Ergebnisliste

Anfangsbuchstabe: V

1. Fränkische Superlative  [Info] (140 Treffer)
2. Varia  [Info] (44 Treffer)
3. Negative Stimmen  [Info] (24 Treffer)
4. Bibliographie  [Info] (135 Treffer)
5. Ortsansichten  [Info] (42 Treffer)
6. Bücherverzeichnis  [Info] (46 Treffer)



Fränkische Superlative



Veitshöchheim: Geburtsort der hl. Bilhildis (um 630). Heinrich Raspe (um 1204 - 16.2.1247) wurde hier 1246 zum Gegenkönig, zum sog. "Pfaffenkönig", gewählt. berühmte Besucher: Adolph von Menzel, Rudolf Virchow 1855. in der Literatur: Jakob Wassermann "Die Schaffnerin" 1897. S. auch Garten.



Velden an der Pegnitz: Kupferstichansicht von Matthäus Merian 1648.



Venedig, Geschichte: Der Philologe und Historiker Georg Martin Thomas (12.2.1817 - 24.3.1887) aus Ansbach war zu seiner Zeit die führende Autorität für venezianische Geschichte (BBB).



Verbotene Bücher: Die von Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (26.8.1819 - 14.12.1861) herausgegebene "Sammlung liturgischer Gebete für den protestantischen Gottesdienst" wurde 1852 verboten, weil ein "Hinweis auf die Göttlichkeit Jesu" fehlte (Walter Krämer).



Verbotene Bücher: Zu den berühmtesten verbotenen Büchern gehören die Veröffentlichungen des "meistgehassten deutschen Schriftstellers" (K.-H. Deschner). Oskar Panizza (12.11.1853 Bad Kissingen - 30.9.1921 Bayreuth), u. a. Schweinfurt. „Häretischer Heiligenbildmaler“ (Walther Benjamin“, „Skorpion im Messkelch“ (André Breton), „entweder müsste ihm ein Scheiterhaufen oder ein Denkmal errichtet werden“ (Theodor Fontane). Das "Liebeskonzil" 1894 brachte ihm 1895 ein Jahr Festungshaft ein; es war die höchste Strafe, die in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts für ein einzelnes Buch verhängt wurde. Tucholsky urteilte: "Der frechste und kühnste, geistvollste und revolutionärste Prophet seines Lands ..., einer gegen den Heine eine matte Zitronenlimonade genannt werden kann"; das Stück sei "etwas sehr Seltenes: nämlich eine wirkliche Gotteslästerung". Ricarda Huch sah in dem "Liebeskonzil" ein "Werk von satanischer Größe". 1913 erschien das Buch mit Zeichnungen von Alfred Kubin, 1962 wurde es letztmals in Schleswig-Holstein beschlagnahmt (NDB, GBBE: +28.9.)
Bibliographie



Verbotene Bücher: Aus Oskar Panizza (1853 - 1921) "Das Liebeskonzil":
Dritter Aufzug. Regieanweisung zur 1. Szene:
"Im Himmel; ein vertrauliches Kabinett in blau. Interimsthron einfach und bequem. Gott-Vater, Maria, Christus, der Teufel; erstere drei auf ihren Stühlen; letzterer in schwarzem, enganliegendem Kostüm, sehr schlank, mit pointiertem Gesicht, ganz rasiert, mit verwitterten, abgelebten, gelb-verärgerten Zügen, in seinen Bewegungen an einen feineren Juden erinnernd, auf einen Fuß sich stützend, den anderen aufziehend, vor ihnen aufrecht."
Dritter Aufzug. 2. Szene. Aus dem Monolog des Teufels:
"Da hockst du nun, Hund; wieder allein; heimgekehrt zu dir; zurückgekehrt von der Audienz; ahnenloser Geselle ohne Respekt und Reputation; und hast wieder einmal gesehen die goldausgelegten Gemächer der Hohen und Vornehmen. Und du bist immer und bleibst der Lump, der Spitzbub, der krumme Kerl. Und die da droben, die dürfen tun, was sie wollen, es mag noch so platt, niedrig oder gemein sein, es ist immer edel und vornehm, weil es in den Gemächern des Nobeltums passiert. Und du magst tun, was du willst - und wenn du mit dem Kopf dich bis zum anderen Ende der Erde wühltest, - es ist immer niedrig und gemein und schuftig."
Bibliographie



Verbrechen: Peter Nirsch ermordete über 500 Menschen, bevor er 1581 in Nürnberg gefasst und hingerichtet wurde. S. auch Attentat, Gerichtsverfahren, K. Hauser, Königsmord, Kunstraub, Politisches Verbrechen, sexueller Missbrauch



Verein: Bayreuth soll die Stadt mit der höchsten Vereinsmitgliedschaft pro Kopf der Bevölkerung in Deutschland sein (H. Rosendorfer).



Vererbung: Theodor Gustav Heinrich Eimer (22.2.1843 - 29.5.1898), Biologe u. a. an der Universität Würzburg, nahm die Vererbung erworbener Eigenschaften an. Er entwickelte eine Theorie der Orthogenesis (Jahn).



Vererbung: Theodor Boveri (12.10.1862 Bamberg - 15.10.1915 Würzburg) hat mit der Theorie der Chromosomenindividualität den heutigen Grundpfeiler der Vererbung entwickelt (Begründer der Chromosomentheorie der Vererbung) (Lex. d. Naturwiss., GBBE)



Vererbung: Dem Anthropologen und Pionier der Erbforschung Eugen Fischer (5.6.1874 - 9.7.1967), 1912 Professor in Würzburg, verdankt die Biologie die erstmalige Erforschung der menschlichen Rassenkreuzung. Mitbegründer: Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, Menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin-Dahlem. Er "ermöglichte den Nationalsozialisten, ihre Rassenpolitik "pseudo"-wissenschaftlich abzusichern (Brockhaus, DBE, Lex. d. Naturwiss.)



Verfassung: Marcus von Nürnberg (+ um 1418) gilt als "Inventor" der ungarischen Verfassung von 1405 (NDB, DBE).



Verfassung: Johann Adam Aretin (24.8.1769 - 16.8.1822), u. a. 1814 als Hofkommissar für Aschaffenburg tätig, war Redakteur des bayerischen Verfassungsentwurfs von 1814.



Verfassung: "Am Anfang" der heutigen republikanischen Verfassung steht der in Bayreuth geborene Heinrich von Gagern (20.8.1799 - 22.5.1880) (s. auch Politiker).



Verfassung: In Bamberg entstand 1919 die bis 1933 gültige erste demokratische Verfassung Bayerns. An ihrer Ausarbeitung war der Würzburger Staatsrechtslehrer Robert Piloty (1.9.1863 - 20.6.1926) wesentlich beteiligt. "Erstmals konnte in Bayern das Prinzip der repräsentativen Demokratie mit einer dem Landtag verantwortlichen Regierung wirksam werden" (BBB, DBE).



Verfassung: Der Rechtshistoriker Eduard Rosenthal (6.9.1853 - 25.6.1926) aus Würzburg, Ehrenbürger von Jena, hat die Verfassung von Sachsen-Weimar und von Thüringen entworfen (W. Tetzlaff, DBE).



Verkehr: Nürnberg war seit dem Mittelalter deutsches Fernhandels- und Verkehrszentrum. Hier kreuzten sich 12 wichtige Handelsstraßen, u. a. nach Wien, Venedig, Straßburg, Antwerpen, Hamburg, Leipzig, Krakau und Prag. Zwischen Nürnberg und Fürth liefen "nebeneinander die meistfrequentierte Chaussee Bayerns", ferner die Ludwigsbahn, der Ludwigskanal und die Nordsüdbahn. Der erste deutsche "Verkehrsturm" entstand 1912 in Nürnberg. Das 1899 gegründete Nürnberger Verkehrsmuseum (DB-Museum) ist nicht nur das älteste in Deutschland, sondern zählt auch zu den ältesten technikgeschichtlichen Museen Europas. Es besitzt eine "weltweit einmalige" Sammlung von Fahrzeugmodellen im Maßstab 1:10 (Museen in Bayern).



Verkehrsschild: Das älteste deutsche Verkehrsschild ist an einem Haus in Lauf an der Pegnitz angebracht. Es stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und warnt Postkutschen vor Schleudergefahr (Mosaiklex. d. Sup.)



Verlag: Der Bange-Verlag Hollfeld publiziert mit der Reihe "Königs Erläuterungen" die "umfangreichste Sammlung von Buchinterpretationen in deutscher Sprache" (s. auch Schach).



Verlag: Ernst Rohmer (29.12.1818 - 23.8.1897) aus Weißenburg war Leiter des Beck-Verlags Nördlingen. Er begründete die Reihe der Beck'schen Gesetzesausgaben (DBE).



Verlag: Der Dillinger Buchdrucker und Verlags-Buchhändler Johann Caspar Bencard (+1721, 1723?) aus Würzburg gab 1715 einen für die damalige Zeit einmaligen Verlagskatalog, in dem die Titelblätter der aufgeführten Bücher abgebildet sind, heraus (NDB).



Verlag: Kaspar Braun (13.8.1807 - 29.10.1877) aus Aschaffenburg verband sich mit Fr. Schneider zum "weltberühmten" Verlag Braun & Schneider; prominentester Autor war Wilhelm Busch. 1844 wurden die "Fliegenden Blätter" gegründet (NDB).



Verlag: C. C. Buchner Bamberg wurde zum führenden altsprachlichen Verlag Deutschlands. Am bekanntesten ist das ab 1975 erschienene Lateinbuch "Roma".



Verlag: Willy Droemer (18.7.1911 - 3.4.2000) baute die Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. zunächst in Wiesentheid auf; seit 1949 in München (Autoren u. a. Norman Mailer und Johannes Mario Simmel).
(GBBE).



Verlag: Ferdinand Enke (8.10.1810 - 8.12.1869) aus Erlangen baute sein Unternehmen zu einem der bedeutendsten medizinischen Fachverlage Deutschlands aus (NDB, BBB, GBBE).



Verlag: Theodor Enslin (18.11.1787 - 22.5.1851) aus Kloster Sulz (Dombühl) bei Ansbach gründete den gleichnamigen Verlag (NDB, BBB, GBBE: *13.11.).



Verlag: Wolfgang Eberhard Felsecker (18.1.1626 Bamberg - 6.10.1680 Nürnberg) verlegte verschiedene Schriften Grimmelshausens, so 1668 (vordatiert auf 1669) den "Simplicissimus". (*auch 28.1.)



Verlag: Bei Joseph Anton Goebhardt (Bamberg und Würzburg) erschien 1807 Hegels "Phänomenologie des Geistes". (Der Verlag ist erwähnt in dem Gedicht Heinrich Heines "Bamberg und Würzburg").



Verlag: Otto Hartmann (8.9.1876 - 22.4.1930), u. a. in Würzburg tätig, begründete erfolgreiche naturwissenschaftliche und geschichtliche Jugendbuchreihen (GBBE).



Verlag: Balthasar Moeckel (30.3.1881 Haig-Stockheim - 29.6.1964 Nürnberg), u. a. Stadtkaplan in Teuschnitz, Kronach und Nürnberg, gründete 1910 den Verlag „Nürnberger Volkszeitung“, ab 1920 Sebaldus-Verlag. Er gab u. a. den „Deutschen Hausschatz“ und die Fernsehzeitung „Gong“ heraus (GBBE).



Verlag: Ernst Heimeran (19.6.1902 - 31.5.1955) aus Helmbrechts gründete 1922 den renommierten Heimeran-Verlag (Killy, GBBE), Günter Henle (3.2.1899 - 13.4.1979) aus Würzburg 1948 den Münchner Musikverlag Henle, u. a. Beethoven- und Haydn-Gesamtausgaben (DBE, GBBE).



Verlag: Karl-May-Verlag Bamberg Unternehmen, das lange Zeit nur einen einzigen Autor betreute, und zwar den "erfolgreichsten Schriftsteller deutscher Zunge" Karl May (S. Frigge), dessen episches Werk ca. 1,3 Millionen Druckzeilen umfasst. Er war weltweit der meistgelesene deutsche Jugendschriftsteller und zeitweise der meist übersetzte deutsche Autor. "Sie sollten mein Verleger werden." Mit diesen Worten wandte sich May 1910 an den Rechtsanwalt Schmid in Radebeul. Der Verlag wurde am 1. 7. 1913 von Euchar Albrecht Schmid (29.8.1884 - 15.7.1951) in Radebeul gegründet. Seit 1960 hat er seinen Sitz in Bamberg. Die "grüne" Bamberger Ausgabe der Werke zählt 86 Bände (2006 von "Durch die Wüste bis "In fernen Zonen") in einer deutschen Gesamtauflage ca. 100 Millionen Exemplaren, ohne Übersetzungen in 42 Sprachen (insgesamt wohl 200 Millionen), ca. 80 Millionen stammen aus dem Karl-May-Verlag Bamberg. Die Ausstattung (grüner Einband und buntes Titelbild) blieb seit 1892 unverändert. Es gab auch Kritik an der Bamberger Ausgabe: "An keinem Stück deutscher Literatur ist vermutlich so oft und so viel redigiert worden wie an den Büchern Karl Mays" (K.-P. Voigt). Bisher wurde Karl May in 38 Sprachen übersetzt, darunter auch Esperanto und Chinesisch. "Winnetou" gibt es auch auf lateinisch. May ist "auflagenstärkster und zugleich populärster Autor der deutschen Literaturgeschichte" (Lutz).

     Über die Winnetou-Briefmarke schreibt Arno Holz in "Zettels Traum": "Diese neue Briefmarkn-Sonderserie brachte dem Staat ja ein HeidnGeld: Jede(r) wollte WINNETOU'N von hinten ablekkn!" S. auch Briefmarken.



Verlag: Josef Knecht (15.11.1897 Eisenbach Obernburg am Main - 12.6.1980) verlegte die "Rhein-Mainische Volkszeitung". Er gründete 1945 den Verlag Josef Knecht in Frankfurt und gab u. a. die "Frankfurter Hefte" heraus. Mitbegründer: Börsenverein Deutscher Buchhändler- und Verlegerverbände, ferner Badischer Verlag und "Badische Zeitung" (Frankfurter Biogr., DBE)



Verlag: Mit dem Nürnberger Anton Koberger (um 1440 - 3.10.1513) bahnte sich die Trennung von Druck und Verlag an. Er war der bedeutendste Verleger seiner Zeit und unterstrich die dominante Stellung Nürnbergs in diesem Wirtschaftszweig seit dem 15. Jahrhundert (u. a. BBB, GBBE).



Verlag: Der in Neustadt bei Coburg geborene Johann Jacob Korn (getauft 20.7.1702 - 16.12.1756) stieg in kürzester Zeit zum "führenden" Verleger Breslaus auf. Er gab die einzige Zeitung Schlesiens heraus (NDB, DBE, GBBE).



Verlag: Carl Friedrich Kunz (19.7.1785 - 27.1.1849 Bamberg) verlegte 1814 E. T. A. Hoffmanns "Fantasiestücke in Callot's Manier". Kunz ist der erste Verleger des Dichters (NDB, BBB). Damit trat Hoffmann erstmals vor ein größeres Publikum.



Verlag: Georg Joseph Manz (1.2.1808 - 11.12.1894) aus Würzburg gründete den Manz-Verlag in Regensburg (DBE, BBB, GBBE).



Verlag: Der Nostheide-Verlag hat seinen Sitz in Memmelsdorf bei Bamberg. Werner Nostheide (*1928) gibt die größte deutschsprachige Zeitschrift für Spiele "spielbox" heraus. Er gründete die Fachzeitschrift "baby+junior" und rief die Fachmesse "für das Kind" ins Leben.



Verlag: Johann Philipp Palm (18.12.1766 - 26.8.1806), u. a. Erlangen, nach seiner Lehre in Erlangen Verlagsbuchhändler in Nürnberg, vertrieb die gegen das napoleonische Regime gerichtete Flugschrift "Teutschland in seiner tiefen Erniedrigung" 1806. Da er den Verfasser des anonymen Textes nicht preisgab, wurde er auf Befehl Napoleons (Frankreich) erschossen (NDB, BBB, Meyer *1768).
Bibliographie



Verlag: Der Pestalozzi-Verlag Erlangen, 1856 in Fürth gegründet", ist der deutsche Marktführer für Bilderbücher bis zum ersten Lesealter und weltweit größter Hersteller von Pappbilderbüchern" (1999, Lex. d. ges. Buchwesen).



Verlag: Johann Petreius (1496/97? - 18.3.1550) aus Langendorf (Elfershausen) bei Hammelburg verlegte 1543 in Nürnberg eines der berühmtesten Bücher der Wissenschaftsgeschichte "Nikolaus Kopernikus (Copernicus): De revolutionibus orbium coelestium", ferner die deutsche Erstausgabe von "Vitruvius: De Architectura" 1548 (Lex. d. Buchwesens, NDB, BBB, GBBE).
 



Verlag: Matthäus Roritzer (Roriczer) (um 1430/40 - zwischen 1492 und 1495), u. a. in Eichstätt und Nürnberg tätig, war der erste Verleger Regensburgs (u. a. DBE).



Verlag: Mary S. Rosenberg (7.9.1900 - 3.6.1992) aus Fürth gründete in New York die "Mary S. Rosenberg Booksellers and Importers Inc." Sie verlegte u. a. Thomas Mann (DBE, GBBE).



Verlag: Der Nürnberger Johann Leonhard Schrag (27.1.1783 - 30.4.1858) brachte u. a. Achim von Arnim, Fouqué, Uhland, Kerner, Hauff, Chamisso, Eichendorff, Hegel, Jean Paul und Schelling heraus. Die 1810 gegründete Firma stieg zum bedeutendsten literarischen Verleger des 19. Jahrhunderts in Bayern auf (Ber. Nürnberger). S. auch Buch Erstausgabe.



Verlag: Der Verleger Heinrich Stürtz (8.12.1852 - 29.6.1915 Würzburg) gab mit den "Altfränkischen Bildern" seit 1875 den ersten heimatgeschichtlichen Kalender heraus (BBB, DBE).



Verlag: Der Gründer des Ullstein-Verlags Berlin 1872 Leopold Ullstein (6.9.1826 - 4.12.1899) ist in Fürth geboren. Nach seinem Tod wurde der Verlag eines der mächtigsten Presseunternehmen der Welt. Ullstein besaß vor 1933 mit 12000 Beschäftigten die größte Druckerei Europas (DBE, GBBE, BBB, s. auch Zeitung).



Verlag: Albrecht Christoph Alexander Volkhart (10.7.1804 - 26.9.1863) aus Fürth gründete 1842 das „Augsburger Anzeigenblatt“ und war 1848 Mitbegründer des Augsburger Gewerbevereins (GBBE).



Verlag: Alfred Weitnauer (1.2.1905 - 3.6.1974), u. a. in Würzburg und Nürnberg tätig, gründete den Verlag für Heimatpflege (GBBE).



Verlag: Leo Woerl (24.5.1843 - 1.7.1918), Buchhändler u. a. in Würzburg und Nürnberg, gründete 1866 einen Verlag für Reisehandbücher und Stadtführer (GBBE).



Vermessungswesen: Der Nürnberger Ulman Stromer (6.1.1329 - 13.4.1407) erfand eine Visierrute zum Ausmessen von Fässern (Ber. Nürnberger, BBB).



Vermessungswesen: Aus Nürnberg stammt Hans Briefmaler (+nach 1510), der das erste Visierbüchlein, eine Anleitung zur Berechnung des Rauminhalts von Fässern, verfasste. Es wurde 1487 von Hans Sporer in Bamberg gedruckt (Lex. d. Renaissance).



Vermessungswesen: Augustin Hirschvogel (1503 - 5.3.1553) aus Nürnberg erfand die Triangulation und konstruierte kartographische Instrumente (H. Günther, DBE s. auch Stadtplan).



Vermessungswesen: Der Altdorfer Professor Johannes Praetorius (auch Johann Richter) (1537 - 27.10.1616) erfand das Diopterlineal und 1590 den quadratischen Messtisch mit dreibeinigem Gestell, "Mensula Praetoriana" genannt; ferner eine Wasserwaage, mit der er die Wasserleitung nach Altdorf projektierte (NDB, Weinmann, BBB, DBE, GBBE).



Vermessungswesen: Paul Pfinzing von Hensenfeld (29.8.1554 - 1.7.1599) aus Nürnberg schrieb 1598 "Methodus geometrica", das "erste ausführliche Lehrbuch der Landmessung in deutscher Sprache" (Cartogr. Bavar., GBBE) Er erfand den Schrittzähler, ein kartographisches Hilfsgerät.

     Lit. Pfinzing, P. Ein schöner kurtzer Extract der Geometriae unnd Perspectivae, wie die Perspectiva ohne Geometria nicht sein kan, Hernacher wie die Perspectiva in ihren Wercken auff drey Weg zuverstehen. Nürnberg: Fuhrmann, 1599. Nicht im Buchhandel. Es wurde nur an Freunde verschenkt. Enthalten sind Erläuterungen zu Kupfertafeln Hans Sibmachers, die geometrische Körper zeigen.



Vermessungswesen: Der Nürnberger Arzt und Mathematiker Walther Rivius verfasste mit der "Perspectiva" das "umfassendste Lehrbuch der Mathematik und Messkunst im 16. Jahrhundert" (Cartogr. Bavar.)



Vermessungswesen: Daniel Schwenter (31.1.1585 Nürnberg - 19.1.1636 Altdorf) verdanken wir die erste Beschreibung einer Messtischaufnahme von Karten. Seine Meßmethode wurde noch im 19. Jahrhundert angewendet (DBE, BBB).



Vermessungswesen: Ulrich Schiegg (3.5.1752 - 4.5.1810), seit 1805 an der Universität Würzburg tätig, Lehrer von Joseph Fraunhofer, war 1804 Mitbegründer des Münchner Mechanischen Instituts und Mitbegründer der bayerischen Landesvermessung (DBE, GBBE, BBB).



Vermessungswesen: Johann Georg von Soldner (Söldner?) (16.7.1776 - 13.5.1833) aus Georgenhof (Feuchtwangen) schuf die mathematischen Grundlagen der bayerischen Landesvermessung. Sie wurde im 19. Jahrhundert von zahlreichen Staaten übernommen (DBE, GBBE: +18.5., BBB).



Vermessungswesen: Carl Maximilian von Bauernfeind (28.11.1818 - 3.8.1894) aus Arzberg leitete die Erstellung des bayerischen Präzisionsnivellements. Unter ihm erlangte die Geodäsie den Rang einer wissenschaftlichen Universitätsdisziplin. Er war führend an der europäischen Gradmessung beteiligt (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Vermessungswesen: Johann Baptist Messerschmitt (9.12.1861 Bamberg - 13.4.1912) schuf 1901 die erste Karte des Geoids der Schweiz (NDB, GBBE).



Vermessungswesen: Der in Wunsiedel geborene Heinrich Hohenner (7.12.1874 - 29.4.1966) nahm zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen an Vermessungsinstrumenten vor (Hohennerscher Präzisionsdistanzmesser, Hohennersches Messmikroskop). Er ordnete das Vermessungswesen in Hessen neu (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Vermessungswesen: Helmut Wolf (2.5.1910 - 6.6.1994), der sich u. a. in Bamberg aufhielt, war der "führende" Geodät Deutschlands (DBE).



Versandhaus: Friedrich Baur (11.5.1890 Stadtsteinach - 30.10.1965 Kulmbach) gründete 1924 den Baur-Versand in Burgkunstadt. Er führte die Sammelbestellung ein. S. auch Ratenzahlung (DBE, GBBE).



Versandhaus: Das größte Versandhaus Europas, die "Quelle" in Fürth, wurde 1923 (1927?) von Gustav Schickedanz (1.1.1895 - 27.3.1977; BBB: +28.3.) gegründet. Sie war bereits 1934 Deutschlands größtes Wollversandhaus. Nach 1945 nahm das Unternehmen eine "Spitzenposition im europäischen und weltweiten" Versandgeschäft ein. 1962 bot Quelle als erstes Versandhaus Urlaubsreisen aus dem Katalog an. "Die Kataloge fränkischer Versandhäuser wie Quelle in Fürth und Bauer in Burgkunstadt wurden zu Bibeln des Wirtschaftswunders" (W. K. Blessing). Schickedanz führte 1957 die erste automatische Versandanlage mit elektronisch gesteuerter Auftragsbearbeitung in Deutschland ein. Nach seiner Frau Grete Schickedanz (20.10.1911 - 23.7.1994), der "first lady der deutschen Wirtschaft", ist die Grete-Schickedanz-Stiftung benannt (u. a. Stadtlex. Nürnberg, DBE, GBBE).



Versandhaus: Der Versandhausgründer Josef Neckermann (5.6.1912 - 13.1.1992) ist in Würzburg geboren. Der Slogan "Neckermann macht's möglich" wurde zum geflügelten Wort. Neckermann entwickelte 1942/43 eine neue Winteruniform der Wehrmacht (u. a. DBE).



Versicherung: Der Pionier des Versicherungswesens Berthold Holzschuher (1511 - 15.1.1582) aus Nürnberg schlug 1565 den Plan eines Zwangssparens (Aussteuerversicherung) vor: Ein Taler bei Geburt eingezahlt, ergibt bei der Heirat drei Taler (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Versicherung: Zu den Versicherungspionieren zählt der Nürnberger Paul Jacob Marperger (27.6.1656 - 27.10.1730) (Ber. Nürnberger).



Versicherung: Johann Michael Leuchs (2.7.1763 Bechhofen-Neuendettelsau bei Ansbach - 19.12.1836 Nürnberg) gab "grundlegende" Hinweise für die Kalkulation von Transport- und Sachversicherungsprämien (Ber. Nürnberger).



Versicherung: 1786 wurde in Nürnberg die "erste deutsche Anordnung auf dem Gebiet der Versicherungsaufsicht" erlassen.



Versicherung: Der Kaufmann und Industrielle Theodor von Cramer-Klett (27.9.1817 - 5.4.1884) aus Nürnberg war 1880 "maßgeblich" an der Gründung der Münchener Rückversicherungsgesellschaft beteiligt (NDB, BBB), ebenso der Fabrikant Hugo von Maffei (31.8.1836 - 13.5.1921) aus Bamberg, "der reichste Mann Bayerns" (u. a. DBE, GBBE).



Versicherung: Ernst Gruner (15.11.1853 - 3.1.1925) aus Coburg wirkte bei der Einführung des Versicherungsaufsichtsgesetzes 1901 an entscheidender Stelle (NDB, BBB, GBBE).



Versteinerung: „Das berühmteste Fossil der Erde.“ Die erste Spur des ca. 150 Millionen alten Urvogels (teils Reptil, teils Vogel) bestand in einer einzelnen Feder, die 1860 im Gemeindesteinbruch von Solnhofen auftauchte. Nach dieser Feder erhielt die Gattung den Namen archaeopteryx lithographica. Ein Jahr darauf fand man dann ein fast vollständiges Skelett, das später für 14000 Mark an das Britische Museum verkauft wurde. Darwin nannte den Urvogel das "größte Wunder der neueren Zeit", und rasch wurde die Bedeutung der Versteinerung als Bindeglied zwischen Reptil und Vogel erkannt. Bald aber tauchten auch Vermutungen auf, es handle sich um eine geschickte Fälschung. Durch die Entdeckung weiterer Exemplare und durch moderne Untersuchungsmethoden konnte dieser Vorwurf ausgeräumt werden. Der (oder sprachlich richtiger die) Archaeopteryx ist und bleibt die berühmteste und am meisten abgebildete Versteinerung der Erdgeschichte. Neuerdings wird behauptet, dass der Archaeopteryx kein Vogel, sondern ein gefiederter Dinosaurier gewesen sei. Experten wiesen jedoch nach, dass der Archaeopteryx „so gut durch die Lüfte flattern konnte wie modernes Federvieh.“ In der Literatur: Charles Darwin „Über die Entstehung der Arten“. S. auch Briefmarken.

     Die Fundorte der inzwischen 12 Exemplare (die 1979 im südindischen Jura und 1997 in China aufgetauchten nicht mitgerechnet) liegen zwischen Solnhofen und Eichstätt. Die Funde werden u. a. in folgenden Museen aufbewahrt: Berlin (der tote Vogel wurde gegen eine lebende Kuh eingetauscht), London, Eichstätt (Juramuseum), Maxberg-Museum bei Solnhofen (bis 1974) und Solnhofen (Bürgermeister-Müller-Museum mit dem bisher größten Exemplar - Herkunft ungeklärt). Als Überraschung des siebten Exemplars gilt der erstmalige Nachweis des verknöcherten Brustbeins.

     Bei Langenaltheim wurde die sog. Archaeopteryx bavarica, die unter den "bislang gefunden Exemplaren als einzigartig gilt", gefunden.
 



Versteinerung: Archaeopteryx "Die Jura-Franken sind außerordentlich stolz darauf, dass mitten in ihrer Mitte, in Solnhofen an der Altmühl, wo Aloys Senefelder 1796 die Lithographie erfand (!), fünfundsechzig Jahre später, aber im gleichen Jahr, in dem Roderich Ferdinand Boris Graf von Yask-Mettard die Zahnpasta erfand, ein Exemplar des Urvogels entdeckt wurde, des ersten Tiers, das zu fliegen verstand. Man nannte ihn nicht den, sondern die Archaeopteryx lithographica, und der Erfinder der Zahnpasta widmete ihr ein Gedicht:

     'Dass der Schiefer dieses Zeichen
     Den Äonen anvertraut,
     Lässt geheimen Sinn erreichen
     Den, den Wissenschaft erbaut.
     Abdruck du, von welchem Wesen
     Vogel oder noch Reptil,
     Wie ist diese Schrift zu lesen?...'"
     (Marianne Langewiesche "Juraimpressionen" 1971)
 



Versteinerung: Die Solnhofener Versteinerungen im Gebiet zwischen Treuchtlingen und Eichstätt zählen zu den ältesten, vielfältigsten und wichtigsten Spuren des Lebens auf der Erde. In den Solnhofener Schichten wurde der kleinste Dinosaurier der Welt, im Altmühlgebiet ein bisher unbekannter Raub-Dinosaurier gefunden. Doch die Funde beschränkten sich nicht nur auf das Altmühlgebiet. Im Museum von Banz befindet sich ein Ichthyosaurierschädel mit über zwei Metern Länge, den "in dieser Größe und Erhaltung kein anderes Museum besitzt". Er wurde bei Unnersdorf (Staffelstein) gefunden. Wilhelm Raabe hat ihn 1860 besichtigt. Joseph Victor von Scheffel hat ihm das Gedicht "Bericht vom Meerdrachen" und "Der letzte Ichthyosaurus" gewidmet:

     "Es rauscht in den Schachtelhalmen,
     Verdächtig leuchtet das Meer,
     Da schwimmt mit Tränen im Auge
     Ein Ichthyosaurus daher.
     Ihn jammert der Zeiten Verderbnis,
     Denn ein sehr bedenklicher Ton
     War neuerlich eingerissen
     In der Liasformation.
     'Der Plesiosaurus, der Alte,
     Er jubelt in Saus und Braus,
     Der Pterodactylus selber
     Flog neulich betrunken nach Haus.
     Der Iguanodon, der Lümmel,
     Wird frecher zu jeglicher Frist,
     Schon hat er am hellen Tage
     Die Ichthyosaura geküsst.
     Mir ahnt eine Weltkatastrophe,
     So kann es ja länger nicht gehn;
     Was soll aus dem Lias noch werden,
     Wenn solche Dinge geschehn?'
     So klagte der Ichthyosaurus,
     Da ward es ihm kreidig zumut;
     Sein letzter Seufzer verhallte
     Im Qualmen und Zischen der Flut.
     Es starb zu derselbigen Stunde
     Die ganze Saurierei
     Sie kamen zu tief in die Kreide,
     Da war es natürlich vorbei.
     Und der uns hat gesungen
     Dies petrefaktische Lied,
     Der fand's als fossiles Albumblatt
     Auf einem Kropolith."

Im "Bericht vom Meerdrachen" erzählt der Banzer Mönch Nicodemus von dem Fund:

     "Nie vergess' ich jenes wilden Anblicks:
     Vom Geschiefer, das da kam zum Vorschein,
     Rings umschlossen, halb darin erhaben,
     Zeigte sich ein ungeheures Steinhaupt.
     Wer da grub, entwich mit lautem Aufschrei.
     Und ich schlug das Kreuz und sprach von ferne
     Einen lauten, starken Exorzismus ..."
 



Versteinerung: Im Frankenwald zwischen Schwarzenbach am Wald und Presseck wurden die bislang ältesten Fossilien Bayerns gefunden. Die versteinerten Meerestiere sind ca. 520 Millionen Jahre alt. Die Versteinerungen von Leimitz (Hof) sind ca. 485 Millionen Jahre alt. „Das Gestein kommt weltweit nur hier vor.“ Mehr als 40 verschiedene Meeresbewohner wurden geborgen.



Versteinerung: Ca. 200 Millionen Jahre altes verkieseltes Holz mit über 10000 Einzelstücken wurde 1986 in Bayreuth gefunden. Es ist die mit Abstand größte derartige Sammlung in Deutschland; weltweit nimmt sie die zweite Stelle ein.



Versteinerung: 2009 wurde zwischen Wildenstein (Presseck) und Schlopp ein 510 Millionen Jahre alter versteinerter Stachelhäuter entdeckt. Er handelt sich um eine neue Art, die weltweit noch nicht bekannt war. Aus dem Fundort Steinachtal stammen die ältesten Fossilien Bayerns.



Versteinerung: Der Chemiker Erich Kempcke (20.10.1900 – 16.7.1963) aus Marktredwitz entdeckte ab 1953 im Raum Weilheim die umfangreichste Fauna Europas. Die Fossilie "Phyllodermia Kemckei" ist nach ihm benannt (Weinmann).



Versteinerung: Den Namen Bambergs trägt der "Ichthyosaurus Bambergensis species nova" (Geisfeld-Strullendorf).



Versteinerung: Museum Die 1814 gegründete Petrefaktensammlung in Banz (Bad Staffelstein) ist eine der ältesten in Bayern. berühmte Besucher: Josef Victor von Scheffel 1859 (s. auch sein Gedicht "Der letzte Ichthyosaurus").



Versteinerung: 2001 wurde mit einem speziellen Röntgenverfahren in Nürnberg eine bisher nicht bekannte Theropodenart festgestellt.



Versteinerung: Bei Pfalzpaint (Walting bei Eichstätt) liegt Europas einzige Fundstelle, „an der sich Quallen in bester Qualität finden“.



Versteinerung: Ein Plattenkalkfisch trägt den Namen des Nürnbergers Georg Wolfgang Knorr (30.12.1705 - 17.9.1761) „Anaethalion knorri“. Liparoceras reinecki ist nach dem Coburger Johann Christoph Matthias Reinecke (1770 - 7.11.1818) benannt. (*auch 1768).



Versteinerung: Auf dem Blumenberg (Eichstätt) wurde Deutschlands erster Hobbysteinbruch eingerichtet.



Versteinerung: Die Funde bei Wattendorf sind einmalig in Deutschland. Z. B. ein Schlangensaurier. „Viele Arten sind völlig neu und noch nie gefunden … worden, auch die Funddichte ist höher als in den Solnhofener Plattenkalken.“ Darüber hinaus handelt es sich um ältere Schichten.



Versteinerung: Altdorf (Umgebung). "Ich habe gehört, dass man in einem Marmorbruche bei Altdorf den versteinerten Kopf eines Alligators gefunden habe" (Johann Wolfgang von Goethe 1782)



Versteinerung: Nach Johann Schobert aus Hirschaid ist eine Krebsschere benannt.



Verwaltungsrecht: Joseph von Poezl (5.11.1814 - 9.1.1881), u. a. 1843 an der Universität Würzburg tätig, schrieb 1856 mit dem "Lehrbuch des bayerischen Verwaltungsrechts" die "erste ausschließliche Darstellung des Verwaltungsrechts eines deutschen Staates von wissenschaftlichem Rang" (NDB).



Verwaltungsrecht: Otto Mayer (29.3.1846 - 8.8.1924) aus Fürth, der sich von 1869 bis 1871 in Ansbach aufhielt, ist der "eigentliche Schöpfer und Klassiker" der modernen Verwaltungsrechtswissenschaft. Von ihm stammen verschiedene Rechtsbegriffe (NDB, DBE, GBBE).



Verwaltungswissenschaften: Wilhelm von Schröder (15.11.1640 - Oktober 1699) aus Königsberg (Ufr.) gilt als der "bedeutendste österreichische kameralistische Theoretiker seiner Zeit" (DBE, GBBE). (+auch 1688).



Virchow, Rudolf: Mediziner(13.10.1821 - 5.9.1902), von 1849 bis 1856 Professor in Würzburg, dann in Berlin; einer der weltweit bekanntesten Ärzte Deutschlands. Nach ihm sind u. a. "Virchows Archiv", Universitätsklinikum Rudolf Virchow Berlin und eine Salmonellenart benannt, Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg, Virchow-Trias (drei Faktoren zur Entstehung von Thrombose), ferner die Rudolf-Virchow-Stiftung und die Virchow Medical Society in the City of New York. Er führte 1877 die Trichinenschau ein (Voraussetzung für den Aufbau von regionalen Schlachthöfen). S. auch Anthropologie, Briefmarken, Kulturkampf, Medizin, Parteigründer, Vor- und Frühgeschichte, Zellularpathologie. Im Gedicht: Ludwig Thoma „Virchow-Denkmal“.

     "Virchows Erfolg war so blendend, dass für ein halbes Jahrhundert alles, was es daneben an anderen wissenschaftlichen Möglichkeiten in der Medizin gab, in den Schatten versank" (P. Bamm).

     "Da bin ich nun endlich als wohlbestallter und anerkannter Professor in der glücklichen Main-Stadt" (Virchow 1849 an seine Eltern).

     Als Virchow 1848 im Auftrag der preußischen Regierung die Ursachen der oberschlesischen Fleckfieberepidemie untersuchte und als Ergebnis die sozialen und hygienischen Zustände scharf kritisierte, kam es rasch zum Zerwürfnis mit der Obrigkeit. Bereitwillig nahm er daher einen Ruf an die Universität Würzburg an. Durch die Berliner Erfahrungen gewitzt, verlangte ihm der Würzburger Rektor das Versprechen politischen Wohlverhaltens ab. Virchow antwortete seinem neuen Dienstherrn: "Haben Sie daher die Güte, Magnifizenz, dem königl. Ministerium in meinem Namen die Versicherung zu geben, dass ich ... die Absicht gefasst habe, mir bei Ihnen eine gesicherte wissenschaftliche Stellung und nicht einen Tummelplatz für radikale Tendenzen zu erwarten."

     Abgesehen von gezielten Seitenhieben auf die Würzburger Geistlichkeit ("Ich habe tausende von Leichen seziert, aber keine Seele darin gefunden") hielt sich Virchow an sein Versprechen. In den sieben Würzburger Jahren stieg er zum weltweit bekannten Gelehrten auf. Hier legte er die Grundlagen für die Zellularpathologie mit dem berühmt gewordenen Resümee: "Omnis cellula e cellula" ("Jede Zelle entsteht aus einer Zelle"). Virchow wurde zur "eigentlichen Seele" und treibenden Kraft der Würzburger Medizinischen Fakultät. Zu seinen Aktivitäten gehörte auch die Gründung der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft, in deren Sitzungsberichten 1895 Röntgen seine berühmte Entdeckung publizierte.
Bibliographie



Virchow, Rudolf: (1821 - 1902): Ernst Haeckel erinnert sich: "Der sehr große, amphitheatralische Hörsaal mit weit über 100 Plätzen ist vollständig gefüllt. Während die andern Kollegien meist periodisch geschwänzt werden, sucht hier jeder womöglich auch nicht einmal zu fehlen, weil er hier Dinge hört, die er sonst nirgends erfährt und liest. Trotzdem aber fast alle hier anwesenden Mediziner das Kolleg fleißig besuchen, möchte ich doch dreist behaupten, dass kaum der zehnte Teil ihn nur einigermaßen versteht ... Der Vortrag Virchows ist nämlich schwer, aber außerordentlich schön; ich habe noch nie solche prägnante Kürze, gedrungene Kraft, straffe Konsequenzen, scharfe Logik und doch dabei höchst anschauliche Schilderung und anziehende Belebung des Vortrags gesehen, wie sie hier vereinigt sind."
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Virchow, Rudolf: (1821 - 1902): "Die Not im Spessart" Im Winter 1851/52 brach im Spessart und in der Rhön eine Typhusepidemie aus. Obwohl man sich amtlicherseits an die negativen Erfahrungen der preußischen Regierung mit Virchow erinnerte, beauftragt man ihn dennoch mit der Untersuchung. Er fand rasch Parallelen zu Oberschlesien - Armut und mangelhafte Ernährung: "Fleisch ... hatte bei den meisten aufgehört. Brot, Butter gab es fast gar nicht, Milch sehr selten ... Einzelne hatten nur Mehl, aus dem sie unschmackhafte und kraftlose Suppen bereiteten, einzelne besaßen noch Erbsen, Linsen oder Bohnen ... Manche gebrauchten getrocknete und geröstete Gerste oder zerschnittene und gedörrte Rüben und bereiteten daraus einen Aufguss vor, der als Kaffee getrunken und dessen Satz später als Mahlzeit verspeist wurde." Virchow nannte auch das sozialreformerische "Rezept", mit dem Krankheit und Not bekämpft werden könnten: "Bildung, Wohlstand und Freiheit sind die einzigen Garantien für die dauerhafte Gesundheit eines Volkes."
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Virchow, Rudolf: (1821 - 1902): Idylle in Veitshöchheim: Virchow nutzte die Würzburger Jahre, um Land und Leute kennen zu lernen. Manchmal äußerte er allzu altruistische Wünsche, wie z. B. in Iphofen, und war dann enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt wurden: "Nicht einmal in das alte Beinhaus, den Kärner, der voll von Knochen steckt, ließ man uns hinein, wohl eingedenk, dass die Pathologen von Würzburg schon zu wiederholten Malen reiche Beute daraus nach Hause getragen haben."

     Den Herbst 1855 verbrachte der berühmte Gelehrte zusammen mit seiner Frau und den drei in Würzburg geborenen Kindern in Veitshöchheim: "Überall auf Straßen und Feldern wird das Obst abgenommen, das dieses Jahr einen außerordentlichen Ertrag gewährt. Der Wein reift und verspricht noch ein gutes Getränk zu liefern; die Stare sammeln sich zu vielen tausenden und machen ihre Exerzitien; dazu das schönste Herbstwetter, dass es eine wahre Lust ist."

     Auch Virchow bereitete seinen Aufbruch vor. Im gleichen Jahr erhielt er zwar durch den bayerischen Staat das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens vom Hl. Michael. Doch das konnte ihn nicht hindern, 1856 dem Ruf nach Berlin, an seine alte Wirkungsstätte, zu folgen.
Bibliographie



Vitalismus: (Eigengesetzlichkeit der Lebensvorgänge): Grundlagen zu seiner Theorie schuf 1700 Georg Ernst Stahl (21.10.1660 - 14.5.1734) aus Ansbach (Starobinski; Ärzte-Lex. *1659 und Fachlex. Forscher u. Erfinder).



Vitalismus: Der Pathologe Georg Eduard von Rindfleisch (15.12.1836 - 6.12.1908 Würzburg) ist einer der Begründer des Neovitalismus. Er war seit 1874 in Würzburg tätig (Lex. d. Naturwiss., Ärzte-Lex.)



Vitamin: Der Nürnberger Internist Wilhelm Stepp (20.10.1882 - 20.4.1963) entdeckte 1909 das Vitamin A. Dies brachte ihm den Beinamen "Vater der Vitaminforschung" ein. Ihm gelang 1918 erstmals die Gewinnung von Gallenblaseninhalt beim Lebenden (DBE, GBBE, Kürschner; BBB: fälschlich +1964).



Vögel: Der Nürnberger Stadtarzt Volcher (Volcker) Coiter (1534 - 2.6.1576) legte einen wegweisenden Versuch vor, die Anatomie der Vögel nach rein morphologischen Kriterien zu klassifizieren (Ber. Nürnberger, BBB).
Bibliographie



Vögel: Ferdinand Adam von Pernauer von Perney (7.11.1660 - 14.10.1731), Gut Rosenau (Rödental) bei Coburg, gilt als Begründer der wissenschaftlichen Vogelforschung (Handschuh, DBE) (auch Johann Ferdinand Adam von Pernau).

     Lit. Gründliche Anweisung alle Arten Vögel zu fangen, einzustellen, abzurichten, zahm zu machen. Nürnberg: Monath 1768. 2. Ausg. von "Angenehme Land-Lust". (Beschrieben werden u. a. Auerhahn, Kanarienvogel, Nachtigall und Rebhuhn. Die Abbildungen zeigen Fanggeräte und Käfigkonstruktionen.



Vögel: Nach Georg Wilhelm Steller (10.3.1709 - 12.11.1746) aus Bad Windsheim ist der Schopfhäher Cyanocitta Stelleri benannt.
Bibliographie



Vögel: Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, beschrieb erstmals die Fettvögel.



Vögel: Einer der besten Kenner der exotischen Kleinvögel war der bulgarische König Ferdinand Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (26.2.1861 - 14.8.1948 Coburg). Das Coburger Naturwissenschaftliche Museum besitzt mit über 80000 Vogelpräparaten die größte derartige Sammlung in Europa.



Vögel: Sebastian Pfeifer (6.11.1898 - 14.3.1982) aus Schimborn (Mömbris) bei Aschaffenburg gründete die Vogelschutzwarte Frankfurt am Main; sie wurde unter ihm zum Zentrum der Vogelkunde. 1954 gründete er die Internationale Union für Angewandte Ornithologie (Frankfurter Biogr.) Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern wurde 1909 in Bamberg gegründet.



Vögel: Seltene Vögel in Franken: Zippammer, Ortolan und Zwergohreule sind in Bayern nur noch in Unterfranken nachzuweisen, der Rotkopfwürger nur noch in Mittel- und Unterfranken, die Eiderente nur noch bei Volkach, der Brachpieper in Bayern nur noch in Franken. Das bayerische Hauptvorkommen der Nachtigall befindet sich in Mainfranken, der Schwerpunkt des Schwarzkehlchens in Unterfranken, ebenso des Steinschmätzers und des Halsbandschnäppers. Das Vorkommen der Beutelmeise im Maintal ist eines der bedeutendsten in der ehemaligen Bundesrepublik (G. Nitsche). Die Landschaft Aischgrund-Aurachtal bildet eines der "letzten weiträumigen Paradiese" für Wasser- und Sumpfvögel. Im neu angelegten Altmühlsee bei Gunzenhausen befindet sich u. a. der einzige bundesrepublikanische Brutplatz der nordosteuropäischen Pfeifente.



Volkach: berühmte Besucher: Albrecht Dürer 1520, Klaus Mann 1945 (Vogelsburg).



Völkerkunde: Der Deutschordenspriester und Ethnograph Johannes Boemus (um 1485 Aub bei Ochsenfurt - 9.6.1534 Rothenburg o. d. T.) begründete mit "Omnium gentium mores, leges et ritus" 1520 die Völkerkunde als Wissenschaft. Das Werk erschien in über 30 Auflagen, darunter in Latein, Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch (NDB). Boemus entwickelte "entscheidende Gedanken der Toleranz in ethnologischen Fragen" und unternahm damit aus humanistischer Sicht einen Vorstoß in absolutes "Neuland" (Lex. d. Renaissance). (Lebensdaten: *1485/90 - 1533/39, DBI: um 1485 - 1520, DBE: um 1465 - 1520, GBBE vor 1475 - nach 1520). (+auch 1535).



Völkerkunde: Als Begründer der modernen deutschen Volkskunde gilt der Kulturhistoriker und Novellist Wilhelm Heinrich von Riehl (6.5.1823 - 16.12.1897), der sich von 1853 bis 1856 in Thurnau aufhielt (BBB).



Völkerkunde: Der Naturforscher Philipp Franz von Siebold (17.2.1796 - 18.10.1866) aus Würzburg gründete das Ethnographische Museum in Leiden (DBE, BBB).
Bibliographie



Völkerkunde: Der Student und Assistent an der Universität Erlangen Kurt Lampert (30.3.1859 - 21.1.1918) aus Ippesheim bei Uffenheim war Mitbegründer des Ethnographischen Museums in Stuttgart (BBB, DBE, GBBE).



Völkerkunde: Karl Helm (19.5.1871 - 9.9.1960) war 1901 Mitbegründer der Hessischen Vereinigung für Volkskunde. Er ging 1919 an die Universität Würzburg (GBBE).



Völkerkunde: Wilhelm Fraenger (5.6.1890 Erlangen - 19.2.1964) war Begründer des „Jahrbuchs für historische Volkskunde“ (1925ff) und des „Jahrbuchs für Volkskunde“ (1955ff)(GBBE).



Volkshochschule: Bayerns älteste Volkshochschule besteht in Bamberg.



Volkslied: "Des Knaben Wunderhorn" 1806/08 von Clemens Brentano (9.9.1778 - 28.7.1842 Aschaffenburg) zählt zu den berühmtesten Sammlungen deutscher Volkslieder. Sie enthält laut Heine die "holdseligsten Blüten des deutschen Geistes". Von Simon Breu (15.1.1858 - 9.8.1933 Bad Brückenau) stammt das bekannte Volkslied "Im Krug zum grünen Kranze".
"Wiegenlied" aus "Des Knaben Wunderhorn"

     "Eio popeio, was rasselt im Stroh,
     Die Gänslein gehn barfuß
     Und haben keine Schuh.
     Der Schuster hats Leder
     Kein Leisten dazu,
     Kann er den Gänslein
     Auch machen kein Schuh.
     Eio popeio, schlagts Kikelchen tot,
     Legt mir keine Eier
     Und frisst mir mein Brot.
     Rupfen wir ihm dann
     Die Federchen aus,
     Machen dem Kindlein
     Ein Bettlein daraus.
     Eio popeio, das ist eine Not,
     Wer schenkt mir ein Heller
     Zu Zucker und Brot?
     Verkauf ich mein Bettlein
     Und leg mich aufs Stroh,
     Sticht mich keine Feder
     Und beißt mich kein Floh.
     Eio popeio."

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Bibliographie



Volkslied: "Der Maien, der Maien, der bringt uns Blümlein viel" (Text nach Hans Sachs). - "Es fleugt ein klein Waldvögelein" (Text Nürnberg um 1542). - "Es ist ein Schnee gefallen" (Nürnberg um 1542). - "Es sollt ein Mädlin waschen gan". - "Es steht ein Lind in jenem Tal" (Text Nürnberg 1550, andere Fassung Melodie Nürnberg um 1542). - "Gut Ritter, der reit durch das Ried" (Text Nürnberg um 1555). - "Ich weiß mir ein Maidlein hübsch und fein" und "Lieblich hat sich gesellet" (Melodie Nürnberg um 1542). - "Mir ist ein schöns braun Maidelein" (Nürnberg 1549). - "Nu schlaf, mein liebes Kindelein" (Text Nürnberg vor 1560). - "Viel Wollust (Freuden) mit sich bringet die fröhlich Sommerzeit" (Text Nürnberg 1595). - "Was noch frisch und jung an Jahren" (Melodie aus Franken).



Volkslied: "Es reit ein Herr und auch sein Knecht" (Text Nürnberg 1547). - "Tanz rüber, tanz nüber" (aus Franken). - "Bald gras ich am Neckar" (aus Franken). - "Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt" (aus Franken). - "Ei, wie so töricht ist" (aus Franken). - "Was noch frisch und jung an Jahren" (aus Franken). - "Lasst nur der Jugend ... ihren Lauf" (aus Franken). - "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" (aus Mittelfranken). - "Ade zur guten Nacht" (aus Franken und Sachsen). - "Die Gedanken sind frei" (aus Franken und Hessen; geht auf Walther von der Vogelweide zurück). - "Es lebt ein klein Waldvögelein" (aus Mittelfranken).



Volkslied: "Auf, du junger Wandersmann" (aus Franken). - "Bin ich nicht ein schöner Waidmann?" (aus Weidenbach/Mfr.) - "Das Lieben bringt groß Freud" (aus Franken und Schwaben). - "Erhebt euch von der Erde" (altfränkische Jagdweise vor 1700). - "Heut ist ein freudenreicher Tag" (aus Franken und Bayern). - "Je höher der Kirchturm" (aus Mittelfranken und Hessen). - "Schäfer, sag, wo tust du weiden?" (aus Franken). - "Schornsteinfeger fegt das Haus" (Melodie aus Franken). - "Und ich bin halt ein fröhlicher Bauer" (aus Mittelfranken). - "Vivat! Jetzt gehts ins Feld" (aus der Bayreuther Gegend). - "Was wünschen wir dem Herrn ins Haus?" (aus Mittelfranken). - "Wir sind ja die Husaren" (aus Franken).



Volkslied: Aus der Sammlung des Nürnberger Wolflein von Lochamer (um 1482 - nach 1512), um 1450/60 entstanden, gingen in deutsche Liederbücher ein: "Ach Maiden ...", "All mein Gedenken, die ich hab", "Ich fahr dahin, wann es muss sein", "Ich hätt mir auserkoren", "Ich spring an diesem Ringe". "Mein Freud möcht sich wohl mehren", "Möcht ich dein begehren", "Von Maiden bin ich ...".



Volkslied: (auch Kunstlied). Texte fränkischer Autoren: "An Schlosser hot an G'sellen g'habt" (Johann Konrad Grübel). - "Das war das Kloster Grabow" (Friedrich Rückert). - "Der Schnitzelmann von Nürnberg" (Friedrich Güll). - "Die Rose stand im Tau" (Friedrich Rückert, Melodie Robert Schumann). - "Ein jedes Band" (August von Platen, Melodie Paul Hindemith). - "Nichts kann uns rauben" (Karl Bröger). - "Wie lieblich schallt durch Busch und Wald" (Christoph von Schmid 1817).



Volkslied: (auch Kunstlied). Fränkische Komponisten: "Burgen mit hohen Mauern und Zinnen" (Franz Liszt). "Gottes ist der Orient" (Franz Liszt). - "Ist etwas so mächtig" (Valentin Rathgeber). - "Kommt, ihr Gspielen!" (Melchior Franck). - "Wann wir schreiten Seit' an Seit" (Armin Knab). - "Wohlauf, die Luft geht frisch und rein" (Valentin Eduard Becker).



Volkswirtschaftslehre: Ernst Ludwig Carl (6.2.1682 - 11.7.1743), Assessor am Kaiserlichen Landgericht in Nürnberg, begründete die Nationalökonomie (Kraus, NDB).



Volkswirtschaftslehre: Das Wort Nationalökonomie soll von Friedrich Julius Heinrich von Soden (4.12.1754 - 13.7.1831) stammen. Er hielt sich u. a. in Sassanfahrt bei Bamberg, ferner in Erlangen, Würzburg und Nürnberg auf (Biogr. Wörterb. d. dt. Gesch.)



Volkswirtschaftslehre: Karl Heinrich Rau (29.11.1792 - 18.3.1870) aus Erlangen verdanken wir die Einteilung der Nationalökonomie in Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft (BBB).



Volkswirtschaftslehre: Die "Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern" des Dinkelsbühlers Friedrich Benedikt Wilhelm von Hermann (5.12.1795 - 23.11.1868), der u. a. in Nürnberg und Erlangen tätig war, wurden "beispielhaft" für andere Länder. Hermann gilt als "Scharfsinnigster der deutschen Ökonomisten", als "Vollender der klassischen Schule" der Preislehre und als "Schrittmacher" für die Grenznutzenschule (NDB, DBE, GBBE; BBB *5.2.)



Volkswirtschaftslehre: Lujo Brentano (18.12.1844 - 9.9.1931) aus Aschaffenburg gehört zu den Führern der Kathedersozialisten. 1871 Mitbegründer: Verein für Socialpolitik (Biogr. Wörterb. d. dt. Gesch., BBB).

     Heuss als Schüler von Brentano "Ein paar Tage später saß ich mit Eugen Katz und dem Mediziner Georg Hohmann lange, lange in den Stuben des Juliusspitals und befreundete mich mit dem Bocksbeutel. Das waren schöne Stunden, als wir uns aneinander und an der größeren deutschen Zukunft erwärmten, Katz bedächtig, Hohmann entflammbar. Dabei wurde auch meine eigene, nächste Zukunft besprochen: beide redeten mir lebhaft zu, mit dem Studium in München zu beginnen. Dort könne ich alles Mögliche anfangen, neuere Sprachen, Kunstgeschichte, Philosophie, dort aber sei Lujo Brentano, und das sei das Wichtigste. Der war offenbar ihr Gott. Ich ließ mich, da die Kunstdinge schon vorher lockten, leicht gewinnen, vor diesem Altar zu opfern" (Aus "Vorspiele des Lebens" 1953).
Weiterer Text



Volkswirtschaftslehre: Georg von Schanz (12.3.1853 Großbardorf - 19.12.1931 Würzburg), der u. a. an den Universitäten Erlangen und Würzburg tätig war, gründete 1884 das "Finanzarchiv" als "erstes wissenschaftliches Fachorgan dieser Ar". Er entwickelte ferner die Reinvermögenszugangstheorie (DBE, GBBE).



Voltaire: Schriftsteller und Philosoph (Frankreich) (21.11.1694 - 30.5.1778). Aufklärerische Intention verbunden mit Kritik an Gesellschaft und Religion kennzeichnen sein umfangreiches Werk.

     Voltaire und Wilhelmine von Bayreuth Voltaire lernte Wilhelmine 1740 in Rheinsberg kennen. Damit begann eine literarisch-philosophische Freundschaft, die sich keinesfalls in Konventionen erschöpfte, und bis zum Tod der Markgräfin dauerte. Von dem vereinbarten Briefwechsel erhoffte sich Voltaire, dass er nicht "so mager sein werde, wie wir beide es sind". Auch wenn Wilhelmine gelegentlich ihrem königlichen Bruder gegenüber Distanz vortäuschte und den Franzosen "ein recht nützliches Möbel zur Entspannung und zur Belustigung nannte", wünschte sie sich doch nichts inniger als ein Zusammentreffen: "Besuchen Sie uns bald in unserem Kloster (der Eremitage) ... Seien sie überzeugt, dass die Äbtissin von Bayreuth nichts mehr ersehnt, als Bruder Voltaire von ihrer vollen Wertschätzung überzeugen zu können."

     1743 hielt sich Voltaire dann neun Tage in Bayreuth auf. Er sparte nicht mit Komplimenten und lobte - mit einem leichten Unterton von Ironie - die Residenz "als entzückenden Ruhesitz, wo man alle Annehmlichkeiten eines Hofes genieße". Später erinnerte er sich mit Vergnügen an eine Theateraufführung mit Wilhelmine und an die Festlichkeiten bei Hofe, "die Ihr dem König, Eurem Bruder, zu Ehren gabt. Damals war ich sehr glücklich. Tagtäglich war ich in der Nähe Ew. Kgl. Hoheit, sah Euch, hörte Euch, bewunderte alle Eure Fähigkeiten und Eure ganze Anmut." Und in charmanter Übertreibung: "Nie wird es wieder etwas Verehrenswürdigeres, nie etwas Liebenswürdigeres geben als Madame, die Markgräfin von Bayreuth."



Voltaire: (1694 - 1778): (Frankreich) Auch in seinen Memoiren gedachte Voltaire der "Schwester des zum Mars gewordenen Apollo" - bezeichnenderweise in einer Episode aus Wilhelmines Jugend. Ihr Bruder, der Prinz, war vor seinem Vater geflohen, wurde jedoch aufgegriffen und eingesperrt. "Der König glaubte zuerst, die Prinzessin Wilhelmine, seine Tochter, ... sei an dem Komplott beteiligt gewesen. Und da er in punkto Strafgericht nicht lange fackelte, stieß er sie mit Fußtritten aus einem bis zum Boden reichenden Fenster hinaus. Die Königin Mutter, die zu dem Schnellverfahren hinzukam, just als Wilhelmine den Sturz tun wollte, hielt sie eben noch an ihren Röcken fest. Die Prinzessin trug eine Quetschung über der linken Brust davon, die ihr zeitlebens als Beweis der väterlichen Gefühle erhalten blieb; sie erwies mir die Ehre, mir die Narbe zu zeigen."

     Von echtem Mitgefühl geprägt ist die Ode, die Voltaire der toten Markgräfin widmete:

     "Dem Meister mag es wohl, dem Genius gelingen,
     Im lauten Strom noch unversiegter Klagen
     Zu Deinem Bilde sich emporzuschwingen,
     Dass es die Enkel hehr im Herzen tragen.
     Mich bedrückt des Alters Kühle,
     Dass ich bebend, was ich fühle,
     Auszudrücken kaum vermag.
     Zitternd hab' ich nur geschrieben:
     'Die hier ruht, verstand zu lieben',
     Dir auf Deinen Sarkophag."



Vor- und Frühgeschichte: Der älteste bislang "bekannte Bayer lebte in Hunas (Pommelsbrunn) bei Hersbruck. Ein etwa 200000 Jahre alter Backenzahn von ihm wurde 1986 gefunden.



Vor- und Frühgeschichte: Der Thurnauer Reiseschriftsteller Johann Georg Keyßler (auch Keyssler) (13.4.1693 - 21.6.1743) wird als "Nestor" der Frühgeschichte gerühmt (u. a. DBE).



Vor- und Frühgeschichte: Mit dem Eichstätter Professor für Mathematik und Physik Ignatz Pickel (30.7.1736 - 17.9.1818) "eröffnet sich ein neuer Abschnitt der Erforschung" von vorzeitlichen Denkmälern (BBB, s. auch Limes).



Vor- und Frühgeschichte: Franz Anton Mayer (31.7.1773 - 4.5.1854), Pfarrer in Gelbelsee (Denkendorf) und Professor in Eichstätt, verschaffte sich wissenschaftliches Ansehen als "Pionier" der Vor- und Frühgeschichte (Scheibmayr, s. auch Limes).



Vor- und Frühgeschichte: Rudolf Virchow (13.10.1821 - 5.9.1902), von 1849 bis 1856 Professor an der Universität Würzburg, ist Begründer der neueren deutschen prähistorischen Forschung, ferner Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (u. a. BBB, s. auch eigener Artikel).



Vor- und Frühgeschichte: Der Lichtenfelser Arzt Gustav Roßbach (10.3.1843 Einberg (Rödental) - 10.12.1927) besaß eine der größten privaten vorgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands (Handschuh).




Vor- und Frühgeschichte: Die Happurg (Houbirg bei Hersbruck) ist die wohl in Deutschland "bedeutendste" vorgeschichtliche Ringwallanlage.



Vor- und Frühgeschichte: Die älteste und mächtigste Steinbefestigung nördlich der Alpen, die Heunischenburg, liegt bei Kronach; sie geht bis auf das 12. Jahrhundert vor Chr. zurück. Bei der germanischen Befestigungsanlage (um 400 nach Chr.) auf dem Reisberg (Scheßlitz) handelt es sich um die „reichhaltigste Fundstätte aus dieser Zeit in Süddeutschland“. Es könnte sich um eine burgundische Anlage handeln, in der die Recken des Nibelungenlieds König Gunter und Hagen von Tronje gegen die Hunnen kämpften.



Vor- und Frühgeschichte: Die "größte Entdeckung seit Tutenchamun" wurde 1991 in 3200 Metern Höhe zwischen Vin(t)schgau und Venter Tal (92 Meter auf italienischem Boden) von dem Nürnberger Ehepaar Helmut und Erika Simon gemacht (was inzwischen durch Südtirol bestritten wird). Der "Ötzi" getaufte, wohl ermordete, Tote ist etwa 5300 Jahre alt und gilt als "d i e archäologische Sensation unseres Jahrhunderts". Er ist der älteste Mensch, der es je auf die Titelseite des Magazins „Time“ gebracht hat. "So kommt aus der Bronzezeit ein Unbekannter zu uns, von dem wir nichts wissen und der sein ganzes Mysterium in sich bewahrt" (Julien Green: Tagebücher). Auf der berühmten Mumie soll ein Fluch liegen: Bis 2005 starben bereits sechs Menschen, die mit dem Ötzi zu tun hatten, darunter der Finder Helmut Simon (+15.10.2004).
Versuch, die Herkunft Ötzis zu erklären: "Österreicher kann er nicht sein, man hat Hirn gefunden. Italiener kann er auch nicht sein, er hatte Werkzeug dabei ... Wahrscheinlich ist er Deutscher, denn wer geht sonst mit Sandalen ins Hochgebirge" (Monika Wenzel über den „Frozen Fritz“).



Vor- und Frühgeschichte: In Alladorf (Busbach) bei Kulmbach ist erstmals in Europa ein "gestuftes Begräbnis" (9./10. Jahrhundert) nachgewiesen worden. Die Slawen gruben ihre Toten aus, zerschlugen ihre Knochen und bestatteten sie erneut.



Vorra: bei Nürnberg: berühmte Besucher: August von Platen.



Vulkanismus: Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, schuf die Vulkankunde.



Vulkanismus: Athanasius Kircher (2.5.1602 - 27.11.1680), Aufenthalt in Aschaffenburg, Professor in Würzburg, hat den Vesuv vermessen. (+ 30.10 Lex. großer Naturwiss., 28.11. Fachlex. Forscher u. Erfinder).




Varia



Vach: (Fürth):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel



Varnhagen von Ense, Karl August:
s. a. Hermann von Pückler-Muskau
Denkwürdigkeiten des eigenen Lebens 1987. Bd. 1 S. 552-567. Kommentar S. 870-75: Besuch bei Jean Paul Bayreuth 1808, Nürnberg 27.10.1808 (nur über Jean Paul) J. Paul früh am Abend: „Ich bin ein Spießbürger, die Stunde ist da, wo ich schlafen muss!“



Varnhagen von Ense, Karl August:
Tagebücher Bd. 13, S. 55ff (u. a. Banz, Staffelstein, Bamberg negativ)
in: Rahel Varnhagen 1927 (Briefwechsel) S. 46ff Karl August an Rahel Bayreuth 1808 über Jean Paul, S. 468ff Karl August an Rahel 1827 Nürnberg „Hier gefällt es mir. Däs nenn’ ich mir eine Stadt! Außer Straßburg macht diesen Eindruck mir keine andere …“
Bamberg 1856 in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 9 („herrliche Lage … heiter“)



Varnhagen van Ense, Karl August:
"Gesammelte Werke" Bd. 4 (1983): S. 77 Bayreuth, S. 80 Nürnberg, Bd. 6,2 (1983): S. 106.177 Nürnberg, S. 183 (Nürnberg, Erlangen, Bamberg, Coburg. Bd. 4, S. 77- Bayreuth 1808 (Varnhagen an Rahel) u. a. Jean Paul, z. T. negativ, „hat schon kleine Scheuleder an den Seiten, und sieht nur seine Straße vor sich“, S. 80 (Nürnberg 1808, S. 83 Schauspiel z. T. negativ („die bayerische Regierung ist wenigstens in Nürnberg wenig beliebt“), Sonett S. 85, Rahel an S. 91ff Jean Paul „Ästhetik“ und „Levana“ schlechte Bücher (negativ), Bd. 6,2 S. 106ff Nürnberg 1827 Geschichte, Bürgertum, Architektur, Mundart, Ball, S. 111 Volksfest, Albrecht Dürer, Theater (15.9.1827) S. 183ff Erlangen (Friedrich Rückert „stämmiger Hausvater“), Bamberg, schönes Land, fleißiger Anbau, „die überall ausgesäeten Kirchen und geistlichen Gründungen aller Art. Gegen Coburg hin wird die Gegend immer schöner“, Coburg S. 184 (Hof, Herzog, Rosenau)



Varnhagen, Rahel:
"Ein Frauenleben in Briefen" 3. Aufl. 1925: Karl August von Varnhagen an Rahel S. 46- Bayreuth 1808 Jean Paul „Scheuleder“S. 464– Nürnberg 1827 (großes Denkmal einer ungeheuren Vergangenheit, Gewerbefleiß, altertümliche Bauart, raue fränkische Mundart, Kirchen, Gärten, „auf der Burg möchte man wohnen“, Galerie, Albrecht Dürer, Johann Konrad Grübel, Georg Wilhelm Friedrich Hegel Varnhagen an Rahel S. 464-466)
„Briefwechsel“ Bd. 1 – 4 (1979). Bd. 1, S.. 238, Bd. 2, S. 40 ff Bayreuth, Jean Paul, Bd. 3, S. 331ff Clemens Brentano



Veilbronn: (Unterleinleiter):
(Ansicht)



Veitsbronn:
Besucher: Reisebericht: s. a. Balthasar de Monconys



Veitshöchheim:
in: Sayn-Wittgenstein, Franz zu: Der Main … S. 196-
in: Barock in Franken S. 175-
Besucher: Reisebericht: s. a. Arnim Knab, Jochen Klepper, Alfred Lichtwark, Adolph von Menzel, August von Platen, Hermann von Pückler-Muskau, Christian Friedrich Daniel Schubart?, Kurt Tucholsky
Literaturmotiv: s. a. Wolfgang Koeppen, Friedrich Schnack, Jakob Wassermann
Lyrikmotiv: s. a. Max Dauthendey
Lyrikmotiv: in: Bächler, Wolfgang: Nachtleben 1982



Verbotene Literatur:
s. a. Georg Friedrich Daumer, Ludwig Derleth, Erich Ebermayer, Paul Johann Anselm von Feuerbach, Christian August Fischer, Sebastian Franck, Leonhard Frank, Karl Ferdinand Gutzkow, Georg Philipp Harsdörffer, Wilhelm Hausenstein, Kaspar Hauser, E. T. A. Hoffmann, Karl Immermann, Joachim Heinrich Jäck, Bernhard Kellermann, Hermann Kesten, Johann Georg Keyßler, Karl Heinrich von Lang, Lautensack, Otto Ludwig, Martin Luther



Verbotene Literatur:
Thomas Münzer, Johann Philipp Palm, Oskar Panizza, Ernst Penzoldt, Johann Pezzl, Andreas Georg Friedrich Rebmann, Hans Sachs, Hartmann Schedel, Christian Friedrich Daniel Schubart, Max Stirner, Ernst Toller, Bodo Uhse, Richard Wagner, Jakob Wassermann, Wilhelm Ludwig Wekhrlin, Karl Friedrich Gottl. Wetzel (Berufsverbot), Joh. Georg August Wirth. Bayreuth (Markgrafschaft). Nachdruck, Pornographie



Verbotene Literatur:
Copernicus, Nicolaus: De revolutionibus orbium coelestium Nürnberg 1543 (1616 indiziert) in: Thesaurus librorum prohibitorum S. 250
Falkner, Georg „Saure Eier“ in: Berühmte Nürnberger S. 331
Giech, Carl von „Kniebeugung der Protestanten“ 1841 in: Unser Bayern 44 (1995), S. 10,75-



Verbotene Literatur:
Hagen, Friedrich: Norika Bd. 1. 2. u. a. Flucht 1933 nach Frankreich
Hergot, Hans: Von der neuen Wandlung eines christlichen Lebens 1527, wegen des Vertriebs 1527 hingerichtet („Kommunismus“)
Hönn, Georg Paul: Betrugslexikon Nachwort S. 13/14 2. Aufl. S. 177
Korb, Johann Georg *Karlstadt „Diarium itineris in Moscoviam" 1700 (1702 verboten) in: Bosls Bayerische Biographie S. 442



Verbotene Literatur: Lit.-Angaben
in: Houben, Heinrich H.: Verbotene Literatur … Bd. 1. 2. (1992) u. a. Bd. 1: Hermann Conradi S. 103-, Zacharias Werner S. 571-
in: Jürgensmeier, Fr.: Die Katholische Kirche im Spiegel der Karikatur 1969



Verbotene Literatur:
s. a. Wiesner, M.: Verbrannte Bücher, verfemte Dichter 1983
in: Zirnbauer, H.: Verboten und verkannt 1965
Nationalsozialismus in: Verboten und verbrannt 1983: u. a. Joseph Drexel (+1976 Nürnberg 1946 aus dem KZ Flossenbürg befreit) S. 63, Wilhelm Puff
Beham, Hans Sebald: Kupferstiche zur Säulenordnung in: Hubertus, Günther: Deutsche Architekturtheorie S. 109ff



Verbotene Literatur: Personen
Daubmann, Hans Nürnberg in: Lexikon des Buchwesens Bd. 2, S. 227
Diezel, Gustav Nürnberg u. a. „Baiern und die Revolution“ 1849 in: Berühmte Nürnberger S. 288-
Kretzschmann, Karl Th. *Bayreuth in: Bosls Bayerische Biographie S. 451
Leucht, Valentin *Hollstadt Fränkische Saale seit 1606 in Frankfurt für Bücherverbotene zuständig in: Neue deutsche Biographie Bd. 14, S. 368



Verbotene Literatur: Personen
Mendelssohn, Moses Bücher in Polen verbrannt in: Schwammberger, Adolph: Fürth von A - Z S. 261
Merkle, Sebastian in: Bosls Bayerische Biographie S. 522
Volkhart, Albrecht Christoph Alexander wegen Veröffentlichung von demokratischen Schriften 1832 zu einer Zuchthausstrafe verurteilt in: Schwammberger, Adolph: Fürth von A - Z S. 375



Verbrechen: Kriminalität:
s. a. Clemens II, Paul Johann Anselm von Feuerbach, Georg Philipp Harsdörffer, Kaspar Hauser, Peter Henlein, Adolf von Knigge, Karl Ludwig Sand (Kotzebue), (Franz Schmidt Henker), Ernst Toller. Ebrach, Eichstätt, Eichstätt (Bistum), Kipfenberg, Limmersdorf, Memmelsdorf, Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, Volkach (Maria im Weinberg). Duell, Fälschung (Urkunden), Gefängnisinsassen, Hexenprozesse, Kriminalität, Pornographie, Tagebuch (Fr. Buchholz), Verbotene Literatur



Verbrechen: Kriminalität:
in: Kosean-Mokrau, Alfred: Räuberleben – Räubersterben. Aus der Geschichte berühmt-berüchtigter Banden und Banditen 1972
Egloffstein Bischof von Würzburg Mord und Giftmord in: Würzburger Porträts S. 26-
in: Forster, Johann Paul, ein zweifacher Mörder aus dem Frankenland in: Breibeck, O. E.: Ertz-Maleficanten 1977



Verbrechen: Kriminalität:
in: Heimgarten 23 (1952), 4 Büchernarren wurden zum Mörder (Bibliophilie)
in: Hönn, Georg Paul: Betrugslexikon
in: Ernst Schubert: Arme Leute, Bettler und Gauner im Franken des 18. Jahrhunderts 1983
Friedrich August Crämer (zu lebenslanger Festungshaft verurteilt in: Bosls Bayerische Biographie S. 120
Literaturmotiv: s. a. Paul Johann Anselm von Feuerbach, Georg Philipp Harsdörffer, Kaspar Hauser, E. T. A. Hoffmann



Verbrechen: Kriminalität:
Arnold Erzbischof von Mainz Aschaffenburg 1160 ermordet in: Neue deutsch Biographie Bd. 1, S. 378
Schüttensamen, Peter Straßenräuber aus Bayreuth, der u. a. Seehof nieder brannte, 1474 hingerichtet in: Berühmte Nürnberger 44
Neuhaus (Hollfeld) in: Hollfelder Blätter 11 (1986),4
Verbrechen, Räuberbanden zwischen Nürnberg und Eichstätt in: Knigge, Adolf von: Roman meines Lebens Bd. 3.4. S. 327



Verkehr:
s. a. Victor Auburtin, Albrecht Dürer, Max von der Grün. Wege und Straßen
in: Aufseß, Hans Max von: Die Vielfalt Frankens S. 178-
in: Scherzer, Hans: Die bayerische Ostmark S. 156-



Verlag:
s. a. Göbhardt



Vershofen, Wilhelm: Bamberg:
„Und gestern bin ich …“ Lyrik Text in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 22 (u. a. Dom)
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 22
in: Lehmann, Jakob: Wagnis S. 141



Versteinerungen:
s. a. Johann Wolfgang von Goethe. Archaeopteryx, Banz, Solnhofen
Literaturmotiv: s. a. Eduard Mörike
Literaturmotiv: in: Langewiesche, Marianne: Jura-Impressionen S. 32-
Lyrikmotiv: s. a. Joseph Victor von Scheffel



Victoria: (Königin von England: Queen)
s. a. James F. Cooper (Prinz Albert), Christian Friedrich von Stockmar
in: Handbuch des nutzlosen Wissens Bd. 1 S. 170
1845 Würzburg, Coburg in: Freeden: Erbe S. 418-
s. Stanley Weintraub: Queen Victoria 1987



Victoria: (Königin von England: Queen)
s. Queen Victoria. Ein biographisches Lesebuch. 2000
„God save sweet Victoria“ (Parodie auf die englische Hymne)
in: Thea Leitner: Die Männer im Schatten 1995 (u. a. Sex)
Lyrikmotiv: Hans-Ulrich Treichel: Der einzige Gast 1999, S. 44 („Victoria and Albert Museum“)
Liebe Sex in: Georg Popp: Die großen der Liebe 1989



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein):
s. a. Johann Hermann Dielhelm, Theodor Fontane
in: Geldner, Ferdinand: Langheim S. 224-
s. a. Geldner, Ferdinand: Vankental, der ursprüngliche Name von Vierzehnheiligen 1938 Sonderabdr.
in: Sayn-Wittgenstein, Franz zu Der Main … S. 106-
Besucher: Reisebericht:, Wallfahrer s. a. Klement Alois Baader, Albrecht Dürer?, Theodor Fontane, Wilhelm Hausenstein, Gustav von Heeringen, F. Menk-Dittmarsch, Adolph von Menzel, Wilhelm Raabe, Eugen Roth



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein):
in: 100 Jahre Landkreis Staffelstein S. 69-
in: Staffelstein S. 233-
Pilgerzeichen in: Historischer Verein Bamberg: Bericht 100 (1964)
Radwandern in: Etzel, Stefan: Radurlaub in Deutschland. Genusstouren zwischen Mosel und Thüringer Wald 1991 (Balthasar Neumann S. 82 „… indem er die Kurve und immer wieder die Kurve nahm“)
Reisebericht in: Das Reiselesebuch Deutschland 3. Aufl. 1985 S. 152- U. Binder-Hagelstange



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein):
Wallfahrt Erlebnisbericht
Wallfahrt s. a. Dünninger, Josef: Im Land der Franken S. 43-
Wallfahrt in: Pilger und Wallleute in Franken S. 22- Ursprung, S. 23- Wallfahrt der Geldersheimer, 43- Niederbayern in Vierzehnheiligen
Wallfahrt in: Unbekanntes Bayern Bd. 4, S. 27-
Vierzehnheiligen in der DDR in: Preißler, Helmut: Postleitzahlen-Limericks S. 122



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein): Literaturmotiv:
s. a. Golo Mann, Wilhelm Raabe, Eugen Roth. Banz
s. Hofmann, Josef: Der Schirmherr von Vierzehnheiligen 1925
in: Seipolt, Adalbert: Und es nickte der kopflose Bischof 1988 Roman
s. a. Konrad Weiss
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein): Lyrikmotiv:
In: Cesaro, Ingo in: Kulturwarte 31 (1985), Januar
in: Graf, Alfred in: Frankenbuch 1921 S. 78-80
in: Kunze, Wilhelm in: Querschnitt durch die fränkische Dichtung der Gegenwart S. 42
in: Gisbert Kranz: Das Architekturgedicht 1998



Virchow, Rudolf:
in: Würzburger Porträts S. 88-
Spessart in: „Die Not im Spessart“ 1852 Nachdr. 1968



Viterbo, Gottfried von:
Bamberg Text in: Krischker: Bei Gott eine schöne Stadt, S. 14f
Bamberg 1191 in: Krischker: Ich habe Bamberg lieb gewonnen S. 8 (Regnitz, Dom, Kirchen)
Würzburg 1190 in: Kleinod du in Frankenlanden 9, auch in: Klein, Diethard H. (Hrsg.): Frankenfahrt mit Kutsche und Dampfbahn 1992, S. 258



Vogelbuch:
s. a. Nürnberg



Vogt, Hans:
Tonfilm Er lehrte dem Film das Sprechen in: Süddeutsche Zeitung vom 25.8.1969, Nr. 203



Voitsumra: (Weißenstadt):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel



Volkach:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Bernoulli, J. de Blainville
Literaturmotiv: s. a. Horst Krüger



Volkmannsgrün: (Schauenstein):
Besucher: Reisebericht: s. a. Harry Graf Kessler



Volkslied:
s. a. Friedrich Nicolai. Bayreuth (Umgebung), Itzgrund



Volksschauspiel:
s. a. Becher, Hans-Rudolf: Historische Volksschauspiele in Franken 1971



Voltaire:
„Über den König von Preußen“ Neuausg. 1981
in: Götz, Nik.: Das Deutschlandbild Voltaires: Voltaire lernte Wilhelmine von Bayreuth 1740 in Rheinsberg kennen; philosophisch-literarische Freundschaft bis zu ihrem Tod, Freundschaft auch mit Markgraf Friedrich. Voltaire 1743 in Bayreuth, Hof, 1754 in Colmar und Lyon mit Friedrich II und Wilhelmine zusammengetroffen



Voltaire:
Bayreuth 1743 (fälschlich 1734) s. Rückel, Gert: Literarischer Spaziergang durch Bayreuth, S. 6.8
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 26
Wilhelmine von Bayreuth in: Orieux, Jean: Das Leben des Voltaire 1985
„An Wilhelmine“ in: Im Glanz des Rokoko S. 209-
Bayreuth 1743 s. a. Voltaire/Friedrich II
Bayreuth 1743 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth, S. 85ff
Bayreuth Eremitage in: Gleichen-Rußwurm, Alexander: Im grünen Salon 1928, S. 124- Die Maske des Philosophen (Voltaire in der Eremitage)
Literaturmotiv: s. a. Wolfgang Koeppen



Vorhersagen:
Horoskope s. a. Johannes Regiomontanus



Vor- und Frühgeschichte:
"Frozen Ötzi Superstar" in "Zeit-Archäologie" 2015,II,9




Negative Stimmen



Veitshöchheim: Schloss:
„Das königliche Lustschloss bietet nicht viel Sehenswertes dar, obgleich es ein ganz angenehmer Aufenthalt sein mag und recht gut erhalten ist“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 278)



Verbrechen: Ehingen:
"Wer durch Ehingen kommt ungeschlagen,
Der kann von großem Glück sagen."
(Seidl, Helmut A.: Nürnberger Tand S. 20)



Verbrechen: Zell (Hilpoltstein):
"Die Herren von Zell,
sinds nicht im Wirtshaus,
Gehen s auf Raub aus."
(Seidl, Helmut A.: Nürnberger Tand S. 34)



Verkehr: Bamberg:
„Doch durch die schmale Einbahnstraße schießt und spritzt und dröhnt der Blechstrom; am Abend sind es vor allem die Vehikel der jungen Leute aus dem Umland, die sich zum Bamberger Bier drängen, tagsüber spürt man, dass hier eine Bundesstraße ihren Engpass hat. Der lästige Unsinn innerstädtischer Autofahrerei geht uns in Frankfurt schon lange auf den Nerv. In den engen Gassen Alt-Bambergs, wo jeder Volkswagen widerhallend rasselt und röhrt wie eine ganzes Panzerregiment, empfindet man das infernalische Elend erst richtig und weit fürchterlicher als jemals auf der Zeil“ (1973 Johannes Roth in: Predelli S. 237ff)



Verkehr: Bamberg;
„Es war bei der Ausfahrt. Wir suchten die Autobahn nach Frankfurt und fanden sie nicht: verfahren, verfranzen, die Richtung verlieren. Es schien mir eine Weile, als wenn wir wieder zurückführen. Verwirrung im Spiegelreflex: Wenn wir so weiterfahren, dachte ich, sind wir gleich wieder in Nürnberg, wo das Ganze begann. Ich will aber raus; ich habe genug“ (1975 Krüger, Horst: Ostwest-Passagen, S. 104)



Verkehr: Bayreuth:
„Es begann an der Bahnunterführung Tunnelstraße regelmäßig mit einem Stau. Die Rotampeln schalten hier im Wagnertempo, also sehr langsam, dann aber blitzartig. Man kommt meistens nicht hinüber“ (1975 Krüger, Horst: Ostwest-Passagen, S. 120)



Verkehr: Nürnberg:
„Auf meiner Reise sah ich noch viel Schönes. Das Schönste war Ulm und Augsburg, dagegen hat mir Nürnberg einen benahe schauerlichen Eindruck gemacht. Die alte Stadt mit ihrem Mittelalter und ihrer Gotik ist durch die Industrie und durch einen ungewöhnlich lärmenden Straßenverkehr ganz an die Wand gedrückt und kann nicht mehr atmen. Ich habe nie so deutlich gesehen, dass wir jenen Werken der alten Kultur gar nichts an die Seite zu setzen haben und dass uns nichts übrig bleibt als sie mit unserer vollkommen geistlosen Technik vollends zu zerstören“ (1925 in: Hesse, Hermann: Werk und Wirkungsgeschichte 1987, S. 126 Brief an Franz Schall)



Verkehr: Nürnberg:
„… alles war umbaut von einer großen, lieblosen, öden Geschäftsstadt, war umknattert von Motoren, umschlängelt von Automobilen, alles zitterte leise unterm Tempo einer andern Zeit, die keine Netzgewölbe baut und keine Brunnen hold wie Blumen in stille Höfe hinzustellen weiß, alles schien bereit, in der nächsten Stunde einzustürzen, denn es hatte keinen Zweck und keine Seele mehr … Ich sah alles nur noch in die Auspuffgase dieser verfluchten Maschinen gehüllt, alles unterwühlt, alles vibrierend von einem Leben, das ich nicht als menschlich, nur als teuflisch empfinden kann, alles bereit zu sterben, bereit zu Staub zu werden, sehnsüchtig nach Einsturz und Untergang, angeekelt von dieser Welt, müde des Dastehens ohne Zweck, des Schönseins ohne Seele“ (1925 Hermann Hesse: Nürnberger Reise, in: Krämer S. 201 und in: Fürst, S. 216f)



Verkehr: Ochsenfurt:
„In Ochsenfurt, auf dem Weg hierher, haben wir am äußersten Stadttor einen Ratsdiener gesehen, der stand da und regelte den Verkehr. Die Ochsenkutscher, die Mist karrten, streckten den linken Arm heraus, wenn sie ans Tor kamen – hier muss eine schwere Seuche ausgebrochen sein, die sich besonders an Straßenecken bemerkbar macht. Schrecklich, die armen Leute! Das kommt davon, wenn sie auf dem Broadway den Verkehr regeln“ (1927 Tucholsky, Kurt: Das Wirtshaus im Spessart)



Verkehr: Staffelstein:
„Wir fuhren nach Staffelstein. Wohlauf, die Luft geht frisch und rein. Vom Zentrum des kleinen Städtchens kann man das nicht sagen. Wir standen vor bunten, herrlichen Fachwerkhäusern. Adam Riese begrüßte uns vom hohen Sockel. Wir konnten mit ihm kein Rechenkunststück beginnen. Ein tiefes Bühnenbild der Vergangenheit, durch das dauernd Autos rasen, wie wahnsinnig. Schwere Lastwagen donnerten mit Qualm durch die Szene, vergifteten die Luft, drückten uns platt an die Hauswände. Die haben hier wohl noch nie von Fußgängerzonen gehört? fragte ich etwas verbittert“ (in: Krüger, Horst: Ostwest-Passagen, S. 102f)



Versteinerungen: Behringer, Johannes Bartholomäus: Bamberg: Naturalienkabinett:
„In einem andern Zimmer, worinnen nichts als Versteinerungen befindlich waren, sahe ich von jenen künstlichen Versteinerungen, womit Beringer, ein ehemaliger Doktor, Leibarzt und Professor in Würzburg, hintergangen wurde. Beringer war nämlich ein äußerst großer Verehrer der Versteinerungskunde. Einige seiner Zuhörer suchten daher seine feurige Einbildung und gespannten Begriffe, die er sich von diesen Produkten machte, noch dadurch zu erhitzen, dass sie auf Kalksteine, teils in die Tiefe, teils erhaben, mancherlei seltsame Dinge, als Tier und Hieroglyphen einätzten. Diese Steine vergruben sie sodann auf einem Berge bei Würzburg, und suchten alsdann ihren Lehrer nach und nach darauf aufmerksam zu machen, welches ihnen auch ganz nach Wunsch glückte. Der begeisterte Beringer suchte diese vermeintlichen Versteinerungen hastig zusammen, fing an, sie zu beschreiben, und sogar in Kupfer stechen zu lassen. Man muss sich wirklich wundern, dass Beringer diesen Betrug nicht merkte, da doch derselbe einem jeden unbefangenen Anschauer gleich beim ersten Anblick ins Gesichte fällt. Allein er schien an einer großen Schwärmerei zu kleben, weil er sogar in der Meinung stand, dass die Gestirne zur Existenz dieser Dinge mitgewirkt hätten“ (1795 Martius, Erst Wilhelm: Wanderungen, S. 9f)



Versteinerungen: Behringer, Johannes Bartholomäus:
„Um Würzburg herum fand Johannes Bartholomäus Behringer, Leibarzt des Bischofs und Universitätsnaturkundler, … Frösche, die sich begatteten, kuriose Salamander und ungeahnte Insekten, in voller Tätigkeit versteinert. Angesichts dieser Fossildokumente verlachte er die ‚Diluvianer’ und gab bekannt: ‚Endlich ist erwiesen, dass das Leben nicht aus dem Meere stammt, sondern aus steinernen Entwürfen der Schöpfung, schlagartig belebt durch Urzeugung.’ Erst der sensationelle Fund seines dito versteinerten Namens enthüllte die Herkunft der Würzburger ‚Lügensteine’: Behringers Studenten hatten die kopulierenden Steinfrösche und andere Ungehörigkeiten des Gesteins erdacht, geknetet, gebrannt und wie Ostereier in den Brüchen versteckt“ (1971 Skasa-Weiß, Eugen: Deutschland, deine Franken, S. 200f)



Versteinerungen: Eichstätt: Museum: Mayer, Franz Xaver:
„Er, der alte Mann, und ich. In dieser Welt der ungeheuren Bewegtheit und Bewegung sind wir das einzige, was sich bewegt, in dem Halbdunkel der Räume, das immer wieder aufgestört wird durch das kalte Licht einer Neonlampe. Manchmal fällt ein lateinischer Name, der mir nichts sagt. Klage, dazwischen, dass es heute fast unmöglich ist, etwas zu bekommen, schon weil man immer mehr mit Maschinen in den Steinbrüchen arbeitet; Klage, dass die Jungen keinen Sinn mehr für Versteinerungen haben, und die Amerikaner die Preise verderben“ (Langewiesche, Marianne: Jura-Impressionen 1971, S. 33)



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein): Wallfahrtskirche:
„Anco sieht in dieser Kirche eine Art königlichen Opernhauses, eine Bühne, einen Salon, in dem sich die Heiligen wie die Beter theatralisch nach den Regeln höfischer Etikette des 18. Jahrhunderts bewegen. Er findet den eigentlichen Glaubensgehalt verdrängt durch weltlichen Pomp und Vorstellungen die in frivoler Vermischung christlicher und antikischer Momente zum Ausdruck kommen. In solcher Kirche könne man nicht beten, es sei die Verirrung einer gottverlassenen Epoche“ (1934 Alvensleben, Udo von: Schlösser und Schicksale, S. 69f)



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein): (Umgebung):
„Der Spaziergang schien keine so üble Idee gewesen zu sein, nur störte ihn die Unmasse von Heiligen- und Märtyrerbildern, die er überall traf, und die blutigen Leiber und Wunden derselben riefen ihm auf peinliche Art seine eigene Leber wie seine Operation wieder und wieder ins Gedächtnis zurück. Mit Gewalt zwang er sich jedes Mal, nicht daran zu denken, aber kaum hatte er sich durch einen andern Gegenstand zerstreut, tauchte wieder, in Stein oder Holz und immer bunt bemalt, ein neues Bild vor ihm auf“ (Gerstäcker, Friedrich: Herrn Mahlhubers Reiseabenteuer Nachdr. 1980, S. 81)



Vogelfang: Fränkische Schweiz:
„Die Gebirge, meistens mit Laubholz bekleidet, sind im Frühjahr voll Nachtigallen. Man strebt ihnen fleißig nach und bringt sie als Handelsware ins Oberland, ferner nach Erlang (Erlangen) und Nürnberg“ (1793 Köppel, Johann Gottfried: Briefe Bd. 1, S. 56)



Vogelfang: Nürnberg: (Umgebung):
„Den Vögeln stellen sie aber nicht nur auf Vogelherden, durch Lockspeisen, Schlingen und Netzen nach, sondern hintergehen sie auch durch Sprenkel, deren sie zu diesem Behufe überall im Walde mehr als 200 breit haben. Aber damit fangen sie nicht nur Vögel, sondern auch Hasen, so wie auch Wiesel …“ (1521 Willibald Pirckheimer in: Klein S. 152)



Vogelhändler: Nürnberg:
„Man hört in allen Straßen Vögel, und sitzende Handwerker geben sich mit deren Erziehung ab. Die Vogelhändler aus Tirol und Schwaben rekrutieren sich hier, und schon sind manches Jahr an 10.000 Stück nach Holland und England, nach der Türkei und dem Norden gewandert. Die armen zarten Tierchen verunglücken leicht auf der Reise schon oder sterben …“ (Karl Julius Weber).



Volksfest: Bamberg:
„Das von Bamberg hat jetzt begonnen, und ich fuhr mit dem übrigen Tross auf die so genannte Theresienwiese, einen toten Anger, in dem man bis über die Knöchel im Sande watete, wie in der Berliner Hasenheide. Obgleich man vor den Staubwolken, die den ganzen Raum bedeckten, alles nur wie hinter einem Flor erblickte, so nahmen sich doch die vielen weiß und blauen Tribunen, Zelte und Fahnen sehr festlich aus“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 214f)



Volkssturm: Bayreuth:
„Am Donnerstag, den 25. Januar 1945 nachts 23 Uhr 55 verließ der Sonderzug mit dem Einsatz-Bataillon des Volkssturms den Bahnhof … Die Stimmung unter den Volkssturmmännern selbst war ausgezeichnet. Das konnten wir nicht nur in der persönlichen Unterhaltung mit ihnen feststellen, kurz bevor die Volkssturmmänner einsteigen mussten, kamen sie in Scharen auf uns zu, um uns noch einmal die Hand zu geben“ (1945 Kreisleitung Bayreuth der NSDAP Wochenbericht in: Krauss, Georg: Die oberfränkische Geschichte, S. 351)



Volkssturm: Weltkrieg II:
„Zweckmäßig wäre es, jeden Volkssturmmann ärztlich zu untersuchen. Bisher wurden nur die untersucht, die sich gesundheitlich selbst für unfähig erklärten, beim Aufgebot I und II Dienst zu tun. Darunter befanden sich wohl alle Miesmacher und Nörgler, alle die, die bei der Vereidigung mit Regenschirmen erschienen waren. Es gibt aber andererseits viele, die gesundheitlich schlecht daran sind, es aber mit ihrer Ehre nicht vereinbar finden, sich zum Aufgebot IV zu melden, die aber dann im Ernstfall nur hinderlich sind“ (1944 Oberlandesgericht in: Schütz, Hans (Hrsg.): Bamberger Berichte, S.



Voltaire: Bayreuth:
„Dem preußischen Minister Graf von Podewils rühmte er: ‚Ich habe einen Hof gesehen, wo alle Freuden der Geselligkeit und alle Genüsse des Geistes versammelt sind. Wir hatten dort Opern, Komödien, Jagden und köstliche Soupers.’ Auf wessen Kosten genoss er dies? Dachte der berühmte Mann aus Frankreich, der für die Menschenrechte kämpfte, an das Volk von Bayreuth, das unter Steuerlasten stöhnte, zu immer neuen Frondiensten gezwungen war …? Voltaire geht nicht zu Fuß, er sprang in die Kutsche, fuhr vierspännig über Erde und Staub, wurde von der Markgräfin gehetzt, hatte aus seinen Büchern vorzulesen, aus dem Manuskript seiner ‚Jungfrau’ vor den kichernden und errötenden Hofdamen, hatte Libretti zu schreiben und zu inszenieren, als Schauspieler aufzutreten in einem Naturtheater, zusammen mit Wilhelmine, … der dürre erregte Franzose, krächzend wie ein Rabe, sie schon etwas gesetzt, Landesmutter halb wider Willen, es war ein Hofskandal unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ (1975 Koeppen, Wolfgang: Berichte und Skizzen 1986, S. 190)



Vulpius, Christian August: Zitate:
„Altertum, ein grämliches Weib, welches ganz falsche Begriffe von allen Sachen hat.“
„Ehrgeiz, eine nackende Dirne, welche sich jedem überlässt, der seine Hand nach ihr ausstreckt.“
„Respekt, eine hohlaugichte Dirne, welche verliebt tut.“
„Tee, ein wässerichtes Getränk, bei welchem sich auf jeden Fall die Chineser und Holländer besser befinden als die Deutschen. Die so genannten Leute von Stande haben unter sich gewisse Zirkel eingeführt, in welchen dieses Getränke, um alle Unkosten zu ersparen, gereicht wird, und welche daher Teegesellschaften genennet werden. Die Unterhaltung in denselben ist meistenteils ebenso wässricht als das herumgereichte Getränk.“
„Unsterblichkeit, ein Dichtergut, auf welches niemand ein 6 Batzenstück borgt.“
Satiriker: „Ein Mann, der seines Lebens nicht sicher ist, weil er die Wahrheit zur Schau trägt.“



Vulpius, Christian August: Nürnberg:
„Ich kam nach Hause, u. fand den armen Vulpius auf mich warten, Erinnere doch Goethe an ihn; aus dem Menschen wird hier nichts, u. er geht verloren. Er hat mir Goethens Br. an ihn gewiesen, u. hat alle Hoffnung auf ihn gerichtet, ob ich gleich auch nicht sehe, wo man in W. mit ihm hin will“ (1788 Herder, Johann Gottfried: Briefe Bd. 9. 1988, S. 408 und in: Italienische Reise. Briefe und Tagebuchaufzeichnungen 1788 – 1789, S. 58)




Bibliographie



Virchow, Rudolf: A description and explanation of the method of performing post-mortem examinations in the dead-house of the Berlin Charité-Hospital. London: Churchill 1876 (Die Sections-Technik im Leichenhause des Charité-Krankenhauses, engl.) (BM). Dasselbe: Philadelphia: Lindsay & Blakiston 1877 (NUC).



Virchow, Rudolf: Allgemeine Störungen der Ernährung und des Blutes: Krankheiten des Bewegungsapparates bearb. von R. Virchow, J. Vogel und Stiebel. Erlangen: Enke, 1854. - XIV, 551 S. (Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie ; 1)



Virchow, Rudolf: Alttrojanische Gräber und Schädel. Berlin: Kgl. Akad. d. Wiss. 1882 (NUC).



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin. Berlin: Springer 1847ff. („Virchows Archiv“).



Virchow, Rudolf: Australier : 20 ethnographische und anthropologische Tafeln. Hamburg: Friederichsen 1902.



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Bayern, Friedrich: Untersuchungen über die ältesten Gräber- und Schatzfunde in Kaukasien. Berlin: Asher, 1885. - VIII, 60 S., XVI Taf.: Ill. (Zeitschrift für Ethnologie / Supplement ; 1885)



Virchow, Rudolf: Beiträge zur Landeskunde der Troas. Berlin: Dümmler 1879



Virchow, Rudolf: Beiträge zur speciellen Pathologie und Therapie. Erlangen: Enke 1854 (NUC).



Virchow, Rudolf: Beschrijving van de haarwormen. Utrecht: van der Post 1864 (Br).



Virchow, Rudolf: Brasilianische Indianerschädel. Berlin: Wiegandt 1873 (NUC).



Virchow, Rudolf: Cellular pathology as based upon physiological and pathological histology. London: Churchill 1860 (NUC).



Virchow, Rudolf: Cellular pathology as based upon physiological and pathological histology. New York: de Witt 1860? (NUC).



Virchow, Rudolf: Cellular-pathologie. Amsterdam: van der Post 1859 (Br).



Virchow, Rudolf: Crania ethnica Americana. Berlin: Asher 1892 (NUC).



Virchow, Rudolf: Darstellung der Lehre von den Trichinen. Berlin: Reimer 1864 (GV).



Virchow, Rudolf: Das Gräberfeld von Koban im Lande der Osseten, Kaukasus. Berlin: Asher 1883.



Virchow, Rudolf: Das neue Pathologische Museum der Universität zu Berlin. Berlin: Hirschwaldt 1901.



Virchow, Rudolf: De l’inflammation, irritation et irritabilité. Paris: Germer-Ballière 1859 (BN).



Virchow, Rudolf: De rheumate praesertim corneae. Berlin 1843. (Dissertation).



Virchow, Rudolf: Dell’educazione medica. Padova: Prosperini 1879 (CLIO).



Virchow, Rudolf: Dell’infiammazione, irritazione ed irritabilità. Neapel: Vitale 1865 (NUC).



Virchow, Rudolf: Der archäologische Congress in Tiflis 1881. Berlin: Parey 1882 (Zeitschrift für Ethnologie ; 1882) (NUC).



Virchow, Rudolf: Der erste Sanitätszug des Berliner Hülfs-Vereins für die deutschen Armeen im Felde. Berlin: Hirschwaldt 1870 (NUC).



Virchow, Rudolf: Der Spreewald und der Schlossberg von Burg: prähistorische Skizzen / von R. Virchow und W. von Schulenburg. Berlin: Wiegandt, Hempel & Parey 1880. - 31 S.: Ill., Kt.



Virchow, Rudolf: Des trichines. Paris: Ballière 1864 (BN).



Virchow, Rudolf: Die Anstalten der Stadt Berlin für die öffentliche Gesundheitspflege und für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Festschrift dargeboten den Mitgliedern der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte / von den städtischen Behörden. Red.: Rudolf Virchow . Berlin: Stuhr, 1886. - 400 S., 5 Taf.



Virchow, Rudolf: Die Aufgabe der Naturwissenschaften in dem neuen nationalen Leben Deutschlands. Berlin 1871 (NUC).



Virchow, Rudolf: Die berufsmäßige Ausbildung zur Krankenpflege auch außerhalb der bestehenden kirchlichen Organisation. Berlin 1869 (NUC).



Virchow, Rudolf: Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. Berlin: Hirschwald 1858



Virchow, Rudolf: Die Einheitsbestrebungen in der wissenschaftlichen Medicin. Berlin: Reimer 1849



Virchow, Rudolf: Die Eröffnung des Pathologischen Museums der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Berlin: Hirschwald 1899 (NUC).



Virchow, Rudolf: Die Fortschritte der Kriegsheilkunde besonders im Gebiete der Infectionskrankheiten. Berlin: Hirschwaldt 1874 (NUC).



Virchow, Rudolf: Die Freiheit der Wissenschaft im modernen Staat. Berlin: Wiegandt, Hempel & Par 1877



Virchow, Rudolf: Die Gründung der. Berliner Universität und der Uebergang aus dem philosophischen in das naturwissenschaftliche Zeitalter. Berlin: Hirschwald 1893



Virchow, Rudolf: Die krankhaften Geschwülste: 30 Vorlesungen, gehalten während d. Wintersemesters 1862 - 1863 an d. Univ. zu. Berlin. Berlin: Hirschwald (Virchow, Rudolf: Vorlesungen über Pathologie ; 2.3)
1. (1863). - XII, 543 S.: Ill. - (.. ; 2) 1863
2. (1864-65). - X, 756 S.: Ill. - (.. ; 3)
3,1. Strumen, Myome, Neurome, Angiome. - 1867. - 496 S.: Ill.



Virchow, Rudolf: Die Lehre von den Trichinen. 3., erheblich verm. und umgearb. Aufl. Berlin: Reimer 1866.



Virchow, Rudolf: Die neueren Fortschritte in der Wissenschaft und ihr Einfluß auf Medicin und Chirurgie. Berlin: Hirschwaldt 1898.



Virchow, Rudolf: Die Noth im Spessart. Würzburg: Stahel 1852. (Aus: Verhandlungen der Physikal.-Medizin. Gesellschaft ; 3)



Virchow, Rudolf: Die Sections-Technik im Leichenhause des Charité-Krankenhauses. Berlin: Hirschwald 1876. Erw. Abdr.



Virchow, Rudolf: Die siamesischen Zwillinge. Berlin: Hirschwald 1870. Separat-Abdr.



Virchow, Rudolf: Die Universitäten und die Stenographie. Berlin: Hause 1893.



Virchow, Rudolf: Die Urbevölkerung Europa's. Berlin: Lüderitz 1874



Virchow, Rudolf: Du typhus famélique et de quelques maladies voisines. Paris: Reinwald 1868 (Ueber den Hungertyphus und einige verwandte Krankheitsformen, franz.) (NUC).



Virchow, Rudolf: Gedächtnisrede auf C. Mayer. Berlin 1869.



Virchow, Rudolf: Gedächtnissrede auf Joh. Lucas Schönlein. Berlin: Hirschwald 1865



Virchow, Rudolf: Generalbericht über die Arbeiten der städtischen gemischten Deputation für die Untersuchung der auf die Canalisation und Abfuhr bezüglichen Fragen. Berlin 1873.



Virchow, Rudolf: Gesammelte Abhandlungen aus dem Gebiete der öffentlichen Medicin und der Seuchenlehre: in 2 Bänden. Berlin: Hirschwald
1. 1879. - XI, 619 S.
2. 1879. - V, 652 S., 4 gef. Bl.: Ill., graph. Darst., Kt.



Virchow, Rudolf: Gesammelte Abhandlungen zur wissenschaftlichen Medizin. Frankfurt: Meidinger 1856. (Killy).



Virchow, Rudolf: Glaubens-Bekenntniss eines modernen Naturforschers. Berlin: Staude 1873



Virchow, Rudolf: Göthe als Naturforscher und in besonderer Beziehung auf Schiller. Berlin: Hirschwald 1861



Virchow, Rudolf: Gutachten der Kgl. Wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen in Preußen betr. die Überbürdung der Schüler in den höheren Lehranstalten. Berlin 1884.



Virchow, Rudolf (Red.): Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie bearb. von Prof. Bamberger ... Redigiert von Rud. Virchow. Stuttgart: Enke
1. Allgemeine Störungen der Ernährung und des Blutes. 1854
2,2. Griesinger, Wilhelm: Infectionskrankheiten. 1857
3,2. Lehrbuch der Hautkrankheiten / von Ferdinand Hebra ... 1876. - 735 S
5,1. Krankheiten der Respirationsorgane. 1854
5,2 Lebert, Hermann: Krankheiten der Blut- und Lymphgefässe
6,1 Bamberger, Heinrich: Krankheiten des chylopoetischen Systems 1855



Virchow, Rudolf: Hygiène des écoles. Paris 1869 (BM).



Virchow, Rudolf: Infection-deseases in the army, chiefly, wound fever, typhoid, dysentery and diphteria. London: Lewis 1879 (Die Fortschritte der Kriegsheilkunde ..., engl.) (NUC).



Virchow, Rudolf: Intorno alla natura delle lesioni sifilitiche costituzionali. Neapel: Jovene 1865 (Ueber die Natur der constitutionell-syphilitischen Affectionen, ital.) (NUC).



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Jahresbericht über die Fortschritte der gesammten Medizin in allen Ländern. Erlangen: Enke 1841ff (1842ff) (auch Canstatt’s Jahresbericht ...)



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Jahresbericht über die Leistungen in der Kriegsheilkunde. Würzburg 1863ff.



Virchow, Rudolf: Johann Müller. Edinburgh: Sutherland and Knox 1858 (NUC; BM: 1959).



Virchow, Rudolf: Johannes Müller. Berlin: Hirschwald 1858



Virchow, Rudolf: Knochenwachsthum und Schädelformen, mit besonderer Rücksicht auf Cretinismus. Berlin 1858.



Virchow, Rudolf: Krieg und Frieden. Berlin 1877.



Virchow, Rudolf: La pathologie cellulaire. Paris: Baillière 1860.



Virchow, Rudolf: La patologia cellulare. Mailand: Vallardi 1865 (NUC).



Virchow, Rudolf: La syphilis constitutionnelle. ´Ed. revue, corr. ... Paris: De la Haye 1860 (Ueber die Natur der constitutionell-syphilitischen Affectionen, franz.)



Virchow, Rudolf: L’encefalita congenita. Bologna: Gamberin e Parmeggiani 1884 (CLIO).



Virchow, Rudolf: Lernen und Forschen. Berlin: Hirschwald 1892



Virchow, Rudolf: Mémorie sur l’embolie. Paris: Malteste 1860 (BN).



Virchow, Rudolf: Menschen- und Affenschädel. Berlin: Lüderitz 1870 (BM: 1866).



Virchow, Rudolf: Mitteilungen über die in Oberschlesien herrschende Typhus-Epidemie. Berlin 1848. (Killy).



Virchow, Rudolf: Morgagni und der anatomische Gedanke. 2., mit Nachtr. vers. Aufl. Berlin: Hirschwaldt 1894.



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Nachrichten über deutsche Alterthumsfunde. 1890ff.



Virchow, Rudolf: Natural science and free thought. London: Times 1877 (NUC).



Virchow, Rudolf: Neue Untersuchungen ostafrikanischer Schädel. Berlin: Kgl. Akad. d. Wiss. 1891.



Virchow, Rudolf: On famine fever and some of the other cognate forms of typhus. London: Williams and Norgate 1868 (NUC).



Virchow, Rudolf: Pathologie des tumeurs. 4 vol. Paris 1867 – 1877 (BN).



Virchow, Rudolf: Porträt-Münzen und Graf’s hellenistische Porträt-Gallerie. Berlin 1902.



Virchow, Rudolf: Post-mortem examinations. Philadelphia: Blakiston 1880 (Die Sections-Technik im Leichenhause des Charité-Krankenhauses, engl.) (NUC).



Virchow, Rudolf: Rede ... bei Berathung des Etats für die Polizei-Verwaltung. Berlin 1872.



Virchow, Rudolf: Reinigung und Entwässerung Berlins. Berlin: Hirschwaldt 1873.



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge. Berlin: Lüderitz 1866 – 1901 (NUC).



Virchow, Rudolf: Sozialismus und Reaktion. Berlin: Troitzsch & Ostertag 1878 (NUC).



Virchow, Rudolf (Bearb.): Sprockhoff, Albert: A. Sprockhoff's Grundzüge der Anthropologie: Für höhere Lehranstalten, Lehrerseminare u. Lehrer, sowie zur Selbstbelehrung für jedermann. Der Körper d. Menschen. Gliederung, Bau u. Thätigkeit seiner Organe mit bes. Berücks. d. Gesundheitslehre, sowie d. Krankenpflege u. d. ersten Hilfe bei Unglücksfällen nach von Esmarch. - 2., verm. u. verb. Aufl. Hannover: Meyer, 1892. - XVI, 292 S.: 153 Ill.u.graph.Darst.



Virchow, Rudolf: Stenographischer Bericht der Verhandlung über die Trichinen-Frage in der Versammlung des Berliner Schlächtergewerks. Berlin 1866 (NUC).



Virchow, Rudolf: Studio sulle trichine e considerazioni per la profilassi raccomandata. 3. ed. Palermo 1866 (BM).



Virchow, Rudolf: Sulla educazione medica. Napoli 1883.



Virchow, Rudolf: The cranial affinities of man and the ape. Boston: Lee & Shapard 1871 (NUC).



Virchow, Rudolf: The freedom of science in the modern state. 2. ed. London: Murray 1878 (NUC).



Virchow, Rudolf: The Huxley lecture on recent advances in science and their bearing on medicine and surgery. London 1898 (NUC).



Virchow, Rudolf: The Huxley lectures on recent advances in science and their bearing on medicine and surgery. London 1898 (BM).



Virchow, Rudolf: The injurious influences of the schools. New York 1871 (BM).



Virchow, Rudolf: The life of the trichina. o.O 1864? (NUC).



Virchow, Rudolf: The necropolis of Ancon in Peru. Berlin: Asher 1880 – 1887.



Virchow, Rudolf: The Veddás of Ceylon and their relation to the neighboring tribes. Colombo: Skeen 1888.



Virchow, Rudolf: Traumaticisumus und Infection. Berlin: Reimer 1900.



Virchow, Rudolf: Troja und der Burgberg von Hissarlik. Berlin 1880 (Deutsche Rundschau ; VI,4).
Virchow, Rudolf: Über alte Schädel von Assos und Cypern. Berlin: Reimer 1884.



Virchow, Rudolf: Über bewohnte Höhlen der Vorzeit, namentlich die Einhornshöhle im Harz. Berlin: Wiegandt 1872.



Virchow, Rudolf: Ueber das Rückenmark. Berlin: Lüderitz 1871 (BM: 1866).



Virchow, Rudolf: Ueber den Hermaphrodizismus beim Menschen. Berlin: Wiegandt 1873.



Virchow, Rudolf: Ueber den Hungertyphus und einige verwandte Krankheitsformen. Berlin: Hirschwald 1868.



Virchow, Rudolf: Ueber den Werth des pathologischen Experiments. Berlin: Hirschwald 1899.



Virchow, Rudolf: Ueber die Chlorose und die damit zusammenhängenden Anomalien im Gefässapparate, insbesondere über Endocarditis puerperalis. Berlin: Hirschwald 1872 Separat.-Abdr.



Virchow, Rudolf: Ueber die culturgeschichtliche Stellung des Kaukasus. Berlin: Reimer 1895.



Virchow, Rudolf: Ueber die Erziehung des Weibes für seinen Beruf. Berlin: Enslin 1865.



Virchow, Rudolf: Über die ethnologische Stellung der prähistorischen und protohistorischen Ägypter. Berlin: Verl. d. Königl. Akad. 1898



Virchow, Rudolf: Über die gegenwärtige kirchlich-politische Lage. Berlin: Casten 1875.



Virchow, Rudolf: Über die Heilkräfte des Organismus. Berlin: Lüderitz 1875 (BM: 1866).



Virchow, Rudolf: Ueber die Kanalisation von Berlin. Berlin: Hirschwald 1868



Virchow, Rudolf: Über die nationale Entwickelung und Bedeutung der Naturwissenschaften. Berlin: Hirschwald 1865



Virchow, Rudolf: Ueber die Natur der constitutionell-syphilitischen Affectionen. Berlin: Reimer 1859.



Virchow, Rudolf: Ueber die Sterblichkeitsverhältnisse Berlins. Berlin 1872.



Virchow, Rudolf: Über südmarokkanische Schädel. Berlin: Kgl. Akad. d. Wiss. 1886.



Virchow, Rudolf: Ueber die Urbevölkerung Belgiens. Berlin: Wiegandt 1872.



Virchow, Rudolf: Ueber die Weddas von Ceylon und ihre Beziehungen zu den Nachbarstämmen. Berlin: Kgl. Akad. d. Wiss. 1881.



Virchow, Rudolf: Ueber einige Merkmale niederer Menschenrassen am Schädel. Berlin: Kgl. Akad. d. Wiss. 1875.



Virchow, Rudolf: Ueber gewisse die Gesundheit benachtheiligende Einflüsse der Schulen. Berlin: Reimer 1869



Virchow, Rudolf: Ueber Gräberfelder und Burgwälle der Nieder-Lausitz ... Berlin: Wiegand 1872.



Virchow, Rudolf: Ueber griechische Schädel aus alter und neuer Zeit und über einen Schädel von Menidi, der für den des Sophokles gehalten ist. Berlin 1893.



Virchow, Rudolf: Ueber Hospitäler und Lazarette. Berlin: Lüderitz 1869. (BM: 1866).



Virchow, Rudolf: Über Hünengräber und Pfahlbauten. Berlin: Lüderitz 1866



Virchow, Rudolf: Ueber krankhaft veränderte Knochen alter Peruaner. Berlin 1885.



Virchow, Rudolf: Ueber Lazarette und Baracken. Berlin: Hirschwald 1871.



Virchow, Rudolf: Ueber Nahrungs- und Genußmittel. Berlin: Lüderitz 1868



Virchow, Rudolf: Über verschiedene deutsche Alterthümersammlungen ... Berlin: Wiegandt 1873.



Virchow, Rudolf: Ueber Wunder: Rede, gehalten in der ersten allgemeinen Sitzung der 47. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Breslau am 18. September 1874. Breslau 1874. 30 S.



Virchow, Rudolf: Untersuchung des Neanderthalschädels. Berlin: Wiegandt 1872.



Virchow, Rudolf: Untersuchungen über die Entwicklung des Schädelgrundes. Berlin 1857 (GV: 1856).



Virchow, Rudolf: Vergleichung finnischer und esthischer Schädel mit alten Gräberschädeln des nordöstlichen Deutschlands. Berlin: Wiegandt 1872.



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Verhandlungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Berlin 1870ff (1871ff).



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Verhandlungen der Physikalisch-Medicinischen Gesellschaft in Würzburg. Erlangen 1850ff. (1852ff).



Virchow, Rudolf: Versammlung des Schlächtergewerks. 1886.



Virchow, Rudolf: Verwaltungsbericht für das verflossene Gesellschaftsjahr. Berlin: Wiegandt 1873.



Virchow, Rudolf: Vier Reden über Leben und Kranksein. Berlin: Rimer 1862 Unveränd. Abdr. (Killy: "... Krankheit").



Virchow, Rudolf: Vorlesungen über Pathologie. Berlin: Hirschwald
1. 1862.
1. 1/4. Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. - 4., neu bearb. u. stark verm. Aufl. 1871. - XVIII, 582 S.: Ill.
2. Onkologie. 1. Hälfte. - 1863. - XII, 543 S.: Ill. 1863
3. Onkologie. 2. Theil. - 1864 - 1865. - X, 756 S.: Ill. 1865



Virchow, Rudolf (Hrsg.): Zeitschrift für Ethnologie. 1870ff.



Virchow, Rudolf: Zur Erinnerung : Blätter des Dankes für meine Freunde. Berlin: Reimer 1902.




Ortsansichten



Vach: (Fürth) Ansicht, Kupferstich von C. M. Klemann 1757, 16x22. Ki



Vach: (Fürth) Ansicht während der Belagerung 1800, Kupferstich von Taucher um 1800, 15x17. Mu



Vach: (Fürth) Darstellng von Fach, hinter welchen sich die gallobatavischen Truppen ... verschanzten". Kupferstich 1800 (in: 200 Jahre Franken in Bayern)



Veitsbronn: (Kr. Fürth) Ansicht „Veitsbrunn …“ , Kupferstich von C. M. Roth 1759, 15x26. Ki (um 1760 14,5x25, auch 16,5x26), Mu (auch um 1759)



Veitshöchheim: (Kr. Würzburg) Garten Die Parnassgruppe als Reiterstandbild Adam Friedrichs von Seinsheim, Kupferstich von François de Cuvilliés 1769. (aus der Lit. – Ausschnitt?)



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) Flugblatt zum Angriff der markgräflichen Truppen auf Velden 1627, Kupferstich von A. Albrecht um 1627, 31x28. Ki



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht aus der Vogelschau „Eigentlicher Abriß … 1627, Kupferstich von A. Albrecht um 1627, 34,7x28. Ki



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht aus der Vogelschau, Kupferstich aus: M. Merian 1648, 17x28. Ki, Mu (auch um 1648), St, Wö



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht aus der Vogelschau „Das Städtlein Veldten“, Kupferstich von Johann Alexander Boener um 1705, 14,7x19,4. Ki (auch um 1700 14,7x21,5, 13x21,5)



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht, Kupferstich von C. M. Roth 1759, 15x26. Ki (um 1760 16,5x25), Mu



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht, Stahlstich von Alex. Marx 1844, 11x16. Ki, Mu (um 1850, auch mit Wappen)



Velden an der Pegnitz: (Kr. Nürnberger Land) (Umgebung) „Inneres Ansehen einer von der Natur gebildeten Höle … die Geis-Höle genannt“, Radierung von L. Schlemmer 1800, 13,5x18. Ki



Vestenbergsgreuth: (Kr. Erlangen-Höchstadt) Ansicht, Kupferstich von F. A. Annert um 1790, 20,5x29,7. Ho, Ki



Vestenbergsgreuth: (Kr. Erlangen-Höchstadt) Ansicht, Kupferstich von J. F. Volcart (auch Volkart) um 1780, 22,5x31,5. Ki



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) Ansicht „Waare abbildung der Wallfahrt …“, Kupferstich von J. G. Seyffert Bamberg 1657, 24,7x15,4. Ki



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Wallfahrtskirche "Abbildung der Grossen walfahrt ..." Kupferstich von Azelt Nürnberg 1696 (Abb. in: Theobald Schäfer: Geschichte und Beschreibung der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. 9. Aufl. 1935)



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Ansicht mit Staffelberg rechts im Hintergrund, im Vordergrund Personen (u. a. Mönch), Stahlstich von Payne und Gray nach Ludwig Richter aus: Heeringen: Wanderungen … um 1840, 10,2x15,5. Ki (um 1845), Ri



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) „Vierzehnheiligen u. Banz“ (mit Blick ins Maintal, im Hintergrund links der Staffelberg und rechts Kloster Banz), Stahlstich von J(ohann) Poppel nach C. von (Carl) Theodori aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern um 1840, 12x17,5. Ch, Ho, Ki (um 1845 10,7x16,7, auch 12x17), Mu (um 1850), PB, Ra, St, Wö (um 1850)



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) mit Blick zum Staffelberg. Holzstich von Link um 1850, 8x10. Mu, PB



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Wallfahrtskirche Lithographie vor 1855 von Lachmüller Bamberg (Peter Götz: Langheim 1978)



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Wallfahrtskirche mit Blick zum Staffelberg, Holzstich W. Arland, um 1860, 18x27. Mu



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) und Banz, Obermaintal und Staffelberg, Holzstich aus: Über Land und Meer, von Schröder, um 1880, 16x23. Ho, MM (1872), Mu



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Wallfahrtskirche Zinkographie C. M. 1895, 11x10. Mu



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Wallfahrtskirche und Kloster umrahmt von einer Weinrankenbordüre, Zinkographie Carl Dietrich 1896, 5x13. Mu



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) Radierung M. Schnös. Ra



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) und Banz, Holzstich, 18x27. PB



Vierzehnheiligen: (Bad Staffelstein) (Kr. Lichtenfels) in Frankenthal und die Erscheinung der 14 Nothelfer, Chromolithographie. Ra



Volkach: (Kr. Kitzingen) Gesamtansicht Lithographie von A. Schleich um 1830, 14x21. Mu



Volkach: (Kr. Kitzingen) Ansicht, links am gegenüberliegenden Mainufer Astheim, Stahlstich nach Fritz Bamberger aus: Ludwig Braunfels: Die Mainufer 1847, 13x17 Ba, Ki (10,5x16,5), MM (1844), Mu (um 1850 11x16), St



Volkach: (Kr. Kitzingen) Gesamtansicht Holzstich 5x13 Mu (Zinkographie von Carl Dietrich 1896), PB



Volkach: (Kr. Kitzingen) Wallfahrtskirche auf dem Kirchberg, Holzstich von Link, 9x11. PB



Volkersberg: (Bad Brückenau Kr. Bad Kissingen) Kloster, Stahlstich von P. Walther nach Heinrich Ambros Eckert um 1835, 9,5x14,7. MR



Volkersberg: (Bad Brückenau) (Kr. Bad Kissingen) Ansicht, Holzstich. Ra



Vorra: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht „Hoffmarck Vorra“, Kupferstich von Johann Alexander Boener 1701, 17x27. Ki (1506x27), Mu (um 1701)



Vorra: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht, Kupferstich C. M. Roth 1759, 15x26. Ki (um 1760). Mu



Vorra: (Kr. Nürnberger Land) „Vorra im Feuer“, Kupferstich um 1780, 14x17,5. Ki



Vorra: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht mit Wappen, Stahlstich von Alex. Marx 1844, 10x16. Ki (um 1848), Mu (1850, auch um 1850)



Vorra: (Kr. Nürnberger Land) "In Disselbach bei Vorra", Radierung von Johann Christoph Jakob Wilder 1808, 5,4x11. Ki



Vogtland: Karte „Die Graefflich-Reussischen Herrschaften Graitz …, wie auch das Voigtländische Amt Hof Kupferstich von Johann Georg Schreiber um 1730, 17x24. Mu



Vogtland: Karte Vogtlandiae Kupferstich bei Homanns Erben um 1740 (Gebiet u. a. zwischen Oberkotzau und Hof), 48x54. Mu



Vogtland: Karte Vogtland – Erzgebirge – Frankenwald (Mittelpunkt Hof – Plauen – Zwickau), Kupferstich 1800, 25x39. Mu



Vogtland: Karte „Vogtlandiae“ (mit Hof und Rehau), Kupferstich P. D. Longolius. Ra




Bücherverzeichnis



Vögel: s. auch Vogel:



Vom Urstrom zum Kanal : zur Geschichte der Regnitz im Bamberger Raum
ZA DINA4: 193
Orte: Bamberg (Umgebung): Regnitz:
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Vesper, Will:
Die Wanderung des Herrn Ulrich von Hutten : ein Tagebuch-Roman:
Gütersloh 1943
Personen: Hutten, Ulrich von:
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Vollmann, Rolf:
Das Tolle neben dem Schönen: Jean Paul : ein biographischer Essay
München 1978
Personen: Paul, Jean:



Vorpahl, Renate:
Der Umzug auf's Land oder die fränkische Nase in Kunst und Natur
Schweinfurt 1983
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Vesper, Will:
Tristan und Isolde, Parzival
München 1935
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Vogellehner, Dieter:
Pflanzendarstellungen in Wissenschaft und Kunst : Ausstellungskatalog
Freiburg i.Br. 1984
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Vasold, Manfred:
Geschichten aus Frankens Geschichte
Hof 1989
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Vogel, Hans:
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Valentin, Hans E.:
Bayernbuch : hundert bayerische Autoren eines Jahrtausends
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Vollrath, Heinrich:
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Varnhagen, Rahel:
Briefwechsel
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Vom Land im Gebirg zur Fränkischen Schweiz : eine Landschaft wird entdeckt
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Vollet, Hans:
Abriss der Kartographie des Fürstentums Kulmbach-Bayreuth
Kulmbach 1977
Orte: Kulmbach-Bayreuth (Fürstentum): Giech (Grafschaft):
Personen: Rotenhan, Sebastian von: Cassini, Cesar François:
weitere Stichwörter: Karten: Ebstorfer Weltkarte:



Vollet, Hans:
Weltbild und Kartographie im Hochstift Bamberg
Kulmbach 1988
Orte: Bamberg (Hochstift): Giech: Scheßlitz: Hauptsmoorwald: Geisfeld: Wiesentfels: Sachsendorf: Klosterlangheim: Steinfeld: Stadelhofen: Unterleinleiter: Frensdorf: Ebermannstadt: Banz: Bamberg:
Personen: Heinrich II. (dt. Kaiser): Schedel, Hartmann: Schöner, Johann: Zweidler, Peter: Roppelt, Johann Baptist:
weitere Stichwörter: Karten: Domschule: Dombibliothek: Bibliothek: Schule: Ebstorfer Weltkarte: Schedelsche Weltchronik: Stadtplan: Globus: Wald:



Voit, Gustav:
Bilderchronik der Burg Streitberg : 1749 - 1928 (Markt Wiesenttal, Oberfranken)
Nürnberg 1989
Orte: Streitberg:
weitere Stichwörter: Burgen: Ansichten:



Voit, G.: Rüfer, W.:
Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz : auf den Spuren des Zeichners A. F. Thomas Ostertag
Ebermannstadt 1984
Orte: Fränkische Schweiz: Arnstein: Bärnfels: Betzenstein: Egloffstein: Ermreuth: Forchheim: Freienfels: Burggaillenreuth: Giechburg: Gößweinstein: Gräfenberg: Greifenstein: Gunzendorf: Hagenbach: Hiltpoltstein: Hundshaupten: Jägersburg: Kleinziegenfeld: Kohlstein: Kühlenfels: Kunreuth: Leienfels: Neideck: Neidenstein: Neuhaus an der Aufseß: Niesten: Oberaufseß: Plankenfels: Pottenstein: Pretzfeld: Rabeneck: Rabenstein: Regensberg: Rotenstein: Sanspareil: Schellenberg: Senftenberg: Sankt Moritz: Streitberg: Thuisbrunn: Truppach: Tüchersfeld: Unteraufseß: Unterleinleiter: Veilbronn: Waischenfeld: Weiher: Wichsenstein: Wiesentfels: Wiesenthau: Wildenfels: Wolfsberg: Wolkenstein: Wüstenstein:
weitere Stichwörter: Burgen: Schloss:



Vollmar, Bernd:
Die deutsche Palladio-Ausgabe des Georg Andreas Böckler Nürnberg 1698 : ein Beitrag zur Architekturtheorie des 17. Jahrhunderts
Diss. Erlangen 1983
Personen: Palladio, Andrea: Böckler, Georg Andreas:
weitere Stichwörter: Architekturtheorie: Architektur:



Valentiner, W. R.:
The Bamberg Reiter : studies of mediaeval German sculpture
Los Angeles 1956
Orte: Bamberg: Magdeburg:
Personen: Ekbert (Bischof von Bamberg):
weitere Stichwörter: Bamberger Reiter: Reiterstandbild: Plastik: Dom:



Vogt, Manfred:
Damwildgerichte - Leckerbissen für Kenner
Friesen o. J.
weitere Stichwörter: Kochbuch: Damwild:



Viebig, Johannes:
Die Lorenzkirche in Nürnberg
Königstein o. J.
Orte: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Lorenzkirche: Bildband:



Veit, Ludwig:
Handel und Wandel mit aller Welt : aus Nürnbergs großer Zeit
München 1960
Orte: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Handel: Geschichte: Markt: Messe:



Voltaire:
Über den König von Preußen : Memoiren
Frankfurt 1981
Personen: Friedrich der Große: Voltaire:
weitere Stichwörter: Biographie:



Vulpius, Christian August:
Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann : eine romantische Geschichte in drei oder neun Büchern
München 1964
weitere Stichwörter: Räuberroman:



Verein Deutscher Bibliothekare:
Jahrbuch der deutschen Bibliotheken. Bd. 54 (1991)
Wiesbaden 1991
Orte: Amorbach: Ansbach: Aschaffenburg: Bamberg: Bayreuth: Coburg: Eichstätt: Erlangen: Fürth: Münsterschwarzach: Nürnberg: Pommersfelden: Schweinfurt: Thurnau: Würzburg:
weitere Stichwörter: Bibliothek:



Vulpius, Wolfgang:
Christiane : Lebenskunst und Menschlichkeit in Goethes Ehe
Weimar 1959
Personen: Vulpius, Christiane: Goethe, Johann Wolfgang von:
weitere Stichwörter: Biographie:



Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine:
Frischauf – und Europa unter die Füße nehmen
Saarbrücken 1988 (Deutsches Wandern)
Orte: Jerusalem: Bamberg:
Personen: Rückert, Friedrich:
weitere Stichwörter: Wandervereine: Umweltschutz: Wallfahrer:



Vom Main zum Jura : heimatgeschichtliche Zeitschrift für den Landkreis Lichtenfels
Lichtenfels H. 5 (1988)
Orte: Lichtenfels (Lkr.): Staffelberg: Österreich: Vierzehnheiligen: Zapfendorf: Lichtenfels:
Personen: Adelgundis (hl.): Rathgeber, Valentin: Kohn, Samuel:
weitere Stichwörter: Brunnen: Wallfahrtskirche: Marienerscheinung: Juden:



Vollet, Hans:
Die militairische Karte des Fürstenthums Bayreuth oberhalb des Gebirgs 1799
Frankenland 1985,6 (in Schuber)
Orte: Bayreuth: (Fürstentum):
weitere Stichwörter: Karten:



Veh, Frieda Maria:
Zur Geschichte von Mehlmeisel
Fränkischer Heimatbote 13 (1980),6 Ablage
Orte: Mehlmeisel:
weitere Stichwörter: Geschichte:



Veh, Frieda Maria:
Die Glasfabrikation im Fichtelgebirge
Fränkischer Heimatbote 14(1981),5 Ablage
Orte: Fichtelgebirge:
weitere Stichwörter: Glasfabrikation:



Veh, Frieda Maria:
Vom Wald und Bodenschätzen geprägt (Fichtelgebirge)
Fränkischer Heimatbote 15(1982),6 Ablage
Orte: Fichtelgebirge:



Vetterlein, H.-R.:
Napoleon strich die Leibeigenschaft
Aus der fränkischen Heimat 1979,9 Ablage
weitere Stichwörter: Leibeigenschaft:



Vollet, Hans:
Die militairische Karte des Fürstenthums Bayreuth von 1799
Aus der fränkischen Heimat 1986,1 Ablage
Orte: Bayreuth: (Fürstentum):
weitere Stichwörter: Karten:



Vonolfen, Wilhelm: Piel, Erich: Seifert, Peter:
Der Weg zum Reich
Berlin 1944 (Dortmund) (Aus Heimat, Reich und Welt: Lehr- und Lernbücher für Volksschulen)
Personen: Hitler, Adolf:
weitere Stichwörter: Franken (Stamm): Weltkrieg I: Weltkrieg II: Nationalsozialismus: Schulbuch: Geschichte:



Vor 500 Jahren: Fränkischer Reichskreis
ZA 1,6
Orte: Franken:
weitere Stichwörter: Fränkischer Reichskreis:



Vor 175 Jahren: Einweihung der Kettenbrücke (Lithographie)
ZA 1,28
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Kettenbrücke: Ansicht:



Vanselow, Gerd:
Ein Lager für die SS (Pottenstein)
ZA DINA4: 177
Orte: Pottenstein:
weitere Stichwörter: SS: Nationalsozialismus: KZ-Außenlager:



Vom Urstrom zum Kanal : zur Geschichte der Regnitz im Bamberger Raum
ZA DINA4: 193
Orte: Bamberg (Umgebung): Regnitz:
weitere Stichwörter: Kanal:



Voll Bewunderung und Staunen : Reisende in Bayern
ZA DINA4: 205
weitere Stichwörter: Reiseberichte:



Vor 100 Jahren geboren: Der Vater des „Wirtschaftswunders“
ZA 147
Personen: Erhard, Ludwig:
weitere Stichwörter: Wirtschaft:



Vier Monate lang: Bamberg als Regierungssitz
ZA 235
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Geschichte: Regierungssitz:



Vor 100 Jahren geboren: Bodo Uhse
ZA 259
Personen: Uhse, Bodo:
weitere Stichwörter: Literatur:





Korrekturen, Ergänzungen?


© Hans Baier 2017