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Anfangsbuchstabe: Q




Lexikon des Landlebens



Quelle: Redensarten: Aus sicherer/zuverlässiger/trüber Quelle schöpfen. Die Quelle ist versiegt. Quell der Freude, des Lebens. Für eine Wohltat so groß wie ein Wassertropfen gib zum Dank eine sprudelnde Quelle zurück (China). Ihr Mundwerk sprudelt wie die Quelle bei der Schneeschmelze.
Sprichwörter: Sobald die kleine Quelle versiegt, trocknet der große Strom aus (Japan). Wenn du Wasser trinkst, denke an die Quelle (China). Wer an der Quelle sitzt, der segnet sich zuerst. Literaturquelle, "Quelle" (Versandhausfirma). Quelle (Ursprung einer Nachricht, Herkunft einer Ware, Geschichtsquelle, Literaturquelle, Nahrungsquelle, Quellenangabe, Quellenforschung, Quellenkritik, Quellgeister). Quellen, aufquellen (sich vergrößern), Quellensteuer, Quellfauna/Quellflora, Quellkuppe (Lavakuppe), Quellmehl (Backmittel), Quellung, Quellwolke (Haufenwolke). Pflanzennamen: Quellkraut (Löffelkraut).



Quelle: Sprüche: "Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu viel aus ihnen schöpft" (Demosthenes). Aus dieser Quelle trinkt die Welt (Mineralwasserwerbespruch). "Die meisten Quellen sind mit dem Flusslauf nicht einverstanden" (Jean Cocteau). "Lieber an einer Quelle als vor einer Mündung stehen" (Militärjargon). "Zu den Quellen gelangt man gegen den Strom" (Stanislaw Jerzy Lec).



Quelle: Vergleiche: "Die Entstehung des Lebendigen begibt sich stets im Verborgenen – alle Quellen, die unsere Erde tränken, strömen von innen" (Gertrud von LeFort). "Die ganze Schöpfung wird zur Quelle des Reichtums, wenn du verstehst sie zu verkaufen" (Andrew Carnegie). "Die Quelle unserer Unzufriedenheit liegt in unsern stets erneuerten Versuchen, den Faktor der Ansprüche in die Höhe zu schieben" (Arthur Schopenhauer). "Die Weisheit ist ein Quell, je mehr man aus ihr trinkt, / Je mehr und mächtiger sie wieder treibt und springt" (Angelus Silesius). "Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens" (Friedrich Hebbel). "Gott liebt es, wenn seine Quellen rauschen. Aber niemand weiß, welche Art Mühlen er damit antreibt" (Karl Heinrich Waggerl). "Nachdenken - es enthält eine unerschöpfliche Quelle von Trost und Beruhigung" (Novalis). "Sonderbar, sehr sonderbar: So viele Quellen! Und dennoch so trocken" (George Bernard Shaw über einen Geschichtsvortrag). "Ungewissheit allein ist die Quelle romantischer Empfindungen!" (Oscar Wilde). "Unsere Gedanken sind die Quellen und die Flussbette unserer Taten" (Prof. Querulix). Schimpfwort: Quellgebiet (Vagina).



Quelle: In der Literatur: Agnes Miegel "Die Quelle" (Erzählung).
Im Gedicht: S. auch Heide. Adelbert von Chamisso "Die Quelle". Matthias Claudius "An eine Quelle". Martin Greif "An den Quellen". Johann Gottfried Herder u. a. "Die Quelle" und "Die versiegte Quelle" (aus dem Griechischen). Georg Heym "Die Quelle". Ludwig Christoph Heinrich Hölty "An eine Quelle". Friedrich von Matthisson "Die Felsenquelle" und "Lauras Quelle". Friedrich Müller "Eine kleine Quelle". Novalis "Die Quelle". Friedrich Rückert "Die drei Quellen" und "Die Quelle in der Wüste". Christoph von Schmid "Das Vergissmeinnicht an der Quelle. Gustav Schwab "An der Quelle". Ludwig Tieck "Die Quellen". Frank Wedekind "Waldweben" ("Zwischen duftigen Büschen / Stieß ich auf einen Quell …") William Wordsworth "The fountain".



Quelle: Im Film/Filmtitel: u. a. s. auch Kuckuck "Die Quellen" (1973). "Eine verschüttete Quelle" (1973). "Klare Quellen" (1978 Kinderfilm).
In der Malerei: u. a. Paul Cézanne "Fluss bei der Brücke der drei Quellen" (1906). Gustave Courbet "Die Quelle" (1864/1868). Albrecht Dürer "Quelle im Wald" (Zeichnung). Paul Gauguin "Geheimnisvolle Quelle? (Pape moe)" (1893). Jean Auguste Dominique Ingres "Die Quelle" (1856). Edvard Munch "Quelle" (1911). Auguste Renoir "Nymphe an der Quelle" (um 1882).
Im Lied: "Die Silberquelle" (Johann Gottfried Herder).





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© Hans Baier 2017