zählt zu den profiliertesten jüdischen Schriftstellern (s. auch eigener Artikel).



Juden: Simon Dingfelder (1888 - 29.5.1928) aus Schwabach machte sich als "Vorkämpfer" für die jüdische Volksschule und Lehrerschaft einen Namen (J. Walk). (* auch 1869).



Juden: Walter Frank (12.2.1905 Fürth - 9.5.1945) gründete 1936 die Forschungsabteilung Judenfrage (ein Konkurrenzunternehmen zu Alfred Rosenberg) (DBE, GBBE).



Juden: Hans-Joachim Schoeps (30.1.1909 - 8.7.1980 Erlangen) gründete 1933/35 den Deutschen Vortrupp, Gefolgschaft Deutscher Juden, ferner die "Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte" 1948 (DBE, GBBE).



Juden: Joel Brand (25.4.1906 - 13.7.1964 Bad Kissingen) gründete 1943 ein Komitee zur Rettung von Juden aus Polen und der Slowakei vor den Nazis (E. Bedürftig).



Juden: Antje Yael Deusel (*1960) aus Nürnberg ist die erste Rabbinerin, die in der Bundesrepublik Deutschland geweiht wurde (2011). Sie hielt sich in Haßfurt und Bamberg auf. "Sie ist die größte unter den Pionieren" (Die Zeit).



Juden: Schule: 1833 entfielen etwa 90% der jüdischen Schulen in Bayern auf Franken.



Judenfriedhof: In Franken gibt es 124 Judenfriedhöfe mit über 60000 Grabsteinen. Der vermutlich schon im 11. Jahrhundert benutzte jüdische Friedhof in Pappenheim ist der älteste in Deutschland.



Judenfriedhof: Der mittelalterliche jüdische Friedhof in Würzburg gilt als der weltweite größte. Der älteste gefundene Stein stammt aus dem Jahr 1149.



Judenfriedhof: Die jüdische Anlage in Bechhofen (Neuendettelsau) bei Ansbach soll einst an die 8000 Gräber gezählt haben. Er war damit einer der größten Verbandsfriedhöfe überhaupt.



Judenfriedhof: Rödelsee bei Kitzingen gehört mit einer Fläche von rund 19000 Quadratmetern zu den größten israelitischen Friedhöfen Deutschlands.



Judenfriedhof: in der Literatur: Lion Feuchtwanger "Jud Süß" 1925 (Fürth).



Judenverfolgung:

     "Mein Herz zergeht wegen der Märtyrer Nürnbergs,


     meine Augen fließen von Tränen, wie die Rinne am Regentage.

     Zu viele sind das Opfer, als dass ich sie zählen könnte.
     Für Dich, o Gott, ward voll das Tausend
     der edelsten Männer und Frauen und zarten Kinder.
     Es blieb zum Klagelied meine Harfe und meine Flöte
     zum Trauerklang" (1298).

Über den Judenmord, der 1298 von Röttingen an der Tauber ausging, gibt es zwar keine verlässlichen Zahlen, doch die Schätzungen gehen von ca. 5000 (Neues Lex. d. Judentums) bis zu 100000 Opfern. Diese nach ihrem Anführer Rindfleisch (Rintfleisch) benannte Verfolgung, wurde durch einen angeblichen Hostienfrevel ausgelöst. Zum ersten Mal bestrafte man alle Juden für die Tat eines einzelnen Glaubensgenossen. Es ist "der erste Fall eines Genozids an Juden im christlichen Europa" (L. Poliakov).



Judenverfolgung: Sehr frühe ideologische Äußerungen des Antisemitismus finden sich in Richard Wagners "Das Judentum in der Musik" 1850. Bereits seit 1918 wurde in Nürnberg der Antisemitismus "stärker als im übrigen Reich praktiziert" (I. Schwierz). Der Name des Nürnberger Gauleiters Julius Streicher (12.2.1885 - 16.10.1946) steht für übelste Judenhetze. Nirgends war die jüdische "Verfemung schlimmer und untragbarer als in Franken" (nach H. Glaser). Bereits 1920 gründete Streicher eine Partei zum Kampf gegen das "internationale Judentum", ferner 1923 das Hetzblatt "Der Stürmer" ("Hitlers Lieblingslektüre", "die äußerste Steigerung und Brutalität des deutschen Antisemitismus"). 1933 wurde Streicher von Hitler zum Leiter des Zentralkomitees zur Abwehr der Jüdischen Gräuel- und Boykotthetze ernannt und 1939 das Streicher-Institut zur Erfassung der Judenfrage an der Berliner Universität gegründet. Eine ganze Reihe von später für ganz Deutschland exemplarischen Verfolgungsmaßnahmen wurden unter Streicher erstmals in Nürnberg praktiziert. Er war ferner einer der geistigen Urheber der "Nürnberger Gesetze". In der Literatur: Bertolt Brecht "Ballade von der 'Judenhure' Marie Sanders". In Coburg gab es die erste Judenverfolgung durch den Nationalsozialismus (H. Sandner) (u. a. DBE, GBBE).



Jugend: Zitate:
"Ich möchte schon deswegen nicht zweimal leben, weil mich vor dem Eigendünkel der Jugend ekelt" (Jean Paul).„Man ist jung, solange man sich für das Schöne begeistern kann und nicht zulässt, dass es vom Nützlichen erdrückt wird“ (Jean Paul).



Jugendherberge: Ernst Enzensperger (31.5.1877 - 5.3.1975) aus Spalt war 1949 maßgeblich an der Gründung des Deutschen Jugendherbergswerks beteiligt (Scheibmayr).



Jugendherberge: Die schönste deutsche Jugendherberge befindet sich auf der Burg Rothenfels (Ufr.) Sie ist gleichzeitig die größte Bayerns.



Jugendherberge: In einem Turm in Sulzfeld (Ufr.) war einst die kleinste Jugendherberge Deutschlands untergebracht; sie bot Platz für 10 Personen.



Jugendliteratur: Der bedeutendste katholische Jugendschriftsteller des 19. Jahrhunderts Christoph von Schmid(15.8.1768 - 3.9.1854), nach seiner bekanntesten Erzählung scherzhaft der "Ostereierleger" genannt, ist in Dinkelsbühl geboren. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt.

     Clemens von Brentano dichtete 1838: "Auch von Christoph Schmid nicht fehlen / Die Histörchen, zum Erzählen". Selbst Theodor Heuss "erbaute" sich noch an den frommen Erzählungen und H. Wolgast urteilte: "Es gibt gewiss keine Erzählungen, in denen so viel geweint wird, wie in den Schmidschen Geschichten". Marcel Proust, Papst Paul VI und Golo Mann zählten zu seinen begeisterten Lesern. „Die Biblischen Geschichten für Kinder“ erfuhren an die 200 Auflagen. (s. auch Lied).
Bibliographie



Jugendliteratur: Aus: Christoph von Schmid (1768 - 1854) "Rosa von Tannenburg": "An den südlichen Grenzen Schwabens, in jenen malerischen Gegenden voll blühender Täler und waldiger Berge, hinter denen sich in blendendweißer Pracht die Schneegebirge der Schweiz erheben, stand vor uralter Zeit auf einer hohen mit Tannen bewachsenen Felsenspitze das ansehnliche Schloss Tannenburg. Noch Jahrhunderte, nachdem es zerstört worden, machten die zerfallenen Türme und die bemoosten Mauern, zumal wenn sie von der untergehenden Sonne gerötet, oder von dem Mondlichte blass beleuchtet waren, einen eigenen Eindruck auf das Gemüt des Wanderers. Er segnete in seinem Herzen die edlen Menschen, die ehemals hier gewohnt und weitumher die ganze Gegend beglückt hatten, und setzte, von dem schauerlichen Gefühle der Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ergriffen, seinen Stab weiter.

     Auf diesem Schlosse lebte ehemals Ritter Edelbert mit seiner Gemahlin Mathilde in der seligsten Eintracht ..."
S. auch Bibliographieschaltfläche Suchwort schmid
Bibliographie



Jugendliteratur: Sitz der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ist Volkach (auch Schriftenreihe).



Jugendstil: Die Innenarchitektur der Regierung von Oberfranken in Bayreuth war 1904 als deutscher Beitrag auf der Weltausstellung in St. Louis zu sehen.



Jungfrauenbecher: (Brautbecher, Hochzeitsbecher aus Silber): Bevorzugter Herstellungsort war im 16. und 17. Jahrhundert Nürnberg.



Jüngstes Gericht: Im Perikopenbuch Kaiser Heinrichs II. ist die erste künstlerische Darstellung des Jüngsten Gerichts enthalten. Als Plastik am Fürstenportal des Bamberger Doms um 1225 nachweisbar.



Jupitermonde: Dem Ansbacher Hofastronomen Simon Marius (Mair, Mayr) (8.oder 10.1.1573 Gunzenhausen - 26./27.12.1624 Ansbach) gelang 1609 unabhängig von Galileo Galilei die Entdeckung der vier Jupitermonde. Er nannte sie zu Ehren seiner Landesherrschaft "Sidera Brandenburgica". Diese Entdeckung ist umstritten. Die heute gebräuchlichen Namen Io, Europa, Ganymed und Kallisto stammen von ihm (u. a. DBE) (* auch 1570, +5.1.1625).




Varia



Jacobi, Christoph Friedrich:
s. a. Jean Paul
„Historisch-pädagogische Reise nach Schwaben“ 1 (1835) S. 1–75
„Historisch-pädagogische Reise nach Sachsen und einem Theile von Preußen“ T. 1 (1835): Altdorf, Grünsberg, Rasch, Erlangen, Bubenreuth, Baiersdorf, Scharfeneck, Forchheim Bamberg (u. a. Schullehrerseminar, Dom, Alex. Berthier), Ebensfeld, Staffelstein, Vierzehnheiligen, Banz, Lichtenfels, Buch am Forst, Untersiemau, Coburg (Veste, Ehrenburg) S. 1-75, T. 2 (1836): S. Hof, Münchberg, Gefrees, Bad Berneck, Bayreuth (Johann Baptist Graser, Weiße Frau), Streitberg, Neideck, Muggendorf, Ebermannstadt, Tennenlohe, Feucht, Altdorf S. 312-367. Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 237 Nürnberg, Grünsberg
Bayreuth 1833 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth, S. 207ff (Johann Baptist Graser Taubstummenunterricht)
Eremitage, Fantaisie 1833 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Lustgärten um Bayreuth, S. 110, 301



Jäck, Joachim Heinrich:
s. a. Moritz von Haacke, Karl Immermann (Fränkische Reise), Hermann von Pückler-Muskau, Johann Andreas Schmeller. Kosterlangheim, (Ausstellungskatalog, in: Unser Bayern)
„Rückblick auf meine merkwürdige Reise nach Hammelburg“ 1918
„Wahres Bild der Klöster“ 1827
in: Allgemeine deutsche Biographie
in: Serapeum 1847 (Klosterlangheim) Sonderabdruck
„Die Bamberger Felsenkeller“ aus „Bamberg und dessen Umgebungen“ 1812 Text in: Krischker: Irdisches … S. 267ff



Jäck, Joachim Heinrich:
in: „Pantheon der Lit. …“ 1843 (Bamberg, auch Landkreis)
Unwetter in: "Beschreibung der Verwüstungen ..." 1816
Zensur in: Walther, Karl Klaus: Carl Friedrich Kunz 1994 (u. a. Joachim Heinrich Jäck S. 41ff verlegt)
Bibliothek Bamberg in: Franz Friedrich Leitschuh: Führer 2. Aufl. 1889 (u. a. Jäck)
Bibliothek Jäck S. 21 (Modalitäten für Fremde)
Bibliothek Hunde in: „Bamberg und dessen Umgebungen“ S. 226



Jägersburg: (Eggolsheim):
Berühmte Einwohner s. a. Schlagintweit (Brüder)



Jagd:
s. a. Kurt Lindner. Bamberg, Bayreuth (Markgrafschaft), Hollfeld, Spessart
in: Kugler, Konrad: Bamberger Land S. 39-
in: Sind wir nur ein Volk? 1990 S. 97-
Literaturmotiv: s. a. Albrecht von Eyb



Japan:
s. a. Philipp Franz von Siebold
Johann Baptist Kraus (Königsfeld) Jesuit Missionar in: Hollfelder Blätter 6 (1981),3. 7 (1982),3
in: Nürnberger Land S. 250



Jatho, Carl Oskar:
Würzburg in: Kleinod du in Frankenlanden S. 42



Jerusalempilger:
s. a. Ezzo (Bamberg), Gunther (Bischof), Hanns von Hirnheim, Rieter (Familie), Sebastian Rieter, Hans Tucher (Nürnberg), Ansbach-Bayreuth (Markgrafschaft)
Albrecht von Sachsen Reiseroute u. a. Coburg – Bamberg – Nürnberg
in: Pilger und Walleute in Franken (Würzburger Pilger, Rieter, Rompilger)



Joditz: (Köditz):
Berühmte Einwohner: s. a. Jean Paul
Besucher: Reisebericht: s. a. Johannes Butzbach
Literaturmotiv: s. a. Friedrich Torberg
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Johannes (Heiliger):
in: Deinhardt, Wilhelm: Frühmittelalterliche Kirchenpatrozinien



Johannisbrauchtum:
in: Oberpfälzer Heimat 25 (1981) S. 177-



Johannisfeuer:
s. a. Fränkische Schweiz
in: Fränkisches Hausbuch S. 166.203
in: Hollfelder Blätter 4 (1979)2,



Johnson, Uwe:
in: Margret Boveri: Verzweigungen S. 359 (Höfen bei Bamberg)



Journal von und für Franken:
1792: S. 165 – Anekdoten aus dem Privatleben Wilhelms von Grumbach, S. 255 Unwetter, Erdbeben, S. 454 – Wunderheiler, Quacksalber,S. 641-, 664- Landwirtschaft Franken 18. Jahrhundert



Juden:
s. a. Ernst Moritz Arndt, C. J. D. Asulai, J. Klepper, Ludwig Richter, Karoline Schulze-Kummerfeld, Moritz Gottlieb Saphir, Claus Schenk von Stauffenberg, Richard Wagner, Jakob Wassermann. Nationalsozialismus
in: Christoph Daxelmüller: Jüdische Kultur in Franken S. 26 (Benjamin von Tudela 12. Jahrhundert Würzburg, Bamberg)
s. a. Guth, Klaus: Deutsche – Juden – Polen zwischen Aufklärung und Drittem Reich.



Juden: Lit.-Angaben
in: Historischer Verein Bamberg: Bericht 121 (1985) S. 117-.153-
s. Jüdische Landgemeinden in Franken 1987
s. B. Ophir: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1979
in: Herbert Schultheis: Die Reichskristallnacht nach Augenzeugenberichten 1985 (S. 81- Bamberg, S. 84- Hirschaid, Seubelsdorf, S. 86- Demmelsdorf,S. 87- Zeckendorf
Judenverfolgung 1298 Rindfleischaufstand, 1348/49 wurden 562 Juden in Nürnberg ermordet in: Im Zeichen der Waage S. 25
in: Hönn, Georg Paul: Betrugslexikon S. 207-



Juden: Literaturmotiv:
s. a. Karl Ferdinand Gutzkow, Sophie Hoechstetter, Jakob Wassermann
Eugen Gürster * Fürth „Judenfrage – eine Christenfrage 1938 in: Schwammberger, Adolph: Fürth von A - Z S. 186-



Juden: Orte
in: Anton Herzig: Jüdische Geschichte in Deutschland 1997: Altdorf, Ansbach, Bamberg, Burgellern, Franken, Fürth, Giechburg, Greifenstein, Iphofen, Kitzingen, Kronach, Main, Nürnberg, Ochsenfurt, Roth, Schwabach, Schnaittach, Taubertal, Windsheim, Würzburg (1699 suchten die verfolgten Juden Schutz auf der Giechburg und auf Greifenstein, u. a. Burgellern)
Literaturmotiv: s. a. Andreas Georg Friedrich Rebmann



Juden: Orte
s. a. Altenkunstadt, Aufseß, Bamberg, Bamberg (Umgebung), Bamberg (Fürstbistum), Bayreuth, Buttenheim, Cronheim, Demmelsdorf, Ebern, Eichstätt, Erlangen, Forchheim, Haßfurt, Hirschaid, Main, Memmelsdorf, Nürnberg, Seubelsdorf, Steigerwald, Zeckendorf. Judenfriedhof
Oberfranken s. a. Forschungsvorhaben Dr. Guth Judendörfer in Oberfranken im 19. und 20. Jahrhundert 1981/82



Judenfriedhof: Lit.-Angaben
in: Leo Baeck: 135 Friedhofschändungen in Deutschland 1923 – 1932 (1932)
in: Gerhild Birmann-Dähne: Haus des ewigen Lebens 1987 (u. a. Unterfranken, Naturschutz, Denkmalschutz, Grabsteingestaltung, Symbole)
in: Christoph Daxelmüller: Jüdische Kultur in Franken 1988 S. 167-
Judenfriedhof in: Frömmigkeit und Kunst in Franken 1994
Judenfriedhof in: Herbert Lidl: Haus des Lebens 1985 (Abbildungen u. a. Walsdorf, Buttenheim, Burgkunstadt)



Judenfriedhof:
s. a. Aufseß, Burgkunstadt, Buttenheim, Demmelsdorf, Reckendorf, Rhön, Scheßlitz, Walsdorf, Zeckendorf, Zeckern
s. a. B. Ophir: Die jüdischen Gemeinen in Bayern 1979 S. 153
Lyrikmotiv: in: Texte aus Franken S. 49 Gottlob Haag: Jüdischer Friedhof, S. 66 Bernhard Doerdelmann
Lyrikmotiv: in: Gottlob Haag: Bin ich nur eine Stimme 1987 S. 69 Jüdischer Friedhof



Judenfriedhof:
Judenfriedhof Lyrikmotiv: in: Haus des ewigen Lebens 1986 (u. a. Rhön)
Oberfranken: Aschbach, Aufseß, Autenhausen, Bad Steben, Bamberg, Bayreuth, Burgkunstadt, Buttenheim, Coburg, Ermreuth, Hagenbach, Heiligenstadt, Küps, Lichtenfels, Lisberg, Marktleuthen, Naila, Oberkotzau, Oberweilersbach, Pretzfeld, Reckendorf, Rehau, Reichmannsdorf, Schauenstein, Schwarzenberg, Thiersheim, Thierstein, Walsdorf, Wölbattendorf (Hof), Wunsiedel, Zeckendorf



Jungermann, Ludwig:
(1572 – 1653) 1616 Ruf nach London abgelehnt, Gießen 1609: eine der ältesten botanischen Gärten geschaffen (Lehrstuhl für Anatomie und Botanik), Porträtdistichon „Horti Altdorfini sol Jungermanus et autor Eichstadiae Florae, sic Ludovicus erat“ in: Jost Benedum: 375 Jahre Medizin in Gießen 1983 S. 22-, 44 (Hortus Eystettensis 1713)



Jungfernhöhle: (Tiefenellern): (Litzendorf):
s. Die Jungfernhöhle bei Tiefenellern. Hrsg.: Otto Kunkel 1955
in: Schätze aus Bayerns Erde 1983 S. 43-45
Sage



Jung-Stilling, Heinrich:
Ansbach (Johann Peter Uz), Kemmathen, Dinkelsbühl in: Klein, Diethard H. (Hrsg.): Frankenfahrt mit Kutsche und Dampfbahn 1992, S. 195ff.



Jura:
s. a. Bamberg (Umgebung), Werner Bergengruen, Johann Bernoulli, Christian Gottlob Frege, August Chr. Geist, Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Hausenstein, E. T. A. Hoffmann (u. a. Friedrich Deml), Erich Kästner, Wilhelm Heinrich Wackenroder. Bamberg (Umgebung), Giechburg, Gügel
Besucher: Reisebericht: s. a. Marianne Langewiesche, Hermann Wiegand. Besucher: Reisebericht: 16. Jahrhundert
In: Neundorfer, Joseph: Vom Seigerwald zum Jura
n: Mein Jura-Lesebuch. Hrsg.: Bielohlawek-Hübel
Geologie in: Andreas A. Richter: Geoführer Frankenjura 2000




Negative Stimmen



Jagd: Amorbach: (Umgebung):
„Ich meinte, noch vor wenigen Jahren, die Wildschweine, viele Hunderte, würden um ihrer selbst willen gefüttert. So hatte ich in der Kindheit unter Anständen, die man mir in den Amorbacher Wäldern zeigte, eine Einrichtung mir vorgestellt, die dem Wild zugute kommen sollte, das da, wenn es gar zu heftig gejagt wurde oder fror, über die Leitern hinaufklettere, Schutz und Zuflucht finde. Das wäre doch Anstand gewesen, der dem Wild gegenüber. Wie ich lernen musste, das jene luftigen Baumhütten Jägern dienen, die auf dem Anstand lauern, um das Wild zu schießen, erklärte mir ein Kundiger, die Fütterung in Breitenbuch fände nicht den friedlichen Sauen zuliebe statt, nicht einmal bloß, um die Äcker vor angeblichen Verwüstungen zu behüten, sondern vorweg, um den Jägern ihre Beute am Leben zu erhalten, bis sie ihnen vor die Büchse liefe“ (Adorno: Amorbach, S. 23f)



Jagd: Ansbach-Bayreuth: (Markgrafschaft): Markgraf Alexander:
„Der Markgraf war leidenschaftlicher Jäger. Namentlich stand die ansbachische Falknerei von altersher in hohem Ansehen, und für die standesgemäße und sonach äußerst zu respektierende Passion des Fürsten wurden besoldet: ein Obristfalkenmeister, zwei Falkenjunker, ein Falkenpage, ein Falkensekretär, ein Falkenkanzellist, ein Reihermeister, ein Krähenmeister, ein Milanenmeister, vier Meisterknechte, vierzehn Falkonierknechte, zwei Reiherwärter und siebzehn Falkenjungen“ (Wassermann, Jakob: Sturreganz)



Jagd: Ansbach-Bayreuth: (Markgrafschaft): Hardenberg, Carl August von:
„Vornehmlich war sein Augenmerk auf die (in den fränkischen Fürstentümern) so wichtigen, aber vernachlässigten Zweige der Forstkultur und des Bergbaues gerichtet. Eine der größten Beschwerden des Landes bildete die Hegung eines unverhältnismäßigen Wildstandes und die Bevorzugung des Jagdwesens. Die Jäger übten hier … eine despotische Gewalt aus. Die Waldungen blieben dabei vernachlässigt“ (Leopold von Ranke).



Jagd: Bamberg: Fürstbischöfe:
„Noch im 18. Jahrhundert lasen sie die Messe, vorausgesetzt, sie lasen sie mitunter gleich ‚neben dem Schlafzimmer’, weil sie vor lauter Rehjagden, Hirschjagden, Hasenjagden, Saujagden und Bällen keine Zeit hatten“ (Karlheinz Deschner o. J. In: Krischker: Bei Gott … S. 88)



Jagd: Hoffmann, E. T. A.:
1811: „Nachdem der Jagdzögling so weit in der Kunst herangewachsen war, dass man ihm ohne Gefahr ein Gewehr beim Hühnerschießen anvertrauen durfte, ward er von mir mehrmals zu einem benachbarten Förster mitgenommen. – Soviel Mühe sich derselbe mit dem Zögling aber auch gab, so wenig konnte er es dahin bringen, ihn ein Feldhuhn erlegen zu sehen. Er war stets zu unruhig; bei jedem Aufsteigen einer Kette Hühner erschreckte er, bei jedem Hasen im Lager erblasste er, und wenn er unter heftigem Klopfen des Herzens losdrückte, lief der Hase davon, und gemeiniglich hatte er ihn gar nicht liegen sehen: denn seine Phantasie, wenn man ihm ein Hasenlager wies, malte die erste, beste Erdscholle als ein solches so natürlich aus, dass er keck auf dieselbe zuschoss, und herzhaft belachte er dann den Spaß, dass das Häslein aus einem ganz andern Loche, als worauf er gezielt, um seinen Schuss unbekümmert, sehr phlegmatisch heraus und davon gelaufen sei“ (1835 Carl Friedrich Kunz in: Schnapp, Friedrich Hrsg.: E. T. A. Hoffmann, S. 185f)



Jagd: Hoffmann, E. T. A.:
1812 „Es lag dem Förster daran, dass Hoffmann einmal am heutigen Jagdtage heiterer nach Bamberg zurückkehrte als sonst, und deshalb traf er alle Veranstaltungen, ihm so viel Wild als möglich vor die Flinte zu führen. Auf mehrere Hasen schoss er, ohne zu treffen; endlich kam ein Reh pfeilsschnell durch das Gebüsch, Hoffmann drückte los, und bald darauf erscholl der Ruf des Försters: ‚Das Reh ist getroffen; Herr Hoffmann, Sie haben es geschossen!’ Außer Atem lief der Freund zum Platze und eine unbeschreibliche Freude erfüllte ihn. - Ein ganz gemeiner, verfluchter Kerl aber (wie Hoffman mit diesen Worten ihn später bezeichnete) trat vor, sprechend: ‚Meine Herren, dem ist nicht so, jenes Herrchen da stand neben mir und ich sah genau zu, wie sich alles begab. Er fehlte, und ein zweiter Schuss des neben ihm gestandenen Herrn Försters, hat erst getroffen. Hätte der kleine Herr das Reh getroffen, so müsste man in die Schusswunde mit der Faust hinein können, da es auf höchstens 6 Schritt bei ihm vorbei fuhr und er den Gewehrkolben statt an den Backen auf den Nabel aufgesetzt hatte, so dass das Tier, wäre es von ihm getroffen, durch und durch geschossen sein müsste, während man kaum ein paar Schrot im Halse sieht.’ ‚Was!’ schrie Hoffmann wütend – ‚Sie wollen mir mein Reh streitig machen, das ich so gut aufs Korn hatte, dass ich es sogleich auf meinem Schuss stürzen sah …’“ (1835 Carl Friedrich Kunz in: Schnapp, Friedrich Hrsg.: E. T. A. Hoffmann, S. 214)



Jagd: Seehof: (Memmelsdorf):
„Um den großen viereckigen Hof gehet ein Umgang, dessen Mauern in gleichen Entfernungen mit Hirschköpfen von außerordentlicher Größe bekleidet sind. Unter jedem Kopfe stehet eine Schrift, welche die Zeit und den Namen dessen, der das Tier erleget hat, anzeigt. Dieser Zierrat erinnerte ich mich an den griechischen Kaiser Andronicus Comnenus, der die Geweihe der Hirsche, welche er auf der Jagd gefället hatte, an die großen Paläste zu Konstantinopel anheften ließ, um dadurch seine Hofleute zu verspotten, welche ihm so geduldig zusahen, wenn er sich mit ihren Weibern lustig machte“ (1705 Blainville, J. de: Reisen, S. 56)



Jagd: Wagner, Richard:
„Neulich, als wir einen Hasen bei Tisch hatten, frug ihn Lusch, ob er denn jemals gejagt hätte, er erzählte, ja, einmal auf den Gütern des Grafen Pachta in Böhmen, in der Jugend. Von ungefähr habe er geschossen, ohne zu zielen, es wurde ihm gesagt, er habe das Hinterbein eines laufenden Hasen getroffen. Am Schluss der Jagd habe ein Hund das arme Tier aufgefunden und dieses herbeigezerrt, das Angstgeschrei habe ihm Mark und Bein durchdrungen; ‚Das ist Ihr Hase’, habe man ihm gesagt, da habe er sich geschworen, nie wieder ein solches Vergnügen mitzumachen. Dass der Mensch von der nützlichen gefahrvollen Bären- und Löwenjagd zu der Jagd auf Hasen, Rehe, Hirsche gekommen, sei eine empörende Degeneration dieses Vergnügens“ (1873 Wagner, Cosima: Die Tagebücher, Bd. 2, S. 762)



Jesuiten: Bamberg:
„Die Väter Jesu wurden 1610 nach Bamberg gerufen, und bald übte ihr geistiges Übergewicht mächtigen Einfluss. Sie bezogen diese Gebäude, in denen früher die Karmeliten walteten, doch dünkten ihnen dieselben nach 80 Jahren schon zu gering, und sie riefen diese Prachtbauten ins Leben. Auch die herrliche St.-Martinskirche, deren Portal auf den Markt hinausgeht, verdankt ihnen ihre Entstehung. Sie wussten zu bauen diese schlauen Väter, dafür gibt dieser Gottestempel gültiges Zeugnis. Scheint es doch, als sei jener pompöse, sinnenbestechende römische Stil nur für ihre Zwecke ins Leben gerufen worden! Überall Pracht, überall Verschwendung! Verschmähend die einfache Erhabenheit, trachteten sie nur nach momentaner Begeisterung“ (1843 Menk-Dittmarsch, F.: Der Main, S. 124)



Jesuiten: Wagner, Richard:
„Wir kommen darüber ein, dass die große Macht der Jesuiten nicht in ihren äußerlichen Mitteln ruhe, sondern in der Richtigkeit ihrer Erkenntnis von der Schlechtigkeit der Welt; dass sie aus dieser Erkenntnis Vorteil ziehen wollen, macht sie fluchwürdig“ (1874 Wagner, Cosima: Die Tagebücher, Bd. 2, S. 854)



Jesuiten: Würzburg:
„Die Kirche der Jesuiten hier ist ganz schlecht und eine von denen am wenigsten geputzten in Würzburg. Denn hier sind die Söhne des Lojola nur arm. Und dieses ist in der Tat das größte Wunder, wenn man die Armut sich unter diese neumodischen Gesellschafter Jesu wagen sieht, denn sie geben sich eben nicht viele Mühe, denen, die ihn bei seinem Leben begleitet haben, nachzuahmen, ob sie gleich bei Annehmung des Ordenskleides einen Eid darauf ablegen“ (1705 Blainville, J. de: Reisen, S. 32)



Journalist: Zitate:
„Die jetzigen Zeitungsschreiber - sag’s grad raus – sind frostige, furchtsame Kerls, die, wenn sie nen Zipfel von Sammetrock eines Großen sehen, vor Angst pissen, Schwenkfelder, hirnlose Sammler, Steckbriefschreiber, Lottoknechte“ (Christian Friedrich Daniel Schubart).
"Ein Journalist wird man umso leichter, je leichter man schreibt, ein Dichter, je schwerer man schreibt"(Sigmund Graff).
„Wenn’s nicht noch Hochzeiten und Leichen, Galatäge und Maskeraden, Erdbeben und Mordgeschichten gäbe oder wenn man nicht die Schellen an den Kappen der Narren im Vademekum klingeln hörte, so würden die zweihundert Zeitungsschreiber in Deutschland wirklich eine erbärmliche Figur machen“ (Christian Friedrich Daniel Schubart).



Juden:
„… las wir die juden am pisem nagen,
pis sie all arßlöcher lern aus
mitsampt der spitaler scheißhaus.
Etwan finden sie des drecks mer.
Also spricht hans folcz barwirer“
(15. Jahrhundert Hans Folz in: Fränkische Klassiker, S. 190)



Juden:
"Frage: Haben denn also Juden auch Menschen-Rechte? Antwort: Nein, sie sind eine Art eigner Geschöpfe, die nach der baier. Mautordnung von 1765 lit. g. auf der Stufe zwischen den Hunden und Kälbern steht" (satirische Kritik zeitgenössischer bayerischer Gesetze durch Karl Heinrich von Lang)



Juden:
„Der Itzig kam geritten
Auf einem Ziegenbock,
Da glaubten alle Juden,
Es wär’ der liebe Gott.
Der Itzig kam geritten
Auf einer alten Geiß,
Da glaubten alle Juden,
Es wär’ der heil’ge Geist“
(Fränkischer? Spottvers in: Daxelmüller, Christoph: Jüdische Kultur in Franken 1988, S. 189)



Juden:
„Verjudung und Antisemitismus sind gleichermaßen Niedergangserscheinungen der abendländischen Kultur. Und wo sich diese Erscheinungen am heftigsten und widerlichsten zeigen, da hat die Degeneration den tiefsten Stand erreicht, da ist die Rassenkraft des Blutes und der Scholle am tiefsten gesunken, nämlich in den deutschen Kulturzentren Berlin und Wien“ (1892 Michael Georg Conrad in: Fränkische Klassiker, S. 578f)



Juden:
„Man bekannte sich noch zu den Religionsformen, obwohl von der Genossenschaft wie von der Religion kaum noch Spuren geblieben waren. Genau betrachtet, war man Jude nur dem Namen nach und durch die Feindseligkeit, Fremdheit und Ablehnung der christlichen Umwelt, die sich hierzu auch nur auf ein Wort, ein Phrase, auf falschen Tatbestand stützte. Wo also war man Jude und was war der Sinn davon? Diese Frage wurde immer abweisbarer für mich und niemand konnte sie beantworten“ (Jakob Wassermann: Mein Weg als Deutscher und Jude in: Fränkische Klassiker, S. 622)



Juden:
„Die Verzweiflung über Deutschland lastet berghoch auf meiner Brust“ (Jakob Wassermann in: Hagen, Friedrich: Zweimal Insel Franken, S. 67)



Juden:
„Am meisten aber befehdet und angefeindet ist Israel, der sturmumtobte Erbe des prophetischen Friedensideals. Für alle Schäden am Volkskörper werden die Israeliten verantwortlich gemacht. Sie sind der Sündenbock, den man in die Wüste hinausstoßen will. Als ‚Gastvolk’ will man sie aus der Gemeinschaft des deutschen Volkes aussondern. In gesellschaftlicher Beziehung leben sie, auch die geistig und sittlich Höchststehenden, noch immer wie in einem Ghetto. Man bestreitet ihnen sogar das natürlichste Recht des Menschen, das Recht auf Heimat“ (1928 Eckstein, A. in: Krauss, Georg: Die oberfränkische Geschichte, S. 313)



Juden: Bad Kissingen:
„Juden sind fast noch gar nicht hier, auch nicht solche, die sich Russen oder Amerikaner nennen; die letzteren sind die furchtbarsten, Heymann Levi als Washington crossing the Delaware. Stattlicher Adel herrscht zur Zeit noch vor, meist sehr gut wirkend, einige höchst pikante Engländerinnen, von Mama natürlich angezweifelt“ (1891 Fontane, Theodor: Jenseits von Havel und Spree. Reisebriefe 1998, S. 280)



Juden: Baiersdorf: Bruck: Erlangen:
„Für die Studenten in Erlang wäre es besser, wenn es an beiden Orten gar keine Hebräer gäbe. Sie tragen sehr viel zum Verderben manches guten Jünglings bei“ (1784 Füssel, Johann Michael: Unser Tagbuch T. 2, S. 333)



Juden: Bayreuth:
„Obgleich alle Gewerbe ihnen offen stehen, üben sie doch nur eins aus: alle sind Kaufleute. Der Ackerbau, die Kunst, die Handwerke gehen sie gar nichts an. Alle spekulierten und spekulieren mit allem, von den Grundstücken bis zu alten Kleidern; so ziehen sie trotz der Möglichkeit, verschiedene und einträgliche Gewerbe zu betreiben, eine elende Handelschaft vor, welche ihnen sehr häufig nicht die Mittel verschafft, um aus dem Elend herauszukommen. Einige sind reich, mehr noch vermöglich, alle sehr sparsam. Die alten Juden sind schmutzig, schlecht gekleidet und haben den Bart and die alte Kleidung beibehalten. Die jungen Leute sind zivilisierter als ihre Väter und unterscheiden sich von den Christen weder in Kleidung noch Manieren und Sitten. Die Mädchen gelten im allgemeinen nicht als sehr gescheit und scheinen vor den Kavalieren keinen Abscheu z haben; der Geschmack für Putz entwickelt sich täglich mehr bei ihnen“ (Camille de Tournon 1807 und in: Piontek: Bayreuth S. 88f)



Juden: Bayreuth:
„Wie, fragt der Leser jener großen Kulturgeschichte Bayreuths, die von der Langermannschen Irrenanstalt bis hin zur Villa Wahnfried führt, haben die Menschen in dieses Stadt gelebt, die Unbekannten zumal: verkaufte Soldaten der Markgräfin, auf den Schindanger geworfene ‚unehrliche’ Leute, zu Narren degradierte Menschen in der Zwangsjacke, ins letzte geworfene Volkssturmmänner – und dann die Juden: begafft in einem Viehstall, durch die Stadt gejagt, auf Waggons verfrachtet, erschossen in Litauen, vergast in Auschwitz: Wer stand ihnen bei, sprach ein Gebet für ihre Seele, bewahrte ihr Andenken, hat versucht, ihre Spur zu verfolgen?“ (Walter Jens 1994 in: Toussaint: Reisen nach Bayreuth, S. 392)



Juden: Bayreuth: Stadtpfarrkirche:
„Endlich zeigte man uns noch außen am Hinterteil der Kirche das Wahrzeichen derselben. Man machte uns schon zu Heilsbronn auf den nämlichen Gegenstand aufmerksam, wo er aber zu unvollständig ausgedrückt war, als dass wir ihn deutlich hätten erkennen können. Hier aber ist eine Sau sehr kennbar, an der junge Juden saugen, und über derselben steht ein Heiliger. Wir fragten überall, was dies Sinnbild zu bedeuten habe; aber umsonst. Da die Juden die Schweine hassen und in ihrer Zerstreuung den Christen untertan sein müssen, so könnte es wohl sein, dass man damit in jenen alten intoleranten Zeiten die Juden hätte verspotten und den Sieg des Christentums über das verachtete Judentum andeuten wollen“ (1784 Füssel, Johann Michael: Unser Tagbuch T. 1, S. 74f)



Juden: Coburg:
„In Coburg gibt es eine Judengasse und ein Judentor. Nur Juden gibt es nicht. Was ist aus ihnen geworden, möchte ich wissen. Es gibt so viele alte Leute hier. Warum sind die Juden so früh gestorben? Ich suche vergeblich eine Gedenktafel. Hat vielleicht der Keuchhusten meine Brüder und Schwestern hinweggerafft? Oder die Masern? Aber das sind keine Krankheiten, an denen auserwählte Völker zu sterben pflegen … Vergeblich suche ich die Gedenktafel für die Coburger, die sich dem Ausrottungsbefehl widersetzten. Wo ist das Denkmal eines einzigen Gerechten …“ (Kaminski, André: Schalom allerseits 1987, S. 114f)



Juden: Erlangen:
„Hauptsächlich scheinen die schlauen Hebräer unter sich einen unsichtbaren Bund oder eine Art von geheimer Gesellschaft errichtet zu haben, deren Zweck ist, jeden, der in ihre Klaue fällt, und besonders Studierende gemeinschaftlich so sehr zu betrügen, als immer möglich ist. Alle Glieder derselben arbeiten unermüdet an Erreichung dieses rühmlichen Vorsatzes …“ (1792 Rebmann, Georg Friedrich: Briefe über Erlangen, Teil 1, S. 122)



Juden: Erlangen:
„Juden wohnen hier nicht, oder höchstens einige; desto dicker aber sind sie in Baiersdorf und anderen benachbarten Ortschaften ausgesäet, von wo sie täglich zum Schacher und Betrügen der bedrängten Burschenwelt in Menge hereinkommen; diese fassen sie gewöhnlich dann mit sichern Klauen und rupfen sie, so lange noch ein Haar daran ist. Es ist unglaublich, wie weit sie darin die Industrie treiben … ‚Mer wollen doch auch leben’, ist ihre Entschuldigung, gegen die sich freilich wenig einwenden lässt“ (1798 Arndt, Ernst Moritz: Bruchstücke, S. 80)



Juden: Euerfeld: Ritualmord:
„An die Schriftleitung des Stürmers in Nürnberg. In den letzten Stürmernummern wurden wieder einige so genannte Ritualmorde behandelt, welche mich veranlassen, die Schriftleitung auf einen ähnlichen Fall aufmerksam zu machen. In meinem unterfränkischen Heimatdorfe Euerfeld, eine Wegstunde von Dettelbach entfernt, hat sich um das Ende des 16. Jahrhunderts nach den Aussagen älterer Leute und unseres damaligen Ortspfarrers folgender Mord an einem Christenknaben zugetragen. Im Frühjahr fanden alljährliche Wallfahrten in die näheren Ortschaften, so nach Dettelbach-Effeldorf und Biebergau statt. Ein Knabe lief den Wallfahrern nach und wurde unterwegs von einem Juden unter einem Baum umgebracht. Zur Erinnerung an diesen Mord wurde in die Pfarrgartenmauer ein Steinbild von 1 m lang und 50 cm breit eingefügt, auf welchem ein Baum und ein darunter liegender Knabe sich befindet“(1938 Frankenberger, Michael in: Daxelmüller, Christoph: Jüdische Kultur in Franken 1988, S. 187)



Juden: Fürth:
„Der große Markt Fürth liegt drei Stunden von Erlang zwischen der Rednitz und Pegnitz. Ansbach, Bamberg, Nürnberg haben Anteile an diesem Orte. Alle diese Herrn geben sich Mühe, den Ort volkreich zu machen und nehmen nicht nur Fabrikanten und Juden, sondern alles Bettel- und Lumpenvolk auf. Es wimmelt deswegen hier von Menschen, Christen und Juden durcheinander. Die Juden haben hier einen alten steinernen Tempel und eine Buchdruckerei. Sie geben sich auf 10,000 stark an. Die meisten sind in den dürftigsten Umständen, man kann nicht über die Straße gehen, ohne überall von einer Menge umringt zu werden, die ihre geringe Waren oder ihre Dienste anbieten; lässt man sich mit ihnen ein, so wird man sicher betrogen. Sie machen dem Fremden auch den Lohnlakai und zu diesem sind sie noch am besten zu gebrauchen“ (1789 Röder, Philipp Ludwig Hermann: Reisen, S. 10f)



Juden: Fürth:
Fürth „hat einige sehr gerade, breite und hübsche Gassen, aber die andern haben eine desto unangenehmeres und widrigeres Ansehen und sind schmutzig, welches vielleicht eine Folge von den vielen Kindern Israel ist, die hier in großer Menge wohnen … Über die vielen Juden klagt man bitter, sie könnten, dünkt mich, ehe über die Christen klagen. Ei, mer wolle doch läben: ist in ihrem, wie in jedes Menschen Munde eine sehr gültige Entschuldigung. Wann wird man endlich einsehen, dass es Rechte für alle Lebendigen gibt, gemeinschaftlich, wie Wasser und Luft? Was soll der Jude tun? Soll er verhungern, oder betrügen? Denn diese fürchterliche Alternative hat er meistens nur“ (1798 Arndt, Ernst Moritz: Bruchstücke, S. 92)



Juden: Fürth:
„Die Hälfte der Bewohner von Fürth, oder wenigstens das Drittel, sind Juden, die sich von Schachern ernähren oder auch bedeutendere Handlungsgeschäfte mit schlechten aber wohlfeilen Waren treiben“ (1823 Johann Heinrich Meynier in: Fürst, S. 129)



Juden: Fürth:
„In Färd,
da gibt’s viel Juden und viel Wärd“ (Redensart)



Juden: Fürth
„In Fürth
gibt’s nichts denn Juden und Wirt,
und wer nicht gesehen hat Juden und Wirt,
ist nicht gewesen in Fürth!“
(Karl Julius Weber)



Juden: Gau Ostmark:
„Schnellbrief, Rundschreiben Nr. 20/38. 12. November 1938 ‚Streng vertraulich! An alle Kreisleiter … zur Kenntnis: 1) Seit zwei Tagen sind alle jüdischen Ladengeschäfte im Gau geschlossen. Kein Jude wird jemals wieder ein Geschäft eröffnen können’“ (1938 NSDAP Gauleitung Bayerische Ostmark in: Krauss, Georg: Die oberfränkische Geschichte, S. 339)



Juden: Gemälde: Würzburg:
„Doch bietet eine andere Kirche Sonderbareres. Hier hängen zwei große schon verschossene Gemälde von folgendem Inhalt: Auf dem einen ist das Nachtmahl abgebildet und darin eine Galerie der charakteristischen Judenphysiognomien als Karikatur auf das possierlichste dargestellt. Sie sind sämtlich, Christus nicht ausgenommen, nur in der gemeinsten Art dieser Eigentümlichkeit aufgefasst … Wie kann man eine solche unanständige Satire in einer Kirche lassen!“ (Hermann von Pückler-Muskau: Semilassos vorletzter Weltgang S. 273f)



Juden: Heine, Heinrich:
„Von dem unerbittlichen Dämon des Verneinens dessen, was verneinenswert schien, ward er rastlos vorwärtsgejagt, durch alle Illusionen moderner Selbstbelügung hindurch, bis auf den Punkt, wo er nun selbst wieder sich zum Dichter log, und dafür auch seine gedichteten Lügen von unseren Komponisten in Musik gesetzt erhielt. – Er war das Gewissen des Judenthumes, wie das Judenthum das üble Gewissen unserer modernen Zivilisation ist“ (1850 Wagner, Richard: Das Judenthum in der Musik)



Juden: KZ:
„Mein Vater, der damals Häftling im KZ Buchenwald war, hat die Einlieferung der Juden miterlebt und mir nach dem Krieg erzählt, wie man sie behandelte: Sie wurden mit Gewehrkolben geschlagen, die Bärte wurden ihnen abgeschnitten oder abgebrannt, SS-Männer spuckten ihnen ins Gesicht und man zwang sie, ihnen die Stiefel zu küssen oder glänzend zu lecken. Mein Vater sagte: ‚Du glaubst nicht, zu welcher Bestialität Menschen fähig sind, und du glaubst nicht, was ein Mensch alles ertragen kann. Vieh, das zum Schlachten geführt wird, hatte es besser.’“ (1938 Grün, Max von der, S. 135)



Juden: Musik:
„Wir haben uns das unwillkürlich Abstoßende, welches die Persönlichkeit und das Wesen der Juden für uns hat, zu erklären, um diese instinktmäßige Abneigung zu rechtfertigen, von welcher wir doch deutlich erkennen, dass sie stärker und überwiegender ist, als unser bewusster Eifer, dieser Abneigung uns zu entledigen. Noch jetzt belügen wir uns in dieser Beziehung nur absichtlich, wenn wir es für verpönt und unsittlich halten zu müssen glauben, unseren natürlichen Widerwillen gegen jüdisches Wesen öffentlich kundzugeben. Erst in neuester Zeit scheinen wir zu der Einsicht zu gelangen, dass es vernünftiger sei, von dem Zwange jener Selbsttäuschung uns frei zu machen, um dafür ganz nüchtern den Gegenstand unserer gewaltsamen Sympathie zu betrachten, und unseren, trotz aller liberalen Vorspiegelungen bestehenden Widerwillen gegen ihn, uns zum Verständnis zu bringen“ (1850 Wagner, Richard: Das Judenthum in der Musik)



Juden: Nationalsozialismus:
„Dafür machte Houston Stewart Chamberlain den Nationalsozialisten rechtzeitig zu Beginn ihrer Bewegung in seinen ‚Grundlagen des 19. Jahrhunderts’ von 1897/98 u. v. a. klar, dass Christus kein Jude gewesen sei, ja ‚dass er keinen Tropfen echt jüdischen Blutes in den Adern hatte’ (cit. nach Shirer, S. 105). Sondern, so fasst Shirer Richard Wagners kulturphilosophischen Schwiegersohn zusammen, er war ‚wahrscheinlich ein Arier. Wenn er auch blutsmäßig vielleicht kein Vollarier gewesen sei, so doch unverkennbar Arier in seiner ethischen und religiösen Lehre, die dem ‚Materialismus und abstrakten Formalismus’ der jüdischen Religion so entgegengesetzt sei. Daher sei es nur natürlich gewesen, dass Christus zum Gott der jungen lebenstrotzenden indogermanischen Völker wurde, vor allem zum Gott der Germanen, da sie wie kein anderes Volk die Voraussetzungen besessen hätten, diese göttliche Stimme zu vernehmen.’“ (Henscheid, Eckhard: Kulturgeschichte der Missverständnisse 2000, S. 288)



Juden: Nürnberg:
„Die Juden haben ihre Niederlage in einem Flecken, Fürth genannt, ungefähr eine Stunde von der Stadt, und es ist ihnen nicht erlaubt, in die Stadt zu kommen, oder sie müssen für jede Stunde ihres Aufenthalts einen Gulden bezahlen, haben auch beständig eine Frauensperson zur Begleitung, gleichwie es auch zu Köln gehalten wird, und dieses geschiehet eben desselbigen Verbrechens wegen, weil man sie nämlich beschuldiget, dass sie die Brunnen zu Nürnberg hätten vergiften wollen“ (1705 Blainville, J. de: Reisen, S. 95)



Juden: Nürnberg:
(Nürnbergs Raritäten auf der Burg) „Dahin gehören noch die famöse Riesin mit dem Schuster und die Juden, auf einem Schweine reitend, oder in ähnlicher schimpflicher Verbindung mit ihm, welche ich leider beide nicht gesehen habe. Letzteres soll in haut relief an einer Kirche angebracht sein. Die Legende sagt: die Juden boten viel Geld, dass es abgenommen würde, zur Zeit der Reformation, aber der teure Mann Gottes, Lutherus schrie: ‚Mit nichten! Sie haben es um unsern Herrn wohl verdient, dass sie zum Spott der Welt gemacht werden’“
(1798 Arndt, Ernst Moritz: Bruchstücke, S. 96f)



Juden: Nürnberg:
„Wie kamen nur die Reichsparteitage hierher? Ich werde das nie begreifen. Von wegen Reichsparteitage: Zwei jüdische Prinzipienreiter haben in der Buchhandlung, die mich eíngeladen hat, angerufen. Sie protestieren, dass dieser Kaminski am heiligen Sederabend aus seinem Buch liest, statt in die Synagoge zu gehen und zu beten. Tolerant sind diese Leute! Ich wundere mich nicht, dass es Juden waren, die den Marxismus erfunden haben. Die Rechthaberei liegt uns im Blut“ (Kaminski, André: Schalom allerseits 1987, S. 25)



Juden: Paul, Jean: Zitate:
„Judas hat ihn ja nur verraten; aber andre schrien ‚kreuzige ihn’, und diese waren die Schlimmern.“



Juden: Schnaittach:
„Über Odensos (Ottensoos), dem Roten Berg vorbei durch das judenvolle elende Schnaittach, nach Bühl dann über die Höhen nach Gräfenberg“ (1817 in Schmeller, Johann Andreas, S. 105)



Juden: Schweinfurt:
„Wir kamen zu Schiff in Schweinfurt an, einer breit angelegten Stadt, in der keine Juden wohnen. Während wir dort auf eine Kalesche zur Weiterfahrt warteten, scharten sich haufenweise Männer, Frauen und Kinder um uns, die unsere Kleider und Barttracht begafften, schrieen und spotteten“ (1755 Chajim Joseph Davi Asulai in: Daxelmüller, Christoph: Jüdische Kultur in Franken 1988, S. 17)



Juden: Sprache:
„Im Besonderen widert uns nun aber die rein sinnliche Kundgebung der jüdischen Sprache an. Es hat der Kultur nicht gelingen wollen, die sonderliche Hartnäckigkeit des jüdischen Naturells in Bezug auf Eigentümlichkeiten der semitischen Aussprechweise durch zweitausendjährigen Verkehr mit europäischen Nationen zu brechen. Als durchaus fremdartig und unangenehm fällt unserem Ohre zunächst ein zischender, schrillender, summsender und murksender Lautausdruck der jüdischen Sprechweise auf: eine unserer nationalen Sprache gänzlich uneigentümliche Verwendung und willkürliche Verdrehung der Worte und der Phrasenkonstruktionen gibt diesem Lautausdrucke vollends noch den Charakter eines unerträglich verwirrten Geplappers, bei dessen Anhörung unsere Aufmerksamkeit unwillkürlich mehr bei diesem widerlichen Wie, als bei dem darin enthaltenen Was der jüdischen Rede verweilt“ (1850 Wagner, Richard: Das Judenthum in der Musik)



Juden: Wagner, Richard:
„Zu Mittag die beiden Professoren, der Bürgermeister und der Dekan … Streit zwischen ihm und R. über die Juden; der Dekan meint, gemischte Ehen seien die Lösung des Problems, R. behauptet: Dann würde es keine Deutschen mehr geben, das deutsche blonde Blut sei nicht kräftig genug, um dieser ‚Lauge’ zu widerstehen, wir sehen ja, wie die Normannen und Franken zu Franzosen geworden seien, und das jüdische Blut sei noch viel korrosiver als das romanische“ (1873 Wagner, Cosima: Die Tagebücher, Bd. 2, S. 667)



Juden: Wagner, Richard:
„Auf dem Spaziergang sagte R.: ‚Es ist mir peinlich, immer auf das Thema der Juden zurückzukommen, aber man kann es nicht vermeiden, wenn man in die Zukunft blickt.’“ (1878 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 3, S. 243)



Juden: Wagner, Richard:
„Das Gespräch schließt mit einer sehr erregten Darstellung des Übels, welches die Juden über uns Deutsche gebracht; R. sagt: Persönlich habe (er) die besten Freunde unter den Juden gehabt, aber ihre Emanzipation und Gleichstellung, bevor wir Deutschen etwas waren, sei verderblich gewesen. Er halte Deutschland für vernichtet. Und ihn bekümmere es, weil Anlagen da gewesen seien, die wohl dies zu bedeuten gehabt hätten. Der Deutsche wurde von den Juden ausgebeutet und verlacht, dabei sei er im Ausland verhasst“ (1878 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 3, S. 273)



Juden: Wagner, Richard:
„Wie die andren Freunde sich entfernt, bleibt Freund Levi, und wie er uns meldet, dass sein Vater Rabbiner ist, so kommt das Gespräch wieder auf die Israeliten, darauf, dass sie zu früh in unsere Kulturzustände eingegriffen haben, dass das allgemein Menschliche, welches aus dem deutschen Wesen sich hätte entwickeln sollen, um dann auch dem Jüdischen zugute zu kommen, dass dies in seiner Entfaltung aufgehalten worden ist durch die frühzeitige Einmischung in unsere Angelegenheiten, bevor noch dass wir gewusst, wer wir seien. Der Km. berichtet von einer großen Bewegung gegen die Juden auf allen Gebieten; in München wolle man sie aus dem Magistrat entfernen …“ (1879 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 3, S. 290)



Juden: Wagner, Richard:
„R. will alle Juden von sich abfallen lassen ‚wie die Warzen’, gegen welche kein Mittel hilft; nicht mehr unterbinden, nichts mehr mit ihnen tun … Freund W. kommt herüber; viel über Juden, ‚sie können Deutschland aushungern’, sagt R.“ (1879 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 3, S. 460, 462)



Juden: Wagner, Richard:
„Sie haben das Christentum entweiht, d. h. für diese Welt zugerichtet … Ich sage: Nicht nur an seinen schlimmen, sondern mir schien an seinen guten Eigenschaften ginge der Deutsche durch die Mischung mit dem Israeliten zu Grund, z. B. an seiner Begierdelosigkeit, die ihn so zur Idealität befähige und die nun zum lässigen Stumpfsinn ausartet unter dem Druck dieser Süchtigen … ‚Wenn unsere Kultur zu Grunde geht, ist es kein Schaden, wenn sie aber durch die Juden zu Grunde geht, ist es eine Schmach.’“ (1881 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 4, S. 687, 689)



Juden: Wagner, Richard:
„Dann erzählt er von einer neulichen Aufführung des ‚Nathan’, wo bei der Stelle, Christus war auch ein Jude, ein Israelit im Parterre bravo gerufen habe … Er sagt im heftigen Scherz, es sollten alle Juden in einer Aufführung des ‚Nathan’ verbrennen“ (1881 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 4, S. 852)



Juden: Wagner, Richard:
„Dann beschäftigt uns die Auswanderung, welche in Württemberg und Baden in Folge der Zoll-Politik übermäßige Dimensionen annimmt. ‚Und es ist der beste Teil, der auswandert’, das übrige ist Futter für die Juden“ (1882 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 4, S. 923)



Juden: Wagner, Richard:
„In Richard Wagners übler Hetzschrift ‚Das Judentum in der Musik’ aus dem Jahr 1859 heißt es: ‚Der Jude, der bekanntlich einen Gott ganz für sich hat, fällt uns im gemeinen Leben zunächst durch seine äußere Erscheinung auf, die, gleichviel welcher europäischer Nationalität wir angehören, etwas dieser Nationalität unangenehm Fremdartiges hat: wir wünschen unwillkürlich mit einem so aussehenden Menschen nichts gemein zu haben.’“ (2003 Glaser, Hermann (Hrsg.) Typisch deutsch S. 214)



Juden: Wagner, Richard: „Das Judentum in der Musik“:
„Das ist auf dem Gebiet der Verleumdung unter Kollegen wahrscheinlich das Schmutzigste, was es gibt. Wagner, Mendelssohn und Schumann sind fast gleichaltrig gewesen. Die beiden Letzteren haben dem Wagner halt den Gefallen getan, früh zu sterben. Da muss er jedes Mal Freudenfeste gefeiert haben. Mit einem lebenden Mendelssohn und einem lebenden Schumann wäre Wagners Erfolg so nicht möglich gewesen“ (Nikolaus Harnoncourt“ 2009 in: Der Spiegel 2009/7).



Juden: Zeckendorf: (Scheßlitz):
"Das Hausieren war damals frei. Ich ging nach Fürth und Nürnberg, kaufte für mein mitgebrachtes Geld noch mehr gangbare Ware und ging hausieren. Aber wie ich zu meines Vaters Bekanntschaft kam und meine Ware anbot, da hieß es einstimmig von den katholischen Bauern und ihren Frauen und Töchtern: 'O du hübscher Mensch, es ist doch schade, dass du in die Hölle und das Fegfeuer kommst, lass dich taufen!' Ich packte meine Ware ein und verließ ihr Haus. So ging es mir in vielen Häusern und Dörfern unterwegs. Jungen, die Kühe oder Schweine hüteten, riefen mir zu: 'Jud, mach Mores!' Wenn ich nicht gleich meinen Hut abnahm, warfen sie mit Steinen nach mir" (Aus dem Tagebuch des Ascher Lehmann aus Zeckendorf 1845/50)



Juden: s. auch Judenverfolgung, Synagoge



Judenverfolgung: Bamberg:
„Die Leiche des im Konzentrationslager Dachau verschiedenen Referendars Willy Aron wurde gestern nach Bamberg übergeführt und abends ½ 8 Uhr auf dem israelitischen Friedhof beigesetzt. Zur Beerdigung hatten sich die Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde sowie Bekannte des Toten außerordentlich zahlreich eingefunden. Rabbiner Dr. Katten sprach die Gebete und hielt an der Bahre eine ergreifende Trauerrede, in der er dem Schmerz der Eltern über den jähen Verlust des einzigen Sohnes Ausdruck verlieh. Das Los des Einzelnen, das viele so tief erschüttere, sei das Los der israelitischen Gemeinschaft seit Jahrhunderten. Die Welle der Zeit habe Willy Aron verschlungen. Der Redner schloss mit dem Hinweis auf ein besseres Jenseits und mit einem Trost für die Eltern …“ (1933 Bamberger Volksblatt in: Krischker, Gerhard C.: Bambergs unbequeme Bürger, S. 30)



Judenverfolgung: Mittelfranken:
„Im Zuge der Protestaktion gegen das jüdische Mördergesindel wurden im Regierungsbezirk 772 Juden festgenommen, von denen sich noch 389 in Haft befinden. Außerdem wurden nach dem Bericht der Staatspolizeistelle Nürnberg-Fürth 17 Synagogen ausgebrannt, 25 Synagogen demoliert, 115 jüdische Geschäfte zerstört; weitere 39 jüdische Geschäfte wurden nur geschlossen. In 594 jüdischen Wohnungen wurde die Inneneinrichtung zerstört bzw. beschädigt. Außerdem wurde das Geschäft einer Deutschblütigen beschädigt, weil der Bevölkerung bekannt war, dass die Inhaberin mit einem Juden Rassenschande getrieben hatte … Judenfrei sind bereits die Städte Dinkelsbühl, Eichstätt, Schwabach, Zirndorf und die Bezirke Hersbruck, Neustadt a. d. Aisch, Nürnberg, Pegnitz, Rothenburg o. d. T. und Staffelstein“ (1938 Monatsbericht der Regierungspräsidenten von Ober- und Mittelfranken in: Daxelmüller, Christoph: Jüdische Kultur in Franken 1988, S. 192)



Judenverfolgung: Nationalsozialismus:
„Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935. §1(1) Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sind verboten. Trotzdem geschlossene Ehen sind nichtig, auch wenn sie zur Umgehung dieses Gesetzes im Ausland geschlossen sind …
§2 Außerehelicher Verkehr zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes ist verboten …
§5(1) Wer dem Verbot des §1 zuwiderhandelt, wird mit Zuchthaus bestraft … (2) Der Mann, der dem Verbot des §2 zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis oder mit Zuchthaus bestraft“ (Grün, Max von der, S. 88)



Judenverfolgung: Nationalsozialismus:
„1. In Nürnberg machten sie ein Gesetz
Darüber weinte manches Weib, das
Mit dem falschen Mann im Bett lag …
4. Eines Morgens, früh um neun Uhr
Fuhr sie durch die Stadt
Im Hemd, um den Hals ein Schild, das Haar geschoren.
Die Gasse johlte. Sie
Blickte kalt.
‚Das Fleisch schlägt auf in den Vorstädten.
Der Streicher spricht heute Nacht.
Großer Gott, wenn wir ein Ohr hätten
Wüssten wir, was man mit uns macht.’“
(Brecht, Bertolt: Ballade von der ‚Judenhure’ Marie Sanders)
Judenverfolgung: Nürnberg:
„Metropole des Weltkampfes gegen das Judentum“ (R. W. Stock)



Judenverfolgung: Nürnberg:
„Mein Herz zergeht wegen der Märtyrer Nürnbergs,
meine Augen fließen von Tränen, wie die Rinne am Regentage.
Zu viele sind das Opfer, als dass ich sie zählen könnte.
Für Dich, o Gott, ward voll das Tausend
der edelsten Männer und Frauen und zarten Kinder.
Es blieb zum Klagelied meine Harfe und meine Flöte
zum Trauerklang“
(1298 Schuder, Rosemarie: Der gelbe Fleck, S. 602).



Judenverfolgung: Nürnberg:
„Es kommt die Zeit, in der einmal die Judenfrage in der ganzen Welt radikal gelöst werden wird, weil die Menschheit keinen anderen Ausweg mehr findet. Heute brechen wir hier eine Synagoge ab und niemals wieder wird sie errichtet werden. In dieser Stadt wollen wir arbeiten und darüber wachen, dass das deutsche Blut und die deutsche Seele rein erhalten bleiben; denn wenn der Jude in Deutschland noch einmal die Macht erringen würde, dann wäre es mit dem deutschen Volke für immer vorbei. – Wir leben in einer großen Zeit. Die Saat, die wir gesät haben, geht auf. Die Würfel sind gefallen. Die Zeit der Juden ist für immer vorbei. Ihr Nürnberger Arbeiter, die ihr einst Sklaven der Juden gewesen seid und die ihr jetzt freudig mithelft, das neue Reich Adolf Hitlers zu bauen, nun gebe ich Euch den geschichtlichen Befehl: Fanget an!“ (1938 Streicher, Julius Gauleiter Rede in: Das Forum“ 1988, Heft 4, S. 24f)



Judenverfolgung: Nürnberg:
„Nürnberg gehört zu den wenigen Städten, deren radikale Lösung der Judenfrage bis heute vorbildlich ist. Nicht nur, dass dieses ‚Schatzkästlein des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation’ schon seit 1499 … die Juden aus seinen Mauern verbannen konnte, sondern es blieb auch fast 400 Jahre lang judenrein … Und wie Nürnbergs Lösung der Judenfrage am Beginn der Neuzeit für das ganze Volk vorbildlich war, so darf es sich auch heute rühmen, in dem Endkampf des deutschen Volkes gegen die Juden das Sturmbanner vorangetragen zu haben nach der alten Parole: Franken voran. Mit gutem Recht tragen daher die Gesetze des Führers zum Schutz und zur Reinerhaltung des deutschen Blutes den Namen ‚Nürnberger Gesetze’“ (1938 Stock, Richard Wilhelm in: Das Forum“ 1988, Heft 4, S. 26)



Judenverfolgung: Röttingen:
„… der erste Fall eines Genozids an Juden im christlichen Europa“ (1298 Hostienfrevel L. Poliakov)



Judenverfolgung: Streicher, Julius: Zitate:
“Ein einziger Beischlaf eines Juden bei einer arischen Frau genügt, um deren Blut für immer zu vergiften“ (Julius Streicher).



Judenverfolgung: „Stürmer“-Schlagzeilen:
„Judenärzte, Frauenschänder und Mörder“, „Weltverschwörer, die enthüllten Geheimnisse der Weisen von Zion“, „Das Volk der Verbrecher, der Jude als Urheber allen Verbrechertums“, „Kampf dem Teufel“, „Lösung der Judenfrage, was wir aus Nürnbergs Vergangenheit lernen können“, „Todesstrafe für Rassenschänder“, „Synagogen sind Räuberhöhlen“, „Der Segen der Judengesetze“, „Rassenschande, Juden missachten die Nürnberger Gesetzte“ (Wochenblatt „Der Stürmer“ in: Das Forum“ 1988, Heft 4, S. 24f)



Judenverfolgung: Unterfranken:
„Es ist ein deutscher Hass. Jeder redliche und sich achtende Jude muss, wenn ihn zuerst dieser Gifthauch anweht und er sich über dessen Beschaffenheit klar zu werden versucht, in nachhaltige Bestürzung geraten. Und so erging es auch mir. Kam hinzu, dass die katholische Bevölkerung Unterfrankens, reichlich durchsetzt mit einem unerfreulichen Schlag noch halb ghettohafter, handelsbeflissener, wuchernder Juden, Krämer, Trödler, Viehhändler, Hausierer, einer dauernden Verhetzung preisgegeben war, an Urbanität und natürlicher Gutherzigkeit weit unter benachbarten Stämmen stand und das Andenken an Brunnenvergiftungs- und Passahschlachtungsmärchen, bischöflich Bluterlässe, mörderische und gewinnbringende Judenverfolgungen noch lebendig im Sinne trug“ (1921 Wassermann, Jakob in: Daxelmüller, Christoph: Jüdische Kultur in Franken 1988, S. 181)



Jugend: Bamberg:
„Am 22. musste ich hier in einer großen, unter dem Patronat des Erzbischofs stehenden (er war in full dress dabei) Jugendversammlung sprechen: ‚Die Jugend und die deutsche Zukunft.’ Alles Oberklassen – auch Kriegsteilnehmer, die noch zum Abitur geschult wurden, und die Studenten einer hier im Aufbau befindlichen Hochschule. Aber es ist besser, man spricht sie im kleinen Kreise, damit man erkennt, wie sie reagieren. Wenn der Erzbischof dabei ist, kommt natürlich nichts heraus. Die Lehrer stöhnen, sie wären so bockig, dass im Bereich ‚Völkerverständigung’ nichts mit ihnen zu wollen sei. Sie haben die von den Amerikanern angebotenen Aussprachen abgelehnt. Sie dürften ja doch nicht sagen, was sie dächten“ (1947 Bäumer, Gertrud: Des Lebens wie der Liebe Band 1956, S. 346)



Jugendbewegung: Amorbach:
„Auf der Rossmannschen Terrasse vernahm ich eines Nachmittags, vom Platz vor der Schlossmühle her, wüst grölenden Gesang. Ich erblickte drei, vier ganz junge Burschen, unziemlich verkleidet,. Es sollte malerisch sein. Mir wurde erklärt, das seien Wandervögel, ohne dass ich mir darunter etwas Rechtes hätte vorstellen können. Mehr noch als die gräulichen, obendrein falsch auf Klampfen begleiteten Volkslieder erschreckte mich der Anblick“ (Adorno: Amorbach, S. 22)



Jugendbewegung: Würzburg:
„Die neue Zeit kommt in das Würzburger Schloss meistens in der Form von Wandervögeln oder eben in Form jener Vorstandsmitglieder des Vereins für künstliche Dungmittelfabrikanten. Jeden Morgen, wenn das Tor geöffnet werden soll, stehen davor fünfhundert Wandervögel mit nackten, haarigen Beinen und mit großen Säcken auf dem Rücken. Die Säcke müssen sie an der Garderobe abgeben, die Beine leider aber nicht; und da schreiten sie langsam und verwundert durch die Spiegelzimmer des Fürstbischofs. Und die Spiegel des Fürstbischofs werfen ein ganzes Kreuzfeuer von haarigen Beinen hin und wieder“ (1924 Auburtin, Victor: Kristalle und Kiesel, S. 29)



Jugendproteste: Nürnberg:
„Noch einen Rundgang schließe ich an, durch die Altstadt hinter der restaurierten Stadtmauer, vorbei am landesweit bekannten Jugendzentrum ‚Komm’ im ehemaligen Kinogebäude direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Vor drei Jahren wurden aus dem heraus mit großem Polizeieinsatz 42 Jugendliche verhaftet und pauschal unter Anklage wegen Landfriedensbruchs gestellt. Erst Proteste aus der gesamten BRD brachten den forschen Staatsanwalt aus Nürnberg zum Nachdenken über seinen Machtmissbrauch, und die auch der Sachbeschädigung Verdächtigten kamen aus der Haft frei. Hinterher mussten die Verfahren gegen die Beschuldigten und durch die Haft teilweise um Arbeits- und Lehrstelle Gebrachten meistens eingestellt werden, wegen erwiesener Unschuld. Oder wegen begangener Verfahrensfehler“ (Kühn, August: Deutschland – ein lauer Sommer 1984, S. 55)




Bücherverzeichnis



Jahn, Ewald:
Heimat im Herzen : Erinnerungen und Erlebnisse von einst und heute
Stegaurach
Personen: Jahn, Ewald:



Jahreis, Erika:
Fürther Mundartgedichte
Fürth o. J.
Orte: Fürth:
weitere Stichwörter: Gedichte: Mundart:



Jann, Hans:
Walberla und Annafest : Frohe Forchheimer Geschichten
Bamberg o. J.
Orte: Walberla: Forchheim:
weitere Stichwörter: Annafest: Feste: Erzählungen:



Jäckel, Günter:
Kaiser, Gott und Bauer : die Zeit des deutschen Bauernkrieges im Spiegel der Literatur
Berlin 1975
weitere Stichwörter: Bauernkrieg: Geschichte 16. Jh.:



Johannes von Tepl:
Der Ackermann und der Tod
Frankfurt 1957
weitere Stichwörter: Ackermann: Tod:



Jepsen-Föge, Mi:
Märchenhafte Deutschlandreise : Städte und Landschaften alter Märchen, Sagen und Legenden
Düsseldorf 1975
Orte: Coburg: Bad Kissingen: Schweinfurt: Bamberg: Nürnberg: Rothenburg ob der Tauber: Dinkelsbühl:
Personen: Schneewittchen:
weitere Stichwörter: Sagen: Legenden: Märchen: Schneewittchen:



Jann, Hans:
Forchheimer Geschichten aus der königlich-bayerischen Zeit
Forchheim 1978
Orte: Forchheim:
weitere Stichwörter: Erzählungen:



Jahn, Hans:
Reuther Stücklein
Forchheim 1977
Orte: Reuth:
weitere Stichwörter: Erzählungen: Schwank: Gedichte: Lyrikmotiv:



Jahn, Hans: Jann, Hans:
Reuther Stücklein: Gedanken eines Franken
Wien 1933: Forchheim 1982
Orte: Reuth:
weitere Stichwörter: Erzählungen: Schwank: Gedichte: Aphorismen:



Jacobi, Christoph Friedrich:
Historisch-pädagogische Reise nach Sachsen und einem Theile von Preußen
Nürnberg T. 1. 1835
Orte: Nürnberg: Erlangen: Bubenreuth: Baiersdorf: Forchheim: Bamberg: Ebensfeld: Staffelstein: Vierzehnheiligen: Banz: Lichtenfels: Bug am Forst: Untersiemau: Coburg: Münchberg: Gefrees: Bad Berneck: Bayreuth: Streitberg: Muggendorf: Ebermannstadt: Tennenlohe: Altdorf:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Fantaisie:



Junghans, H. A.:
Das Nibelungenlied / aus dem Mitteldeutschen übertr. von H. A. Junghans
Leipzig o. J.



Jessberger, Kurt:
Rohrbrunn und der Hochspessart : wo die Eichen trotzig ragen... : Erinnerungen an eine verlorene Einöde
Marktheidenfeld 1985
Orte: Spessart: Rohrbrunn:
weitere Stichwörter: Jagd: Räuber: Autobahn: Wirtshaus im Spessart:



Jedin, Hubert:
Katholische Reformation oder Gegenreformation : ein Versuch zur Klärung der Begriffe nebst einer Jubiläumsbetrachtung über das Trienter Konzil
Luzern 1964
Orte: Trient:
weitere Stichwörter: Gegenreformation: Reformation: Katholische Kirche: Tridentiner Konzil: Kirchengeschichte 16. Jh.:



Jungmeier, Hans-Martin:
Die Baille-Maille-Allee zu Himmelkron : die Anlage der Baille-Maille-Lindenallee zu Himmelkron, ihre alte und neue Geschichte
Bayreuth 1992
Orte: Himmelkron:
weitere Stichwörter: Maillebahn: Lindenallee: Spiel:



Jäck, Joachim Heinrich: Baier, Hans (Nachwort):
Bamberg, wie es einst war und wie es jetzt ist. - Nachdr.
Erlangen 1979
Orte: Bamberg: Banz: Baunach: Burgebrach: Burgwindheim: Kronach: Ebrach: Eltmann: Hallstadt: Höchstadt a. d. Aisch: Kreuzberg (Hallstadt): Lichtenfels: Pommersfelden: Scheßlitz: Staffelstein: Staffelberg: Stettfeld: Forchheim: Muggendorf: Greifenstein:
weitere Stichwörter: Geschichte: Anatomie: Apotheke: Bibliothek: Bier: Brauerei: Brücken: Buchhandlung: Buchdruck: Keller: Garten: Gasthaus: Gymnasium: Irrenanstalt: Juden: Karmeliten: Kaserne: Krankenhaus: Kloster: Mineralienkabinett: Museum: Naturalienkabinett: Porzellan: Schule: Theater: Friedhof: Gemäldegalerie: Altenburg: Dom: Seehof:



Jäck, Joachim Heinrich :
Bamberg und dessen Umgebungen : ein Taschenbuch
Erlangen 1813
Orte: Bamberg: Bamberg (Umgebung): Baiersdorf: Banz: Bug: Kronach: Ebensfeld: Erlangen: Hallstadt: Coburg: Kreuzberg (Hallstadt): Lichtenfels: Nürnberg: Schney: Staffelstein: Strullendorf: Forchheim:
weitere Stichwörter: Bibliothek: Buchdruck: Keller: Garten: Gasthaus: Gymnasium: Irrenanstalt: Juden: Karmeliten: Krankenhaus: Lyzeum: Museum: Naturalienkabinett: Porzellan: Theater: Tabak: Zeitschrift:



Jordan, Hans:
Heimat-Atlas Fränkische Regierungsbezirke
München o. J.
Orte: Nürnberg: Fürth: Ansbach:
weitere Stichwörter: Karten: Atlas:



Janssen, Horst:
Hundert Köpfe
München 1994
Personen: Arnim, Bettine von: Augstein, Rudolf: Baader, Franz Xaver von: Balzac, Honore de: Baudelaire, Charles: Beethoven, Ludwig van: Benn, Gottfried: Böll, Heinrich: Brecht, Bertolt: Bruckner, Anton: Chesterton, Gilbert Keith: Chodowiecki, Daniel: Corneille, Pierre: Fontane, Theodor: Franklin, Benjamin: Friedrich, Caspar David: Friedrich der Große: Genet, Jean: George, Heinrich: Goethe, Johann Wolfgang von: Goya, Francisco Jose de: Grass, Günter: Hamsun, Knut: Heine, Heinrich: Hesse, Hermann: Hölderlin, Friedrich: Hoffmann, E. T. A.: Ibsen, Henrik: Janssen, Horst: Paul, Jean: Jeanne d'Arc: Joyce, James: Jünger, Ernst: Kafka, Franz: Kant, Immanuel: Keller, Gottfried: Kipling, Rudyard: Kleist, Heinrich von: Lavater, Johann Kaspar: Lichtenberg, Georg Christoph: Mann, Heinrich: Mann, Thomas: Twain, Marc: Mendel, Gregor: Mozart, Wolfgang Amadeus: Mühsam, Erich: Nietzsche, Friedrich: Novalis: Offenbach, Jacques: Poe, Edgar Allan: Proust, Marcel: Reich-Ranicki, Marcel: Rembrandt: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von: Schiller, Friedrich: Schlegel, Caroline: Schlegel, Friedrich: Schubert, Franz: Shaw, George Bernard: Tolstoi, Leo Nikolajewitsch: Tschechow, Anton: Turgenjew, Iwan S.: Varnhagen von Ense, Rahel: Voltaire: Vulpius, Christian August: Warhol, Andy:
weitere Stichwörter: Porträt:



Jaumann, Anton:
Wirtschafts- und Verkehrspolitik für Bayern : Reden und Berichte 1979
München 1980
Orte: Bayern:
weitere Stichwörter: Wirtschaftspolitik: Verkehrspolitik: Energie: Soziale Marktwirtschaft: Wirtschaft: Freizeit: Grenzlandpolitik: Handwerk:



Jöde, Fritz:
Der Musikant : Lieder für die Schule
Wolfenbüttel 1951
weitere Stichwörter: Lied: Liederbuch: Volkslied:



Juraschek, Franz von:
Albrecht Dürer Die Apokalypse als Herausforderung
Nürnberg 1970
Personen: Dürer, Albrecht: Nikolaus von Cues:
weitere Stichwörter: Apokalypse:



Jeier, Thomas:
Jeans, Jeans, Jeans : vom Kult der starken Hosen
Bergisch Gladbach 1987
Orte: Buttenheim:
Personen: Strauß, Levi:
weitere Stichwörter: Jeans: Hose: Biographie:



Jenkner, Hans:
Bayreuth
Berlin o. J.
Orte: Bayreuth:



Jugendblaskapelle des MGV Oberhaid:
5 Jahre Jugendblaskapelle des MGV Oberhaid mit Kreismusikfest
Oberhaid 1981
Orte: Oberhaid:
weitere Stichwörter: Festschrift: Musik: Blaskapelle:



Jedlitschka, Armin:
Neues zum Hortus Eystettensis?
In: Aus dem Antiquariat. 1990, 1
Orte: Eichstätt:
weitere Stichwörter: Hortus Eystettensis: Pflanzenbuch: Willibaldsburg:



Jäck, Joachim Heinrich:
Leben und Wirken
Aus: Serapeum. 1847, 20. (Ordner)
Orte: Bamberg:
Personen: Jäck, Joachim Heinrich:
weitere Stichwörter: Bibliothek:



Jakubaß, Franz H.:
Von der Kanzel zum Schafott : der Weg des Bamberger Mönchs Eulogius Schneider
In: Unser Bayern. (Ordner)
Orte: Frankreich:
Personen: Schneider, Eulogius:
weitere Stichwörter: Französische Revolution:



Jöckle, Clemens:
Das große Heiligenlexikon
Köln 2003
weitere Stichwörter: Heilige:



Janson, Stefan:
Würzburg : literarische Reisewege
Leipzig 1999. – (Insel-Taschenbuch : 2276)
Orte: Würzburg:
weitere Stichwörter: Literaturmotiv:



Janowitz, Esther:
Gartenkunstmuseum Schloss Fantaisie
München 2000
Orte: Donndorf: Bayreuth:
Personen: Fantaisie:
weitere Stichwörter: Gartenkunst: Museum: Plastik: Blumen: Obst: Gemüse: Friederike Sophie von Württemberg: Garten:



Jann, Hans:
Die Arche Noah auf dem Walberla : eine zeitlose Geschichte für humorbegabte Menschen
o. O. o. J.
Orte: Walberla:



Janson, Stefan (Hrsg.): Goethe, Johann Wolfgang von: Kleist, Heinrich von: Grimm, Ludwig Emil: Pückler-Muskau, Hermann von: Immermann, Karl Leberecht: Paul, Jean: Bonaventura: Weismantel, Leo: Wassermann, Jakob: Frank, Leonhard: Dauthendey, Max: Platen, August von: Ganghofer, Ludwig: Heym, Georg: Hoffmann, E. T. A.: Wagner, Richard: Koeppen, Wolfgang: Huch, Ricarda: Hofmiller, Josef: Edschmid, Kasimir: Hesse, Hermann: Walser, Robert: Kolb, Annette:
Literarische Reisewege
Frankfurt a. M. 1999 (Inseltaschenbuch : 2276)
Orte: Würzburg:
weitere Stichwörter: Besucher: Literaturmotiv:



Jauernig-Hofmann, Birgit:
Sankt Nikolaus in Oberfranken
Bayreuth 1999 (Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger : 266)
Orte: Oberfranken: Coburg (Umgebung): Bamberg (Erzbistum): Bamberg (Umgebung):
Personen: Nikolaus (hl.): Luther, Martin:
weitere Stichwörter: Brauchtum: Legenden: Knecht Ruprecht: Fasenickel: Pelzmärtel: Weihnachtsmann: Kindergarten:



Jakob, Hans:
Phosphatuntersuchung des Ringwalles "Staffelberg"
Fränkisches Land 1, 1954, 26 ZA DINA4: 9
Orte: Staffelberg:
weitere Stichwörter: Kelten: Ringwall: Frühgeschichte:



Jäger, Elisabeth:
Das Wunsiedler Stadtarchiv
Frankenland 1970,2 (in Schuber)
Orte: Wunsiedel:
weitere Stichwörter: Stadtarchiv:



Jaumann, Anton:
Wirtschaft und Denkmalpflege
Frankenland 1984,2 (in Schuber)
weitere Stichwörter: Denkmalpflege: Wirtschaft:



Josef, Hans-Otto:
"Die Brüder vom Deutschen Hause"
Frankenland 1985,3 (in Schuber)
weitere Stichwörter: Deutscher Orden:



Jäger, Josef:
Ernst Zinner
Frankenland 1986,5 (in Schuber)
Personen: Zinner, Ernst:
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Sternwarte: Astronomie:



Jakob, Heinz:
Die Kapellen "St. Überkum" und "Zu den Elenden Heiligen"
Fränkische Blätter 5(1953),17 (Ablage)
Personen: Überkum (hl.): Elende Heilige:
Orte: Baunach:
weitere Stichwörter: Kapellen:



Jakob, Hans:
Stadt und Burg Zeil : zum Wahrheitsgehalt alter Landkarten-Darstellungen
Fränkische Blätter 13(1961),12 (Ablage)
Orte: Zeil:
weitere Stichwörter: Karten: Ansichten:



Jäger, Armin: Schieweck, Andreas:
Leben in Oberfranken
Erfurt : Sutton-Verl., 2009
Orte: Oberfranken:



Jäger, Armin: Schieweck, Andreas:
Leben in Unterfranken
Erfurt : Sutton-Verl., 2009
Orte: Unterfranken:



Jenseits der Askese : Ebracher Zisterziensermönche statteten ihre Kirche mit einer hochgotischen Fensterrose aus
In: Monumente 2012 Nr. 2 ZA 570
Orte: Ebrach:
weitere Stichwörter: Fensterrose: Zisterzienser: Kloster:



Just, Renate:
Wo die Fantasie wohnt (Jean Paul)
In: Die Zeit. 2013. Nr. 13 ZA 611
Orte: Bayreuth: Marktleuthen: Wunsiedel: Joditz: Töpen: Zedtwitz: Hof: Schwarzenbach: Fichtelgebirge:
Personen: Paul, Jean:
weitere Stichwörter: Literatur:



Jakubaß, Franz H.:
Doppelmord auf Burg Lisberg
ZA DINA4: 192
Orte: Lisberg:
weitere Stichwörter: Burgen: Mord: Verbrechen:



Jakubaß, Franz H.:
Ein Sklave seiner Leidenschaften (Eulogius Schneider)
ZA DINA4: 234
Personen: Schneider, Eulogius:
weitere Stichwörter: Französische Revolution:



Johann Strauß : ein großer Wiener und ein großer Coburger
Faltblatt ZA 129
Personen: Strauß, Johann:
Orte: Coburg:
weitere Stichwörter: Musik: Komponist:



Johannes Lucas Schönlein: Berühmter Enkel Lohndorfs
ZA 157
Personen: Schönlein, Johann Lucas:
Orte: Lohndorf:
weitere Stichwörter: Medizin:



Jean Paul - der ungelesene Klassiker : ausgewählte Neuerscheinungen zum 250. Geburtstag
In: Bayern im Buch 2013/1 ZA 633
Personen: Paul, Jean:
weitere Stichwörter: Literatur:



Just, Renate:
Tanz in den Frühling (Kirschbäume Fränkische Schweiz)
In: Die Zeit. 2014,18. ZA 677
Orte: Fränkische Schweiz:
weitere Stichwörter: Kirschen: Landwirtschaft: Obstbau:



Jeske, Christine:
Rokoko in höchster Vollendung
In: Fränkischer Tag 2015 28.2./1.3. (Fränkischer Sonntag) ZA 725
Orte: Amorbach:
weitere Stichwörter: Kloster: Kirche:





Korrekturen, Ergänzungen?


© Hans Baier 2017