Bibliographie

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Aktenmäßige Darstellung merkwürdiger Verbrechen. Gießen: Heyer 2 Bände 1828/29. (Killy). Mit diesem Werk wurde Feuerbach zum "Klassiker der Kriminalliteratur", dessen "Lebensarbeit in die schöne Literatur hineinragt" (G. Radbruch).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Aktenmäßige Darstellung neuer merkwürdiger Criminalrechtsfälle. Gießen: Heyer (GV).
1. 1827.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Anti-Hobbes oder über die Grenzen der höchsten Gewalt und das Zwangsrecht der Bürger gegen den Oberherrn. Erfurt und Gießen 1798. (Killy)

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Betrachtungen über das Geschwornen-Gericht. Landshut: Krüll 1813.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Betrachtungen über die Öffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege.
1. Gießen: Heyer 1821.
2. Über die Gerichtsverfassung und das gerichtliche Verfahren Frankreichs. Gießen 1825. (Killy).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Blick auf die deutsche Rechtswissenschaft. München: Fleischmann 1810.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Caspar Hauser. Boston: Allen and Ticknor 1832 (NUC).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Caspar Hauser. London: Simpkin and Marshall 1833 (NUC).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Civilistische Versuche. Gießen: Taschen und Müller
1. 1803.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: De causis mitigandi ex capite impenditae libertatis. Jena: Etzdorf 1799 (GV: Dissertation).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Die hohe Würde des Richteramtes. Nürnberg: Monath 1818 (GV: 1817).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Die Weltherrschaft, das Grab der Menschheit. Nürnberg: Schrag 1814

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Eine längst entschiedene Frage über die obersten Episcopalrechte der protestantischen Kirche, von neuem erörtert. Nürnberg: Riegel und Wiessner 1823.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Einige wichtige Actenstücke den unglücklichen Findling Caspar Hauser betreffend. Berlin: Dümmler 1831.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Entwurf eines Gesetzbuchs über Verbrechen und Vergehen für das Königreich Baiern. München: Giel 1810.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Erklärung über seine angeblich geänderte Überzeugung in Ansehung der Geschwornen-Gerichte. Erlangen: Palm & Enke 1819.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Kaspar Hauser : Beispiel eines Verbrechens am Seelenleben des Menschen. Mit Portrait Hausers. Ansbach: Dollfuß 1832.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Kaspar Hauser. Amsterdam: ten Brink & de Vries 1832 (NUC).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Kaspar Hauser. London 1832 (NUC).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Kleine Schriften vermischten Inhalts. Nürnberg: Otto 1833. Enthält juristische und politische Schriften. Unter anderem über "die hohe Würde des Richteramts"; über Geschworenengerichte; über Religionsbeschwerden der Protestanten in Bayern, ferner "Ist denn wirklich Carl der Große im Jahr 793 von Regensburg aus, durch den Altmühlgraben, zu Schiff nach Würzburg gefahren?"

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Kritik des Kleinschrodischen Entwurfs zu einem peinlichen Gesetzbuche für die Chur-Pfalz-Bayerischen Staaten. Gießen: Taschen und Müller 3 Teile 1804. (Killy).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Kritik des natürlichen Rechts als Propädeutik zu einer Wissenschaft der natürlichen Rechte. Altona: Verl.-Ges. 1796.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Lehrbuch des gemeinen in Deutschland gültigen peinlichen Rechts. Gießen: Heyer 1801. (Killy)

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Merkwürdige Criminal-Rechtsfälle. 2 Bde. Gießen: Taschen und Müller 1808 - 1811. (Killy).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Philosophisch-juridische Untersuchung über das Verbrechen des Hochverraths. Erfurt: Henning 1798.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Revision der Grundsätze und Grundbegriffe des positiven peinlichen Rechts. 2 Teile. Erfurt: Henning 1799 - 1800. (BM: Teil 2: Chemnitz)

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Strafgesetzbuch für das Königreich Baiern. München: Allgemeines Regierungsblatt 1813. 1. Ausgabe.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Themis oder Beiträge zur Gesetzgebung. Landshut: Krüll 1812 (Killy)

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Über die einzig möglichen Beweisgründe gegen das Daseyn und die Gültigkeit der natürlichen Rechte. Leipzig und Gera: Heinsius 1795.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Über die Gerichtsverfassung und das gerichtliche Verfahren Frankreichs siehe Betrachtungen über die Öffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege. Bd. 1.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Über die Strafe als Sicherungsmittel vor künftigen Beleidigungen des Verbrechers. Chemnitz: Taschen 1800.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Ueber die Unterdrueckung und Wiederbefreiung Europens. München: Stöger 1813.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Über Philosophie und Empirie in ihrem Verhältnisse zur positiven Rechtswissenschaft. Landshut: Attenkover 1804 (GV: Thomann).

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Vorträge über merkwürdige Criminalrechts-Fälle. 2 Bände. Gießen: Tasché und Müller 1808 – 1810.

Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Was sollen wir? Worte an das baierische Volk. München: Fleischmann 1813.

Anmerkungen:

Strafgesetzbuch für das Königreich Baiern. Es steht am Anfang der heutigen Strafgesetzgebung und basiert auf der von Feuerbach begründeten Strafrechtsdogmatik (mit dem generalpräventiven Strafbegriff). Von großem Einfluß auf die gesamte deutsche Strafgesetzgebung des 19. Jahrhunderts. Die bisherigen Sittlichkeits- und Religionsdelikte werden erheblich reduziert. Strafen erhalten eine teilweise neue Begründung und eine prägnante Formulierung: "Jede Zufügung einer Strafe setzt ein Strafgesetz voraus (nulla poena sine lege)", "die Zufügung einer Strafe ist bedingt durch die Existenz der bedrohten Handlung (nulla poena sine crimine)" und "das gesetzlich bedrohte Factum ... ist bedingt durch die gesetzliche Strafe (nullum crimen sine poena legali)".

Ueber die Unterdrueckung und Wiederbefreiung Europens. Eine von 3 Varianten im Jahr der Erstausgabe. Diese Flugschrift wurde unmittelbar nach der Völkerschlacht bei Leipzig (Oktober 1813) gedruckt und konnte in Bayern, aufgrund des Bündnisses mit Frankreich, "nur durch eine Überlistung der Zensur" erscheinen. Napoleon wird verurteilt, allerdings ohne den damals in Deutschland weit verbreiteten Franzosenhaß. Feuerbach vertrat die Ansicht, daß die alte absolutistische Ordnung an ihrer innerer Schwäche zugrundegegangen sei und rief nach einem modernen Verfassungsstaat. - Von der vorliegenden Ausgabe gibt es eine Variante ohne Verfasserangabe; die Schrift kam im selben Jahr bei Finsterlin in München mit der Verlagsbezeichnung "Deutschland" heraus.


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