Ergebnisliste

Anfangsbuchstabe: O

1. Fränkische Superlative  [Info] (130 Treffer)
2. Varia  [Info] (44 Treffer)
3. Negative Stimmen  [Info] (14 Treffer)
4. Bibliographie  [Info] (8 Treffer)
5. Ortsansichten  [Info] (48 Treffer)
6. Bücherverzeichnis  [Info] (34 Treffer)



Fränkische Superlative



Oberailsfeld (Ahorntal) Fränkische Schweiz: Berühmte Besucher: Maximilian 1851 (König von Bayern).



Obereßfeld: (Sulzdorf Lkr. Rhön-Grabfeld): berühmte Besucher: Ludwig Richter 1837: "Schöne Rückblicke auf den Kreuzberg und die Rhön, über welche dichte Regen zogen. Ich blieb heute davon verschont, und kam so glücklich nach Obereßfeld, wo ich übernachtete, aber auch nichts fand als sauer Bier, Eier und Brot."



Oberklingensporn: (Naila): berühmte Besucher: Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder 1793.



Oberkotzau: bei Hof: berühmte Besucher: Johann Wolfgang von Goethe 1820.



Oberlangenstadt: (Küps): bei Kronach: berühmte Besucher: Johann Wolfgang von Goethe 1797: "Durch Zedlitz gutes Feld, bei Unterlangenstadt (Redwitz) kommt die Rodach herunter, man fährt durch guten fruchtbaren Boden, durch Oberlangenstadt, angenehmes Tal. Schneidemühlen, an der rechten Seite der Rodach hinauf nach Kronach. Festung."



Oberlauringen: (Stadtlauringen): bei Schweinfurt,: berühmte Einwohner: Friedrich Rückert.



Obernburg: bei Miltenberg: berühmte Besucher: Albrecht Dürer 1520, Käthe Kollwitz 1916: "Zwei wunderschöne Wandertage am Main. Früh hier los und rasch über Mespelbrunn nach Station Heinbuchenthal (Heimbuchenthal) gegangen. Mit der Kleinbahn nach Obernburg gefahren. Nettes Städtchen, schön am Main gelegen. In dem Garten unseres Gasthauses sammeln sich viele Gefangene an, Franzosen und Belgier, die in der Gegend arbeiten. Sie sollen untersucht werden. Von Obernburg bis Wörth zu Fuß gegangen am Main. Heiß. Fruchtbare Obst- und Gemüsepflanzungen. Sehr schön."



Obernsees: (Mistelgau): bei Bayreuth: berühmte Besucher: Ernst Moritz Arndt 1798. Aus: "Bruchstücke aus einer Reise von Baireuth bis Wien im Sommer 1798": "Weil es zu regnen drohte, ... so blieb ich in einem Dörfchen vor Truppach in der Schenke, wo ich einen Schwarm von Bauern und Fuhrleuten um mich hatte, die aus meiner Aussprache bald den Fremdling herauswitterten. Mein Wirt, ein großer Politikus machte sich bald an mich, jedoch mit freundlichen Worten."



Obernsees: (Mistelgau): bei Bayreuth: in der Literatur: Jean Paul "Salatkirchweih in Obersees", in "Biographische Belustigungen unter der Gehirnschale einer Riesin" 1796.

     Merkwürdige Beerdigung des Landstreichers Zaus: "Die Reihe kam an mich, der ich erst von einer Hochzeitpredigt herkam. Der Blasse wurde aufgedeckt - das Abendrot legte sich um die lebendigen Wangen und das Mondlicht um die erblichnen - die Gebetglocke summte aus - eine Lerche stieg noch über uns - und der Abendwind lief drüben in grünen Wogen über die Kornfelder, als ich anfing:

     'Herr Amtsrichter Weyermann
     Herr Adjunktus Graukern
     Andächtige Zuhörer und
     guter alter Saus!

So wird Dich in vielen Jahren kein Mensch geheißen haben, sondern Landstreicher oder so was - außer heute. In vielen Jahren sind nicht so viele freundliche Gesichter um Deines gestanden - außer heute, wiewohl in Deinen gefrornen Augen der schwarze Star des Todes ist. In vielen Jahren bist Du nicht so bald zu Bette gegangen und so wenig durch Schenkwirte gestört worden - außer heute, an Deinem längsten Rasttage. Und dieses einzige Mal, Alter, legst Du Dich nicht hungrig nieder und stehst nicht hungrig auf ... Oberseeser! ist einer unter Euch zähe und mühsam zu rühren, so folg er mir jetzt nach, wie ich neben dem alten Zaus nur einen Tag hergehe, weil ich seine Leiden, seine Mücken- und Sonnenstiche zählen will ...'

     In wenigen Minuten deckte ihn auf immer die Erde mit ihrem dunkeln, von Blumen durchwirkten Kleide zu. - Ich will den kleinen, leichten Rest der Geschichte den traurig-schönen Gefühlen guter Leser durch Verstummen opfern ..." (Aus der "Salatkirchweih")



Obernsees: (Mistelgau): bei Bayreuth: in der Literatur: Aus: Ernst Moritz Arndt "Bruchstücke aus einer Reise von Baireuth bis Wien im Sommer 1798". Über den geschundenen hl. Rupert von Obernsees: "Man wandert zwischen mageren Feldern bis Troppach (Truppach) fort, und sieht, außer Hafer und Roggen, zuweilen Gerste und Weizen, aber kümmerlich, und hie und da auf den hohen Wiesen und an den Bergen Rinder und Ziegen weiden, doch nehmen die beschindelten Häuser immer mehr ab, und Strohdächer und einige beziegelte geben einen freundlichern Anblick.

     Eine halbe Stunde vor Troppach steht dicht am Wege eine Kapelle des heiligen Rupertus, wohin mit reichen Opfern von Landesprodukten noch jährlich viele Menschen wallfahrten. Sie steht beständig offen für die, so beten und anbeten wollen. Zu gewissen Zeiten wird Messe darin gelesen und Gottesdienst gehalten. Ich wunderte mich, wie ich bei den heiligen Bildern statt der Köpfe bloß noch zerfetzte Stümpfe und statt der Arme kleine Splitter sahe, und ärgerte mich über den Unfug, in der Meinung, die Lutherschen hätten es den Katholiken zum Ärger getan. Aber ich bin anders belehrt worden. Gegen alle Übel und Gefahren des Lebens, die da sind und noch kommen können, holen sich die gläubigen Seelen hier Amulette, und so wird denn so ein armer Heiliger vom Kopf bis zu den Füßen geschunden und abgesplittert, bis ein andrer seine Stelle einnimmt, um von den Messern seiner Kunden eben so gemisshandelt zu werden ... Hinter der Kapelle steht ein kleines Häuschen, welches den Rupertsbronn deckt, welcher, wie die Kapelle mit Krücken und Stäben von denen geziert ist, die nach einigen Bädern, oder bloß nach einem Sprung ins Wasser für lahme Gebeine starke und gesunde bekommen haben, und, wie aus dem Teiche Bethesda, frisch und wacker fortgewandelt sind" (Arndt).



Oberschwarzach: Erich-Kästner-Kinderdorf, Museum mit der originalen Einrichtung und Bibliothek des Dichters.



Obertheres: (Theres): bei Haßfurt: berühmte Besucher: Albrecht Dürer 1520. in der Literatur: Gertrud von le Fort "Die Vöglein von Theres", Legende 1937.



Oberzell: (Zell am Main): bei Würzburg: berühmte Besucher: Theodor Fontane 1867, Gertrud von le Fort (wiederholt), der spätere König Ludwig I. 1823, der hl. Maximilian Kolbe 1928/29 (Kauf einer Schnellpresse)



Oberzell: (Zell am Main): bei Würzburg: berühmte Besucher: Kaiserin Maria Theresia 1745, August von Platen, Friedrich Schlegel 1806 (Unterzell).



Oblaten: Die 1833 gegründete Fa. Schmidt in Nürnberg war von 1895 bis 1914 die größte Oblatenfabrik der Welt.



Obst: Das zweitgrößte Zwetschgenanbaugebiet der ehemaligen Bundesrepublik befindet sich in der Umgebung von Volkach.
Zitat: "Unter den Menschen und Borsdorfer Äpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauen mit einigen Warzen" (Jean Paul).



Obst: Die weltweit meisten Sorten auf einem Apfelbaum, nämlich 84, wachsen seit 1992 in Memmelsdorf bei Bamberg (Guiness).



Ochsenfurt: in der Literatur:
„Zu Schwein- und Ochsenfurt können … die Fleischhacker und Metzger einkehren“ (Zitat Abraham a Santa Clara „Auf, auf, ihr Christen“).

     "Erst neulich schrieb mein Vetter Kurt:
     Komm, zieh zu mir nach Ochsenfurt!"
     (Aus Arno Holz "Die Blechschmiede")

Ochsenfurt: Hier wurde 1081 Hermann von Salm zum Gegenkönig gewählt. 1192/1193 hielt man König Richard Löwenherz von England in Ochsenfurt gefangen.



Ochsenfurt: berühmte Besucher: Hl. Bonifatius, Albrecht Dürer 1520, König Gustav Adolf von Schweden 1631, Ricarda Huch, Kurt Tucholsky 1927.



Ochsenfurt: berühmte Einwohner: Der Ochsenfurter Schmied Hans Stock führte 1268/69 als Double des in Italien enthaupteten Stauferkönigs Konradin das geschlagene Heer über die Alpen nach Deutschland zurück (Bayer. Städtebuch).



Ochsenfurt: in der Literatur: Richarda Huch "Im alten Reich" 1927, Leonhard Frank "Ochsenfurter Männerquartett" 1927, Max von der Grün "Stenogramm" (Verkehrsunfall bei Ochsenfurt).



Ochsenfurt: ist Sitz der modernsten Zuckerraffinerie Europas. Der Ochsenfurter Gau gilt als eines der fruchtbarsten Gebiete Süddeutschlands. S. auch R. Huch, Kloster.



Ochsenfurt: in der Literatur: Ochsenfurter Stimmungsbild "In Ochsenfurt ... haben wir am äußersten Stadttor einen Ratsdiener gesehen, der stand da und regelte den Verkehr. Die Ochsenkutscher, die Mist karrten, streckten den linken Arm heraus, wenn sie ans Tor kamen - hier muss eine schwere Seuche ausgebrochen sein, die sich besonders an Straßenecken bemerkbar macht. Schrecklich, die armen Leute! Das kommt davon, wenn sie auf dem Broadway den Verkehr regeln" (Kurt Tucholsky 1927).



Ochsenkopf: Berühmte Besucher: Wilhelm Heinrich Wackenorder 1793 ("Nun wird der Weg immer wilder ...") s. auch Fernsehen, Fichtelgebirge



Ofen: Der sog. "Riesenofen" von 1501 auf der Veste Coburg ist der "älteste, einzige und vollständig erhaltene" spätgotische Gusseisenofen Deutschlands (Handschuh).



Ofen: Albert Daniel Mercklein (15.9.1694 Bad Windsheim - 9.9.1752 Sickershausen-Kitzingen), der sich u. a. in Ansbach, Rügland bei Ansbach, Fröhstockheim (Rödelsee) bei Kitzingen und Mainstockheim bei Kitzingen aufhielt, erfand 1740 einen "holzsparenden" Ofen (DBE, GBBE).



Ohm, Georg Simon: Ohmsches Gesetz Benannt nach dem Erlanger Physiker Georg Simon Ohm (16.3.1789 - 6.7.1854), u. a. in Bamberg tätig. Es handelt sich um das 1826 entdeckte Gesetz des elektrischen Widerstands (Stromstärke = Spannung : Widerstand), "die wichtigste Gleichung der Elektronik" (D. Ebner). Ohm begründete ferner eine neue Epoche des Galvanismus. Seinen Namen trägt das Ohmmeter und Ohm (Einheit des elektrischen Widerstands). Alternatives "Ohmsches Gesetz": "Intelligenz ist geistige Leistung bei geringstmöglichem Energieaufwand" (R. Degen). S. auch Akustik.
 
Bibliographie



Ohm, Georg Simon: Erlangen (1789 - 1854): Ohmsches Gesetz Porträtskizze: "Angetan mit einem langen dunkelblauen Rock, in dessen einer großen Seitentasche die fleißig benutzte Schnupftabakdose untergebracht war, schritt er im Lehrsaal umher; nur höchst selten dozierte er vom Katheder aus. Dabei entwickelte er, obwohl schon im reiferen Mannesalter, eine Lebhaftigkeit und Fülle der Stimme, wie dies sonst nur der strotzenden Kraft des Jünglings eigen ist. Und wie zündend war sein Vortrag! Erweckung der Selbsttätigkeit war der Grundzug seines pädagogischen Wirkens" (Friedrich Mann).
 
Bibliographie



Ohm, Georg Simon: Erlangen (1789 - 1854): Ohmsches Gesetz Unsterblich durch sein Gesetz Mathematiker und Physiker neigen gewöhnlich nicht zur biographischen Reflexion und Selbstdarstellung. Eine Ausnahme machte Ohm, noch dazu an origineller Stelle. In den "Grundlinien zu einer zweckmäßigen Behandlung der Geometrie" schilderte er den "ungewöhnlichen Privatunterricht", den er im Elternhaus erfuhr. Der Vater, ein biederer Handwerker, doch lebhaft an allen Fragen der Wissenschaft interessiert, hatte es durch Selbststudium als "Philosoph am Schraubstock" in der Erlanger Gelehrtenwelt zu Ansehen gebracht. Von der "Unzulänglichkeit des herkömmlichen Unterrichts" überzeugt, scheute er keine Mühen, seinen Sohn selbst zu unterweisen.
 
Bibliographie



Ohm, Georg Simon: Erlangen (1789 - 1854): Ohmsches Gesetz So gerüstet schrieb sich der Sechzehnjährige an der Universität Erlangen in den Fächern Mathematik, Physik und Philosophie ein. Doch die guten Vorsätze, die er vom Elternhaus mitbrachte, hielten nicht lange an. Tanz, Eislauf und Billard schätzte er mehr als die trockenen Vorlesungen. Nach drei Semestern brach er das Studium ab und verdingte sich als Hauslehrer in der Schweiz. Auch die zweite Stelle am Bamberger Gymnasium 1812 blieb eine ungeliebte Zwischenstation.
 
Bibliographie



Ohm, Georg Simon: Erlangen (1789 - 1854): Ohmsches Gesetz 1818 ging der junge Wissenschaftler nach Köln. Seine Arbeitsstätte war das ehemalige Jesuitenkolleg, in dem die Erinnerung an Friedrich von Spee noch lebendig war, der hier gegen die Hexenverfolgungen kämpfte. In Köln schaffte Ohm den Durchbruch und fand das entscheidende Gesetz des elektrischen Widerstands. Er hat es so formuliert: "Die Größe des Stromes in irgend einem homogenen Teile der Kette wird durch den Quotienten bestimmt, den man aus dem Unterschiede der an den Enden dieses Teils vorhandenen elektrischen Kräfte und aus seiner reduzierten Länge bildet."
 
Bibliographie



Ohm, Georg Simon: Erlangen (1789 - 1854): Ohmsches Gesetz 1833 kehrte Ohm in seine fränkische Heimat zurück und zwar an die Städtische Polytechnische Schule Nürnberg (1823 als erste in Bayern gegründet). 1849 erfolgte die Berufung an die Universität München - als Professor für Mathematik und Physik, verbunden mit dem Nebenamt des "Ministerialreferenten für die Telegraphenverwaltung in deren physikalisch-technischen Belangen".

     Ohm starb am 6.7.1854 in den Armen seines Schülers Bauernfeind. 1881 erfuhr er posthum die lang verdiente Ehrung. Der Kongress der Elektrotechniker gab in Paris der Messeinheit des elektrischen Widerstands den Namen Ohm und wählte dafür als Zeichen den griechischen Buchstaben Omega.
 
Bibliographie



Ohr: In einem Sammelband des Nürnberger Stadtarztes Volcher (Volcker) Coiter (1534 - 2.6.1576) aus dem Jahr 1572 ist die erste Monographie über das Ohr enthalten (Ber. Nürnberger, BBB).
Bibliographie



Ohr: Berühmt war das "Kunstohr" des Nürnbergers Stephan Zick (29.5.1639 - 13.10.1715) um 1700 (Feldhaus, BBB).



Ohr: Alfonso de Corti (22.6.1822 - 2.10.1876), u. a. Professor in Würzburg, entdeckte das nach ihm benannte Cortische Organ im Ohr. Weiter sind nach ihm benannt: Corti-Membran und Corti-Pfeilerzellen. Er gilt als Pionier der mikroskopischen Anatomie (E. Hentschel).



Ohr: Anton Friedrich von Troeltsch (Tröltsch) (3.4.1829 Nürnberg? Schwabach? - 10.1.1890 Würzburg) entwickelte neue Untersuchungsmethoden des äußeren Ohrs und des Trommelfells. Er begründete 1864 die Zeitschrift "Archiv für Ohrenheilkunde". Nach ihm sind die Troeltsch-Taschen des Trommelfells benannt (BBB, DBE, GBBE, Lex. d. Naturwiss.)



Ohr: Johannes Kessel (14.2.1839 - 22.9.1907), u. a. in Würzburg tätig, war 1892 Mitbegründer der Deutschen Otolaryngologischen Gesellschaft. Er entwickelte eine hörverbessernde Operationsmethode (Tympanoplastik) (DBE).



Ökologie: Als erster "Ökologe" gilt Maria Sibylla Merian (2.4.1647 - 13.1.1717), die sich von 1670 bis 1683 in Nürnberg aufhielt.
Bibliographie



Ökologie: Legt man strengere Maßstäbe an, dann wird man Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, das "Erstgeburtsrecht" zusprechen müssen.



Ökologie: Als ein "Vorläufer" gilt Friedrich Rückert (16.5.1788 Schweinfurt - 31.1.1866 Neuses-Coburg). "Was die Chemie für Segen gestiftet? / Durch sie werden die Weine vergiftet ..." (Zitat).



Ökologie: Ernst Haeckel (16.2.1834 - 9.8.1919), 1856 Assistent bei Virchow in Würzburg, prägte verschiedene neue Begriffe, u. a. Ökologie (Meyer).



Ökologie: Gregor Kraus (9.5.1841 - 14.11.1915 Würzburg), der zeitweise in Erlangen beschäftigt war, beschritt mit dem Werk "Klima und Boden auf kleinstem Raum" 1911 einen neuen Weg in der Ökologie (NDB).



Ökologie: Ernst Stahl (21.6.1848 - 3.12.1919), der u. a. in Würzburg tätig war, ist Begründer der experimentellen Ökologie (DBE).



Olympiasieger: Ludwig Schweickert (Fürth, Ringen), Alwin C. Kraenzlein (Würzburg, 1900), Kurt Leucht (Nürnberg, 1928 Ringen Bantamgewicht), Seppl Blank (Nürnberg, Wasserball 1928 in Amsterdam), Jakob Brendel (Nürnberg, 1932 Ringen Bantamgewicht)



Olympiasieger: Friedl Iby (Nürnberg, 1936, Turnen Mannschaft in Berlin), Alfred Schwarzmann (*1912 Fürth, 1936 bester Turner der Welt: 3 Gold- und 2 Bronzemedaillen; 1952 Silber).



Olympiasieger: Josef Neckermann (5.6.1912 Würzburg - 13.1.1992) war 1964 und 1968 Olympiasieger im Mannschaftsdressurreiten, Einzelweltmeister und Mannschaftsweltmeister 1966. Mannschaftseuropameister 1965, 1967, 1969 und 1971 (u. a. DBE, GBBE).



Olympiasieger: Bernd Kannenberg LAC Quelle Fürth (1972 50 km Gehen), Claudia Losch LAC Quelle Fürth (1984 Los Angeles Kugelstoßen), Karlheinz Radschinsky Lauf aus Postbauer-Heng bei Altdorf (Gewichtheben).



Olympiasieger: Klaus Wolfermann (*31.3.1946 Altdorf) u. a. Herzogenaurach errang 1972 die Goldmedaille im Speerwerfen, Weltrekord 1973; Pasquale Passarelli (*14.3.1957), Nürnberg SV St. Johannis 07, Rothaurach-Roth (1984 Ringen Los Angeles).



Olympiasieger: Ralf Schumann Stockheim? (Schnellfeuerpistole).



Olympiasieger: Sylke Otto Zirndorf Rodeln Winterspiele (2002 in Salt Lake City. Zweimal Gold).



Olympische Spiele: Der Pionier des deutschen Sports, "Mister Olympic", Carl Diem (24.6.1882 - 17.12.1962) aus Würzburg war Generalsekretär der Olympischen Spiele 1916, ebenso 1936. Auf sein "Konto" geht die Einführung des olympischen Fackellaufes 1936. Sein Buch „Olympische Flamme“ (1942) gilt als eines der wichtigsten Zeitdokumente nationalsozialistischer Sportpropaganda. Carl-Diem-Medaille und Carl-Diem-Preis sind nach ihm benannt. 1951 Mitbegründer: Deutsche Olympische Gesellschaft (s. auch Briefmarken, Handball, Sportabzeichen, Sporthochschule).



Olympische Spiele: Der in Würzburg geborene Thomas Bach wurde 1913 zum Präsidenten des IOC gewählt.



Oper: "Die Oper ist ein Irrtum; denn in diesem Kunstgenre ist ein Mittel des Ausdrucks - die Musik - zum Zweck, der Zweck des Ausdrucks - das Drama - aber zum Mittel gemacht" (Richard Wagner Zitat).



Oper: Das "Geistliche Waldgedicht Seelewig" 1644 des Organisten und Komponisten Sigmund Theophil Staden (6.11.1607 Kulmbach - begraben 30.7.1655 Nürnberg) ist die erste erhaltene deutsche Oper (BBB, DBE). Den Text schrieb der Nürnberger Dichter Georg Philipp Harsdörffer (1.11.1607 Fischbach - 17.9.1658) (GBBE ;Brockhaus +22.9.)
Bibliographie



Oper: Der Ansbacher Hofkapellmeister Johann Wolfgang Franck (getauft 17.6.1644 - 1690/1710/1719) aus Unterschwaningen bei Dinkelsbühl komponierte 1679 die "Drei Töchter des Cecrops", neben Stadens "Seelewig" das älteste "vollständig erhaltene Denkmal der frühdeutschen Oper" (NDB, BBB, GBBE).



Oper: Johann Philipp von Krieger (26.2.1649 - 7.2.1725) aus Nürnberg, der sich u. a. in Bayreuth aufhielt, leitete in Weißenfels die "Blüte der deutschen Oper" ein. Er gilt als einer der "bedeutendsten" Komponisten vor Bach und Händel (NDB, DBE; BBB: +6.2., s. auch Wunderkind).



Oper: Anton Schweitzer (getauft 6.6.1735 - 23.11.1787) aus Coburg verwendete in "Alceste" 1773 erstmals einen deutschen Text für eine "durchkomponierte" Oper (R. Fath, DBE).



Oper: In der Bamberger Zeit des Dichters und Komponisten E. T. A. Hoffmann (24.1.1776 - 25.6.1822) entstand 1811 die "Aurora", die erste romantische Oper Deutschlands (Reiser). Mit der Märchenoper "Undine" leitete Hoffmann "textlich und musikalisch die deutsche romantische Opernentwicklung" ein (A. Baumgartner). Sie ist das erste musikalische Bühnenwerk, in dem "ein Wesen aus zwei Welten im Mittelpunkt steht" (Rororo-Musiklex.) Die Bühnenbilder zur "Uraufführung" von 1861 stammen von Karl Friedrich Schinkel.



Oper: Der Bayreuther Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883) komponierte mit "Die Meistersinger von Nürnberg" (1862 Text, 1867 Partitur, 1868 Uraufführung) die längste regelmäßig gespielte Oper. Eine ungekürzte Aufführung dauert über fünf Stunden (s. auch Orchestervorspiel).



Oper: Georg Hartmann (19.2.1891 - 9.1.1972) aus Nürnberg war u. a. Generalintendant an der Bayerischen Staatsoper (DBE).



Oper: In Nürnberg trat u. a. Enrico Caruso auf. Kapellmeister im Nürnberger Opernhaus waren von 1913 bis 1920 Robert Heger und von 1915 bis 1916 Clemens Krauss (31.3.1893 - 16.5.1954). Hier erfolgte 1963 die deutsche Erstaufführung von Bizets "Docteur miracle". Leiter der Frankfurter Oper, dann der Wiener und Berliner Staatsoper, seit 1939 der Salzburger Festspiele (R. Fath, BBB, GBBE).



Oper: Das "Liebeskonzil" von Oskar Panizza (12.11.1853 Bad Kissingen - 30.9.1921 Bayreuth), u. a. in Schweinfurt, diente als Vorlage für die Opern "Hell' Angels" London 1986 und "Luzifer" Ulm 1987 (NDB: +28.9).
Bibliographie



Oper: Georg Friedrich Händel „Alceste“ Uraufführung Erlangen Markgrafentheater 2008



Oper: Die kleinste und einzige kommunale Kammeroper Deutschlands besteht seit 1982 in Veitshöchheim.



Operationssaal: Im Würzburger Krankenhaus wurde 1804 einer der ersten heizbaren Operationssäle in Deutschland eingerichtet (Jetter).



Opernarie: Brunhilds Klage in der "Götterdämmerung" des Bayreuther Komponisten Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883) ist mit ca. 14:46 Minuten die längste Opernarie (Guiness).



Opernhaus: Das von 1744 bis 1748 erbaute markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, "das Knusperhäuschen des Spätbarock", gilt als das bedeutendste deutsche Barocktheater, das in originaler Gestalt auf uns gekommen ist. Es ist mit seiner 27 Meter tiefen Bühne gleichzeitig eines der größten in Deutschland. Friedrich der Große hat es 1754, E. T. A. Hoffmann 1811, Fürst Pückler 1834, Karl Immermann 1837 und der Dichter George Bernard Shaw (England, Irland) 1889 besichtigt. Welterbe der UNESCO 2012.



Opernhaus Bayreuth: Aus Karl Immermann "Fränkische Reise Herbst 1837": "Die Markgrafen von Bayreuth, welche für die Verschönerung der Stadt gesorgt haben, und zum Teil sehr prachtliebende Herren waren, müssen sonderbare Käuze gewesen sein. Einer hat ein Opernhaus gebaut, turmhoch mit 2 Logenreihen und einer Galerie in einer Stadt von 12000 Einwohnern. Ich habe die Bühne gemessen; sie misst 42 Schritt in der Tiefe, 30 in der Breite. Sie zu erwärmen, sind jeden Abend 1 1/2 Klafter Holz nötig."



Opernhaus Bayreuth: Aus: Fürst Pückler "Semilassos vorletzter Weltgang": "Bayreuth ist ein freundlicher Ort, etwas tot, wie alle diese ehemaligen Residenzen, mit schönen Gebäuden, die leer stehen. Nicht ohne Erstaunen sah ich das Theater, welches sehr zweckmäßig gebaut, im Geschmack Ludwig des Vierzehnten, im Innern ganz vergoldet und prachtvoll geschmückt ist."



Opernhaus: Nürnberg besitzt das schönste Jugendstiltheater Deutschlands.



Opium: Bis 1754 war Nürnberg führend in der Herstellung des opiumhaltigen Theriaks, des "angesehensten Allheilmittels" im Mittelalter.



Opium: Adam von Bodenstein (1528 - Februar 1577) (Vater aus Karlstadt) erfand einen Theriak gegen die Pest (NDB, GBBE). (+auch 1572).



Optik: Fürth war im 18. Jahrhundert "internationales Zentrum" für die Herstellung optischer Gläser.



Optik: Wichtige Entdeckungen zur Optik (entoptische Farbenfiguren, Wärmeverteilung im prismatischen Spektrum, optische Aktivität von Zuckerlösungen 1818) gelangen Thomas Seebeck (9.4.1770 - 10.12.1831), der u. a. in Bayreuth und Nürnberg tätig war (A. Hermann).



Optik: Der Würzburger Professor Wilhelm Conrad Röntgen (27.3.1845 - 10.2.1923) gilt als Begründer der Piezooptik.
 



Optik: Max Fischer(9.9.1857 - 19.7.1930) aus Coburg ist Mitbegründer der Gesellschaft für Mechanik und Optik (NDB).



Optiker: Die erste Brillenmacherzunft wurde in Nürnberg gegründet. Ihre "Parillnmacherordnung" von 1535 gilt als "Geburtsurkunde" der heutigen Augenoptikerinnung. Die Stärke der Gläser wurde nach Altersklassen festgelegt (H. Sinz).



Optiker: Der Unternehmer Josef Rodenstock (11.4.1846 - 18.2.1932), der 1877 in Würzburg tätig war, richtete 1881 in München ein optisch-okulistisches Institut ein, das zum Vorbild für alle optischen Spezialgeschäfte in Deutschland wurde. Er entwickelte reflexarme Brillengläser und einen „Brillen-Anmess-Apparat“ (Scheibmayr, BBB, GBBE).



Orchester: Zu den berühmtesten deutschen Orchestern zählen die Bamberger Symphoniker. Gründung in Bamberg am 26.3.1946. Sie gehen auf die 1945 aufgelösten Prager Symphoniker zurück und spielten 1949 als erstes deutsches Ensemble nach dem Krieg in Paris. Berühmte Dirigenten waren u. a. Aram Chatschaturian, Werner Egk, Eugen Jochum, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss, Paul Hindemith, Krysztof Penderecki, Joseph Keilberth und Dietrich Fischer-Dieskau.



Orchestergraben: Ein überdachter Orchestergraben, der vom Publikum nicht eingesehen werden kann, wurde von Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883) erstmals im Bayreuther Festspielhaus verwendet.



Orchestervorspiel: 1850 von dem Bayreuther Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883) mit dem "Lohengrin" in die Oper eingeführt (R. Fath).



Orden: (religiöser): Konrad von Ebrach (um 1330 - 9.12.1399) war Mitbegründer des Zisterzienserkollegs St. Nikolaus in Wien (DBE, GBBE).



Orden: (religiöser): Konrad de Grossis (+10.3.1426), Beichtvater der Nonnen von St. Katharina in Nürnberg, führte die Ordensreform im Konvent von Utrecht durch (GBBE).



Orden: (religiöser): Nikolaus Glaßberger (um 1450 - um 1508 Nürnberg) legte 1484 den älteste gedruckten franziskanischen Ordensbaum an. Seine "Chronica Ordinis Minorum Observantium 1206 - 1508" sind die älteste erhaltene Chronik der oberdeutschen Observanten (DBE, GBBE).



Orden: (religiöser): Pius Keller (30.9.1825 Ballingshausen-Stadtlauringen bei Schweinfurt - 15.3.1904 Münnerstadt) war erster Provinzial der Augustiner-Eremiten in Deutschland und reformierte sie. Es handelte sich um die Wiedereinrichtung einer deutschen Ordensprovinz (DBE, BBB, GBBE)



Orden: (religiöser) s. auch Deutscher Orden, Johanniter, Kloster, Schwanenritterorden, Zisterzienser



Ordensgründer: Franz Sebastian Job (20.1.1765 - 13.2.1834), u. a. in Würzburg tätig, war 1816 in Wien Beichtvater der Kaiserin Karoline Augusta und gehörte 1833 zu den Stiftern des Ordens der Armen Schulschwestern (GBBE).



Ordensgründer: Die in Würzburg geborene Antonia Werr (14.12.1813 - 27.1.1868) gründete die Dienerinnen der Heiligen Kindheit Jesu in Oberzell (Zell) (Würzburger Portr).



Ordensgründer: Johannes Maria Haw (26.5.1871 - 28.10.1949), u. a. Kloster Eichelsdorf (Hofheim Ufr.), gründete 1919 in Leutesdorf den Johannesbund zur Ausbreitung des Reiches Christi, ferner 1907 die Zeitschrift für Mäßigkeitsbewegung "Der Morgen". Er war 1909 Mitbegründer des Katholischen Mäßigkeitsbundes in London und verstarb im Ruf der Heiligkeit (Trierer biogr. Lex.)



Orgel: Kaspar Schott (5.2.1608 Bad Königshofen - 22.5.1666 Würzburg) beschreibt 1657 eine wasserbetriebene automatische Orgel.



Orgel: Abbé Georg Joseph Vogler (15.6.1749 - 6.5.1814) aus Pleichach (Würzburg) entwarf nach seinem "Simplificationssystem" eine Orgel für den schwedischen Hof. Damit konnten "Schlachtengemälde, Gewitterstürme und Nationalcharaktere" imitiert werden. Er führte die "schwebenden Register" in den Orgelbau ein. Er gehörte zu den frühesten Kritikern von Johann Sebastian Bach (DBE, BBB).



Orgel: Die wohl älteste Orgel Süddeutschlands (17. Jahrhundert) hat sich in der Gügelkirche (Scheßlitz) bei Bamberg erhalten. Eine der "besterhaltenen Barockorgeln Europas" steht in Lahm im Itzgrund.



Orgel: Die Orgel in der Basilika der ehemaligen Benediktinerabtei Amorbach gilt als die größte Barockorgel Europas. Sie besitzt 52 Register, ferner über 3000 Pfeifen und Glocken. Die Doppelorgel der ehemaligen Klosterkirche Ebrach gilt als „europaweite kulturhistorische Besonderheit“ (1753-1760); es handelt sich um die "beiden einzigen erhaltenen 'Chorrgeln im süddeutschen Raum".



Orgel: In die Orgel von St. Lorenz in Nürnberg wurde 1978 die erste computergesteuerte Setzeranlage der Welt eingebaut (Reiser). Sie ist die größte evangelische Orgelanlage Deutschlands.



Orgel: Die "Wurlitzer Orgeln", hergestellt in Cincinatti (USA), sollen nach einem ausgewanderten Instrumentenmacher aus Wurlitz (Rehau) (oder nach Franz Rudolph Wurlitzer aus Sachsen) benannt worden sein. Die Firma baute nach dem II. Weltkrieg die "bekannteste und beliebteste Musikbox, die es je gab" (M. Adams). Ein Firmenzweig ist heute weltweit der größte Klavierhersteller (W. Ruf).



Orgel: Die Pfarrkirche St. Martin in Bamberg besitzt die größte erhaltene Steinmeyer-Orgel im deutschsprachigen Raum.



Orgelmusik: Der blinde Organist (Conrad) Konrad Paumann (23.10.1409 - 24.1.1473) aus Nürnberg begründete die Tradition der deutschen Orgelkunst (BBB, DBE, GBBE) (Geburtsjahr um 1410 (NDB), 1415?).



Orgelmusik: Die Veröffentlichungen von Jakob Paix (1556 - nach 1623 Hilpoltstein) gehören zu den „wichtigsten Quellen zeitgenössischer Orgelmusik und –praxis“ (GBBE).



Orgelmusik: Aus Nürnberg stammt der Organist und Komponist Johann Erasmus Kindermann (29.3.1616 - 14.4.1655). Er hat durch seine "Harmonia organica" die Orgelmusik mit "obligatem Pedal nachhaltig beeinflusst" (Ber. Nürnberger, NDB, BBB).



Orgelmusik: Der Nürnberger Johann Philipp von Krieger (26.2.1649 - 7.2.1725) wurde von Händel als "einer der besten Orgelkomponisten seiner Zeit" gelobt (Ber. Nürnberger, DBE; BBB: +6.2.)



Orgelmusik: In St. Sebald Nürnberg bestand Ende des 18. Jahrhunderts der "wohl bedeutendste" protestantische Organistenposten Süddeutschlands (Ber. Nürnberger).



Orgelmusik: Der Orgelvirtuose Johann Georg Herzog (5.8.1822 - 3.2.1909) aus Hummendorf (Weißenbrunn) bei Kronach, seit 1854 an der Universität Erlangen, wird als Altmeister der deutschen Organisten gerühmt (BBB, GBBE).



Orientalistik: Als "Vater der deutschen Byzantinistik" gilt Hieronymus Wolf (13.8.1516 - 8.10.1580). Er hielt sich in Nürnberg und Würzburg auf (H.-G. Beck, BBB).



Orientalistik: Bernhard Dorn (11.5.1805 - 31.5.1881) aus Scheuerfeld (Coburg) beschäftigte sich als einer der ersten mit Afghanistan (NDB).



Orientalistik: Der Erlanger Friedrich Delitzsch (3.9.1850 - 19.12.1922) gehört zu den "Begründern" der Assyriologie. Nach ihm basiert die biblische Vorstellungswelt auf babylonischen Überlieferungen. Er brach den berühmten "Babel-Bibel-Streit" vom Zaun, der die Fachwelt "aufs stärkste erregt" hat (Renkhoff, NDB, DBE, GBBE).



Orientalistik: Der Nürnberger Iranist und Indologe Wilhelm Geiger (21.7.1856 - 2.9.1943) hat mit seinen Forschungen "entscheidend" zum Ansehen der deutschen Orientalistik beigetragen (NDB).



Orientalistik: Franz Dölger (4.10.1891 - 5.11.1968) aus Kleinwallstadt bei Miltenberg wird als "Altmeister" der Byzantinistik gerühmt (BBB).



Orientalistik: Meister der Orientalistik Friedrich Rückert (16.5.1788 Schweinfurt - 31.1.1866 Neuses-Coburg) übersetzte orientalische Literatur in einer "Meisterschaft", wie sie weder vor noch nach ihm wieder erreicht wurde (T. Benfey). Die Nachdichtung der arabischen "Makamen des Hariri" ist "einmalig: in der Literaturgeschichte nicht nur Deutschlands" (A. Schimmel, s. auch eigner Artikel).

     "Sagt meinen Brüdern, die mich Toten sehen:
     Ich bin nicht dieser Tote, den ihr seht.
     Ich bin der Vogel, und der Käfig das
     Dem ich entflog, und der nun öde steht.
     Ich bin der Schatz, und mein Verschluss ist hin
     Bin Staub, der auf nun in Verklärung geht.
     Ich danke Gott, dass er mich freigemacht
     Und meine Wohnung hat zu sich erhöht."
     (Rückert nach Abu'l-Hasan as-Sibti, gest. 1203)



Orionnebel: Der Rektor am Jesuitengymnasium Eichstätt Johann Baptist Cysat (1586 - 3.3.1657) entdeckte 1618 den großen Orionnebel (BBB) (Geburtsjahr 1587, 1588?).



Ornbau bei Ansbach: in der Literatur s. G. Eich u. J. von Eichendorff.



Orthopädie: Nach dem Altdorfer Professor Lorenz Heister (19.9.1683 - 18.4.1758) ist das "Heistersche Kreuz" benannt, ein Instrument, um einen "Buckel zu verhüten" (G. Grosch).
Bibliographie



Orthopädie: Bernhard Nathaniel Gottlieb Schreger (1.6.1766 - 8.10.1825 Erlangen) von der Universität Altdorf führte als erster Extensionsbehandlungen von Skoliosen durch (BBB; DBE: *6.6.; G. Grosch: +1824).



Orthopädie: Der "Vater" und Begründer der deutschen Orthopädie Johann Georg Heine (23.4.1770 - 7.9.1838) gab entscheidende Impulse für die Entwicklung der orthopädischen Therapie und machte Würzburg zur "Geburtsstätte" der Orthopädie. Seine Heilanstalt, die erste Deutschlands, genoss europäischen Ruf. Er erfand eine ganze Reihe von medizinischen Instrumenten, u. a. eine Extensionsmaschine für Beinfrakturen, Amputationssägen, und konstruierte einen neuartigen künstlichen Fuß. Heine gründete in Scheveningen die Orthopädische Seebadeanstalt (NDB, BBB, GBBE).



Orthopädie: Joseph Anton Mayer (28.10.1798 Haßfurt - 19.12.1860 Würzburg) wandte als erster in Deutschland die Osteotomie bei Verkrümmungen der Glieder an (DBE, GBBE).



Orthopädie: Bernhard Heine (20.8.1800 - 31.7.1846), Professor in Würzburg, entwickelte ab 1824 das Osteotom (ADB, DBE).



Orthopädie: Der Mediziner Heinrich Adelmann (17.8.1807 - 8.11.1884) aus Würzburg konstruierte u. a. einen Korrektionsapparat für den Klumpfuß (BBB).



Orthopädie: Als "Wegbereiter" der Orthopädie und Vorkämpfer der Krüppelfürsorge wird der Direktor des Orthopädischen Instituts in Bamberg Johannes Wildberger (1.1.1815 - 30.11.1879) gerühmt. Er hielt sich auf der Jägersburg und ab 1836 in Nürnberg auf und konstruierte verschiedene orthopädische Apparate, darunter ein Gerät zur Skoliosebehandlung (G. Grosch, ADB).
 



Orthopädie: Friedrich von Hessing (19.6.1838 - 16.3.1918) aus Schönbronn (Buch am Wald) bei Rothenburg o. d. T., Besitzer des Sanatoriums Wildbad in Rothenburg, begründete die moderne Orthopädie, indem er den Apparatebau zu neuer Blüte führte. Er konstruierte das sog. Hessingsche Hüftbügelkorsett. Er gründete folgende orthopädische Anstalten: 1868 in Augsburg und 1869 in Göggingen. Zu seinen Patienten zählte die Kaiserin Auguste Viktoria (NDB, DBE, GBBE).



Orthopädie: Albert Hoffa (31.5.1859 - 31.12.1907), der von 1883 bis 1897 in Würzburg tätig war, prägte die Lehre in der Orthopädie "entscheidend". Er gilt als ihr Mitbegründer. 1889 führte er die erste chirurgische Einrenkung einer angeborenen Hüftgelenksluxation durch. 1892 gründete er die "Zeitschrift für orthopädische Chirurgie". 1901 war er Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Chirurgie. Auf Hoffa geht 1906 die „erste umfassende“ Statistik körperbehinderter Kinder zurück (BBB, DBE, Lex. d. Naturwiss., GBBE).



Orthopädie: Der Nürnberger Leonhard Rosenfeld (1865 - 1934) gilt als Wegbereiter der Orthopädie (Stadtlex. Nürnberg).



Orthopädie: Alfred Schanz (22.11.1868 - 17.11.1931), der seine Ausbildung in Würzburg erhielt, führte den Begriff der funktionellen Insuffizienz ein (DBE).



Orthopädie: Moritz Hermann Gocht (3.2.1869 - 18.5.1938), u. a. Assistent an der Universität Würzburg, gelangen verschiedene orthopädische Erfindungen (u. a. Gocht'sche Polsterbrettbrücke) (DBE).



Orthopädie: Der erste orthopädische Schuh ist um 1230 an der Statue Kaiser Heinrichs II. an der Adamspforte des Bamberger Doms nachweisbar.



Oeslau: (Rödental bei Coburg): Johann Wolfgang von Goethe besuchte 1781 die Märbelmühle Thümmels.



Osterbrunnen: Wichtige Impulse für die Wiederbelebung des Osterbrunnenbrauchtums gingen von der Fränkischen Schweiz aus. Der größte wurde laut Guiness 2002 in Bieberbach (Egloffstein) geschmückt.



Osternohe: (Schnaittach): bei Nürnberg: berühmte Besucher: August von Platen.



Ostheim vor der Rhön: beherbergt die größte "Bauernburg" (Kirchenburg) Deutschlands. berühmte Besucher der Stadt: Johann Wolfgang von Goethe 1780, 1782 und 1790.



Ostheim vor der Rhön: Die Stadt gilt als "weltpolitisches" Kuriosum. Sie war bis 1945 mit drei weiteren Orten als thüringische Enklave in Bayern gelegen. Beim Einmarsch der Sowjets unterstellte sie sich ohne Staatsvertrag der bayerischen Verwaltung.



Ozeanographie: Sie wurde durch Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, begründet. S. auch Meeresströmung.



Ozon: Christian Friedrich Schönbein (18.10.1799 - 29.8.1868), der 1821 in einer Chemiefabrik "in der Nähe von Erlangen" angestellt war und dann in Erlangen studierte, entdeckte 1839 das Ozon (J. Lemmerich, DBE).




Varia



Oberbessenbach: (Bessenbach):
Besucher: Reisebericht: s. a. Käthe Kollwitz



Obereßfeld: (Sulzdorf):
Besucher: Reisebericht: s. a. Ludwig Richter



Oberferrieden: (Burgthann):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel



Oberfranken:
in: Hans Max von Aufseß: Der Franke ist ein Gewürfelter S. 60-
Geschichte in: Oberfranken im 19. und 20. Jahrhundert 1990



Oberfranken: Literaturmotiv:
s. a. Berthold Auerbach, Ludwig Bechstein, Heimito von Doderer, Johann Wolfgang von Goethe, Jakob Wassermann. Eichstätt, Rhön, Schweinfurt, Steigerwald, Weißenburg (Umgebung)



Oberfranken: Literaturmotiv:
s. a. Jean Paul, Max Stirner. Arzberg, Bayreuth, Hof, Nürnberg, Rollwenzelei
in: Thomas C. Breuer: Huren, Hänger und Hanutas 1987 (Nordostoberfranken)
in: Armin Stolper: Nach Reykjavik & Flachsenfingen 1985 (S. 185- Nürnberg,S. 161- Bayreuth, Max Stirner, S. 182- Hof, Arzberg, S. 188 Hof, S. 194-202 Jean Paul, Rollwenzelei)
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken mit Oberfranken



Oberhaid:
Nationalsozialismus Oberhaid in: Robert Lott: Chronik der Gemeinde Oberhaid ca. 1990, S. 226-239
Wallfahrt Lyrikmotiv: s. a. Hans Morper



Oberkonnersreuth: (Bayreuth):
Besucher: Reisebericht: s. a. Georg Andreas Will



Oberlangenstadt: (Küps):
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Oberlauringen: (Stadtlauringen):
Lyrikmotiv: s. a. Friedrich Rückert



Oberlauter: (Lautertal):
Besucher: Reisebericht: s. a. Georg Andreas Will



Obermain:
in: Deutsche Landschaften. Neue Folge 1979 S. 179-
Adressbuch 1821 (u. a. Wappen, Kurzbeschreibung der Orte)
in: Oberfranken zwischen Bergen und Burgen S. 11-
Schwänke in: Fränkisches Hausbuch 13 (1980), S. 1.8.



Obernburg:
Besucher: Reisebericht: s. a. Albrecht Dürer, Käthe Kollwitz



Obernsees: (Mistelgau):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel
Eisenbahn: Literaturmotiv: in: Hans Max von: Fränkische Impressionen (Obernsees)
Literaturmotiv: s. a. Jean Paul
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken
Rupertuskapelle s. a. Ernst Moritz Arndt, Johann Michael Füssel
Rupertuskapelle in: Fränkische Schweiz 14 (1962),3
Rupertuskapelle in: Hollfelder Blätter 5 (1980),2 (u. a. Ernst Moritz Arndt)
Rupertuskapelle Literaturmotiv: s. a. Heinrich Zschokke



Oberredwitz: (Marktredwitz):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel



Oberröslau: (Röslau): (Fichtelgebirge):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel



Oberth, Hermann:
s. a. Alfred Fritz: Der Weltraumprofessor 1969 (1945 Feucht, 1953 Rückkehr nach Feucht aus Italien, 1959 Ehrenbürger)
Zukunftsvision in: Die Rakete zu den Sternenräumen



Obertheres: (Theres):
s. a. Johann Hermann Dielhelm, August Ebrard



Oberthür, Franz:
in: Würzburger Porträts S. 54-



Obertrubach:
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Oberzell: (Zell am Main):
Besucher: Reisebericht: s. a. Bollandisten, Carl Gottlob Küttner, Maria Theresia



Ochsenfurt:
Ochsenfurter Kauzenbuch 1967 (u. a. Essen und Trinken)
Besucher: Reisebericht: s. a. Gustav Adolf 1631, Jochen Klepper, Joachim Ringelnatz, Johann Andreas Schmeller, Kurt Tucholsky
Besucher in: Meyer, Otto: Varia Franconiae historica Bd. I, S. 135-
Ansichten in: Mälzer, Gottfried: Der Main Abb. 39a



Ochsenfurt:
Literaturmotiv: s. a. Günter Grass, Ricarda Huch
Literaturmotiv: in: Leonhard Frank, Max von der Grün, Ricarda Huch, Kurt Tucholsky (Verkehr)
Lyrikmotiv: in: Fränkisches Hausbuch S. 492- „Der Schmied von Ochsenfurt“



Ochsenkopf:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel, Johann Wolfgang von Goethe, Karl Immermann, Friedrich Rückert, Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder
Fernsehsender in: Hans Max von Aufseß: Fränkische Impressionen S. 59-
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Odenwald:
s. a. Ludwig Feuerbach, Kasimir Edschmid, Kurt Tucholsky
Lyrikmotiv: s. a. Heinz Piontek
Literaturmotiv: in: Manfred Hausmann: Gesammelte Werke Bd. 12 S. 40 Unterwegs



Oeder, Georg Christian:
1728-1791 *Ansbach „Flora Danica“ 1761 in: Biologica Marburgensia S. 140-



Oeslau: (Rödental):
s. a. Moritz August von Thümmel
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Ofen: Herd:
s. Bedal, Konrad: Ofen und Herd im Bauernhaus Nordostbayerns 1970



Ohm, Georg Simon:
in: F. Fraunberger: Vom Frosch zum Dynamo S. 151 Georg Simon Ohm, Bier, S. 155 Hund, Schnupfen, Bier
in: Skasa-Weiss, Eugen: Deutschland deine Franken



Opernhaus:
s. a. Bayreuth (Markgrafentheater)



Optische Geräte:
s. a. A. Desing. Camera obscura, Photographie



Orlamünde, Kunigunde von:
s. a. Weiße Frau/Sage



Ornbau:
Besucher: Reisebericht: s. a. Joseph von Eichendorff
Lyrikmotiv: s. a. Günter Eich



Orte: Städte:
s. a. Berühmte Einwohner:, Besucher: Reisebericht:, Literatur (Autoren), Literaturmotiv:. Bei den jeweiligen Orten



Ortsneckereien:
in: F. J. Bronner: Bayerisches Schelmenbüchlein 1911



Ossit:
Bamberg 1897 Text in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 25 „wundersamer Ausblick einer Whistlerischen Radierung“



Osterbrunnen:
s. a. Fränkische Schweiz



Osterinsel:
Sebastian Englert in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen 72 (1970) S. 154ff



Ostern: Brauchtum:
s. a. Fränkische Schweiz, Heiligenstadt. (Ostereier, Osterhase)
in: Hellmut Kunstmann: Der Osterbaum an Quellen und Dorfbrunnen 1958
in: Aus der fränkischen Heimat 1991,3
in: K. Goldmann: Ostern in Franken 1973 Rundfunksendung



Ostheim vor der Rhön:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Wolfgang von Goethe, Hans Leip, Ludwig Richter
Geschichte in: Thüringische Forschungen 1993, S. 533- Hans-Stephan Brather: Der „Frosch-Mäuse-Krieg“ um die Enklave O. (1939-1945)



Ostindien: Franken in der Fremde:
s. a. Johann Sigmund Wurffbain
1645 – 1652 Joh. Jacob aus Windsheim 1663 in Nürnberg gedruckt



Ottensoos:
Besucher: Reisebericht: s. a. Georg Andreas Will



Otto (Heiliger):
Bamberg Vita 1103 Text in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 80 Prozession
in: Meyer, Otto: Varia Franconiae historica Bd. I, S. 314-
s. a. Bischof Otto von Bamberg. Festschrift
s. a. Georg Beck: Der heilige Otto von Bamberg
in: Kugler: Bamberger Land 58-
in: Historischer Verein Bamberg: Bericht 125 (1989); 119 (1983) S. 59-
in: Bamberg heute 1988,2



Oxenstierna, Bengt B.:
Bamberg 1611 In: Predelli, Ulrich (Hrsg.): Bamberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1991, S. 24
Bamberg in: Bamberger Blätter für fränkische Kunst und Geschichte 3 (1926), S. 50-
Coburg 1611 „Kleinod“ in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 42




Negative Stimmen



Oberfranken:
„Bayerisch Sibirien“



Obernburg:
„Die Stadt Obernburg ist an sich unbedeutend, hat aber ein ungemein schönes Feld in dem sich stark erweiterndem Maintale“ (1802 in: Ribaupierre, Karl Roger von: … sollen bayerisch werden, S. 21)



Ochsenkopf:
„Auf dem Gipfel war nichts als wild durcheinander geworfene Klippen, die dem Berge oben ein sehr sonderbares Ansehen gaben. Es war oben ziemlich kalt. Man sahe ganz außerordentlich weit, nach Böhmen, in die Pfalz hinein – nur, was ich auf hohen Bergen schon so oft empfunden habe -, die Gegend machte fasst keinen Eindruck auf mich; denn das, was ich von eigentlicher Gegend sahe, war so beschaffen, wie ich es unendlich oft gesehen habe; das übrige waren Streifen und Schattenbilder, die mit der Luft zusammenflossen. Ich wurde es auch sehr bald überdrüssig“ (1793 in: Tieck, Ludwig Pfingstreise, S. 36)



Ochsenkopf:
„Andere sagen: der Name käme von einem gewissen Schimpfworte her, das hier sehr im Gange seie, womit man denjenigen belegt haben soll, der es zuerst wagte, auf der obersten Spitze nach verborgenen Schätzen zu graben. Man hieß ihn einen Ochsenkopf, weil seine Bemühungen fruchtlos waren, und noch heutiges Tages wird derjenige ein Ochsenkopf gescholten, der unvorsichtige oder dumme Streiche macht“ (1793 Köppel, Johann Gottfried: Briefe Bd. 2, S. 83)



Ochsenkopf:
„Gestern am Donnerstag beim allerschönsten Morgen auf den Ochsenkopf gestiegen, bald aber wieder Wolken, droben wenig Aussicht, dann abscheuliche Wege durch die Schluchten des Fichtelgebirges, über den so genanten Fichtelsee, der nichts als ein Torfmoor ist. Eine seltsame Art von Mittagessen auf einem einsamen Bergwirtshaus, dessen Namen ich vergessen habe, saures Bier, aber treffliches Wasser …“ (1833 Friedrich Rückert in: Hofmann, Hanns Hubert (Hrsg.): Franken, S. 158)



Ochsenkopf:
„Anfangs ging der Weg noch so ziemlich sanft empor, bald aber gelangte ich in Gegenden, wo die Partie äußerst anstrengend ward. Weite Abhänge des Berges waren nämlich mit Morast bedeckt, aus dem die Granitblöcke, mit denen er übersäet ist, in großen Lagern hervorstarrten. Nun galt es, durch den Morast zu waten, über die Klippen zu klettern, zu rutschen, von einer zu andern zu springen, wie es gehen wollte. Dabei die große Steile, zuweilen ging es ziemlich rechtwinklig bergan. Nie habe ich eine mühseligere Tour gemacht; die Ersteigung des Brockens ist Scherz dagegen. Endlich kam man denn doch schweißtriefend, keuchend, mit vor Ermüdung zitternden Muskeln oben an“ (Immermann, Karl: Fränkische Reise Herbst 1837 (1843) Nachdr. 1980, S. 100)



Onanie: Irrenanstalt: Bayreuth:
„Vorzüglich merkwürdig war mir unter den Wahnsinnigen im Irrenhause ein gewisser Herr v. Bünau, ein junger, wohl gewachsener Mann von kaum dreißig Jahren, welcher vielleicht einmal schön war und jetzt die Physiognomie eines Greises trug … Seine verzehrte, gespenstische Gestalt und der Aufenthalt in diesem Gebäude war eine schreckliche Folge des immer gewaltsamer einreißenden, unsere Jugend entmarkenden Lasters - der Selbstbefleckung. Wäre ich Vater, wäre ich Erzieher, vor diese lebendige Leiche hätte ich mein Kind hingeführt und gerufen: sieh, ein Onanit! Die graugelbe Haut des Angesichts, schlaff über die Backenknochen ausgespannt, die Totenbläue der Lippen und deren unwillkürliches Zucken, das matte, starre geistlose Glasauge versunken unter der schrumpfenden Augenliderdecke, die verdorrte, eingekrümmte, schlotternde Gestalt, welche mitten im Lebenslenz des Greisenstabes bedarf, die zerschnittene Gedankenfolge in seinen Reden – alle diese grässlichen Erscheinungen der Selbstzerstörung sind beredsamere Prediger der Tugend und Keuschheit als alle Schriften und mündlichen Warnungen für die Jugend“ (1796 Heinrich Zschokke in: Piontek: Bayreuth S. 55f)



Onanie: Irrenanstalt: Würzburg:
„… am Schrecklichsten war der Anblick eines Wesens, den ein unnatürliches Laster wahnsinnig gemacht hatte. – Ein 18jähriger Jüngling, der noch vor kurzem blühend schön gewesen sein soll und noch Spuren davon an sich trug, hing da über die unreinliche Öffnung, mit nackten, blassen, ausgedorrten Gliedern, mit eingesenkter Brust, kraftlos niederhangendem Haupte. – Eine Röte, matt und geadert, wie eines Schwindsüchtigen, war ihm über das totenweiße Antlitz gehaucht, kraftlos fiel ihm das Augenlid auf das sterbende, erlöschende Auge, wenige saftlose Greisenhaare deckten das früh gebleichte Haupt, trocken, durstig, lechzend hing ihm die Zunge über die blasse, eingeschrumpfte Lippe, eingewunden und eingenäht lagen ihm die Hände auf dem Rücken … O lieber tausend Tode, als ein einziges Leben wie dieses! So schrecklich rächt die Natur den Frevel gegen ihren eignen Willen! O weg mit diesem fürchterlichem Bilde“ (1800 Kleist Bd. 2, S. 560f)



Onanie: Kadettenschule:
„Gefängnisse waren zwei im mittleren Stock. Man wurde nicht stundenweise, sondern ganze Tage lang darin eingesperrt, ja sogar wochenlang. Das eine davon war so schlecht, wie man es Mördern und Räubern kaum in Polizeigefängnissen oder Kriminalkerkern anweist; man konnte sich darin kaum umkehren und konnte nicht einmal ausgestreckt liegen. Kein Tageslicht fiel hinein, man durfte nicht lesen. Hierzu kam noch, dass die Hände in eine Art ledernen Muff geschnürt wurden, weil man glaubte, dass die jungen Leute aus Langeweile auf die Selbstbefleckung fallen könnten. Man erhielt oft nur Wasser und Brot, das man vor Ekel kaum genießen konnte, da die Hände den Geruch des Leders annahmen und in Schweiß kamen. Man hätte den freien Gebrauch der Hände leicht verhindern können, ohne sie einzuhüllen und ohne Pressung der Pulse. Noch ekelhafter war das andere Gefängnis, obgleich geräumiger und mit einem Fenster versehen“ (Platen, August von: Tagebücher, S. 19)



Onanie: Militär:
„Ja, meine Rekrutenzeit war eine hässliche Zeit, aber wie fertig wir auch waren, am Abend nach dem Zapfenstreich hat doch die ganze Bude Schweinereien erzählt, einer hat gewöhnlich erzählt, und die anderen haben vermutlich lustig drauflosonaniert. Ich sage vermutlich, ich weiß es nicht, aber ich vermute es, und ich habe es vermutlich nicht allein vermutet, denn hätten wir sonst mindestens einmal jede Woche Schwanzparade gehabt! … Früh vor dem Wecken, kurz vor dem normalen Wecken erschien ein Ausbilder auf der Stube, machte Licht, schrie: Aufstehn, Schwanzparade! Und dann stand jeder von uns im Hemd, in dem kurzen stinkigen Soldatenhemd vor seinem Bett, präsentierte seinen Prengel dem Gefreiten, der befriedigt war oder schrie, Sie Schwein, wieder gewichst heute Nacht, und dann gab es irgendeinen Extradienst“ (Deschner, Karlheinz: Die Nacht steht um mein Haus 1956, Neuausg. 1998, S. 1015f)



Onanie: Waltershausen: Zögling Fritz von Kalb:
„Sein Vater hatte mich, freilich mit zu großer Schonung gegen mich, auf ein Laster aufmerksam gemacht, wovon zuweilen Spuren an dem Kinde bemerkt worden waren. Der Zustand seines Gemüts und Geistes machte mich endlich noch aufmerksamer, und ich entdeckte leider! zum Teil auch durch sein Geständnis, mehr, als ich fürchtete. Ich kann mich unmöglich deutlicher gegen Sie erklären. Ich ließ ihn keinen Augenblick beinahe von der Seite, bewachte ihn Tag und Nacht aufs ängstlichste, sein Körper wie seine Seele schien sich zu erholen, und ich hoffte wieder. Aber er wusste am Ende meiner Aufmerksamkeit doch zu entgehen, und seine Verstocktheit, die Folge jenes Lasters, stieg besonders zu Ende des Sommers zu einem Grade, der mir beinahe auch meine Gesundheit, alle Heiterkeit und so auch meinen Geisteskräften ihre gehörige Tätigkeit raubte“ (1795 Hölderlin, Friedrich: Sämtliche Werke und Briefe Bd. 2. 1970, S. 630f)



Oper: Zitate:
"Die Oper ist ein Irrtum; denn in diesem Kunstgenre ist ein Mittel des Ausdrucks - die Musik - zum Zweck, der Zweck des Ausdrucks - das Drama - aber zum Mittel gemacht" (Richard Wagner).



Orden: Würzburg:
„Das Juliusspital zu Würzburg übertrifft an Reichtum vielleicht alle Stiftungen von der Art in den preußischen Ländern zusammengenommen, das berühmte Waisenhaus zu Halle ausgenommen. Allein diese Stiftungen sind eine neue Nahrung der Liederlichkeit. Die Bettelmönche finden ihre Rechnung bei diesen Lehren von Freigebigkeit und Verachtung der Güter dieser Erde, die sie doch selbst so sorgfältig sammeln. Sie sind auch die Hauptverteidiger derselben; denn, die im ganzen wirklich unbedeutenden Seelenmessen abgerechnet, sind die katholischen Weltpriester von der Freigebigkeit des Publikums unabhängig“ (1780 Riesbeck, Johann Kaspar, S. 256)



Ostheim vor der Rhön:
"In Nordheim sind die Ähren lang,
in Sondheim sind die Säue krank,
in Urspringen herrscht der Weiber Zank,
die Lichtenburg ist hoch gemessen,
Ostheim hat im Dreck gesessen."
(Seidl, Helmut A.: Nürnberger Tand S. 182)
?
Ostmark: Nationalsozialismus:
„Mit Stolz kann die Ostmarkbevölkerung auf die Abstimmungs- und Wahlergebnisse in den letzten zwei Jahren zurückblicken. Immer marschiert der Gau Bayerische Ostmark in Bezug auf sein Treuebekenntnis zum Nationalsozialismus, ausgedrückt in nüchternen Wahlziffern, in der Spitzengruppe der verschiedenen Reichsgebiete“ (Hans Schemm spricht 1935, S. 313)




Bibliographie



Ohm, Georg Simon: Beiträge zur Molecular-Physik. Nürnberg: Schrag
1. Elemente der analytischen Geometrie im Raume am schiefwinkeligen Coordinatensysteme. - 1849. - 590 S.: graph. Darst.



Ohm, Georg Simon: Beschreibung einiger einfacher und leicht zu behandelnder Vorrichtungen zur Anstellung der Licht-Interferenz-Versuche. Nürnberg: Campe 1839



Ohm, Georg Simon: Die galvanische Kette mathematisch bearbeitet. Berlin: Riemann 1827



Ohm, Georg Simon: Elemente der analytischen Geometrie im Raume am schiefwinkligen Coordinatensysteme. Nürnberg : Schrag 1849



Ohm, Georg Simon: Erklärung aller in einaxigen Krystallplatten zwischen geradlinig polarisirtem Lichte wahrnehmbaren Interferenz-Erscheinungen in mathematischer Form mitgetheilt. München: Verl. d. Akad. (Bayerische Akad. d. Wiss. . Math.-Physik. Classe: Abh. d. ... . ; ...)
1=7,3 d. Gesamtreihe. Worin die in e. einzigen Krystallplatte entstehenden Erscheinungen betrachtet werden. 1855.
2=7,7. Worin die übereinander liegenden Krystallplatten entstehenden Erscheinungen zur Sprache kommen. 1854.



Ohm, Georg Simon: Grundlinien zu einer zweckmäßigen Behandlung der Geometrie. Erlangen : Palm und Enke 1817



Ohm, Georg Simon: Grundzüge der Physik als Compendium zu seinen Vorlesungen. Nürnberg: Schrag
1. Allgemeine Physik 1853. - X, 193 S.: graph. Darst.
2. Besondere Physik 1854. - S. 198 - 563: graph. Darst.



Ohm, Georg Simon: The galvanic circuit investigated mathematically. London 1840 (NUC).




Ortsansichten



Oberbessenbach: (Bessenbach) (Kr. Aschaffenburg) Kirche und Ort, Holzstich von Link 1858, 10x11. Mu (um 1860 15x11), St



Obereichstätt: (Dollnstein) Ansicht mit Hammer- und Hüttenwerk, Lithographie von Emil Büttner um 1835 (Hans Baier Hrsg.: Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart 1973)



Obereisenheim: (Eisenheim) (Kr. Würzburg) „Obereussenheim“ Ansicht (mit Mainfähre), Lithographie von Franz Leinecker 1830, 14x20. MM (1847), Mu (auch um 1830)



Oberhaid: (Kr. Bamberg) Wallfahrtskirche, Holzstich (Abb. in: Leben im Bamberger Land 1990)



Oberkotzau: (Kr. Hof) Ansicht, Lithographie von C. W. Arldt nach J. Fleischmann / 1848, 16x22. Ki, Mu, Ra



Oberkrumbach: (Kirchensittenbach) (Kr. Nürnberger Land) Ansicht, Kupferstich von C. M. Roth 1759, 15x26. Ki (um 1760 17x26), Mu (auch um 1759)



Obermichelbach: (Wittelshofen) oder Kr. Fürth Ansicht, Kupferstich von C. M. Roth 1759, 15x26. Ki (um 1760 17x26), Mu (auch um 1759)



Obernburg am Main: (Kr. Miltenberg) Gesamtansicht, Lithographie? um 1850 (Abb. in: Fränkisches Land am Untermain. Der Landkreis Miltenberg)



Obernburg am Main: (Kr. Miltenberg) Gesamtansicht, Holzstich, 6x13, Mu (Zinkographie von Carl Dietrich 1896, auch um 1896), PB



Oberschöllenbach: (Eckental) (Kr. Erlangen-Höchstadt) Schloss „Das Hochadell. von Oelhäffische Schloß …“, Kupferstich von Schlemmer-Graff 1798, 12x14. Ki



Oberschwappach: (Knetzgau) (Kr. Haßberge) Ansicht aus der Vogelschau „Curia Ebracensis …“ (Schloss und Schlossgarten), Kupferstich von J. B. Gutwein nach Lucas Schmitt 1738, 15,2x22. Ki, Mu (nach R. P. Schmitt um 1738 17x22)



Obertheres: (Theres) (Kr. Haßberge) Kloster, Kupferstich 1743, Ho



Obertheres: (Theres) (Kr. Haßberge) „Schloss Theres“ (und Kirche, im Vordergrund Main und übersetzender Nachen), Stahlstich von Leop. Beyer nach Ludwig Richter aus: Heeringen: Wanderungen … um 1840, 10,3x15,6. Ki (um 1835), Mu, PB, Ri, St (um 1850)



Obertheres: (Theres) (Kr. Haßberge) Schloss Lithographie von Leineckerr um 1840, 12x19. Mu



Obertheres: (Theres) (Kr. Haßberge) Benediktinerkloster, Zinkographie von Link um 1895, 12x10. Mu



Oberwolkersdorf: (Schwabach) Gesamtansicht, Holzstich, 7x13, Mu (Zinkographie von Carl Dietrich 1896, auch um 1896), PB



Oberzell: (Zell) Das ehemalige Kloster Oberzell um 1840 (Abb. in: Werner Dettelbacher: Würzburg im Spiegel der Jahrhunderte 1976) (auch um 1850)



Oberzell: (Zell) Ansicht mit Kloster Holzstich von Püttner um 1880, 6x15. Mu



Ochsenfurt: (Kr. Würzburg) Gesamtansicht, im Vordergrund Jagdgesellschaft, links der Main, Stahlstich nach Fritz Bamberger aus: Ludwig Braunfels: Die Mainufer 1847, 11x16. Ba, Ki, Mu (auch um 1850), PB, St (13x16,5)



Ochsenfurt: (Kr. Würzburg) Ansicht, Zinkographie von Dietrich 1896, 8x13. Mu



Ochsenfurt: (Kr. Würzburg) Rathaus, Holzstich Brewer um 1860, 11x10. Mu



Ochsenfurt: (Kr. Würzburg) Stadtgraben und Teilansicht der Altstadt, Holzstich um 1880, 9x13. Mu, PB



Ödenberg: (Lauf an der Pegnitz) (Kr. Nürnberger Land) Ansicht „Oedenberg samt dem Burgstall“, Kupferstich von Delsenbach 1737, 20,5x30. Ki



Offenhausen: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht, Kupferstich von C. M. Roth um 1760, 17x26,5. Ki, Mu (16x25)



Offenhausen: (Umgebung) Keilberg, Kupferstich von C. M. Roth aus A. Würfel „Sammlung einiger Nachrichten von der Capelle zu St. Ottmar und St. Ottilien auf dem Keilberg bey Offenhausen …“ 1757, 14,5x25. Ki



Ostheim vor der Rhön: (Kr. Rhön-Grabfeld) Ansicht mit der Lichtenburg „Schloß Lichtenberg bei Ostheim“ aus: Schulte: Historisch-statistische Beschreibung der gefürsteten Grafschaft Henneberg. Bd. 2. Hildburghausen 1804. Titelblatt, Kupferstich von Leonhard Schlemmer 1804, 6,6x8,1. MR



Ostheim vor der Rhön: (Kr. Rhön-Grabfeld) Lichtenburg „Das Berg-Schloß Liegtimbergen …“ im Vordergrund Bauern bei der Heuernte, Aquatinta um 1825, 18,5x26,5. Ki



Ostheim vor der Rhön: (Kr. Rhön-Grabfeld) Lichtenburg, Radierung von C. Wagner 1835, 13,1x19,4. MR



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) „Inneres Ansehen des Hohlenbergs oder der Oswaldhoehle“, Radierung von J. S. Walwert nach Koeppel 1794, 10x17. BK (auch Ausgaben 1795, 1816), Ki



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) „Eingang des Hohlenbergs …“, Radierung von J. S. Walwert nach Johann Gottfried Koeppel 1794, 10x17. BK (auch Ausgaben 1795?, 1816), Ki (Kopie aus: Bayreuther Kalender s. Bernhard Schemmel: Die Entdeckung der Fränkischen Schweiz 1979)



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) „Höhle im Muggendorfer Thale …“ Außenansicht, Kupferstich von Wachsmann nach Rösel 1798/1843, 10,5x15,7. BK



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) Höhle Eingang, Kupferstich von F. Hegi nach Rösel 18. Jh., 7,9x18,6. BK



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) Höhle Außenansicht, Kupferstich Kopie nach Koeppel Anfang 19. Jh., 7,1x15,2. BK



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) Höhle Ausblick, Kupferstich aus: Friedrich Wilhelm Ferdinand Brandenstein: Gebirgsgegenden und Höhlen um und bei Muggendorf …, 1815, 11,6x11,5. BK (differierende Ausg.)



Oswaldshöhle: (Muggendorf) (Kr. Forchheim) Höhle Innenansicht, Kupferstich aus: Friedrich Wilhelm Ferdinand Brandenstein: Gebirgsgegenden und Höhlen um und bei Muggendorf …, 1815, 11,6x11,5. BK (differierende Ausg.)



Ottensoos: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht „Odensoos …“, Kupferstich C. M. Roth 1759, 15x26. Ki (um 1760 14,5x25), Mu (auch um 1759)



Oberfranken: Karte, Kupferstich 18. Jahrhundert, 34x42. Ra



Obermainkreis: Karte des Obermainkreises von C. A. Hannbaum von 1820 (Abb. In: Leben im Bamberger Land 1990)



Oberpfalz: Karte „Palatinatus Bavariae descriptio, Erhardo Reych …“ (im Norden Wunsiedel, im Westen Nürnberg), Kupferstich aus A. Ortelius um 1590, 30x24. Ki, Wö (um 1570)



Oberpfalz: Karte „Palatinatus Bavariae“ (Forchheim und Neuhaus im Norden), Kupferstich von G. Mercator um 1607, 36,5x49. Ki



Oberpfalz: Karte „Palatinatus Bavariae“ (östlich Nürnberg), Kupferstich von Blaeu um 1640, 38x49,5. Ki



Oberpfalz: Karte „Palatinatus Bavariae“ (u. a. Mittelfranken), Kupferstich aus: M. Merian 1644 (auch, Bamberg, Nürnberg, Weißenburg), 19x28,7. Ki



Oberpfalz: Karte „Palatinatus Bavariae“ (im Norden Forchheim, im Westen Nürnberg), Kupferstich von Mercator aus: Atlas minor, bei Johannes Jansson (Joannes Jansson, Johann Janson, Jan Jansson) um 1651, 114,3x19,4. Ki



Oberpfalz: Karte Palatinatus Bavaria (Mittelpunkt Amberg, Gebiet Bamberg – Eger – Kötzting – Straubing – Ingolstadt – Gunzenhausen), Kupferstich von Ulrich Kraus bei Ertl 1687 (u. a. Bamberg, Gunzenhausen), 20x29. Mu



Oberpfalz: Karte „Bavariae Palatinatus …“ Kupferstich von Nicolaus Visscher (Nikolaus Vischer u. a. Nürnberg) um 1700, 48x56. Mu



Oberpfalz: Karte „Palatinat. superior sive Bavariae Germanice die Obere Pfaltz“ (u. a. Oberfranken, Mittelfranken), Kupferstich von M. Seutter um 1720, 48,8x57,3. Ki



Oberpfalz: Karte „Carte topographique …“, Kupferstich von Jaeger um 1760, 49x62. Ki



Oberpfalz: Karte „Carte des Pays situes sur le Haut Mayn, la Rednitz et le Nab“, Kupferstich Berthe um 1835, 12x19. Mu (Mittelpunkt Erlangen)




Bücherverzeichnis



Ott, Gabriel:
Prosa
Bamberg 1976



Ortheil, Hanns-Josef:
Jean Paul : mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Reinbek 1984
Personen: Paul, Jean:



Ohorn, Anton:
Hans Sachs, der deutsche Handwerker und Dichter : eine Erzählung für das deutsche Volk
Eisenach 1877
Personen: Sachs, Hans:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Oberfränkischer Heimatkalender : Anekdoten- und Rätselsammler
Bayreuth. - Band 1980
weitere Stichwörter: Kalender: Anekdote: Rätsel:



Ohff, Heinz:
Der grüne Fürst : das abenteuerliche Leben des Hermann Pückler-Muskau
München 1993
Orte: Bad Muskau:
Personen: Pückler-Muskau, Hermann von:
weitere Stichwörter: Biographie: Garten: Park:



Oesterreicher, Paul:
Die Burg Neideck : geschichtlich dargestellt
Bamberg 1819
Orte: Neideck:
weitere Stichwörter: Burgen:



Oesterreicher, Paul:
Geschichte der Burg und des Rittergutes Rabenstein
Bamberg 1930
Orte: Rabenstein:
weitere Stichwörter: Burgen:



Oesterreicher, Paul:
Die Burg Streitberg : geschichtlich dargestellt
Bamberg 1929
Orte: Streitberg:
weitere Stichwörter: Burgen:



Oesterreicher, Paul:
Die Burg Streitberg : geschichtlich dargestellt
Bamberg 1919
Orte: Streitberg:
weitere Stichwörter: Burgen:



Oesterreicher, Paul:
Die zwei Burgen Tüchersfeld : geschichtlich dargestellt
Bamberg 1820
Orte: Tüchersfeld:
weitere Stichwörter: Burgen:



Ortmann, Erwin:
Zinnfiguren einst und jetzt
Frankfurt 1973
Orte: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Zinnfiguren:



Oppolzer, Siegfried:
Die Universität Bamberg : Aspekte ihrer Entstehung, Struktur und Funktion
Bamberg 1983
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Universität: Studenten: Bibliothek:



Ohff, Heinz:
Auch sie waren Preußen : 15 Lebensbilder
Berlin 1979
Orte: Preußen:
Personen: Friedrich Wilhelm (Kurfürst von Preußen): Nicolai, Friedrich: Schlegel, Friedrich: Hardenberg, Karl August von: Hoffmann, E. T. A.: Arnim, Bettine von: Schinkel, Karl Friedrich: Humboldt, Alexander: Menzel, Adolph von: Moltke. Helmuth: Lange, Helene: Luxemburg, Rosa: Rathenau: Grosz, Georg:
weitere Stichwörter: Biographie:



Ortner, Eugen:
Balthasar Neumann : ein Roman des Barock
München 1937
Orte: Würzburg:
Personen: Neumann, Balthasar:
weitere Stichwörter: Romanmotiv:



Ortner, Eugen:
Der Barockbaumeister Balthasar Neumann : eine Biographie
Bayreuth 1989
Orte: Würzburg:
Personen: Neumann, Balthasar:
weitere Stichwörter: Biographie: Architektur: Romanmotiv:



Otremba, Heinz: Gerlach, Walther:
Wilhelm Conrad Röntgen : ein Leben im Dienste der Wissenschaft
Würzburg 1970
Personen: Röntgen, Wilhelm Conrad:
weitere Stichwörter: Röntgenstrahlen: Physik: Biographie:



Och, Gunnar:
August Graf von Platen : 1796 - 1835 : eine Ausstellung...
Erlangen 1996
Orte: Erlangen: Italien: Venedig:
Personen: Platen, August von: Mann, Thomas:
weitere Stichwörter: Ausstellung: Festschrift: Universitätsbibliothek: Bibliothek: Persisch: Ghasele: Volksdichtung:



Ott, Ludwig:
Leben und Schrifttum des Eichstätter Weihbischofs Leonhard Haller (+1570)
Aus: Historischer Verein Eichstätt : Sammelblatt. 67. 1974
Personen: Haller, Leonhard:



Oberhauser, F.:
Literarischer Führer durch die Bundesrepublik Deutschland
Frankfurt 1974
Orte: Altdorf: Ansbach: Aschaffenburg: Bad Brückenau: Bad Kissingen: Bamberg: Bayreuth: Coburg: Dinkelsbühl: Spessart: Lichtenau : Münnerstadt: Bad Berneck: Hollfeld: Sanspareil: Wonsees: Fränkische Schweiz: Ebermannstadt: Streitberg: Muggendorf: Waischenfeld: Riesenburg: Adlerstein: Rabeneck: Rabenstein: Wiesenthau: Kunreuth: Gößweinstein: Walberla: Kirchehrenbach: Burggaillenreuth: Tüchersfeld: Trainmeusel: Pretzfeld: Ebern: Rentweinsdorf: Eyrichshof: Eichstätt: Dollnstein: Rebdorf: Erlangen: Feuchtwangen: Forchheim: Gräfenberg: Fürth: Gemünden: Rhön: Gunzenhausen: Thannhausen: Wolframs-Eschenbach: Hammelburg: Trimburg: Haßfurt: Hersbruck: Hof: Joditz: Töpen: Schwarzenbach: Fichtelgebirge: Luisenburg: Hofheim: Bettenburg: Oberlauringen: Karlstadt: Kitzingen: Marktbreit: Bad Königshofen: Waltershausen: Kronach: Lauenstein: Kulmbach: Plassenburg: Lauf: Lichtenfels: Klosterlangheim: Lichtenau: Mainburg: Mellrichstadt: Ostheim: Mildenberg: Wildenburg: Münchberg: Helmbrechts: Nürnberg: Pegnitz: Ochsenfurt: Eßfeld: Sommerhausen: Gößweinstein: Betzenstein: Rehau: Rothenburg ob der Tauber: Scheinfeld: Schwarzenberg: Schwabach: Roth: Pillenreuth: Spalt: Wendelstein: Schweinfurt: Wipfeld: Oberwerrn: Staffelstein: Staffelberg: Banz: Weißenburg: Pappenheim: Solnhofen: Würzburg: Wunsiedel:
weitere Stichwörter: Literaturmotiv: Reisebericht: Städtelob: Pulvermühle:



Oberhauser, Fred:
Literarischer Führer durch Deutschland : ein Insel-Reiselexikon für die alten Bundesländer und Berlin
Frankfurt a. M. 1996. – Unveränd. Nachdr. d. Ausg. von 1984 (Inseltaschenbuch : 527)
Orte: Altdorf: Ansbach: Aschaffenburg: Bad Brückenau: Bad Kissingen: Bamberg: Bayreuth: Coburg: Denkendorf: Dinkelsbühl: Spessart: Lichtenau: Münnerstadt: Bad Berneck: Hollfeld: Sanspareil: Wonsees: Fränkische Schweiz: Ebermannstadt: Streitberg: Muggendorf: Waischenfeld: Riesenburg: Adlerstein: Rabeneck: Rabenstein: Wiesenthau: Kunreuth: Gößweinstein: Walberla: Kirchehrenbach: Burggaillenreuth: Tüchersfeld: Trainmeusel: Pretzfeld: Ebern: Rentweinsdorf: Eyrichshof: Eichstätt: Dollnstein: Rebdorf: Erlangen: Feuchtwangen: Forchheim: Gräfenberg: Fürth: Gemünden: Rhön: Gunzenhausen: Thannhausen: Wolframs-Eschenbach: Hammelburg: Trimburg: Haßfurt: Dankenfeld: Hersbruck: Hof: Tauperlitz: Gattendorf: Joditz: Töpen: Schwarzenbach: Fichtelgebirge: Luisenburg: Hofheim: Bettenburg: Oberlauringen: Karlstadt: Kitzingen: Marktbreit: Bad Königshofen: Waltershausen: Kronach: Lauenstein: Kulmbach: Plassenburg: Lauf: Lichtenfels: Burgkunstadt: Klosterlangheim: Lichtenau: Mainburg: Mellrichstadt: Ostheim: Rhön: Miltenberg: Wildenburg: Münchberg: Helmbrechts: Nürnberg: Pegnitz: Ochsenfurt: Eßfeld: Gnodstadt: Sommerhausen: Gößweinstein: Betzenstein: Rehau: Rothenburg ob der Tauber: Scheinfeld: Schwarzenberg: Schwabach: Roth: Pillenreuth: Spalt: Wendelstein: Schweinfurt: Wipfeld: Oberwerrn: Staffelstein: Staffelberg: Banz: Weißenburg: Pappenheim: Solnhofen: Würzburg: Wunsiedel: Arzberg: Fichtelgebirge:
Personen: Hauser, Kaspar: Luther, Martin: Bröger, Karl: Dauthendey, Max: Frank, Leonhard:
weitere Stichwörter: Literaturmotiv: Reisebericht: Städtelob: Pulvermühle:



Ott, Gabriel:
Thomas Dehler
Hof 1985 (Oberfränkische Köpfe)
Personen: Dehler, Thomas:
weitere Stichwörter: Biographie: Politik: Grundgesetz:



Oberle, Werner (Hrsg.): Rist, Johann: Zesen, Filip von:
Schriftwerke deutscher Sprache
Zürich Bd. 2. (1981) Vom Barock bis zum Ende der Goethezeit
Weitere Verf.: Opitz, Martin: Harsdörffer, Georg Philipp: Spee, Friedrich von: Dach, Simon: Gerhardt, Paul, Gryphius, Andreas: Hofmann von Hofmannswaldau, Christian: Angelus Silesius: Günther, Johann Christian: Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Böhme, Jakob: Abraham a Sancta Clara: Leibniz, Gottfried Wilhelm: Gottsched, Johann Christoph: Bodmer, Johann Jakob: Haller, Albrecht von: Gellert, Christian Fürchtegott: Hagedorn, Friedrich von: Gessner, Salomon: Wieland, Christoph Martin: Winckelmann, Johann Joachim: Kant, Immanuel: Lichtenberg, Georg Christoph: Lessing, Gotthold Ephraim: Klopstock, Friedrich Gottlieb: Claudius, Matthias: Herder, Johann Gottfried: Lavater, Johann Caspar: Pestalozzi, Johann Heinrich: Goethe, Johann Wolfgang von: Schiller, Friedrich: Hebel, Johann Peter: Paul, Jean: Hölderlin, Friedrich: Kleist, Heinrich von: Schlegel, Friedrich: Novalis: Wackenroder, Wilhelm Heinrich: Tieck, Ludwig: Hoffmann, E. T. A.: Brentano, Clemens: Arnim, Achim von: Grimm, Jacob: Eichendorff, Joseph von:
weitere Stichwörter: Literatur: Gedichte:



Oberle, Werner (Hrsg.): Heine, Heinrich: Büchner, Georg:
Schriftwerke deutscher Sprache
Zürich Bd. 3 (1981) Von Heine bis Brecht
Weitere Verf.: Grillparzer, Franz: Droste-Hülshoff, Annette von: Mörike, Eduard: Gotthelf, Jeremias: Stifter, Adalbert: Hebbel, Friedrich: Reuter, Fritz: Keller, Gottfried: Meyer, Conrad, Ferdinand: Raabe, Wilhelm: Fontane, Theodor: Nietzsche, Friedrich: Hauptmann, Gerhart: Liliencron, Detlev von: Dauthendey, Max: Schnitzler, Arthur: Bahr, Hermann: George, Stefan: Hofmannsthal, Hugo von: Rilke, Rainer Maria: Spitteler, Carl: Walser, Robert: Hesse, Hermann: Mann, Heinrich: Mann, Thomas: Barlach, Ernst: Stadler, Ernst: Heym, Georg: Trakl, Georg: Benn, Gottfried: Kafka, Franz: Döblin, Alfred: Musil, Robert: Brecht, Bertolt:
weitere Stichwörter: Gedichte: Literatur:



Och, Franz:
Demokratische Wiedergeburt begann in einem fränkischen Dorf (Wohlmuthshühl)
Frankenland 1985,8 (in Schuber)
Personen: Sponsel, Johann:
Orte: Wohlmuthshühl:
weitere Stichwörter: Wahl:



Och, Franz:
Anneliese Lussert: dichtende Wirtin
Frankenland 1985,10 (in Schuber)
Personen: Lussert, Anneliese:
weitere Stichwörter: Literatur:



Och, Franz:
Erlangen - 300 Jahre Hugenottenstadt
Frankenland 1986,6 (in Schuber)
Orte: Erlangen:
weitere Stichwörter: Hugenotten:



Och, Franz:
Bezirksheimatpfleger Dr. Kurt Töpner sprach über "Mundart und Heimatpflege"
Frankenland 1987,2 (in Schuber)
weitere Stichwörter: Mundart:



Och, Franz:
Die mittelfränkischen Seen - gelungene Beispiele für naturnahen Wasserbau
Frankenland 1987,9 (in Schuber)
Orte: Altmühlsee: Brombachsee: Rothsee:
weitere Stichwörter: Fränkisches Seenland:



Oxenstierna, Eric:
Holzgötter und Steingötter : zu den Bamberger und Ebracher Götzen
Fränkische Blätter 3(1951),6 (Ablage)
Orte: Ebrach: Bamberg:
weitere Stichwörter: Götzen: Götter:



Otto, Hans:
Gneisenaus Bayreuther Beziehungen
Fränkischer Heimatbote 14(1981),9 Ablage
Personen: Gneisenau, August Neithardt von:
Orte: Bayreuth:



Oberfranken will eine Marke werden : wie sich die Region sieht ; ein Schmelztiegel sorgt für Vielfalt
In: Fränkischer Tag 20. 11. 2009 ZA 467
Orte: Oberfranken:



Oker, Eugen:
Bayern, wo's kaum einer kennt
München 1982
Orte: Aichach: Altötting: Amorbach: Aschaffenburg: Bad Neustadt: Bad Reichenhall: Buxheim: Coburg: Donauwörth: Dorfen: Eichstätt: Fürstenfeldbruck: Furth im Wald: Hof: Kallmünz: Kaufbeuren: Königsberg i. Bay.: Landshut: München: Nürnberg: Pleystein: Regensburg: Schillingsfürst: Seeon: Tirschenreuth: Velburg: Neualbenreuth:
Personen: Wünsche-Mitterecker, Alois: Regiomontanus, Johannes: Schmeller, Johann Andreas:
weitere Stichwörter: Geschichte: Wallfahrt: Saline: Kartause: Kloster: Plastik: Drachenstich: Freilichtspiel: Mittelpunkt:



Otto Julius Bierbaum : Restnachlass im Diözesanarchiv Eichstätt
ZA 1,69
Orte: Eichstätt:
Personen: Bierbaum, Otto Julius:
weitere Stichwörter: Diözesanarchiv:



Och, Franz:
Greifenstein ach dem Attentat (Familie Stauffenberg)
ZA 280
Personen: Stauffenberg (Familie):
Orte: Greifenstein (Heiligenstadt):
weitere Stichwörter: Widerstand: Geschichte 1944: 20. Juli 1944: Nationalsozialismus:





Korrekturen, Ergänzungen?


© Hans Baier 2017