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Anfangsbuchstabe: P

1. Fränkische Superlative  [Info] (506 Treffer)
2. Varia  [Info] (160 Treffer)
3. Negative Stimmen  [Info] (217 Treffer)
4. Bibliographie  [Info] (165 Treffer)
5. Ortsansichten  [Info] (95 Treffer)
6. Bücherverzeichnis  [Info] (214 Treffer)



Fränkische Superlative



Pädagogik: Zitate: „Die Pädagogik ist die Kunst, die Menschen sittlich zu machen“ (Georg Wilhelm Friedrich Hegel).



Pädagogik: Der "Renner" des Hugo von Trimberg (um 1230/1235 - 1313) aus Oberwerrn? (Niederwerrn) bei Schweinfurt, Rektor am St. Gangolfstift Bamberg, stellt die umfangreichste mittelhochdeutsche Lehrdichtung und das "erste große pädagogische Werk in Deutschland" dar (Reiser). Das lateinische Hauptwerk "Registrum multorum auctorum" gilt als die "beste Schulliteraturgeschichte" des Mittelalters (H. Miekisch) (auch Niederwerrn, Lebensdaten auch +1330; Killy: nach 1230 - nach 1313).
Zitat: "Wer reden und auch schweigen kann, zur Zeit, der ist ein weiser Mann".



Pädagogik: Einer der bedeutendsten Pädagogen seiner Zeit war der in Bamberg geborene Joachim Camerarius d. Ä. (12.4.1500 - 17.4.1574) (u. a. BBB).
 
Bibliographie



Pädagogik: Der Pädagoge Johann Baptist Graser (11.7.1766 Eltmann - 28.2.1841 Bayreuth), der u. a. in Bamberg und Würzburg tätig war, eilte mit der Idee des Gesamtunterrichts seiner Zeit weit voraus. Er förderte vor allem die Taubstummenbildung (Brockhaus, DBE).



Pädagogik: Karl Ludwig Roth (7.5.1790 - 6.7.1868), der von 1821 bis 1843 in Nürnberg lebte, war der profilierteste Pädagoge des Neuhumanismus (Bayer. Städtebuch, BBB).



Pädagogik: Der Politiker und Pädagoge Friedrich von Beust (9.8.1817 - 6.12.1899) aus Amorbach führte die von Karl Fröbel gegründete Erziehungsanstalt in Hottingen weiter. Er war berühmt wegen seiner "Lehr- und Beschäftigungsmittel" (NDB, DBE) (auch +1898).



Pädagogik: Georg Kerschensteiner (29.7.1854 - 15.1.1932), der "Pestalozzi des 20. Jahrhunderts", der u. a. in Nürnberg, Würzburg und Schweinfurt tätig war, gilt als Schöpfer der "staatsbürgerlich gerichteten Bildungstheorie", ferner als führender Vertreter der Arbeitsschule. 1906 gründete er den Bayerischen Volksbildungsverband. Namengebend: Multimedia-Lehrsystem "Kerschensteiner" der Universität Bamberg (u. a. DBE, BBB).



Pädagogik: Die Pappenheimerin Bertha Kipfmüller (28.2.1861 - 3.3.1948), die sich u. a. in Ansbach und Nürnberg aufhielt, promovierte 1899 als erste Frau Bayerns. Sie ist eine der ersten Frauen, die den doppelten Doktortitel erhielt. Mitbegründerin: Allgemeiner Deutscher Lehrerinnenverein (u. a. Stadtlex. Nürnberg, GBBE).



Pädagogik: Nationalsozialismus. Hans Schemm (6.10.1891 - 5.3.1935) aus Bayreuth gründete (1929 in Hof) und leitete den NS-Lehrerbund. 1935 kam er beim Absturz einer Messerschmitt M-35 auf dem Flugplatz Bayreuth-Laineck ums Leben. Hitler kam zu seiner Beerdigung (DBE; BBB: +1.3.)



Paläontologie: Die ältesten Tier- und Pflanzenreste überhaupt, vor ca. 530 Millionen Jahre entstanden, entdeckte man im Frankenwald. Ein Knochen des größten, 500 Millionen Jahre alten Dinosauriers Bayerns wurde 1834 bei Nürnberg gefunden. In Würzburg fanden sich Hinweise auf den ersten Menschen in Deutschland (400000 v. Chr.) (Reiser). Der Würzburger Schalksberg stellt die "einzige autochthone Fundstelle einer Altpleistozänfauna" dar. Hier lebte der größte Wolf der Erdgeschichte (E. Rutte). Im Schweinfurter Becken wurde ein Hirsch entdeckt (70000 v. Chr.) mit dem bis jetzt größten Geweih (3 Meter) (Reiser).



Paläontologie: In Möhren (Treuchtlingen) fand sich das älteste Flughörnchen Europas. Es lebte vor ca. 25 Millionen Jahren.



Paläontologie: Der Bayreuther Georg zu Münster (17.2.1776 - 23.12.1844), der u. a. in Ansbach tätig war, besaß die bedeutendste paläontologische Privatsammlung seiner Zeit. Nach ihm benannt sind "zahlreiche" Gattungen und Arten von Fossilien, u. a. Muensteroceras und Muensterella (Tintenfisch). Er begründete 1839 die "Beiträge zur Petrefaktenkunde" (DBE, GBBE).



Paläontologie: Die wissenschaftliche Paläontologie begründete der Erlanger Professor und "Nestor der Geologie" Georg August Goldfuß (18.4.1782 - 2.12.1848) aus Thurnau, ab 1808 in Hemhofen bei Höchstadt. Ab 1818 Aufbau der naturwissenschaftlich-paläontologischen Sammlung in Bonn. Er führte 1818 den Begriff "Protozoa" ein (u. a. Jahn, Lex. d. Naturwiss., GBBE: +2.10. s. auch Höhlenforschung).



Paläontologie: Johann Lukas Schönlein (30.11.1793 - 23.1.1864) aus Bamberg sammelte fossile Pflanzenreste und entdeckte neue Arten, die seinen Namen tragen, u. a. den gigantischen Schachtelhalm (Lex. d. Naturwiss. +1865; Ärzte-Lex. +22.1.)
 



Paläontologie: Joseph Georg Egger (24.12.1824 - 22.3.1913), u. a. 1881 Bayreuth, beschrieb „zahlreiche“ neue Arten (GBBE).



Paläontologie: Den Namen des Eichstätters Franz Xaver Mayr (21.2.1887 - 21.6.1974) tragen mehrere Fossilien. Ein Exemplar des berühmten Archaeopteryx wurde von ihm 1951 für das Bischöfliche Seminar "angekauft" (man sagt gegen Lesung einiger Messen, NDB, GBBE).
 



Paläontologie: Erich Kempcke (20.10.1900 - 16.7.1963) aus Marktredwitz fand ab 1953 in der Umgebung von Weilheim die umfangreichste Fauna Europas. Die Fossilie "Phyllodermia Kemckei" ist nach ihm benannt (J. Weinmann).



Palmen: Carl Friedrich Philipp von Martius (17.4.1794 - 13.12.1868) aus Erlangen schrieb mit" Historia naturalis palmarum" 1823ff. das Standardwerk der Palmenforschung. Alexander von Humboldt stellte fest: "Solange man Palmen nennt und Palmen kennt, wird auch der Name Martius mit Ruhm genannt werden" (ADB).



Panamakanal: Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, gilt als "Initiator" des Panamakanals.



Panamakanal: Die geologische und topographische Aufnahme des Isthmus durch den Bayreuther Moritz Wagner (3.10.1813 - 31.5.1887) bildete die Grundlage für Ferdinand von Lesseps' Kanalprojekt.



Papier: Ulmann Stromer (6.1.1329 - 13.4.1407) errichtete 1389/90 in Nürnberg die erste komplette deutsche Papiermühle. Er war einer der ersten, der die Papierherstellung fabrikmäßig betrieb. Die Mühle ist in der Schedelschen Weltchronik abgebildet (s. auch Betriebsgeschichte).
 



Papier: Die früheste Darstellung eines Hadernschneiders (Lumpenschneider) findet sich in Johann Jakob Schübler "Sciagraphia artis tignariae" Nürnberg 1736. Sie geht auf die Papiermühle in Stein bei Nürnberg zurück (Bayerl).



Papier: Moritz Friedrich Illig (30.10.1777 - 26.7.1845), der sich u. a. in Amorbach aufhielt, erfand die Leimung des Papiers "in der Masse", ein Verfahren, das für die Papierherstellung von "größter Bedeutung" war (NDB).



Papier: Bahnbrechend in der Verwendung von Zellstoff für die Papierherstellung wirkte der Aschaffenburger Philipp Dessauer (20.6.1837 - 19.8.1900). 1880 Mitbegründer: Verein Deutscher Zellstoff-Fabrikanten (NDB, BBB, GBBE).



Papier: Der Vater des Malers Ernst Ludwig Kirchner, Ernst Kirchner (8.4.1847 - 12.2.1921), der sich u. a. in Aschaffenburg aufhielt, erfand mehrere neuartige Maschinen zur Papierherstellung, so den Kirchner-Universal-Trockenprüfer (NDB, DBE).



Papier: Joseph von Laßberg (16.1.1882 - 18.12.1957), der von 1919 bis 1923 in Aschaffenburg tätig war, hatte "maßgeblichen" Anteil an der internationalen Entwicklung der Papierherstellung. Er führte neue, energiesparende Verfahren ein und galt als "weltweit bekannter und gesuchter" Experte auf seinem Produktionsgebiet (NDB, BBB, GBBE).



Papier: Die einzige mit ihrer historischen Ausstattung erhaltene Papiermühle Bayerns steht in Homburg am Main.



Pappenheim: "Pappenheimer" ist, in Anspielung auf seuchen-polizeiliche Aufgaben, ein schon im 14. Jahrhundert nachweisbarer Name für Straßen- und Abortreiniger. Schillers Zitat "Daran erkenn' ich meine Pappenheimer" ("Wallensteins Tod" III/15) geht auf einen Nürnberger Spottsatz zurück: "Du bist mir ein sauberer Pappenheimer." Nach dem Pappenheimer Geschlecht wurde ein berühmtes Kürassierregiment benannt. in der Literatur: Friedrich de la Motte Fouqué „Der Pappenheimer Kürassier“ 1842



Pappenheim: in der Literatur: Ludwig Thoma "Marget": Aufklärung über die Teufelsmauer: Als der Held in Thomas Erzählung "Marget", ein Bauernbursch aus dem Dachauer Land, zur Brautschau nach Franken fuhr, traf er in der Bahn den redseligen Schuster von Pappenheim: "Der Pappenheimer Handwerksmeister war aber ein kluger und belesener Mensch, der dem unerfahrenen Bauernburschen gerne was zukommen ließ. Er erzählte ihm, dass sich von der Donau durchs Eichstädtische die Teufelsmauer ziehe,, und ungebildete Menschen glaubten heut noch, dass der böse Feind sie aufgerichtet habe, als ihm unser Herrgott versprochen hatte, alles Land, das er in einer Nacht mit einer Mauer umschließe, sollte ihm gehören.

     Der Teufel habe aber zuviel gewollt und sei nicht fertig geworden vor dem Hahnenkrähen. Da habe er zornig die Mauer umgeschmissen, so dass heute noch die Steine davon herumlägen."



Pappenheim: Helmine von Pappenheim, Tochter von Pücklers Frau Lucie,: in der Literatur: E. T. A. Hoffmann „Das öde Haus.“



Papst: Clemens II. (am 9.10.1047 vermutlich vergiftet, im Bamberger Dom beigesetzt) wurde 1040 zum Bischof von Bamberg, 1046 zum ersten deutschen Papst gewählt. 1047 verbot er die Simonie und leitete die "allererste" Kirchenreform ein. Mit ihm begann eine "neue Epoche in der Geschichte des Papsttums". Er hatte als erster Papst die Leitung seines Bistums beibehalten. in der Literatur: Detlev von Liliencron "Papst Clemens der Zweite" (NDB, BBB, GBBE, s. auch Papstgrab). Zitat: "Ich werde alle meine Sorgfalt darauf verwenden, dich, Bamberg, zu schützen, meine Freundin meine Braut ..."



Papst: Viktor II. (um 1020 - 28.7.1057): Eichstätter Bischof von 1042 bis 1057, regierte als Papst von 1055 bis 1057. Er krönte 1056 in Aachen Heinrich IV. Mit ihm verlor das Königtum seinen Einfluss auf die Erneuerung der Kirche. Er war der letzte deutsche Bischof auf dem Papstthron, gleichzeitig auch der letzte von einem Kaiser eingesetzte Papst. „Mit seinem Tod endete die kaiserliche Führung in der Kirchenreform“ (u. a. BBB, DBE, GBBE).



Papstgrab: Das Grab Clemens II. im Bamberger Dom aus der Zeit um 1230 ist das einzige in Deutschland erhaltene Papstgrab.



Papyrusforschung: Ulrich Wilcken (28.12.1862 - 10.12.1944), ab 1900 an der Universität Würzburg tätig, begründete 1900 das „Archiv für Papyrusforschung und verwandte Gebiete“ (GBBE).



Parapsychologie: 1939 machte die 12jährige Jutta Kieser aus Bamberg mit sog. "automatischen Zeichnungen" klassisch-persischer und ägyptischer Motive, die sie z. T. bei völliger Dunkelheit und mit "frappierender Geschwindigkeit" zu Papier brachte, auf sich aufmerksam.



Parapsychologie: Im Pfarrhaus von Goßmannsdorf (Ufr.) ereigneten sich um die Jahrhundertwende Aufsehen erregende Spukphänomene (W. F. Bonin).



Parasitologie: Athanasius Kircher (2.5.1602 - 27.11.1680), Aufenthalt in Aschaffenburg, Professor in Würzburg 1631, dann in Rom, gilt als Mitbegründer der Parasitologie (Kraus). (+ 30.10 Lex. großer Naturwiss., 28.11. Fachlex. Forscher u. Erfinder).
 
Bibliographie



Parasitologie: Als ihr "Wegbereiter" wird Johann Lukas Schönlein (30.11.1793 - 23.1.1864) aus Bamberg angesehen (Reiser, Lex. d. Naturwiss. +1865, Ärzte-Lex. +22.1.)
 



Parodie: Kein Musiker hat mehr Künstler zu Parodien angeregt als der Bayreuther Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883): u. a. Johann Nestroy (Österreich "Der fliegende Holländer zu Fuß" 1846, "Tannhäuser" 1854/1857 („Zukunftsposse mit vergangener Musik“) und "Lohengrin" 1859, ursprünglich anonym)



Parodie: Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883) Bayreuth Heinrich Mann "Der Untertan" 1918 (Lohengrin-Parodie) und "Empfang bei der Welt" 1956, Klaus Mann "Vergittertes Fenster" 1937, Thomas Mann "Wälsungenblut" 1921. Charlie Chaplin „Der große Diktator“ (England. Ouvertüre zu Lohengrin als Hintergrundmusik).



Parodie: Richard Wagner (22.5.1813 - 13.2.1883) Bayreuth Carl Merz und Helmut Qualtinger (Österreich) "Siggy and Bess oder der Swing der Nibelungen", Christian Morgenstern "Konzert am Meer" („Und Wagner wühlte das Meer auf“ Gedicht), Hans Pfitzner "Café Lohengrin" 1982 und Herbert Rosendorfer ("Don Tristano e Donna Isotta" 1983, „Der ewige Wagner“ und „Der gestrandete Holländer“), ferner Oskar Strauss "Die lustigen Nibelungen" 1904. Krimi "Trimmel und Isolde".



Partei: Die Bayerische Mittelpartei wurde 1918 in Nürnberg gegründet.



Partei: Der aus Kleinheubach bei Miltenberg stammende Jurist Wilhelm Kahl (17.6.1849 - 14.5.1932) war 1919 "maßgeblich" an der Formulierung des DVP-Programms beteiligt (u. a. BBB).



Partei: Die Sprecherin des Bundesvorstands der Grünen Jutta Dittfurth wurde 1951 in Würzburg geboren.



Parteigründer: David Morgenstern (7.3.1814 Büchenbach Erlangen - 2.11.1882 Fürth), u. a. in Bamberg tätig, war 1849 Gründer des Radikaldemokratischen Volksvereins, ferner 1863 Mitbegründer der Bayerischen Fortschrittspartei (DBE, BBB).



Parteigründer: Zu den Mitbegründern der Bayerischen Fortschrittspartei zählt Karl Craemer (18.12.1818 Kleinlangheim bei Kitzingen - 31.12.1902 Nürnberg), u. a. Doos bei Nürnberg (NDB, BBB, DBE, GBBE).



Parteigründer: Der Ansbacher Karl Brater (27.8.1819 - 20.10.1869), der sich u. a. in Nürnberg aufhielt, war 1863 Gründer der Deutschen Fortschrittspartei für Bayern und des Nationalvereins. Er gab 1851 die "Blätter für administrative Praxis" heraus und seit 1859 die "Süddeutsche Zeitung" (Biogr. Wörterb. d. dt. Gesch.) Auf sein Konto geht 1863 die Gründung einer kleindeutschen liberalen Partei (NDB, BBB, GBBE *27.6.).



Parteigründer: Zu den Begründern der Fortschrittspartei gehört Rudolf Virchow (13.10.1821 - 5.9.1902), der von 1849 bis 1856 Professor in Würzburg war (u. a. BBB).



Parteigründer: Zu den Mitbegründern der Bayerischen Volkspartei zählt der Würzburger Georg von und zu Franckenstein (2.7.1825 - 22.1.1890), der sich u. a. in Ullstadt (Sugenheim) bei Neustadt an der Aisch aufhielt (DBE).



Parteigründer: Ludwig Karl Aegidi (10.4.1825 - 20.11.1901), der von 1857 bis 1859 an der Universität Erlangen lehrte, gründete die Freikonservative Partei. Er gehört ferner zu den Mitbegründern des Nationalvereins (Grimm).



Parteigründer: Die Deutsche Volkspartei hat Leopold Sonnemann (29.10.1831 - 30.10.1909) aus Höchberg bei Würzburg mitbegründet (DBE).



Parteigründer: Der Nürnberger Hermann Beckh (15.10.1832 - 2.4.1908) war Mitbegründer der Bayerischen Fortschrittspartei und 1864 der Deutschen Fortschrittspartei (GBBE, DBE, Stadtlex. Nürnberg, *auch 1.4.).



Parteigründer: Der Führer der Bayerischen Fortschrittspartei Franz August Schenk von Stauffenberg (4.8.1834 - 2.6.1901) aus Würzburg war 1884 Mitbegründer der Deutschen Freisinnigen Partei und zählte zu den "führenden Köpfen der nationalliberalen Fraktion" (DBE; BBB: *3.8.)



Parteigründer: Der Erlanger (Adolf) Adolph Wagner (25.3.1835 - 8.11.1917) gehörte 1878 zu den Mitbegründern der Christlich-Sozialen Arbeiterpartei (DBE, GBBE).



Parteigründer: Carl von Fechenbach (7.11.1836 Aschaffenburg - 14.3.1907 Würzburg), u. a. Laudenbach, gründete 1880 die Mittelstandspartei Social-Conservative Vereinigung. Das Parteiarchiv, das er anlegte, galt als umfangreichste derartige Sammlung in Deutschland (NDB, BBB, GBBE).



Parteigründer: Georg von Orterer (30.10.1849 - 5.10.1916), ab 1892 in Eichstätt tätig, war 1887 Mitbegründer der Bayerischen Zentrumspartei (GBBE).



Parteigründer: Franz Xaver Schädler (5.12.1852 - 16.2.1913 Bamberg) gehörte 1882 zu den Gründern der Pfälzischen Zentrumspartei (GBBE).



Parteigründer: Adolf Braun (20.3.1862 - 13.5.1929), ab 1898 in Nürnberg ansässig, war 1888/89 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs (NDB, GBBE).



Parteigründer: Heinrich Osel (10.5.1863 - 21.2.1919) aus Hallstadt bei Bamberg und Georg Heim (24.4.1865 Aschaffenburg - 18.8.1938 Würzburg), u. a. in Ansbach und Wunsiedel tätig, waren 1918 maßgeblich an der Gründung der Bayerischen Volkspartei beteiligt (DBE; NDB, GBBE, BBB: Heim +17.8.)



Parteigründer: Sebastian Schlittenbauer (21.1.1874 - 6.11.1936), seit 1911 in Bamberg tätig, war Mitbegründer der Bayerischen Volkspartei (GBBE).



Parteigründer: Der Nürnberger Oberbürgermeister Otto Geßler (6.2.1875 - 24.3.1955) ist Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei (BBB).



Parteigründer: Hermann Strathmann (30.8.1882 - 29.11.1966 Erlangen) war 1919 Mitbegründer der Deutschnationalen Volkspartei (GBBE).



Parteigründer: Rudolf Buttmann (4.7.1885 Marktbreit - 25.1.1947) war 1918 Mitbegründer der Münchner Bürgerwehr und 1919 Mitbegründer der Deutschnationalen Volkspartei in Südbayern (GBBE).



Parteigründer: Zu den Mitbegründern der Deutsch-Sozialen Partei zählt der Nürnberger Gauleiter Julius Streicher (12.2.1885 - 16.10.1946). 1920 gründete er die Partei für den Kampf gegen das Internationale Judentum (GBBE).



Parteigründer: Zu den Mitbegründern der CDU für Berlin und die SBZ 1945 gehört Jakob Kaiser (8.2.1888 - 7.5.1961) aus Hammelburg. Er hielt sich u. a. von 1906 bis 1912 in Nürnberg auf (u. a. DBE, BBB, s. auch Briefmarken).



Parteigründer: Peter Maslowski (25.4.1893 - 23.4.1983 Sommerhausen bei Würzburg), u. a. Coburg, war 1919 an der Gründung der KPD beteiligt (DBE, GBBE).



Parteigründer: Otto Strasser (10.9.1897 - 27.8.1974) aus Bad Windsheim gründete 1956 die Deutsch-Sozialistische Union. Er war Wegbereiter der NDP (DBE, BBB, GBBE).



Parteigründer: Die bayerische FDP wurde 1945/46 von dem bayerischen Wirtschafts- und Innenminister Otto Bezold (27.5.1899 - 14.11.1984) aus Würzburg mitbegründet (BBB), ferner von Thomas Dehler (14.12.1897 Lichtenfels - 21.7.1967 Streitberg, begraben in Lichtenfels).



Parteigründer: August Haußleiter (5.2.1905 Nürnberg - 8.7.1989) war 1946 Mitbegründer der CSU, 1949 der Deutschen Union und 1979/80 der Partei "Die Grünen". Er gründete die Deutsche Gemeinschaft (DBE, GBBE).



Parteigründer: Der Coburger Wolfgang Stammberger (14.7.1920 - 1.5.1982) ist Mitbegründer der Jungdemokraten in Bayern (DBE, GBBE).



Parteigründer: Verena Krieger (*18.10.1961 Erlangen) gehört zu den Mitbegründern der "Grünen".



Parthenogenese: (Jungfernzeugung): Der Begründer der wissenschaftlichen Parthenogenese Karl Theodor Ernst von Siebold (16.2.1804 - 7.4.1885) ist in Würzburg geboren. Er lehrte von 1840 bis 1845 an der Universität Erlangen (Ärzte-Lex., BBB, GBBE).



Parthogenese: Die künstliche Parthenogenese (Eibefruchtung ohne Spermien durch chemisch-physikalische Mittel) wurde 1899 durch den Physiologen und Biologen Jacques Loeb (7.4.1859 - 11.2.1924) entdeckt. Er war von 1886 bis 1888 Assistent an der Universität Würzburg (NDB, DBE).



Passionsspiel: Das am weitesten verbreitete Passionsspiel des Spätmittelalters entstand um 1400 in Nürnberg (Reiser).



Patent: Das erste deutsche Reichspatent wurde 1877 an den Nürnberger Fabrikanten Johannes Zeltner (12.4.1805 - 4.7.1882) aus Eschenbach-Pommelsbrunn bei Hersbruck für ein "Verfahren zur Herstellung einer roten Ultramarinfarbe" verliehen. Zeltner war ein Vorkämpfer für soziale Einrichtungen. Er gründete z.B. eine Beerdigungs- und Pensionskasse für Arbeiter (BBB, s. auch Ultramarin).



Patentgesetz: Der preußische Beamte und Gewerbepolitiker Peter Beuth (28.12.1781 - 27.9.1853), u. a. ab 1806 Kammerassessor in Bayreuth, ließ erstmals in einem Industriestaat Erfindungen auf ihre Neuheit prüfen. Er gilt als Vorkämpfer der deutschen Patentgesetzgebung und gründete 1821 den Verein zur Beförderung des Gewerbefleißes in Preußen (NDB).



Pathologie: Karl Ernst Emil Hoffmann (27.4.1827 - 15.12.1877), der u. a. an der Universität Würzburg tätig war, reformierte den pathologisch-anatomischen Unterricht an der Universität Basel (DBE).



Pathologie: Ernst Albrecht Ziegler (17.3.1849 - 30.11.1905), u. a. an der Universität Würzburg tätig, gründete 1890 das "Zentralblatt für allgemeine Pathologie" und 1894 die "Beiträge zur pathologischen Anatomie und zur allgemeinen Pathologie" (DBE).



Pathologie: Ludwig Aschoff (10.1.1866 - 24.6.1942), u. a. an der Universität Würzburg tätig, war zu seiner Zeit der renommierteste deutsche Pathologe. Namengebend: Aschoff-Tawarascher-Knoten (Ärzte-Lex.)



Pathologie: Der Würzburger Max Borst (19.11.1869 - 19.10.1946) leitete den Neubau des Pathologischen Instituts der Universität München, das zu den größten in Deutschland gehörte. Im Ersten Weltkrieg richtete er die erste Feldprosektur ein. Er stellte die Veränderung des Zellcharakters als wesentliche Ursache der Krebskrankheit heraus. Er gehörte zu den renommiertesten Pathologen unseres Jahrhunderts. (NDB, Lex. d. Naturwiss.)



Pathologie: Nach Erich Letterer (30.6.1895 Nürnberg - 26.5.1982), der u. a. ab 1922 an der Universität Würzburg tätig war, ist die Abt-Letterer-Siwe-Krankheit benannt (DBE, GBBE).



Paul, Jean: (21.3.1763 - 14.11.1825): "Einer unserer Großen ..., einer von den Zwanzig, für die ich mich mit der ganzen Welt prügeln würde" (Arno Schmidt Zitat). "Eine Enzyklopädie des ganzen geistigen Lebens" (Friedrich Schlegel). "Richter in London - was wär er geworden! Doch Richter in Hof ist / Halb gebildet, ein Mann, dessen Talent euch entzückt" (Johann Wolfgang von Goethe). "Ein Schriftsteller wie Jean Paul ist mir noch nicht vorgekommen, unter allem, was ich seit jeher gelesen habe. Eine solche Verbindung von Witz, Phantasie und Empfindung möchte auch wohl ungefähr das in der Schriftsteller-Welt sein, was die große Konjunktion dort oben am Planeten-Himmel ist" (Georg Christoph Lichtenberg). "... einmalig kompliziertes, exzeptionell versponnenes geniales Naturell" (Karlheinz Deschner). "Dem schärfsten Bekämpfer aller Verderbtheit, Mittelmäßigkeit und Anmaßung, dem lautersten Mann, den je die Erde getragen" (aus dem Heidelberger Doktordiplom 1817).
 
Bibliographie



Paul, Jean: (1763 - 1825): "Ob ich nun in Baireuth noch 20 Gänse mehr esse oder 50 mal öfter in die Harmonie gehe - dies ist der Unterschied des längern Lebens. Das Leben als Leben muss etwas wert sein, aber nicht als Zeit." "Wenn er nicht zufällig in Baireuth wäre, wüsst er gar nicht, dass es eines gebe, und wo es liegt, weiß er immer noch nicht." "Bayreuth (hat) den Fehler, dass zu viele Bayreuther darin wohnen." "Baireuth engt sich immer mehr zusammen, um mich heraus zu pressen." "Besehet Hof, wo ich das meiste gelitten, aber das Beste geschrieben habe."(Jean Paul Zitate).
 
Bibliographie



Paul, Jean: Deutscher Dichter, geboren am 21.3.1763 in Wunsiedel, gestorben am 14.11.1825 in Bayreuth. Pfarrerssohn, nach dem Theologiestudium in Leipzig Hauslehrer. Er schrieb 44000 Druckseiten, Goethe nur 22000 (wohl ohne die amtlichen Schriften). Atheismus und Amerikanismus wurden von Jean Paul vorausgesehen und "Flotten von Luftschiffen". Aufenthalte in Berlin, Weimar und Meiningen, die meiste Zeit seines Lebens jedoch in Franken ansässig. Er versuchte als einer der ersten in Deutschland, ohne Mäzen als freier Schriftsteller zu leben. "Einst mehr gelesen als Goethe" (M. Müller). Novalis hat seine "blaue Blume" der "Unsichtbaren Loge" entnommen. „Jean Paul war im Anfang des 19. Jahrhunderts der berühmteste, geliebteste und beliebteste deutsche Dichter“ (Klabund). Seit 1973 in die Walhalla aufgenommen. 1925 wurde die Jean-Paul-Gesellschaft gegründet; Gründungsmitglieder waren u. a. Hermann Hesse, Thomas Mann und Hugo von Hofmannsthal (Österreich). Namengebend: "Jean-Paul-Blätter" 1926ff, "Jean-Paul-Jahrbuch" 1925ff, "Jean-Paul-Kalender" 1928ff. Jean-Paul-Förder-Preis für Literatur (Jean-Paul-Preis). Namengebend s. auch Schrift. "Jean Paul, Schiller, Goethe und Herder im Gespräch". Federzeichnung von Adolph von Menzel 1858, verschiedene Porträts von Horst Janssen.
 
Bibliographie



Paul, Jean: (1763 - 1825): Kindheit in Joditz (Köditz) und Schwarzenbach an der Saale 1765 wurde Jean Pauls Vater als Pfarrer von Wunsiedel nach Joditz versetzt. Das Dorf, das als "Auental" im "Wuz" auftaucht, wurde zur "eigentlichen Geburtsstadt" des Dichters. Noch nach Jahren erinnerte er sich: "... unter der Morgenröte meines Lebens sah ich deine Flur stehen und glänzen". Früh schon "lechzte" der Knabe nach Büchern. Eine Vorliebe, die bis zu seinem Lebensende anhielt; die deutsche Literatur kennt keinen beleseneren Schriftsteller als ihn. 1776 musste Jean Paul Abschied von Joditz nehmen. Der Vater wurde erneut versetzt und zwar nach Schwarzenbach an der Saale. Von 1779 bis 1780 besuchte Jean Paul das Gymnasium in Hof, wo er sich von 1784 bis 1786 erneut aufhielt. Nun mischten sich kritische Töne in die Idylle. Von der Schule scheint er nicht viel gehalten zu haben: "Die Lehrer sind Leute so so ... Sie geben ihrem Verstande nichts an bedeutender Nahrung ... und lassen das Herz verwelken ..."
 
Bibliographie



Paul, Jean: (1763 - 1825): Von 1781 bis 1784 studierte Jean Paul in Leipzig Theologie. Als er nach Hof zurückkehrte, hatte er im Gepäck jene überdimensionalen Zettelkästen mit Auszügen aus gelesenen Büchern, die nun zu seinem ständigen schriftstellerischen Rüstzeug gehörten. 1787 bis 1789 fand er eine Anstellung als Hauslehrer in Töpen. Von 1790 bis 1794 lebte er erneut in Schwarzenbach. Hier entstanden "Die unsichtbare Loge" mit der Idylle des "Schulmeisterleins "Wuz" als Anhang und der "Hesperus". Eine ganze Reihe von Werken schrieb Jean Paul während der Hofer Jahre von 1794 bis 1797, darunter "Qintus Fixlein" (enthaltend des "Rektors Fälbels und seiner Primaner Reise nach dem Fichtelberg"), ferner den "Siebenkäs", den "ersten großen deutsche Eheroman". 1797 bis 1799 verbrachte der Dichter mit Unterbrechungen erneut in Töpen, wo er die Anregungen zum "Titan" fand, ein Werk, das Gerhart Hauptmann Goethes Faust gleichgestellt hat; Gustav Mahler hat seine 1. Symphonie nach dem "Titan" benannt; die von ihm vertonte „Herbstblumine“ ist von Jean Paul angeregt.Von 1803 bis 1804 hielt sich der Dichter in Coburg auf und arbeitete an den "Flegeljahren". Anschließend lebte er in Bayreuth, wo die meisten seiner Werke entstanden.
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): Goethe bedauerte, dass Jean Paul nicht in London lebte. Der Poet jedoch konnte der weltstädtischen Gesellschaft nichts abgewinnen. "Lasse sich doch kein Dichter in einer Hauptstadt gebären und erziehen, sondern womöglich in einem Dorfe, höchstens in einem Städtchen", wehrte er sich und über Wunsiedel gestand er: "Ich bin gern in dir geboren, kleine aber gute, lichte Stadt." Und er hat seiner Heimat ein schönes Denkmal gesetzt. Oberfränkische Lokalitäten und Persönlichkeiten tauchen in immer neuen Variationen in Jean Pauls Werk auf, Hof z. B. als Scheerau, Flachsenfingen und als sprichwörtlich gewordener Reichsmarktflecken Kuhschnappel, aber auch Berneck, Gefrees, die Luisenburg, die Gärten der Eremitage und Fantaisie, Streitberg, vor allem aber Bayreuth, über das er einmal spöttisch bemerkte, es hätte den einen Fehler, dass zu viele Bayreuther in ihm wohnten.
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): Verschiedene Reisen führten Jean Paul durch Franken, u. a. 1804 und 1810 nach Bamberg, wo er mit E. T. A. Hoffmann zusammentraf; ferner 1804 und 1811 nach Erlangen und Nürnberg. 1812 begegnete er in Nürnberg dem Philosophen Hegel; 1823 kam es in Erlangen und Nürnberg zu einem Zusammentreffen mit Schelling und Platen.
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): "Den Weg zurück ins Kinderland möchte ich, nach reiflicher Überlegung, doch lieber mit Jean Paul als mit S. Freud machen" (Karl Kraus Zitat).

     Die Kinder und Jugendjahre in dörflicher Abgeschiedenheit boten Jean Paul eine Fülle von Anregungen für sein dichterisches Werk. Er ist nicht nur ein Meister des lyrisch-empfindsamen, sondern auch ein Meister des liebevollen Details, z. B. wenn er seinen Joditzer Lehrer schildert, der während des Unterrichts den "anfliegenden" Stieglitzen auflauerte und das "Zuggarn über die Emmerlinge auf dem Vogelherde draußen im Schnee herüberzuschlagen vorhatte".

     Eine Begegnung in Joditz (Köditz) ist ihm zeitlebens in Erinnerung geblieben: "Der schönste Sommervogel indes, ein zarter, blauer Schmetterling, welcher den Helden in der schönen Jahreszeit umflatterte, war seine erste Liebe. Es war ein blauaugiges Bauernmädchen seines Alters, von schlanker Gestalt, eirundem Gesicht, mit einigen Blatternarben, aber mit den tausend Zügen, welche eben wie Zauberkreise das Herz gefangennehmen."

     Oder ein wenig später der erste Kuss von einer Schönen in Schwarzenbach: "... eine Einzigperle von Minute, die nie da war, nie wiederkam; eine ganze sehnsüchtige Vergangenheit und ein Zukunftstraum war in einem Augenblick zusammen eingepresst; - und im Finstern hinter den geschlossnen Augen entfaltete sich das Feuerwerk des Lebens für einen Blick und war dahin. Aber ich hab' es doch nicht vergessen, das Unvergessliche."

     Empfindung, das war das Stilmittel, das ihm zum meistgelesenen Autor seiner Zeit machte. Und in diesen Zeilen, wie in seinem gesamten Werk, zeigt sich einer der glänzendsten Stilisten der deutschen Literatur. Abschweifungen, Einschübe, Vor- und Nachreden, die "wildwuchernde Metaphorik" seiner Sprache, einem Irrgarten voll zauberhaft schöner exotischer Blumen gleich, fordern jedoch den geduldigen Leser.
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): Jean Pauls Werk, das zum bedeutendsten und originellsten der Zeit gehört, blieb nicht ohne Widerspruch: "Ein Verhängnis im Schlafrock", spottete Nietzsche, "fremd wie einer, der aus dem Mond gefallen ist", bekrittelte Schiller in einem Brief an Goethe den ungeliebten Dichterkollegen (vgl. auch Goethes satirisches Gedicht "Der Chinese in Rom"). Dagegen stehen zahlreiche positive Urteile: "Sahara, aber welche Oasen darin!" (Fontane), "der unendliche Mensch" (Gleim), "einen allmächtigern Gleichnis-Schöpfer kenne ich gar nicht" (Lichtenberg) und "Liebling der schönsten Wunschlandschaften" (Ernst Bloch).
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): George hielt ihn für "die größte dichterische Kraft der Deutschen" und nannte ihn "Vater der impressionistischen Kunst". Ludwig Börne prophezeite in seiner Grabrede: "Eine Zeit wird kommen, da wird er allen geboren. Er steht geduldig an der Pforte des zwanzigsten Jahrhunderts und wartet lächelnd, bis sein schleichend Volk ihm nachkomme." Wie ihn denn vor allem berühmte Dichterkollegen wie Platen, Rückert, Stifter, Gotthelf, Conrad Ferdinand Meyer und Böll bewundert haben.
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): In der Literatur: Hugo von Hofmannsthal "Blick auf Jean Paul" (Essay 1913). August von Platen "An Jean Paul" Gedicht. Friedrich Schiller u. a. in: „Xenien“. Ludwig Tieck "Das jüngste Gericht" 1799.
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): Eine der schönsten Interpretationen stammt von Hugo von Hofmannsthal (Österreich): "Den großen Romanen ... waren mehr oder minder lose jene unvergleichlichen ... Stücke eingefügt, die wahrhaftige Gedichte sind ..., die Selbstgespräche und Briefe der Figuren, ihre Ergießungen gegen die Einsamkeit oder gegen ein verstehendes Herz, ihre Träume, ihre letzten Gespräche und Abschiede, ihre Todes- und Seligkeitsgedanken; oder es sind Landschaften, Sonnenuntergänge, Mondnächte, aber Landschaften und Mondnächte der Seele mehr als der Welt. Die deutsche Dichtung hat nichts hervorgebracht, was der Musik so verwandt wäre, nichts so Wehendes, Ahnungsvolles, Unendliches."
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): Perlen der Poesie aus dem "Siebenkäs" "Den Tag darauf erreichte er das Bambergische ... Sein Weg lief von einem Paradies durch das andere, - die Ebene schien aus musivisch an einander gerückten Gärten zu bestehen, - die Berge schienen sich gleichsam tiefer auf die Erde niederzulegen, damit der Mensch leichter ihre Rücken und Höcker besteige, - die Laubholz-Waldungen waren wie Kränze bei einem Jubelfest der Natur umhergeworfen, und die einsinkende Sonne glimmte oft hinter der durchbrochenen Arbeit eines Laubgeländers auf einem verlängerten Hügel, wie ein Purpurapfel in einer durchbrochenen Fruchtschale. - In der einen Vertiefung wünschte man den Mittagsschlaf zu genießen, in einer andern das Frühstück, an jenem Bache den Mond, wenn er im Zenith stand, hinter diesen Bäumen ihn, wenn er erst aufging, unten an jener Anhöhe vor Streitberg die Sonne, wenn sie in ein grünes Gitterbette von Bäumen steigt."
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): in der Literatur: Aus: Ludwig Tieck "Eine Sommerreise" (1834): "Diese Seltsamkeiten des Fichtelgebirges, die Nähe von Wunsiedel, die barocke Gestalt der Natur, die doch nicht ohne Lieblichkeit ist, führte das Angedenken der Freunde von selbst auf ihren geliebten Jean Paul Richter. Man sprach viel über diese echt deutsche Natur und über seine wundersamen Werke, deren Ruhm sich mit jedem Jahre mehr in Deutschland verbreitet hatte."
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): berühmte Besucher: Bayreuth

     "Bald wandelte man, bald setzte man sich nieder, und da der Garten von Menschen nicht besucht war, so konnten sie ungestört von den Werken ihres Freundes, Jean Paul, sich unterhalten" (Ludwig Tieck "Eine Sommerreise" Zitat).

     Der Schriftsteller und Diplomat Karl August Varnhagen von Ense erinnerte sich an einen Besuch in Bayreuth 1808: "Jean Paul ist wohlbeleibt, hat ein volles, gutgeordnetes Gesicht, kleine, feuervoll sprühende und dann wieder gutmütig matte Augen, einen freundlichen, auch im Schweigen leise bewegten Mund. Seine Sprache ist schnell, fast eilig und daher bisweilen etwas stolpernd, nicht ohne einigen Dialekt, der mir schwer zu bezeichnen wäre, aber ein Gemisch von fränkischem und sächsischem sein mag ..." Der Besuch endete abrupt. "Plötzlich erhob sich Jean Paul, gab mir die Hand und sagte: 'Verzeihen Sie, ich gehe zu Bett! ... Ich bin ein Spießbürger, die Stunde ist da, wo ich schlafen muss!' Er nahm ein Licht und sagte gute Nacht."

     Der Bamberger Weinhändler und Freund E. T. A. Hoffmanns Kunz war wiederholt bei dem Bayreuther Dichter zu Gast. Ponto, der Hund, und das Arbeitszimmer Jean Pauls sind ihm in lebhafter Erinnerung geblieben: "Es war im Verhältnis zu den Mobilien ziemlich klein, er saß vor einem unfern des Fensters stehenden Arbeitstische, auf welchem Bücher, Papiere, Federn, Bouteillen, Gläser, Lichtschirme, Blumen usw. in ziemlicher Unordnung herumlagen" (1809). Pikiert bemerkte der Weinkenner, dass Jean Paul aus einem Schoppenglas, gefüllt mit Wasser und Likör, "hier und da einen Schluck genoss".

     Ein anschauliches Genrebild verdanken wird Ferdinand Grimm in einem Brief an die Brüder Jakob und Wilhelm 1815: "... sein abgenutzter Überrock war ehedem blau und sonst, wie auch das Hemd auf der Brust, nicht eben rein zu nennen ... Sein Kolorit gleicht dem eines Weintrinkers, der Kopf ist dick (ein wenig von Luther hat er), hat hübsche Quetschbacken, die Nase ist ein bisschen unbestimmt, selbst im Profil, was schade, die Stirn ist schön, der Mund auch, und die Augen sehen weich und rührend ..."

     Der Dichter Pehr Daniel Atterbom (Schweden) bekrittelte 1817 den "watschelnden Gang" des Dichters; er habe das Aussehen eines "wohlhabenden Gastwirts: feist und kahlscheitelig", mit "stattlichen Bierbauch". Der Dichter sei sich "sehr ungleich, je nachdem man ihn trifft, wenn er viel, oder wenn er wenig Bier getrunken hat; im letzteren Falle soll er bedeutend liebenswürdiger sein wie im ersteren ..." Sarkastisch bemerkte Atterbom: "Da ich noch keine Gelegenheit zu einem Vergleiche hatte, weiß ich nicht, ob er sich bei meinem Besuche im abnehmenden oder zunehmenden Mond befand."
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): "Ich schäme mich nicht einzugestehen, dass ich an der Rollwenzelei immer stehen bleibe und mit einer Art Ehrfurcht dieses Haus betrachte, in dem Jean Paul seine komischen, skurrilen und tragikomischen Bücher schrieb, die wir Schüler - einige davon - zu lesen hatten, weil das Fichtelgebirge für manche Romane die Topographie lieferte, und die wir doch nicht verstanden. Mit dieser "verschrobenen" Prosa wussten wir nichts anzufangen.

     Erst als ich 40 Jahre auf dem Buckel hatte, begann ich ihn wieder zu lesen und begriff allmählich, dass da ein Sprachgenie in der Stadt Bayreuth gewirkt hat, er besaß einen Einfallsreichtum wie kaum ein anderer und von diesem Autor sagte Schiller, als Jean Paul in Weimar eintraf: Dieser Mann ist vom Himmel gefallen. Schiller wusste jedoch nicht, dass Jean Paul von Wunsiedel bis Weimar zur Fuß gelaufen ist, weil er kein Geld für die Kutsche hatte" (Max von der Grün).
 
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Paul, Jean: (1763 - 1825): "Jenes gemütvolle und nicht minder geistreiche, jenes romantische, musikalisch-dichterische Deutschland vom Beginn des 19. Jahrhunderts, das so ganz verschwunden zu sein scheint und doch noch lebt, hat in Jean Paul seinen eigenartigsten, reichsten, produktivsten Geist geboren, eine der größten Dichterbegabungen aller Zeiten, dessen Werke einen wahren Urwald der Poesie darstellen ..." (Hermann Hesse).
 
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Paul, Jean: Zitate: "Ach dem Menschen fehlen oft weniger die Flügel als die Anhöhe, auf der er den Flug anfängt." "Andere trinken sich beredt, ich rede mich trunken." „Bloße Bewegung zeigt mir nur Leben, nicht dessen Inneres.“ „Die Freude ist der Sommer, der die inneren Früchte reift.“ "Er müsste Gott danken, wenn er gar nicht existiert; und lässt sich gar noch malen." "Er war schon auf ihr Herz gestürzt ubnd ruhte an ihrem Kuss". "Im Wagen verachte ich den Fußgänger, auf der Straße den Fahrer." "Man darf mit Erlaubnis der Obern zwar dumm, aber nicht ohne sie klug sein." "Man lernt Verschwiegenheit am meisten unter Menschen, die keine haben - und Plauderhaftigkeit unter Verschwiegenen." "Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eignen berichtigen." "Auch eine stehende Uhr zeigt täglich einmal richtig."



Paul, Jean: Zitate: "Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre Hoffnungen aufhören." "Das Gespräch der meisten Gelehrten untereinander ist nichts weiter als ein gegenseitiges heimliches, höfliches Examen". "Das Leben des Menschen ist ein Hineinsterben aus einem Sarg in den andern." "Das Rathaus gehört zum Hausrat einer Stadt." "Dem Menschen von Talent helfen seine Flügel für den Äther nicht genug ohne ein paar Stiefel für das Pflaster." "Der Trinker trinkt mehr an heitern Tagen, um sie recht zu genießen, und mehr an trüben, um sie leichter zu verleben." "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können." "Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat." „Ironie ist der Weg und Übung zur Laune.“



Paul, Jean: Zitate: "Der Mensch hat dritthalb Minuten, eine zum lächeln, eine zu seufzen, eine halbe zu lieben, dann mitten in dieser stirbt er." "Der Müßiggang ist das Kopfkissen des Teufels." „Die Leidenschaft macht die besten Beobachtungen und die elendesten Schlüsse.“ "Dümmer kann jeder werden, er mag noch so dumm sein." „Es gibt nur drei Schmerzen: a) Vergangenheit b) Gegenwart c) Zukunft.“ „Es ist dem Menschen leichter und geläufiger, zu schmeicheln als zu loben.“ „Ein gutes Mittel, dass etwas ohne Zögern aus Liebe und ohne ein Wort der Widerrede geschieht, ist, dass man es - selber macht.“ "Es ist ja gut, dass die Zeit vergeht, sonst kämen wir nicht in die Ewigkeit." "Feine Zweideutigkeiten sind kastrierte Ausgaben grober." "Freuden sind unsere Flügel, Schmerzen unsere Sporen." „Für Kinder gibt es kaum Abschiede; denn sie kennen keine Vergangenheit, sondern nur eine Gegenwart voll Zukunft.“ „Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.“ "Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur." "Glücksspiele werden verboten - das längste ausgenommen das Leben." "Heiterkeit schließet wie der Frühling alle Blüten des Himmels auf." "Heiterkeit und Freudigkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht".



Paul, Jean: Zitate: "Humor ist überwundenes Leiden an der Welt." "In fantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme enger beieinander". "Jeder Mensch glaubt, er sei unter allen der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es zu sagen." "Jeder will lieber einen Weltteil als sich selbst bekehren." "Kommt Zeit, kommt Unrat." „Lache das Leben an und es knurrt zurück.“ "Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort." "Man kann eigentlich nichts real definieren als eine Definition selber". "Man kommt leichter zu jedem andern als zu sich." „Man sollte nicht Zeitvertreib, sondern Zeitgenuss sagen.“ "Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern dass man sie sehend überwindet."



Paul, Jean: Zitate: „In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme enger aneinander.“ "Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung." "Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in seiner Gewalt." "Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt." „Wer nicht zuweilen zuviel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.“



Paul, Jean: Zitate: "Der Witz ist der verkappte Priester, der jedes Paar traut." "Erinnerungen sind der Nachsommer der menschlichen Seele." "Die Menschen verraten ihre Absichten nie leichter und stärker, als wenn sie sie verfehlen." "Die Probe eines Genusses ist seine Erinnerung." "Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gut zu machen." "Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr." "Der Körper ist der bloße Vorhang des Geistes." "Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht."



Paul, Jean: Zitate: „Man denkt vom Verstand eines Menschen zu hoch, dessen Idiom man nur halb versteht.“ "Man verbindet sich oft einen Menschen, wenn man nach dem Namen seines Hundes fragt." "Nach einem bösen Traum sieht man, welchen Stoff zu einer Hölle ein bloßes Gehirn in sich aufbewahrt." "Nur die Tiefe nebelt, nicht der Berg". "Nur um den Einsamen schleichen Gespenster." "Sonderbar, dass man sich erinnert, man habe sich eine Sache erinnern wollen, aber diese doch nicht mehr sich erinnert." "Um keine Gedanken bei dem Mittags-Einschlafen zur vergessen, knöpf ich die Hosen auf; und erwachend frag ich: warum?" "Woher weiß ich denn, dass das Wort, dessen ich mich lange erinnern wollen, endlich wenn es gefunden ist, das gesuchte ist?" „Zufriedene Menschen sind die ordentlichsten.“



Paul, Jean: Zitate: "Auf der Welt ist alles natürlich, ausgenommen die Welt selber." "Ich spreche über alles in der Welt gern ernst, nur nicht über mich." "Der bildliche Witz kann entweder den Körper beseelen oder den Geist verkörpern." "Der Stein der Weisen ist der Grundstein zum Narrenhaus." "Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, fällt immer wieder auf die Füße." "Ein Deutscher ist mit Vergnügen alles, nur nicht er selber." "Lache das Leben an, vielleicht lacht es wieder."



Paul, Jean: Zitate: "Lasst uns tolerant gegen die sein, deren Verstand wir wohl übertreffen: deren Herz aber besser, menschenfreundlicher und liebevoller ist als unsers." "Ach, warum braucht es so wenig, um den andern zu quälen, und so viel, um ihn zu beglücken." "Die Liebe der Menschen ist leichter zu erlangen als wiederzuerlangen." "Die Natur hat bloß Dornenhecken, die Menschen aber machen Dornenkronen." "Unser Leben ist eingewickelt in eine Scheinleben." Man verdirbt unter Leuten, die einen nicht übertreffen." "Unser Herz ist am größten, wenn es am einsamsten ist." "Die Tugend der meisten Menschen ist nur ein Extrablatt und Gelegenheitsgedicht in ihrem Alltagsleben."



Paul, Jean: Zitate: "Der Held zeigt wohl seine Narben, aber nur der Bettler seine Wunden." "Nur die Vernunft lehrt schweigen, das Herz lehrt reden." "Setze in jeder Gesellschaft, wo du viel sprichst, einen Feind voraus, um dich zu mäßigen." "Gehst du furchtsam mit deinen Leiden um, so stechen sie heißer als Brennnesseln, wenn man sie nur leise berührt." "Denkt doch überall nur das Beste, das Gute wird sich schon geben." "Man darf immer Misstrauen haben, nur keins zeigen." "Gegen das Fehlschlagen eines Plans gibt es keinen bessern Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereitzuhalten." "Wer verrät, er wahre ein Geheimnis, der hat schon dessen Hälfte ausgeliefert; und die zweite Hälfte wird er nicht lange behalten."



Paul, Jean: Zitate: "Die Schlange wechselt zwar oft die Haut, aber nie die nützlichen Giftzähne." "Geh niemals ohne ein freundliches Wort, es könnte dein letztes sein."




Paul, Jean: Zitate s. auch unter Zitate zu: Buch, Buchhandel, Erziehung, Friede, Kunst, Literatur, Religion, Spiel, Spielzeug, Sprache, Staat, Wurst



Pegnitz: berühmte Besucher: Walter Benjamin 1906, Bertolt Brecht 1950, Zar Ferdinand von Bulgarien, Michail Gorbatschow (Sowjetunion), Michael Jackson (USA 1992), Richard Wagner. in der Literatur: Mavis Gallant (Kanada) "The Pegnitz junction" 1973, auch deutsch. S. auch Eisenbahn. "The Pegnitz junction offers the richest example of Mavis Gallant's polyphony and historiographic discourse" (D. Schaub).
"... übernachtet in pegnitz an der pegnitz. der blick vom gasthof ‚weißes lamm' am marktplatz in der frühdämmerung greift einen zart und kräftigfarbenen breughel und ist an schönheit dem von einem der verwanzten hotels am marseiller alten hafen ebenbürtig" (Brecht).
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Pegnitz: (Fluss): in der Literatur:

     "Ich, die Pegnitz, sinnreich heiter
     Bring den Kindern Spielerei:
     Trommeln, Pfeifen, Puppen, Reiter
     Führ aus Nürnberg ich herbei.
     (Clemens Brentano)



Pegnitz: (Fluss): in der Literatur: Sigmund von Birken "Pegnitz-Abschied des verzweifelten Silvano" (aus "Floridans Amaranten-Garten"). "Einer der am meisten poetischen Flüsse Deutschlands" (Karl Gutzkow 1832). "Ganz hypochondrisch bin ich vor langer Weile geworden. / Und ich fließe nur fort, weil es so hergebracht ist" (Friedrich Schiller). S. auch Main: in der Literatur.

     Nach dem Fluss ist der "Pegnesische Blumenorden", eine 1644 durch Georg Philipp Harsdörffer (1.11.1607 Fischbach - 17.9.1658 Nürnberg) gegründete poetische Vereinigung benannt. Er ist der "einzige, bis heute existierende Orden des Barock zur Pflege der deutschen Sprache und Literatur" (Ber. Nürnberger) und die älteste Sprachgesellschaft der Welt (in der Literatur: Günter Grass "Das Treffen von Telgte") (Brockhaus +22.9.) Ansicht von William Turner (Maler England) 1835.
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Persische Literatur: Als einer der "tiefsten und umfassendsten Kenner" der neupersischen Literatur wird Friedrich Rückert (16.5.1788 Schweinfurt - 31.1.1886 Neuses-Coburg) gerühmt (H. Kreyenborg). Seine "Grammatik, Poetik und Rhetorik der Perser" 1874 ist ein Werk, wie es "gleich angenehm, vielseitig, geistvoll und zuverlässig wohl nirgends sonst zu finden ist" (W. P. Pertsch). Rückert führte ferner die persische Form des Ghasels in die deutsche Literatur ein. S. auch Iranistik.



Perspektive: Der Nürnberger Maler Albrecht Dürer (21.5.1471 - 6.4.1528) war der erste nördlich der Alpen, der sich ernsthaft mit der Perspektive auseinander setzte und ihr eine mathematische Vorschrift zugrundelegte. Vincent van Gogh schrieb 1882: "Hatte ich diesen Winter auch weniger Ausgaben für Farben als sonst, so hatte ich doch mehr Ausgaben für das Perspektivstudium, nämlich für ein Instrument, dessen Beschreibung in einem Werk von Albrecht Dürer vorkommt und dessen die alten Holländer sich auch bedienten. Man kann damit die Proportionen von nahestehenden Gegenständen mit denen auf einem weiter entfernten Platz vergleichen, in Fällen, wo die Konstruktion nach den Regeln der Perspektive nicht ausführbar ist, wo man sich, wenn man es nach Augenmaß macht - es sei denn, man ist sehr erfahren und geübt - stets irrt".



Pest: Der Rochusaltar in St. Lorenz Nürnberg aus den Jahren 1485/90 ist das früheste und "kostbarste" Zeugnis für den Kult des "Pestpatrons" in Deutschland (M. Zeller).



Pest: Georg Sticker (18.4.1860 - 28.8.1960), von 1920 bis 1934 Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Medizin in Würzburg, nahm 1897 an der Pestexpedition nach Bombay teil, wo er zusammen mit Robert Koch "entscheidend" an der Aufklärung der Pestübertragungswege beteiligt war und die "Pestformel" entwickelte (Benedum, DBE, Kürschner).



Pfarrweisach: bei Ebern: berühmte Besucher: Ludwig Richter 1837. Der Ort blieb dem Maler in guter Erinnerung: "In Pfarrweißach fand ich einen hübschen Gasthof und freundliche Leute, auch wieder gut Essen und Trinken, und so blieb ich da, und ließ meine Schuhe ausbessern. - Es treibt mich gewaltig nach Hause, doch kommen wieder Stunden, wo ich gern verweile, wenn mich nämlich eine liebliche Natur umgibt."



Pferd: Hans Sebald Beham (1500 - 22.11.1550) "Masz oder proporcion der ross" Nürnberg 1528 eröffnet den "Reigen der hippologischen Künstleranatomien" (Lex. d. ges. Buchwesens, BBB).



Pflanzenbuch: Leonhart Fuchs und Basilius Besler nehmen gleichermaßen einen Ehrenplatz in der Botanik wie in der Bibliophilie ein. In ihren Pflanzenbüchern findet die Blumenpracht der historischen Gärten Frankens ihren bleibenden Ausdruck. Der "Hortus Eystettensis" der Eichstätter Fürstbischöfe diente Anfang des 17. Jahrhunderts dem Nürnberger Apotheker Besler als Vorlage für das gleichnamige Pflanzenbuch. Er wurde noch übertroffen durch die Blumenbücher Merians, weniger an Umfang und barocker Prachtentfaltung als durch die künstlerische Gestaltung und wissenschaftliche Qualität der Illustrationen: ein "monumentum aere perennius", das nach über 200 Jahren nichts von seinem eigentümlichen Reiz verloren hat. S. auch Garten.
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Bibliographie



Pflanzenbuch: Das erste deutsche Kräuterbuch schuf Konrad von Megenberg (1309 - 14.4.1374) aus Mäbenberg (Georgensgmünd) bei Schwabach mit dem "Buch der Natur" 1349/50.



Pflanzenbuch: Das "großartigste Kräuterbuch" des 16. Jahrhunderts verfasste 1542 der "Vater der Botanik" Leonhart Fuchs (17.1.1501 - 10.5.1566), der sich verschiedentlich in Nürnberg aufhielt und von 1528 bis 1535 Leibarzt des Markgrafen Georg von Ansbach war. Es erschien 1542 in Basel unter dem Titel "De historia stirpium commentarii insignes". Fuchs beschrieb 487 Pflanzen, darunter 100 erstmals in Deutschland (u. a. Fingerhut und Mais). Er stellte als erster "die einheimische Pflanzenwelt in Kräuterbüchern dar" und spielte eine "führende Rolle" bei der Erfassung der mitteleuropäischen Flora. Die Pflanzen wurden erstmals systematisch behandelt und wissenschaftlich benannt, zum ersten Mal wurden in der botanischen Literatur auch die Illustratoren erwähnt. Die deutsche Übersetzung erschien 1543 mit dem Titel "New Kreutterbuch". Es bedeutet einen "Wendepunkt in der Pflanzenkunde des 16. Jahrhunderts" (J. Telle); seine Pflanzenabbildungen sind unübertroffen. Namengebend für den roten Farbstoff Fuchsin, die Fuchsie und "Schufia" = anagrammatische Form (u. a. DBE, s. auch Botanik).
Bibliographie



Pflanzenbuch: In Joachim Camerarius II., d. J. (6.11.1534 - 11.10.1598) "Symbolorum et emblematum ... centuria" Nürnberg 1590 finden sich die ersten Kupferstiche in einem Pflanzenbuch (Lex. d. ges. Buchwesens).



Pflanzenbuch: Der ewig blühende "Hortus Eystettensis" (Eichstätt): Der Nürnberger Apotheker und Naturaliensammler Basilius Besler (13.2.1561 - 13.3.1629), "der größte Kräuterkenner seiner Zeit" (Blainville), schuf mit dem "Hortus Eystettensis" nicht nur das schönste aller gedruckten Pflanzenbücher, sondern auch die "erste umfassende" Beschreibung eines botanischen Gartens. Fürsten, geistliche Herren und Privatsammler stellten es in ihre Bibliotheken, Peter Paul Rubens verwendete es für seine Blumenstudien. "Das prächtigste aller bisher erschienenen Pflanzenbücher", "ein herrliches Werk, das seinesgleichen sucht", "das erste große Werk mit prachtvollen Zeichnungen", "unübertrefflich prunkvoll", "unvergleichlich" (Carl von Linné), "the greatest botanical picture book ever created" (N. Barker), ein Buch, das in der deutschen Buchdruckerkunst und Verlagsgeschichte des 17. Jahrhunderts nicht seinesgleichen findet, so lauteten die begeisterten Urteile.

     1613 erschien die erste Auflage, 1749/50 die fünfte und letzte. Abgebildet sind 1084 Pflanzen auf 366 großformatigen Tafeln. Zum ersten Mal wurde in diesem Umfang der Kupferstich angewendet. Der "Hortus" ist ein bibliophiles Prachtwerk par excellence. Die erste Auflage erzielte 1987 mit 998250 $ bei Sotheby's Weltrekord für ein gedrucktes Buch des 16. Jahrhunderts. Niemals vorher wurde für ein Pflanzenbuch mehr gezahlt (u. a. GBBE, s. auch Garten).
  
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Pflanzenbuch: Zu den berühmtesten botanischen Veröffentlichungen des 17. Jahrhunderts gehören die Blumen- und Pflanzenbücher der Maria Sibylla Merian (2.4.1647 - 13.1.1717), der jüngsten Tochter des Topographen und Verlegers Matthäus Merian. Sie war seit 1670 u. a. in Nürnberg ansässig. Ihre „freie Herangehensweise“ sind ein „künstlerischer Höhepunkt der wissenschaftlichen Naturdarstellungen des 17. Jahrhunderts“ (u. a. GBBE s. auch eigener Artikel).
Bibliographie



Pflanzenbuch: Christoph Jakob Trew (26.4.1695 Lauf an der Pegnitz - 18.7.1769 Nürnberg) schuf mit "Plantae selectae" 1750 das "schönste" Blumenbuch und die "Krönung" botanischer Illustration im Deutschland des 18. Jahrhunderts (u. a. BBB: *16.4.) Die Zeichnungen stammen von Georg Dionysius Ehret (30.1.1708 - 9.9.1770), dem "außerordentlichsten Illustrator in der Geschichte der Botanik" (E. Launert). Ehret hielt sich u. a. in Nürnberg auf (NDB, GBBE). S. auch Briefmarken.



Pflanzenbuch: Von 1823 bis 1850 erschien die "Historia naturalis palmarum" des Erlanger Botanikers Carl Friedrich Philipp von Martius (17.4.1794 - 13.12.1868). Teils in Kupferstich, teils in Lithographie gedruckt, ist sie ein Kuriosum der botanischen Literatur. Das Werk gehört zu den Prachtausgaben jener Zeit (D. Vogellehner, s. auch Botanik, Palmen).



Pflanzenbuch: Ein Pflanzenbuch besonderer Art befindet sich in der Michaelskirche in Bamberg. In das Gewölbe sind 587 Blumen- und Pflanzen gemalt (Deckengemälde um 1614/17). "Dieses ist vielleicht die einzige Kirche in Europa, die man zu einem Kräuterbuche gemacht hat" (Blainville). Auch Wackenroder erwähnt 1793 die "sehr sonderbare Idee, ein Herbarium an den Himmel zu versetzen". Im Chor der Oeslauer Pfarrkirche (Rödental bei Coburg) befindet sich ebenfalls ein gemaltes Herbarium.



Pflanzengeographie: Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, begründete die Vegetationsgeographie. Er prägte den Begriff der "Pflanzengeographie" und entwickelte als erster ein "physiognomisches" Gliederungsprinzip der Pflanzendecke. Fast alle Forschungseinrichtungen der modernen Geobotanik verdanken ihm "entscheidende Impulse".



Pflanzengeographie: Otto Sendtner (27.6.1813 - 21.4.1859 Erlangen) ist Mitbegründer der coenologischen Richtung der Pflanzengeographie (Jahn). (*auch 1814).



Pflanzengeographie: "Die Vegetations-Verhältnisse der Jura- und Keuperformation in den Flussgebieten der Wörnitz und Altmühl" 1848 von Adalbert Schnizlein (15.4.1814 - 24.10.1868 Erlangen) ist wohl das erste einschlägige deutsche Fachbuch. Er gilt damit zusammen mit Albert Frickhinger als Begründer der Pflanzengeographie in Bayern (J. Schmithüsen, DBE).



Pflanzennamen: Nach Johann Jakob Baier (14.6.1677 - 14.7.1735 Altdorf) ist eine Gingko-Art "Baiera" benannt (NDB, BBB).



Pflanzennamen: Nach Heinrich Dengler Ebermannstadt ist eine Orchideenart "Ophrys denglerensis" benannt.



Pflanzennamen: Nach Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (14.2.1776 - 18.3.1858), der sich u. a. in Sickershausen (Kitzingen) und Erlangen aufhielt, sind Esenbeckia (Rautengewächse) und Neesiella (Lebermoose) benannt. Nees ist 1848 Mitbegründer des Arbeitervereins in Breslau und der Arbeitverbrüderung. Besuche bei Goethe und Briefwechsel. Er gründete 1852 die "Bonplandia" (NDB; DBE, BBB: +16.3.) Das Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen an der Universität Bonn trägt seinen Namen.



Pflanzennamen: Nach Friedrich Wilhelm von Gleichen-Russwurm (14.1.1717 Bayreuth - 16.6. 1783 Schloß Greifenstein (Ufr.) ist die Gleichenia benannt (Helmut Genaust, GBBE).



Pflanzennamen: Nach Albert von Koelliker (auch Kölliker) (6.7.1817 - 2.11.1905 Würzburg) ist die Koellikeria benannt (Helmut Genaust).



Pflanzennamen: Benannt ist die "Leuchtenbergia", eine Gattung der Cactaceae, nach Eugène von Beauharnais, Stiefsohn Napoleons (3.9.1781 - 21.2.1824, als Herzog von Leuchtenberg Besitzer des Fürstentums Eichstätt).



Pflanzennamen: Der Kletterstrauch "Besleria violacea" ist nach dem Nürnberger Apotheker Basilius Besler (13.2.1561 - 13.3.1629) benannt, "Pallisya Brauni" (eine vorweltliche Konifere) nach dem Bayreuther Botaniker Karl Friedrich Wilhelm Braun (1.12.1800 - 20.7.1864), die Fuchsie nach dem Ansbacher Leibarzt und Botaniker Leonhart Fuchs (17.1.1501 - 10.5.1566).



Pflanzennamen: Eine Segge erhielt den Namen "Carex Hornschuchiana" nach Christian Friedrich Hornschuch (21.8.1793 - 25.12.1850) aus Bad Rodach (BBB).



Pflanzennamen: Durch Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war, wurden 5800 Pflanzenspezies, davon 3600 bis dahin unbekannte, festgelegt. 267 Pflanzen tragen seinen Namen, u. a. die Salix Humboldtiana.



Pflanzennamen: "Jungermanniana" (eine Gattung der Lebermoose) ist nach dem Altdorfer Botaniker Ludwig Jungermann (4.7.1572 - 7.6.1653) benannt, die "Kochia" (Radmelde) nach dem Erlanger Botaniker Wilhelm Daniel Joseph Koch (5.3.1771 - 14.11.1849), eine Orchideenart nach dem Erlanger Rüdiger Kohlmüller, das Kunigundenkraut nach der Bamberger Heiligen Kunigunde (+1033), eine Lilie Leopoldia nach dem belgischen König Leopold I. Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (16.12.1790 Coburg - 10.12.1865), die Grasgattung "Leersia" nach dem in Wunsiedel geboren Botaniker Johann Georg Daniel Leers (23.2.1727 - 7.12.1774).



Pflanzennamen: "Martiusella" heißt eine Gattung der Sapotaceae nach Carl Friedrich Philipp von Martius (17.4.1794 - 13.12.1868) aus Erlangen. An die Nürnberger Botanikerin Maria Sibylla Merian (2.4.1647 - 13.1.1717) erinnern 6 Pflanzen-, 9 Schmetterlings- (u. a. "Inga merianae") und 2 Wanzennamen. Linné nannte eine Motte "Tinea Merianella.



Pflanzennamen: Nach Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (26.8.1819 - 14.12.1861) ist eine englische Eibe (Prince Albert yew) Saxe-Gothaea benannt (Helmut Genaust).



Pflanzennamen: Nach Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha (26.2.1861 - 14.8.1948) sind benannt u. a. ferdinandi-coburgi saxifraga (Steinbrech)(Helmut Genaust).



Pflanzennamen: Nach Johann Christian Daniel Schreber (17.1.1739 - 10.12.1810 Erlangen) ist die Schrebera benannt (Helmut Genaust).



Pflanzennamen: Nach Gotthilf Heinrich von Schubert (26.4.1780-30.6.1860) Realschulrektor in Nürnberg und ab 1819 Professor an der Universität Erlangen ist die Schubertia benannt (BBB, Helmut Genaust).



Pflanzennamen: An den Bad Windsheimer Georg Wilhelm Steller (10.3.1709 - 12.11.1746) erinnert der Purgierstrauch Stellera. Nach dem Nürnberger Jakob Sturm (21.3.1771 - 28.11.1848) wurde das Zwiebelknabenkraut benannt. Linné hat den Namen Christoph Jakob Trews (16.4.1695 Lauf an der Pegnitz - 18.7.1769 Nürnberg) der "Trewia", einer exotischen Baumart, gegeben.



Pflanzennamen: Die "Volkameria" (Clerodendron) hat ihren Namen von dem Nürnberger Arzt und Botaniker Johann Georg Volckamer II. (7.5.1662 - 8.6.1744) (BBB). "Wolffia", eine Zwergwasserlinse, geht auf den Schweinfurter Arzt Johann Friedrich Wolff (1778 - 13.3.1806) zurück. (+auch 13.5.)



Pflanzennamen: Nach dem Kulmbacher Johann Apollonius Peter Weltrich (30.4.1781 - 23.8.1850) ist eine ausgestorbene Pflanze Weltrichia mirabilis benannt.



Pflanzennamen: Die Zinnie (Korbblütler) ist nach dem Ansbacher Anatom und Botaniker Johann Gottfried Zinn (4.12.1727 - 6.4.1759) benannt (DBE; ADB: *Schwabach).



Pflanzenphysiologie: Julius von Sachs (2.10.1832 - 29.5.1897 Würzburg) begründete die Pflanzenphysiologie (u. a. Hydrokultur). Er erkannte, dass Stärke mit Hilfe von Chlorophyll unter Lichteinfluss gebildet wird. Er formulierte die "Summengleichung der Photosynthese". Sein Laboratorium in Würzburg hatte Weltruf. Er entwickelte eine Reihe von Instrumenten (Brockhaus, Jahn, Lex. d. Naturwiss.)



Pflanzenphysiologie: Wilhelm Pfeffer (9.3.1845 - 31.1.1920), 1870/71 Assistent an der Universität Würzburg, erklärte die Bewegungen der Pflanzenteile durch den osmotischen Druck und entwickelte das Osmometer ("Pfeffersche Zelle"). Pfeffer erkannte als erster das Plasma als Sitz der Reizbarkeit der Pflanzen und schuf neue Begriffe (u. a. Phototropismus, Thermosynthese). Er wies ferner die Gültigkeit des "Massenwirkungsgesetzes" bei Stoffwechselvorgängen nach, führte die Mikrochemie in die Biologie ein und ist Mitbegründer der modernen Pflanzenphysiologie und Wegbereiter der Molekularbiologie (Pötsch, NDB, DBE, GBBE).



Pflanzenphysiologie: Georg Albrecht Klebs (23.10.1857 - 15.10.1918), der sich u. a. von 1879 bis 1881 in Würzburg aufhielt, ist Mitbegründer der Pflanzenphysiologie (Jahn, DBE).



Pflanzenphysiologie: Kurt Noack (22.1.1888 - 10.11.1963), der u. a. 1922 an der Universität Erlangen tätig war, begründete in Erlangen eine Schule der Chemophysiologie der Pflanzen. Er ist "Wegbereiter" der Pflanzenbiochemie in Deutschland (NDB).



Pflanzenphysiologie: Der Botaniker Otto Ludwig Lange (*21.8.1927) entwickelte zusammen mit Heinz Walz aus Effeltrich das Porometer, mit dem der Gaswechsel und die Diffusionswiderstände von Blättern ermittelt werden können.



Pflanzenschutz: Johann Rudolph Glauber (10.3.1604 - 16.3.1670) aus Karlstadt, der von 1652 bis 1654 in Kitzingen lebte, verdanken wir erste chemische Versuche. Er beizte Getreide mit Natriumsulfat und Alkohol als Mittel gegen Pilzkrankheiten. Er entwickelte ferner Verfahren zur Bodenentseuchung, Raupenleim für den Obstbau und diverse Holzschutzmittel (u. a. Lex. d. Naturwiss.) (+auch 1668?, 10.3.1670).



Pflanzenschutz: Otto Appel (Apel) (19.5.1867 - 10.11.1952) aus Coburg, u. a. Assistent in Würzburg, war führend in der Erforschung der Kartoffelkrankheiten (Gründer: Institut für Kartoffelkrankheiten Berlin 1919). Er organisierte den modernen Pflanzenschutz in einer für viele Länder exemplarischen Weise. Die Prüfung und Anerkennung von Geräten und Präparaten geht auf seine Initiative zurück (NDB, D. Redlhammer).



Pflanzenschutz: Gustav Korff (31.5.1872 - 1.7.1934), der u. a. in Erlangen tätig war, baute einen modernen Überwachungs- und Beratungsdienst für Landwirtschaft und Gartenbau auf, der vorbildlich für die übrigen deutschen Länder wurde. Die von ihm eingeführte Pflanzenbeschau (Kontrolle der Ein- und Ausfuhr) wurde international übernommen (NDB, BBB).



Pflanzenzüchtung: Die Pflanzenzüchtung in Europa sieht ihren "Initiator" in Alexander von Humboldt (14.9.1769 - 6.5.1859), der von 1792 bis 1797 für das Fürstentum Bayreuth tätig war.



Pflanzenzüchtung: Jakob Ackermann (10.3.1873 - 22. 2. 1938), Ausbildung an der Landwirtschaftsschule Schafhof-Nürnberg, gründete den Klub bayerischer Landwirte und den Bayerischen Saatzuchtverein (GBBE).



Pflanzenzüchtung: Auf Ludwig Kießling (31.3.1875 - 3.2.1942) aus Schwarzenbach an der Saale, den "Vater der bayerischen Pflanzenzüchtung", gehen die Grundlagen für Veredelung von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen zurück (NDB, BBB, GBBE).



Pfünz: (Walting): in der Literatur: "Santa Evita" von Tomás Eloy Martínez.



Pharmazie: Das erste pharmazeutische Synonymenlexikon verfasste der Arzt Johann Agricola (1496 - 6.3.1570) aus Gunzenhausen (NDB, DBE, GBBE *um 1488).



Pharmazie: Daniel Ludwig (5.10.1625 - 11.9.1680), ab 1650 in Königsberg (Ufr.), schrieb 1671 "De pharmacia moderno saeculo accomodata" ein Werk von "grundlegender Bedeutung" für die moderne europäische Pharmakologie (DBE, GBBE).



Pharmazie: Lorenz Heister (19.9.1683 - 18.4.1758), Professor der Anatomie und Botanik in Altdorf, begründete die wissenschaftliche Arzneikunde in Deutschland (Renkhoff).
Bibliographie



Pharmazie: Die Bibliothek des Arztes Christoph Jakob Trew (16.4.1695 Lauf an der Pegnitz - 18.7.1769 Nürnberg) besitzt "höchsten Wert für die Pharmaziegeschichte" (W. Schneider). Sie wird heute in der Universitätsbibliothek Erlangen aufbewahrt (u. a. BBB).



Pharmazie: Georg Ludwig Claudius Rousseau (24.9.1724 - 24.1.1794) aus Bad Königshofen, der seine Ausbildung zum Apotheker in Würzburg absolvierte, führte den praktischen, auf Experimente begründeten pharmazeutisch-chemischen Unterricht ein (DBE, GBBE, BBB).



Pharmazie: Johann Salomo Christoph Schweigger (8.4.1779 - 6.9.1857) aus Erlangen gründete 1829 in Halle ein pharmazeutisch-chemisches Lehrinstitut (Pötsch).



Pharmazie: Der Begriff Pharmakognosie wurde 1832 durch den Erlanger Theodor Martius (Juli 1796 - 15.9.1863) in die Arzneikunde eingeführt (W. Schneider).



Pharmazie: Eugen Dieterich (6.10.1840 - 15.4.1904) aus Waltershausen (Ufr.) begründete die Produktion von galenisch-pharmazeutischen Präparaten. Er war bekannt als Konstrukteur von Maschinen und als "Reformator" der Pharmazie (NDB, BBB).



Pharmazie: Der Nürnberger Apotheker Hermann Peters (14.12.1847 - 9.5.1920) sammelte als erster pharmazeutische Altertümer und begründete mit dem ersten deutschen pharmaziehistorischen Museum in Nürnberg die pharmazeutische Museologie (W. Schneider, NDB, DBE).



Pharmazie: Ludwig Heumann (1.4.1869 - 26.4.1918), Pfarrer und "Heilkundiger", gründete 1913 eine pharmazeutische Spezialfabrik in Nürnberg; es war damals der größte derartige Betrieb in Bayern. Der berühmte "Pfarrer-Heumann-Kalender" wurde weltweit übersetzt (W. Schneider).



Pharmazie: Nach Walther Straub (8.5.1874 - 22.10.1944), u. a. ab 1906 in Würzburg tätig, sind benannt: das Straubsche Froschherz (Digitaliswirkung) und das Straubsche Mäuseschwanzsymptom (es handelt sich um den ersten biologischen Nachweis für Morphin) (Lex. d. Naturwiss., GBBE)



Pharmazie: Oskar Gros (13.3.1877 Werneck - 3.8.1947) führte verschiedene Begriffe zur Erforschung pharmakologischer Wirkungen ein (GBBE).



Philosophie: Zitate: "Nehmet den Menschen die Vernunft und Rede, so werden sie nichts übrig haben" (Conrad Celtis). "Schlaf, Wein, Philosophie und ein guter Freund sind eine Erleichterung und gleichsam ein Fuhrmann des Lebens" (Conrad Celtis). "Ich würde mich für viele Ideen begeistern, wären nicht deren Verfechter" (Karlheinz Deschner). "Was der Mensch nicht aus sich selbst erkennt, das erkennt er gar nicht" (Ludwig Feuerbach). „Bevor man sich eine Weltanschauung bildet, sollte man die Welt erst anschauen“ (Alexander von Humboldt). "Denken ist immer eine schlimme Sache" (Oskar Panizza). "Die Philosophie endet wie eine Flamme mit einer himmlischen Spitze nach oben" (Jean Paul). "Die Vergangenheit und die Zukunft verhüllen sich uns; aber jene trägt den Witwenschleier, und diese den jungfräulichen" (Jean Paul). "Es kommt eine Zeit, wo die Zukunft nichts mehr hat und wir unsre Gegenwart nur durch Erinnerungen schmücken." (Jean Paul). "Das Denken, das kostet doch zu viel Kraft, die Verdauung leidet, der Magen erschlafft" (Friedrich Gottlob Wetzel).



Philosophie: Zitate: "Unsterblichkeit verlangt den Tod" (Ernst Penzoldt). "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie" (Karl Eduard Rothschuh). "Alle Geburt ist Geburt aus Dunkel ans Licht" (Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling). "Alles Philosophieren besteht in einem Erinnern des Zustandes, in welchem wir eins waren mit der Natur" (Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling). „Glückseligkeit ist ein Zustand der Passivität“ (Schelling). "Tot ist das Volk! - Wohlauf ich!" (Max Stirner). "Ich habe eine Hoffnung für die Kultur des deutschen Geistes, dass die Zeit komme, in welcher Schopenhauer zum Gesetz für unser Denken und Erkennen gemacht werde." (Richard Wagner). "In den Plan der besten Welt gehörten auch die Skorpionen" (Wilhelm Ludwig Wekhrlin). "Das Werk eines Philosophen ist viel leichter zu verbrennen, als - zu widerlegen" (Wilhelm Ludwig Wekhrlin).



Philosophie: Tiefsinn und spekulative Betrachtungsweise waren nie eine Spezialität der auf praktische Denkart gerichteten Franken. Ihr Beitrag zur deutschen Philosophie war durchaus marginaler Natur, bis im 19. das Dreigestirn Hegel, Feuerbach und Schelling auftauchte. Hegel hielt sich längere Zeit in Franken auf und veröffentlichte 1807 in Bamberg und Würzburg das wohl originellste und anspruchsvollste Buch der deutschen Philosophie "Die Phänomenologie des Geistes". Sein Schüler Feuerbach stellte die geistige Verbindung zu Marx und Engels her. Er schuf die Grundlagen der Religionskritik. Seine atheistischen und materialistischen Anschauungen wirken bis in unsere Tage in der marxistisch-leninistischen Philosophie fort. Eigene Wege ging Schelling als Hauptvertreter des Idealismus in der frühen Romantik.



Philosophie: Zitate: "Was der Mensch nicht aus sich selbst erkennt, das erkennt er gar nicht" (Ludwig Feuerbach). "Ein gewisses Maß an Philosophie ist nötig, um zu wissen, dass man auf sie verzichten kann" (Karlheinz Deschner).



Philosophie: Der hl. Albertus Magnus (1193/1200? - 15.11.1280), der sich von 1263 bis 1267 in Würzburg aufhielt, war als Theologe, Philosoph und Naturforscher universellster Geist des Mittelalters. Mit "De divinis nominibus" schrieb er das "bedeutendste" Werk der neuplatonischen Richtung in der Hochscholastik. Er begründete den christlichen Aristotelismus im Mittelalter (NDB). (*auch 1193 oder um 1206).
Bibliographie



Philosophie: Georg Eduard Daum (1752- 1800), seit 1777 an der Universität Bamberg, schloss sich als einer der ersten katholischen Philosophen Kant an (Kraus).



Philosophie: Maternus Reuß (22.2.1751 Westheim-Hammelburg - 26.9.1798 Würzburg) ist einer der frühesten Anhänger der kritischen Philosophie Kants (BBB, GBBE).



Philosophie: Johann Benjamin Erhard (8.2.1766 - 28.11.1827) aus Nürnberg, der sich u. a. in Ansbach aufhielt, traf in Königsberg mit Kant zusammen. Der große Philosoph machte ihm das Kompliment: "Unter allen Personen, die ich persönlich kennen lernte, wünschte ich mir keinen mehr zum täglichen Umgange als Sie" (ADB, BBB). (+auch 1826).



Philosophie: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (27.8.1770 - 14.11.1831) war u. a. in Bamberg und Nürnberg tätig. Er verfasste die "Phänomenologie des Geistes", das umfangreichste System der deutschen Philosophie im Idealismus (s. auch eigener Artikel).
Bibliographie



Philosophie: Das 1843 gegründete Eichstätter Lyzeum "entwickelte sich rasch zum Zentrum des Neuthomismus" (St. Kellner).



Philosophie: Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (27.1.1775 - 20.8.1854) lehrte von 1803 bis 1806 in Würzburg und von 1820 bis 1827 in Erlangen (s. auch eigener Artikel). In der Literatur: Heinrich Heine "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland".
 
Bibliographie



Philosophie: Ludwig Feuerbach (28.7.1804 - 13.9.1872), u. a. Dozent in Erlangen, Aufenthalt auf Schloss Bruckberg bei Nürnberg, Ansbach und Nürnberg, gestorben in Rechenberg bei Nürnberg, wurde zum "einflussreichsten" Denker des Vormärz. Seine Ideen beeinflussten die Philosophiegeschichte maßgebend (s. auch eigener Artikel).
Bibliographie



Philosophie: "Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer erst am spätesten kommt" (Ludwig Feuerbach Zitat).



Philosophie: Der Philosoph Franz Brentano (16.1.1838 - 17.3.1917), u. a. Professor in Würzburg und Wien, entwickelte eine auf der Psychologie gegründete empirisch-naturwissenschaftliche Methodik. Er war Lehrer des späteren tschechischen Staatspräsidenten Masaryk (NDB, BBB, GBBE).



Philosophie: Paul Hensel (17.5.1860 - 8.11.1930 Erlangen) hat "wesentlichen Anteil an der Wiedererweckung der nachkantianischen Philosophie des deutschen Idealismus" (NDB).



Philosophie: "Ideologie: Idee im Kriegszustand" (Karlheinz Deschner - Zitat).



Philosophie: Adolf Dyroff (2.2.1866 - 3.7.1943) aus Damm-Aschaffenburg, von 1894 bis 1899 Gymnasiallehrer in Würzburg, gilt als einer der bedeutendsten katholischen Denker des 20. Jahrhunderts. "Bahnbrechend" sind seine Veröffentlichungen zur Philosophie der Renaissance (NDB, BBB).



Philosophie: Julius Binder (12.5.1870 - 28.8.1939) aus Würzburg, 1903 Professor in Erlangen und 1913 in Würzburg, ist Mitbegründer der philosophischen Gesellschaft Internationaler Hegelbund. Er hatte "maßgebenden" Anteil an der Erneuerung der Hegelschen Philosophie (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Philosophie: Hugo Dingler (7.7.1881 - 29.6.1954), der sich u. a. in Aschaffenburg aufhielt, gilt als Schöpfer der Methodischen Philosophie (BBB).



Philosophie: Rudolf Zocher (7.7.1887 - 30.6.1976 Erlangen) ist einer der "führenden" Kantforscher des 20. Jahrhunderts (DBE, GBBE).



Philosophie: Max Horkheimer (14.2.1895 - 7.7.1973), der Begründer der Kritischen Theorie, ist in Nürnberg gestorben. Er ist der Begründer der neomarxistischen Schule ("Frankfurter Schule") und gehört zu den wenigen prominenten Juden, die aus der Emigration wieder nach Deutschland zurückkehrten (DBE, Killy).



Philosophie: Hermann Glockner (23.7.1896 Fürth - 11.7.1979) gilt als „führender Vertreter des Neuhegelianismus“ (GBBE).



Philosophie: Helmut Kuhn (22.3.1899 - 2.10.1991), 1949 Universität Erlangen, gehörte zu den „wichtigsten Erneuerern der Philosophie in Deutschland“ (GBBE).



Philosophie: Reinhard Löw (15.2.1949 - 25.8.1994) starb in Nürnberg. „Gegen einen materialistischen und evolutionistischen Ansatz entwarf er eine organische Naturphilosophie“ (GBBE).



Philosophie: Die Neuscholastik wurde wesentlich von der sog. Eichstätter Schule (F. Morgott, M. Schneid, A. Stöckl, J. E. von Pruner, M. Grabmann, W. Wittmann) beeinflusst.



Photochemie: Emil Wartburg (9.3.1846 - 28.7.1931 Grunau Bayreuth) ist Mitbegründer der quantitativen Photochemie. Er bestätigte Einsteins Hypothese von der quantenhaften Lichtabsorption (A. Hermann).



Photographie: Die Projektionssysteme des Nürnberger Malers Albrecht Dürer (21.5.1471 - 6.4.1528) gelten als frühe Vorläufer der Photographie (W. Hadorn).



Photographie: Der Chemiker Johann Rudolph Glauber (10.3.1604 - 10.3.1670) aus Karlstadt machte wichtige Entdeckungen zur Lichtempfindlichkeit. Er stellte fest: "Wenn man aus dem Salpeter und Vitriol ein starkes Wasser destilliert, in demselben ein wenig Silber auflöst und Regenwasser hinzuschüttet, dann färbt hernach solches Wasser nicht allein alle harten Hölzer dem Ebenholz gleich, sondern auch Pelzwerk und Federn werden von ihm kohlschwarz gefärbt". Glauber hielt sich u. a. 1652 - 1654 in Kitzingen auf (Feldhaus). (+auch 16.3.1670, 1668).
Bibliographie



Photographie: Johann Heinrich Schulze (12.5.1687 - 10.10.1744), von 1720 bis 1732 Professor der Medizin in Altdorf, entdeckte 1725/27 die Lichtempfindlichkeit der Silbersalze (Chlorsilber) und entwickelte daraus das erste Kopierverfahren zur Herstellung von schwarzweißen Licht- und Schattenbildern. Es handelt sich um eine der bedeutendsten Erfindungen in der Geschichte der Photographie vor Daguerre (Koschatzky, DBE, GBBE, BBB).



Photographie: Die ersten photographischen Aufnahmen machten noch vor Daguerre Carl August von Steinheil (12.10.1801 - 12.9.1870) und Franz von Kobell (19.7.1803 - 11.11.1882); beide hatten an der Universität Erlangen studiert bzw. promoviert u. a. BBB).



Photographie: Carl Albert Dauthendey (1.11.1819 - 5.9.1896) wurde als Hofphotograph des Zaren Nikolaus I. zum Pionier der Photographie in Russland. Er gilt als der erste Fotograf auf deutschem Boden. Sein Sohn, der Dichter Max Dauthendey, erinnerte sich: "Die Erfindung der Farbenphotographie beschäftigte ihn lebhaft. Er hat viele Versuche in dieser Richtung unternommen, viel Zeit und Geld geopfert. Einmal gelang es ihm sogar, eine Blume, die er photographiert hatte, in natürlichen Farben festzuhalten. Noch dreißig Jahre später zeigte er mir das gelungene Versuchsbild, das er immer noch in seinem Schreibtisch aufbewahrte." (Aus "Der Geist meines Vaters" 1912).



Photographie: Die Gebrüder Schlagintweit, die zeitweise auf der Jägersburg bei Forchheim lebten, erforschten als erste den indischen Subkontinent in seiner Gesamtheit und setzten bei diesem Unternehmen "erstmals in dieser Größenordnung" die Photographie ein.



Photographie: Der Nürnberger Paul Rudolph (14.11.1858 - 8.3.1935) schuf die "Grundlagen für die modernen photographischen Objekte" (DBE).



Photographie: Einer der angesehensten Photochemiker seiner Zeit, Hinricus Lüppo-Cramer (5.3.1871 - 23.5.1943), hielt sich u. a. in Schweinfurt auf. Er entdeckte das Brom-, sowie Chlorhydrochinon als Entwicklersubstanz (NDB).



Photographie: Die Materialien zur Photographie des Erich Stenger (5.8.1878 Aschaffenburg - 24.9.1957 Kreuzwertheim) waren die größte Sammlung ihrer Art (BBB, GBBE).



Photographie: Einer der bekanntesten deutschen Photographen, Heinrich Hoffmann (12.9.1885 - 16.12.1957), ist in Fürth geboren. Er gab 1932 als erster ein Photoalbum über Hitler, mit dem er befreundet war, heraus. Er erhielt das alleinige Recht, Photos von Hitler anzufertigen und zu veröffentlichen. Er "prägte im wahrsten Sinne des Wortes das Bild Hitlers in der Öffentlichkeit" (F. Bedürftig). Er gehörte 1926 zu den Begründern des „Illustrierten Beobachters“. Seine Sekretärin Eva Braun wurde Hitlers Frau (Scheibmayr, DBE, GBBE).



Photographie: Als "Pionier" und "prominentester" Vertreter der Neuen Sachlichkeit gilt der Photograph Albert Renger-Patzsch (22.6.1897 - 27.5.1966) aus Würzburg (DBE, GBBE, H. Schöttle).



Photographie: Der Schweinfurter Gelatinefabrik verdanken wir die Erfindung der Trockenplatte.



Photographie: Wesentliche Impulse zur Popularisierung der Photographie gingen von Porst Nürnberg, dem ältesten Photohaus Deutschlands und dem zeitweise "größten der Welt", aus. Der Gründer Hanns Porst (9.2.1896 - 6.6.1984) führte als erster 1925 die Teilzahlung und den Postversand für Kameras ein. Er war „vorübergehend“ Bürgermeister von Rückersdorf bei Nürnberg (u. a. NDB, GBBE).



Photographie: Blitzgeräte steuerte die 1938 gegründete Fa. Metz (der weltweit größte Hersteller) in Zirndorf bei. Paul Metz wurde am 24.1.1911 in Nürnberg geboren.



Photographie: Ein Photo ging um die Welt: Am 15.8.1961 setzte sich der DDR-Grenzsoldat Conrad Schumann mit einem Sprung in den Westen ab. Schumann starb am 20.6.1998 in Kipfenberg.



Photographie: Die Foto Quelle ist das "größte Photospezialhaus Europas" (DBE).



Photozelle: Der "Meister der messenden Physik" Wilhelm Hallwachs (9.7.1859 - 20.6.1922), von 1884 bis 1886 Assistent in Würzburg, entdeckte den nach ihm benannten "Hallwachseffekt". Auf ihm basiert die Photozelle und die sog. lichtelektrische Ermüdung. Auf seine Entdeckungen baute Albert Einstein weiter auf. Hallwachs führte an der TH Dresden das Studium der Physik ein und organisierte erstmals Abschlussexamina (NDB, DBE).



Physik: "Die Ideen sind nicht verantwortlich für das, was die Menschen aus ihnen machen" (Werner Heisenberg Zitat).



Physik: Albertus Magnus (1193/1200? - 15.11.1280), Würzburg 1263 und 1264 bis 1265, war der "erste bedeutende Physiker und experimentelle Wissenschaftler des christlichen Abendlands" (Reiser). (*auch um 1193 oder 1206).
Bibliographie



Physik: Johann Christoph Sturm (3.11.1635 - 26.10.1703) aus Hilpoltstein führte als erster in Deutschland das Experiment in den Physikunterricht ein und entwickelte physikalische Geräte; er wurde damit zum Begründer der Experimentalphysik (ADB, DBE, H. W. Nachrodt) (auch *1634).



Physik: Das physikalische Kabinett in Ingolstadt des Cölestin Steiglehner (17.8.1738 - 21.2.1819) aus Sündersbühl (Nürnberg) zählte zu den "reichhaltigsten" in Deutschland. Als "erster Lehrer an einer deutschen Hochschule" las er das Fach Experimentalphysik (DBE, GBBE, BBB).



Physik: Einer der bekanntesten Physiker des 19. Jahrhunderts Georg Simon Ohm (16.3.1789 - 6.7.1854), ist in Erlangen geboren (s. auch eigener Artikel).
 
Bibliographie



Physik: Friedrich Wilhelm Hubert von Beetz (27.3.1822 - 22.1.1886), ab 1858 an der Universität Erlangen tätig, verdanken wir die Neuentwicklung von physikalischen Apparaten (NDB).



Physik: Eugen von Lommel (19.3.1837 - 19.6.1899), der ab 1868 an der Universität Erlangen lehrte, gilt als einer der "fruchtbarsten" Physiker seiner Zeit. Er beobachtete als erster die Veränderungen des Chlorophylls unter Bestrahlung (NDB, DBE).



Physik: August Kundt (18.11.1839 - 21.5.1894), ab 1870 in Würzburg tätig, entdeckte 1871 die Dispersion der Gase, bewies 1876 die Einatomigkeit des Quecksilberdampfes und 1879 die magnetische Drehung der Polarisationsebene des Lichts für Gase. Die nach ihm benannten "Kundtschen Staubfiguren" (1866) sind eine einfache Methode zur Messung der Schallgeschwindigkeit in Gasen. Nach ihm ist der Kundt-Effekt und das Kundtsche Rohr benannt. Er stellte als erster Metallspiegel durch Kathodenzerstäubung her. Kundt war Lehrer von Röntgen (NDB, DBE, Lex. d. Naturwiss.)



Physik: Der Würzburger Professor (ab 1875) Friedrich Kohlrausch (14.10.1840 - 17.1.1910) gehört zu den Begründern der physikalischen Chemie (s. auch Elektrizität, Elektrochemie).



Physik: Nach Emil Warburg (9.3.1846 Grunau Bayreuth - 28.7.1931) ist das Warburg-Gesetz benannt (Wärmeproduktion) (Lex. d. Naturwiss.) Ihm gelang u. a. 1875/76 die experimentelle Bestätigung der kinetischen Gastheorie und 1876 der Nachweis der Einatomigkeit des Quecksilberdampfes. Namengebend: Warburg-Gesetz (DBE, Lex. d. Naturwiss.)



Physik: Der wohl produktivste deutsche Physiker, Karl Ferdinand Braun (6.6.1850 - 20.4.1918), war von 1872 bis 1874 Assistent an der Universität Würzburg (s. auch Braunsche Röhre, Fernsehen, Funk, Nobelpreis, Telegraphie, Transistor).



Physik: Nach Wilhelm Heß (4.2.1858 Aschaffenburg - 9.10.1937 Bamberg) ist die Kreiselbewegungsform des Gyroskops (1890 Heßscher Fall) benannt (GBBE).



Physik: Die Arbeiten von Theodor Des Coudres (13.3.1862 - 8.10.1926), 1901 Universität Würzburg, gelten als „bahnbrechend für die Entwicklung der Elektronenphysik“. (GBBE).



Physik: Zu den "ganz großen Experimentalphysikern" zählt Wilhelm Wien (13.1.1864 - 30.8.1928), der ab 1900 20 Jahre lang als Professor in Würzburg wirkte. Er darf den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, einer der letzten gewesen zu sein, die Theorie und Experiment gleichermaßen "meisterhaft" beherrschten (W. Hauser). Er berechnete 1907 als erster die Wellenlänge der Röntgenstrahlen aus dem "Planckschen Energieelement". Nach ihm benannt ist die "Wien-Plancksche Spektralgleichung" (s. auch Atomforschung, Nobelpreis, Strahlentheorie, Wärmelehre).



Physik: Tobias Fischer (18.1.1871 - 31.12.1953) aus Nürnberg entwickelte maßgeblich die Präzisionsmessung von Gewicht, Zeit und Temperatur. Er hatte darüber hinaus erheblichen Einfluss auf die Ausbildung der Physiklehrer (NDB, BBB).



Physik: (Johann) Johannes Stark (15.4.1874 - 21.6.1957), der u. a. 1920 in Würzburg tätig war, gehörte zu den Hauptvertretern der sog. Deutschen Physik in der Nazizeit (s. auch Nobelpreis, Strahlentheorie).



Physik: Adolf Bestelmeyer (21.12.1875 Nürnberg - 21.11.1957) erfand das Ballonvariometer zur Messung der Vertikalgeschwindigkeit des Freiballons (DBE, GBBE).



Physik: Ludwig Prandtl (4.2.1875 - 15.8.1953), der u. a. bei MAN in Nürnberg arbeitete, gilt als Begründer der modernen Hydro- und Aerodynamik. Er führte 1908 Windkanalversuche ein, entwickelte die Theorie der turbulenten Strömung und 1918/19 die Tragflügeltheorie. Namengebend: Prandtl-Rohr zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit, ferner u. a. 1910 die Prandtl-Zahl (Kenngröße für turbulente Strömung) (DBE, GBBE).



Physik: Lorenz Ludwig Maximilian Ernst von Angerer (2.2.1881 - 20.2.1951) aus Würzburg wurde als "Meister der Experimentierkunst" gerühmt (NDB).



Physik: Ludwig Hopf (23.10.1884 - 23.12.1939 Nürnberg) war u. a. 1909 Assistent Albert Einsteins in Zürich (DBE).



Physik: Nach Hans Grimm (20.10.1887 - 25.10.1958), 1924 an der Würzburger Universität tätig, sind die Grimm-Regel (Bildung von Ionenmischkristallen) und 1925 der Grimmsche Hydridverschiebungssatz (Atomphysik) benannt (Lex. d. Naturwiss.)



Physik: Heinrich Franke (27.6.1887 - 7.1.1966 Erlangen) entwickele u. a. einen Belichtungsautomaten (DBE, GBBE).



Physik: Bernhard Gudden (14.3.1892 - 3.8.1945), ab 1926 an der Universität Erlangen tätig, ist Mitbegründer der Halbleiterphysik. Namengebend: Gudden-Pohl-Effekt (Phosphoreszenzerscheinung) (DBE, GBBE)



Physik: Einer der bedeutendsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, der "Hohepriester der deutschen theoretischen Physik" und Nobelpreisträger Werner Heisenberg (5.12.1901 - 1.2.1976) ist in Würzburg geboren (s. auch eigener Artikel).
Bibliographie



Physik: Gustav Kortüm (14.6.1904 - 1.12.1990), der von 1929 bis 1931 an der Universität Würzburg tätig war, entwickelte eine lichtelektrische Meßmethode (Pötsch, DBE).



Physik: Konrad Gund (25.4.1907 - 31.5.1953), der u. a. in Erlangen beschäftigt war, entwickelte ein Gerät zur medizinischen Bestrahlung (DBE).



Physik: Erich Bagge (30.5.1912 - 5.6.1996) aus Neustadt bei Coburg konstruierte 1941/43 eine Isotopentrennanlage und 1954/55 eine verbesserte Funkenkammer. Er gründete 1957 das Institut für Reine und Angewandte Kernphysik in Kiel (Lex. d. Naturwiss., DBE, GBBE).



Physik: Der amerikanische Physiker Jack Steinberger, der am 25.5.1921 in Bad Kissingen geboren wurde, entdeckte 1962 die Neutrinostrahlen-Methode (Lex. d. Naturwiss., s. auch Nobelpreis).



Physik: Georg Otto Alefeld (2.3.1933 - 25.8.1995) aus Poppenlauer (Maßbach) bei Bad Kissingen entdeckte die Ferroelastizität in den Metallwasserstoffsystemen (DBE, GBBE).



Physik: Klaus von Klitzing (*1943) promovierte und habilitierte sich in Würzburg. Er entdeckte den "quantisierten Hall-Effekt", der Klitzing-Effekt benannt wurde (s. auch Nobelpreis).



Physik: 1994 gelang Hans Graßmann, 1960 in Bamberg geboren, das Top Quark, das schwerste existierende Teilchen nachzuweisen. Er entwickelte ferner eine neue Methode für die Kaliometrie.



Physiklehrbuch: Konrad von Megenberg (1309 - 14.4.1374) aus Mäbenberg (Georgensgmünd) bei Schwabach schrieb mit der Übersetzung der "Sphaerae mundi" das erste volkstümliche Lehrbuch der Physik und Astronomie (K. Kratzsch).



Physiologie: Die vergleichende Physiologie wurde von dem Bamberger Ignaz Döllinger (24.5.1770 - 14.1.1841), der u. a. ab 1803 in Würzburg tätig war, begründet.



Physiologie: Rudolph Wagner (30.6.1805 - 13.5.1864) aus Bayreuth, ab 1832 (DBE: 1833) an der Universität Erlangen tätig, entdeckte 1852 die Tastkörperchen der Haut und den Keimfleck im menschlichen Ei. Er gründete das Physiologische Institut Göttingen und 1863 die "Germania" (GBBE: *30.7.; BBB, DBE, Jahn, Lex. d. Naturwiss.; Meyer: *30.7. +13.4.; ADB: Vorname Rudolf)



Physiologie: Carl Ludwig (29.12.1816 - 24.4.1895), zeitweise an der Chirurgenschule Bamberg beschäftigt, stellte die Theorie halbdurchlässiger Membranen in den Organen auf. Er entwickelte 1847 das Kymografion zur Registrierung der Atmung-Blutdruckfunktion und 1859 die Blutgaspumpe (Pötsch, DBE).



Physiologie: Nach dem Würzburger Professor, ab 1868, Adolf Fick (3.11.1829 - 21.8.1901) ist das 1855 entdeckte Diffusionsgesetz benannt, ferner das Ficksche Prinzip 1872. Er erkannte, dass die Muskeln ihre Energie aus Kohlehydraten beziehen und konstruierte 1882 ein Gerät, mit dem die Muskeltätigkeit gemessen werden konnte. Er begründete in Würzburg eine wissenschaftliche Schule der Physiologie (Pötsch, DBE, Jahn, Lex. d. Naturwiss., GBBE: *3.9.)



Physiologie: "Neue Forschungswege" beschritt Carl Friedrich Wilhelm Krukenberg (27.5.1852 - 18.2.1889), der u. a. in Würzburg beschäftigt war. Er schuf als erster eine vergleichende Physiologie der tierischen Farbpigmente (NDB).



Physiologie: "Weltruhm" durch seine Forschungen zur Haut- und Tiefensensibilität erlangte Max von Frey (16.11.1852 - 25.1.1932 Würzburg), ab 1899 in Würzburg. Er stellte eine neue Schmerztheorie auf (NDB, DBE, Lex. d. Naturwiss., GBBE)



Physiologie: Hans Spemann (27.6.1869 - 12.9.1941), 1894 in Würzburg, entdeckte den Organisatoreffekt im Amphibienkeim (E. Hentschel, s. auch Nobelpreis).



Physiologie: Richard Wagner (23.10.1893 - 19.12.1970), der u. a. 1932 an der Universität Erlangen tätig war, begründete die Biokybernetik (DBE, GBBE).



Physiologie: Hermann Rein (8.2.1898 - 14.5.1953) aus Mitwitz bei Kronach entwickelte nach ihm benannte Geräte zur Messung von Atemluft und Blutströmungsgeschwindigkeit (DBE, E. Hentschel, Lex. d. Naturwiss.)



Physiologie: Hansjochen Autrum (6.2.1907 - 23.8.2003), ab 1952 in Würzburg tätig, entwickelte neue Methoden in der Elektrophysiologie (Lex. d. Naturwiss.)



Physiologie: Der Physiologie Karl Eduard Rothschuh (6.7.1908 - 3.9.1984), u. a. von 1949 bis 1951 an der Universität Würzburg tätig, gründete 1960 das Institut für Theorie und Geschichte der Medizin und 1965 die Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte (Ärzte-Lex., Jahn). Zitat: "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie."



Pianist: Der wohl berühmteste Pianist überhaupt und "der beste Virtuose seiner Zeit" Franz Liszt (22.10.1811 - 31.7.1886), der eine völlig neuartige Spieltechnik entwickelte, ist in Bayreuth gestorben und begraben (BBB: +1810).



Pianist: Einer der bekanntesten Pianisten seiner Zeit Georg Martin Adolph Henselt (9.5.1814 - 10.10.1889) ist in Schwabach geboren (BBB).



Pianist: Wilhelm Kempf (25.11.1895 - 23.5.1991), Pianist von Weltruf, hielt sich zeitweise in Thurnau auf. Er war Rektor der Stuttgarter Musikhochschule und erhielt für die Einspielung von Beethovens 5. Klavierkonzert Es-Dur die goldene Schallplatte (DBE, s. auch Wunderkind).



Pilgerreise: Die Beschreibung der Pilgerfahrt in das Heilige Land des Nürnbergers Hans Tucher von Simmelsdorf (10.4.1428 - 24.2.1491) gehört zu den "ersten und besten dieser Art" (ADB, LThK, Killy; Biogr. Wörterb. d. dt. Gesch., *auch 1438).



Pilze: Franz Neger (2.6.1868 - 6.5.1923) aus Nürnberg identifizierte zahlreiche Pilzarten (NDB).



Pilze: Der 1910 gegründete älteste Pilzverein Deutschlands hat seinen Sitz in Nürnberg.



Pinselmacher: Bechhofen (Neuendettelsau) bei Ansbach ist berühmt wegen seiner Pinselindustrie. Es beherbergt die einzige bundesdeutsche Berufsschule für Pinselmacher, ferner das 1985 gegründete Deutsche Pinsel- und Bürstenmuseum, die "einzige Schausammlung dieser Art" in Europa.



Pinzberg: bei Forchheim: berühmte Besucher: August von Platen 1824.



Pipeline: Eine Pipeline schlug als erster Athanasius Kircher (2.5.1602 - 27.11.1680), Aufenthalt in Aschaffenburg, Professor in Würzburg von 1629 bis 1631, dann in Rom, vor und zwar 1678 in "Mundus subterraneus". Er wollte "das aus der Erde kommende Petroleum durch Bleiröhren" zum Verbraucher leiten (Feldhaus). (+ 30.10 Lex. großer Naturwiss., 28.11. Fachlex. Forscher u. Erfinder).
 
Bibliographie



Pirk: (Hof): berühmte Besucher: Johann Kaspar Lavater (Schweiz) 1793.



Pizza: 1952 eröffnete Nicolino di Camillo in Würzburg die erste Pizzeria Deutschlands.



Planetoid: Der 1892 von Paliso entdeckte Planetoid wurde 1896 "Bamberga" benannt.



Plankenfels: Fränkische Schweiz: berühmte Besucher: August von Platen 1820, Heinrich Zschokke (Schweiz) 1795.



Plastik: Die spätromanischen und frühgotischen Figuren im Bamberger Dom aus dem 13. Jahrhundert sind in einer "Sternstunde" der deutschen Kunst entstanden. Die Elisabeth und der Reiter wurden zum "Inbegriff der spätstaufischen Skulptur" (B. Schütz). Da verschiedene Probleme ungelöst sind, z. B. Bildhauer, Standort oder die ikonographische Bedeutung des berühmten Reiters, wurden sie zum bis heute "am meisten diskutierten plastischen Ensemble des Mittelalters in Deutschland" (s. auch Aktfigur, Reiterstandbild). In der Spätgotik waren es dann Adam Krafft (Kraft), Veit Stoß und allen voran Tilman Riemenschneider, die mit zahlreichen Werken Glanzlichter in der deutschen Kunstlandschaft setzten. Hier wie in der Malerei jener Zeit, erreichte die fränkische Kunst europäischen Rang.



Plastik: Die Heidentaufe in der Kirche von Großbirkach (Ebrach) aus dem 11. Jahrhundert ist das "älteste erhaltene Relief der Romanik in Süddeutschland" (E. Eichhorn).



Plastik: Mit dem romanischen Kruzifix besitzt die Aschaffenburger Stiftskirche eines der wichtigsten Werke deutscher Plastik aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts.



Plastik: Der Meister der Bamberger Heimsuchung, auch Meister des Bamberger Reiters, tätig ca. 1230/37 in Bamberg, ist der "größte mittelalterliche Plastiker in der deutschen Kunst" (DBE, GBBE). "Das Lächeln der Synagoge und ihre Demut ist das Schönste, was die mittelalterliche deutsche Skulptur kennt" (M. Crnjanski). S. auch Reiterstandbild).



Plastik: Die Pfarrkirche in Karlstadt bewahrt eine Totenleuchte aus einem Sandsteinmonolith, Anfang 13. Jahrhundert, auf; diese Leuchte ist "eines der ältesten Denkmäler dieser Art" (Dehio).



Plastik: In der Pfarrkirche Dorfkemmathen (Langfurth) bei Ansbach steht eine Muttergottes aus Ton um 1430, ein Werk von "größter kunsthistorischer Bedeutsamkeit" (Dehio).



Plastik: Der Würzburger Tilman Riemenschneider (m 1460 - 7.7.1531) darf für sich den Ruhm "größter deutscher Bildschnitzer und Bildhauer" in Anspruch nehmen (s. auch eigener Artikel).
 



Plastik: Der Nürnberger Veit Stoß (um 1447/48/50 - um den 20.9.1533), Aufenthalt u. a. 1504/05 in Münnerstadt, ist "einer der Hauptvertreter der Spätgotik in Deutschland" (Knaurs Kulturf.) Er beeinflusste den gesamten deutschen Osten. Seine Werke befinden sich u. a. in Langenzenn, Nürnberg (Kruzifix in der Kaiserburg, St. Sebald, St. Lorenz "Englischer Gruß"), in der Fränkischen Galerie Kronach und im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Namengebend für einen ICE der Bundesbahn (s. auch Altar, Briefmarken). (*auch 1438).



Plastik: Adam Krafft (Kraft) (zwischen 1455/1460 Nürnberg - begraben 21.1.1509 Schwabach) schuf für St. Lorenz das "schönste" Sakramentshaus der Welt (Einsle). Seine "Krönung Marias" von 1503 ist der "Höhepunkt der deutschen Kunst jener Zeit". Krafft (Kraft) konnte mit der linken Hand genauso gut arbeiten wie mit der rechten (NDB, BBB, GBBE). Lebensdaten unklar: *1430, 1455 - +1507).



Plastik: Der Erzgießer und Medailleur Peter Vischer d. J. (1487 - 1528 Nürnberg) war der "erste und bedeutendste deutsche Kleinplastiker" (BBB).



Plastik: Peter Flötner (um 1485/86/90/95 - 23.10. oder 11.1546 Nürnberg) gilt als "Bahnbrecher der Renaissance in Deutschland". Er hat als erster in Deutschland die Formensprache der Renaissance eigenständig geschaffen und war "Schöpfer und erster Meister in Deutschland" für Plaketten in Bleiguss und Bronze (NDB, BBB) (Lebensdaten NDB: um 1455/60 - 1509), DBI: um 1460 - vor 1509).



Plastik: Eine "außergewöhnliche Leistung spätmittelalterlicher Steinmetzkunst" ist die sog. Schöne Säule im Mortuarium des Eichstätter Doms von Hans Paur (1475 bis 1500 war Hans Paur Dombaumeister) aus dem 15. Jahrhundert (Lang).



Plastik: Die Statue des heiligen Willibald 1514 von Loy Hering (um 1484/85/86 - nach dem 1.6.1554 Eichstätt) im Dom zu Eichstätt zählt zu den wichtigsten plastischen Kunstwerken der Renaissance. Es ist die "bedeutendste Greisendarstellung der abendländischen christlichen Kunst". Herings Kruzifix von 1525, ebenfalls im Eichstätter Dom, stellt den "Höhepunkt" der Kunst jener Zeit dar (s. auch Altar, Grabdenkmal).



Plastik: Das Alabaster-Wanddenkmal der Coburger Evangelischen Pfarrkirche St. Moritz (Ende 16. Jahrhundert) gehört mit einer Höhe von 12 Metern zu den eindrucksvollsten Prunkdenkmälern der Renaissance in Deutschland.



Plastik: Hans Juncker (um 1582 - um 1624), u. a. in Aschaffenburg tätig, gilt als „einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer in der Phase des Übergangs von der Spätrenaissance zum frühen Barock“ (GBBE).



Plastik: Die Ausstattung des Bamberger Doms 1648/53 durch Justus Glesker (zwischen 1610/1623 - 2.12.1678) ist die "früheste hochbarocke" Ausstattung einer Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg (Frankfurter Biogr.)



Plastik: Ferdinand Hund (um 1704 - 28.2.1758) aus Althausen ("in Franken") gehört zu den "bedeutendsten" Ornamentschnitzern des deutschen Rokoko (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Plastik: Als Pioniere der sog. Mikroplastiken (in Briefmarkengröße) gelten die Bamberger Paul Johann Hess (1743/44 - 1798) und Sebastian Hess (1732/33 - nach 1800) . Ab 1767 begannen sie, „Tempelruinen im Zwergenstil zu erschaffen“ (Der Spiegel).



Plastik: Als "originellster Kopf" unter den bayerischen Bildhauern an der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts wird der Eichstätter Ignaz Alexander Breitenauer (getauft 3.5.1757 - 4.5.1838) gerühmt (NDB, BBB).



Plastik: Johann von Halbig (13.7.1814 - 29.8.1882) aus Donnersdorf bei Gerolzhofen schuf u. a. 1844/50 das Löwengespann für das Münchener Siegestor (DBE, BBB)



Plastik: Fritz Koenig aus Würzburg (*20.6.1924) schuf die Brunnenanlage auf der Plaza des World Trade Centers in New York (2001 schwer beschädigt).



Platen, August von: Zitate: "Der Mensch ist der gebundendste, der seinen Leidenschaften frönt." "Nicht Märtyrer können die Wahrheit befestigen, denn auch der Irrtum hat seine Märtyrer." "Das Glück, wenn's wirklich kommt, ertragen, ist keines Menschen, wäre Gottes Sache." "Sieh deine Freunde weder zu oft noch zu selten." "Lerne zu reden, aber lerne auch zuzuhören."
"Ein jeder hofft, dass doch das Glück ihm lache.
Allein das Glück, wenn's wirklich kommt, ertragen,
ist keines Menschenn, wäre Gottes Sache."
Bibliographie



Platen, August von: Deutscher Dichter, am 24.10. 1796 in Ansbach geboren, am 5.12.1835 in Syrakus gestorben; von seinen Gedichten ist die Ballade "Das Grab im Busento" am bekanntesten geblieben. Texte s. auch Höhle, Walberla.

     Platen stammte aus einer alten Adelsfamilie und schlug zunächst die Militärlaufbahn ein, wo er es bis zum Offizier brachte. Von 1818 bis 1826 studierte er Jura, Philosophie und Naturwissenschaften in Würzburg und Erlangen. Hier zählte Justus Liebig zu seinen Kommilitonen und Freunden. Als Platen 1826 Franken und Deutschland für immer verließ, um sich in Italien niederzulassen, war er ein berühmter Dichter. Leidenschaftliche Formenstrenge, geschult an antiken und orientalischen Vorbildern, zeichnen seine Sonette und Ghaselen (die er in die deutsche Literatur einführte) aus, die zu "Musterbeispielen" ihrer Gattung gezählt werden. "Vorbild" für die Figur Aschenbachs in Thomas Manns "Tod in Venedig". In der Lyrik: Emanuel Geibel „An den Grafen von Platen“ und Platens Vermächtnis“, Friedrich Hebbel "Platen", Gustav Schwab „An August Graf von Platen“ (Gedicht). Namengebend: August-von-Platen-Stiftung, Platen-Gesellschaft, August-von-Platen-Bibliothek Siegen.
Bibliographie



Platen, August von: (24.10.1796 - 5.12.1835): Er wurde nicht nur von den Zeitgenossen Emanuel Geibel, Martin Greif ("Platen in Syrakus") und Gottfried Keller geschätzt, die ihm verschiedene Gedichte widmeten, und von Theodor Fontane und Paul Heyse bewundert, er steht auch am Beginn der modernen Lyrik. Stefan George hat Platen in den "kleinen Zirkel der kanonischen Lyriker" aufgenommen. Friedrich Hebbel "Platen" (Gedicht). Thomas Mann hielt 1930 in Ansbach die Rede "Platen - Tristan - Don Quichotte"; das Tristangedicht bildete die literarische "Vorlage" für Manns "Tristan". Benn bewunderte Platens Verse als zauberhafte Gebilde, "in sich ruhend, aus sich leuchtend, voll langer Faszination". Johannes Bobrowski dichtete in Anspielung auf das berühmte "Tristan"-Gedicht die Zeilen "Wer hätte, die er gesucht, gefunden / die Schönheit? ..."
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Platen, August von: (1796 - 1835):

     "Wer die Schönheit angeschaut mit Augen
     Ist dem Tode schon anheimgegeben
     Wird für keinen Dienst auf Erden taugen
     Und doch wird er vor dem Tode beben
     Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!
     Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe
     Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen
     Zu genügen einem solchen Triebe:
     Wen der Pfeil des Schönen je getroffen
     Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!
     Ach, er möchte wie ein Quell versiechen
     Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen
     Und den Tod aus jeder Blume riechen:
     Wer die Schönheit angeschaut mit Augen
     Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!"

S. auch Bibliographieschaltfläche Suchwort platen
Bibliographie



Platen, August von: (1796 - 1835): "Der Dichter der Kastraten" (Arno Holz) Der Ruf Platens war lange Zeit überschattet durch den Vorwurf der Homosexualität ("Ritter vom heiligen Arsch"), der ebenfalls durch einen Außenseiter, Heinrich Heine, eifrig geschürt wurde. Er kreuzte immer wieder die Klingen mit dem Grafen, wobei er jede Fairness vermissen ließ, u. a. in „Reisebilder von der Nordsee“. Er schalt ihn einen "Knabenfänger" und "Afterpoeten". In den "Bädern von Lucca" verglich er Platen mit Nero inmitten seiner Lustknaben und zog das ironische Resümee: Seine "Gedichte haben nicht ihresgleichen" und das sei eben das Schöne an ihm, dass er "nur für Männer schwärmt". "Eine der heftigsten Auseinandersetzungen in der Geschichte der deutschen Literatur" (M. Reich-Ranicki), der "erbärmlichste" Streit in der "deutschen Literaturgeschichte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts" (R. Görner)! Die Tagebücher sind "das erste authentische autobiographische Zeugnis eines deutschen Dichters über seine homosexuelle Selbsterkenntnis" (W. Popp). platen
Bibliographie



Platen, August von: (1796 - 1835): Wanderungen durch Franken Platen hat als "wandernder Rhapsode" nicht nur die Umgebung seiner Studienorte Würzburg und Erlangen durchstreift. 1820, auf der Rückreise von Wien, besuchte er das Fichtelgebirge und bestieg die Luisenburg, eine "sehr malerische und zur Anlage gut benutzte Felsenwildnis von großer Mannigfaltigkeit". 1822 wanderte er durch den Spessart über Weibersbrunn und Hessenthal (Mespelbrunn) nach Aschaffenburg. In Rothenburg fühlte er sich in ein "ausgestorbenes Herkulaneum" des Mittelalters versetzt. Wiederholt kam Platen nach Bamberg, wo er Theresienhain, Dom und Altenburg besuchte.

     Des Dichters besondere Liebe jedoch galt den "herrlichen Gebirgsgegenden" der Fränkischen Schweiz. Auf Burggaillenreuth hörte er mit Interesse die Sage vom Ritter Eppelein und berichtete darüber an Jacob Grimm. Das Walberla (Wiesenthau) wurde mindestens siebenmal besucht. 1820 schilderte er das bunte Jahrmarkttreiben der Bergkirchweih in seinem Tagebuch. In Ebern traf er Rückert und in Bayreuth Jean Paul, mit dem ein "reicher Austausch von Ideen" erfolgte. Bei einem Aufenthalt in Berneck verfasste Platen einige Epigramme, in Iphofen entstand "König Odo" und in Altdorf das Gedicht "An eine Geisblattranke", das neben "Tristan" zum unverzichtbaren Schatz der deutschen Lyrik gehört.
Bibliographie



Platin: Der Chemiker Johann Wolfgang Döbereiner (13.12.1780 - 24.3.1849) aus Bug bei Hof entdeckte die katalytischen Eigenschaften des Platins (Biogr. bed. Chemiker).
Bibliographie



Platz: Der Residenzplatz in Eichstätt gilt als "die besterhaltene barocke Platzanlage Bayerns" (U. Pfistermeister). Er "gehört wohl zu dem Reizvollsten an Städtebildern, dem man in Deutschland begegnen mag" (Th. Heuss). Der Marktplatz von Miltenberg ist einer der schönsten Plätze Deutschlands.



Platz: Vom Bamberger Domplatz schwärmte der Direktor der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark: "Dieser Domplatz im Mondschein, ich konnte mich gar nicht trennen! Geschlechter haben ihm nacheinander seinen Charakter gegeben, aber jedes hat mit unendlich feinem Raumgefühl fortgeführt, was angefangen war, und so ist ein Ganzes geworden, in dem Romanik, Gotik, Renaissance und Barock zu einer überwältigenden Harmonie zusammenklingen. Der Domplatz im Mondschein, das war wirklich wie Lohengrin, nur viel schöner, weil der eine Theatermaler nicht so viel Phantasie haben kann wie ein beinah erfülltes Jahrtausend."



Platz: Zitat: „Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach den Gefühlen, die sie in uns auslösen“ (Sigmund Graff).



Playboy: Gunter Sachs (14.11.1932 Schloss Mainberg-Schonungen bei Schweinfurt - 8.5.2011) gründete 1995 das Institut zur Empirischen und Mathematischen Untersuchung des Möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie in Bezug auf den Menschlichen Charakter. „Unter den Frauenverstehern kann Gunter Sachs als Pionier gelten.“ "Der einzige Berufsplayboy, den sich Deutschland gönnte („Der Spiegel“). Sachs war zeitweise mit der berühmten französischen Schauspielerin Brigitte Bardot verheiratet. Zu seinen Freunden zählten Coco Chanel, Savador Dalí und Andy Warhol. In ihren Memoiren erinnert sich "BB", die "Sex-Ikone" und später die "heilige Franziska der Tiere": "Er saß an einem Tisch mit lauter tollen Mädchen und sehr hübschen jungen Männern. Er starrte zu mir herüber, dann verließ er seinen Tisch und setzte sich zu uns, das Whiskyglas in der Hand, den stahlblauen Blick unverwandt auf mich gerichtet. Eine seltsame Faszination ging von ihm aus. Ein echter Seigneur! seine graumelierten Schläfen, seine tollen widerspenstigen und etwas zu langen Haare, sein energisches, gebräuntes Gesicht, seine riesige Statur und sein trotz des Akzentes gewandtes und erlesenes Französisch ließen mich schmelzen. Ich war überzeugt, es war auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick".
Zitat: „Ich habe viele Fehler. Welcher mein größter ist, wird jeder anders beurteilen.“
In der Literatur: Erich Kuby "Zwischen Schweinfurt und Soraya" in: "Mein ärgerliches Vaterland".



Pleinfeld: berühmte Besucher: Johann Wolfgang von Goethe 1790, Johann Kaspar Lavater (Schweiz) 1793, Adolf Freiherr von Knigge 1771. Aus: "Roman meines Lebens": "Von Pleinfeld ... geht der Weg sechs Stunden lang durch einen fürchterlichen Wald. Die Straßen sind so schlecht, als man sie sich kaum vorstellen kann, und noch dazu unsicher, der Räuberbanden wegen. Wir waren aber fröhlichen Muts, und das ist ja zu allen Dingen gut. Der Postknecht schien furchtsamer als wir zu sein."



Politiker: Zitate: "Ich glaube ..., dass man eine politische Bewegung nie nach den Zielen beurteilen darf, die sie laut verkündet und vielleicht auch wirklich anstrebt, sondern nur nach den Mitteln, die sie zu ihrer Verwirklichung einsetzt" (Werner Heisenberg). "Das Typische des Politikers ist nicht, dass er eine Partei vertritt, sondern dass er jede vertreten könnte" (Karlheinz Deschner). "Hinter dem Geschäft der Politik steht nichts als die Politik des Geschäfts" (Karlheinz Deschner).



Politiker: Ludwig Thomas grantelnder Abgeordneter Filser weiß, wo Franken liegt, und zwar dort, wo die "meißten schantharmen und beamthen herkohmen". Dass die unterste Rangstufe der bayerischen Staatsdiener überwiegend von Franken eingenommen wird, mag satirische Übertreibung sein, feststeht, dass der Posten des bayerischen Ministerpräsidenten seit dem 19. Jahrhundert mit kleineren Unterbrechungen fest in fränkischer Hand war: ein Akt der Wiedergutmachung für die verlorene Souveränität Anfang des vorigen Jahrhunderts. Aber auch in der Geschichte der jungen Bundesrepublik setzten Franken kräftige politische Akzente. Der Lichtenfelser Thomas Dehler hat die Neuordnung des Rechts in die Wege geleitet. Der Name des Fürthers Ludwig Erhard wurde zum Synonym für wirtschaftlichen Aufstieg und Wohlstand. Sogar einen griechischen Ministerpräsidenten stellten die Franken mit dem Weismainer Ignaz von Rudhart und ein Fürther - Henry Kissinger (*27.5.1923) - stieg bis zum Außenminister (als erster Einwanderer) der USA auf; unter seiner Regie wurde der Waffelstillstand in Vietnam geschlossen.
Zitate: "Kissinger bleibt weiterhin der einzige namhafte Außenpolitiker, den rechte wie linke Amerikaner aus denselben Motiven heraus beschuldigen, nichts als ein skrupelloser Machtpolitiker zu sein" ("Der Spiegel"). "... der berühmteste und umstrittenste Außenminister der USA" (Der Spiegel). "Wir brauchen Weisheit, Männer wie Henry Kissinger" (Waleri Abissalowitsch Gergijew, russischer Dirigent).



Politiker: Martin Mair (Mayr) (um 1420 - 17.11.1481), 1449 Stadtschreiber und Rat in Nürnberg, einer der ersten humanistisch gebildeten Staatsmänner Deutschlands, wurde durch seine Reichsreformpläne bekannt (DBE, BBB; GBBE, NDB: +1480).



Politiker: Der Reichsherold Caspar Sturm (Storm) (1475 - 4.6.1552 Nürnberg) vertrat den Kaiser während dessen Abwesenheit im Reich (DBE).



Politiker: Der Eichstätter Kanzler Simon Thaddäus Eck (1514/15 - 1.2.1574) verhalf als "führender katholischer Politiker" seiner Zeit Bayern in Deutschland zu einer "dominierenden" Stellung (BBB).



Politiker: Der Ansbacher Friedrich von Thürheim (14.2.1763 - 10.11.1832), u. a. in Bamberg, Würzburg, Nürnberg und Bayreuth tätig, war „maßgeblich am Aufbau des bayerischen Staats nach dem Reichsdeputationshauptschluss“ (1803) beteiligt (GBBE).



Politiker: Karl Sigmund Franz vom Stein zum Altenstein (1.10.1770 - 14.5.1840) aus Schalkhausen (Ansbach), u. a. Aufenthalt in Ansbach, organisierte seit 1792 zusammen mit Hardenberg im preußischen Franken "die modernste Staatsschöpfung" jener Zeit. Er entwarf 1807 die grundlegende "Rigaer Denkschrift", "das glänzendste Denkmal für die philosophische Durchdringung aller Staatsverhältnisse" (E. Sprenger). Altenstein zählt zu den großen "Vollendern der Aufklärung in Deutschland". Er übernahm 1813 die Verwaltung Schlesiens und schuf ein vorbildliches Bildungssystem in Preußen (NDB, DBE, GBBE).



Politiker: Der Jurist und Politiker Wilhelm Joseph Behr (26.8.1775 Sulzheim bei Schweinfurt - 1.8.1851 Bamberg) gehörte zu den Führern der liberalen Opposition in Bayern (NDB, BBB, s. auch Staatslehre).



Politiker: Marquard Barth (19.9.1809 Eichstätt - 23.5.1885 Würzburg) war Mitbegründer der Fraktion des Augsburger Hofes, einer Vereinigung von Liberalen (NDB, BBB).



Politiker: Auf vielfältige Weise griff in die bayerische Geschichte Johann von Lutz (4.12.1826 - 3.9.1890) aus Münnerstadt, der u. a. in Würzburg, Gerolzhofen und Nürnberg tätig war, ein. Er übte als unmittelbarer Ratgeber des Königs wie "kein anderer bayerischer Politiker Einfluss auf wichtige Ereignisse der bayerischen und deutschen Geschichte aus". Neben Montgelas hat er das "Gesicht des neuen Bayern entscheidend geprägt" (NDB). Bismarck nannte ihn "tête forte". Der Kanzelparagraph, der schließlich zum Kulturkampf führte, geht auf seine Anregung im Bundesrat zurück. Er wurde zum „Initiator einer ganzen Reihe von Kulturkampfgesetzen“. Nach ihm ist das "System Lutz" benannt. Er war von 1880 bis 1890 bayerischer Ministerpräsident (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Politiker: Der bayerische Staatsminister Wilhelm Heinel (1865 - 1929) aus Ansbach war 1919 "erster" Vertreter des Reichswirtschaftsministeriums bei den Versailler Friedensverhandlungen (BBB).



Politiker: Georg Heim (24.4.1865 Aschaffenburg - 18.8.1938 Würzburg), u. a. in Wunsiedel und Ansbach tätig, galt zu seiner Zeit als der einflussreichste Politiker Bayerns (NDB, BBB, GBBE. Todesdatum auch 17.8., s. auch Agrarpolitik).



Politik: Hermann Bauer (12.1.1884 Deutenheim-Sugenheim - 13.4.1960) war nach dem Ersten Weltkrieg Mitbegründer der Vereinigten Vaterländischen Verbände (GBBE).



Politiker: Georg Meixner (26.7.1887 Ebensfeld bei Bamberg - 28.8.1960 Bamberg), der u. a. in Röthenbach an der Pegnitz bei Lauf und Nürnberg tätig war, wird als "Deutschlands letzter politischer Prälat" gewürdigt (NDB, BBB).)



Politik: Zitate: "Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen" (Ludwig Erhard). "Ich kann nur warnen zu glauben, Politik bestehe darin, sich jeden Tag etwas Neues einfallen zu lassen" (Ludwig Erhard). „Auf dem Gebiet, das die höchste Nüchternheit verlangt, nämlich in der Politik, pflegen sich die größten Leidenschaften auszutoben“ (Sigmund Graff). „Politik ist ein Krippenspiel, bei dem kein Heiliger mitwirkt, aber viele Andächtige zusehen“ (Sigmund Graff). "Was der Mensch vermag, erleben wir am tiefsten in der Kunst, am deutlichsten in der Technik und am beschämendsten in der Politik" (Sigmund Graff). „Das Angenehme am Berühmtsein ist, dass die Leute glauben, es sei ihre Schuld, wenn du sie langweilst“ (Henry Kissinger). „Ein Kompromiss ist nur dann gerecht, brauchbar und dauerhaft, wenn beide Partner gleich damit zufrieden sind“ (Henry Kissinger). "Meine Politik ist besser als die Ziele, die sie sich setzt" (Henry Kissinger). "Nächste Woche kann es keine Krise geben - mein Terminkalender ist schon voll" (Henry Kissinger). „Neue Leute dürfen nicht Bäume ausreißen, nur um zu sehen, ob die Wurzeln noch dran sind“ (Henry Kissinger). "Eine Demokratie ohne ein paar Hundert Widersprechkünstler ist undenkbar" (Jean Paul).



Politiker: Heinrich Alois von Reigersberg (30.1.1770 - 4.11.1865) aus Würzburg war ab 1817 "faktisch" bayerischer Ministerpräsident (DBE, Renkhoff, BBB).



Politiker: Ludwig von der Pfordten (11.9.1811 - 18.8.1880), 1816 Burgebrach, 1818 Bamberg, 1819 Cadolzburg, ferner Nürnberg, ab 1833 Professor in Würzburg, 1841 Appellationsgerichtsrat in Aschaffenburg, nahm 1849 und 1864 den bayerischen Ministerpräsidentenposten ein. Er gilt als "der überzeugteste Großdeutsche unter den Staatsmännern" des Südens. Er war ferner einer der "hervorragendsten" Mitglieder der liberalen Partei Sachsens (NDB, BBB).



Politiker: Bayerischer Ministerpräsident, und zwar von 1866 bis 1870, war Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (31.12.1819 - 6.7.1901, ab 1846 in Schillingsfürst). In dieser Funktion hat er die Schutz- und Trutzbündnisse mit dem Norddeutschen Bund abgeschlossen. Weitere bemerkenswerte Stationen: 1885 kaiserlicher Statthalter von Elsaß-Lothringen, 1894 bis 1900 Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. Er hat 1896 das Bürgerliche Gesetzbuch verabschiedet (u. a. NDB, GBBE: 31.3. s. auch Memoiren).



Politiker: Der bayerische Ministerpräsident August Krafft von Crailsheim (15.3.1841 - 13.2.1926) ist in Ansbach geboren und begraben. Er war für die Absetzung König Ludwigs II. und die Übergabe der Regentschaft an Luitpold verantwortlich (NDB, BBB, GBBE).



Politiker: Gustav von Kahr (29.11.1862 - 30.6.1934) aus Weißenburg amtierte von 1920 bis 1921 als bayerischer Ministerpräsident. Er schlug 1923 den Hitlerputsch nieder, was ihm 1934 den Tod durch die Nazis brachte (NDB, DBE, GBBE).



Politiker: Der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner (14.5.1867 - 21.2.1919) und Mitbegründer USPD gehörte zu den „innovativsten Köpfen der deutschen Arbeiterpresse“. Er leitete von 1907 bis 1910 die "Fränkische Tagespost" Nürnberg. Er entfesselte 1918 die Revolution in München. Von ihm ging die Initiative zum Sturz König Ludwigs III. aus. Seine Ermordung 1919 führte zur Ausrufung der Räterepublik (BBB, GBBE).



Politiker: Ludwig Siebert (17.10.1874 - 1.11.1942), Staatsanwalt in Fürth und Bürgermeister in Rothenburg, stellte den bayerischen Ministerpräsidentenposten von 1933 bis 1942 (BBB).



Politiker: Wilhelm Hoegner (25.9.1887 - 5.3.1980) war u. a. Stenographielehrer in Nürnberg und Erlangen. Er hatte das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten von 1945 bis 1946 und von 1954 bis 1957 inne. Unter seiner Leitung wurde die neue bayerische Verfassung ausgearbeitet (BBB).



Politiker: Der "Vater des neuen Bayern" und "Vorkämpfer für den Föderalismus" Hans Ehard (10.11.1887 - 19.10.1980) ist in Bamberg geboren. Er fungierte 1924 im Volksgerichtshofprozess als Anklagevertreter gegen Hitler und Ludendorff. 1931 nahm er mit 43 Jahren als jüngster Ministerialrat in Bayern diesen Posten ein. Er wurde 1946 zum ersten frei gewählten bayerischen Ministerpräsidenten ernannt und berief 1947 die bis 1990 einzige Konferenz aller deutschen Länderregierungen nach München ein. Von 1949 bis 1955 war er CSU-Vorsitzender, 1950 und 1960 hatte er erneut das Amt des Ministerpräsidenten inne. Bekannt gemacht hat ihn ferner die Ablehnung des Grundgesetzes. Auf Ehard geht die föderalistische Struktur des Grundgesetzes zurück. Ein Kuriosum ist die Tatsache, dass zwei aufeinander folgende bayerische Regierungschefs, nämlich Hoegner und Ehard, im gleichen Jahr geboren sind.



Politiker: Der bayerische Ministerpräsident von 1957 bis 1960 Hanns Seidel (12.10.1901 - 5.8.1961) ist in Schweinheim (Aschaffenburg) geboren. Er war u. a. Referendar in Würzburg und Rechtsanwalt in Aschaffenburg (BBB). 1955 setzte er sich bei der Wahl zum CSU-Chef mit 380 zu 239 Stimmen gegen den späteren Amtsinhaber Franz Josef Strauß durch. Nach ihm ist die Hanns-Seidelstiftung benannt.



Politiker: Alfons Goppel (1.10.1905 - 24.12.1991), bayerischer Ministerpräsident von 1962 bis 1978, starb in Johannesberg bei Aschaffenburg. Er hielt sich u. a. in Aschaffenburg auf. Seine Amtszeit war die längste aller Ministerpräsidenten des Freistaats. Keiner erreichte bei den Landtagswahlen eine ähnlich hohe Stimmenzahl wie er. Er war Gründungsmitglied der CDU. In seiner Regierungszeit wurde 1970 das erste Umweltministerium der Welt errichtet (DBE, GBBE).



Politiker: Günther Beckstein (*23.11.1943 Hersbruck), u. a. Nürnberg-Langwasser: Bayerischer Ministerpräsident ab 2007.
(GBBE).



Politiker: Michael Bruckner (nach 1510 - nach 16.2.1582) aus Aub (Ufr.) gilt als "Hauptvorkämpfer" einer engen Verbindung zwischen Livland und dem Reich; er hielt sich u. a. in Würzburg auf (NDB).



Politiker: Der in Nürnberg geborene Ludwig Camerarius (22.1.1573 - 4.10.1651) leitete die Verhandlungen über die "evangelische Allianz". Er diente Gustav Adolf von Schweden als Berater (NDB).



Politiker: Der "führende" Gesandte Bayerns am Nürnberger Reichstag Bartholomäus Richel (1580 - 27.2.1649) war vor seinem Eintritt in bayerische Dienste in Eichstätt beschäftigt. Er spielte eine bedeutende Rolle bei Wallensteins Sturz (BBB, DBE).



Politiker: Veit Ludwig von Seckendorff (20.12.1626 - 18.12.1692) aus Herzogenaurach schrieb 1655 "Der teutsche Fürstenstaat". Es war zur Zeit des Großen Kurfürsten "das beliebteste Handbuch der deutschen Politik" (Ranke), ein "Standardwerk der Verwaltungswissenschaften" (DBE, GBBE, BBB).



Politiker: Friedrich Heinrich von Seckendorff (16.7.1673 - 23.11.1763) aus Königsberg (Ufr.), der sich u. a. in Coburg aufhielt, gelang 1726 der Abschluss des Vertrags von Wusterhausen. Ranke sah in ihm "eine der zentralen Figuren des 18. Jahrhunderts" (DBE, BBB, s. auch Militär).



Politiker: Friedrich Samuel von Montmartin (du Maz) (1712 - 29.1.1778 Dinkelsbühl), der u. a. in Bayreuth und Erlangen tätig war, führte 1756 als gothaischer Reichstagsgesandter "den Beschluss zum Reichskrieg gegen Preußen" herbei (DBE).



Politiker: Der kursächsische Staatsmann Karl von Bose (9.1.1753 - 9.9.1809) aus Bayreuth verhandelte 1806 mit Napoleon (Frankreich) und schloss den Frieden von Posen (NDB, BBB).



Politiker: Sigismund von Reitzenstein (3.2.1766 - 5.3.1847) ist in Nemmersdorf (Goldkronach) bei Bayreuth geboren und hielt sich u. a. in Bayreuth auf. Er organisierte die Universität Heidelberg neu und gilt als Begründer des badischen Staates (Biogr. Wörterb. d. dt. Gesch., DBE, GBBE).



Politiker: Hans Christoph Ernst von Gagern (25.1.1766 - 22.10.1852) hielt sich von 1795 bis 1811 in Bayreuth auf. Von 1788 bis 1811 leitete er als Minister das Fürstentum Nassau-Weilburg. Er war an der Vereinigung Belgiens mit dem neuen Königreich der Niederlande beteiligt (Renkhoff, NDB).



Politiker: Karl Hoffmann (17.7.1770 - 8.6.1829) aus Geroldsgrün bei Hof gilt als der "Hauptagitator" des nach ihm benannten Deutschen Bundes 1814/15 (NDB, DBE).



Politiker: Berater des englischen Königshauses. Zu seiner Zeit berühmt war der Coburger Christian Friedrich von Stockmar (22.8.1787 - 9.7.1863). Er war Berater der englischen Königin Victoria. Lord Palmerstone sah in ihm "einen der besten politischen Köpfe", die er je getroffen hätte. Er gehörte zu den "bestimmenden Gestalten der europäischen Politik" und war "maßgeblich" an der Bildung des belgischen Staats beteiligt (Biogr. Wörterb. d. dt. Gesch.) Friedrich Rückerts Gedicht "Unglückselig ... ! ... ein Arzt" entstand nach einer Erzählung Stockmars. Gemälde von Franz Xaver Winterhalter.



Politiker: Der Bamberger Johann Peter von Hornthal (4.12.1794 - 26.1.1864) war einer der "führenden Politiker der konstitutionell-monarchistischen Opposition" im bayerischen Landtag (DBE, GBBE).



Politiker: Carl von Giech (29.10.1795 Thurnau - 2.2.1863 Nürnberg) hat "maßgebend" an der Reformgesetzgebung von 1848 mitgewirkt. Das 1858 vorgelegte "Hausgesetz" wurde vom Hochadel als "beispielhaft" angesehen (NDB, BBB).



Politiker: Der aus Hof stammende politische Schriftsteller Johann Georg August Wirth (20.11.1798 - 26.7.1848), Praktikant in Schwarzenbach an der Saale, u. a. in Bayreuth, gründete den Deutschen Reformverein, ferner 1832 den Deutschen Press- und Vaterlandsverein, und war Hauptredner auf dem Hambacher Fest (u. a. BBB).



Politiker: Der in Bayreuth geborene "Vorkämpfer für deutsche Einheit und Volksvertretung" Heinrich von Gagern (20.8.1799 - 22.5.1880) leitete 1848 das hessische Märzministerium. Er hatte ferner den Vorsitz im Reichsministerium inne. Als führender liberaler Politiker des Darmstädter Landtags und Präsident der Frankfurter Nationalversammlung verkörperte er "die besten Kräfte der deutschen Bewegung von 1848". 1849 setzte er die Wahl Friedrich Wilhelms IV. zum deutschen Kaiser durch. Als einer der ersten Adeligen verzichtete er bei der Unterschrift auf seinen Adelstitel. 1862: Mitbegründer des Deutschen Reformvereins (NDB, DBE, BBB, s. auch Studentenverbindung, Verfassung).



Politiker: Der Amorbacher Karl Emich zu Leiningen (12.9.1804 - 13.11.1856) brachte es 1848 bis zum ersten Präsidenten der Bundesregierung in Frankfurt (u. a. DBE).



Politiker: Max Duncker (15.10.1811 - 21.7.1886 Ansbach) nahm von 1848 bis 1852 "als führendes" Mitglied der Paulskirche und der preußischen Zweiten Kammer eine hervorragende politische Stellung ein (Brockhaus, NDB).



Politiker: Paul von Braun (16.9.1820 Kitzingen - 26.2.1892) war Regierungspräsident der Pfalz. Er war maßgeblich an der Gewerbeordnung von 1868 beteiligt (DBE, BBB, GBBE).



Politiker: Franz Wirth (6.7.1826 Bayreuth - 15./16.5.1897) war 1886 Mitbegründer des Frankfurter Friedensvereins und Mitbegründer der Frankfurter Gewerbekasse (Frankfurter Biogr., ADB).



Politiker: Leopold Sonnemann (29.10.1831 - 30.10.1909) aus Höchberg bei Würzburg war 1868 Mitbegründer des Deutschen Nationalvereins (DBE, BBB, s. auch Arbeiterbildung, Parteigründer, Zeitung).



Politiker: Theodor Kutzer (30.1.1864 - 26.2.1948 Fürth) gründete 1915 als Mannheimer Oberbürgermeister die Einkauf-Südwestdeutscher-Städte-GmbH.



Politiker: Hermann Luppe (6.8.1874 - 3.4.1945), von 1920 - 1933 Oberbürgermeister von Nürnberg, gehörte 1919 zu den Gründungsmitgliedern der Weimarer Republik (GBBE).



Politiker: Adam Stegerwald (14.12.1874 Greußenheim bei Würzburg - 3.12.1945 Würzburg) wurde 1921 zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt (BBB, s. auch CSU, Gewerkschaft).



Politiker: Leonhard Moog (11.10.1882 Ansbach - 6.1.1962), war von 1940 - 1949 Ministerpräsident und Finanzminister von Thüringen (DBE, GBBE).



Politiker: Jakob Kaiser (8.2.1888 - 7.5.1961), von 1906 bis 1912 Aufenthalt in Nürnberg, der "Kaiser ohne Land", ist in Hammelburg geboren. Er beeinflusste als einer der "bedeutendsten" christlichen Politiker die Weimarer Republik ebenso wie die frühe Bundesrepublik. Die "Rückkehr" der Saar ist u. a. sein Verdienst. Er war Mitbegründer des Kuratoriums Unteilbares Deutschland (DBE, BBB, GBBE s. auch Briefmarken, Gewerkschaften, Parteigründer).



Politiker: Streitbarer Repräsentant des Liberalismus Zu den profiliertesten Politikern der FDP zählt Thomas Dehler (14.12.1897 Lichtenfels - 21.7.1967 Streitberg, begraben in Lichtenfels). Gründer des antifaschistischen Bundes „Der Reichsadler“. Er gehört zu den Mitbegründern des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, war Rechtsanwalt in Bamberg und begann seine politische Karriere 1946 als Landesvorsitzender der FDP. Weitere Stationen: 1954 Parteivorsitzender der FDP und erster Justizminister der ehemaligen Bundesrepublik. Dehler gehört zu den "Gründungsvätern der Bundesrepublik und zu den Vätern des Grundgesetzes". Er hat die Neuordnung des deutschen Rechts in die Wege geleitet. Alle damaligen wichtigen Gesetzesentwürfe tragen seine "persönliche Handschrift". Dehler gilt als "führender Repräsentant des süddeutschen Liberalismus" (F. Klingl, GBBE). „Parsifal als Amokläufer“ („Der Spiegel“). Nach ihm ist das Thomas-Dehler-Haus in Bonn benannt, ferner die Thomas-Dehler-Stiftung und der Thomas-Dehler-Preis. S. auch Briefmarken.
 



Politiker: Thomas Dehler Bundespräsident Heuss kreuzte wiederholt die Klingen mit dem streitbaren Politiker: "Dehler hat wieder unbeherrschte Eskapaden in seinen Reden gemacht, und der Kanzler, psychologisch verständlich, aber taktisch unbedacht, schroff reagiert durch einen Brief, dass es jetzt viel Wirbel geben wird, Koalitionskrise? Ich ließ Dehler für morgen zu mir bitten, weiß nicht, ob er kommt, rechne aber nicht mit Wirkung. Er ist in seine rednerischen Entgleisungen verliebt, die dann von der Presse immer 'entstellt' wiedergeben werden; ich riet ihm schon vor einem Jahr, seinen Reden immer sofort die Berichtigungen mitzugeben" (1955) (s. auch Th. Heuss).
 
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Politiker: Ulrich Noack (2.6.1899 - 14.11.1974 Würzburg) war 1946 Mitbegründer der CDU in Greifswald. Er gründete 1948 den "Nauheimer Kreis", der die Neutralisierung Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Finnlands anstrebte. 1952 erfolgte die Gründung der politischen Gruppe "Freie Mitte" (DBE, GBBE, NDB).



Politiker: Albert Forster (26.7.1902 - 28.2.1952, 1948? 1954?) aus Fürth, u. a. Nürnberg, zog 1930 mit 28 Jahren als jüngster Abgeordneter in den Reichstag ein und führte 1933 die deutsche Angestelltenschaft. Er war 1939 "Staatsoberhaupt" der Freien Stadt Danzig. Gründer: „Danziger Beobachter“ (E. Bedürftig, P. Rees, GBBE: +1954).



Politiker: Einer der bekanntesten Politiker der ehemaligen DDR, Alexander Abusch (14.2.1902 - 27.1.1982), ist in Nürnberg aufgewachsen. Er emigrierte und war u. a. in Prag Chefredakteur der "Roten Fahne", dann von 1958 bis 1961 Minister für Kultur der DDR (Tetzlaff).



Politiker: Hans Joachim Morgenthau (17.2.1904 Coburg - 19.7.1980) war "einer der bedeutendsten Vertreter einer realistischen Beatrachtungsweise machtpolitischer Probleme" (DBE, GBBE).



Politiker: Fritz Pirkl (13.8.1925 - 19.8.1993), u. a. Nürnberg, war 1967 Mitbegründer der Hanns-Seidel-Stiftung (GBBE).



Politiker: Karl Theodor von Guttenberg (23.5.1921 Weisendorf bei Erlangen - 4.10.1972 Schloss Guttenberg) war 1966 "maßgeblich" am Zustandekommen der Großen Koalition beteiligt. Er amtierte von 1952 bis 1957 als Landrat in Stadtsteinach (BBB). (+auch 5.10.)



Politiker: Johann Friedrich Karg von Bebenburg (21.2.1648 - 30.11.1719) aus Bamberg war kölnischer Kanzler. Ludwig XIV. verlieh ihm 1703 die Abtei Mont St. Michel (NDB, BBB).



Politiker: Zum "führenden" Minister Dänemarks stieg Johann Sigismund Schulin (18.8.1694 - 13.4.1750) aus Prichsenstadt auf (BBB).



Politiker: Der "bedeutendste liberale Parlamentarier" des bayerischen Vormärz (M. Bosch), Ignatz von Rudhart (11.3.1790 - 11.5.1838), ist in Weismain geboren und war u. a. in Würzburg und 1823 in Bayreuth tätig. Er amtierte von 1836 bis 1837 als Ministerpräsident und Außenminister Griechenlands (BBB). Mitbegründer der Wochenzeitung "Bayerische Wochenschrift" (GBBE).



Politiker: Bernhard Franz Heß (22.5.1792 Hammelburg - 20.4.1868 Bad Kissingen) brachte es bis zum Kriegsminister Griechenlands (BBB).



Politiker: "Ich geh` hinauf bis zum Henry Kissinger" (James Bond 007 in "Der Mann mit dem goldenen Colt" Zitat). Fürths prominentester Sohn, Henry Kissinger (*27.5.1923), emigrierte 1938 in die USA, wo er Sonderberater Nixons und Kennedys, dann Außenminister - der erste nicht in Amerika geborene - wurde. Er baute das "Internationale Seminar" an der Harvard University auf. Namengebend: Henry-A.-Kissinger-Preis. S. auch Nobelpreis.



Polititker: Der „fränkische Obama“ (Martin Walser) Karl-Theodor zu Guttenberg wurde 2009 zum „Politiker des Jahres“ gewählt.



Politikerin: Eine der wenigen profilierten Politikerinnen Frankens Maria Probst (1.7.1902 - 1.5.1967), 1946 Lehrerin in Hammelburg), 1947 Mitbegründerin der Frauenarbeitsgemeinschaft der CSU, seit 1963 als erste Deutsche Präsidentin der Europäischen Frauenunion und 1965 als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik Bundestagsvizepräsidentin. Ihr soziales Engagement trugen ihr die Namen "Maria Hilf", "Mariä Heimsuchung" und "teuerste Frau im Bundestag" ein (NDB, BBB, DBE, GBBE). S. auch Briefmarken.



Politikerin: Käte Strobel (23.7.1907 Nürnberg - 26.3.1996) (DBE, GBBE) s. auch Briefmarken.



Politisches Verbrechen: Am 23.3.1819 ermordete der in Wunsiedel geborene Karl Ludwig Sand (5.10.1795 - 20.5.1820) den Dichter Kotzebue. Das führte zu den sog. "Karlsbader Beschlüssen und den Demagogenverfolgungen". Der Dichter Börne nannte diesen Mord den "Kristallisationspunkt, um den die neuere Geschichte der Deutschen sich ansetzt" (u. a. DBE, GBBE, BBB). Mit Goethe traf Sand 1817 zusammen.



Polizei: Zitate: "Die Polizeibeamten sitzen als Katzen vor dem gebärenden Berge und passen auf eine - Maus; und nicht einmal diese kommt" (Jean Paul).



Polizei: Im Nürnberger "Ratschlagbuch" (ca. 1460 bis ca. 1490) taucht erstmals in Deutschland der Begriff Polizei auf.



Polizeihund: Der erste Polizeihund Bayerns wurde 1905 von der Stadt Bamberg in Dienst gestellt. Es handelte sich um einen nichtdressierten zweijährigen Dobermann-Rüden als Wach-, Schutz- und Begleithund. Die wissenschaftlichen Grundlagen für das "Geruchsspuren-Vergleichsverfahren" lieferte der Nürnberger Tierphysiologe Walter Neuhaus (*1908), ab 1938 Universität Erlangen.



Polizeirecht: Das erste deutsche Polizeirecht schuf der Altdorfer Jurist Johann Heumann (11.2.1711 - 29.9.1760) (H. Wilimsky, BBB).



Polstermöbel: Der Schwerpunkt der deutschen Polstermöbelindustrie liegt in Oberfranken; 45 von 180 bundesdeutschen Herstellern hatten hier ihren Firmensitz.



Pornographie: E. T. A. Hoffmann (24.1.1776 - 25.6.1822) zugeschrieben "Schwester Monika" 1815. Wilhelmine Schröder-Devrient (6.12.1804 - 26.1.1860 Coburg) "Memoiren einer Sängerin" (1868-1875, umstrittene Zuschreibung zumindest des 2. Bandes). Im Nürnberger Stürmer-Gebäude wurde die "Julius-Streicher-Sammlung" gefunden, die größte Bibliothek pornographischer Bilder und Bücher, die je auf der Welt zusammengetragen wurde ..." (DANA 1.11.1945).



Porträtkunst: Mit dem Diptychon des Domherrn und Subdiakon Georg von Löwenstein um 1450 von Hans Pleydenwurff (um 1420 - 7.1.1472), der wahrscheinlich aus Bamberg stammt und sich in Nürnberg aufhielt, beginnt die deutsche Porträtkunst selbständiger Bildnisse (Ber. Nürnberger, DBE). (+auch begraben 9.1.)



Porträtkunst: Das Porträt des Nürnberger Malers Albrecht Dürer (21.5.1471 - 6.4.1528), Kaiser Maximilian 1518 darstellend, ist das erste monumentale Holzschnittporträt in der europäischen Kunst (DBE).



Porträtkunst: Der Kronacher Maler Lucas Cranach d. Ä. (4.10.1472 - 16.10.1553) wird neben Albrecht Dürer und Hans Holbein als der "beste" Porträtist jener Zeit gerühmt. Die Anzahl der Porträts seiner Werkstatt wurde von keiner anderen in Deutschland erreicht (s. auch M. Luther) (DBE Lebensdaten * zwischen 1472 und 1480).



Porträtkunst: Johann Kupezky (1667 - 16.7.1740 Nürnberg) war einer der gesuchtesten Bildnismaler seiner Zeit. Er porträtierte u. a. Kaiser Joseph I., Zar Peter I. und August den Starken (NDB; Ber. Nürnberger: *1669).



Porträtkunst: Alexander Roslin (15.7.1718 - 5.7.1793), der u. a. am Bayreuther Hof tätig war, gehörte zu den erfolgreichsten Bildnismalern des 18. Jahrhunderts (Brockhaus, Thieme-Becker).



Porträtkunst: Leonhard Heinrich Hessel (1757 - 18.7.1819 Nürnberg) erfand den "Hesselschen Treffer", eine Maschine, mit der bei Tageslicht Silhouetten gezeichnet werden konnten (BBB, GBBE). (*auch um 1830).



Porträtkunst: Der Maler Wilhelm Leibl (23.10.1844 - 4.12.1900 Würzburg) hat die "ausdrucksvollsten Menschendarstellungen geschaffen, die das deutsche 19. Jahrhundert kennt" (NDB).



Porzellan: Das Service "Ansbacher Muster" gilt als eines der "elegantesten und schönsten Geschirrmuster des 18. Jahrhunderts" (Lex. d. Kunst).



Porzellan: Das Zentrum der deutschen Porzellanindustrie befand sich in Oberfranken (Arzberg, Selb). Über 90 % des bundesdeutschen Geschirrs und über 70 % der technischen Keramik wurden zeitweise in Nordostbayern hergestellt.



Porzellan: Die erste "private" deutsche Porzellanfabrik wurde 1814 durch Carl Magnus Hutschenreuther (9.4.1794 - 10.11.1845) in Hohenberg an der Eger errichtet (M. Müller). Deutsches Porzellanmuseum (1982 eröffnet).



Porzellan: Lorenz Hutschenreuther (8.5.1817 Hohenberg an der Eger - 8.10.1886 Würzburg) gründete 1857 die Firma Hutschenreuther in Selb (DBE).



Porzellan: Philipp Rosenthal (6.3.1855 - 30.3.1937), u. a. Schloss Erkersreuth, eröffnete 1889 in Selb eine Porzellanfabrik. Für die Firma waren berühmte Künstler wie Henry Moore, Salvador Dalí und H. P. Grieshaber tätig (GBBE).



Porzellan: Philipp Rosenthal (23.10.1916 - 27.9.2001 Selb) führte als einer der ersten Unternehmer in Deutschland 1963 ein „Beteiligungssystem für Arbeitnehmer“ ein. 1968 gründete er die „Grenzlandstiftung“ (GBBE).



Porzellan: Selb ist in der ganzen Welt ein Begriff. Es entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zum größten Fabrikstandort für Feinkeramik. Wichtige Produktionsmethoden wurden erstmals hier eingeführt: 1900 Herstellung von elektrotechnischem Porzellan, 1904 Errichtung eines Prüffelds von 100 kV zur Prüfung von Hochspannungsisolatoren und 1929 eine automatische Trockenanlage für Teller (in 8 Stunden 19000 Stück). Hutschenreuther Selb gilt als größter Geschirrporzellanhersteller Europas. Für modernes künstlerisch gestaltetes Porzellan steht der Name Rosenthal. Die Porzellanfabrik dieser Firma am Rothbühl wurde 1967 von dem Bauhausgründer Walter Gropius entworfen. Die Fassadengestaltung des Verwaltungsgebäudes stammt 1982 von Friedensreich Hundertwasser.



Porzellan: In Tettau bei Kronach steht sei t1792 die älteste noch bestehende Porzellanfabrik Bayerns.



Porzellan: In Plößberg (Selb) steht das Europäische Industriemuseum für Porzellan. "Nirgendwo sonst in Europa wird die Porzellanherstellung in dieser Vollständigkeit" gezeigt. Ausgestellt ist eine der größten Dampfmaschinen, die in der Porzellanherstellung eingesetzt wurden. Sie ist 13 Meter lang und leistet 500 PS (Museen in Bayern).



Porzellan: Im Bamberger Brückenrathaus wird die größte private Porzellansammlung Europas aufbewahrt (Sammlung Ludwig).



Porzellanfiguren: Der Bildhauer und Porzellanmodelleur Johann Peter Melchior (12.10.1747 - 13.6.1825), der u. a. in Nürnberg tätig war, gilt als einer der "bedeutendsten" Porzellanplastiker Deutschlands (Renkhoff; DBE: getauft 10.3.1742, Thieme-Becker: *12.10.1742, NDB: * um den 10.3. 1747).



Porzellanfiguren: "Der Welt meist geliebte Kinder", die sog. Hummelfiguren, wurden von der Ordensschwester Maria Innocentia Hummel (21.5.1909 - 6.11.1946) entworfen. Besonders beliebt unter den ca. 500 Motiven ist die "Gänseliesel". Die Herstellung erfolgte ab 1935 in der Porzellanfabrik Goebel in Oeslau, heute Rödental bei Coburg. Seit 1977 besteht in Tarrytown, NY der 1. Goebel Collectors' Club.



Porzellanmaler: Adam Friedrich von Löwenfinck (1714 - 13.11.1754), der u. a. ab 1736 in Bayreuth und ab 1737 in Ansbach arbeitete, gründete 1746 die Manufaktur in Höchst und führte in Straßburg die sog. "deutschen Blumen" in die dortige Keramikmalerei ein. Als erster Europäer malte er große chinesische Figuren. Seine Gefäße gehören zu den "qualitätsvollsten europäischen Fayencen des 18. Jahrhunderts" (NDB).



Porzellanmaler: Christian Matthias Adler (8.5.1787 - 4.3.1850) aus Triesdorf (Weidenbach) bei Ansbach begründete die Münchner Porzellanmalerschule (NDB, DBE, BBB, GBBE).



Porzellanmaler: Der bedeutendste Porzellanmaler des 19. Jahrhunderts Johann Zacharias Quast (23.10.1814 - 9.8.1891), hielt sich u. a. in Bamberg und Nürnberg auf (Weinmann, DBE).



Possenheim: (Iphofen): berühmte Besucher: August von Platen.



Post: Die Anfänge der Post liegen in Nürnberg: 1570 übernahm die Stadt die Regie über die "Botenanstalten" (H. H. Hiebel).



Post: Der Ansbacher Karl von Nagler (22.1.1770 - 13.6.1846) führte zahlreiche Neuerungen in das preußische Postwesen ein (BBB, NDB, DBE). 1909 wurde in Nürnberg erstmals in Deutschland der Potscheckdienst aufgenommen.



Post: Hermann Militzer (26.1.1828 Hof - 5.3.1903) organisierte den Telegraphenverkehr von Wien nach Kroatien, Serbien, Griechenland, Dalmatien und in die Türkei und führte 1875 die Wiener Rohrpost ein (NDB, DBE).



Post: Das einzige Kinderpostamt Deutschlands bestand von 1983 bis 1996 in Bamberg (heute in Nürnberg). Die erste Verkaufstelle für Briefmarken in einem deutschen Kindergarten wurde 1999 in Würzburg eingerichtet.



Post: Das Verkehrsmuseum Nürnberg besitzt den ersten Postomnibus Deutschlands aus dem Jahr 1905. S. auch Briefmarken.



Postkutsche: Die erste bayerische Postkutschenlinie führte 1786 die Taxissche Post von Nürnberg über Erlangen, Streitberg, Bayreuth und Münchberg nach Hof.



Postkutsche: Zwischen Bad Kissingen und Bad Bocklet/Schloss Aschach verkehrt eine der zwei Repräsentationslinien der Deutschen Bundespost.



Postleitzahl: Von Richard Stücklen(20.8.1916 Heideck - 2.5.2002 Weißenburg), wohnhaft in Weißenburg in Bayern) 1961 eingeführt. Das System wurde weltweit übernommen. Er gilt als Mitbegründer der CSU. Von 1979 bis 1983 amtierte er als Bundestagspräsident. Der "Generalpostmeister" erreichte den Rekord von 41 Parlamentsjahren.



Pottenstein: berühmte Besucher: Walter Benjamin 1906, Fürst Pückler 1834 ("längs einem wilden, über Felsblöcken tanzenden Bächlein wanderte ich hierauf weiter bis zum Schlosse Pottenstein, ein Spaziergang voller Abwechslung, Wald, Wiesen und Felsenpartien"), Joseph Victor von Scheffel 1859. S. auch Film
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Pottenstein: berühmte Einwohner: Die Heilige der Nächstenliebe Elisabeth von Thüringen wohnte 1227/1228/29 auf der Burg. Stahlstich von Ludwig Richter 1837.



Pottenstein: Aus Merian "Topographie" 1656: "Ein Stadt, Schloss und bambergische Pfleg, am Wasser Püttlach, zwischen vielen Bergen, hohen Felsen und Steinklipfen, wie das ulmische Städtlein Geislingen, gelegen und des berühmten Manns Martini Crusii, weiland Professoris zu Tübingen, Vaterland."



Pottenstein: in der Literatur: Mavis Gallant (Kanada) "The Pegnitz junction" 1969/1973, deutsch "Blockstelle Pegnitz" 1991.

     "Dank auch, auf Albuines Schloss
     Dir, tapfrer Pottensteiner!
     Du nahms uns auf, an Güte groß.
     Sangfroh wie unsereiner ..."
     (Joseph Victor von Scheffel "Exodus cantorum")



Predigt: Zitate Jean Paul: "Ich taugte zu keinem Prediger; denn (ehe) ich die andern nur in halbe Rührung gebracht hätte, wär ich so sehr in völliger, dass ich nicht mehr reden könnte." "Mehr Geistliche bleiben in der Predigt stecken, aber man merkts nicht, weil sie fortsalbadern." "Leichenpredigt ist das Tischgebet für die Würmer."



Predigt: Als "deutscher Cicero" ist der Würzburger Domprediger Johann Reyß (um 1457 - zwischen 11.u.29.7.1517) bekannt geworden (Bayer. Städtebuch, BBB).



Predigt: Der Nürnberger Oberkonsistorialpräsident Friedrich von Roth (23.1.1780 - 21.1.1852) gründete 1834 das Münchner Predigerseminar für die "Elite des theologischen Nachwuchses" (Ber. Nürnberger, BBB).



Premich: (Burkardroth): bei Bad Neustadt: berühmte Besucher: Ludwig Richter 1837.



Presserecht: Als führender Presserechtler profilierte sich Friedrich Kitzinger (8.11.1872 - 15.7.1943) aus Fürth (Tetzlaff).



Pretzfeld: bei Forchheim: berühmte Besucher: König Ludwig I. von Bayern 1830, Wilhelm Heinrich Wackenroder 1793 lobte 1793 die Landschaft und das Bier: "In allen Dörfern sind die Zwischenräume der Häuser mit Bäumen angefüllt. Wir tranken in einigen Dörfern sehr gutes Bamberger Bier, das weit besser als das Erlanger ist. Pretzfeld und Ebermannstadt nehmen sich am Fuße der Berge sehr angenehm aus."



Preußen und Franken: "Die Verehrung für Preußen habe ich überhaupt durch ganz Franken sehr groß gefunden. Ganz ungesucht haben in Würzburg und in Bamberg Leute verschiedener Stände, in meiner Gegenwart, das Lob unsres Staates ausgesprochen" (Karl Immermann 1837 Zitat).



Preußen und Franken: Der Ausnahmepolitiker Carl August von Hardenberg (31.5.1750 - 26.11.1822): "Vornehmlich war sein Augenmerk auf die (in den fränkischen Fürstentümern) so wichtigen, aber vernachlässigten Zweige der Forstkultur und des Bergbaues gerichtet. Eine der größten Beschwerden des Landes bildete die Hegung eines unverhältnismäßigen Wildstandes und die Bevorzugung des Jagdwesens ... Genug, allenthalben war Leben und Fortschritt, und zwar ein solcher, bei dem die Entwicklung der Kultur und der Macht zugleich ins Auge gefasst wurde" (Leopold von Ranke).



Preußen und Franken: Carl August von Hardenberg (31.5.1750 - 26.11.1822), seit 1790 Minister der Fürstentümer Ansbach-Bayreuth, übernahm von 1792 bis 1798 die Leitung der preußischen Provinzen in Franken. 1795 war er maßgebend am Abschluss des Baseler Friedens beteiligt. 1807 schloss er den Vertrag von Bartenstein mit Russland. Ab 1810 leitete er als Staatskanzler die gesamte preußische Politik. Bedeutende Reformmaßnahmen wie Gewerbefreiheit und Judenemanzipation wurden unter seiner Regierung eingeleitet. Kaum ein anderer Staatsmann hat die preußische Geschichte so "nachhaltig" beeinflusst wie er. Napoleon (Frankreich) hielt ihn für seinen Hauptgegner. Hardenberg gehörte zu den "größten der Generation des krisenhaften Umbruchs ins 19. Jahrhundert". Seine Zielvorstellungen waren „vielleicht die umfassendsten aller führenden Reformbeamten in Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts“ (NDB, GBBE).

     S. auch Deutscher Orden, A. von Humboldt, F. Nicolai, Politiker, Regent (Ansbach, Hohenzollern).
 



Primaballerina: Birgit Keil, 1944 in Bad Kissingen geboren, gehört zu den "berühmtesten" der Welt (Weinmann).



Professorenroman: Felix Dahn (9.2.1834 - 3.1.1912), von 1863 bis 1872 Professor in Würzburg, schuf den Literaturtyp des sog. Professorenromans. Er verarbeitete z. T. Würzburger Motive (s. auch Bestseller).



Prophezeiung: Zitat: „Die sicherste Prophezeiung ist, dass sich eher nach dem 100-jährigen Kalender des Wetters als nach dem 6000jährigen der Geschichte prophezeien lässt“ (Jean Paul) "... was macht Propheten? Scharfblick, Nachdenken und etwas Rechenkunst?" (Wilhelm Ludwig Wekhrlin).



Prophezeiung: Die Nürnberger Dominikanernonne und Mystikerin Christine Ebner (26.3.1277 - 27.12.1356) stand bereits als Zwanzigjährige im Ruf der Heiligkeit. Sie sagte das Erdbeben von 1348 voraus (Ber. Nürnberger, BBB, s. auch Mystik).



Prophezeiung: Aus Bad Staffelstein stammt eine der berühmtesten Prophezeiungen des 19. Jahrhunderts, "Das Lied der Linde von der kommenden Zeit". Sie entstand um 1850.



Proportion: Albrecht Dürer (21.5.1471 - 6.4.1528) schrieb mit "Hierinn sind begriffen vier Bücher von menschlicher Proportion" die erste deutsche Proportionslehre. Das Werk wurde 1528 in Nürnberg gedruckt.



Prostitution: Die erste Frauenhausordnung im deutschsprachigen Raum ist in Nürnberg im 15. Jahrhundert nachgewiesen. Der Frauentorgraben in Nürnberg gilt als die älteste „Bordellmeile“ Deutschlands.



Protestantismus: Joachim Camerarius d. Ä. (12.4.1500 - 17.4.1574) aus Bamberg hatte "maßgeblichen Anteil" an der protestantischen Neugestaltung (Lex. d. Renaissance).
 
Bibliographie



Protestantismus: Nikolaus Selnecker (Selneccerus, Schellenecker) (5.12.1530 - 24.5.1592) aus Hersbruck führte 1573 eine lutherische Kirchenordnung in Oldenburg ein (DBE, Bayer. Städtebuch; BBB: *6.12. +22.5.; Killy: 6.12. +24.5.)



Protestantismus: Georg Friedrich Markgraf von Brandenburg-Ansbach (5.4.1539 - 25.4.1603, begraben in Heilsbronn) schuf die Grundlagen der heutigen evangelischen Landeskirche Bayerns. Er erlangte als Herzog in Preußen und Reichsfürst "europäische Geltung". Mit zwei Metern war er auch körperlich einer der Größten. Er gehörte zu den "wichtigsten Wortführern der protestantischen Partei" (DBE, GBBE; BBB: +26.4.)



Protestantismus: Joachim Ernst Markgraf von Brandenburg Ansbach (22.6.1583 - 7.3.1625), gehörte zu den "eifrigsten Befürwortern" eines evangelischen Bündnisses im Reich. Er war 1608 an der Gründung der Protestantischen Union beteiligt (NDB, BBB); ebenso Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth (30.1.1581 - 30.5.1655) (GBBE).



Protestantismus: Johann Gottfried Scheibel (16.9.1783 - 21.3.1843 Nürnberg) "entwickelte sich zur führenden Persönlichkeit der altlutherischen Bewegung" (DBE).



Protestantismus: Philipp Wackernagel (28.6.1800 - 20.6.1877), u. a. ab 1824 in Nürnberg, war 1848 Mitbegründer des Evangelischen Kirchentags (DBE).



Protestantismus: Unter Carl von Burger (1.5.1805 - 14.7.1884) aus Bayreuth wurde die bayerische Landeskirche zum Vorbild für das Luthertum in der ganzen Welt (NDB, BBB, s. auch Gesangbuch).



Protestantismus: Der Erlanger Professor Adolf von Harleß (21.11.1806 Nürnberg - 5.9.1879) war einer der wichtigsten Führer des Protestantismus in Deutschland. Er gründete die "Zeitschrift für Protestantismus und Kirche". Er hielt sich u. a. in Erlangen und Bayreuth auf (BBB, DBE, GBBE).



Protestantismus: Theodosius Harnack (3.1.1817 - 23.9.1889), der seit 1853 in Erlangen lehrte, zählte zu den „führenden Vertretern des konfessionellen Luthertums im 19. Jahrhundert“ (GBBE).



Protestantismus: Professor in Erlangen war Carl Friedrich Wilhelm von Gerber (11.4.1823 - 23.12.1891). Er reformierte die evangelisch-lutherische Kirche Sachsens. 1891 Ministerpräsident von Sachsen (Brockhaus, BBB, GBBE).



Protestantismus: Friedrich Veit (18.5.1861 - 18.12.1948), seit 1887 Pfarrer in Schwarzenbach an der Saale, war „maßgeblich an der Ausarbeitung der Kirchenverfassung von 1920 beteiligt“ (GBBE).



Protestantismus: Woldemar Vitzthum von Eckstädt (7.9.1863 - 26.11.1936) aus Coburg war Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DBE, GBBE).



Protestantismus: Der Landesbischof (seit 1933) Hans Meiser (16.2.1881 - 8.6.1956) aus Nürnberg, Vikar in Haßfurt und Würzburg, gründete verschiedene evangelische Institutionen, so den Rat der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Er war führend in der "Bekennenden Kirche" und ist in Nürnberg begraben (NDB, BBB, GBBE). Heinrich Bedford-Strohm (*30.3.1960), u. a. Coburg und Universität Bamberg. Seit 2012 Landesbischof in Bayern, seit 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands.



Protestantismus: Wilhelm Stählin (24.9.1883 - 16.12.1975) aus Gunzenhausen, der in Feucht, Schwabach, Nürnberg und Egloffstein tätig war, gründete 1914 in Nürnberg die Gesellschaft für Religionspsychologie. Mitbegründer: 1923 Berneucher Kreis, 1931 Evangelische Michaelsbruderschaft (DBE, GBBE).



Protestantismus: Der evangelische Bischof Theodor Heckel (15.4.1894 - 24.6.1967) aus Kammerstein bei Schwabach, gründete das Evangelische Bildungswerk, heute Evangelisches Forum (DBE).



Protestantismus: Der Landesbischof Hermann Dietzfelbinger (14.7.1908 - 15.11.1984) ist in Ermershausen (früher Maroldsweisach) geboren. Er war u. a. in Rüdenhausen, Erlangen, Nürnberg und Neuendettelsau tätig. Von 1967 bis 1973 führte er den Vorsitz im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Begraben liegt er in Erlangen (DBE, BBB, GBBE).



Protestantismus: Käthe Rohleder (11.8.1910 - 24.3.1995 Fürth), u. a. Kloster Sulz (Dombühl), wurde 1976 als erste Pfarrerin Bayerns ordiniert (GBBE).



Protestantismus: Der Landesbischof von Bayern Johannes Hanselmann (9.3.1927 - 2.10.1999), 1951 Vikar in Coburg, 1953 Pfarrer in Grub am Forst und 1974 in Bayreuth, war von 1987 bis 1990 Präsident des Lutherischen Weltbundes (DBE).



Prozession: Die Karfreitagsprozession in Lohr am Main, die seit Mitte des 17. Jahrhunderts veranstaltet wird, ist die letzte in dieser Vollständigkeit erhaltene Bilderprozession in Deutschland. S. auch Fronleichnamsprozession



Prozession: In Franken. In der Literatur: Oskar Panizza „Der Stationsberg“.



Prügelstrafe: Dippoldismus (Töten durch Prügeln) nach Andreas Dippold aus Drosendorf (Memmelsdorf) benannt. Er avancierte durch seinen Prozess in Bayreuth zum europaweit beachteten "Klassiker der Sexualpathologie". In der Literatur: Jakob Wassermann "Christian Wahnschaffe" 1919. Vgl. auch die Rezension von KurtTucholsky 1914.



Psychiatrie: Georg Ernst Stahl (21.10.1660 - 14.5.1734) aus Ansbach wurde berühmt durch seine Schrift "De vera diversitate corporis mixti et vivis" aus dem Jahr 1707; es handelt sich um den "Auftakt der modernen Psychiatrie". Stahl bewertete das Nervensystem überaus hoch und suchte Heilung über die Seele. Damit war er einer der frühesten Anhänger der heute so populären psychosomatischen Medizin ( Ärzte-Lex. *1659 und Fachlex. Forscher u. Erfinder)



Psychiatrie: Der Erlanger Professor Ernst Horn (24.8.1774 - 27.9.1848) erfand verschiedene Vorrichtungen zur Beruhigung von Geisteskranken, so das Drehbett und den Zwangssack. Er trennte in der Irrenanstalt der Charité Berlin erstmals Heil- und Pflegeanstalt (U. H. Peters, DBE).



Psychiatrie: Carl Friedrich von Marcus (2.9.1802 Bamberg - 23.8.1882 Würzburg) machte 1834 als erster "die psychiatrischen Störungen systematisch und methodisch zum Gegenstand" des Unterrichts. Er war der Initiator der ersten ständigen psychiatrischen Klinik (ADB, NDB, DBE, GBBE; BBB: +1862).



Psychiatrie: Friedrich Wilhelm Hagen (16.8.1814 Dottenheim-Dietersheim - 13.6.1889 Erlangen), u. a. Aufenthalt in Weißenburg und Velden, führte die Katamnese in die Psychiatrie ein. Er war "Wegbereiter einer humanen Behandlung geistig Behinderter" (U. H. Peters, GBBE s. auch Irrenarzt).



Psychiatrie: Emil Kraepelin (15.2.1856 - 7.10.1926), u. a. Assistent in Würzburg, gründete 1917 die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie, jetzt Max-Planck-Institut. Unter ihm stieg die Münchner Klinik zu einem "weltbekannten" psychiatrischen Zentrum auf. Er entwickelte ferner eine neuartige "schulbildende" Klassifikation für psychische Krankheiten und führte das Dauerbad für die Heilung von Unruhezuständen ein (NDB, DBE, GBBE).



Psychiatrie: Friedrich Vocke (25.3.1865 - 2.11.1927) aus Bad Neustadt an der Saale, der sich u. a. in Bamberg aufhielt, gründete 1902 den Verein Bayerischer Psychiater. 1914 war er Leibarzt König Ottos von Bayern (DBE, GBBE).



Psychiatrie: Karl Heilbronner (21.11.1869 - 8.9.1914) aus Nürnberg war namengebend für die Heilbronnerschen Bilder - ein Diagnoseinstrument (DBE, GBBE).



Psychiatrie: Karl Kleist (31.1.1879 - 26.12.1960), der ab 1909 an der Nervenklinik Erlangen tätig war, prägte verschiedene neue Fachbegriffe (U. H. Peters, NDB, DBE).



Psychiatrie: Ernst Rittershaus (27.2.1881 - 10.4.1945), seit 1907 an der Universität Erlangen tätig, richtete im Ersten Weltkrieg in Brüssel "die erste psychiatrische Abteilung der deutschen Etappe" ein (DBE).



Psychiatrie: Jürg Zutt (28.6.1893 - 13.11.1980), u. a. ab 1946 Professor in Würzburg, war Mitbegründer der anthropologischen Psychiatrie und des Frankfurter Vereins zur Fürsorge für Psychisch Gefährdete (Frankfurter Biogr., DBE, GBBE).



Psychiatrie: Fritz Flügel (20.3.1897 - 23.4.1971 Erlangen) entwickelte eine moderne Pharmakotherapie zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (DBE, GBBE).



Psychiatrie: William (Wilhelm) Niederland (29.8.1904 - 30.7.1993), der sich u. a. in Würzburg aufhielt, führte die Psychogeographie ein. Er gehörte zu den "kreativsten Psychiatern" des 20. Jahrhunderts. Namengebend: Niederland'sche Kristalle (NDB).



Psychiatrie: Bei dem Würzburger Schema handelt es sich um 1931 zusammengestellte Diagnosetabellen des Deutschen Vereins für Psychiatrie (U. H. Peters). Gustl Mollath (u. a. Nürnberg) war bis 2013 Deutschlands bekanntester Psychiatriepatient des Bezirksklinikums Bayreuth. Im Anschluss an seinen Prozess wurde die Unterbringung psychisch kranker Straftäter neu geregelt.



Psychoanalyse: Der Zweite Internationale Psychoanalytische Kongress fand 1910 in Nürnberg statt. Teilnehmer waren u. a. Carl Gustav Jung (Schweiz) und Alfred Adler. Sigmund Freud (Österreich) hielt die Eröffnungsansprache. Auf diesem Kongress wurde die Internationale Psychoanalytische Vereinigung als Dachverband aller psychoanalytischen Gesellschaften gegründet, ferner zwei einschlägige Fachzeitschriften.



Psychohygiene: Robert Sommer (19.12.1864 - 2.2.1937), ab 1890 an der Universität Würzburg tätig, gründete die Deutsche Gesellschaft für Psychohygiene und die Gesellschaft für Psychotherapie (DBE).



Psychologie: "Die Erfahrung ist die bessere Lehrmeisterin als das Kalkül" (Wilhelm Ludwig Wekhrlin).



Psychologie: 1524 erschienen in Nürnberg Theophrasts "Charaktere" in der ersten deutschen Ausgabe. Das Buch wurde von Willibald Pirckheimer (5.12.1470 Eichstätt - 22.12.1530 Nürnberg) herausgegeben und ist Albrecht Dürer gewidmet.
Bibliographie



Psychologie: Athanasius Kircher (2.5.1602 - 27.11.1680), Aufenthalt in Aschaffenburg, Professor in Würzburg von 1629 bis 1631, dann in Rom, war der erste, der sog. Nachbilder, das sind optische Phänomene nach Beendigung der Reizwirkung, beschrieb (W. F. Bonin). (+ 30.10 Lex. großer Naturwiss., 28.11. Fachlex. Forscher u. Erfinder).
 
Bibliographie



Psychologie: Der Ansbacher Georg Ernst Stahl (21.10.1660 - 14.5.1734) wird verschiedentlich als Begründer des "Animismus", der körperliche Vorgänge auf seelische Ursachen zurückführt, bezeichnet (W. F. Bonin; Ärzte-Lex. *1659 und Fachlex. Forscher u. Erfinder).



Psychologie: Heinrich Feder (15.5.1740 - 22.5.1821) aus Schornweisach (Uehlfeld) bei Neustadt an der Aisch verdanken wir die erste psychologische Typenlehre. Er lehrte u. a. am Gymnasium Casimirianum in Coburg (NDB, DBE, BBB).



Psychologie: Carl Stumpf (21.4.1848 - 25.12.1936) aus Wiesentheid, u. a. 1873 an der Universität Würzburg tätig, gründete das "Phonogramm-Archiv" und 1893 das Institut für Psychologie in Berlin. Er war ferner Mitbegründer der funktionalen Psychologie (DBE, GBBE, BBB).



Psychologie: Karl Marbe (31.8.1869 - 2.1.1953 Würzburg), von 1926 bis 1931 als Dozent in Nürnberg tätig, war der Hauptvertreter der sog. Würzburger Schule. Er gilt als Pionier der Werbepsychologie und gehört zu den ersten Gerichtsgutachtern. Bekannt sind seine Untersuchungen über das "bildlose Denken" (W. F. Bonin, DBE, GBBE).



Psychologie: Die Determinationspsychologie wurde von Narziß Ach (19.10.1871 - 25.7.1946) aus Ermershausen (früher Maroldsweisach Ufr.) begründet. Das Ach-Dükersche Gesetz (Determination) besagt, dass "Gewolltes umso rascher und sicherer verwirklicht werde, je spezieller der Vorsatz ist" (NDB, DBE, GBBE). Ach konstruierte einen sog. Zeitdrucker.



Psychologie: Ernst Dürr (23.3.1878 Würzburg - 27.9.1913) gründete das Psychologische Laboratorium in Bern (DBE, NDB).



Psychologie: Karl Bühler (27.5.1879 - 24.10.1963), der u. a.1907 in Würzburg tätig war, gründete 1922 das Psychologische Institut der Stadt Wien (DBE).



Psychologie: Gustav Kafka (23.7.1883 - 12.2.1953 Veitshöchheim), seit 1947 als Professor an der Universität Würzburg tätig, zählt zu den "international anerkannten" deutschen Psychologen (NDB, BBB).



Psychologie: Nach Richard Pauli (12.5.1886 - 22.3.1951), u. a. an der Universität Würzburg tätig, ist der Pauli-Test in der Psychologie benannt (NDB).



Psychologie: Karl Valentin Müller (26.3.1896 - 3.8.1963 Nürnberg), der sich u. a. in Bamberg aufhielt, gründete 1946 in Hannover das Institut für Begabtenforschung (DBE, GBBE).



Psychologie: Alexander Mitscherlich (20.9.1908 - 26.6.1982), der sich u. a. in Hof aufhielt, gründete die Zeitschrift "Psyche" (Ärzte-Lex., Killy).



Psychologie: Hans Thomae (31.7.1915 - 16.11.2001), ab 1953 an der Universität Erlangen, war „Wegbereiter der psychologischen Altersforschung“ (GBBE).



Psychologie: Johannes Müller eröffnete 1903 in Mainberg eine „Lebensschule“ für Motivationstraining.



Psychotherapie: Als "Neurosenbaron" ging Victor-Emil von Gebsattel (4.2.1883 - 22.3.1976), geboren in Gebsattel-Rothenburg o. d. T., gestorben in Bamberg (seit 1950 Professor in Würzburg; dort richtete er den ersten deutschen Lehrstuhl für medizinische Psychologie ein), in die Geschichte der Psychotherapie ein. Er ist Mitbegründer der "daseinsanalytisch-anthropologischen" Richtung der Psychiatrie und Psychopathologie (DBE). Gebsattel liegt auf dem Friedhof von Gebsattel, einem kleinen Ort in der Nähe von Rothenburg begraben. Der Essayist und Reiseschriftsteller Horst Krüger ist zum Grab gepilgert, um seinem ehemaligen Arzt die letzte Ehre zu erweisen: "November 1945 kam ich zurück aus Gefangenschaft ... Ich war wie betäubt. Ich dachte nicht ans Vorankommen. Ich war wie gelähmt. Meine Familie war tot. Unser Haus zerstört... Dieser von Gebsattel hat mich damals in seinem Sanatorium in eine waschechte Psychoanalyse genommen… Und liegt hier unter einer schweren Grabplatte und ist fast vergessen, obwohl er schon in den dreißiger Jahren Deutschlands berühmtester Vertreter einer christlich orientierten Psychotherapieforschung war" (Aus "Rothenburg ob der Tauber").



Psychotherapie (1883 - 1976): Victor-Emil von Gebsattel Krüger ist nicht der einzige Prominente, dem er in seinem Leben begegnete. 1908 teilte Gebsattel mit Rainer Maria Rilke eine Mansardenwohnung in Paris, lernte Auguste Rodin und Henri Matisse (Frankreich) kennen. Aber auch Romano Guardini, Gerhart Hauptmann, Martin Heidegger, Hugo von Hofmannsthal (Österreich), Edmund Husserl, Ernst Ludwig Kirchner, Max Slevogt und Max Scheler zählten zu seinem weiten Freundeskreis.

     Ursprünglich wollte er die Militärlaufbahn einschlagen, doch ein Jagdunfall machte diesen Wunsch zunichte. So studierte er Jura und Philosophie. Die Begegnung mit Sigmund Freund wies ihn zur Psychologie und Psychoanalyse. 1912 wandte sich Rilke in seelischer Not an den Freund und Arzt: "Schreiben Sie einmal, erzählen Sie, und wenn Sie darauf kommen mögen, lassen Sie mich lesen, wie Sie dieser Kreatur gegenüber von Analyse denken." Später kamen dann dem Dichter Bedenken: "So viel, wie ich mich kenne, scheint mir sicher, dass, wenn man mir meine Teufel austriebe, auch meinen Engeln ein kleiner, ganz kleiner (sagen wir) Schrecken geschähe, und - fühlen Sie - gerade darauf darf ich es auf keinen Preis ankommen lassen ... So steht es also, mein lieber Freund. Ihr guter Brief hat viel dazu beigetragen, mir zu dieser Art Klarheit zu helfen."

     Vielleicht ein Glück für die deutsche Literatur, dass aus der geplanten Behandlung Rilkes nichts geworden ist. Gesunde schreiben nicht, meint Krüger. "Sie leben nur."



Psychotherapie: Martha Luise Rehm (11.4.1895 Erlangen - 15.1.1990) gründete 1959 die erste bayerische Fachschule für Beschäftigungstherapie (Who's is who d. sozialen Arbeit).



Psychotherapie: Dieter Wyss (20.12.1923 - 6.7.1994), u. a. ab 1969 an der Universität Würzburg tätig, ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie und Daseinsanalytische Medizin, Psychologie und Psychotherapie (DBE).



Public Relation: Nach dem „PR-Papst“ Albert Oeckl (27.12.1909 - 23.4.2001) aus Nürnberg ist die Stiftung zur Förderung der PR-Aus- und Fortbildung 1990 benannt (GBBE).



Publizistik: Als "erster Publizist der Deutschen" wird der "fränkische Ritter" Ulrich von Hutten (21.4.1488 - 29.8.1523) bezeichnet (W. Schleyer).
 
Bibliographie



Publizistik: Josef Haller (5.10.1810 Scheinfeld - 28.11.1886), der u. a. in Bamberg tätig war, ist Mitbegründer des Deutschen Hülfsvereins (DBE, BBB, GBBE).



Publizistik: Paul Neuburger (18.7.1881 Aschaffenburg - 26.7.1959) gründete 1924 den wissenschaftlichen Nachrichtendienst "Pallas" (DBE, GBBE).



Pückler, Hermann von: Fürst von Pückler-Muskau (30.10.1785 - 4.2.1871), Lebens- und Gartenkünstler, berühmt durch seine Reisebeschreibungen. Die Reise durch Franken im Jahr 1834 ist enthalten in "Vorletzter Weltgang von Semilasso. Aus den Papieren des Verstorbenen" 1835 (NDB *31.10.) Texte s. auch Bamberg, Bayreuth, Burg, Höhle, Luisenburg, Muggendorf, Naturwissenschaften, Pottenstein, Schlösser.
 
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Pückler, Hermann von: (1785 - 1871): Aus "Vorletzter Weltgang ..." (1834)Von Eger aus kam Fürst Pückler nach Alexandersbad, "wo er der gefeierteste", weil einzige Badegast war. Den Feinschmecker entzückten die "vortrefflichsten Forellen und Karpfen", die in einem "Bassin mit reichlich zufließendem, crystallhellen Quellwasser" schwammen und die erst unmittelbar vor der Zubereitung gefangen wurden. "Es sind in der Tat keine andern Karpfen mit den hiesigen zu vergleichen ...", lobte er.
 
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Pückler, Hermann von: (1785 - 1871): Aus "Vorletzter Weltgang ..." (1834) Die Luisenburg, wo die Natur mit "grazieuser Laune gespielt" hat, wurde ebenso besucht wie Jean Pauls "Geburtsstube" in Wunsiedel. Auf dem Weg nach Bayreuth machte der Fürst in der Eremitage halt. Er konnte jedoch keinen Gefallen an den verwilderten Anlagen finden: "Gehörte es mir, ich schlösse es zu und überließe es ganz dem Zahne der Zeit. Nach 20 Jahren wäre es wieder schön ..." Das Bild der "Weißen Frau" im Schloss erschien ihm "grässlich, cadavereus" und die Legende vom Kindermord jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Bayreuth selbst fand er "etwas tot, wie alle diese ehemaligen Residenzen". Fasziniert war er jedoch von dem "grandiosen und magnifiken" Opernhaus der Markgräfin Wilhelmine. Bevor er zur Fantaisie weiterreiste, besuchte er noch das "Narrenhaus". "In manchen Augenblicken", sinnierte er, würden wir "fast alle" dort hingehören.
 
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Pückler, Hermann von: (1785 - 1871): Aus "Vorletzter Weltgang ..." (1834) "Höchst malerische" Landschaftsbilder In Hollfeld drückte er dem Posthalter seine "Indignation in den stärksten Worten aus", weil er drei Stunden auf Pferde warten musste. Doch vor Bamberg heiterte sich seine Stimmung wieder auf. "Fast bis zur Stadt bleiben dem Reisenden, der in einem fruchtbaren Tale schnell dahin rollt, die herrliche Ruine Giech-Schloss, und die alte Klosterkirche Gügel, beide auf hohen bewaldeten Bergen liegend, fortwährend zur Seite, ihren Anblick und ihre Stellung zur Straße auf das Reizendste abwechselnd ..." Auch Schloss Seehof bot "mehrmals vom Wege höchst malerische Punkte".
 
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Pückler, Hermann von: (1785 - 1871): Aus "Vorletzter Weltgang ..." (1834) Als in Bamberg sein Diener erkrankte, musste Pückler die Reise unterbrechen. Er nützte die Zeit für ausgiebige Besichtigungen und Ausflüge. Das Naturalienkabinett überraschte ihn mit der Reichhaltigkeit der Ausstellungsstücke, ebenso die Königliche Bibliothek mit kostbaren Handschriften und Drucken. Der Dom imponierte durch sein "fremdartiges Aussehn", mit dem Reiter hingegen, den Pückler "schwerlich sehr alt" einschätzte, konnte er sich nicht anfreunden. In der Residenz zeigte man als besondere Sehenswürdigkeit das Fenster, aus dem sich der französische Marschall Berthier gestürzt hatte: "Der schwere Mann fiel mit solcher Gewalt auf eine Steinecke, dass das Gehirn bis zum zweiten Stock hinauf spritzte und die Wand überall befleckte".

     "Auf einem alten Rappen, unendlich lang, unendlich dürr und möglicherweise noch ein Contemporain des letzten Fürstbischofs" durchstreifte Pückler die Umgebung von Bamberg und der Landschaftsarchitekt war entzückt von den "Fernbildern auf Giechburg und den Lauf des Flusses".
 
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Pückler, Hermann von: (1785 - 1871): Aus "Vorletzter Weltgang ..." (1834) Romantik der Fränkischen Schweiz Von einem "Lohnkutscher" ließ er sich in die Fränkische Schweiz fahren, einer Landschaft so ganz nach seinem Herzen. Die "romantische Schönheit" der Täler fand er "höchst anziehend" und zeichnete sie für seine Gartenanlagen in Muskau. Höhlen wurden besucht und Ruinen erstiegen. Die Bewirtung fand er vorzüglich: "Forellen, Krebse und Kirschen sind nirgends besser", ebenso der "Nektar Bayerns, das vortreffliche Bier". Über Heiligenstadt und Burg Greifenstein (Heiligenstadt) ging es zurück nach Bamberg. Auf dem weiteren Programm standen Pommersfelden und die Altenburg. Der Besuch klang mit dem Volksfest auf der Theresienwiese aus. Zu Fuß wanderte Pückler nach Haßfurt (wo die Gegend ihren "Culminationspunkt" erreicht) und von dort aus über Schweinfurt nach Gaibach. In Würzburg versetzten ihn Pracht und Größe der Residenz in Staunen und "wahren Enthusiasmus". Ausführlich besichtigte er den Schlossgarten und fuhr "zu Wasser" nach Veitshöchheim. In Aschaffenburg, das einen "längern Aufenthalt verdient" hätte, reichte es wenigstens noch zur Besichtigung der Gemäldegalerie. Beim Anblick eines Bildes von Matthias Grünewald bemerkte Pückler: "Ich habe nie ein Gemälde von Albrecht Dürer oder Lucas Cranach gesehen, das ich so gerne wie dieses besitzen möchte."
 
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Pückler, Hermann von: (1785 - 1871): Die Frankenreise, die dem "Semilasso" zugrunde liegt, fand 1834 statt. Als Gedächtnisstütze dienten dem Fürsten die Briefe an seine Frau Lucie. 1848 reiste er über Aschaffenburg nach Bad Kissingen und Bamberg. Durch den "reizenden Talgrund" der Regnitz ging es über Erlangen nach Nürnberg und Burgfarrnbach, wo er mit seinem Vetter zusammentraf. 1854 kam Pückler noch einmal nach Franken.
 
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Puppen: 1400 gab es in Nürnberg zwei sog. "Dockenmacher". Sie gelten als die ältesten bekannten Spielzeugproduzenten Europas.



Puppen: Das Gebiet Thüringer Wald/Frankenwald galt im 19. Jahrhundert als das "größte Puppenheim der Welt". Die oberfränkischen Puppenhersteller sind führend in Europa. Rund 90 % aller westdeutschen Puppen wurden hier gefertigt. Die Fa. Zapf in Rödental bei Coburg ist Deutschlands größter Puppenhersteller.



Puppen: Neustadt bei Coburg wird die "bayerische Puppenstadt" genannt. Sein Trachten-Puppenmuseum besitzt mit über 1500 kostbaren Exemplaren aus aller Welt eine in Deutschland einzigartige Sammlung. Es gehört zu den umfangreichsten seiner Art (Museen in Bayern).



Puppen: Die größte Puppensammlung in der ehemaligen Bundesrepublik wird in Coburg aufbewahrt. Die Puppe "Barbie" trat von Neustadt bzw. von Coburg aus ihren Siegenszug (über amerikanische Lizenzen) rund um die Welt an (bis 1993 wurden 700 Millionen Puppen der "Barbie-Familie" verkauft).



Puppen: Aus Mistelbach bei Bayreuth stammt "Allmut II."; sie erhielt 1991 als "schönste Puppe des Jahres" die höchste internationale Auszeichnung.



Puppen: Die älteste Puppenklinik der Welt wurde 1882 in Bamberg gegründet.



Puppenhaus: Die größte Sammlung von Puppenhäusern in Deutschland befindet sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg; dort wird auch das älteste erhaltene Puppenhaus aus dem Jahr 1611 aufbewahrt.
  




Varia



Pabst, Johann Georg Friedrich:
„Der Reisende“ 5 (1778) S. 335-375



Pachelbel, Johann:
Lyrikmotiv: in: Günter Herburger: Das brennende Haus 1990 S. 60-62



Pädagogik:
s. a. Kaspar Hauser (u. a. Literaturmotiv: Ruth Schaumann), Jakob Wassermann
s. a. Beck, Christoph: Beiträge zur Geschichte des Unterrichts und der Erziehung in Franken 1928



Paläontologie:
s. a. Frankenalb



Palm, Johann Philipp:
s. a. Martin Riegel: Der Buchhändler Johann Philipp Palm 1938 (enthält: „Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung“)
Literaturmotiv: in Frenzel: Stoffe der Weltliteratur
Lyrikmotiv: in: Pidder Lüng: Der Kampfspiegel S. 122



Panizza, Oskar:
s. a. „Germania“, Richard Wagner
„Selbstbiographie“ Verbotene Literatur
„Fränkische Erzählungen“ Neuausg. 2003
„Abschied von München“ S. 4. 6 (Bier Literaturmotiv)
„Aus dem Tagebuch eines Hundes“ S. 89 Kartenspiel
„An einen Unterfranken“ in: Zum 70. Geburtstag 19. März 1894 – der alte Wotan 1894
„Karl Ludwig Sand“ in: Züricher Diskußjonen 13/15 1899 S. 1-24
„Das Wirtshaus zur Dreifaltigkeit“ (Franken).



Panizza, Oskar:
„Heine und Platen“ in: Züricher Diskußjonen 16/17. 1899 S. 1-
„Stoßseufzer aus Bayreuth“ in: Die Gesellschaft 7 (1891) S. 1361-1370; in: Lesebuch der Jahrhundertwende S. 79-81; Text in: Piontek, Frank (Hrsg.): Bayreuth, S. 118ff
„Tannhäuser. Tristan und Isolde in Bayreuth“ u. a. Rezensionen M. G. Conrad, Dauthendey
„Eine Mondgeschichte“ 1890, Neudr. 1985
„Das Liebeskonzil“ 1894 (Pornographie, Sex, Gotteslästerung)
„Bayreuth“ (kleiner Aufsatz)
„Der deutsche Michel“ wurde beschlagnahmt (Verbotene Literatur)



Panizza, Oskar: Orte
Bad Kissingen in: Bäder in Franken S. 135
Bayreuth in: Heimat-Kurier 29 (1996),11
Bayreuth Homosexualität Literaturmotiv: s. a. Panizza, Oskar: Bayreuth und Homosexualität in: Gesellschaft 11 (1895), S. 88-92
Irrenanstalt Bayreuth St. Gilgenberg in: Literarischer Führer S. 16
Irrenanstalt Bayreuth in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 37



Panizza, Oskar:
Literaturmotiv: s. Tucholsky, Kurt: Panizza in: Die Weltbühne 1919, Nr. 38
Literaturmotiv: in: Alois Brandstetter: Überwindung der Blitzangst 1974 S. 52-58. 1988 89.102
Sex Die Kleidung der Frau – ein erotisches Problem in: Züricher Diskußjonen 8 (1898) S. 1 - 7
Verbotene Literatur “Abschied von München“ 1897 „scharfe Schmähschrift“ auf die Geistlosigkeit und Romhörigkeit der Münchner. Konfisziert und Panizza steckbrieflich verfolgt. S. Stobbe 15.61
Verbotene Literatur in: Houben, Heinrich H.: Verbotene Literatur … 1. 2. (1992) Bd. 1: S. 521-



Papierherstellung:
s. a. Frankenwald, Nürnberg



Pappenheim:
Besucher: Reisebericht: s. a. J. de Blainville, Arnold Matthew, Melchior Adam Pastorius, Georg Wilhelm Zapf
in: Fränkisches Hausbuch S. 368-
Literaturmotiv: s. a. Ludwig Thomas
Lyrikmotiv: „Pappenheimer 1632“ in: Harry Frommelt: Traumfahrt 1947 S. 79f



Paracelsus:
Nürnberg?



Parkett:
s. a. Bayreuth (Neues Schloss), Pommersfelden



Parkhaus:
s. a. Bamberg



Parodie:
s. a. Robert Neumann, Herbert Rosendorfer, Joseph Victor von Scheffel, Richard Wagner



Parsifal:
Lyrikmotiv: in: Treichel, Hans-Ulrich: Liebe Not 10 „Parsifal reitet“



Partei:
s. a. Kommunistische Partei Deutschlands



Pastorius, Franz Daniel:
*Sommerhausen USA
in: Dettelbacher, Werner; Pleticha, Heinrich: Fränkische Abenteurer und Entdecker. 1976 S. 68-
in: Lohmann, Martin: Die Bedeutung der Ansiedlungen in Pennsylvania 1923 S. 16-
in: American national biography 1999



Pastorius, Franz Daniel:
in: Germans to America S. 8ff
in: Kosch: Literatur-Lexikon
in: Unser Bayern 32 (1983),10 E. Probst: Ein Franke gründet Germantown (u. a. Beschreibung von Bad Windsheim)



Pastorius, Melchior Adam:
Bürgermeister von Bad Windsheim
„Franconia redivia“ 1702 Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 154 Fichtelgebirge
„Leben und Reisebeschreibungen“ 1968 S. 20ff: Aschaffenburg, Spessart, Triefenstein, Würzburg, Kitzingen, Neustadt an der Aisch, Emskirchen, Nürnberg, Schwabach, Georgensgmünd, Ellingen, Pappenheim, Monheim; Winterhausen (Main), Veitshöchheim (Maulbeerbäume, Seidenraupen)
in: Unser Bayern 48 (1999),85



Patton, G. S.:
in: Fränkische Blätter 2 (1950), S. 103 Meyer, Otto: Panzer-General und Schönborn-Barock (Patton: „Krieg, wie ich ihn erlebte“ 1950 Weltkrieg II)



Paul, Jean: Werke
s. a. Johann Friedrich Abegg, Per Daniel Amadeus Atterbom, Friedrich Justin Bertuch, J. C. Kröger, Wilhelm Müller (u. a. Rollwenzelei), Jean Paul (Orte), Friedrich Perthes, August von Platen, Friedrich Rückert, Arnold Ruge, Robert Schumann, Ludwig Tieck, Leo Tolstoi, Karl August Varnhagen von Ense
„Des Rektors Florian Fälbels und seiner Primaner Reise nach dem Fichtelberg“ (Fichtelgebirge)
„Flegeljahre“ (fränkische Landschaft, Reise nach Bayreuth zum Abiturientenexamen)
„Ideengewimmel“ 1996 (Aphorismen)



Paul, Jean: Werke
„Leben des vergnügten Schulmeisterlein Wuz in Auenthal“ (Hof, Töpen Literaturmotiv) in: „Die unsichtbare Loge“ 1793
„Palingenesien“ 1798: Bad Berneck, Bayreuth Eremitage, Fantaisie, Nürnberg, Fränkische Schweiz, Bier, Erlangen, Straßen
„Selbsterlebensbeschreibung“
„Titan“ 1800-1803 (u. a. Italien)



Paul, Jean: Werke
„Siebenkees“ S. 309 Streitberg, S. 313 Eremitage, S. 317ff, 310ff Fantaisie, S. 460 Bad Berneck (Hof), S. 412.484 Das Gespenst, ferner Bayreuth, Gefrees, Hof („Kuhschnappel“)
„Ein Lebensroman in Briefen“ 1925: Neustadt an der Aisch, Coburg, Charlotte von Kalb, S. 282 Bier, Rauchen, Trinken, Wein, Wege und Straßen, „qualmiges Hof, wo du Schimmel ansetzten musst“ (negativ)



Paul, Jean: Werke
„Im Kinderparadies der Heimat“ in: Um Main und Donau S. 329-
„Traum“ in: Franken. Hrsg.: Schneider S. 26
Werk in: Bayreuther Land 1929 S. 86-
Zitate in: Große bayerische Pädagogen 1991 S. 86ff
Zitate Medizin in: Jean Paul S. 39. 51



Paul, Jean: Lit.-Angaben
s. a. Charlotte von Kalb, Wilhelm Müller
s. Berend, Ed.: Jean Paul und die Schweiz 1943 S. 77 Schweizer Käse (Essen), 112 „Stefan George: Meister der fränkischen Hügelebene“, Register: Zschokke
in: Manfred Eger: Bayreuther Profile 1984
in: Rössler, Helmuth: Fränkischer Geist und deutsches Schicksal S. 340-
s. Riedtmann, Meret: Jean Pauls Briefe 1949 (u. a. Frauen, Sex)



Paul, Jean: Lit.-Angaben
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 14,91 (Müller)
in: Armin Stolper: Nach Reykjavik & Flachsenfingen 1985 S. 194-202 (Rollwenzelei)
in: Bayreuther Land 1929,76- (Berichte von Zeitgenossen)
in: Aus der fränkischen Heimat 1988,5



Paul, Jean: Lit.-Angaben
in: Genio huius loci 1982 S. 293 J. D. Falk zu Besuch bei J. Paul (1821), Tod seines Sohnes, Tochter, „trinkt oft an einem Abend 4 Flaschen Wein, dazwischen noch Rum und Likör“ (Essen und Trinken)
in: Die großen Deutschen Bd. II, S. 387-



Paul, Jean:
s. a. Ernst Förster (Schwiegersohn), Heinrich Heine
Französische Revolution in: Kurt Wölfel: Jean-Paul-Studien 1989 S. 140ff
Friedhof Grab in: Vogt-Leppla: Grabstätten der Dichter und Schriftsteller deutscher Zunge. 1 (1981)
Friedhof Grab in: Fedor Mamroth 1891
Grab in: Mamroth, Fedor: Aus dem Leben eines fahrenden Journalisten 1907: u. a. Tod und Grab in: Fränkische Heimatblätter 13 (1980) 11



Paul, Jean: Lit.-Angaben
in: Handbuch der Literatur in Bayern
in: Szenerien des Rokoko S. 206-
s. Bayreuth 1891 Grab Jean Pauls
Graser, Johann Baptist in: Heimat-Kurier 33 (2000),1
Jacobi, Friedrich Heinrich in: Peter-Paul Schneider: Die Denkbücher Friedrich Heinrich Jacobis 1986 S. 107- Treffen in Nürnberg 1812, gemeinsame Fahrt nach Erlangen



Paul, Jean:
Kindheit in: Literatur in Bayern 1988/14 H.-R. Schwab: Jean Paul erinnert sich seiner Kindheit
Porträt in: Bayreuther Land 1929 S. 71-
Essen und Trinken in: Jean Paul 1982
Essen und Trinken in: Bayreuther Land 1929 S. 78-
Essen und Trinken „Dr. Katzenbergers Badereise“
Trinken negativ in: Ludwig Geiger: Therese Huber 1901
Weissagung „Die wunderbare Gesellschaft in der Neujahrsnacht“ (1921 von Alfred Kubin illustriert in: Alfred Kubin 1980 S. 141)



Paul, Jean:
Frauen, Mädchen: Bamberg in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 86
Geld in: Genie und Geld. Hrsg.: Karl Corino 1991
Irrenanstalt Würzburg in: Jean Paul: "Titan"
Reisebericht Reichensperger, August Politiker, Kunsthistoriker 1808 1895: Fußreise von Berlin über Dresden … Wunsiedel, 1869: Wunsiedel Geburtshaus Jean Pauls, in: Ludwig Pastor: August Reichensperger. Bd. 1. S. 31-.601



Paul, Jean:
Schule in: „Ein Lebensroman in Briefen“ S. 16-
Schule in: „Leben des vergnügten Schulmeisterlein Wuz“
Schule s. a. Fertig, Ludwig: Jean Paul der Winkelschulhalter 1990
Sex „Die Weiber – ja, es ist ein Teufelsvolk“ in: Skasa-Weiß S. 93.98
Sex in: „Ideen-Gewimmel“



Paul, Jean:
s. a. Johann Gottfried Herder
Vorlesen in: Dichter lesen 1984 S. 109ff bei der Herzogin von Kurland (Löbichau, den Pudel, den unzertrennlichen Gefährten, mit in den Abendsalon genommen, Tee verschmäht, dagegen sich an einem „Doppelbier“ erlabt, Trinken), Dr. Katzenberger
Walhalla in: Jan Herchenröder: Quer durch die Zeit S. 308-
Wasserräder in: „Hesperus“ in: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung 19 (1972), S. 38
Weihnachten in: Bayreuther Land 1928 S. 228-
Weimar in: Heimat-Kurier 34 (2001),4



Paul, Jean: Bier:
in: Ortheil: Jean Paul S. 111
„Nüchtern kann er kaum etwas schreiben. Er trinkt wenn er komponiert, viel Bier und Wein und sitzt erstaunlich warm, wie in einem Schwitzofen“ (Karl August Böttiger 1799).
in: Eugen Skasa-Weiß, S. 102, Bier, S. 166- Bier
in: Hans Stößlein: Heimatkundliche Kurzgeschichte aus dem Kulmbacher Land. Bd. 3 (1991) S. 78-



Paul, Jean: Bier:
G. Rückel: Stadtführer Bayreuth S. 106. 116 („vorletzte Ölung“)
in: Philipp Hausser S. 75-, 103, 144
in: Vollmann, Rolf: Das Tolle neben dem Schönen: Jean Paul : ein biographischer Essay. - München 1978 S. 74ff



Paul, Jean: Bier:
Bier in: Metzler-Autorenlexikon S. 318 (1804 hauptsächlich des guten Bieres nach Bayreuth übergesiedelt; seine Frau: „Bei der Einfahrt eines Bierfasses in Coburg läuft er seliger umher als bei dem Eintritt eines Kindes in die Welt“ 1804
Bamberg 1810 Text in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... (Bier, Felsenkeller)
Coburg in: Schneider S. 24 Jean Paul wurde in Coburg wegen e. Bierbrünnleins verhaftet



Paul, Jean: Goethe, Johann Wolfgang von:
s. a. Briefe 1794 (u. a. Hof)
Gedichte Bd. I S. 1167
„Der Chinese in Rom“ in: Klaus Schröter: Johann Wolfgang von Goethe 134-, Zeichnung von E. Foerster, Lyrikmotiv: Satire (Hund?)
Erich C. von Ploth in: Bosls Bayerische Biographie 593
Goethe, Johann Wolfgang von in: Goethe im Kontext 1984 S. 69- (W. Köpke: Jean Pauls Auseinandersetzug mit Werther und Wilhelm Meister im Titan)



Paul, Jean: Hunde:
s. a. Jean Paul/Vorlesen
in: Briefe S. 317.324-326.372.402-.428-431.452.461
in: „Lebensroman“ S. 39.58
Scherenschnitt ca. 1819 in: Lerke von Saalfeld: Geschichte der deutschen Literatur S. 280



Paul, Jean: Hunde:
in: Bayreuther Land 1929 S. 76.87-
in: Bruyn, Günter de S. 317.328
in: Fetzer: Hermes-Lexikon 219 Jean Paul in seinem Garten, S. 221 Scherenschnitt Weg zur Rollwenzelei
in: G. Rückel: Stadtführer 1992 S. 47 (Hund in der „Harmonie“)
in: Bayreuther Hausbuch S. 291ff (Brief an die Vorstandschaft der „Harmonie“)
in: Skasa-Weiß, Eugen S. 98 (Locken des Pudels Ponto an seine Verehrerinnen geschickt)



Paul, Jean: Orte Bamberg: Besucher: Reisebericht:
s. a. Jean Paul: Werke
Bamberg 1839 „O möge mir doch Gott nur einmal in Bayreuth ein paar so herrliche Stunden schenken, wie ich sie in Bamberg verlebte! Dazu ist aber keine Hoffnung“ in: Kunz, Carl Friedrich: Jean Paul Friedrich Richter (negativ zitiert in E. T. A. Hoffmann in Aufzeichnungen S. 156)
in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 86 (Felsenkeller, Bier, Mädchen)
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Paul, Jean: Orte Bayreuth
Text in: Piontek, Frank (Hrsg.): Bayreuth, S. 72ff (Firmian in Bayreuth)
Bayreuth 1793 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth, S. 154ff
Eremitage, Fantaisie 1793 Literaturmotiv: Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Lustgärten um Bayreuth, S. 74, 262f
s. a. E. T. A. Hoffmann, Karl Immermann, Paul, Jean: Werke
in: Hausser, Philipp: Jean Paul und Bayreuth 1969
in: Rückel, Gert: Literarischer Spaziergang durch Bayreuth
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S.
in: Heimat-Kurier 33 (2000),4



Paul, Jean: Orte Bayreuth:
in: Buhl, Wolfgang: Poetisches Franken S. 157-
E. T. A. Hoffmann in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 30
Eremitage und Fantaisie in: Bayreuther Land 1929 S. 66-
Gymnasium in: Hartmann: Bayreuther Skizzen S. 41-



Paul, Jean: Orte
s. a. Paul, Jean: Werke
in: Reisen und soziale Realität am Ende des 18. Jahrhunderts 1983 Proß, W.: Fälbels und Siebenkäs’ Wanderungen und Johann Michael Füssels „Fränkische Reise“
Aufenthalte in Wunsiedel, Joditz, Schwarzenbach an der Saale, Hof, Töpen, Coburg, Bayreuth



Paul, Jean: Orte Besucher: Reisebericht:
1810 Bamberg, 1811 Erlangen „Begegnung mit E. T. A. Hoffmann“, 1812 Nürnberg (u. a. Begegnung mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel), 1823 Erlangen, Nürnberg (Begegnung mit Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling und August von Platen)
Bad Berneck in: Bäder in Franken S. 60-
Bad Steben in: Bäder in Franken S. 204-,210-214



Paul, Jean: Orte Besucher: Reisebericht:
Bettenburg in: Friedrich Rückert im Spiegel S. 104-, 189
Coburg 1802, 1803 in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 44
Erlangen in: Erlangen : Geschichte der Stadt in Darstellungen und Bilddokumenten 1984 (1811 „eine Haupt- und Querstraße“)
Fränkische Schweiz in: Fränkische Schweiz 1970,4 Bernhard Staude: Jean Paul und die … des Streitberger Tales
Fränkische Schweiz in: Sieghardt, August: Fränkische Schweiz S. 63-



Paul, Jean: Orte
Hof in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 53-
Hof in: Romantik für Liebhaber 1973 S. 21ff Benno Hubensteiner: Jean Paul und das alte Hof
Hof Jean Paul s. a. Johann Wolfgang von Goethe: Briefe 1794
Hof in: Jean Paul „Ein Lebensroman in Briefen“ 1925
Hof Literaturmotiv: s. a. „Schulmeisterlein Wuz“ in: „Die unsichtbare Loge“ 1793
Hof Bayreuth Besucher: Reisebericht: in: Bayreuther Land 1929 S. 83-



Paul, Jean: Orte Besucher: Reisebericht:
Luisenburg in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 62
Nürnberg in: „Palingenesien
Obernsees in: „Salatkirchweih zu Obernsees“ in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 65



Paul, Jean: Orte
Schwarzenbach an der Saale, Töpen in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken S. 69, 72
Streitberg in: Bayreuther Land 1928 S. 168-,205-
Thurnau in: Schwarz, Georg: Bedeutende Persönlichkeiten des Thurnauer Landes S. 29-



Paul, Jean: Literaturmotiv:
s. a. Per Daniel Amadeus Atterbom, Emmy Ball-Hennings, Clemens Brentano, Johann Wolfgang von Goethe (u. a. Briefe 1794, GedichteBd. I, S. 1167), Günter Grass, Franz Grillparzer 1847, Josef Hofmiller, August Reichensberger (Reisebericht), Friedrich Rückert (Werke), Leo Tolstoi (Bad Kissingen), Rahel Varnhagen



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Achim, Arnim von: Schriften S. 310- Rezension „Schmelzle
“ in: Alexis, Willibald: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht S. 267ff Besuch im Hause des Lupinus
in: Bobrowski, Johannes: Gesammelte Werke Bd. IV, S. 349- „Leben Fibels“
in: Böll, Heinrich: Worte töten, Worte heilen 1989 S. 79-81 „Jean Paul und Wilhelm Busch“, 81 „Jean Paul, Stifter, Kafka“



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Börne, Ludwig: Sämtliche Schriften Bd. 1, S. 789- „Denkrede auf Jean Paul 1825“
in: Bruyn, Günter de: Frauendienst 1986 S. 227- Lesefreuden mit Jean Paul
in: Bruyn, Günter de: Lesefreuden S. 109 … mit Jean Paul, S. 123 Dämmerung für Deutschland
in: Bruyn, Günter de: Vierzig Jahre 1996 S. 169ff „Bayreuther Festspiel“ (Rede Jean-Paul-Jubiläum)



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Deschner, Karlheinz: Dornröschenträume und Stallgeruch 1989 S. 28-
in: Eulenberg, Herbert: Das deutsche Angesicht 1917, S. 7-12
Eulenberg, Herbert: Deutsche Geister und Meister 1934, S. 123-



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Herz, Henriette in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen 1984 S. 97- u. a. Reise nach Bayreuth, „ganz rot und bierdick“, „bierselige Stadt“
s. a. Hesse, Hermann in: Ursula Apel: Hermann Hesse S. 498
s. a. Hesse, Hermann in: Jean Paul, Siebenkäs 1980 S. 590- Zu Jean Pauls „Siebenkäs“



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Kraus, Karl: Pro domo et mundo 1990 S. 65 (Stil), S. 99 Jean Paul zitiert
in: Kraus, Karl: Wort und Witz S. 83,122
in: Kulka, Georg: Werke S. 153- Der Unsterblichkeitsgedanke bei Jean Paul
in: Loerke, Oskar: Reden und kleinere Aufsätze 1957 S. 20-



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Parthey Gustav: Jugenderinnerungen 1871 (Besuch 1820 bei J. P. Hund, Bier) S. a. Biedermeier im Spiegel … (1913) S. 192-
in: Platen, August: Tagebücher
in: Rychner, Max: Bei mir laufen die Fäden zusammen 1998 S. 143ff „Gedanken ohne Gedenktag“



Paul, Jean: Literaturmotiv:
in: Schneider, Georg Jean Paul Richter 1963 u. a. Unterlassener Brief Franz Kafkas an Jean Paul, Coburg Bierbrünnlein, E. T. A. Hoffmann „Kater Murr“, Hermann Hesse, Oskar Loerke, Gottfried Keller, Ludwig Börne
in: Schneider, Reinhold: Tagebuch 1930 – 1935 (1983) S. 210 – 1930 Romane
in: Walser, Robert: Maler, Poet und Dame 1981 S. 80f



Paul, Jean: Literaturmotiv:
Anekdote in: Dichter lesen Bd. 1, S. 110
Anekdoten in: Bayreuther Hausbuch S. 266-, 277- (Rollwenzelei), S. 291-
Nachruhm in: Mayer, Hans: Das unglückliche Bewusstsein 1986 S. 451- u. a. Stefan George; Lyrik Robert Schumann; Trinken (Ehrendoktorwürde in Heidelberg fast gescheitert um den Einwand, Jean Paul trinke zu viel und sei kein Vorbild für die Studenten S. 460 Trinken negativ; Hermann Hesse über Jean Paul; Ernst Penzoldt, Günter Grass, Arno Schmidt, S. 469- Julia Marc



Paul, Jean: Lyrikmotiv:
in: George, Stefan: Werke Bd. I S. 203, II S. 291 „einer der größten und am meisten vergessenen“
s. a. George, Stefan in: Genio huius loci 1982 S. 291
in: Hoffmann, Dieter: Gedichte aus der DDR selig 1999 S. 116 „Ortsnamen I“ („Kuhschnappel“)



Paul, Jean: Lyrikmotiv:
s. a. Platen, August von: „An Jean Paul“ in: Werke Bd. I, S.227 (Laaths S. 321)
in: Usinger, Fritz: Das Wort 1931 S. 43- „Dankgesänge 1. Jean Paul“
in: Vischer, Friedrich Theodor: Lyrische Gesänge S. 124



Pegnitz:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel, Johann Andreas Schmeller, Georg Andreas Will
Eisenbahn Literaturmotiv: s. a. Mavis Gallant
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Pegnitz: (Fluss)
Janssonius 1658 Text in: Fürst, Barbara (Hrsg.): Nürnberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1990, S. 274
Literaturmotiv: s. a. Ignaz Franz Castelli, Gerhart Hauptmann



Pegnitzschäfer:
in: Szenerien des Rokoko S. 206-



Penzendorf: (Schwabach):
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel



Penzoldt, Ernst:
s. a. Albrecht Dürer
„Für Christiane“ Lyrik in: Fränkisches Hausbuch S. 218
„Die Engellegende“ in: Franken. Hrsg.: Schneider S. 159-
in: Das Erich-Kästner-Buch S. 179
in: Mann, Thomas: Rede und Antwort S. 666- Ernst Penzoldt zum Abschied
Leben und Werk von Ernst Penzoldt 1962



Penzoldt, Ernst:
in: Buhl, Wolfgang: Poetisches Franken S. 315-
in: Unser Bayern 41 (1992),6
in: Erlangen : Geschichte der Stadt in Darstellungen und Bilddokumenten (Reiseberichte, Städtelob, z. T. negativ, 1929 „Pensionistenstadt“)



Penzoldt, Ernst: Erlangen Literaturmotiv:
"Die Powenzbande" 1955
"Etienne und Luise" 1929
"Der Kartoffel-Roman" 1948
"Die Leute aus der Mohrenapotheke" 1938



Penzoldt, Ernst:
Verbotene Literatur in: Drews, Richard: Verboten und verbrannt 1947, S. 189-
Verbotene Literatur Nationalsozialismus in: Verboten und verbrannt 1983, S. 230
Wasserräder s. a. „Das Wasserrad“ in: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung 19 (1972), S. 38



Perlenfischerei: (bei Selb):
S. a. Johann Michael Füssel



Perthes, Friedrich:
Clemens Perthes: Friedrich Perthes („Kleinere Reisen": Coburg, Bayreuth, Lichtenfels, Jean Paul, Fichtelgebirge)



Pest:
s. a. Modschiedel



Petrini, Antonio:
s. Muth, Hanswernfried: Antonio Petrini
in: Würzburger Porträts



Pettstadt:
analog in: Deutsche Schwänke 1983 (Schmied von Cannstadt)



Peulendorf: (Scheßlitz):
Berühmte Einwohner: s. a. Karl von Stengel



Pezzl, Johann:
„Reise durch den baierischen Kreis“ 1784 (Verbotene Literatur)



Pfaffendorf: (Maroldsweisach):
s. a. Sophie Brentano-Mereau



Pfarrweisach:
Besucher: Reisebericht: s. a. Ludwig Richter



Pfeffern:
s. a. Bayreuth (Umgebung)
in: Fränkisches Hausbuch S. 69-



Pfeufer, Benignus:
Bamberg 1791 Text in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 54



Pfingstrose:
Kulturgeschichte



Pfister, Albrecht:
in: Diener, Eduard: Aus Bambergs verklungenen Tagen 1922 S. 41-



Pflanzen:
s. a. Barock (Fürstliches Barock), Margret Boveri (Hermann von Pückler-Muskau), Gärten, Johann Wolfgang von Goethe, Heilpflanzen, Mariä Himmelfahrt/Brauchtum, Tomaten/Kulturgeschichte
Magische Pflanzen in: Hollfelder Blätter 10 (1985), 4, S. 92-



Pflanzenbücher:
s. a. Basilius Besler, Joachim Camerarius, Leonhart Fuchs, Gärten/Geschichte, Hortus Eystettensis, Konrad von Megenberg (Mäbenberg), Kräuterbuch, Ernst Wilhelm Martius, Maria Sibylla Merian, Johann Petri, Franz von Paula Schrank, Christoph Jakob Trew, Weinmann, Johann Gottfried Zinn. Bamberg, Coburg (Bibliothek)
s. a. Oelhafen von und zu Schöllenbach, Karl Christoph: Abbildung und wilde Bäume T. 1- 3 Nürnberg 1767 - 1788



Pflanzenbücher:
s. a. Öllinger: Magnarum …
s. a. Öllinger: Herbarium 1949 (s. a. Thieme-Becker)
s. a. Volckamer, Johann Christoph: Nürnbergische Hesperides 1708, auch Nachdruck. „Continuarium“ 1714



Pflanzenbücher:
s. a. Auswahl schöner und seltener Gewächse Bd. 1 – 3 Nürnberg 1795-98 (in der Bibliothek von Johann Wolfgang von Goethe)
s. a. Pomona Franconica 1776
s. a. Thesaurus rei herbariae Nürnberg 1770
in: Gebetbuch des Kurfürsten Maximilian



Pflanzenbücher: einzelne Autoren
s. a. Joachim Camerarius
Camerarius, Joachim Pflanzenbücher in: Konrad Wickert: Das Camerarius-Florilegium 1993
Gottfried von Franken in: Bosls Bayerische Biographie S. 518
Gottfried von Franken in: R. Ankenbrand: Das Pelzbuch des Gottfried von Franken … mittelalterliche Gartenliteratur. Diss.
Hahn, Karl Wilhelm (*1786 Weingartsgereuth-Höchstadt - +1835 Nürnberg), Verfasser von naturkundlichen reich bebilderten Büchern in: Schwammberger: Fürth S. 161



Pflanzenbücher: einzelne Autoren
?Oeller in: Nürnberger Hefte 1 (1949), S. 12,23-26 E. Lutze: vortreffliche Bilder von Pflanzen
Öllinger, Georg 1487 – 1555 Nürnberg Apotheker, Besitzer eines botanischen Gartens, ungedrucktes Kräuterbuch 1553 in der Universitätsbibliothek Erlangen in: Wolfgang von Schneider: Geschichte der Pharmazie 1985 S. 194
in: Pflanzendarstellungen in Wissenschaft und Kunst. Ausstellungskatalog UB Freiburg



Pflanzenbücher: Lit.-Angaben
s. a. Basilius Besler (Hortus Eystettensis), Joachim, Camerarius, Leonhart Fuchs, Konrad von Megenberg, Ernst Wilhelm Martius, Christoph Jacob Trew. Seehof
s. a. Heilmann, Karl E.: Kräuterbücher in Bild und Geschichte 1966



Pflanzenbücher: Lit.-Angaben
s. a. Bamberg (Michelskirche, Staatsbibliothek)
s. a. Nissen, C.: Botanische Prachtwerke in: Philobiblon 6 (1933) S. 243-256,287-303,336-348
Pflanzenbücher s. a. Roth, Elisabeth: Volkskultur in Franken 2 (1992), S. 52- (u. a. Bamberg Michaelskirche)
s. a. Schürmeyer, W.: Die Gartenwerke des 16. und 17. Jahrhunderts in: Zeitschrift für Bücherfreunde 3. Folge 4 (1935) S. 73 -80
s. a. Schürmeyer, W.: Die Gartenwerke des 16. und 18. Jahrhunderts in: Imprimatur 7 (1936/37), S. 125 - 144



Pflanzenbücher: Lit.-Angaben
s. a. Christoph Jacob Trew. Bamberg, Coburg
in: Stettner, Thomas: Mittelfränkische Naturforscher von 1720-1820 (1924) u. a. Naturselbstdruck, Altdorf, Christoph Jacob Trew 15000 Briefe in der Universitätsbibliothek Erlangen s. a. Der fränkische Bund 1925,1, S. 15/16
in: Weidinger, Hermann-Jos.: Heilkräuter 1.2. (1983)



Pflanzenbücher: Lit.-Angaben
in: Bibliographie der Kunst in Bayern 4 (1973), S. 682-
in: Handbuch der Pharmakognosie Bd. 1. Teil 3 S. 1670 Johann Georg Volckamer
in: Icones plantarum 1993: u. a. S. 20 Blackwelliches Kräuterbuch 1750-73, Conrad Gessner Opera botanica Nürnberg 1754, Wilhelm Friedrich von Gleichen-Rußwurm: Auserlesene mikroskopische Entdeckungen Nürnberg 1777, Johann Christoph Volckamer: Continuation der Nürnbergischen Hesperiden 1714



Pflanzenbücher: Lit.-Angaben
in: Kunst- und Antiquitätenrundschau 46 (1938) S. 76-80 H. Kahns: Schöne Tier- und Pflanzenbücher aus 4 Jahrhunderten
in: Forschungsinstitut des Deutschen Museums 1968 S. S. 184-207 B. Hoppe: Kräuterbücher, Gartenkultur …
in: Nürnberger illustrierte Pflanzen- und Tierbücher (u. a. Roesel von Rosenhof, Johann Georg Volckamer, Blackwell, Matthiolus)



Pfünz: (Walting):
s. a. Eichstätt Literaturmotiv:
Kastell Literaturmotiv: in: Langewiesche, Marianne: Jura-Impressionen S. 62-
Kastell Lyrikmotiv: in: Fränkisches Hausbuch S. 379



Philipp: (deutscher Kaiser):
Ermordung in: Kugler, Konrad: Bamberger Land S. 61-



Philosophie:
in: Philosophen beschimpfen Philosophen. Hrsg.: Steffen Dietzsch 1996



Photographie:
s. Athanasius Kircher
Photographie in: Gernsheim, H.: The origins of photography 1982 u. a. Camera obscura 1544 zum ersten Mal abgebildet, Daniel Schwenter Altdorf, Kaspar Schott (Würzburg), Leonhard Christoph Sturm (Altdorf), Zahn (Würzburg)



Pilatussage: Forchheim:
in: Kupfer, Konrad: Zur oberfränkischen Volks- und Altertumskunde S. 46-
in: Kupfer, Konrad: Forchheim S. 189-



Pilkington, Roger:
Menschen und Städte: Menschen und Städte an Necker, Lahn und Main 2. Aufl. 1980: 1959/60?: Main, Schifffahrt, Aschaffenburg (Stiftskirche, Matthias Grünewald), Erlenbach, Wörth (Werft), Klingenberg, Ludwig-Donau-Main-Kanal, Wein, Miltenberg, Amorbach (Orgel), Taubertal, Dettwang, Rothenburg ob der Tauber, Bauernkrieg, Marktheidenfeld, Rothenfels, Hafenlohr, Erlach, Lohr (Glas, Prozession). Gemünden, Harrbach, Karlstadt (Johann Rudolf Glauber), Würzburg (Kilian, Zerstörung 1945, Tilman Riemenschneider, Flößerei), Ochsenfurt, Frickenhausen, Weinberge, Marktbreit, Kitzingen, Volkach, Sulzfeld, Hirschfeld, Schweinfurt, Haßfurt, Marialimbach, Bamberg, Vierzehnheiligen (Nothelfer), Fossa Carolina



Pilsach:
s. a. Kaspar Hauser



Pilze:
Hollfeld (Umgebung) Pilze in: Hollfelder Blätter 3 (1978),2. 8 (1983),1.4, 9 (1984),1



Piontek, Heinz:
„Früh im September“ 1982 S. 23 Spessart, S. 75 Odenwald,S. 171 Lusamgärtlein, S. 333 Walther von der Vogelweide (Lyrikmotiv)
Wein in: Werke 4 (1984) Farbige Schatten S. 176 – 178 („Wie wenig ich vom Wein verstehe“ u. a. Bocksbeutel)



Pirckheimer, Caritas:
(Auch Pirkheimer) Die Denkwürdigkeiten 1982 (Grab 1959 entdeckt)
"Die Denkwürdigkeiten" in: Historischer Verein Bamberg: Bericht 15 (1852)
in: Unser Bayern 43 (1994), Nr. 11 S. 83-85



Pirckheimer, Willibald:
(Auch Pirkheimer) "Der Schweizerkrieg" 1988
s. Aufseß, Hans Max von: Willibald Pirkheimer 1969
in: Aufseß, Hans Max von: Frankens offene Türen S. 99-
in: Lehmann, Jakob: Fränkische Humanisten, S. 25-
in: Mitterer, Erika: Der Fürst der Welt 1988 (u. a. Nürnberg)
in: Rössler, Helmuth: Fränkischer Geist und deutsches Schicksal S. 129



Pirckheimer, Willibald:
Brief 1521 Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 230ff: Neunhof
Bauernleben s. a. Neunhof 1521 In: Klein, Diethard H. (Hrsg.): Frankenfahrt mit Kutsche und Dampfbahn 1992, S. 117ff.
Übersetzer der Geographie des Ptolemäus in: Wandlungen im geographischen Denken von Aristoteles bis Kant 1979 Hexen in: Hexen und Hexenprozesse in Deutschland 1988
Hexen in: Hexen und Hexenprozesse in Deutschland 1988
Karten Nürnberg in: Landesbeschreibungen Mitteleuropas vom 15. bis 17. Jahrhundert 1983



Pirckheimer, Willibald:
Literaturmotiv: s. a. Günter Grass
Literaturmotiv: in: Rademacher, Hanna: Willibald Pirckheimer Schauspiel 1924
Literaturmotiv: in: Ginzkey, Franz Karl: Der Wiesenzaun. Erzählung 1913. Neuaufl. 1920
Bauer Literaturmotiv: in: „Neunhof“



Pirckheimer, Willibald:
Bier Nürnberg in: Will. P. Eckert S. 198
Sex Studium in Pavia Verkehr wohl auch mit lockeren Damen
Skizzenbuch Dürers aus d. Bibliothek Willibald Pirckheimers in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 85 (1971) S. 497



Pirk:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Kaspar Lavater



Pius II.: (Papst):
Enea Silvio Piccolomini
„Germania“ (Bamberger Dom, Forchheim („vorzügliches Weißbrot“), Nürnberg („welch eine Erhabenheit“) in: Kl. Voigt: Italien. Ber. aus dem spätmittelalterlichen Deutschland 1973
in: Lexikon der Renaissance S. 204
Nürnberg 1448/1458 Text in: Fürst, Barbara (Hrsg.): Nürnberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1990, S. 17ff
Sex Literaturmotiv: „Chrysis“ 1444 in Nürnberg entstanden (zwei Kleriker wollen zwei hübsche Mädchen im Bad verführen) in: Reiser, Rudolf: Glanzlichter bayerischer Geschichte aus Naturwissenschaft, Technik, Kultur und Kunst 198 S. 42



Plankenfels:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel (u. a. Plankenstein)
Literaturmotiv: s. a. Heinrich Zschokke
Plankenstein in: Hollfelder Blätter 3 (1978), S. 2
Plankenstein Sage in: Bayreuther Hausbuch S. 477



Platen, August von:
s. a. Martin Greif, Karl Immermann, Thomas Mann, Karl Marx, Oskar Panizza, Jean Paul.
„In der Nacht“, „Der Strom“. „An eine Geißblattranke“ Lyrik in: Fränkisches Hausbuch S. 222, 365, 408
Briefwechsel 1-3. (1973) Bd. 1 S. 62-.393- Ansbach, S. 32- Eichstätt Umgebung, S. 62 Eichstätt, S. 314- Erlangen. Bd.2 Würzburg, Iphofen, Erlangen, Ansbach. Bd. 3 u. a.. Erlangen, Altdorf. Bd. 4 Nürnberg, Ansbach, Erlangen u. a.



Platen, August von:
Tagebücher 1.2. (1896-1900)
„… bleibe ich doch wunderbar unglücklich“. Tagebücher 1993
Tagebuchnotiz 3. Mai 1820 Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 180 Walberla, Atzelsberg, Effeltrich, Wiesenthau, Kunreuth
Tagebuchnotiz vom 31. Juli 1821 Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 181: Streitberg, Neideck, Muggendorf, Rosenmüllershöhle, Riesenburg, Adlerstein
Tagebuchnotiz vom 1. August 1822 Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 182: Streitberg, Muggendorf, Rabenstein, Klaussteinkapelle, Waischenfeld



Platen, August von:
s. a. Johann Wolfgang von Goethe: Briefe 1824-26
in: Unser Bayern 34 (1985), S. 91-
s. a. Mayer, Hans: Der Außenseiter (u. a. Platen und Heine, Homosexualität)
in: Rohner, Ludwig: Die literarischen Streitschriften S. 170-174 (u. a. „Reisebilder“ „Die Bäder von Lucca“, Karl Kraus: Heine und die Folgen)
in: Handbuch der Literatur in Bayern



Platen, August von:
Armee in: Romantik. Bayern für Liebhaber S. 156-
Homosexualität in: Detering, Heinrich: Das offene Geheimnis 1994 S. 79-117
Platen verlässt 1826 Franken angewidert von "Tabak, Bier und Polizeiministern“ in: Hagen, Fr.: Zweimal Franken, S. 57



Platen, August von:
Friedhof Lyrikmotiv: in: Besuch bei den Toten 1985 S. 153 „Grabschrift“, 185- „Epigramme“ „Das Grab“, S. 224
Irrlichter in: „Werke“ 1 (1895) S. 85 „Reich der Geister“
Kartenspiel in: Gesammelte Werke Bd. IV, S. 294
Pornographie Lyrikmotiv: in: Komm zieh dich aus 1991



Platen, August von: Orte:
„Tagebücher“ 1990.
S. 11ff Nürnberg, Bayreuth (Eremitage, Fantaisie), Hof, Ansbach, Weißenburg, Eichstätt
1820: S. 234 Würzburg, S. 265ff Erlangen, Bayreuth, Streitberg, S. 270ff Nürnberg, Arzberg, Schirnding, Marktredwitz, Bad Alexandersbad, Luisenburg, Wunsiedel, Bad Berneck, Bayreuth (Jean Paul), Streitberg, Muggendorf
1821: S. 304 Lichtenfels, Coburg (Friedrich Rückert)



Platen, August von: Literaturmotiv:
in: Heine, Heinrich: Werke Bd. III, S. 279.286- „Die Bäder von Lucca“ 1830 (Polemik gegen Platens Homosexualität)
in: Kraus, Karl: Auswahl S. 198



Platen, August von: Lyrikmotiv:
in: Becher, Johannes R.: Auf andere Art so große Hoffnung 1969 (Gesammelte Werke 12) S. 186 „Über Kunst und Literatur“ Karl Marx – Friedrich Engels
in: Bobrowski, Johannes: Gesammelte Werke Bd. II, S. 234- „Wer hätte je, die er gesucht, gefunden / die Schönheit? …“
in: Fährmann, Franz: Urworte deutsch 1989 „Heine über Platen / Der Graf, / das Schaf!“)



Platen, August von: Lyrikmotiv:
in: Geibel, Emanuel: Die Krokodile S. 130- „An den Grafen von Platen“
in: Winkler, Gottlob Eugen: Dichtungen S. 236-
in: Greif, Martin: Gesammelte Werke. 2. Aufl. Bd. I, S. 218- „Platen in Syrakus“
in: Györgi, Petri: Inzwischen fallen die Reiche 1990 S. 20- „An Graf August von Platen-Hallermünde“ ungarisch-deutsch



Platen, August von: Lyrikmotiv:
in: Heine, Heinrich: Werke Bd. I, S. 273 „Plateniden“, IV, S. 239
in: Holz, Arno: Die Blechschmiede Bd. II, S. 467 „August Graf von Platen, / der Dichter der Kastraten“
in: Leuthold, Heinrich: Gesammelte Dichtungen Bd. 1, S. 174
in: Peters, Friedrich E.: Ausgewählte Werke Bd. I, S. 159 „Vor dem Denkmal Platens in Ansbach“
in: Moritz Graf Strachwitz: Gedichte 1877 S. 27 „An Platens Schatten“, S. 65 „Bei Platens Tod“



Platen, August von: Orte Besucher: Reisebericht:
Aschaffenburg
Aschaffenburg in: Aschaffenburger Geschichtsblätter 7 (1913) S. 41-44 (Albrecht Dürer, Alexander von Humboldt, Ludwig van Beethoven, August von Platen)



Platen, August von: Orte Besucher: Reisebericht:
Bad Berneck ca. 1821 (dort großen Teil der Epigramme verfasst) in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken 5
Bad Berneck in: Bäder in Franken S. 60-
Bayreuth 1823/24 Briefe Text in: Piontek, Frank (Hrsg.): Bayreuth, S. 99ff (u. a. Jean Paul)
Bayreuth 1823 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth, S. 185ff (u. a. Jean Paul)
Erlangen s. a. Johann Wolfgang von Goethe: Briefe 1824-26



Platen, August von: Orte Besucher: Reisebericht:
in: Erlangen : Geschichte der Stadt in Darstellungen und Bilddokumenten (Reiseberichte, Städtelob, z. T. negativ)
Fränkische Schweiz
Fränkische Schweiz 1820. 1821 Briefe in: Voit, Gustav: Vom Land im Gebirg zur Fränkischen Schweiz 1992, S. 42f
Gößweinstein, Kunreuth, Wiesenthau in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken, S. 51, 59, 74
Italien Lyrikmotiv: in: „Warm und hell dämmert …“ 1826



Platen, August von: Orte Besucher: Reisebericht:
Nürnberg 1820 Text in: Fürst, Barbara (Hrsg.): Nürnberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1990, S. 120f
Nürnberg 1825 wegen Urlaubsüberschreitung arrestiert in: Rud. Schlösser: August von Platen Bd. 1, S. 606.615
Nürnberg negativ in: Rudolf Schlösser: August von Platen Bd. II, S. 342 „elendes Nest“
Rothenburg ob der Tauber Negativ in: Rudolf Schlösser: August von Platen. Bd. II
Spessart s. a. Karl Immermann
Spessart in: Schaub, Franz: Spessartreise 1980 S. 98-
Spessart, Lohr 1818 in: Bernhard, Marianne: Deutschland im Spiegel der Dichtung 1967, S. 279
Walberla in: Sieghardt, August: Fränkische Schweiz S. 75-



Platen, August von: Orte Besucher: Reisebericht:
s. a. Bumm, Peter: August Graf von Platen 1990: 1818? Wanderung von Würzburg nach Aschaffenburg (Tagebuch Schönbusch), Iphofen, Veitshöchheim (Park), Heidingsfeld, Erlangen, Nürnberg (u. a. Burg), Bamberg, Rentweinsdorf (im Park eingeschlafen), Ebern (bei Friedrich Rückert), von Böhmen über Bad Alexandersbad, Wunsiedel, Bayreuth (Besuch bei Jean Paul: „Zudringlichkeit eines Grafen Platen, der den ganzen Abend über blieb“ negativ), Streitberg, Erlangen (Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, Justus von Liebig S. 284ff), Scheinfeld (Ignaz von Döllinger), Arrest S. 355ff



Platen, August von: Orte Besucher: Reisebericht:
s. a. Schlösser, Rudolf: August Graf von Platen 1.2. (1910-1913): Nürnberg 1819.1820.1822.1821.1823-25 (Arrest). 1826, Bayreuth 1820.1823 (Jean Paul), Ansbach 1820, Streitberg 1820, Walberla 1820.1825, Würzburg 1818-20, Hersbrucker Schweiz 1820, Altdorf 1820.1822 („An eine Geißblattranke“ Lyrik), Pommersfelden 1820.1821.1826, Bamberg 1820-1822? (Dom, Priesterseminar). Rentweinsdorf 1820-21, Ebern 1820 (Friedrich Rückert), Fürth 1819, Pegnitztal 1822, Aschaffenburg 1818.1822, Kitzingen (Umgebung) 1818, Iphofen 1818. 1819 („König Odo“ Zusammentreffen mit Ignaz von Döllinger), Spessart 1822, Fränkische Schweiz 1821, Neunkirchen am Brand 1825, Bubenreuth (wiederholt), Coburg 1821, Scheinfeld 1821.1823, Erlangen (Universität Studium mit Justus von Liebig), Burggaillenreuth 1824? (Eppelein von Geilingen), Gräfenberg 1820 („Wigalois“), Schwarzenberg bei Scheinfeld 1823 (Schloss), Kraftshof 1821 (Nürnberg, Irrgarten), Rothenburg ob der Tauber 1822 („ausgestorbenes Herkulaneum des Mittelalters“). In alphabetischer Reihenfolge nach dem Register: Altdorf, Ansbach, Aschaffenburg, Bamberg, Bayreuth, Burggaillenreuth, Coburg, Ebern, Erlangen, Fischbachau, Fürth, Gräfenberg, Iphofen, Kitzingen, Kraftshof, Nürnberg, Neunkirchen, Pommersfelden, Rentweinsdorf, Rothenburg ob der Tauber, Scheinfeld, Schwabach, Streitberg, Würzburg



Platter, Thomas:
1507-1582 Lebensbeschreibung S. 53-.60 Nürnberg (Umgebung: Abenteuer, Mörder)
in: Greeven, E. A.: Reisen seit anno dazumal 1958, S. 111



Pleinfeld:
Besucher: Reisebericht: s. a. August Klingemann, Adolph von Knigge, Johann Kaspar Lavater, Johann Andreas Schmeller, Georg Andreas Will



Pleticha, Heinrich:
in: Schmitt, Christian: Die Auflagenmillionäre 1988 S. 171-



Plümicke, Carl Martin:
„Briefe auf einer Reise durch Deutschland im Jahre 1791 …“ Bd. 2 (1793) S. 68-31: Bad Rodach, Coburg, Bamberg (u. a. Domschatz), Forchheim, Erlangen, Nürnberg (u. a. Papierfabrik, Theater, Brunnen, Burg, Murr)
Reisebericht in: Plümicke, Carl Martin: Briefe auf meinen Reisen durch Deutschland 1793, S. 86 Seehof)
Bamberg in: Fränkische Blätter 10 (1958), 24
Bamberg 1793 Text In: Krischker: Ich habe Bamberg lieb gewonnen, S. 17 Umgangston, Bettler, S. 62 Volkscharakter,S. 74 Gärtnerei
Nürnberg 1791 Text in: Fürst, Barbara (Hrsg.): Nürnberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1990, S. 76f



Pöllnitz, Karl Ludwig:
„Lettres et mémoirs“ T. 1 (1738), 1729: S. 165- Würzburg, S. 175- Ansbach, S. 180- Nürnberg, S. 183- Erlangen, S. 185 Forchheim, S. 185- Bamberg, S. 188 Pommersfelden, S. 189- Bayreuth (T. 5. 1737)
„Memoiren“ 1729 Auszug in: Hofmann, Hanns Hubert: Franken in alten Ansichten und Schilderungen 1967, S. 272: Würzburg, Ansbach
„Nachrichten …“ 1735
„Neue Nachrichten, welche seine Lebens-Geschichte und eine ausführliche Beschreibung von seinen ersten Reisen in sich enthalten“ 2 (1739) S. 402-411 Bayreuth, Eremitage, Eichstätt, Würzburg, Hof?
Bayreuth in: Wilhelmine von Bayreuth: Memoiren S. 520
Bayreuth 1723, 1729 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth, S. 50ff (u. a. Schloss, Eremitage)
Eremitage 1723, 1729 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Lustgärten um Bayreuth, S. 23ff, 25ff
Nürnberg 1729 Text in: Fürst, Barbara (Hrsg.): Nürnberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1990, S. 55
Reisebericht in: Neue Nachrichten 1.2. (1739) Bd. 2 S. S. 360ff Hof, Nürnberg, Eichstätt, S. 403-10 Bayreuth
Würzburg 1729 in: Klein, Diethard H. (Hrsg.): Frankenfahrt mit Kutsche und Dampfbahn 1992, S. 267
"Divertissant beim Essen, hernach Einsperren" (Friedrich der Große).



Pöpel:
in: Fränkische Schweiz 12 (1960/61),4



Polizei:
s. a. Bamberg, Coburg



Pommelsbrunn:
Bergrutsch bei Pommelsbrunn in: Pfinzingatlas S. 67



Pommersfelden: Literaturmotiv:
s. a. Konrad Bayer (Pseudonym Byr), Ludwig Tieck
Schloss in: Rémy, Pierre-Jean: Des chateaux en Allemagne 1987, S. 292-
In: Butor, Michel: Bildnis des Künstlers als junger Affe 1967 und 1986, S. 108ff (Schloss, Gemäldegalerie, Bibliothek)
in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken
Lyrikmotiv: in: Kahn, Lisa: Feuersteine 1978 S. 15
Lyrikmotiv: in: Gisbert Kranz: Das Architekturgedicht 1998



Pommersfelden:
s. a. Schönborn (Familie)
Besucher: Reisebericht: s. a. Klement Alois Baader (u. a. Gemäldegalerie), Sulpiz Boisserée, Carl Gustav Carus (Gemäldegalerie), Friedrich Wilhelm I. (König von Preußen) und Friedrich der Große, Johann Michael Füssel, Philipp Wilhelm Gercken, Karl Immermann (u. a. Gemäldegalerie), Johann David Köhler, Gottlob Friedrich Krebel, Carl Gottlob Küttner, Wilhelm Löhe, Adolph von Menzel, Friedrich Nicolai (Gemäldegalerie), August von Platen, Karl Ludwig Pöllnitz, Hermann von Pückler-Muskau (u. a. Gemäldegalerie), Ludwig Richter, Eugen Roth, Friedrich Rückert, Carl Spitzweg, Christian Gottfried Daniel Stein, Wilhelm Heinrich Wackenroder, Georg Andreas Will (u. a. Gemäldegalerie)
Parkett in: Parkett 1996, S. 81ff Schönwälder, J.: Die Parkettböden von Schloss Weißenstein bei Pommersfelden, S. 5ff



Popp, Johann:
s. a. Erdmann, Jürgen: Ein Coburger Alchemist und Mediziner Johann Popp (1577 – 1630) in: Coburger Tageblatt 20.9.1973
s. a. Erdmann, Jürgen: Medizingeschichte in Büchern in: Neue Presse Coburg 21.9.1973



Pornographie:
s. a. Ignaz Ferdinand Arnold, Celtis, Clemens Brentano, Max Dauthendey, Hans Magnus Enzensberger, Christian August Fischer, Hans Folz, E. T. A. Hoffmann, Michael Lindener (1551 Nürnberg), Oskar Panizza, August von Platen, Andreas Georg Friedrich Rebmann, Friedrich Rückert, Hans Sachs, Friedrich Schlegel, Christian Friedrich Daniel Schubart, Moritz August Thümmel, Johann Peter Uz, Wilhelm Ludwig Wekherlin. Erotik, „Germania“, Sex



Pornographie:
Conradi, Hermann in: Killy S. 445-; wegen „Adam und Eva“ (1889) 1890 angeklagt in: Neue deutsche Biographie Bd. III, S. 339
Konrad von Würzburg: Von der halben Birne. „Obszöner“ Schwank
s. a. Baier, Hans: Ihr Reich war die Natur in: Eichstätter Kurier Folge 7
Malerei Pornodarstellung s. a. Sebald Beham (Hans Sebald, Nürnberg) Kupferstich „Cimon und Pero“
Pornographie Lyrikmotiv: in: Komm zieh dich aus 1991 (u. a. Hermann Conradi)



Porto, Girolamo:
Reisebericht 1709 in: Heitmann, Klaus: Spiegelungen 1996 S. 231- Ansbach (Markgrafschaft, Musikleben, Juden, Sauforgien negativ, in der nähe stürzte die Postkutsche um), Nürnberg, Zirndorf



Post:
s. a. Bamberg, Bamberg (Hochstift), Hollfeld, Scheßlitz



Pottenstein: Burg:
s. a. Wilhelm Hausenstein
Besucher: Reisebericht: s. a. August Chr. Geist, Joseph Victor von Scheffel
Berühmte Einwohner: s. a. Elisabeth (Heilige)
Berühmte Einwohner: in: Sieghardt, August: Fränkische Schweiz S. 18-
Eisenbahn Literaturmotiv: s. a. Mavis Gallant
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Poxdorf:
Berühmte Einwohner: s. a. Joh. Friedrich in: Bosls Bayerische Biographie S. 225



Poxdorf: (Königsfeld):
Flugzeugabsturz in: Hollfelder Blätter 21 (1996/97)
Flugzeugabsturz bei Poxdorf in: Bayern in der NS-Zeit 1 (1977): Landkreis Ebermannstadt 181 (30./31.3.1944)
Weinbau in: Die Weinberge Frankens 1984, 9



Pranger:
in: Hollfelder Blätter 9 (1984),4, S. 75-



Prechtl, Matthias:
Nürnberg negativ in: Prechtl, Mathias /Schramm: Nürnberger Bilderbuch



Presse:
Zeitschrift katholische s. a. Banz. Publizistik



Pretzfeld:
Besucher: Reisebericht: s. a. Johann Michael Füssel, Wilhelm Heinrich Wackenroder
Literaturmotiv: in: Rückel, Gert: Begegnungen mit Oberfranken



Preußen:
s. a. Carl August von Hardenberg, E. T. A. Hoffmann, Hohenzollern (Ansbach, Nürnberg), Karl Immermann, Friedrich Nicolai, Hermann von Pückler-Muskau
in: Wildt, S. D.: Deutschland, deine Preußen S. 70



Prophezeiung:
s. a. Weissagung



Proust, Marcel:
„Bayreuth, das die Snobs auf unerträgliche Weise verseucht haben“ negativ
Freuden und Tage … 1988 E. T. A. Hoffmann 314, Wilhelm Conrad Röntgen S. 290 (Anatole France), Richard Wagner S. 72,88,108,304f,310f,313,321



Publizistik:
s. a. Banz, Lauensteintage (Zeitschrift), Presse



Pückler-Muskau, Hermann von:
s. a. Kaspar Hauser, Heinrich Heine
„Briefe eines Verstorbenen“ (Auszug) in: Reisebilder von Heine … S. 113-
"Briefwechsel und Tagebücher". Bd. 1-9 (1873-1876) u. a. Bamberg S. 221/9
„Vorletzter Weltgang von Semilasso“ T. 1 (1835). (Teilnachdr. u. d. T.: Fürst Pückler reist in Franken 1982) s. auch die einzelnen Orte



Pückler-Muskau, Hermann von:
in: Arnim, H.: Ein Fürst als Landschaftskünstler 1981
in: Allgemeine deutsche Biographie
Bamberg Text aus „Vorletzter Weltgang … „ s. Krischker: Irdisches … S. 54ff
Bamberg 1834 In: Predelli, Ulrich (Hrsg.): Bamberg in alten und neuen Reisebeschreibungen 1991, S. 150
Bamberg s. a. Herd, Rudolf: "Ich habe Bamberg lieb gewonnen" : Fürst Pückler-Muskau in Bamberg. - In: Fränkische Blätter
Bamberg Text in: Krischker, Gerhard C.: Ich habe Bamberg lieb gewonnen... S. 57 Bad, S. 78 Theresienfest, Fischerstechen, S. 87
Bayreuth 1834 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth, S. 210ff



Pückler-Muskau, Hermann von:
s. a. Sieghardt, August: Fränkische Schweiz S. 106-
in: Neues Handbuch der Literaturwissenschaft 16 (1985), S. 138-143 Europäische Romantik Bd. III (u. a. Reiseliteratur, Karl Immermann)
in: Der Spiegel



Pückler-Muskau, Hermann von:
Bayreuth Irrenanstalt in: „Vorletzter Weltgang von Semilasso“ T. Abt. 1 (1835), S. 100-
Bayreuth Text in: Piontek, Frank (Hrsg.): Bayreuth, S. 105ff (aus „Semilasso …“)
Eremitage, Fantaisie 1834 Text in: Toussaint, Ingo (Hrsg.): Lustgärten um Bayreuth, S. 111f, 301
Gaibach in: Meyer, Otto: Varia Franconiae historica. Bd. 3. S. 1209-
Boveri in: Boveri, Margret: Verzweigungen S. 78
Heideloff, Karl Architekt u. a. Coburg, Nürnberg, Hassfurt 1840 mit Pückler in Verbindung getreten
Porträt in: Deutsches Taschenbuch auf das Jahr 1832



Pückler-Muskau, Hermann von: Literaturmotiv:
in: Ebers, Georg: Gesammelte Werke Bd. 25. Die Geschichte meines Lebens 1897 S. 331-36, 487-
in: Kunert, Günter: Baum, Stein, Beton 1994 S. 159-165
in: Koch, Jurij: Die zweite Beschreibung meiner Freunde (1989) S. 368- Gehversuche einer Landschaft



Pückler-Muskau, Hermann von: Besucher: Reisebericht:
Reisebericht in: Gruenter, Rainer: Vom Elend des Schönen 1988 S. 83ff
„Semilasso“ in: Varnhagen von Ense, Karl August: Kommentar zum Zeitgeschehen 1984 (Brief vom 6.1.1836 an Pückler)



Pückler-Muskau, Hermann von: Besucher: Reisebericht:
Bad Alexandersbad in: Fürst Pückler reist in Franken. - Erlangen 1982
Geld in: Genie und Geld. Hrsg.: Karl Corino 1991
Hunde in: „Semilasso“ S. 244
Sex „Semilasso“ (Höhlenführungen)
Unwetter Greifenstein 1834 in: Fürst Pückler reist in Franken S. 187
Weinfälschung in: Fürst Pückler reist in Franken



Pulvermühle: (Waischenfeld): Gruppe 47:
s. a. Günter Eich
In: Lesebuch der Gruppe 47, S. 18ff
Tagung in: Heimat-Kurier 30 (1997),5
Tagung in: Friedrich, Heinz: Aufräumarbeiten 1987 S. 261-266 „Jagdszenen aus Oberfranken“
Amery, Carl: The Powder Mill plot in: Dichter und Richter 1988, S. 346



Pustet, Petrus:
1764-1825 Bischof von Eichstätt 1824-1825 in: Bischöfe deutschsprachiger Länder S. 579-




Negative Stimmen



Palm, Johann Philipp:
„Ich schlendere gemächlich durch die einsamen Gassen mit den altfränkischen Fachwerkhäusern. Eins von diesen ist durch eine Gedenktafel bezeichnet. Hier wohnte und arbeitete der Buchdrucker Tobias Hessel, dessen Nachkommen noch jetzt in Altdorf leben. Er druckte im Jahre 1806 die kleine anonyme Schrift eines Ansbachers und hat den Drucksatz später in einem Brunnen versenkt. Ein Nürnberger Buchhändler hat sie vertrieben und ist deshalb vor die Musketen eines französischen Exekutionskommandos gestellt worden, bis zuletzt standhaft in seiner Weigerung, den Namen des Verfassers zu nennen. Der Buchhändler hieß Johann Philipp Palm, das kleine Buch „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung“. Palms Schicksal hat es berühmt gemacht, ohne ihm Leser zuführen zu können. Es ist matt und ohne Bedeutung …“ (1933 Bergengruen, Werner: Deutsche Reise, S. 153)



Panizza, Oskar: Zitate:
„Die Rasse ist bei aller Schurkerei entschieden interessant.“
„In allen Dingen, die dein rein ideales Streben betreffen, sei gegen deinen Gegner rasch, rücksichtslos, beschimpfe und beschmutze ihn auf jede unerlaubte Weise und schlag ihm, wenn irgend möglich, gleich den Schädel ein.“
„Mein Gott! Rief ich innerlich, ist das unser Los? Wir keifen uns das ganze Leben herum und beißen und bellen und fressen und sind lustig auf Kommando, bis dieses geheimnisvolle Tier in unserem Kopfe genug hat und nicht mehr mag und davonläuft. Und dann gehen wir zu Grund.“
Volk: „Vegetiert im Ganzen in glücklicher Ruhe und Apathie, ohne die Regierenden in ihrer schweren Arbeit zu stören oder an die Grundpfeiler der staatlichen Ordnung zu rütteln.“



Panizza, Oskar:
„Der Skorpion im Messkelch“ (André Breton)
„Ein häretischer Heiligenbildmaler“ (Walter Benjamin).
„Einer der abenteuerlichsten Kampfhähne“ (Karl Kraus).
„Ein deutscher Dichter – ein deutscher Märtyrer … Wer exemplifizierte dies schrecklicher als Oskar Panizza?“ (Karlheinz Deschner)
„Entweder müsste ihm ein Scheiterhaufen oder ein Denkmal errichtet werden“ (Theodor Fontane).
„Panizza als früher Anatom einer Gesellschaft ohne Hoffnung“ (Heiner Müller).
„Panizza hat sich exponiert, wo andere gern im Nebel geblieben sind“ (Oswald Wiener).
(Panizza, Oskar: Dialoge im Geiste Huttens 1979, S. 1)



Panizza, Oskar:
„Sein Hass schäumt wie jeder gute Hass weit über die Ufer, es ist die maßlose Verbitterung eines Mannes, der in der Welt gesehen hat, dass eine solche Unterdrückung wie die der Deutschen nirgends sonst möglich wäre, und das nicht etwa, weil die Unterdrücker fehlten, sondern weil es keinen gibt, der sie sich gefallen ließe. Es heißt einmal: ‚Ein Volk, das im Lakaientume sich wohl fühlt als geborner Knecht’. Das hat ihn so maßlos gewurmt und bohrend und quälend an ihm gefressen, dass das Volk seiner Fürsten wert war, und er sah mit hassgeschärftem Blick die groteske Außenseite und das Herz“ (1919 Tucholsky, Kurt: Panizza in: Die Weltbühne 1919, Nr. 38, S. 71)



Panizza, Oskar:
„Mit manch einem seiner fränkischen Vorgänger teilt er, nur kühner und mit offenem Visier, den Hass auf Kaiser und Kirchen, und man verzeiht es ihm nicht: Bücherverbot, Prozess wegen Majestätsbeleidigung, ein Jahr Gefängnis wegen ‚Religionsvergehen’ (als ob ein allmächtiger Gott der irdischen Justiz bedürfte), Emigration nach Paris, wo er wie Heine seine Klagen über Deutschland in zornigen Versen entlädt“ (1971 Hagen, Friedrich: Zweimal Insel Franken, S. 67)



Panizza, Oskar:
„Oskar Panizza, ursprünglich Nervenarzt, bekämpfte mit ätzendem Spott wie kaum ein anderer im Zweiten Reich die katholische Kirche, den Papst, die Deutschen und ihren Kaiser. In der ‚Himmelstragödie’ ‚Das Liebeskonzil’ (1895), dem Andenken Ulrich von Huttens gewidmet, erscheint der Papst als Wüstling, Maria als Kokotte, Gott als seniler Greis und Jesus als siecher Jüngling. Panizza wurde daraufhin zu einer einjährigen Gefängnishaft verurteilt, die er in Amberg absaß; ein Geschworener soll geäußert haben: ‚Wenn der Hund in Niederbayern verhandelt worden wäre, der käm net lebendig vom Platz.’ ‚Heute’, meinte der Dichter in einem seiner ‚Dialoge im Geiste Huttens’, ‚wenn einer einen freien Gedanken ausspricht, bleiben ihm nur drei Wege: Irrenhaus, Gefängnis oder die Flucht.’ In umgekehrter Reihenfolge wurde diese zu seinem Schicksal“ (2003 Glaser, Hermann (Hrsg.) Typisch deutsch S. 132)



Panizza, Oskar: Gefängnis:
„Ein Jahr Gefängnis! Welch ein Abgrund von Bitterkeit steckt in dem Wort. Diebe und Gauner pflegen mit milderen Strafen bedacht zu werden“ (Theodor Lessing in: Fränkische Klassiker, S. 591)



Panizza, Oskar: Gefängnis:
„’Hätten S’ was anderes begangen’ – meinte heute der Medizinalrat der Anstalt -, ‚dann wären S’ längst draußen.’ In der Tat, es macht manches Mal einen eigentümlichen Eindruck; neben mir in der nächsten Zelle, sitzt ein Mann wegen Betrugs; als er kam, war ich schon ein halbes Jahr hier, er geht, und ich bleibe immer noch hier. Unter mir, im Parterre der Zellabteilung, ist ein Neger wegen Notzucht. Als er kam, war ich über ein halbes Jahr hier. Er geht, und ich bin dann noch hier und bleibe dann immer noch hier“ (1896 Brief an Max Halbe in: Fränkische Klassiker, S. 594)



Panizza, Oskar: „Das Liebeskonzil“:
"Es darf behauptet werden, dass niemals unter Christen gleich frevelhaft und grässlich die Gottheit und alles Heilige in den Kot gezogen wurden" (1895 "Neues Münchner Tagblatt")



Panizza, Oskar: „Das Liebeskonzil“:
„Die ganze Welt – das ist die Macht des Überkommenen – steckt in dem Vorurteil, dass der Glauben etwas Hohes und der Unglauben etwas Niederes sei. Wer sich zu Gott und zur Unsterblichkeit seiner eigenen werten Seele bekennt, ist ein ‚Edelster’ oder dergleichen, wer da nicht mit macht, ... ist ein Lump.“
„Panizzas Buch hat seine Berechtigung in der zum unerbittlichen Dogma erhobenen Legende. Wer mir zumutet, dass ich die Zeugungsgeschichte Christi glauben soll, wer von mir verlangt, dass ich mir den Himmel in Übereinstrimmung mit den präraphaelitischen Malern ausgestalten soll: Gott in der Mitte, links Maria, rechts Christus, heiliger Geist im Hintergrund als Strahlensonne, zu Füßen ein Apostelkranz, oben ein Kranz von Propheten und dann eine Girlande von Heiligen, - wer mir das zumutet, der zwingt mich zu Panizza hinüber, oder lässt mich wenigstens sagen: ‚wie’s’ in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus“ (1895 Theodor Fontane in: Grawe, Christian: Fontane-Chronik 1998, S. 292)



Panizza, Oskar: „Das Liebeskonzil“:
„Aber das ‚Liebeskonzil’? Panizza wurde wegen seines grandiosen Dramas zu anderthalb Jahren Gefängnis verdonnert, die er auch abgesessen hat. Das Stück ist etwas sehr Seltenes: nämlich eine wirkliche Gotteslästerung. Er hat Gott gelästert, aber aus einer tiefen Liebe zu jenem andern Ding heraus, das die Besten aller Zeiten im Herzen trugen, und das keinen Namen hat … Das Drama behandelt also die Erfindung der Syphilis durch den Teufel auf Wunsch des lieben Gottes, der die Menschen ad summam maiorem gloriam ihre Abhängigkeit fühlen lassen will. Es gibt Stellen in dem Stück, gegen die Wedekind wie eine brave Gartenlaube wirkt“ (1919 Tucholsky, Kurt: Panizza in: Die Weltbühne 1919, Nr. 38, S. 69f)



Papierfabrik: Bamberg:
„H. B. hat bei 7 Loch-Geschirren nur einen Holländer. Von seinen 2 Arbeitsbütten ist nur die eine im Gange, woran, nach eigener Äußerung des Hrn. B., eines Teils der Mangel und die Teuerung der Lumpen, andern Teils aber auch die Vielheit der herum belegenen(!) Mühlen, neben der Verschleppung und Exportation der Lumpen, die Ursach ist; anderer in der Unachtsamkeit der Regierung beruhenden Missbräuche nicht zu erwähnen. Hier, wie überall im Fränkischen und Bayerschen z. B. werden die gröbern Hadern noch oft zum Düngen auf den Acker geworfen. Seine Klagen über das Benehmen der leidigen hiesigen Regierung, in Beziehung auf Künstler und Fabrikanten, gingen sehr weit“ (1791 Plümicke, Carl Martin: Briefe auf einer Reise, S. 90f)



Papierherstellung: Coburg:
„Das in der hiesigen Gegend gemachte Papier ist aber meistens grau und schlecht; ich weiß nicht, ob aus einer lokalen Ursache oder aus Mangel der Geschicklichkeit und Industrie. Vielleicht ist die Ursache auch nur dieselbe als an verschiednen Orten von Sachsen, Anhalt und Brandenburg; wo der Mangel an Lumpen und der ungeheure Absatz von Papier, der durch die jetzt täglich zunehmende Büchermacherei verursacht wird, macht, dass die Papiermacher nachlässig und schlecht arbeiten, weil ihnen das Papier schon, ehe es aus der Bütte kommt, vorausbezahlt und weggerissen wird, und sie also bei schlechter Arbeit eben so viel verdienen als bei der guten“ (1781 Nicolai, Friedrich: Beschreibung einer Reise, S. 76f)



Pappenheim: Graben (Treuchtlingen):
"In Bieswang treibt man die Fürze zusammen,
in Zimmern hörst du sie wimmern,
in Göhren hörst du sie röhren,
in Graben kannst du sie wieder haben."
(Seidl, Helmut A.: Nürnberger Tand S. 94)



Pappenheimer: (Geschlecht):
„Du bist mir ein sauberer Pappenheimer“ (14. Jahrhundert, Nürnberger Spott für die Pappenheimer Straßen- und Abortreiniger)



Papst: Religionskritik:
„Weil sich der pabst von got abwendt,
Auff gut und weltlich regiment,
Zu blut-vergiessen, krieg und streit,
Ist er kein hirt der christenheit“
(1527 Hans Sachs in: Fränkische Klassiker, S. 270)



Paralyse:
„Paralisis cerebri, die Gehirnerweichung … Das früheste Symptom dieser Krankheit ist eine Änderung des Charakters. Es dürfte nun eine Leichtes sein, dieselbe bei unserer Kategorie von Kranken aufzufinden, da Leute, die dem Staat Opposition machen, immer einen anderen Charakter annehmen, und meist schlechte Charaktere sind. Denn der menschliche Charakter, die menschliche Seele wird, wie Thomasius, Spener, Heinroth u. v. a. regierungsfreundliche Theologen gelehrt haben, immer ohne Fehler, ohne primäre Sünde, ohne Lust zum Bösen, zur Opposition, geboren. Erst der Verkehr mit Angesteckten, mit Taugenichtsen, mit Frondörs, mit Linksliberalen, mit der Vorfrucht des Irrenhauses, bringt den Keim in die Herzen dieser jungen Leute, von denen vielleicht mancher ehemals in dem Verein Christlicher Junger Männer seinen Tee der Unschuld geschlürft hat“ (Panizza, Oskar: Psichopathia criminalis 1898, S. 45)



Paul, Jean: Zitate:
„Bloße Bewegung zeigt mir nur Leben, nicht dessen Inneres.“
„Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre Hoffnungen aufhören.“
„Das ganze Leben ist ein Selbstmord.“
"Er müsste Gott danken, wenn er gar nicht existiert; und lässt sich gar noch malen."
„Freiheit ist ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen.“
"Im Wagen verachte ich den Fußgänger, auf der Straße den Fahrer."
„Jeder will lieber einen Weltteil als sich selbst bekehren.“
„Lache das Leben an, und es knurrt zurück.“
"Man darf mit Erlaubnis der Obern zwar dumm, aber nicht ohne sie klug sein."



Paul, Jean: Zitate:
„Man denkt vom Verstand eines Menschen zu hoch, dessen Idiom man nur halb versteht.“
"Man lernt Verschwiegenheit am meisten unter Menschen, die keine haben - und Plauderhaftigkeit unter Verschwiegenen."
"Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eignen berichtigen."
„Unser Leben ist eingewickelt in ein Scheinleben.“
„Wahrlich wir Menschen sind überall Narren und saugen uns wie Schmarotzerpflanzen mit unserem Ich nur immer an fremde Ichs an.“
"Das Gespräch der meisten Gelehrten untereinander ist nichts weiter als ein gegenseitiges heimliches, höfliches Examen."
"Das Leben des Menschen ist ein Hineinsterben aus einem Sarg in den andern."



Paul, Jean: Zitate:
"Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat."
"Der Mensch hat dritthalb Minuten, eine zum lächeln, eine zu seufzen, eine halbe zu lieben, dann mitten in dieser stirbt er."
"Dümmer kann jeder werden, er mag noch so dumm sein."
"Feine Zweideutigkeiten sind kastrierte Ausgaben grober."
"Glücksspiele werden verboten - das längste ausgenommen das Leben."
"Jeder Mensch glaubt, er sei unter allen der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es zu sagen."



Paul, Jean: Zitate:
"Jeder will lieber einen Weltteil als sich selbst bekehren."
"Kommt Zeit, kommt Unrat."
"Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung."
"Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt."
"Der Witz ist der verkappte Priester, der jedes Paar traut."
"Die Menschen verraten ihre Absichten nie leichter und stärker, als wenn sie sie verfehlen."



Paul, Jean: Zitate:
"Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gut zu machen."
"Man verbindet sich oft einen Menschen, wenn man nach dem Namen seines Hundes fragt."
"Nach einem bösen Traum sieht man, welchen Stoff zu einer Hölle ein bloßes Gehirn in sich aufbewahrt."
"Nur um den Einsamen schleichen Gespenster."
"Sonderbar, dass man sich erinnert, man habe sich eine Sache erinnern wollen, aber diese doch nicht mehr sich erinnert."



Paul, Jean: Zitate:
"Um keine Gedanken bei dem Mittags-Einschlafen zur vergessen, knöpf ich die Hosen auf; und erwachend frag ich: warum?"
"Woher weiß ich denn, dass das Wort, dessen ich mich lange erinnern wollen, endlich wenn es gefunden ist, das gesuchte ist?"
„Es ist die gewöhnlichste und schädlichste Täuschung, dass man sich allzeit für den einzigen hält, der gewisse Dinge bemerkt.“
„Nur bei den Tieren kann ich sicher rechnen, dass sie desto besser gegen mich sind, je besser ich gegen sie bin, bei Menschen nicht, ja oft umgekehrt.“
Volk: „Ein betäubter Haufen, dessen Reden artikuliertes Schnarchen ist.“



Paul, Jean:
„… in der Wohnstube war Leben, unter dem Ofen ein Taubenstall, an den Fenstern Zeisig- und Stieglitzhäuser, auf dem Boden die unbändige Bullenbeißerin, unsere Bonne, die Nachwächterin des Pfarrhofs, und ein Spitzhund, und der artige Scharmantel, ein Geschenk der Frau von Plotho – und daneben die Gesindestube mit zwei Mägden; und eine weiter gegen das andere Ende des Pfarrhauses der Stall mit allem möglichen Rind-, Schwein- und Federvieh und dessen Geschrei“ (Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 17)



Paul, Jean:
„… aber unter uns gesagt, er ist ein Narr“ (Johann Wolfgang von Goethe in: Goethes Ehe in Briefen. Hrsg.: Hans Gerhard Gräf 1922, S. 159, 164)



Paul, Jean:
„Ob diese Schmid, diese Richter, diese Hölderlin absolut und unter allen Umständen so subjektivisch, so überspannt, so einseitig geblieben wären? Ob es an etwas Primitivem liegt, oder ob nur der Mangel einer ästhetischen Nahrung und Einwirkung von außen und die Opposition der empirischen Welt, in der sie leben, gegen ihren idealischen Hang diese unglückliche Wirkung hervorgebracht hat?“ (Friedrich Schiller)
„Fremd wie einer, der aus dem Mond gefallen ist“ (Friedrich Schiller)
„Wo Jean Paul zu denken scheint, parodiert er doch eigentlich nur die Gedanken anderer“ (Schlegel, Friedrich)
„Jean Paul ist doch zuweilen unerträglich, und er wird noch unerträglicher werden, wenn er nicht bald dahin gelangt, wo er ruhen muss. Er würzt alles mit Cayenneschem Pfeffer und es wird ihm begegnen, was ich einst Sprengeln weissagte, er wird, um sich kalten Braten schmackhaft zu machen, geschmolzenes Blei oder glühende Kohlen dazu essen müssen“ (Lichtenberg, Georg Christoph)



Paul, Jean:
„Sein sonderbares äußeres Wesen setzte mich anfänglich fast in Verlegenheit: er schlurrte in zu weiten Schuhen die Stube auf und ab, mit langem, geradem, fast hintenüber gebogenen Rücken und in die Höhe geworfenem Kopfe, dessen kahle Glatze er mit der rechten flachen Hand oft bedeckte“ (1796 Johann Friedrich Reichardt in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 126)



Paul, Jean:
„Jean Paulo ist nichts weniger als kränklich, d. h. hektisch. Sein Geist ist freilich seinem Lebensalter vorangesprungen und hat die edle Lebenskraft im Hirn konzentriert; daher sieht er denn so – einigermaßen – manchmal – einem jungen Greis ähnlich. Seine Herz und Kopf ist jung und frisch, doch besser wäre es, wenn das Gleichgewicht zwischen Geist und Körper besser gefallen wäre. ‚Wenn er nur eine Frau hätte!’ rufen wir alle und er ruft’s uns allen weit vor“ (1799 Herders Frau an Gleim in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 196)



Paul, Jean:
„Auf meiner Reise nach Italien ging ich hauptsächlich deshalb über Bayreuth, um Jean Paul nach 16 Jahren wieder zu sehen. Ich verfehlte ihn, denn er war verreist. Aber in seinem Hause, wo ich seine Frau und Kinder fand, wurde mir sein von Maier gemaltes Porträt gezeigt, welches sehr ähnlich sein sollte. Ich hätte es nie für das seine gehalten. Nach diesem Bilde hatte sich sein Äußeres durchaus nachteilig verändert. Sein sonst schmales und bleiches Gesicht war ganz rot und bierdick geworden. Sein Auge, welches außer dem immer schon etwas sonderbaren Blick früher schon klein war, war durch die Aufgedunsenheit des Gesichts noch kleiner geworden. Ich wünschte, dass hinsichts der Ähnlichkeit eine Täuschung obwalte. Sah er in der Tat so aus, so schien mir meine Folgerung, dass die kleine biersselige Stadt überhaupt nicht vorteilhaft auf ihn gewirkt habe, nicht zu kühn“ (in: Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen 1984, S. 101)



Paul, Jean:
„Er trug Stiefel, lange Hosen, jedoch nicht lang genug, um in die Stiefel hinabzureichen, eine nicht sehr weiße Weste, einen blauen, schon etwas verschlissen Rock mit schwarzsamtnem Kragen … Er hat eine starke Glatze … Er ist nicht gerade dick, doch auch gar nicht so mager, als ich mir nach einer Äußerung in den Biographischen Belustigungen vorgestellt hatte, wo er sagt, er habe nicht so viel Fett auf dem Leibe, dass man damit eine Nachtlaterne so lange brennend erhalten könne, als die meisten Polizeiverordnungen begehrten, nämlich von 10 – 1 Uhr. Aber sein Fleisch ist aufgedunsen und schwammicht, welches besonders an den Händen, die viel zittern, auffällt … Was den Inhalt seiner Gespräche betrifft, so merkte ich, wiewohl ich ihn hocherfreut hörte und er auch nicht zurückhaltend schien, doch bald, dass seine Bücher ohne Vergleich geistreicher, voll tieferen Sinns und Gehalts seien als seine mündlichen Unterhaltungen“ (1804 Erlangen Professor Le Pique in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 299f)



Paul, Jean:
„Auch Jean Paul gehört zu den Leuten, die wenig um sich bemerken, nichts scharf durchblicken, was sie berührt, sondern in ihre Gedanken eingeschlossen sind. Da sind wir andere Leute … Jean Paul aber hat schon kleine Scheuleder an den Seiten, und sieht nur seine Straße vor sich“ (1808 Karl August Varnhagen an Rahel in: Varnhagen, Rahel: Briefwechsel. München Bd. 1. 1979, S. 41 und in: Gesammelte Werke Bd. 4, 1983, S. 77f))



Paul, Jean:
„Wie du ihn schilderst – dick ist er also jetzt? Dass seine Meinungen sich so biegen, steht hell und klar in seiner Ästhetik und Levana: schlechte Bücher. Anpochende, aufhauende Meinungen fürchtet er …“ (1808: Rahel Varnhagen an Karl August in: Varnhagen, Rahel: Briefwechsel. München Bd. 1. 1979, S. 41)



Paul, Jean:
"Jean Paul ist wohlbeleibt, hat ein volles, gutgeordnetes Gesicht, kleine, feuervoll sprühende und dann wieder gutmütig matte Augen, einen freundlichen, auch im Schweigen leise bewegten Mund. Seine Sprache ist schnell, fast eilig und daher bisweilen etwas stolpernd, nicht ohne einigen Dialekt, der mir schwer zu bezeichnen wäre, aber ein Gemisch von fränkischem und sächsischem sein mag … Die Frau gefiel mir ungemein; sanft, fein, sittig, verband sie mit dem schönsten Eindruck der Häuslichkeit zugleich höhere Gesellschaftsgaben und freiere Welteinsicht, als Jean Paul zu haben schien … Plötzlich erhob sich Jean Paul, gab mir die Hand und sagte: 'Verzeihen Sie, ich gehe zu Bett! Da es aber noch sehr früh ist, so bleiben Sie in Gottesnamen noch hier und plaudern mit meiner Frau, es wird noch mancherlei vorzubringen sein, was ich nicht aufkommen ließ. Ich bin ein Spießbürger, die Stunde ist da, wo ich schlafen muss!' Er nahm ein Licht und sagte gute Nacht" (1808 Karl August Varnhagen von Ense in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 319, 321, 323)



Paul, Jean:
"… sein abgenutzter Überrock war ehedem blau und sonst, wie auch das Hemd auf der Brust, nicht eben rein zu nennen … Sein Kolorit gleicht dem eines Weintrinkers, der Kopf ist dick (ein wenig von Luther hat er), hat hübsche Quetschbacken, die Nase ist ein bisschen unbestimmt, selbst im Profil, was schade, die Stirn ist schön, der Mund auch, und die Augen sehen weich und rührend …" (1815 Ferdinand Grimm in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 339f)



Paul, Jean:
„In demselben Augenblick öffnete sich eine andere Tür, und siehe da! Eine Gestalt watschelte auf uns zu, die das Aussehen eines wohlhabenden Gastwirts hatte: feist und kahlscheitelig, einen alten grauen Überrock nachlässig über den stattlichen Bierbauch zugeknöpft, im übrigen ohne Halstuch und Weste und offen stehend über der breiten, ziegelroten, behaarten Brust; mit einem Worte im tiefsten Negligé. Von seinem Gesicht hat man in Schweden ein Porträt, das ihm ziemlich ähnlich ist – ich glaube, es wird sich zwischen meinen Papieren in Uppsala finden -, gleichwohl ist sein Hängekinn jetzt größer und sein Aussehen im allgemeinen älter, hat er doch auch gewiss seine sechzig Jahre hinter sich“ (1817 Per Daniel Amadeus Atterbom in: Piontek: Bayreuth S. 92f und in: Toussaint: Reisen nach Bayreuth, S. 181f)



Paul, Jean:
„Ich sehe, dass ich in meiner Beschreibung Jean Pauls Aussehen feist genannt habe. Die ist, soweit das Gesicht in Betracht kommt, nicht so zu verstehen, als ob dasselbe fett und sehr voll wäre; es hat mehr das Gestell eine vollen Gesichtes, denn da sein Kopf überhaupt groß ist, muss sein Gesicht verhältnismäßig breit sein“ (1817 Atterbom, Per Daniel Amadeus: Reisebilder, S. 134)



Paul, Jean:
„Sein Äußeres hat nichts Ästhetisches, groß, stark, und rot im Gesicht“ (1819 Herzogin von Kurland in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 400f)



Paul, Jean:
(Jean Paul hatte sich) „fast nie über die Grenzen von Bayern hinaus entfernt, hatte nie weder die Alpen noch das Meer gesehen, fühlte sich am behaglichsten unter den einförmigen heimischen Zuständen und glich in seinem ganzen Äußeren vollkommen einem gutmütigen, höchst phlegmatischen und wohlgenährten Spießbürger“ (1825 der Sohn von Jens Peter Baggesen in: Fränkische Klassiker, S. 440)



Paul, Jean:
„… bald kam er selbst herein, schwankend, einen grünen Schirm vor den Augen und starke Lorgnettengläser, mit denen er zu sehen glaubt“ (1825 Malla Montgomery-Silfverstolpe in: Toussaint: Reisen nach Bayreuth, S. 190)



Paul, Jean:
„… diese humoristische Biene des Fichtelgebirges und der Ölgötze der höheren weiblichen Lesewelt (der niedern ist er zu unverständlich), die sich im Helldunkel der Gefühle und in den grausigen Szenen des Todes und der Ewigkeit gefällt, ist doch zu halt- und geschmacklos für den Mann von höherer Bildung und Denkkraft … Alles muss gar oft sonderbaren Abschweifungen, dunklen Anspielungen, halbem um falschem Humor und Wortschwall, Manierismen und Geziertem Platz machen, das Ganze ist stets ohne ästhetische Haltung“ (Karl Julius Weber).



Paul, Jean:
„Früh acht Uhr ging ich zu Jean Paul. Eine große, starke Knochengestalt, anzusehen wie ein Förster oder Pächter, trat in das Zimmer, angetan mit einem Jagdrock, einen Dachsranzen über den Schultern, einen weißen Schafpudel am Stricke an der Hand. Da wir lange schon Briefe gewechselt hatten, kam das Gespräch bald in Fluss. Nichts von allen den schnellen Blitzen und Geistesfunken, den treffenden Vergleichen und glänzenden Bildern, deren seine Schriften eine Fülle enthalten, kam in der mündlichen Rede zum Vorschein. Ich bin von ihm mit der Überzeugung geschieden, dass ein Mann, der als Schriftsteller zu den zartesten und reichsten Geistern unserer Nation gehört, deshalb noch nicht ein zarter und weicher Mensch sein muss“ (ca. 1827 Friedrich Perthes in: Perthes, Clemens: Friedrich Perthes, S. 224)



Paul, Jean:
„Jean Pauls Periodenbau besteht aus lauter kleinen Stübchen, die manchmal so eng sind, dass, wenn eine Idee dort mit einer anderen zusammentrifft, sie sich beide die Köpfe zerstoßen: oben an der Decke sind lauter Haken, woran Jean Paul allerlei Gedanken hängt, und an den Wänden sind lauter geheime Schubladen, worin er Gefühle verbirgt. Kein deutscher Schriftsteller ist so reich wie er an Gedanken und Gefühlen, aber er lässt sie nie zur Reife kommen, und mit dem Reichtum seines Geistes und seines Gemütes bereitet er uns mehr Erstauen als Erquickung. Gedanken und Gefühle, die zu ungeheuren Bäumen auswachsen würden, wenn er sie ordentlich Wurzel fassen und mit allen ihren Zweigen, Blüten und Blättern sich ausbreiten ließe: diese rupft er aus, wenn sie kaum noch kleine Pflänzchen, oft sogar noch bloße Keime sind, und ganze Geisteswälder werden uns solchermaßen auf einer gewöhnlichen Schüssel als Gemüse vorgesetzt. Dieses ist nun eine wundersame, ungenießbare Kost; denn nicht jeder Magen kann junge Eichen, Zedern, Palmen und Bananien in solcher Menge vertragen. Jean Paul ist ein großer Dichter und Philosoph, aber man kann nicht unkünstlerischer sein als eben er im Schaffen und Denken. Er hat in seinen Romanen echt poetische Gestalten zur Welt gebracht, aber alle diese Geburten schleppen eine närrisch lange Nabelschnur mit sich herum und verwickeln und würgen sich damit“ (1836 Heine, Heinrich: Die romantische Schule. 3. Buch)
l1836*=



Paul, Jean:
„Er ist ein Mann von mittlerer Größe, ziemlicher Korpulenz, starkem Gesichte, bräunlicher Farbe, einem geistreichen Auge und einer großen Lebendigkeit in Sprache und Benehmen“ (1836 Kröger, Johann Christoph: Reisen durch Deutschland …, S. 79)



Paul, Jean:
„Ein großes bizarres, mit den wunderbarsten Naturspielen ausgestattetes Gebirg gibt einem kindlichen Geiste die ersten Eindrücke … Endlich ist der Knabe im Schulhause geboren, alles Enge, Pedantische, aber auch alles Fromme und Redliche eines armen Lehrers färbt sein ersten Stunden. Beginnt nun der Blick weiter zu dringen, so erscheint ihm Bayreuth als das Höchste menschlicher Pracht und Herrlichkeit. Bayreuth mit seinen bronzierten Markgrafen, mit den Porzellan-, Schnecken- und bunten Kieselwundern, der Eremitage und Fantaisie. Geschmacklos aber eigenartig ist alles, was ihn umgibt, wohin er mit seiner Sehnsucht dringt … Man muss Bayreuth, man muss das Fichtelgebirge besuchen, um J. Paul in seiner Genesis verstehen und entschuldigen zu lernen“ (Immermann, Karl: Fränkische Reise Herbst 1837 (1843) Nachdr. 1980, S. 111ff)



Paul, Jean:
„… abends bei Falk … Streit über das Alte und Neue. Richter behauptet, die Alten hätten aus Mangel tief eindringender Verstandeskultur nirgends wahre Charaktere geschildert; sie hätten nichts Komisches im Vergleich mit Neueren gehabt. Aristophanes und Shakespeare. Wieland wird ungeduldig. Er sagt Richtern: er solle doch nicht so dozieren und die Leute wie mit einem Ozean überschwemmen“ (1838 Böttiger in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 191)



Paul, Jean:
„Bayreuths Bewohner sind durch Jean Paul (Friedrich Richter), der seit 1804 beinahe ununterbrochen bis an seinen Tod (1825) hier lebte, etwas in Misskredit geraten. Man wirft ihnen, auf die Worte jenes großen Dichters fußend: ‚er genösse in Bayreuth nichts als Gegend, Bier und Langeweile’, Teilnahmslosigkeit vor. Es ist wahr, die Stadt tat bis zu seinem Tode wenig, den genialsten aller deutschen Humoristiker zu ehren. Sie bereiteten ihm aber ein Leichenbegängnis, das zu den glänzendsten gehörte. Allzu strenge Richter müssen außerdem bedenken, dass Jean Paul, obgleich einer der edelsten, vortrefflichsten Menschen, doch manche Eigenheit geltend machte, die die einfachen Bayreuther nicht zu verstehen wussten. Überdies hatte er mehrere persönliche Feinde, die mit hämischer Schadenfreude sein Ansehen zu untergraben trachteten“ (1843 Menk-Dittmarsch, F.: Der Main, S. 67)



Paul, Jean:
„… diesen selbst traf man in einen Schlafrock gehüllt, dessen bessere Tage längst zu den gewesenen zählten, und selbst der Unmut der geliebten Frau, die längst für einen neuern und elegantern gesorgt, konnte ihn nicht bewegen, den altgewohnten in den wohlverdienten Ruhestand zu versetzen und sich selbst mit der Pracht des neu angeschafften zu schmücken. In dieser Hülle saß er entweder schreibend an seinem Tisch oder durchlief mit hastigen Schritten sein Zimmer“ (1863 August Henneberger in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 286)



Paul, Jean:
„Jean Paul wusste sehr viel, aber hatte keine Wissenschaft, … besaß Gefühl und Ernst, goss aber, wenn er davon zu kosten gab, eine widerliche Tränenbrühe darüber …, weshalb er den Leser gerade durch seine Witzlosigkeit zur Verzweiflung treibt. Im Ganzen war er das bunte, stark riechende Unkraut, welches über Nacht auf den zarten Fruchtfeldern Schillers und Goethes aufschoss; er war ein guter Mensch, und doch ein Verhängnis, - ein Verhängnis im Schlafrock“ (1878 Nietzsche, Friedrich: Menschliches, Allzumenschliches)



Paul, Jean:
„Wie lange und eifrig habe ich aus der Zeit etwa von 1800 bis 1850 ein Buch, bloß ein einziges Buch gesucht, in dem ich wirkliches Leben hätte finden können! … Alle Menschen Jean Pauls sind gestorben, tot und begraben, richtiger, sie haben nie gelebt. Sie sind an der Nabelschnur der Jean Paulschen Phantasie hängen geblieben, waren Stücke von ihm und waren nie am Leben“ (1919 Thoma, Ludwig: Ein Leben in Briefen. München 1963, S. 388f)



Paul, Jean: Berlin:
„Unter den Damen des Hofes war viel und mit hoher Anerkennung die Rede von Jean Paul, und als er beabsichtigte, sich in Preußen niederzulassen, wurde der König sogar bewogen, ein Kabinettschreiben an ihn zu erlassen, in welchem er ihm erklärte, dass ihm seine Übersiedlung nach Preußen angenehm sein würde. Als er jedoch später beim Könige um eine Präbende anhielt, wurde sie ihm nicht bewilligt. Dem Könige war es zuletzt der Begeisterung für Jean Paul zuviel geworden … Der König äußerte: ‚Höre denn doch zuviel diesen Jean Paul herausstreichen. Mag ganz gute Romane geschrieben haben – für den Liebhaber, denn mir war das, was mir davon zu Händen gekommen ist, ein bisschen zu kraus-, aber dies ist doch ein Verdienst, das sich noch halten lässt. Wie will man erst von einem großen Staatsmann sprechen, oder von einem Helden, der das Vaterland gerettet hat? Die Damen verstehen immer das Maßhalten nicht“ (Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen 1984, S. 99f)



Paul, Jean: Goethe, Johann Wolfgang von:
„Hier ein kleiner Beitrag, ich habe nichts dagegen, wenn Sie ihn brauchen können, dass mein Name darunter stehe. Eigentlich hat eine arrogante Äußerung des Herrn Richter in einem Brief an Knebel mich in diese Disposition gesetzt:
Einen Chinesen sah ich in Rom; die gesamten Gebäude
Alter und neuerer Zeit schienen ihm lästig und schwer …“
(1796 Goethe an Friedrich Schiller in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 129)



Paul, Jean: Goethe, Johann Wolfgang von: Schiller, Friedrich:
„Hieltest du deinen Reichtum nur halb so zu Rate wie jener
Seine Armut, du wärest unsrer Bewunderung wert“.
(1797 Goethe, Johann Wolfgang von / Schiller, Friedrich: Xenien. Jean Paul Richter – Vergleich mit dem Breslauer Gymnasialdirektor Manso).
„Ich antworte nie einem Menschen, der meinen Charakter nicht antastet; wiewohl Goethe nur satirisches Kurzgewehr hat und ich Langgewehr“ (Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 129)



Paul, Jean: Werk:
„Wie Klopstock ist ein Namen, ist auch Jean Paul nur ein Name,
Rühmend nennen wir sie, aber wir lesen sie nicht.
(in: Rückert, Friedrich, S. 35)



Paul, Jean: Werk:
„Viel weniger zufrieden als Jean Paul mit Schleiermachers Leistungen war dieser es mit den des anderen. Dem Manne der klassischen Form konnte Jean Pauls Formlosigkeit nicht behagen. Aber auch der Inhalt mancher seiner Werke befriedigte ihn wenig, und selbst an dem hoch gefeierten ‚Titan’ hatte er viel auszusetzen. Er schrieb mir kurz nach dem Erscheinen über diesen: ‚Es sind doch wahrlich alles die alten Sachen und auch in der Geschichte und den Dekorationen die alten Erfindungen, welches eine schreckliche Armut verrät. Selbst die Charaktere sind, wenn auch nicht gerade kopiert, doch ganz in dem alten Genre. Indes ist vieles besser als in dem ‚Hesperus’ und der ‚Loge’, selbst die Geschmacklosigkeit.’ … Seinen ‚Titan’ habe ich lesen wollen, aber es geht nicht, man lernt nichts Neues von ihm darin, es sind immer dieselben Narren mit andern Kappen“ (in: Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen 1984, S. 100)



Paul, Jean: Werk:
"Friedrich ärgerte das britisierende, eingefrorene Wesen, das er aus Jean Pauls Romanen bis zum Ekel kannte, und jederzeit für die allerschändlichste Prahlerei hielt" (Joseph von Eichendorff "Ahnung und Gegenwart").



Paul, Jean: Werk:
„Jean Paul hatte, im Gegensatz zu Tieck, eine wirkliche und wahre Empfindung; er ging ihr aber als einem Genussmittel nach und verfiel dadurch in Empfindelei. Da nun zugleich seine Phantasie nicht gleichen Schritt heilt, so geriet er, so oft die Empfindung vorherrschte in Nebelgestalten, und wenn er objektiv sein wollte, auf Gemeinheiten“ (Grillparzer, Franz: Selbstbiographie 1994, S. 150)



Paul, Jean: Werk: „Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch“:
„In dem komischen Anhang des ‚Titan’ brechen zwei den Hals, der Luftschiffer Giannozzo einmal und der Witz des Verfassers zehntausendmal“ (Garlieb Merkel)



Paul, Jean: Werke: „Titan“:
„Dieser ansehnliche Bandwurm hat nämlich das mit den Bandwürmern der Walfische und aller andern Tiere gemein, dass jedes neue Glied gerade so ein Ding ist wie das alte, eine vollkommene Kreatur mit Saugeloch und allem. Wird Kopf oder Schlussglied abgerissen, man merkt es nicht. Das folgende oder vorhergehende vertritt seine Stelle. Dieser zweite Teil des ‚Titan’ unterscheidet sich in nichts von dem ersten, als darin, dass er der zweite ist. Der Mäander des Richterschen Witzes rieselt durch dieses Buch, wie durch alle anderen Werke des Verfassers, in so tausendfachen Krümmungen bergauf, bergab, dass er selbst wohl selten weiß, woher er komme, noch wohin er fahre; und rollt in ebenso reichlicher Menge Schlamm und Kies“ (Garlieb Merkel)



Paul, Jean: Wunsiedel: Porträt:
„Auf dem Rathause … befindet sich ein vortreffliches Pastellgemälde von ihm, nach allem, was ich höre, sprechend ähnlich. Es ist sehr charakteristisch, eine offner, liebevoller Blick, ein schönes, geistreiches, sanftes, blaues Aue, eine hohe, poetische Stirn, sonderbar gepaart mit dem doppelten Kinn, dem unschönen Mund und den schlappen Backen eines Schlemmers“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 90f)



Pegnitz: (Fluss):
„Der Fluss Pegnitz fließt träg und trüb, Schiller hat ihn treffend charakterisiert durch seine Xenie:
‚Ganz hypochondrisch bin ich vor langer Weile geworden.
Und ich fließe nur fort, weil es so hergebracht ist.’“
(1839? Castelli, Ignaz Franz: Memoiren meines Lebens. Bd. 2. 1914, S. 205 und in: Klein S. 122)



Pegnitz: (Fluss):
„Nürnberg ist jünger als Fürth, dreimal so klein wie München, niedriger als Rosenheim, kälter als Würzburg und staubiger als Feucht. Von dem Fluss, an dem Nürnberg liegt, weiß man fünfzig Kilometer entfernt schon nicht mehr, ob er Regnitz, Pegnitz oder Rednitz heißt. Er heißt die Bengerz und ist von seiner Quelle bei Neuhaus bis zu seinem Zusammenfließen bei Fürth mit der Rednitz zur Regnitz mit Pappierschiffen befahrbar. Manchmal schwimmen auch Forellen in ihm, Rauhaardackel oder die ursprünglich aus Hamburg stammenden Möwen“ (1997 Klaus Schamberger in: Radlmaier, S. 139)



Pegnitzschäfer: Nürnberg:
„Hinter Nürnberg zeigte man uns den Pegnitzer Wald, in dem die Pegnitzschäfer, zur Zeit, als ihr Orden noch florierte, ihr poetisches Wesen trieben. – Das Schäfergedicht hat übrigens dem deutschen Charakter niemals recht zugesagt, und es ist mir, mit seinem überfaden Wesen, immer wie ein frisiertes Arkadien vorgekommen, welches vor jedem wackern nordischen Sturmwinde sofort den Puder und die Pomade in Sicherheit bringen musste“ (1819 Klingemann, August: Kunst und Natur, S. 432)



Pferderennen: Bamberg: Volksfest:
„Was aber burlesk wurde, waren die Rennpferde, elende Rosinanten, von bald barfußen Straßenjungen geritten, denen man nur, wie den Affen, rote und blaue Jacken übergezogen hatte. Etwas besser nahmen sich die Rennwagen in der antiken Form der olympischen Spiele aus, obgleich die als Hellenen verkleideten Lohnkutscher sich auch im Kostüm mehrere abweichende Bequemlichkeiten gestattet hatten“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 223)



Pflaster: Bamberg:
„Das Pflaster der größern und breiten Straßen in Wirzburg hat sich in den letztern Jahren außerordentlich gebessert: in Bamberg ist es noch immer sehr schlecht. Beide Städte haben viel mehr enge und krumme Gassen als die Städte in unsern Gegenden …“ (1792 Meiners, Christoph: Kleinere Länder- und Reisebeschreibungen. Bdchn. 2, 1794, S. 182)



Pflaster: Bamberg:
„Bamberg ist mit ebenen, glatten, weißen Kalksteinen gepflastert, wie alle Städte in Franken, die ich gesehen habe. Dies Pflaster, wenn es neu und gleich ist, ist zu glatt für die Pferde; und beim Sonnenschein blendet es“ (1793 Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 526)



Pflaster: Bayreuth:
„Die Straße ist mit einer Art von Kalksteinen gepflastert. Ich ritt stark und mein Pferd stürzte noch stärker, da vom Fahren mehr Stellen so glatt wie poliert sind“ (1793 Tieck, Ludwig Pfingstreise, S. 20)



Pflaster: Bayreuth:
„Das Pflaster ist sehr eben von glatten Steinen, so dass die Pferde leicht fallen“ (1793 Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 471)



Pflaster: Gefrees:
„Schade, dass das Pflaster so holpericht und aufgefahren ist“ (1784 Füssel, Johann Michael: Unser Tagbuch T. 1, S. 130)



Pflaster: Selb:
„Wir kamen durch den Flecken Selb. Er ist so abscheulich gepflastert, dass wir fast mitten im Ort mit den Pferden den Hals gebrochen hätten. Ich habe bis itzt noch kein Pflaster in der ganzen Welt gesehen, welches seine Bestimmung so wenig erfüllte. Der eine Stein stand gerade in die Höhe, dicht daneben ein tiefes Loch; dann wieder die Steine übereinander gepackt, kurz, ein solches Pflaster lässt sich besser fühlen als beschreiben, wie so manches in der Welt. Nur weiß ich, dass die Wege hier in der Stadt schlechter und gefährlicher waren als wir sie noch bis itzt auf der ganzen Reise gefunden hatten“ (1793 Tieck, Ludwig Pfingstreise, S. 30)



Philosophen: Bloch, Ernst:
„Ernst Bloch ist unter anderem auch der bedeutendste Spaßmacher des Wanderzirkus Diamat geworden: wendig, ulkig, dogmatisch, anarchistisch, eine barocke Wort-Fontäne … Wie überstand dann der enthusiastische Stalinist Bloch den Schreck, der ihm von Stalins Nachfolgern eingejagt wurde, als man mitteilte: die Kapitalisten hatten recht gehabt in ihrer Beschreibung der Prozesse und ihres berühmten Henkers? … Er pflanzte das Panier Hoffnung auf, wie man es so gern an Gräbern tut“ (1960 Marcuse, Ludwig: Mein zwanzigstes Jahrhundert)



Philosophen: Feuerbach, Ludwig: Zitate:
„Der Mensch ist, was er isst.“
"Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer erst am spätesten kommt."



Philosophen: Feuerbach, Ludwig: Zitate:
„Nicht den Tod schafft aus der Welt; die Übel schafft weg – die Übel, die aufhebbar sind, die Übel, die nur in der Faulheit, Schlechtigkeit und Unwissenheit der Menschen ihren Grund haben; und gerade dies Übel sind die schrecklichsten“ (in: Fränkische Klassiker, S. 549)



Philosophen: Feuerbach, Ludwig:
"Kind, mein Kind, nimm dich in Acht
Vor dem Feuerbach und Bauer!
Werde nur kein Atheist ..."
(Heinrich Heine)



Philosophen: Feuerbach, Ludwig:
„Mit Feuerbachs Leistungen bist Du unzufrieden, wie ich höre. Natürlich, weil er nicht mehr konsequent und völlig zum Sozialismus fortschreitet. Indessen er hat es ja frei heraus gesagt in seinen Supplementen: er beschäftige sich mit der Pathologie der Kopfkrankheiten, die ja oft Ursache für Magenleiden seien. Und deshalb wirst Du ihm wohl keinen Vorwurf machen“ (1846 Ewerbeck, A. H. an Karl Marx)



Philosophen: Feuerbach, Ludwig:
„Wie muss des Denkers scharfes Schwert
In eure Hasenseelen fahren!
Hört doch: ‚Das Beste ist nicht wert,
In Ewigkeit es aufzusparen;
Was einmal die Natur erschuf,
Kann sie auch noch einmal erschaffen.’
Allein vergebens ist sein Ruf
An Kinder und an Laffen.
Es stellt vergebens ihr Symbol
Der kühne Adler an den Pranger:
Jedwede Puppe, noch so hohl,
Fühlt sich mit einem Falter schwanger.
Vergeblich läuft der Genius Sturm,
Die Burg des Unsinns zu bezwingen:
Es will’s nun einmal jeder Wurm
Zum Schmetterlinge bringen“
(Georg Herwegh: Ludwig Feuerbach in: Biedermann, Georg: Ludwig Andreas Feuerbach 1986, S. 83)



Philosophen: Feuerbach, Ludwig: Rechenberg:
„Wie wieder die verfluchten Hunde bellen! Wahrlich, meine Existenz auf dem Rechenberg ist eine Hunde-Existenz. Und hier sollst Du schreiben, hier Probleme lösen oder wenigstens zum Gegenstand Deiner Feder machen. Die Weisheit verstummt, wo die Hunde das große Wort führen“ (Ludwig Feuerbach in: Biedermann, Georg: Ludwig Andreas Feuerbach 1986, S. 134)



Philosophen: Fichte, Johann Gottlieb:
„Höchst komische, kleine, lahme Figur mit versoffner Nase … und Gamaschen“ (1809 Joseph von Eichendorff)



Philosophen: Fichte, Johann Gottlieb:
„Fichte zuzuhören wird mir nachgerade unerträglich. Es ist mir, wie einem, der mit verbundenen Augen, überall anstoßend und stolpernd, einem Führer kaum folgt, der ihn zu einer schönen Aussicht zu führen verspricht“ (1811 A. Twesten)



Philosophen: Fichte, Johann Gottlieb:
„Zu der geringen Meinung von Herrn F’s Philosophie … hat nicht wenig beigetragen, dass deutlich eingesehen worden ist, wie wenig neue und feste Ideen darin sind; dass er, ob er gleich mit großem Ungestüm verhieß, er wolle alle andre philosophische Idee ausrotten, dennoch selbst nichts Neues und Originales hervorbrachte …“ (1820 Nicolai, Friedrich: Nicolais Leben und literarischer Nachlass)



Philosophen: Fichte, Johann Gottlieb:
„Fichtes Tätigkeit um der Tätigkeit willen … ist zu exemplifizieren durch Einen, der herumspringt und sich mit der Ferse in den Hintern schlägt“ (1854 Arthur Schopenhauer)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Zitate:
„Die wirklichkeitslose schöne Seele ist zur Verrücktheit zerrüttet und zerfließt in sehnsüchtiger Schwindsucht.“



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
"Ich mag nichts Näheres von der hegelschen Philosophie wissen, wiewohl Hegel selbst mir ziemlich zusagt" (Johann Wolfgang von Goethe).
"Hegel ist der scharfsinnigste unter allen jetzigen Philosophen, bleibt aber doch ein dialektischer Vampyr des innern Menschen" (Jean Paul)
"Kierkegaard sagte über Hegel: er erinnert an einen, / der ein Riesenschloss errichtet, selbst aber in / einem bescheidenen Schuppen in Baunähe wohnt" (A. Zagajewski).



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Hegel ist ein plumper Scharlatan und seine Lehre eine philosophische Scharlatanerie. Der Grundgedanke seiner Afterweisheit war eine philosophische Hanstwurstiade. Er ist eine philosophische Ministerkreatur, ein geistiger Kaliban, eine bestia trionfante, ein frecher Unsinnschmierer, ein Papier-, Zeit- und Kopfverderber. Das unsinnige Geschwätz erinnert an Deliramente der Tollhäusler, ein physisch wirkendes Vomitiv.
Hegel hat einen verdummenden, man können sagen pestilenzialischen Einfluss auf die Philosophie und damit auf die deutsche Literatur gehabt. Hegel hatte eine solche Bierwirtsphysiognomie, dass die Deutschen schon an dieser hätten erkennen können, was ein Alltagsmensch er war. Die ganze Literaturgeschichte, alter und neuer Zeit, hat kein Beispiel von falschem Ruhme aufzuweisen, welches dem der Hegelschen Philosophie an die Seite zu stellen wäre. Nie und nirgends ist das ganz Schlechte, das handgreiflich Falsche, ja offenbar Unsinnige mit solcher Frechheit als die höchste Weisheit gepriesen worden, wie jene Afterphilosophie“ (Arthur Schopenhauer)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Wenn nur der verwünschte Hegel besser schriebe: ich habe oft Mühe ihn zu verstehen“ (1802 Friedrich Heinrich Jacobi)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Hegel schikaniert, wo er kann, wie er neulich bei Promotion des jungen Fichte gezeigt hat“ (1819 L. Rödiger)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Immer, wenn ich die ‚Phänomenologie des Geistes’ aufschlug, dachte ich, ich öffnete die Fenster eines Irrenhauses“ (1819 Schopenhauer, Arthur: Die Welt als Wille und Vorstellung)
„Da zeigt sich Monsieur Nichtwisser!“ (1820 Arthur Schopenhauer)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Hegels metaphysischer Pilz ist ja nicht in den Gärten der Wissenschaft, sondern auf dem Misthaufen der Kriecherei gewachsen“ (1821 Jakob Friedrich Fries)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„...in dem ich nur einen kastrierten Fichte sehen kann“ (1821 Friedrich Schlegel)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Hegels ‚Enzyklopädie’ hat nur die Melodie des Tiefsinns, auch ebenso gewiss eine Menge falsches, hässliches Zeug“ (1828 Leopold von Ranke)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Diese Dialektik des Begriffs ist wie ein trockenes Feuer der Intelligenz, das alles feuchte Leben der Natur aussaugt und … ein gespenstisches Schema hinstellt“ (1831 E. von Lausaulx)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Die so genannte Philosophie dieses Hegels ist eine kolossale Mystifikation, welche noch der Nachwelt das unerschöpfliche Thema des Spotts über unsere Zeit liefern wird, eine alle Geisteskräfte lähmende, alles wirkliche Denken erstickende und mittelst des frevelhaftesten Missbrauchs der Sprache an dessen Stelle den hohlsten, sinnleersten, gedankenlosesten, mithin, wie der Erfolg bestätigt, verdummensten Wortkram setzende Pseudophilosophie“ (1839 Schopenhauer, Arthur: Die beiden Grundprobleme der Ethik)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Sie wissen, Hegel war in den letzten Zeiten ganz absolutistisch, und die öffentlichen Bewegungen fanden bei ihm den stärksten Widersinn“ (1840 Karl August Varnhagen von Ense)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Ins Ungeheuerliche wuchs seine Staatslehre mit dem Fundamentalsatz ‚Das Wirkliche ist vernünftig und alles Vernünftige ist wirklich’, womit allen Bestrebungen nach Verbesserung gegenwärtiger Zustände, vor allem nach persönlicher, sowie nach erweiterter politischer Freiheit … die Spitze abgebrochen, Begeisterung dafür als gehaltloser Schaum und kindische Großsprecherei gebranntmarkt wurde“ (1887 Förster, E.: Aus der Jugendzeit)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Dieselbe Art Mensch, die für Hegel geschwärmt hat, schwärmt heute für Wagner“ (1888 Nietzsche, Friedrich: Der Fall Wagner)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Nietzsche ist nur ungezogen, Hegel ist blasphemisch“ (Nicolás Gómez Dávila).



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Hoffmann, E. T. A.: Bamberg:
„e. t. a. hoffmann und g. w. f. hegel
deä a hodd
alla dooch sein bläddärä kobbd
deä annä hodd
undn bfoalbläddsla
än kommunismus eäfunna /
fai niggs bärümds“
(Krischker, Gerhard C.: „unnära bärümdhaidn“ in: Bambergs unbequeme Bürger, S. 106)



Philosophen: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Nürnberg:
„In Nürnberg fand ich den ehrlichen hölzernen Hegel als Rektor des Gymnasiums, er las Heldenbuch und Nibelungen und übersetzte sie sich unter dem Lesen, um sie genießen zu können, ins Griechische“ (1810 Clemens Brentano in: Koch S. 433)



Philosophen: Horkheimer, Max:
„Scholem sagt bei der Behandlung der Horkheimer-Frage: ‚Horkheimer ist ein Opportunist’ … Solang es ging, war er ein fellow-traveller mit echtem jüdischem Antisemitismus“ (1956 K. Blumenfeld)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
"Die große Klarheit, bei der großen Tiefe, ist immer sehr erfreulich. Ich würde ihn öfters sehen, wenn ich nicht noch auf poetische Momente hoffte und die Philosophie zerstört bei mir die Poesie" (Johann Wolfgang von Goethe).



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Solches geschah zu Anfang des Jahrhunderts. Herr Schelling war damals ein großer Mann. Unterdessen aber erschien Hegel auf dem philosophischen Schauplatz: Herr Schelling, welcher in den letzten Zeiten fast nichts schrieb, wurde verdunkelt, ja, er geriet in Vergessenheit und behielt nur noch eine literärhistorische Bedeutung. Die Hegelsche Philosophie war die herrschende. Hegel ward Souverän im Reiche der Geister, und der arme Schelling, ein heruntergekommener, mediatisierter Philosoph, wandelte trübselig umher unter den anderen mediatisierten Herren zu München. Da sah ich ihn einst und hätte schier Tränen vergießen können über den jammervollen Anblick. Und was er sprach, war noch das Allerjämmerlichste, es war ein neidisches Schmähen auf Hegel, der ihn süpplantiert“ (Heine, Heinrich: Die romantische Schule, III. 2. Buch)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von: Rückert, Friedrich:
„Lobgesänge auf König Ludwig II
Herr Ludewig von Bayerland
Sprach seufzend zu sich selber:
Der Sommer weicht, der Winter naht,
Das Laub wird immer gelber.
Der Schelling und der Cornelius,
Sie mögen von dannen wandern;
Dem einen erlosch im Kopf die Vernunft,
Die Phantasie dem andern …
O Schwager! Behalt den Cornelius,
Auch Schelling (dass du den Rückert
Behalten kannst, versteht sich von selbst) –
Wenn nur der Maßmann zurückkehrt!“
(Heinrich Heine)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Schelling sprach ich im Museum; er gefällt mir so wenig als die ganze verfluchte Philosophen-Horde“ (1797 Jean Paul



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Sollten Sie die Güte haben wollen, diesen Punkt, der Ihnen nicht entgehen kann, zu bedenken; und zugleich zu bedenken, wie es zuging, dass Sie ihn übersahen …, so würden Sie den wahren Idealismus bald kennen lernen, und einsehen, wie Sie mich fortdauernd missverstehen“ (1801 Johann Gottlieb Fichte)
„Übrigens habe ich nie gemeint, dass Sie etwa aus Freundschaft oder Schonung für mich etwas unterlassen sollten, was Sie zu tun Lust hätten. Ich für meine Person bin fest entschlossen, Ihrer durchaus nicht öffentlich zu erwähnen, bis entweder unsre Differenzen gehoben sind, falls sie gehoben werden können, oder Sie durch einen Angriff mich dazu nötigen … Es würde mir sehr erwünscht sein, die Korrespondenz mit Ihnen fortzusetzen; doch nur unter der Bedingung, wenn Sie sich persönlicher Beleidigungen enthalten wollen“ (1801 Johann Gottlieb Fichte)
„Die ‚Wissenschaftslehre’, ein System, welches er nie verstanden hat“ (1801 Johann Gottlieb Fichte)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Den Winter (1800) konnte man in … Schellings Hörsälen den ausgesprochensten Unsinn der Welt hören … So entdeckte man hier das Fabelland der Schellingschen Naturphilosophie“ (1801 Jakob Friedrich Fries)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Schelling wird hier von vielen Magister Dunkelhut genannt“ (1802 Karl Christian Friedrich Krause)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Fichte verachtet ihn schon als einen seichten und konfusen Kopf“ (1803 Carl Gustav von Brinkmann)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Aber so ehrlich er es sonst meint, so gebildet er ist und so sehr man seinen Charakter verehren muss, so flößt mir doch zuweilen sein ungeheurer Skeptizismus und Rationalismus Ekel ein. Er lässt wohl so ziemlich alles unter gewissen Bedingungen und Einschränkungen gelten, aber ich wüsste nichts, wofür er eine wahre und tiefe Ehrfurcht empfände“ (1820 Platen, August von: Tagebücher, S. 301)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Die Schellingsche Philosophie, die zu keinem immanenten, springenden, sondern nur zu dem hinkenden und podagristischen Unterschied des Quantums kam“ (1825 Ludwig Feuerbach)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Nichts ist lächerlicher als das reklamierte Eigentumsrecht an Ideen. Hegel hat freilich sehre viele Schellingsche Ideen zu seiner Philosophie benutzt; aber Herr Schelling hätte doch nie mit diesen Ideen etwas anzufangen gewusst“ (1836 Heine, Heinrich: Die romantische Schule)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Schelling ist Gnostiker im eigentlichen Sinne des Wortes … Ich dachte jeden Augenblick, es müsse irgend ein Ungetüm von asiatischem Gott dahergewatschelt kommen … Wer Schellings Christentum noch lieben kann, der muss ein weites Herz haben“ (1842 Jacob Burckhardt)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Er ist nicht mehr fähig, sich im reinen Denken auch nur eine kurze Zeit zu bewegen; jeden Augenblick laufen ihm die märchenhaftesten, bizarrsten Phantome über den Weg, dass die Rosse seines Gedankenwagens scheu sich bäumen und er selbst sein Ziel liegen lässt, um jenen Nebelgestalten nachzujagen“ (1842 Engels, Friedrich: Schelling und die Offenbarung)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Schelling salbadert ganz unerträglich … Ich hätte ganz und gar dumm werden können, falls ich fortgefahren hätte, Schelling zu hören“ (1842 Sören Kierkegaard)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Haben Sie jemals leereres lauwärmeres Spülwasser gesehen oder gekostet, als die Schellingsche erste Vorlesung?“ (1842 Karl Ernst Jarcke)
j=1842*



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Als Philosoph macht er völlig Bankrott. Die Beiworte ‚dumm’ und ‚jämmerlich’ werden ihm von Studenten nicht gespart. Man war auf wissenschaftliche Blöße und Schwäche gefasst, aber doch nicht auf solches Zeug … Dergleichen Erbärmlichkeit soll an der Universität herrschen, im Staate!“ (1842 Karl August Varnhagen von Ense)
„Schelling kann nichts antworten, außer Lügen, Verdrehungen, Prahlereien und Ausflüchte. Schelling hat unsere Welt hier für zu dumm gehalten, er büßt nun seinen Irrtum und Dünkel“ (1843 Karl August Varnhagen von Ense)
„Schelling ist ein bankrotter Mann, er lebt vom Indult, den ihm die bürgerliche Macht erteilt. Dass er sich in dem elenden Streite gegen Paulus an den König gewendet …, macht Schellings Sache nicht besser, und jedermann sieht die Fäulnis darin, die noch frisches Leben vorstellen soll“ (1844 Karl August Varnhagen von Ense)
„Er war so blindwütend, dass er schon lange zu sagen pflegte, das Volk müsste man mit Kartätschen zusammenschießen!“ (1848 Karl August Varnhagen von Ense)
„Sein Ehrgeiz, der gleich nach seiner Berufung nach München erwachte, hat den Philosophen in ihm langsam getötet; er wollte etwas andres, und dazu die Philosophie gebrauchen“ (1852 Karl August Varnhagen von Ense)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Schelling noch einen Philosophen zu nennen ist das Albernste, was man tun könnte … Denk Dir diese Potenzsauerei … Alles die niederträchtigste Scholastik und immer aus der Absicht heraus, Hegel so zu verballhornen, dass man nicht merkt, wie er ihn benutzt, um das verwünschte Christentum … zu konstruieren. Hegel versteht das Rhinozeros nicht“ (1842 Arnold Ruge)
„Schelling hat nie der Wahrheit, immer nur sich gedient … Schelling ist ein sekundärer Mensch, der durchaus Original sein will; … und jetzt mystifiziert er die Welt wissentlich und prahlt mit ganz nagelneuen Prinzipien, während er die allerältesten aus Bibel und Kirchenvätern vorträgt … Er ist und bleibt Dilettant und Gast an fremden Tischen, Diener vergangener Götter“ (1846 Arnold Ruge)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von:
„Alle Welt war gespannt, und als Schelling seine ersten Vorlesungen hielt, … lauschte man mit ungeduldiger Andacht auf das spezifisch Schellingsche, auf die ‚Offenbarung das Absoluten’. Statt dessen waren seine Reden ausgeblasene Eier, längst bekannte unmögliche Postulate einer phantastischen Intuition“ (1906 Lazarus, Moritz: Lebenserinnerungen)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von: Fichte, Johann Gottlieb:
„Diese ganze Sippschaft ist rein toll; man muss sie unter einander sich die Hälse brechen und toben lassen, bis sie umfallen“ (1802 Friedrich Heinrich Jacobi)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von: Fichte, Johann Gottlieb:
„In der neuesten Schule frisset, weil sie geistig und leiblich nichts zu leben haben, jeder den andern, wie jetzt Schelling Fichten, der Neuste den Neuen, jedes Geschöpf seinen Schöpfer. Wodurch die schmutzige leere Seite dieser Schule bald einfallen wird“ (1802 Jean Paul)



Philosophen: Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
„Er ist nun einmal an das Stehlen gewöhnt, und bildet sich vielleicht am Ende selbst ein, dass dieses seine Gedanken seien. Noch ekelhafter jedoch sind mir die Hegeleien. – Schwerlich werde ich von diesem Menschen je etwas wieder lesen“ (1803 Friedrich Schlegel)



Philosophen: Stirner, Max:
"Ich hab’ Mein Sach’ auf Nichts gestellt. Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein? … Gott und die Menschheit haben ihre Sache auf Nichts gestellt, auf nichts als auf Sich. Stelle Ich denn meine Sache gleichfalls auf Mich, der Ich so gut wie Gott das Nichts von allem Andern, der Ich mein Alles, der Ich der Einzige bin ... Das Göttliche ist Gottes Sache, das Menschliche Sache 'des Menschen'. Meine Sache ist weder das Göttliche noch das Menschliche, ist nicht das Wahre, Gute, Rechte, Freie usw., sondern allein das Meinige, und sie ist keine allgemeine, sondern ist - einzig, wie Ich einzig bin. Mir geht nichts über Mich!" (Stirner, Max: "Der Einzige und sein Eigentum" 1844/45)



Philosophen: Stirner, Max:
„Der hohlste und dürftigste Schädel unter den Philosophen musste die Philosophie damit ‚verenden’ lassen, dass er seine Gedankenlosigkeit als Ende der Philosophie und damit als den triumphierenden Eingang in das ‚leibhaftige’ Leben proklamierte. Seine philosophierende Gedankenlosigkeit war ja schon selbst das Ende der Philosophie, wie seine unaussprechliche Sprache das Ende aller Sprachen“ (1845 Marx, Karl: Die deutsche Ideologie)



Philosophen: Stirner, Max:
„… der Bayreuther Kaspar Schmidt alias Max Stirner, dieser Säulenheilige der schrankenlosen individuellen Entfaltung, der absoluten Freiheit eines Ichs, das die bürgerlichen Tabus (‚Gott, Gewissen, Pflichten, Gesetze …’) in den Wind bläst und sich als Todfeind einer jeden, wie immer gearteten Form des Staates und der offiziellen Moral erklärt. In seinem Werk ‚Der Einzige und sein Eigentum’ preist er ein Super-Ich, das nur sich selbst gehört und alle sozialen und politischen Bindungen verwirft, weil es insgeheim von einer großartigen Welt der Freiheit träumt“ (1971 Hagen, Friedrich: Zweimal Insel Franken, S. 61)



Philosophen: Stirner, Max:
"Tot ist das Volk! - Wohlauf ich!"
„’Meine Sache’, schreibt er, ‚ist weder das Göttliche, noch das Menschliche, sondern allein das Meinige.’ Für ihn existierte nur das isolierte Individuum. Dies erschien als eine prinzipielle Verneinung aller religiösen, ethischen, politischen, sozialen Bindungen; führte aber, im Geiste des seine eigene Vernunft gebrauchenden aufgeklärten Individuums, zum Altruismus; als fränkischer Atheist gehörte er eben zu den frommen Leuten. Auf die Frage, ob man denn am anderen keine lebendige Teilnahme haben solle, antwortete er: ‚Im Gegenteil, unzählige Genüsse kann Ich mit Freuden opfern. Unzähliges kann Ich mir zur Erhöhung seiner Lust versagen, und was Mir ohne ihn das Teuerste wäre, das kann Ich für ihn in die Schanze schlagen, mein Leben, meine Wohlfahrt, meine Freiheit. Es macht ja meine Lust und mein Glück aus, Mich an seinem Glücke und seiner Lust zu laben. Aber Mich, Mich selbst opfere Ich ihm nicht, sondern bleibe Egoist und – genieße ihn.’“ (2003 Glaser, Hermann (Hrsg.) Typisch deutsch S. 133f)



Philosophie: Zitate:
"Ich würde mich für viele Ideen begeistern, wären nicht deren Verfechter" (Karlheinz Deschner).
„Wenn Schopenhauer und Kant wirklich verstanden worden, wie wäre es möglich, dass jeden Augenblick neue philosophische Bücher entstünden!“ (Richard Wagner).
„Denken ist immer eine schlimme Sache" (Oskar Panizza).
"Nichts ist praktischer als eine gute Theorie" (Karl Eduard Rothschuh).
"In den Plan der besten Welt gehörten auch die Skorpionen" (Wilhelm Ludwig Wekhrlin).
"Das Werk eines Philosophen ist viel leichter zu verbrennen, als - zu widerlegen" (Wilhelm Ludwig Wekhrlin).
"Ideologie: Idee im Kriegszustand" (Karlheinz Deschner).
"Ein gewisses Maß an Philosophie ist nötig, um zu wissen, dass man auf sie verzichten kann" (Karlheinz Deschner).
"Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer erst am spätesten kommt" (Ludwig Feuerbach Zitat).
„Suppenküchen sind besser als Philosophie“ (Oskar Panizza).



Philosophie: Paul, Jean:
„Jean Paul war am wenigsten liebenswürdig, wenn er sich in einen philosophischen Streit einließ. Seine ganze Philosophie bestand aus einer Reihe von fixen Ideen, die er mit großer Hartnäckigkeit verteidigte. Er hatte sich Herder zum spekulativen Abgott ausersehen, und obgleich ich selbst die vielfachen Verdienste dieses Schriftstellers schätzte, so enthielt doch seine Philosophie eine so in die Quere gezogene Ansicht, dass sie, von einem Zweiten willkürlich aufgenommen und noch mehr verzerrt, völlig unausstehlich werden musste“ (1815 Henrik Steffens in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 341)



Philosophie: s. auch Philosophen



Physiker: Heisenberg, Werner:
"Heisenberg hat ein großes Quantenei gelegt" (Albert Einstein)



Pirckheimer, Willibald:
„Frommen Frauen und Jungfrauen ein schwerer, merklicher Ehrabschneider“ (in: Fränkische Klassiker, S. 224)



Pirckheimer, Willibald:
„Ich dachte aber an Dürers Grab an den Verfasser seiner Grabschrift, an Willibald Pirckheimer, mit dem Dürer befreundet war, oder es hoffte, von dem er sich protegiert glaubte und vielleicht ausgenützt war. Pirckheimer war ein Patrizier, einer der klügsten Männer seiner Zeit und seiner Stadt, ein Intellektueller, ein Egg-head und unbeliebt, der alles wusste in seiner Zeit und an allem zweifelte in seiner Zeit und die Untergänge voraussah für seine Zeit … Er war ein Genießer. Ich bin ihm nachgefahren nach Neunhof, seinem Gut, wo er die Monate der Pest verbrachte, den Plato las, Fische aus dem Bach speiste, Wild vom Feld, nachts die Sterne betrachtete mit den neuen Instrumenten und mit einer Magd ins Bett ging, einen Sohn zeugte, den er vergaß … Auch Pirckheimer fand sein Grab auf dem Johannisfriedhof, und sein Spruch lautet: ‚Die Tugend kann nicht untergehen.’ Pirckheimer, dies lesend, er hätte die dicken Lippen geschürzt, der von Dürer gekennzeichnete Kopf, in dem die Welt böse brütete, mit seinen melancholischen, seinen wissenden Augen in einem festen Gesicht mit den Wunden der Sinnlichkeit“ (1972 Wolfgang Koeppen in: Buhl, Wolfgang (Hrsg.): 7 x Nürnberg, S. 91f und in: Fürst, S. 250f)



Plastiken: Aschaffenburg:
„In dem Chor dieser Kirche, die ein Kollegiatstift ist, siehet man ein Grabmal des Stifters, welcher in der Aufschrift Otto Herzog zu Sachsen und Bruder K. Otten II. genennet wird, und 982 gestorben sein soll … Der Steinhauer muss notwendig den Namen der hier begrabenen Personen verwechselt haben. Denn K. Otto I. hatte von seiner ersten Gemahlin Edith, König Eduards von England Tochter, nur einen Sohn, den Ludolf Herzog von Schwaben, und von seiner zweiten Gemahlin Adelheid, K. Rudolphs von Burgund Tochter und K. Lotharius von Italien Witwe, auch nur einen, der ihn überlebte, nämlich seinen Nachfolger Otten II. Denn Heinrich und Bruno starben vor dem Vater, und Wilhelm, Erzbischof von Mainz, war nur sein unechter Sohn von einer adeligen Wendin. Also weiß ich nicht, wer es sein soll“ (1705 Blainville, J. de: Reisen, S. 16f)



Plastiken: Bamberg: Brücken:
„Die schiffbare Rednitz fließt in zween Armen durch die Stadt und teilt sich in drei Teile, welche durch drei Brücken zusammenhängen, unter denen diejenige, die den nördlichen Teil der Stadt mit dem mittlern vereinigt, am meisten in die Augen fällt, und mit Statuen von Heiligen besetzt ist, die aber freilich keine Meistertücke der Kunst sind“ (ca. 1780 Bernoulli, Johann: Bemerkungen auf einer Reise …, S. 127)



Plastiken: Bamberg: Dom:
„… im Raum des Doms, das allein habe ich begriffen und das hat mich ergriffen, fällt der weitoffene Blick der Königsfigur auf das Grabmal des Bischofs Friedrich von Hohenlohe, auf dieses erbärmlichste Menschenbild im Dom, auf einen todmüden, ja moribunden Kirchenfürsten, der kaum noch sein Heiliges Buch halten kann, den kaum sein Krummstab stützt, und unter dessen Gewand in jammervoll schlappem Faltenwurf man ein Skelett eher als einen Leib vermutet“ (Reinhard Baumgart o. J. in: Krischker: Irdisches … S. 158)



Plastiken: Bamberg: Dom:
„Die neuere Münchener Kunst hat recht gute Werke in dem Dom gestiftet. Zwar das bronzene Kruzifix über dem Hochaltare ist sonderbar. Christus hängt, ohne eben Schmerz zu verraten, ziemlich phlegmatisch am Kreuze, und von den Hüften herab wallt ihm ein faltiger Schurz. Hierin und darin, dass die Füße nicht durchgenagelt sind, sondern auf einem Absatze ruhen, hat der Künstler ein uraltes elfelbeinernes(!) Kruzifix nachgeahmt, welches sich auch im Dom auf einem Seitenaltare befindet, und von Heinrich aus dem Morgenlande hergeschafft sein soll. Diese Darstellungsart soll die älteste byzantinische sein; hübsch finde ich sie aber nicht“ (Immermann, Karl: Fränkische Reise Herbst 1837 (1843) Nachdr. 1980, S. 58f)



Plastiken: Bamberg: Dom:
„Die Chorschrankenfiguren sind von sehr mäßigem Verdienst, manche Motive sind sehr lahm“ (1843 Waagen, Gustav Friedrich: Kunstwerke)



Plastiken: Bamberg: Kirchen:
„Häufig trifft man in den Kirchen Heiligenbilder an, auch sehr alte hölzerne oder steinerne, die mit Farben nach der Natur angestrichen sind, und einen sehr hässlichen Anblick geben, auch zuweilen eine Maria mit dem Christuskind, bei in altmodischprächtigen, mit Gold und Silber beladenen Kleidungen eingehüllt, und mit ungeschickt großen Kronen auf dem Haupt“ (1793 Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 538)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„An einem Pfeiler sieht man den Ungarkönig zu Pferde, wie er zu seiner Taufe in die Kirche geritten sein soll. Er sieht barbarisch genug aus, doch ist das Monument schwerlich sehr alt“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 132)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„Obwohl im ganzen schwach, doch durch den lebendigen Kopf anziehend“ (1843 Waagen, Gustav Friedrich: Kunstwerke)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„… Schweigend blickt er voraus,
Kühn und gelassen,
Südwärts, der aus nordischer Frühe aufbrach -
Um die herbstlich brennenden Wälder,
Die blauen Berge des Jura
Kreist sein Adlerzug.
Wenn er heimkehrt zum Horst,
In die geliebte Stadt,
An dem Pfeiler demütig
Wache zu halten,
Preist er dich gern und gut,
Schoß der heiligen Kaiser.
Heimat nennt er dich, stolzeste
Aller Städte der Mitte!
Wo am Ufer der milden Flüsse
Rebe und Weizen,
Mark und Ehre,
Blondes Volk und mütterlich Ahnen wächst.“
(1936 Friedrich Deml „Bamberg“ in: Bamberg, eine Stätte deutscher Kultur 1936, S. 5)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„… Du bist der Herrscher, den ich suchte,
Dir will ich dienen, ohne Frage,
Nach deinem Antlitz meine Rasse bilden,
Die jähe, die verworrene. – Ergreife
Des Reiches Zügel, rufe deine Scharen,
Die Zeit ist reif, die deutsche Erde dampft,
Die Völker gären, führe uns!“
(1936 Friedrich Deml in: Bamberg, eine Stätte deutscher Kultur 1936, S. 58)
j=1936*, lj=



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„Germanisches Wesen ist dieser Reiter, in dem der Künstler ein Symbol des deutschen Menschen gibt … Unsterblich reitet der deutsche Reiter im Gotteshaus. Kein Schwert, keine Lanze trägt seine Hand. Kein Schild schützt ihn. Er lauscht. Er lauscht dem Willen Gottes. Er schaut. Er schaut, was Gott will“ (Lothar Schreyer „Der Bamberger Reiter“ in: Der Bamberger Dichterkreis 1936 – 1943. Hrsg. von Wulf Segebrecht. Bamberg 1985, S. 27)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„In Bamberg überraschte mich die Kühle meines Namenspatrons, zu dessen Standbild ich ja eigentlich gepilgert war; er, dessen Bild wohl über fast jedes jungen Deutschen Schreibtisch oder Bett hing, kam mir kalt vor, klug und tüchtig – warm wurde mir nicht bei ihm: sein Bild nahm ich, als ich wieder zu Hause war, von der Wand und steckte es in eine Schublade. Er, dieser fromme Katholik, kam mir – anders empfand ich es nicht – ‚irgendwie protestantisch’ vor …“(1936 in: Böll, Heinrich „Was soll aus dem Jungen bloß werden? Oder: Irgendetwas mit Büchern“ 1981, Nachdr. 1983, S. 89f und in: Krischker: Irdisches … S.132)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„Im herrlichen Dom stand ich dann plötzlich vor dem wohlbekannten Umriss des Bamberger Reiters, dessen Kopf in Gips unser Zeichenlehrer einst für ganze zwei Jahre im Zeichen-Saal aufgebaut hatte, auf dass wir ihn säuberlich nachkritzelten. Wer etwa einschlief oder sich mit dem Nachbarn zu unterhalten suchte, bekam einen kräftigen Schlag ins Genick. ‚Arbeite, mein Sohn!’ Ich hatte mir die Figur viel größer vorgestellt. Das Bildwerk umgab eine gespenstisch aufrechte, herrscherliche Welt“ (Fischer-Dieskau, Dietrich: Nachklang 1987, S. 143)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„Der Bamberger Reiter hat als Symbolfigur ausgedient. Warum, auf der Suche nach einer neuen, in diesem feministischen Jahrhundert nicht eine Frau nehmen, eine Gestalt, die überall zu treffen ist, im Dom und in der Oberen Pfarre, auf der Unteren Brücke und im Historischen Museum …: mit der Kaiserin Kunigunde also? (1987 Renate Schostack in: Krischker: Irdisches … S.)



Plastiken: Bamberg: Dom: Bamberger Reiter:
„Für Deutschland ritt dann der Bamberger, den Stefan George 1907 zum Sujet eines elitären Gedichts gemacht hatte, vor allem 1933 – mit größtem volksgenossenschaftlichem Erfolg. ‚Und leuchtend stehst Du da / Im Frankenland / Im Heiligtum / Im Dom / Beim Aufbruch Deines Volks, / Das hohe Sinnbild wahren Führertums. / Durch Deinen Adel der Gesinnung, / Nicht durch brutale Machtgebärde / Ziehst fest Du uns in Deinen Bann, / Du jugendlicher Held. … / Du gottgesandter Führer bist uns / Sinnbild, Ziel und Kraft. / Wir folgen Dir!’ Der Autor der Hymne, Hans Timotheus Kroeber, der auch als ideologischer Wanderprediger durch die Lande zog, meldete, dass der Jubel junger Menschen unbeschreiblich sei, wenn er den Reiter zeige. Das Originalmanuskript seines Elaborats wurde Adolf Hitler 1936 als Geschenk überreicht, was durchaus folgerichtig war: denn nicht nur in dem Gedicht, sondern im allgemeinen Verständnis erschien der Führer als Nachfolger des Reiters von Bamberg“ (2003 Glaser, Hermann: Der Berg ruft in: Typisch deutsch S. 56



Plastiken: Bayreuth:
„Vor dem Schlosse erhebt sich auf einem prunkhaften Unterbau, welchen die vier Weltteile auf Hengsten umgeben, in vergoldetem Stein das Standbild des Markgrafen Christian Ernst; die eine Hand hält den Zügel des Rosses, welches mit seinen Hufen den besiegten Türken tritt. Die Formen dieser Gruppe sind ebenso bizarr wie die Komposition, und das Monument scheint mehr den Zeiten der Barbarei anzugehören als dem 18. Jahrhundert“ (1807 Camille de Tournon in: Piontek: Bayreuth S. 80)



Plastiken: Bayreuth:
Die Markgrafen von Bayreuth, welche für die Verschönerung der Stadt gesorgt haben, und zum Teil sehr prachtliebende Herren waren, müssen sonderbare Käuze gewesen sein. Einer hat ein Opernhaus gebaut … Ein anderer hat sich selbst auf einem Platze eine Statue zu Pferde gesetzt. Er sitzt dick und groß wie ein Bierbrauer zu Ross, und nebenher läuft wie ein Pinscherhündchen sein Lieblingsprinzchen, das er auch verewigen wollte. Die ganze Geschichte ist bronziert und das Prinzchen schneidet eine gelb-grüne Miene, so dass ich laut habe lachen müssen“ (Immermann, Karl: Fränkische Reise Herbst 1837 (1843) Nachdr. 1980, S. 87f)



Plastiken: Eremitage: Fantaisie: Garten:
„Die Gärten zeigen außerordentlich malerische Partien, schöne Bäume und Massen von Felsen; aber die hässlichen Statuen und die Ruinen finden sich noch überall inmitten dieser ländlichen Natur“ (1807 Camille de Tournon in: Piontek: Bayreuth S. 81)



Plastiken: Erlangen:
„Billig wünscht man die erbärmliche Reiterstatue des Markgrafen mit den Sklaven zu seinen Füßen zu Ehren des Geschmacks hinweg, wie die Heckenlabyrinthe und Heckentheater hinweg sind, an deren Stelle man jetzt das neu erbaute Spital … erblickt“ (Karl Julius Weber).



Plastiken: Nürnberg: Lorenzkirche:
„Ein schweres Werk, das gemacht ist, nahe am Boden Platz zu finden, wo es gesehen werden kann, aus der höchsten Höhe eines Kirchengewölbes herabhängen zu lassen, ist ein höchst possierlicher Gedanken. Ein Kunstwerk, das gemacht ist, um gesehen zu werden, das gar keinen Nutzen haben kann, wenn es nicht gesehen wird, den Augen ganz zu entrücken und hoch am Gewölbe in einen Sack zu stecken, ist so äußerst ungereimt, dass ich meinen Augen kaum trauen wollte als ich sah, dass es wirklich so war“ (1781 Friedrich Nicolai in: Fürst, S. 66)



Plastiken: Nürnberg: Lorenzkirche:
„Endlich sah ich in dieser Kirche, - oder sah vielmehr nicht, - das berüchtigte Kunstwerk, welches so künstlich ist, dass man es nicht sehen darf. Es ist eine Gruppe von Figuren, den Englischen Gruß vorstellend, in ein einziges Stück Holz, 13 Fuß hoch, geschnitten und zwar 1518 von Veit Stoß. Es ist in einen großen grünen Sack versteckt, das vor dem Altar, vom Gewölbe der Kirche zur Schande von Nürnberg, ganz öffentlich herabhängt. Versteckte man den Sack doch auch!“ (1793 Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 516)



Plastiken: Nürnberg: Lorenzkirche:
„Man hatte mir viel Herrliches von dem Englischen Gruß in dieser Kirche vorgeschwatzt, so dass ich äußerst neugierig war, ihn zu sehen. Siehe, da ich nun eintrete, sehe ich diesen Gruß hoch über dem Altare, so hoch, dass ihn kein Mensch dort sehen konnte. Aber damit er durch das viele Anglotzen und Ankutzen (wie man fränkisch spricht) nicht zu viel verlieren möchte, hat man zur Vorsicht einen großen Sack darum geworfen; so muss der Teufel selbst ihn wohl ungesehen lassen“ (1798 Arndt, Ernst Moritz: Bruchstücke, S. 99f)



Plastiken: Nürnberg: Sebalduskirche:
„Man zeigte auch noch auf das Kruzifix, von Vischer aus Stein gearbeitet, und pries es mir als eines der berühmtesten Werke der Bildnerei. Das Anatomische schien auch mir wirklich trefflich, aber darüber war dem Künstler die Seele entflogen, oder hatte er sie nicht gesucht, oder auch gemeint, das tote Antlitz braucht nicht mehr das Gehäuse eines großen Bewohners zu verraten?“ (1798 Arndt, Ernst Moritz: Bruchstücke, S. 99)



Plastiken: Nürnberg: Sebalduskirche
„Ich ging zuerst in die Sebalduskirche, wo eben eine Taufe war, die mir den Eintritt offen hielt, wo ich aber weniger gern verweile, da mich das dortige geschätzte Kunstwerk, das Grab des heiligen Sebaldus, ziemlich kalt lässt“ (1820 August von Platen in: Fürst, S. 120)



Plastiken: Nürnberg: Sebalduskirche:
„Durch den Sieg des Protestantismus, glaubten wir zu erkennen, habe die Kunst den schwersten Schlag erhalten. Damit sei ein Gebiet der Seele, vielleicht die gewaltigste Sprache der Seele verstummt. Ein traditionelles, ununterbrochenes Sein weiter Seelenbereiche sei dadurch zerstört worden und so wenig mehr vorhanden, dass nicht einmal der Ausdruck ‚tot’ noch anwendbar auf ihr Nichtsein ist. So steht der taube Mensch von heut zum Beispiel vor dem stummen Sebaldusgrab“ (1898 Gerhart Hauptmann in: Radlmaier, S. 85)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
Nahe am Schlosse, einem weitläuftigen viereckigen Gebäude mit vier Pavillons, stehn vier Gruppen von Marmor, welche die Elemente vorstellen, und etwas erträglicher als die übrigen zu sein scheinen. Den Namen des Künstlers, der sich über das Mittelmäßige nicht empor schwingen konnte, habe ich nicht erfahren können“ (ca. 1780 Bernoulli, Johann: Bemerkungen auf einer Reise …, S.126)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Dieser Künstler … hatte keine Akademie besucht und Italien nicht gesehen. Man merkt dies auch an vier großen Gruppen, jede von fünf bis sechs Personen, welche die vier Elemente vorstellen und nahe am Schlosse stehen. Die Stellung der Figuren ist lebhaft und voller Geist; aber in den etwas gestreckten Figuren ist gemeine Natur ohne Ideal und die Zeichnung ist sehr unkorrekt. Man sieht jetzt im Garten von dieses Künstlers Arbeit, und überhaupt von Statuen, weiter nichts als nur bloß noch diese vier Gruppen. Etwan vier Wochen vor unsrer Ankunft hatte der jetzige Fürstbischof alle übrige Statuen 378 an der Zahl aus dem Garten wegnehmen und in besonders aufgebaute Schuppen verwahren lassen“ (1781 Nicolai, Friedrich: Beschreibung einer Reise, S. 120f)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Die meisten Statuen, die mythologisch oder etwas frei und burleske waren, und dem jetzigen Fürstbischof anstößig schienen, wurden aus dem Garten weggenommen und in Scheunen aufbewahret, wo sie unter- und übereinander liegen“ (1784 Will, Georg Andreas: Briefe über eine Reise nach Sachsen, S. 181)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Die Statuen, die da waren, und vielleicht den Menschen in seiner natürlichen Gestalt vorstellten, sind – weil sie in diesem heiligen Lande für unanständig und anstößig gehalten wurden – weggenommen und in einen besondern Ort eingeschlossen worden, wo sie auch selbst den unheiligen und ketzerischen Fremden nicht einmal auf ihr Verlangen gezeigt werden dürfen. Bigotte und dumme Menschen! Wollt ihr den Schöpfer tadeln, der die Menschen so und nicht anders schuf!“ (1789 Röder, Philipp Ludwig Hermann: Reisen, S. 4f und in: Krischker: Ich habe Bamberg … S.32)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Auch die Statuen, und nichts als Statuen, die wir hie und da in den Winkeln der Boskette fanden, überraschen und unterhalten viel zu wenig. Die vier großen Gruppen, welche am Schloss stehen, und die vier Elemente vorstellen, und der ewige Wasserfall sind unter denselben die vorzüglichsten Stücke und gewiss sehenswert, wenn gleich große Kenner der Künste verschiedenes an ihnen zu tadeln finden … Fast allgemein gibt man in Bamberg dem jetzigen Fürsten Schuld, er habe aus Bigotterie die schönsten Statuen entfernen lassen. Wir ließen uns zu dem Schuppen führen, in welchem sie aufbehalten werden, und freuten uns zum voraus, hier mehr und bessere Meisterstücke der Bildhauerkunst, vielleicht geschmackvolle Vorstellungen aus der Mythologie und Fabel anzutreffen; wir fanden aber sehr wenig Schönheiten unter ihnen“ (1784 Füssel, Johann Michael: Unser Tagbuch T. 2, S. 208, 210 und in: Krischker: Irdisches … S. 361f)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Der ganze Garten war vormals mit Statuen angefüllt; aber der letzte Fürst Franz Ludwig ließ, weil die Menge und Einförmigkeit derselben wirklich den guten Geschmack beleidigte, 378 von diesen Statuen aus dem Garten nehmen. Die übrigen, nur wenige, aber die bessern ließ man stehen. Sehr lächerlich deklamiert der Verfasser der Reisen durch das südliche Deutschland I. B. wider die Wegräumung der Statuen in dem Seehofgarten; denn er stehet in dem falschen Wahne: Diese Statuen wären darum weggeschafft worden, weil sie schlüpfrige Vorstellungen enthielten. Er ruft daher auf: ‚Bigotte und dumme Menschen! Wollt ihr den Schöpfer tadeln, der die Menschen so und nicht anders schuf?’ - Hätte sich der H. Verfasser näher erkundigt, so würde er eben so zuverlässig als ich erfahren haben, dass diese Statuen aus keiner andern Ursache wegen weggeschafft worden, als weil ihre Menge den Garten missstellte, und weil sie insgesamt von einem Meister waren, der nur sehr mittelmäßige Kunststücke geliefert hat“ (1792 Baader, Klement Alois: Reisen, S. 315 Fehlerhafter in: Krischker: Irdisches … S. 367f)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Der jetzige Fürst, der, aus eifriger Religiosität oder aus Temperament, die Vergnügungen verschmäht (daher er auch nicht leicht ein Theater in Bamberg duldet), vernachlässigte Seehof, jagt nicht und kommt gar nicht einmal heraus. Aus dem Garten, der inzwischen den Bürgern zum öffentlichen Spazierorte dient, hat er eine gewaltige Menge Statuen, die alle von einem Meister, Ferdinand Dietz waren, wegnehmen lassen. Waren sie, wie zu vermuten, alle in dem Geschmack wie die wenigen stehen gebliebenen, so verdient er Dank dafür. Denn man findet hier die allergemeinste auch nicht um ein Haar veredelte Natur, hässliche Formen, und vor allem so geschmackwidrigen Idee als ich noch nie in Stein ausgeführt sah … Die Statuen sind von auffallend schlechter Zeichnung, und völlig geschmacklos“ (1793 in: Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 556, 564)



Plastiken: Seehof: (Memmelsdorf): Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
„Erthal war es …, der aus dem weitläufigen, eine Stunde von der Stadt gelegenen Lustschloss Seehaus 378 Statuen entfernte, aus religiösen oder eigentlich mönchischen Ansichten, aber der gute Geschmack muss es ihm danken, denn mehrere Gruppen waren im Geschmack Aretins und in Attitüden, von denen im Brevier nichts geschrieben steht“ (Karl Julius Weber).
Dietz, Ferdinand: s. Tietz, Ferdinand:



Plastiken: Würzburg:
„… bei Prozessionen stößt man auch wieder auf scheußliche weibliche Larven, die Bigotterie verzerrt auf dem Land die Gestalten, und die Madonnen gleichen einer Viehmagd und die Christusbilder wahren Fleischersknechten“ (Karl Julius Weber).



Plastiken: Würzburg: Brücken:
„Eine steinerne 400 Schritte lange Brücke, mit einem Geländer von Werkstücken, vereinigt beide Teile. Zwischen jedem Bogen springen, wie auf der Brücke zu Dresden (mit der sie übrigens aber gar nicht zu vergleichen ist) halbe Zirkel heraus, in denen schlecht gearbeitete Statuen von Heiligen stehen“ (ca. 1780 Bernoulli, Johann: Bemerkungen auf einer Reise …, S. 143)



Plastiken: Würzburg: Fechenbach-Hof:
„An dem Feggenbach-Hofe ist ein elendes Basrelief von dem jetzigen Fürsten auffallend renoviert, die Empfängnis auf die skandalöseste Art vorstellend“ (1802 Ribaupierre, Karl Roger von: … sollen bayerisch werden, S. 18)



Plastiken: Würzburg: Kirchen: Neumünsterkirche:
„Wir sahen hier noch ein Stück aus dem Altertum, welches die Abnehmung Christi vom Kreuz auf eine alberne Weise vorstellet. Joseph von Arimathia hält Jesum beim Leibe. Einer von seinen Armen, der vom Kreuz losgemacht wird, fällt der Maria auf den Hals. Ein junger frischer Schmiedeknecht mit einem ledernen Schurzfell wendet alle Kräfte an, mit drei Fuß langen Zangen die Nägel, mit welchen die Füße des Heilandes an das Kreuz befestigt sind, herauszuziehen, und scheinet sehr verdrießlich zu sein, dass ihm seine Arbeit nicht glücken will“ (1705 Blainville, J. de: Reisen, S. 26)



Platen, August von: Zitate:
"Der Mensch ist der gebundendste, der seinen Leidenschaften frönt."
„Die Welt war immer so schlecht, wie sie jetzt ist.“
"Nicht Märtyrer können die Wahrheit befestigen, denn auch der Irrtum hat seine Märtyrer."
"Das Glück, wenn's wirklich kommt, ertragen, ist keines Menschen, wäre Gottes Sache."



Platen, August von:
„Iliaden, Odysseen
Kündigst du uns prahlend an,
Und wir sollen in dir sehen
Deutscher Zukunft größten Mann.
Eine große Tat in Worten,
Die du einst zu tun gedenkst! –
Oh, ich kenne solche Sorten
Geist’ger Schuldenmacher längst.
Hier ist Rhodus, komm und zeige
Deine Kunst, hier wird getanzt!
Oder trolle dich und schweige,
Wenn du heut nicht tanzen kannst.
Wahre Prinzen aus Genieland
Zahlen bar, was sie verzehrt,
Schiller, Goethe, Lessing, Wieland
Haben nie Kredit begehrt.
Wollten keine Ovationen
Von dem Publiko auf Pump,
Keine Vorschuss-Lorbeerkronen,
Rühmten sich nicht keck und plump.
Tot ist längst der alte Junker,
Doch sein Same lebt noch heut –
Oh, ich kenn das Geflunker
Künftiger Unsterblichkeit.
Das sind Platens echte Kinder,
Echtes Platenidenblut –
Meine teuern Hallermünder,
Oh, ich kenn euch gar zu gut!“
(Heine, Heinrich: Plateniden)



Platen, August von:
„ … wenn der Graf Platen noch so hübsch in den Ghaselen seine schaukelnden Balancierkünste treibt, wenn er in seinen Oden noch so vortrefflich den Eiertanz exekutiert, ja, wenn er, in seinen Lustspielen, sich auf den Kopf stellt – so ist er doch kein Dichter. Er ist kein Dichter, sagt sogar die undankbare männliche Jugend, die er so zärtlich besingt. Er ist kein Dichter, sagen die Frauen … Wie ein keifendes Weib, gießt er ganze Blumentöpfe von Schimpfreden auf die Häupter der deutschen Dichter. Ich will dem Grafen herzlich gern seinen Groll verzeihen, aber er hätte doch einige Rücksichten beobachten müssen. Er hätte wenigstens das Geschlecht in uns ehren sollen, da wir keine Weiber sind, sondern Männer, und folglich zu einem Geschlechte gehören, das nach seiner Meinung das schöne Geschlecht ist, und das er so sehr liebt“ (Heine, Heinrich: Die Bäder von Lucca)



Platen, August von:
„Die Vorfahren dieser Dichter sind die Romantiker … Ein schwacher Mystizismus (Novalis), nicht urgewaltig wie Böhmes, wird empfunden. Dazu kommt Platen, mit seinem Formenkultus. Man hört die Türen alter Burgen gehen, es werden Läden geöffnet – aber nicht Fenster -, man riecht Staub und Moder, man sieht stehende Tümpel etc., etc., alte Waffen … kurz, der Romantikerhausrat ist zu Ehren gebracht.“
(1897 Hauptmann, Gerhart: Tagebücher 1897 bis 1905. 1987, S. 77f)



Platen, August von:
„Platens Gedichte liefen mir zufällig in die Hände und ich durchblätterte sie mit kalter Bewunderung. Der Mann ist zu eitel, um einer weniger göttlichen Natur, als er eine ist, zu Herzen sprechen zu können“ (Wedekind, Frank)



Platen, August von: Ansbach:
„Hier entspross
August Graf von Platen Hallermünde
Die Tulpe des Deutschen
Dichtergartens.
Die Tulpe? Wer war dann die Rose?
Das Veilchen? Der Phlox? Die Mimose?
Die Lilie? Die Dahlie? Der Krokus?
Und wie hieß der Gärtner? Gott Jocus?“
(Gernhardt, Robert: Ein Gespräch im Hotel ‚Schwarzer Bock’, Ansbach 1993 in: Gedichte 1954 – 1997 Verm. Neuausg. 1999, S. 351)



Platen, August von: Werk:
„Platen ist der frostigste
Aller deutschen Dichter;
Selbst vielleicht der rostigste
Gelt’ ich manchem Richter:
Goethe bleibt der mostigste
Mir von dem Gelichter.“
(in: Rückert, Friedrich, S. 37)



Politik: Zitate:
„Die Kunst, für viele möglichst wenig und für wenige möglichst viel zu tun“ (Karlheinz Deschner).
„Auf dem Gebiet, das die höchste Nüchternheit verlangt, nämlich in der Politik, pflegen sich die größten Leidenschaften auszutoben“ (Sigmund Graff).
„Die Kunst, sich zu seinen Absichten drängen zu lassen“ (Graff).
„Ein Krippenspiel, bei dem kein Heiliger mitwirkt, aber viele Andächtige zusehen“ (Graff).
"Was der Mensch vermag, erleben wir am tiefsten in der Kunst, am deutlichsten in der Technik und am beschämendsten in der Politik" (Graff).
„Berufspolitiker, ein Mensch ohne Beruf“ (Hans Magnus Enzensberger).
„Demokratie ist die Kunst, dem Volk im Namen des Volkes feierlich das Fell über die Ohren zu ziehen“ (Karlheinz Deschner).
"Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen" (Ludwig Erhard).
"Ich kann nur warnen zu glauben, Politik bestehe darin, sich jeden Tag etwas Neues einfallen zu lassen" (Erhard).
“Wenn wir den Wohlstand geschafft haben, werden wir auch mit seinen Folgen schon fertig“ (Erhard).



Politik: Zitate:
„Das Angenehme am Berühmtsein ist, dass die Leute glauben, es sei ihre Schuld, wenn du sie langweilst“ (Henry Kissinger).
(Machtbewusstsein:) "fast schon ein sexuelles Gefühl" (Kissinger).
"Ich glaube ..., dass man eine politische Bewegung nie nach den Zielen beurteilen darf, die sie laut verkündet und vielleicht auch wirklich anstrebt, sondern nur nach den Mitteln, die sie zu ihrer Verwirklichung einsetzt" (Werner Heisenberg).
"Das Typische des Politikers ist nicht, dass er eine Partei vertritt, sondern dass er jede vertreten könnte" (Karlheinz Deschner).
"Hinter dem Geschäft der Politik steht nichts als die Politik des Geschäfts" (Deschner).
„Zu den wenigen Vorzügen der Diktatur gehört es, dass sie den Freiheitssinn lebendig erhält“ (Sigmund Graff).



Politik:
„Wenn zum Teufel der Papst jetzt geht, von dem er gekommen,
Östreich, Deutschlands Alp, ab uns zu wälzen gelingt:
Mag sich erheben ein neues Italien unter Savoyen,
Ein deutscheiniges Reich unter dem Preußischen Aar.“
(in: Rückert, Friedrich, S. 62)



Politik: s. auch Politiker



Politiker: Dehler, Thomas:
„Im politischen Raum viel Unfrohes, weil Dehler sich immerfort aufspielen muss, ungeduldig um Wirkung und nicht spürend, dass er draußen Unruhe und Ungewissheit schafft.“
„Dehler hat wieder unbeherrschte Eskapaden in seinen Reden gemacht und der Kanzler, psychologisch verständlich, aber taktisch unbedacht, schroff reagiert durch einen Brief, dass es jetzt viel Wirbel geben wird, Koalitionskrise? Ich ließ Dehler für morgen zu mir bitten, weiß nicht ob er kommt, rechne aber nicht mit Wirkung. Er ist in seine rednerischen Entgleisungen verliebt, die dann von der Presse immer entstellt wiedergegeben werden; ich riet ihm schon vor einem Jahr, seinen Reden immer sofort die Berichtigungen mitzugeben.“
„’Politischer Musikant ohne Gehör’.“
„Dehler ist freilich liebenswert, … doch rein emotionell, besäuft sich am Beifall und hat fast immer etwas anderes gesagt, als was nachher in der Zeitung steht … Hassliebe zu Adenauer; katholischer Freimaurer – also einiges verquer.“
„Der Kanzler war 1 ½ Stunden da: außenpolitische Ungewissheiten, Zuspitzung der Aussprache mit der FDP wegen erneuter Dehler-Eskapaden; er hält den Th. D. für sehr klug, ihn überschätzend …“
(1955 Heuss, Theodor: Tagebuchbriefe, S. 99f, 109f, 113)



Politiker: Dehler, Thomas:
„ … er ist leider ziemlich schwankend in seine Entscheidungen, die dann doch keine sind.“
„Dehler hat leider in Stuttgart eine Rede gehalten, die gegen Ad. aber auch gegen mich unfair, weil völlig zwielichtig im Ausdruck war … Dehler hält Reden wie ein Logenbruder sie halt produziert …“
„Die maßlose Rede von D. in Hamburg, die eine Demarche der Kurie ausgelöst hat, musste für mein Gefühl all derlei wieder auslöschen; man weiß bei D. aber nie, ob das rednerische Besoffenheit ist oder zweckhafte Taktik …“
„Dehler ist in der Art, wie er vorging, ein Esel – er ist übrigens Katholik und Freimaurer und erzählte kürzlich, dass er vor einer Freiburger Versammlung im Münster gebetet habe, was mir, vom Geschmacklichen her, zu primitive Demagogie ist.“
„Er schwätzt zu viel …“
(1956 Heuss, Theodor: Tagebuchbriefe, S. 147, 151, 164f, 189)



Politiker: Dehler, Thomas:
„Zu viele flache Köpfe. Dehler, der kein flacher Kopf ist, zu unbeherrscht und nicht von den Logen-Banalitäten frei.“
(1957 Heuss, Theodor: Tagebuchbriefe, S. 262)



Politiker: Dehler, Thomas:
„Dehler muss schrecklich gewesen sein, für die Mehrzahl der eigenen Leute, Parsifal als Amokläufer – das Politikum von Gewicht ist dies, ob angebliche oder tatsächliche Kabinettsberatungen, die sechs Jahre zurückliegen und ihrer Natur nach vertraulich sind, zur polemischen Argumentation benutzt werden dürfen. Solche persönlichen Rachefeldzüge sind etwas Scheußliches.“
„In München haben sie aus Vorsicht Th. Dehler überhaupt nicht mehr reden lassen – es gibt dort zu viele Porzellanläden.“
(1958 Heuss, Theodor: Tagebuchbriefe, S. 305, 368)



Politiker: Dehler, Thomas:
„Dehler hat es, mit seiner sinnlosen Klage vor dem Zürcher Bezirksgericht, glücklich erreicht, dass ihn politisch niemand mehr ernst nimmt.“
„Man ließ Dehler wieder aufs Seil, ein Drittel seiner Rede sei Schimpfen auf die Katholische Kirche gewesen; das ist so, wenn man gleichzeitig Katholik und Freimaurer ist, der entsprechende Stil.“
(1959 Heuss, Theodor: Tagebuchbriefe, S. 414, 436)



Politiker: Dehler, Thomas:
„Ob man Dehler für den eben gestorbenen Max Becker als Vizepräsidenten vorschlagen soll? Ich bejahte, weil darin ein Zwang zur Selbsterziehung.“
(1960 Heuss, Theodor: Tagebuchbriefe, S. 478)



Politiker: Dehler, Thomas:
„Der aus Lichtenfels stammende Begründer der FDP in Bayern und 1949 erster Justizminister der Bundesrepublik unter Konrad Adenauer, den er erst glühend verehrte, dann leidenschaftlich bekämpfte, galt als provozierend scharfzüngiger Rhetoriker, aber auch als sprunghaft und unberechenbar; er trug den Spottnamen ‚Entgleisungsminister’; einmal, so notierte es ein Staatsekretär, wollte er den ganzen Verfassungsgerichtshof eigenhändig in die Luft sprengen. Er hielt Reden mit Schaum vor dem Mund, bestach jedoch gleichermaßen durch Präzision wie moralische Integrität. ‚Parsifal als Amokläufer’ …“ (2003 Glaser, Hermann (Hrsg.) Typisch deutsch S. 131)



Polizei: Zitate:
„Die Polizeibeamten sitzen als Katzen vor dem gebärenden Berge und passen auf eine - Maus; und nicht einmal diese kommt" (Jean Paul).



Polizei: Coburg: s. auch Musäus, Johann Karl



Polizei: Erlangen:
„Die Polizei der Stadt muss ich doch auch berühren, aber leider! weiß ich nichts davon zu sagen, als dass sie über alle Beschreibung schlecht ist“ (1792 Rebmann, Georg Friedrich: Briefe über Erlangen, Teil 1, S. 143)



Polizei: Muggendorf: Gasthaus: Höhle:
„Weit großartiger als die Schönsteiner ist die Rosenmüller-Höhle unweit Muggendorf, obgleich man auch in ihr an einer Stelle wie ein Wurm und noch obendrein durch Wasser kriechen muss, wenn man das Allerheiligste erreichen will … Hier am äußersten Ende der Höhle schrieb ich meinen wirklichen Namen neben vielen andern ein, worauf ich jeden etwanigen Leser dieses aufmerksam mache – in das Fremdenbuch im Gasthofe aber einen falschen, denn diese immer mehr überhand nehmenden polizeilich-inquisitorischen Quälereien sind mir ein Gräuel und ich mache ihnen gern ein X für ein U“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 163f)



Pommersfelden:
„Die Kapelle ist in Ansehung des übrigen Prachtes, der allenthalben hervorleuchtet, und welchen die Römisch-Katholischen insbesondere ihren Kirchen zu geben pflegen, nicht schön genug“ (1730 Keyßler, Johann Georg: Fortsetzung Neuester Reisen, S. 1176)



Pommersfelden:
„Pommersfelden ist in großes Gebäude, dessen Mittelbau von den Flügeln getrennt ist; dieser Mittelbau hat vier Nebenflügel; er ist viereckig und sieht von weitem wie eine Steinmasse aus. Nach außen weist er viele Fehler auf … Erst steigt man fünf bis sechs Stufen empor, um durch ein schmales und schwerfälliges Tor zu kommen, das den Bau sehr verunziert; man gelangt nun zu einer prachtvollen Treppe … Diese Treppe führt zu einer großen Vorhalle mit einem marmornen Fußboden, und man betritt von hier aus einen goldverzierten Saal. Hier hängen Bilder der größten Meister, wie Rubens, Guido Reni und Paolo Veronese. Die Ausschmückung selbst gefiel mir zwar nicht. Sie war mehr die einer Kapelle als die eines Saales, und es fehlte jene edle Architektur, die die Pracht mit dem Geschmack vereint“ (Wilhelmine von Bayreuth: Memoiren, S. 463)



Pommersfelden:
„Der große Saal … geht durch das zweite und dritte Geschoß und wird oben von Ochsenaugen erleuchtet. Dieser Saal ist in seinen Verhältnissen edel und schön. Nur ist zu beklagen, dass die architektonische Verzierung nicht in reinem Geschmacke, sonder ganz widersinnig ist“ (1781 Nicolai, Friedrich: Beschreibung einer Reise, S. 153)



Pommersfelden:
„Die Fassade des Schlosses verliert dadurch, dass es kein Portal, sondern nur drei, oben runde, eiserne Gittertüren hat, - und der Vorsprung zu weit hervorspringend, zu schmal und zu hoch ist, und an den zwei Ecken abgerundet ist“ (1793 Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 571f)



Pommersfelden:
„Einige Posten von Bamberg hat ein Graf Schönborn, ehemaliger Fürstbischof, in einer öden und unfruchtbaren Gegend eine traurige Sandsteppe, auf der nur kümmerlich verkrüppelte Bäume wachsen, mit Mauern umgeben und innerhalb dieses Bezirks einen enormen Palast aus Quadern mit königlicher Pracht aufbauen lassen. Obgleich der jetzige Besitzer ihn zu erhalten gezwungen ist, so hat er doch schon ein delabriertes und verlassenes Ansehen. Wie Schade, dass so viele Dinge in der Welt am unrechten Platze sind, und Menschen auch!“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 201)



Pommersfelden:
„Ein dummer langweiliger Tag … Draußen stand die Hausverwalterin und sagte: Der Herr Graf haben sich sehr gefreut, Ihren Namen im Fremdenbuch zu finden; Sie sagten, Sie kennten Sie schon nach Ihren Schriften. Ich versetzte: Wenn mir der Herr Graf erlauben will, ihm meine Aufwartung zu machen, so melden Sie mich bei ihm an. – Gott bewahre, sagte die Hausverwalterin, und trat drei Schritte zurück, - das darf ich nicht; da würde ich übel ankommen! – Nun riss mir der Geduldsfaden, und ich sagte ihr, in der Voraussetzung, dass sie kein Französisch verstehe, mit höflichem Ton: Que le diable vous emporte: Mein Gedanke war richtig gewesen. Sie machte mir, sich durch die französische Anrede sehr geehrt fühlend, eine tiefe Verbeugung und erwiderte: Qui, Monsieur. – so schieden wir“ (Immermann, Karl: Fränkische Reise Herbst 1837 (1843) Nachdr. 1980, S. 65f)



Pornographie:
„Ich blieb einige Zeit in Bamberg, und hatte bald wieder eine Anzahl junger Mädchen und Weiber an mich gelockt, mit denen ich die üppigsten Buhlereien trieb. In den Nonnenklöstern war ich so einheimisch, dass ich alle Nonnen genau kannte, und mich des Genusses einer jeden zu rühmen hatte. Ich war noch nicht völlige vier Monate in der Stadt, als wenigstens zwölf bis dreizehn meiner Geliebten mir entdeckten, von mir schwanger zu sein, und Rat verlangten … Einigen, die sich zu sehr vor der Schande fürchteten, gab ich Abtreibungsmittel. Sie wirkten so, wie bei Marianen, wenigsten sieben richtete ich auf diese Art hin, und den Nonnen, die mir ihre Schwangerschaft gestanden hatten, gab ich unter dem Titel eines abtreibenden Mittels wirkliches Gift. – In Zeit von acht Wochen hatte ich über funfzehn Weiber, Nonnen und Bürgermädchen auf diese Art hingerichtet.“
„Der Spessart und Odenwald waren die gewöhnlichen Tummelplätze unserer Kunst, und finstre Zeugen unsrer schwarzen Taten … Bekamen wir Mädchen oder schöne Weiber in unsere Klauen, so wurden sie gemeiniglich von der ganzen Bande, deren Kern wenigstens sich meistenteils hier versammelt hielt, und ihrem Anhange so lange gebraucht, bis sie den Geist aufgaben. War sie schön, so suchten wir sie zu erhalten, schonten sie, gaben ihr auch wohl Kraftbrühen, Wein und Braten, um sie zu stärken. War sie aber schwanger, so wurde sie entweder vollends zu Tode geschändet, oder, wenn wir ihrer überdrüssig waren, mit dem Dolche im Keller abgetan. Selten blieb indessen auch das schönste Mädchen über drei Tage leben, wir machten die mehrsten in den ersten vierundzwanzig Stunden kaputt … Wie manches zarte Fräulein hauchte unter der wilden Lust unserer Mordbrenner ihren Geist aus! – Der Keller lag so voller Kadaver, dass sich Knochenberge in die Höhe schichteten … Schöne kraftvolle Jünglinge stachen wir methodisch ab, und die Mädchen, die wir genossen hatten, wurden gebraten und verzehrt.“
(1805 Arnold, Ignaz Ferdinand: Der schwarze Jonas, Kapuziner, Räuber und Mordbrenner. Nachdr. 1972, S. 201ff, 246, 248f)



Pornographie:
„Liebster Herr Major! Nun hab’ ich Casanova gelesen, und allerdings viel Scandala gefunden, doch eben nichts einzelnes, was ich besonders wegwünschte. Das ganze Buch ist eben, laut Vorrede, nicht für Knaben und Mädchen geschrieben; in seiner Art ein merkwürdiges Bekenntnis, dem die Vollständigkeit und bis ans Freche grenzende Aufrichtigkeit wesentlich eigentümlich ist. Doch werde ich im nächsten Brief an Brockhaus Ihre aus so ehrwürdiger Gesinnung entspringenden Ausstellungen vortragen“ (1822 Rückert an Christian Frhr. von Truchseß in: Rückert, Friedrich: Briefe Bd. 1, 1977, S. 251)



Pornographie: Sammlung: Streicher, Julius:
„Nürnberg 1. Nov. (DANA) – Im Nürnberger Stürmer-Gebäude wurde die ‚Julius-Streicher-Sammlung’ gefunden, die größte Bibliothek pornographischer Bilder und Bücher, die je auf der Welt zusammengetragen wurde. Sie umfasst tausende von Bildern, über deren Inhalt die Militärregierung äußert, dass es einfach unvorstellbar sei, was der Herausgeber des Stürmer gesammelt hätte“ (1945 DANA in: Radlmaier, Steffen (Hrsg.): Der Nürnberger Lernprozess, S. 25)



Post:
„Im übrigen muss man aber hier wie überall in Deutschland, Geld nach allen Seiten ausstreuen, wobei man noch obenein in jedem neue Reiche und Fürstentume neue Stänkerei hatte, ehe man die tausendfach verschiedenen Münzarten und Rechnungsweisen verstehen lernte. Auf einer gewissen Poststation mussten wir herzlich lachen, als sich, während wir in der Stube saßen und auf Vorspannpferde warteten, draußen ein Zank zwischen B***s Diener und einem Manne erhob, der durchaus den Wagen schmieren wollte, was der Diener für gänzlich überflüssig erklärte. Als Hjort hinausging, um Frieden zu stiften, wandte sich der Klagende mit sehr ernstem Gesichte, in welchem man deutlich die tiefste Überzeugung von der Gerechtigkeit seiner Sache lesen konnte, mit folgenden Worten an ihn: ‚Sehen Sie, mein Herr’! Schmiergeld ist mein Fach, ist es nun einmal, sag’ ich, und nun darf ich nicht schmieren! Ist das billig? Jeder tut als ein redlicher Bürger, was seines Amtes ist! Der Teufel hole die Leute, die kein Fach haben“ (1817 Atterbom, Per Daniel Amadeus: Reisebilder, S. 117f)



Post: Hollfeld:
„Gasthäuser und Postwesen sind schlecht. In Hohlfeld musste ich in einer schmutzigen und noch obendrein, trotz der heißen Witterung, wie eine wendische Bauernhütte geheizten Stube, drei Stunden auf Pferde warten. Als ich endlich dem Posthalter meine Indignation in den stärksten Worten ausdrückte und ihn frug, ob er mich zwingen wolle, die Nacht hier zu bleiben, antwortete er, bedächtig eine Prise nehmend: ‚Ja, Sie haben eine großen Fehler begangen.’ ‚Was’, rief ich, ,ich habe einen Fehler begangen?’ ‚Allerdings, Sie sollten einen Kurier oder einen Laufzettel haben voran gehen lassen.’ ‚Also ohne dies bleibt man gesetzlich beim Posthalter liegen, solange es ihm gefällt.’ ‚So ist es.’“ (1834 Pückler-Muskau, Hermann von: Vorletzter Weltgang, S. 109f)



Postkutsche: Coburg – Bamberg:
„Wider mein Vermuten machte ich die sechs Meilen bis nach Bamberg auf der Landkutsche, einem fürchterlichen Fuhrwerke, in der Gestalt eines großen Kasten, darinnen wohl zehn Personen eingeschlossen werden können“ (1770 Meyer, Andreas: Briefe eines jungen Reisenden, S. 200)



Postkutsche: Gemünden – Bad Kissingen:
„In Gemünden um 2 Uhr. Von dort in einem Marterkasten nach Kissingen. Ankft 9 Uhr. Ein komischer Herr, der dem Kutscher des Marterkastens alle Grobheiten gesagt hatte, stieg unterwegs aus “ (1867 Ebner-Eschenbach, Marie von: Tagebücher I, 1862 – 1869. 1989, S. 188)



Postkutsche: Nürnberg: (Umgebung):
„Um halb 2 Uhr fuhr ich nach Bamberg ab, mit mir im Wagen saß, die Kinder auf die Erwachsenen und die Hunde auf die Kinder gepresst, eine reisende Künstler-Familie. Der Vater war gemein in Manieren und Unterhaltung und freute sich über den vielen Tabak, den man bei Nürnberg angepflanzt sah. Die Söhne, von denen einer ein verquollenes Auge hatte, standen ein paar Stufen höher, die kleineren Knaben, die Wunderkinder der Konzerte, waren leidlich. Schlecht verhehlter Zwist unter allen, unterwegs wurde ein grobes Brot verzehrt und dabei gegen mich weidlich geprahlt … Zwei Stunden vor Coburg traf ich einen leeren Postwagen, der mich um ein Billiges aufnahm … Ein Wägelchen, auf dem man kaum sitzen konnte; schneidende Kälte; ohne Mantel, mit nassen Stiefeln,; eine wahre Tortur. Mehr fast, als ich selbst, dauerte mich mein armes Hündchen, das ich vergebens auf meinem Schoß zu erwärmen suchte; vom Laufen waren ihm die kleinen Füße wund und blutig, es war so erkältet, dass es fast jede Minute Wasser lassen musste; auf dem Wagen erfror es“ (1839 Hebbel, Friedrich: Durch Irren zum Glück. Tagebuchblätter o. J., S. 70)



Pottenstein:
"Wo liegt denn Pott'nstaa?
Pott'nstaa liegt im Teich;
wenn sa Herdla Ent'n haa,
maana s, sie senn scho reich."
"Die Pottensteiner Maala,
die dürf'n sich net prahl'n,
die können ja ihr'n Reichtum
im Fingerhut zertaaln."
(Seidl, Helmut A.: Nürnberger Tand S. 142)



Predigt: Zitate:
„Eine langweilige Rede von einer Kanzel, welche in der Kirche gehalten, die Wirkung eines Schlaftrunks haben muss“ (Christian August Vulpius).



Predigt: Roth:
„Durch eine sandige Gegend, wo auch die Landstraße nur teilweise gemacht ist – kam ich nach dem saubern Städtchen Roth. Hier hörte ich den Prediger einer ziemlich wässerigen Predigt sein Unser Vater, Dein Wille geschehe, unser tägliches Brot herdeklamieren … (1817 Schmeller, Johann Andreas, S. 105)



Prostitution: Erlangen:
„Dass endlich auch an öffentlichen Huren kein Mangel ist, können Sie bei einer Stadt, wo eine Akademie und Garnison ist, sich leicht denken. In den Adern der meisten von diesen niedrigen Kreaturen schleicht ein verborgenes Gift, fähig ganze Generationen zu verderben, und um so gefährlicher, da manche davon äußerlich noch ganz hübsch aussehen. Solche Huren kommen auch nie wieder von ihrem Lebenswandel ab, da tierisches Bedürfnis und Hunger sie zur Fortsetzung ihres schändlichen Gewerbes anspornen“ (1792 Rebmann, Georg Friedrich: Briefe über Erlangen, Teil 1, S. 108f)



Protestantismus: Fest:
„Farbige Heiligenfeste, die streicht ihr aus im Kalender,
Gebt uns Bußbetfast-Tage, die grauen dafür.
Also habt ihr im Eifer das Kind mit dem Bade verschüttet;
Das macht nun zum Teil unsere Kirchen so leer.“
(in: Rückert, Friedrich, S. 91)



Prostitution: Nürnberg:
„’Die große Zeit für die Huren in Nürnberg waren die Reichsparteitage. Das war immer ein großes Geschäft’, sagte sie. ‚Die Nazis kamen aus ganz Deutschland. Vor den Häusern hatte sie SS-Leute aufgestellt, damit kein Parteimitglied in Uniform hereinkam. Das war streng verboten. Natürlich kamen sie doch, sie liehen sich einfach Zivilkleidung aus. Sie blieben meistens ein paar Wochen in der Stadt, und manche kamen mehrmals. Die einfachen Parteimitglieder konnten natürlich nicht kommen, sie waren zu beschäftigt mit Berichten, Aufmärschen, Exerzieren, Paraden. Aber viele von den Größen kamen, sogar in Uniform. Wie immer in der Partei wurden für die Oberen Ausnahmen gemacht.’“ (1945 Stern, James: Die unsichtbaren Trümmer, S. 270f)



Prozession: Bamberg:
„Der gar widrige Ton, mit welchem eine so große Menge Volks ein ewiges Einerlei, das Ave, herbetet, tut erschröcklich wehe, und ich begreife kaum, wie Leute, die das Ohr allererst mit den lieblichsten Musiken gefüllet haben, denselben ertragen und mitmachen können. Überhaupt wünschte ich, dass dergleichen Prozessionen, wenn sie nicht abgeschaffet werden können, erbaulicher, stiller und der Würde der Religion angemessner gehalten würden“ (1784 Will, Georg Andreas: Briefe über eine Reise nach Sachsen, S. 188 und in: Predelli S. 84f)



Prozession: Bamberg:
„Diese Prozessionen sind übrigens die einzigen, die alle Jahre in Bamberg gehalten werden; ehemals waren sie noch weit größer, aber auch tumultuarischer, da die ganze Bürgerschaft, nicht bloß ein kleiner Teil, wie jetzt, mit auszog. Auch fingen schon in der Nacht vorher immer die ausgelassensten Trinkgelage und der wildeste Lärm an. Allein seit etwa zehn Jahren ist dieser Unfug durch Verordnungen sehr gemindert … Die Prozession ging mit bloßem Haupte: ich grüßte sie, wie jeder Vorübergehende; allein da ich weiter neben ihr herging, und den Hut wieder aufgesetzt hatte, fing endlich einer der Bürger sehr unwillig und ernstlich an: ‚So ein Spitzbube! Vor einer Prozession nicht einmal den Hut abzunehmen!’ Ich verwunderte mich; zog ihn ab und ging ganz ruhig mit bloßem Kopfe nebenher“ (1793 Wackenroder, Wilhelm Heinrich, S. 522, 536)



Prozession: Miltenberg:
„Fronleichnam … Wir sehn von unsern Fenstern aus die Prozession. Gerade vorm Haus macht sie halt und wird gebetet und gesungen. Ein Feldgrauer trägt eine himmelblaue Fahne, auf der steht: Deutsche Heimat. Etwa 20 Graue, zum Teil an Stöcken, gehn im Zuge mit. Einer, ein schöner, großer, blonder Mensch, hat ein Nervenleiden. Er schüttelt dauernd mit dem Kopf und macht den Eindruck, als hielte er das Ganze kaum aus“ (1916 Kollwitz, Käthe: Die Tagebücher, S. 251)



Prozession: Würzburg:
„Ich hatte Gelegenheit, eine große Prozession hier zu sehen, in der ich, die offiziellen Männer ausgenommen, die ihr beiwohnen mussten, auch nicht eine einzige Person bemerkte, deren Kleidung oder Ansehen sich über die niedern Stände erhob. Daraus können Sie ungefähr schließen, in welchem Werte zu Würzburg die Prozessionen stehen“ (1799 Küttner, Carl Gottlob: Reise durch Deutschland …, S. 375)



Prozession: Würzburg:
„In kurzem wird hier eine Prozession sein, zur Niederschlagung der Feinde, und, wie es heißt, ‚zur Ausrottung aller Ketzer’. Also auch zu Deiner und meiner Ausrottung“ (1800 Kleist Bd. 2, S. 556



Prügelstrafe: Paul, Jean:
„Wir durften alles sagen, sogar jeden Spaß über den Vater zu ihm selber. Seine Strafen gegen uns Mädchen waren mehr passiv als aktiv; sie bestanden in Verweigern oder in einem Strafwort; unser Bruder aber, der aus Knabenscham sein Herz nicht mit den Händen bedeckte, sondern mit den Fäusten und mit diesen oft uns, wurde zuweilen geschlagen. Der Vater sagte dann: ‚Max, heute Nachmittag um drei kommst du zu mir, da kriegst du deine Prügel.’ Er kam pünktlich und litt sie ohne einen Laut“ (Tochter Emma in: Paul, Jean: Ein Lebensroman in Briefen, S. 306)



Prügelstrafe: Wagner, Cosima:
„Bei Tisch ein trüber Vorfall: Fidi benimmt sich schlecht gegen seinen Vater; der entsetzliche Gedanke, dass er dessen unwürdig werden könnte, bemächtigt sich meiner, und anstatt dass dieser sich gegen mich wende in tiefer resignierter Erkenntnis der Daseins-Schuld, wendet er sich gegen das Kind, ich schlage es und so heftig, dass es Beulen davonträgt“ (1878 Wagner, Cosima: Die Tagebücher Bd. 3, S. 143)



Prügelstrafe: Waltershausen:
„Dass mein Zögling bei einer mittelmäßigen Naturanlage noch im höchsten Grade unwissend war, als ich seine Bildung begann, war freilich nicht angenehm, doch eben kein Grund, seine Bildung nicht alles Ernstes vorzunehmen, und ich tat dies, wie Gott mein Zeuge ist, wie auch seine Eltern es erkennen, mit aller Gewissenhaftigkeit, nach meiner besten Einsicht. Dass aber eine gänzliche Unempfindlichkeit für alle vernünftige Lehre, womit ich auf seine verwilderte Natur wirken wollte, in ihm war, dass hier weder ein ernstes Wort Achtung, noch ein freundliches Anhänglichkeit ans Gute hervorbrachte, war für mich freilich eine bittere Entdeckung. Ich suchte die Ursache dieser beinahe fortdauernden Verstocktheit in der Prügelmethode, welche vor meiner Ankunft allem nach bis zum höchsten Exzess gegen ihn ausgeübt wurde“ (1795 Hölderlin, Friedrich: Sämtliche Werke und Briefe Bd. 2. 1970, S. 580)



Psychoanalyse: Gebsattel, Victor von:
„Ich begann nicht. Ich war wie betäubt. Ich dachte nicht ans Vorankommen. Meine Familie war tot. Unser Haus zerstört. Berlin war verbrannt. Ich sollte jetzt leben und konnte doch nicht. Ich spürte, es geht nicht. So kannst du nicht leben. Ich sah die ersten Filme aus den Lagern: Bergen-Belsen und Auschwitz. Zum ersten Mal hörte ich diese Namen. Ich spürte: Das betrifft auch dich. Damals nach einem etwas törichten Selbstmordversuch, bin ich dann in seine Hände gekommen. Im Januar ´46 war das … Ich will hier nur sagen: Dieser Dr. von Gebsattel hat mich in seinem Sanatorium in eine waschechte Psychoanalyse genommen … Von einer geglückten Analyse kann jedenfalls nicht die Rede sein. Er war ein genialischer Theoretiker. Die praktische Kleinarbeit war seine Stärke nicht. Ich glaube, in meinem Fall hat er so ziemlich alles falsch gemacht, was überhaupt möglich war“ (Krüger, Horst: Kennst du das Land, S. 215f)




Bibliographie



Palm, (Yelin), Philipp Christian: Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung. [Nürnberg, J. P. Palm, gedruckt in Altdorf bei Hessel. Frühjahr 1806. Erstausgabe dieser "spektakulären Schrift des deutschen Widerstands gegen Napoleon I. und die französischen Truppen". Palm war Inhaber der Stein'schen Buchhandlung in Nürnberg. Im Sommer 1806 wurde er von einem französischen Kriegsgericht "wegen absichtlicher Verbreitung ehrenrühriger Schriften wider Frankreich" zum Tode verurteilt. Als Verfasser wird Pfarrer Philipp Christian Yelin aus Winterhausen bei Würzburg angesehen. Lit.: Lebensläufe aus Franken. Holzmann/Bohatta gibt Johann Conrad von Yelin aus Ansbach als Autor an. Dagegen glaubte Du Moulin Eckart in Graf Julius von Soden den "geistigen Urheber zu sehen".



Panizza, Oskar: Abschied von München : ein Handschlag. Zürich: Verlags-Magazin 1897 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Agnes Blannbekin, eine österreichische Schwärmerin aus dem dreizehnten Jahrhundert. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1898 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Aus dem Tagebuch eines Hundes. Leipzig: Friedrich 1892 (GV)



Panizza, Oskar: Christus in psicho-patologischer Beleuchtung. Zürich-Unterstraß, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1898 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Dämmrungsstücke : vier Erzählungen. Leipzig: Friedrich 1890 (Dem Andenken Poe´s gewidmet).



Panizza, Oskar: Das Liebeskonzil: eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen. Zürich: Verlags-Magazin 1895 (erschienen 1894). 78 S., 2 Bl. 1. Ausgabe. (Wilpert; Killy: 1894).



Panizza, Oskar: Das Schwein in poetischer, mitologischer und sittengeschichtlicher Beziehung. Zürich: Verl. Zürcher Diskußjonen 1900.



Panizza, Oskar: Der heilige Staatsanwalt : eine moralische Komödie. Leipzig : Friedrich 1894



Panizza, Oskar: Der Illusionismus und Die Rettung der Persönlichkeit : Skizze einer Weltanschauung. Leipzig: Friedrich 1895 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Der teutsche Michel und der römische Papst : Altes und Neues aus dem Kampfe des Teutschtums gegen römisch-wälsche Überlistung und Bevormundung in 666 Tesen und Zitaten. Mit einem Begleitwort von Michael Georg Conrad. Leipzig: Friedrich 1894. 2 Bl., IV S., 1 Bl., 310 S. 1. Ausgabe. (Wilpert) („antikatholische Kampfschrift“, beschlagnahmt).



Panizza, Oskar: Dialoge im Geiste Hutten's. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1897. (Über die Deutschen. Über das Unsichtbare. Über die Stadt München. Über die Dreieinigkeit. Ein Liebesdialog). (Wilpert)



Panizza, Oskar: Die Haberfeldtreiben im bairischen Gebirge : eine sittengeschichtliche Studie. Berlin : Fischer 1897. VI S, 1 Bl., 102 S., 1 Bl.



Panizza, Oskar: Die Krankheit Heine's. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1897 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Die unbefleckte Empfängnis der Päpste. Zürich: Schabelitz 1893



Panizza, Oskar: Die Unsittlichkeits-Entrüstung der Pietisten und die freie Literatur. München 1892 (BM).



Panizza, Oskar: Düstre Lieder. Leipzig: Unflad 1886 (erschienen 1885). 2 Bl., 124 S. 1. Ausgabe. Die erste dichterische Buchveröffentlichung.



Panizza, Oskar: Genie und Wahnsinn : Vortrag. München: Handelsdr. u. Verl.-Anst. 1891. (Münchner Flugschriften. 1) (Wilpert)



Panizza, Oskar: Legendäres und Fabelhaftes. Gedichte. Leipzig: Unflad 1889



Panizza, Oskar: Londoner Lieder. Leipzig : Unflad 1887 (Wilpert; "Frucht eines Englandaufenthalts", Killy)



Panizza, Oskar: Meine Verteidigung in Sachen "Das Liebeskonzil". Nebst dem Sachverständigen-Gutachten des Dr. M. G. Conrad und dem Urteil des K. Landgerichts München I. Zürich: Verlags-Magazin 1895. 38 S., 5 Bl. 1. Ausgabe. (Wilpert)



Panizza, Oskar: Nero : Tragödie in fünf Aufzügen. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskußjonen 1898. 2 Bl., 107, 15 S. 1. Ausgabe. (Wilpert, GV: 1899)



Panizza, Oskar: Parisjana. Zürich : Verl. Zürcher Diskußjonen 1899. XVI, 136 S., 4 Bl. (Deutsche Verse aus Paris. Panizzas letzte Veröffentlichung. Konfisziert, Killy)



Panizza, Oskar: Psichopatia criminalis : Anleitung, um die vom Gericht für notwendig erkannten Geisteskrankheiten psichjatrisch zu eruiren und wissenschaftlich festzustellen. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1898 (NUC, GV; Wilpert: 1899).



Panizza, Oskar: Über Myelin, Pigment, Epithelien und Micrococcen im Sputum. Leipzig: Hirschfeld 1881 (Diss.)



Panizza, Oskar:. Visionen : Skizzen und Erzählungen. Leipzig: Friedrich 1893. (Dem Andenken E. T. A. Hoffmanns. GV, NUC; Wilpert: Visionen und Erzählungen)



Panizza, Oskar: Visionen der Dämmerung. München: Müller 1914 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Vrenelis Gärtli : eine Zürcher Begebenheit. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1899 (Wilpert)



Panizza, Oskar (hrsg.) Zürcher Diskussionen. 21 Bde. Zürich, Paris: Verl. d. Zürcher Diskussionen 1897 - 1900 (Wilpert)



Panizza, Oskar: Anmerkungen zu:
Das Liebeskonzil. Panizza karikiert die Entstehung der Syphilis als Strafe Gottes für das lasterhafte Treiben am päpstlichen Hof. "Eines der stärksten und bedeutendsten Kunstwerke der modernen Dramenliteratur" (Michael Georg Conrad). Die skandalbeladene Satire wurde verboten und brachte Panizza ein Jahr Gefängnis wegen Gotteslästerung ein.



Panizza, Oskar: Anmerkungen zu:
Die unbefleckte Empfängnis. Beschlagnahmt und in ganz Deutschland verboten. "Vorsätzliche Provokation von Kirche und Staat" (Killy). "Eine satirische Leistung größten Stiles ... Vielleicht das Furchtbarste, Kühnste, was jemals gegen den Katholizismus geschrieben worden ist" (Otto Julius Bierbaum).



Paul, Jean: Andeutungen über die Erziehungskunst. Berlin 1807 (BM).



Paul, Jean: Anschauungen der Natur. Riga 1819 (GV).



Paul, Jean: Auswahl aus des Teufels Papieren nebst einem nöthigen Aviso vom Juden Mendel. Gera: Beckmann 1789 (Wilpert)



Paul, Jean: Auswahl der vorzüglichsten und gelungensten Stellen und Aufsätze aus Jean Pauls Levana oder Erziehlehre. Leipzig: Sühring 1824 (NUC).



Paul, Jean: Biographische Belustigungen unter der Gehirnschale einer Riesin. Berlin: Matzdorff.
1. Bdchn. (1796). - VI, 266 S., [1] Bl.: Ill. (Wilpert)



Paul, Jean: Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel. 3 Bde. Berlin: Matzdorff 1796 - 1797 (Wilpert)



Paul, Jean: Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel. 4 Bde. (Verm. Neuaufl.) Berlin: Realschulbuchh. 1818 (Wilpert)



Paul, Jean: Blumen-, Frucht- und Dornenstücke. Bd. 1. Upsala: Bruzelius 1816. Alles Erschienene (NUC).



Paul, Jean: Blüthen von Jean Paul Richter und Johann Gottfried von Herder. Kaschau: Wigand 1821 (NUC).



Paul, Jean: Briefe und bevorstehender Lebenslauf. Gera u. Leipzig: Heinsius 1799 (Wilpert)



Paul, Jean: Briefwechsel mit seinem Freunde Christian Otto. Berlin: Reimer 1829



Paul, Jean: Clavis Fichtiana seu Leibgeberiana : Anhang zum ersten komischen Anhang des Titan. Erfurt: Henning 1800 (Wilpert)



Paul, Jean: Comoedia divina / mit 3 Vorreden von Peter Hammer [i. e. Johann J. von Görres], Jean Paul u. d. Hrsg. W. G. H. Gotthardt. o.O 1808



Paul, Jean: D. Katzenbergers Badereise: nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen. Heidelberg: Mohr & Zimmer
1. (1809). - [1] Bl., VIII, 262 S.
2. (1809). - 287 S., [1] Bl. (Wilpert)



Paul, Jean: Dämmerungen für Deutschland. Tübingen: Cotta 1809. VIII, 248 S. 1. Ausgabe. (Wilpert)



Paul, Jean: Das heimliche Klaglied der jezigen Männer : eine Stadtgeschichte; - und die wunderbare Gesellschaft in der Neujahrsnacht. Bremen: Wilmans 1801. XIV S., 1 Bl., 152 S. 1. Ausgabe (Wilpert).



Paul, Jean: Das Kampaner Thal oder über die Unsterblichkeit der Seele; nebst einer Erklärung der Holzschnitte unter den 10 Geboten des Katechismus. Erfurt: Hennings 1797. Mit 10 Holzschnitten. 3 Bl., VI, 148, 212 S. 1. Ausgabe (Wilpert).



Paul, Jean: Das Kampaner Thal oder über die Unsterblichkeit der Seele. Reutlingen: Mäcken 1801. Neue verb. Ausg.



Paul, Jean: Der Jubelsenior : ein Appendix. Leipzig: Beygang 1797. Erstausg. (Wilpert)



Paul, Jean: Der Komet, oder Nikolaus Marggraf : eine komische Geschichte. 3 Bde. Berlin: Reimer 1820 - 1822 (Wilpert)



Paul, Jean: Der Mensch und das Leben in höhern Ansichten. Riga 1815 (GV).



Paul, Jean: Der Traum und die Wahrheit : Trost bey dem Todtenbette der verwittibten Frau Oberhofprediger-Konsistorialrath- und Superintendin Katharine Margarethe Ellrodtin, geb. Liebhardtin, von einem Freunde. Bayreuth: Hagen 1797 (Wilpert)



Paul, Jean: Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz mit fortgehenden Noten, nebst der Beichte des Teufels bey einem Staatsmanne. Tübingen: Cotta 1809 (Wilpert)



Paul, Jean: Die Tageszeiten geschildert für Bänkelsänger. Köln 1803 (GV).



Paul, Jean: Die unsichtbare Loge: eine Biographie. 2 Bde. Berlin, Matzdorff 1793. 2 Bl., XXIV, 392 S., 1 Bl.; 2 Bl., 460 S., 1 Bl. 1. Ausgabe des ersten Romans Jean Pauls (GV: 1792).



Paul, Jean: Die unsichtbare Loge: eine Biographie. 2., verb. Aufl. Berlin: Reimer 1822.



Paul, Jean: Dobeneck, Friedrich L. von: Des deutschen Mittelalters Volksglauben und Heroensagen. Hrsg. u. mit Vorrede von Jean Paul Fr. Richter. Bd. 1.2. Berlin 1815



Paul, Jean: Dr. Katzenbergers Badereise: nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen. 3 Bde. 2., verb. und verm. Aufl. Breslau: Max 1823 (Wilpert)



Paul, Jean: Ehrmann, Johann C.: Das Buch Glaube, Liebe, Hoffnung Oder die nothgedrungene Auswanderung des Oberförsters Joseph Wolf nebst seinem Weib ... Frankfurt am Main: Andreä 1809



Paul, Jean: Ergänzblatt zur Levana. Braunschweig 1807. (Killy).



Paul, Jean: Ergänzblatt zur Levana. 2., verb. Aufl. Stuttgart u. a.: Cotta 1817



Paul, Jean: Fata und Werke vor und in Nürnberg. 2 Bde. Gera: Heinsius 1798. S. auch: Palingenesien (Wilpert)



Paul, Jean: Flegeljahre : eine Biographie. 4 Bde. Tübingen: Cotta 1804 - 1805 (Wilpert)



Paul, Jean: Freiheits-Büchlein; oder dessen verbotene Zueignung an den regierenden Herzog von Sachsen-Gotha; dessen Briefwechsel mit ihm - und die Abhandlung über die Preßfreiheit. 2 Bde. Tübingen, Cotta 1805. 138 (richtig 128) S. 1. Ausgabe (Wilpert).



Paul, Jean: Friedens-Predigt an Deutschland. Heidelberg: Mohr & Zimmer 1808. 3 Bl., 80 S. 1. Ausgabe. (Wilpert)



Paul, Jean: Geist oder Chresthomathie der vorzüglichsten Stellen aus seinen Schriften. 3 Bände. Weimar, Erfurt 1801 – 1804 (GV).



Paul, Jean: Geschichte meiner Vorrede zur zweiten Auflage des Quintus Fixlein. Bayreuth: Lübeck 1797 (Wilpert)



Paul, Jean: Grönländische Prozesse, oder Satirische Skizzen. Berlin: Voß 1783. 2 Bde. 308, XXII S., 236 S. 1. Ausgabe der ersten Veröffentlichung (Wilpert: 1783 - 1784)



Paul, Jean: Herbst-Blumine, oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften. 3 Bde. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1810 - 1820 (Wilpert)



Paul, Jean: Hesperus oder 45 Hundsposttage : eine Biographie. Berlin: Matzdorff 1795 (Wilpert)



Paul, Jean: Hesperus, oder 45 Hundsposttage : eine Biographie. 2., verb. und verm. Neuaufl. 4 Bde. Berlin: Matzdorff 1798. Gegenüber der 1.Aufl. um ein „4. Heftlein“ vermehrt (Wilpert).



Paul, Jean: Hoffmann, Ernst T.: Fantasiestücke in Callot's Manier. 2., durchges. Aufl. Bamberg: Kunz



Paul, Jean: Jean Paul's Geist oder Chrestomathie der vorzüglichsten, kräftigsten und gelungensten Stellen aus seinen sämtlichen Schriften: mit einer Einl. und einzelnen Bemerkungen begleitet. Weimar u. a.: [Franz]. (NUC: 4 Bde. 1801 – 16).
1 (1801). - 440 S.
2 (1801). - 412 S.



Paul, Jean: Kanne, Johann A.: Erste Urkunden der Geschichte oder allgemeine Mythologie / mit e. Vorrede Jean Pauls. Baireuth: Lübeck, 1808. - Bd. 1 - 2



Paul, Jean: Kleine Bücherschau : gesammelte Vorreden und Rezensionen, nebst einer kleinen Nachschule zur ästhetischen Vorschule. 2 Bde. Breslau: Max 1825. X S., 1 Bl., 244. VI,218. 1. Ausgabe (Wilpert).



Paul, Jean: Kleine Schriften. 2 Bde. Jena: Voigt 1804 - 1808 (Wilpert)



Paul, Jean: Komischer Anhang zum Titan. 2 Bde. Berlin: Matzdorff 1800 - 1801 (Wilpert)



Paul, Jean: Leben des Quintus Fixlein, aus funfzehn Zettelkästen gezogen, nebst einem Mustheil und einigen Jus de tablette. Bayreuth: Lübeck 1796 (Wilpert)



Paul, Jean: Leben Fibels, des Verfassers der Bienrodischen Fibel. Nürnberg: Schrag 1812. 1. Ausg. (Wilpert)



Paul, Jean: Levana oder Erziehungslehre. 2 Bde. Braunschweig: Vieweg 1807 (Wilpert; Killy: Braunschweig 1806).



Paul, Jean: Levana oder Erziehungslehre. 3 Bde. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1814 - 1817. Ergänzungsblatt. 2., verb. u. verm. Aufl.



Paul, Jean: Mars und Phöbus : Thronwechsel im Jahre 1814, eine scherzhafte Flugschrift. Tübingen: Cotta 1814. (Antinapoleonische Schrift).



Paul, Jean: Museum. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1814. XX, 379 S. 1. Ausgabe (Wilpert).



Paul, Jean: Palingenesien. 2 Bde. Leipzig und Gera: Heinsius 1798. 1. Ausgabe.
1. Fata und Werke vor und in Nürnberg. Bändchen 1.2. - 1798. (BN, BM)



Paul, Jean: Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1817 (Wilpert)



Paul, Jean: Politische Nachklänge. Wiedergedrucktes und Neues. Heidelberg: Winter 1832



Paul, Jean: Sämmtliche Werke. 65 Bde. Berlin: Reimer 1826 - 38. Mit 12 Holzschnittab. 1. Gesamtausg.



Paul, Jean: Selina oder über die Unsterblichkeit. 2 Teile. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1827. XLV, 186; LV, 240 S. Erstausgabe.



Paul, Jean: Sentenzen aus Jean Pauls und Hippels Schriften, aus Dya-Na-Sore, Agnes von Lilien, Walter und Nauny. Frankfurt a. M.: Berens 1801



Paul, Jean (Mitverf.): Sinngrün : eine Folge romantischer Erzählungen. Berlin: Enslin 1819 (Wilpert)



Paul, Jean (Hrsg. u. Mitverf.): Taschenbuch für 1801. Braunschweig: Vieweg 1801 (Wilpert)



Paul, Jean: Titan (und) Komischer Anhang zum Titan. 4 Bde. und 2 Bde. Anhang. Berlin: Matzdorff 1800 - 1803. 1. Druck der 1. Ausgabe, im Druckvermerk auf der letzten Seite: "Berlin, gedruckt bei Hayn". (Wilpert).



Paul, Jean: Über das Immergrün unserer Gefühle. Berlin: Enslin 1824. Aus: Sinngrün (Wilpert)



Paul, Jean: Über die deutschen Doppelwörter? : eine grammatische Untersuchung. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1820. (Killy).



Paul, Jean: Ueber die Zusammensetzung der deutschen Doppelwörter : eine grammatische Untersuchung in zwölf alten Briefen und zwölf neuen Postscripten. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1820 (Wilpert)



Paul, Jean: Vorschule der Aesthetik, nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteyen der Zeit. 3 Bde. Hamburg: Perthes 1804. XXX, 256 S.; 1 Bl., S.257 - 542; 1 Bl., S. 543-758. 1. Ausgabe (Wilpert).



Paul, Jean: Vorschule der Aesthetik. 2., verb. u. verm. Aufl. 3 Bde. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1813. (Wilpert)



Paul, Jean: Vorschule der Aesthetik. Neueste verm. Aufl. Wien: Gräffer und Härrer 1815 (NUC).



Paul, Jean: Wahrheit aus Jean Paul's Leben : nebst 2 Nachbildungen d. Handschrift Jean Paul's u. seinem Bildniß. 1/3. Breslau: Max. 1826-1828.



Paul, Jean: Zerstreute Blätter von Jean Paul Friedrich Richter Leipzig: Schmidt.



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Die unsichtbare Loge. Auf dem Titel erscheint zum ersten Mal der Name "Jean Paul" als Deckname des Verfassers mit beabsichtigtem Hinweis auf Rousseau. Die Untertitel mit dem ursprünglich geplanten Titel "Mumien". Es handelt sich um einen "Erziehungsroman mit Elementen des aufklärerischen Staatsromans". Mit dem "Leben des vergnügten Schulmeisterleins Maria Wutz in Auenthal" im Erstdruck.



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Freiheits-Büchlein. Jean Paul wollte seine "Vorschule der Aesthetik" 1804 dem Herzog August von Sachsen-Gotha widmen, dieses Vorhaben verbot jedoch die Zensur. Die philosophische Fakultät der Universität Jena als Zensurbehörde versagte die Druckerlaubnis der vom Herzog von Gotha selbst gebilligten Zueignung der "Vorschule" wegen ihres "freien Tones".



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Museum. Sammlung von acht Aufsätzen und wissenschaftlichen Abhandlungen, die Jean Paul für die Frankfurter Gelehrtengesellschaft verfasste, die ihn zum korrespondierenden Mitglied ernannt hatte.



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Palingenesien. Neubearbeitung der "Auswahl aus des Teufels Papieren", die bei ihrer Erstveröffentlichung 1789 auf wenig Resonanz gestoßen waren. "Gedruckt in einer hier zum ersten und zunächst einzigen Mal verwendeten Fraktur", die später als "Jean-Paul-Schrift" bekannt wurde.



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Selina. Aus Jean Pauls Nachlass herausgegeben von C. Otto. Jean Paul erinnert sich an eine Wandergesellschaft in Italien und an die Gespräche über "Vernichtglauben", Seelenwanderung, Schlaf und Traum, Alter, Tod und Unsterblichkeit.



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Titan. "Die Kernaussage des "Titan" besteht in der Erkenntnis, dass der Versuch, das Leben als Mechanismus aufzufassen, an der Gegenmacht des Herzens scheitert" (Kindlers Literaturlexikon). Jean Paul erteilt hier dem Streben nach künstlerischer Individualität und Selbstverwirklichung eine Absage. In "Des Luftschiffer Gianozzo Seebuch" sieht er die unwürdigen Verhältnisse voraus, "die mit der sich gerade entwickelnden Industriegesellschaft entstanden".



Paul, Jean: Anmerkungen zu:
Vorschule der Aesthetik. Darstellung von Jean Pauls ästhetischen Anschauungen. "In der Herausarbeitung literarischer Techniken, Gattungen, Kategorien, wie auch in der Charakterisierung von poetischen Kräften und Typen liegt die Größe und Bedeutung dieses Werkes" (Kindlers Literaturlexikon).



Pirckheimer, Willibald: Apologia seu podagrae laus. Nürnberg: Peypus 1522. (Heiter-ironische Moralsatire auf des Gichtleiden Pirckheimers. NUC, Killy).



Pirckheimer, Willibald: De convitiis monachi illius, qui graecolatine Caecolampadius, germanice vero Ausshin nuncupatur. Nürnberg: Petreius 1527 (NUC).



Pirckheimer, Willibald: De vera Christi carne & vero ejus sanguine, adversus co(n)vicia Ioan(n)is, qui sibi Oecola(m)padij nomen indidit, responsio secunda. Nürnberg: Petreius, 1526. (NUC, BM).



Pirckheimer, Willibald: De vitanda usura. Nürnberg: Peypus 1515 (NUC).



Pirckheimer, Willibald (Zonarius, E?): Eccius dedolatus autore Ioanne Francisco Cottalambergio Poeta Laureato. Impressum in Vtopia [= Schlettstadt: Schörer 1520]. 20 Bl. (Killy).



Pirckheimer, Willibald: Eine nutzbar underweysung des hochberumbten redners Isocratis zu einem jungenn Demonicus genant. Augsburg 1519. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Fulgentius Aphrus: Opera. Hagenau 1520. (Killy).



Pirckheimer, Willibald: Germaniae ex variis scriptoribus perbrevis explicatio. Nürnberg 1530.



Pirckheimer, Willibald: Germaniae ex variis scriptoribus perbrevis explicatio. Augsburg: Stainer 1530 (NUC).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Gregor von Nazianz: Opera. 1522? (BM).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Gregor von Nazianz: De officio episcopi oratio. 1529 (BM).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Gregor von Nazianz: Orationes sex. 1521 (BM).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Lucianus Samosatensis: De ratione conscribendae historiae, ex graeco in latinum traductus. Nürnberg 1515. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Lucianus Samosatensis: Luciani Fugitivi a B. Pirckhaimero in Latinum versus. 1520 (BM).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Lucianus Samosatensis: Navis seu vota Luciani. Nürnberg 1522. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Lucianus Samosatensis: Piscator seu reviviscentes. Nürnberg 1517. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Neilos: Sententiae morales e graeco in latinum versae. Nürnberg 1516. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Neilos: Sententiae morales e graeco in latinum versae. Leipzig 1516 (BN, BM).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Orationes duae Julianum Caesarem infamia notantes. Nürnberg 1523. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Platon: Dialogi Nürnberg 1523 (BN).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Plutarch: De composcenda ira. Nürnberg 1523. (Killy).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Plutarch: De his, qui tarde a numine corripiuntur libellus. Nürnberg 1513 (BN).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Plutarch: De vitando aere alieno. 1520? (BM).



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Plutarch: Opuscula quaedam. 1518. (BM).



Pirckheimer, Willibald: Ptolemaeus: Geographiae enarrationis libri octo. Straßburg 1525. (Verbesserte Ausgabe der Erdkunde des Ptolemäus). (Killy).



Pirckheimer, Willibald: Pruthenus, Ludovicus: Trilogium anime ... Nürnberg: Koberger, 1498. 356 Bl. Einzige Ausgabe.



Pirckheimer, Willibald (Übers.): Theophrastus: Charakteres. 1527 (BM).



Pirckheimer, Willibald: Saint Maximus: De incarnatione verbi dialogus. 1530 (BM).



Pirckheimer, Willibald: Wie alle closter und sonderlich junck frawer closter in ain christlichs wesen mochten durch gottes gnaden gebracht werden. Nürnberg: Peypus 1524 (NUC).



Pirckheimer, Willibald: Anmerkungen zu:
De vera Christi carne. Streitschrift im Abendmahlstreit mit Johannes Oecolampadius, "in dessen Verlauf sich Pirckheimer zunehmend der Transsubstantionslehre der alten Kirche annäherte".



Pirckheimer, Willibald: Anmerkungen zu:
Eccius dedolatus. Berühmte Satire, die wohl Pirckheimer zum Autor hat. Sie ist gegen den Luthergegner Johannes Eck gerichtet.



Pirckheimer, Willibald: Anmerkungen zu:
Trilogium anime. "Das Porträt in dem psychologischen Traktat ist das erste Bildnis, das Dürer von Pirckheimer gezeichnet hat. Die Buchstaben geben, entsprechend der damaligen Anschauung, den Sitz der wichtigsten Geisteskräfte innerhalb des Gehirns an. Versuch einer Phrenologie. Der Titelholzschnitt zeigt Papst und Kaiser mit Kirchenfürsten und Geistlichen, flankiert von Kirchenvätern.



Platen, August von: Am Grabe Peter Ulrich Kernells : 2. April 1824. Erlangen 1824 (Wilpert)



Platen, August von: An König Ludwig : Ode. Erlangen: Palm & Enke 1825. 4 Bl.. 1. Ausgabe (Wilpert).



Platen, August von: Canzonette veneziane. Venedig u. a. 1801



Platen, August von: Der romantische Oedipus : ein Lustspiel in fünf Akten. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1829. 1. Ausgabe (Wilpert).



Platen, August von: Die Abbassiden : ein Gedicht in neun Gesängen. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1835 (Wilpert)



Platen, August von: Die Liga von Cambrai : geschichtliches Drama in drei Akten. Frankfurt a. M.: Sauerländer 1833 (Wilpert)



Platen, August von: Die verhängnisvolle Gabel: ein Lustspiel in 5 Akten. Stuttgart und Tübingen, Cotta 1826. 88 S. – 1. Druck der Originalausgabe, noch mit dem angehängten Blatt "Druckfehler".



Platen, August von: Gedichte. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1828 [1. Aufl.] (Wilpert)



Platen, August von: Gedichte. 2., verm. Aufl. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1834. (Wilpert)



Platen, August von: Gesammelte Werke. 5 Bde. Stuttgart und Tübingen: Cotta 1847. Mit Porträt.



Platen, August von: Geschichten des Königreichs Neapel von 1414 bis 1443. Frankfurt am Main: Sauerländer 1833 (Wilpert)



Platen, August von: Ghaselen. Erlangen: Heyder 1821.38 S. - 1. Ausgabe. (Wilpert)



Platen, August von: Hymnen der Genien am Säcularfest der Reformation. München: Lentner 1817 (Wilpert)



Platen, August von: Ihren hochverehrtesten Gönnern am ersten Tage des Jahres 1826 in tiefer Ehrfurcht dargebracht von der dekretrirten Zettelträgerin Pitz in Erlangen. o. O. 1826 (Wilpert)



Platen, August von: Lyrische Blätter. Leipzig: Brockhaus. Mehr nicht erschienen.
Nr. 1. [Erstausg.] (1821). - VIII, 152 S. (Wilpert)



Platen, August von: Neue Ghaselen. Erlangen: Selbstverl. 1823. 1 Bl., 62 S. 1. Ausgabe dieses Privatdrucks. (Wilpert: Junge)



Platen, August von: Ode (An König Ludwig). o. O. 1825



Platen, August von: Schauspiele. Erfurt 1824



Platen, August von: Schauspiele. Erlangen: Heyder
1. Bdchn. 1824 (Wilpert)



Platen, August von: Schauspiele. 2 Bde. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1828 (Wilpert)



Platen, August von: Semele: a dramatic poem / by Schiller, with some choise poems of Louis, King of Bavaria and Count Augustus Platen. Translated from the German by C. Hodges. München: Bayer 1835. Text engl. u. dt.



Platen, August von: Sonette aus Venedig. Erlangen: Heyder 1825 (Wilpert)



Platen, August von: Vermischte Schriften. Erlangen: Heyder 1822 (Wilpert)



Platen, August von: Anmerkungen zu:
An König Ludwig. Noch als bayerischer Leutnant wegen Überschreitung eines Urlaubs in Haft genommen, erhoffte sich der Dichter von Ludwig I., der 1825 den bayerischen Thron bestieg, vergebens Freiheit und Begünstigung. Ein weiterer Abdruck der Ode erschien im Dezember 1825 im "Morgenblatt für gebildete Stände".



Platen, August von: Anmerkungen zu:
Die verhängnisvolle Gabel. Es gibt auch einen berichtigten Druck ohne Druckfehlerverzeichnis. "Mit diesem Lehrgedicht über den Verfall der Bühne in Deutschland sagte sich der Dichter von der Romantik los."




Ortsansichten



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) im Altmühltal Gesamtansicht (mit Burgruine), Stahlstich von J(ohann) Poppel nach „Lebschi“ (Carl August Lebschée), aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern um 1845, 11,7x16,7, Ch, Ki (10,5x16), Mu (um 1850), PB, St, Wö (um 1850)



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) Ansicht, Holzstich von Schröpler und Kirchhoff um 1860, 9x14. Mu, PB



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) Ansicht, Holzstich um 1865, 10x15. Ki



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) Ansicht, Holzstich um 1880, 7x9. Mu



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) Burgruine und Altstadt, Holzstich von Heuer und Kirmse um 1880, 15x16. Mu



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) Ansicht, Holzstich Roth / Stoltenberg um 1880, 16x24. Mu



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) Ansicht, Zinkographie von Dietrich 1896, 8x13. Mu



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) „Schloss zu Pappenheim“ und Kirche (die Burg im Hintergrund), Stahlstich von Joh(ann) Poppel nach (Carl August Lebschée) „Lebschi“ aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern 1843, 10,5x15,5. Ch, Ki (um 1845), Mu (auch um 1850), PB, St (um 1850 12x16), Wö (um 1850), (auch um 1840)



Pappenheim: (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) „Stadt-Pfarrkirche u. gräfliches Schloss in der Herrn-Straße zu Pappenheim“, Stahlstich von J(ohann) Poppel nach (Carl August) Lebschée aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern um 1845, 15x10,3. Ch, Ki, Mu (um 1850), PB



Partenfeld: (Thurnau) Schlossruine, Lithographie nach einer Zeichnung von C. A. Lebschée 1854 (Abb. in: Hellmut Kunstmann: Burgen am Obermain 1975)



Partenstein: (Kr. Main-Spessart) bei Lohr Burg, Kupferstich von Daniel Meisner I,4 (1624), 7x14. Mu (auch 10x15)



Peesten: (Kasendorf) (Kr. Kulmbach) Ansicht, Lithographie von C. L. 1851. Ra



Peesten: (Kasendorf) (Kr. Kulmbach) Ansicht, Holzstich. Ra



Pegnitz: (Kr. Bayreuth) Ansicht um 1830. Sch



Pegnitz: (Kr. Bayreuth) Ansicht von Süden, Stahlstich von Alexander Marx 1844, 11x16. Ki, Sch (1846)



Pegnitz: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Zinkographie von Carl Dietrich 1896, 5x13. Mu (auch um 1896)



Pegnitzquelle: mit 4 Trachtenpaaren Hopfenbordüre Stahlstich von Marx um 1840, 23x15. Mu



Pegnitztal: "Das malerische Pegnitzthal, Quelle der Pegnitz" Stahlstich aus: F. Mayer: Wanderungen 1846. Sch



Pegnitztal: 12 Ansichten aus dem Pegnitztal auf 1 Blatt (u. a. Rupprechtstegen, Rothenberg, Lauf, Hartenstein, Eschenbach, Henfenfeld, Neuhaus, Artelshofen, Hohenstein, Maximilianshöhle), Holzstich nach Fr. Trost um 1880, 32x51 Mu, PB



Pegnitztal: 8 Ansichten aus dem Pegnitztal und der Krottenseeer Höhle (u. a. Neuhaus, Rupprechtstegen), Holzstich nach F. Trost, 31,5x23,5 PB



Peulendorf: (Scheßlitz) Kurhaus Jagdschloss Giech. Natur-Heilanstalt (mit Giechburg und Gügel) Prospekt um 1900 (Abb. in: Heinrich Dörfler: Peulendorf und seine Geschichte 1293 - 1978 2002)



Pillenreuth: „Der Konigsweiher und die Ferne von Pillenreuth". Radierung von C. Schlemmer. 1797. 9,7 :16,7. Ki



Pillenreuth: (Nürnberg) Ruinen des ehemaligen Nonnenklosters Mariae Schieding, Radierung von L. Schlemmer 1797, 13,9x23,2. Ki



Pillenreuth: (Nürnberg) "Eingang in das verfallne Closter Pillenreuth", Ansicht, Radierung von Johann Christoph Jakob Wilder 1805, 11,5x17,8. Ki



Pillenreuth: (Nürnberg) „Gnadenberg bei Altdorf Püllenreuth bei Nürnberg“, 2 Ansichten auf 1 Blatt, Stahlstich von (Johann) Poppel aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern um 1850, 17x10. Ch, Mu (um 1840), PB



Pillenreuth: (Nürnberg) Ruine der Klause, Holzstich von Link um 1880, 12x11. Mu (auch um 1850, 9x11)



Plankenfels: (Kr. Bayreuth) Ansicht „Blankenfels“, Radierung von J. von Mayr aus „Reichsritterschaftlicher Almanach aufs Jahr 1793“, 8,6x11,7. Ki



Pleinfeld: (Umgebung) (Kr. Weißenburg-Gunzenhausen) „Martersäule an der Strasse nach Roth …“ Lithographie um 18160, 31,9x19. Ki



Pommelsbrunn: (Kr. Nürnberger Land) Ansicht, Kupferstich von C. M. Roth um 1760, 17x26,5. Ki, Mu (1759, auch um 1759)



Pommersfelden (Kr. Bamberg) Ansicht, Radierung von J. von Mayr aus: Reichsritterschaftlicher Almanach aufs Jahr 1793, 8,6x11,7. Ki



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Durchschnitt der Haubt-Stiegen“, Kupferstich von Joh(ann) August Corvinus nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 23x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Durchschnitt der Sala Terrena, der Stiegen, des Vorplaz und des Saals“, Kupferstich von Joh(ann) August Corvinus nach Salomon Kleiner aus: „Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach Augsburg 1728, 24x42. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „General Grundriß …“ Kupferstich von Joh. Math. Steidlin nach Salomon Kleiner bei Wolff aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728. Kl, Mu



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „General Prospect von seithen der Menagerie“, Kupferstich von Johann August Corvinus nach Salomon Kleiner bei Wolff aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 43x51. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „General Prospect von seithen des Gartens“, Kupferstich von Johann August Corvinus nach Salomon Kleiner bei Wolff aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728. Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Grundriß der Haubt-Stiegen des Vorplatz und des Saals“, Kupferstich von J(ohann) A(ugust) Corvinus nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 28x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Cascade gegen das Schloß“, Kupferstich von G. D. Heumann nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Gallerie gegen den Hoff“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 20x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Gallerie gegen den Wohnzimmer“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 20x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Haubt-Stiegen vom Eingang des Schloßes“, Kupferstich von G. D. Heumann nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 44x30. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Sala terrena gegen den Garten“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach .Augsburg 1728, 20x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Sala terrena von seithen des Eingangs“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 20x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect der Stallungen gegen das Schloß“, Kupferstich von J(ohann) A(ugust) Corvinus nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect des grossen Saals von seithen des Eingangs gegen der Stiegen“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect des mit mahlereyen, Statuen und marmor Architecture mäßig decorirten großen Saals von seithen des gartens“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect des Schloß gegen den Garten“, Kupferstich von Johann August Corvinus nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect deß Schloß gegen den Hoff“, Kupferstich von Joh. August Corvinus nach Salomon Kleiner bei Wolff aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x40. Ki (um 1830 25,2x41,2), Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect des spiegel und porcellan Cabinets gegen die seith des gartens“, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect des Spiegel und Porcelan Cabinets von seithen des Eingangs“„, Kupferstich von Joh(ann) Georg Pintz nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x40. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Prospect von dem Eingang des Saals“, Kupferstich von G. D. Heumann nach Salomon Kleiner aus: Wahrhaffte Vorstellung beyder hoch-gräffl. Schlösser Weissenstein ob Pommersfelden und Geibach. Augsburg 1728, 27x41. Mu, Kl



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Ansicht, Lithographie, 11x16. Ra



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Dorf und Schloß, im Vordergrund Staffage Reiter und Kinder, Stahlstich von Payne und Gray nach Ludwig Richter aus: Heeringen: Wanderungen … um 1840, 12x16. Ho, Ki (um 1835 10,5x16), Mu (auch 1837 10x15), PB, Ra, Ri, St, Wö (um 1850 10,5x16)



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Gesamtansicht (aus der Ferne Dorf mit Schloß Weißenstein, im Vordergrund Bauern) Stahlstich von J(ohann) Poppel nach C(arl) A(ugust) Lebschée aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern um 1845, 10,5x16. Ch, Ki (auch um 1815!), Mu (um 1840), PB, St, Wö (um 1850)



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss Weißenstein von der Hofseite „Pommersfelden“, Stahlstich von J(ohann) Poppel nach C(arl) A(ugust) Lebschée aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern, um 1850, 11x17. Ch, Ki (um 1845), Mu (um 1840, 1870), PB, St, Wö



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss „Gräflich Schönbornisches Schloß Weissenstein (ob Pommersfelden in Bayern)", Lithographie von A. Borum nach E. Kaiser, „Gedr. unter Leitung von Piloty u. F. Hohe", um 1830, 23x35. PB



Pommersfelden: (Kr. Bamberg) Schloss von der Gartenseite, Holzstich 1858, 15x20. Mu



Poppenreuth: (Fürth) Ansicht im Vordergrund die Dooser Brücke Kupferstich von Kraus um 1690, 11x17. Mu



Poppenreuth: (Fürth) Ansicht, Kupferstich von J. A. Delsenbach um 1720, 21,3x31. Ki, Mu (um 1750)



Poppenreuth: (Fürth) Ansicht, Kupferstich von C. M. Roth um 1760, 16x26. Ki (auch 17x26), Mu (1759, auch um 1759))



Poppenreuth: (Fürth) Kirche von Mittag aus, Kupferstich von Stahl um 1780, 5x6. Mu



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht Marktplatz und Burg, Kupferstich von Johannes Eder 1783. Sch



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Stahlstich von Friedrich Geißler um 1827 (Abb. in: Hellmut Kunstmann: Die Burgen der östlichen Fränkischen Schweiz 1965)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Kupferstich von Carl Wiessner (auch Wießner) 1834, 9x11. Mu



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Lithographie von J. B. Dilger aus: Vaterländisches Magazin 1838, 14x20. Ki (um 1835)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Lithographie aus: Mayer: Ansichten der Städte und Marktflecken Bayerns (Bernhard Schemmel: Die Entdeckung der Fränkischen Schweiz 1979)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht Ort und Burg von Westen, Lithographie von Theodor Rothbarth um 1840, 10,6x14,6. Ki



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht (Ort und Burg), Stahlstich von H. Winkles (wohl nicht Richter) aus: Heeringen: Wanderungen … um 1840, 11x16. Ki (um 1845, auch um 1835), Mu, PB, Ra, Ri, St, Wö (um 1850), Sch (1839), (auch 1839)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht mit Burg im Vordergrund die Püttlach, Stahlstich und Zeichnung von J(ohann) Poppel aus: Chlingensperg: Das Königreich Bayern, 1846, 12x17, Ch, Ho, Ki (um 1845 10,5x16,5), Mu (um 1850), PB, Ra, St, Wö (um 1850)



Pottenstein: Lithographie von Theodor Rothbarth nach Carl Käppel. Aus: Scizzen aus der Fränkischen Schweiz, bei Engelhardt um 1860, 25x19. Ki



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht „Der Pottenstein“, Lithographie Altmann 1860, 13x15. Ki (um 1835 11x14,5), Mu (um 1860)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Lithographie Theodor Rothbarth u. Carl Käppel 1860, 19x24. Mu (auch um 1860, auch kleinere Ausgabe 18,4x23,6)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Püttlachtal mit Burg, Lithographie nach Zeichn. von A. Geist. Sch



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Lithographie von C. W. Arldt. Sch



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Stahlstich von Rorich / Scholl um 1860, 11x14. Mu



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Gesamtansicht, Holzstich von Link um 1860, 6x9, Mu (auch um 1850), PB



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Holzstich 1870, 16x20. Mu (auch um 1870)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Gesamtansicht, Holzstich A. Closs / Robert Püttner um 1870, 11x12. Mu (auch um 1880 9x13), PB



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Holzstich Rau, Wollschläger 1880, 32x24. Mu (auch um 1880, 22x24)



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Holzstich H. H. um 1880, 12x17. Mu



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Ansicht, Holzstich um 1880, 22x24. Mu



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Gesamtansicht, Holzstich, 7x13, Mu (Zinkographie von Dietrich 1896), PB



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) Burgruine, Radierung um 1815, 6x8. Ki



Pottenstein: (Kr. Bayreuth) "Schloss" fälschlich für Kohlstein



Pretzfeld: (Kr. Forchheim) Ansicht mit Ehrenbürg (Walberla), Radierung Albrecht Dürer „Die große Kanone“ 1518, Ho



Pretzfeld: (Kr. Forchheim) Ansicht „Pretsfeld …“ Kupferstich von J. K. Frey nach Mayr um 1820, 10x12. Mu



Preunschen: (Kirchzell) (Kr. Miltenberg) Wildenburg bei Amorbach Burgruine, Radierung von A. C. Geist um 1860, Ho



Puschendorf: (Kr. Fürth) Ansicht „Buschendorf …“, Kupferstich von C. M. Roth um 1760, 15,4x25. Ki (auch 17x26,5)



Pappenheim: (Grafschaft) Karte „Nova Comitatus Pappenheimensis tabula“ (mit Ansicht von Pappenheim, Gebiet Ellingen, Eichstätt, Monheim), Kupferstich bei Homann Erben 1738, 48x57. Ki (um 1740 45x55), Mu, PB



Pappenheim: (Grafschaft) Karte „Comté de Pappenheim“ (und Weißenburg) mit Nebenkarte des Gebietes um Illertissen, Kupferstich von Crepy bei LeRouge 1759, 21,5x28,7 Mu (auch um 1780), St



Pappenheim: (Grafschaft) Karte „Die Grafschaft Pappenheim mit der Herrschaft Bellenberg“, Kupferstich aus Reilly 1791, 20x28. Mu, PB, St (21,6x29,4)



Pappenheim: (Grafschaft) Karte „Graefflich Pappenheimisches Herrschaftsgericht P.“ Lithographie nach Coulon von Pobuda um 1840 (u. a. Ellingen, Weißenburg), 22x28. Mu



Pegnitz: Karte Mittelpunkt: Vilseck, Norden: Pegnitz, Westen: Velden, Osten: Freyung: Süden: Hirschau Kupferstichkarte bei Wolfgang Endter 14x19. Mu



Poppenreuth: Karte Ansicht und Umgebungskarte, Kupferstich von Bezzelio 1705, 17x18. Mu



Poppenreuth: Karte Pfarrei „S. Parochialis Ecclesiae Poppenreutensis“ (Poppenreuth – Wetzendorf – Schniegling), Kupferstich 1790, 14x19. Mu



Poppenreuth: Karte Pfarrei „Mappa geographica Parochiae Poppenreutensis“ (u. a. Ronhof, Schnepfenreuth, Doos, Schniegling). Kupferstich von F. H. P. 1795, 17x19. Mu




Bücherverzeichnis



Panizza, Oskar:
Aus dem Tagebuch eines Hundes
München 1977
weitere Stichwörter: Hunde:



Panizza, Oskar:
Dialoge im Geiste Huttens
München 1979
Personen: Hutten, Ulrich von:



Panizza, Oskar:
Eine Mondgeschichte : Novelle
Stuttgart 1985
weitere Stichwörter: Mond: Erzählung:



Panizza, Oskar:
Der Korsettenfritz : gesammelte Erzählungen
München 1981
Orte: Andechs:
Personen: Panizza, Oskar:
weitere Stichwörter: Erzählungen:



Panizza, Oskar:
Neues aus dem Hexenkessel der Wahnsinns-Fanatiker und andere Schriften
Neuwied 1986



Panizza, Oskar:
Die kriminelle Psychose, genannt Psichopathia criminalis
München 1985
Orte: Paris:
Personen: Wagner, Richard:



Panizza, Oskar: Kubin, Alfred:
Das Liebeskonzil : Zeichnungen von Alfred Kubin
o. O. 1991



Paul, Jean:
Gegenwärtige Vergangenheit und erinnerte Zukunft : Jean Pauls Autobiographie und zukünftiger Lebenslauf
Würzburg 1969
Personen: Paul, Jean:
weitere Stichwörter: Biographie:



Paul, Jean:
Jean-Paul-Brevier : Aphorismen
München 1987
weitere Stichwörter: Aphorismen: Zitate:



Paul, Jean:
Sämmtliche Werke (34 Bde.). - 3., verm. Aufl.
Berlin. - Band Bd. 1 - 27. 1860 - 1862



Paul, Jean:
Werke : in 4 Bd.
Frankfurt. - Band 1 - 4. 1966



Paul, Jean:
Werke
Berlin. - Band Bd. 1 - 60. 1868 - 1879



Penzoldt, Ernst:
Der dankbare Patient
Berlin 1955



Penzoldt, Ernst:
Episteln
Berlin 1943



Penzoldt, Ernst:
Ernst Penzoldts schönste Erzählungen
Frankfurt 1981
weitere Stichwörter: Erzählungen:



Penzoldt, Ernst:
Hier bin ich gewachsen
Erlangen 1987
weitere Stichwörter: Wasserrad:



Penzoldt, Ernst:
Korporal Mombour : eine Soldatenromanze
München 1951



Penzoldt, Ernst:
Die schönsten Erzählungen
Frankfurt a. M. - Band Bd. 1- 5. 1981
weitere Stichwörter: Erzählungen:



Penzoldt, Ernst:
Süße Bitternis : die gesammelten Erzählungen
Berlin 1954
weitere Stichwörter: Erzählungen:



Penzoldt, Ulla:
Ernst Penzoldt : Leben und Werk in Texten und Bildern
Frankfurt 1988
Personen: Penzoldt, Ernst:



Pietsch, Franz:
Der graue Vogel : ein Heimatroman aus Kulmbachs Vergangenheit
Kulmbach 1951
Orte: Kulmbach:
weitere Stichwörter: Roman:



Platen, August von:
Gesammelte Werke : in 5 Bd.
Stuttgart. - Band Bd. 1 - 5. 1853 - 1854



Platen, August von:
Memorandum meines Lebens : eine Auswahl aus den Tagebüchern
Frankfurt 1988
Personen: Platen, August von:
weitere Stichwörter: Tagebuch:



Platen, August von:
Sämtliche Werke : in 4 Bänden
Stuttgart. - Band Bd. 1 - 4. o. J.



Platen, August von:
Tagebücher
Zürich 1990
Personen: Platen, August von:
weitere Stichwörter: Tagebuch:



Platen, August von:
Die verhängnisvolle Gabel : Lustspiel
Leipzig o. J.
weitere Stichwörter: Lustspiel: Theater:



Pültz, Wilhelm:
Abenteuer in weißer Perücke : Erzählung vom Untergang der Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth
Siegsdorf 1979
Orte: Ansbach-Bayreuth (Markgrafschaft):
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Der alte Garten : Erzählung um Caspar Hauser
Augsburg 1963
Personen: Hauser, Kaspar:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Der alte und der junge König : Friedrichs des Großen Jugend : ein deutscher Roman
Leipzig o. J.
Personen: Friedrich der Große:
weitere Stichwörter: Roman:



Pültz, Wilhelm:
An der romantischen Straße : Erzählung
Augsburg 1956
Orte: Rothenburg ob der Tauber: Romantische Straße:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Die Gefangene von Schwaningen : Erzählung
Augsburg 1964
Orte: Ansbach-Bayreuth (Markgrafschaft): Schwaningen:
Personen: Ansbach-Bayreuth, Markgraf Carl Friedrich Wilhelm:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Die Herrin von Bayreuth : Erzählung um die Markgräfin Wilhelmine
Augsburg 1972
Orte: Bayreuth:
Personen: Wilhelmine von Bayreuth:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Im Zauber von Florenz : Laudatio einer großartigen Stadt
Augsburg 1974
Orte: Florenz:
weitere Stichwörter: Städtelob:



Pültz, Wilhelm:
Madonna im Lindenholz : eine Riemenschneider-Erzählung
Augsburg 1965
Personen: Riemenschneider, Tilman:
weitere Stichwörter: Plastik: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Madrigal in einer kleinen Stadt
Augsburg 1969
Orte: Eichstätt: Altmühltal:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Scherzo mit dem Bäsle : eine Mozartgeschichte
Augsburg 1963
Orte: Augsburg: :
Personen: Mozart, Anna Maria Thekla: Mozart, Wolfgang Amadeus:



Pültz, Wilhelm:
Staufische Tragödie : Erzählung
Augsburg 1966
Personen: Staufer: Konradin von Hohenstaufen:
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pültz, Wilhelm:
Südtiroler Sommertage : Lobgesang einer paradiesischen Landschaft
Augsburg 1975
Orte: Südtirol: Säben: Grödner Tal: Seiser Alm: Schlern: Bozen: Tirol: Villnößtal:
Personen: Oswald von Wolkenstein:



Pültz, Wilhelm:
Trost aus der Rollwenzelei : Jean-Paul-Novelle
Augsburg 1961
Orte: Bayreuth:
Personen: Paul, Jean: Rollwenzel:
weitere Stichwörter: Erzählung: Literaturmotiv: Rollwenzelei:



Pültz, Wilhelm:
Unter den Bäumen der Markgräfin : wie ich ein musischer Mensch wurde
Augsburg 1959
Orte: Bayreuth:
Personen: Pültz, Wilhelm:
weitere Stichwörter: Biographie:



Pültz, Wilhelm:
Unter den Pinien Roms
Augsburg 1967
Orte: Rom:
weitere Stichwörter: Städtelob:



Prang, Helmut:
Friedrich Rückert : Geist und Form der Sprache
Schweinfurt 1963
Personen: Rückert, Friedrich:



Pörnbacher, Hans (Hrsg.):
Christoph von Schmid und seine Zeit
Weißenhorn 1968
Personen: Schmid, Christoph von:



Petzet, Erich:
Johann Peter Uz : zum hundertsten Todestag des Dichters
Ansbach 1896
Personen: Uz, Johann Peter:



Poe, Edgar Allan: Wollschläger, Hans:
Poesiealbum : Arabesken und Grotesken / in d. Übers. von Hans Wollschläger
Hamburg 1982



Pastorius, Franz Daniel: Schweitzer, Christoph E. (Hrsg.):
Deliciae hortenses or Garden-recreations and Voluptates Apianae
Columbia 1982 (Studies in German literature, linguistics and culture : 2)
weitere Stichwörter: Garten: Gartenbuch: Pflanzenbuch:



Pöhlmann, Olga:
Maria Sibylla Merian
Nürnberg 1960
Personen: Merian, Maria Sibylla:
weitere Stichwörter: Pflanzenbuch: Blumenbuch: Botanik: Geschichte:



Protzner, Wolfgang: Guth, Klaus:
Alltagsgeschichte und Alltagskultur in Bayern : ein historisches Lesebuch
Kulmbach 1987
weitere Stichwörter: Geschichte: Alltag: Römer: Kaufleute: Krankheit: Burg: Kloster: Hochzeit: Wallfahrt: Landleben: Technik: Industrie: Nationalsozialismus:



Pistorius, Th.:
Frankenfahrten und sonstige Wanderungen und Betrachtungen auf deutschem Boden
Stuttgart 1933
weitere Stichwörter: Führer:



Pleticha, Heinrich:
Adel und Buch : Studien zur Geisteswelt des fränkischen Adels am Beispiel seiner Bibliotheken vom 15. bis zum 18. Jahrhundert
Neustadt 1983
Orte: Nürnberg: Castell:
Personen: Castell (Geschlecht): Schönborn (Geschlecht):
weitere Stichwörter: Bibliothek: Adel:



Pannewick, Barbara:
Die Bibliothek des Priesterseminars Bamberg
Aus: Bibliotheksforum Bayern. 18. 1990
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Bibliothek: Priesterseminar:



Presser, Helmut:
Das Buch vom Buch
Bremen 1962
weitere Stichwörter: Buch: Bibliophilie:



Pörtner, Rudolf:
Das Schatzhaus der deutschen Geschichte : das Germanische Nationalmuseum : unser Kulturerbe in Bildern und Beispielen
Düsseldorf 1982
Orte: Nürnberg:
Personen: Aufseß, Hans von und zu: Behaim, Martin: Dürer, Albrecht: Imhof: Maria (hl.):
weitere Stichwörter: Museum: Wohnung: Globus: Kleidung: Handwerk: Musikinstrumente: Bauernhaus: Garten: Germanisches Nationalmuseum:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Andeutungen über Landschaftsgärtnerei : verbunden mit der Beschreibung ihrer praktischen Anwendung in Muskau
Stuttgart 1977
Orte: Bad Muskau:
weitere Stichwörter: Garten: Park:



Petzet, Michael:
Seehof, Geschichte und Restaurierung von Schloss und Park : mit Führer
München 1993
Orte: Memmelsdorf:
weitere Stichwörter: Garten: Seehof:



Pradel, Elvira:
Scherz und Ernst : deutsche Schwänke des 16. Jahrhunderts
Frankfurt 1983
weitere Stichwörter: Schwank:



Pinson, Roland W.:
Deutsches Landleben : allerlei vergnügliche Geschichten, Bilder, Lieder, Bauernregeln und Wettersprüche
Bayreuth 1981
weitere Stichwörter: Landleben: Dorf: Bauer: Lied: Bauernregel: Wetter:



Predelli, Ulrich:
Bamberg in alten und neuen Reisebeschreibungen
Düsseldorf 1991
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Städtelob:



Piccolomini, Enea Silvio:
Briefe, Dichtungen
München 1966
Orte: Genua: Basel: Wien: Nürnberg: Passau:
Personen: Pius II.:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Briefe: Reichstag: Landleben: Liebe:



Pilkington, Roger:
Menschen und Städte an Neckar und Main
Hamburg 1963
Orte: Rhein: Frankfurt am Main: Karlsruhe: Baden-Baden: Mannheim: Neckar: Ladenburg: Heidelberg: Neckarsteinach: Odenwald: Eberbach: Wimpfen: Neckarsulm: Marbach: Ludwigsburg: Mainz: Main: Aschaffenburg: Wörth: Klingenberg: Miltenberg: Amorbach: Wertheim: Tauber: Rothenfels: Gemünden: Karlstadt: Veitshöchheim: Würzburg: Ochsenfurt: Frickenhausen: Kitzingen: Banz: Vierzehnheiligen: Fossa Carolina:
Personen: Berlichingen, Götz von: Riemenschneider, Tilman: Glauber, Johann Rudolf:
weitere Stichwörter: Bauernkrieg: Kanal: Reisebericht:



Pilkington, Roger:
Menschen und Städte an Neckar, Lahn und Main
Herford 1980
weitere Stichwörter: Reisebericht:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Aus Mehemed Alis Reich : Ägypten und der Sudan um 1840
Zürich 1994
Orte: Ägypten: Sudan:
Personen: Pückler-Muskau, Hermann von:
weitere Stichwörter: Reisebericht:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Briefe eines Verstorbenen : ein fragmentarisches Tagebuch aus England, Wales, Irland und Frankreich, geschrieben in den Jahren 1828 und 1829
Berlin. - Band 1 - 2. 1987
Orte: England: Wales: Irland: Frankreich: Großbritannien:
Personen: Pückler-Muskau, Hermann von:
weitere Stichwörter: Reisebericht:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Andeutungen über Landschaftsgärtnerei : verbunden mit der Beschreibung ihrer praktischen Anwendung in Muskau
Frankfurt 1988
Orte: Bad Muskau:
weitere Stichwörter: Garten: Park:



Pückler-Muskau, Hermann von: Baier, Hans (Nachwort):
Fürst Pückler reist in Franken
Erlangen 1982:
Orte: Karlsbad: Eger: Luisenburg: Kösseine: Wunsiedel: Bayreuth: Fichtelgebirge: Bamberg: Hollfeld: Fränkische Schweiz: Schönsteinhöhle: Burggaillenreuth: Rabenstein: Rabeneck: Gößweinstein: Pommersfelden: Gaibach: Würzburg: Veitshöchheim: Esselbach: Aschaffenburg: Frankfurt am Main: Mainz: Saarlouis: Paris: Bad Alexandersbad:
Personen: Pückler-Muskau, Hermann von: Paul, Jean: Linder, Dionysius: Kunigunde (hl.): Jäck, Johann Heinrich: Grünewald, Matthias:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Naturkundemuseum: Museum: Höhlen: Bibliothek: Bier: Gemäldegalerie: Garten: Park: Dom: Böttingerhaus: Eremitage: Fantaisie:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Briefe aus der Schweiz
Zürich 1981
Orte: Schweiz:
Personen: Pückler-Muskau, Hermann von:
weitere Stichwörter: Briefe: Reiseberichte:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Jugend-Wanderungen : aus meinen Tagebüchern : für mich und andere
Stuttgart 1835
Orte: Frankreich: Italien:
Personen: Pückler-Muskau, Hermann von:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Tagebuch:



Pückler-Muskau, Hermann von:
Südöstlicher Bildersaal
Stuttgart o. J.
Orte: Griechenland: Athen:
weitere Stichwörter: Reisebericht:



Pfistermeister, Ursula:
Fränkische Schweiz, Hersbrucker Schweiz
Nürnberg 1973
Orte: Fränkische Schweiz: Hersbrucker Schweiz:
weitere Stichwörter: Ansichten: Reisebericht: Geologie: Pflanzen: Tiere: Flora: Fauna: Geschichte: Burg: Essen: Brauchtum: Feste:



Prell, K.:
Wanderbuch durch das Fichtelgebirge und seine Nachbargebiete : Frankenwald, Obermaintal, Waldnabtal, Basalte bei Kemnath, Egerland
Wunsiedel 1926-29
Orte: Fichtelgebirge: Frankenwald: Main: Waldnab: Kemnath: Egerland:
weitere Stichwörter: Basalt: Wanderführer:



Pampuch, Andreas:
Der Schwanberg und sein Umkreis
Schwanberg 1959
Orte: Schwanberg: Birklingen: Speckfeld: Iphofen: Mainbernheim: Kleinlangheim: Castell:
weitere Stichwörter: Sagen: Ansichten: Wallfahrt: Wein:



Pölnitz, Sigmund von:
Bamberg : Bild einer tausendjährigen Stadt
Bamberg o. J.
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Bildband:



Priesner, Rudolf:
Das Coburger Königsbuch - Ausklang europäischer Größe
Coburg 1972
Orte: Coburg:
Personen: Coburg (Herrscherhaus): Ferdinand von Bulgarien:
weitere Stichwörter: Bibliothek:



Priesner, Rudolf:
Bulgarische Gedenktage in Coburg 1978
Coburg 1978
Orte: Coburg: Bulgarien:
Personen: Ferdinand von Bulgarien:



Protzner, Wolfgang: Blüchel, Eckhard:
Texte und Bilder zur Geschichte Oberfrankens : Quellensammlung zur Regionalgeschichte
Bayreuth. - Band 1. 1808 - 1917. 1986
Orte: Oberfranken: Bayern: Fichtelgebirge: Ludwig-Donau-Main-Kanal: Sarajewo:
weitere Stichwörter: Geschichte: 19. Jh.: Geschichte 20. Jh.: Fremdenverkehr: Sparbuch: Sparkasse: Schulschwänzen: Schule: Post: Auswanderung: Kanal: Arbeitsbeschaffung: Glas: Eisenbahn: Turnen: Preußisch-Österreichischer Krieg: Arbeiterbewegung: Soldat: Deutsch-Französischer Krieg: Krieg: Mietshaus: Kirchweih: Kolonialismus: Boxeraufstand: China: Waldsterben: Weltkrieg I:



Protzner, Wolfgang: Blüchel, Eckhard:
Texte und Bilder zur Geschichte Oberfrankens : Quellensammlung zur Regionalgeschichte
Bayreuth. - Band 2. 1919 - 1985
Orte: Oberfranken: Mödlareuth: Bamberg:
Personen: Hoffmann, Johannes: Schemm, Hans:
weitere Stichwörter: Räterepublik: Regierung Hoffmann: Geschichte 20. Jh.: Hochzeit: Film: Inflation: Wirtschaft: Hitlerputsch: Radio: Armut: Landwirtschaft: Wirtschaftskrise: Flößer: Nationalsozialismus: Wirtschaft: Autobahn: Reichskristallnacht: Juden: Judenverfolgung: Antisemitismus: Widerstand: Flüchtling: Vertriebene: Bamberger Symphoniker: Orchester: Wohnungsnot: Hamstern: Spruchkammer: Entnazifizierung: Schulspeisung: Schule: Währungsreform: Toto: 17. Juni: Siebzehnter Juni: Politik: Grenze:



Pölnitz, Sigmund von:
Nachtridentinische Kult- und Frömmigkeitsformen am Obermain
Bamberg 1966
Orte: Main:
weitere Stichwörter: Kult: Frömmigkeit:



Paschke, Hans:
St. Gangolf zu Bamberg : 900 Jahre Geschichte und Topographie des Kollegiatstiftes und der Pfarrei St. Gangolf in der Theuerstadt zu Bamberg
Bamberg 1959
Orte: Bamberg: Sankt Gangolf:
weitere Stichwörter: Kirche:



Paumgartner, Magdalena:
Magdalena & Balthasar : Briefwechsel der Eheleute Paumgartner aus der Lebenswelt des 16. Jahrhunderts
Frankfurt 1989
Orte: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Ehe: Geschichte 16. Jh.:



Popp, Ludwig:
Geschichte der alten Kulmbacher Apotheken
Kulmbach 1977
Orte: Kulmbach:
weitere Stichwörter: Apotheke: Bader:



Paschke, Hans:
Die Giechburg in ihrer Glanzzeit unter Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel (1599 - 1609) und der Wiederaufbau von Kloster Schlüsselau
Aus: Historischer Verein Bamberg: Bericht. 111. 1975
Orte: Giechburg: Schlüsselau:
Personen: Gebsattel, Johann Philipp von:
weitere Stichwörter: Burgen: Kloster:



Paulus, Helmut:
Der Bamberger Reiter : Novelle
Dresden 1938
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Bamberger Reiter: Reiterstandbild: Plastik: Literaturmotiv: Dom:



Pinder, Wilhelm:
Der Bamberger Dom
Königstein o. J.
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Bildband: Dom:



Piltz, Georg:
Franken : Kunst einer Landschaft
Dresden 1958
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Kunst: Architektur: Romanik: Gotik: Renaissance:



Pfanner, Josef:
Landkreis Pegnitz (Bayerisches Ortsnamenbuch)
München 1965
Orte: Pegnitz (Lkr.):
weitere Stichwörter: Ortsnamen: Name:



Pleßke, Hans-Martin:
Richard Wagner in der Dichtung : Bibliographie deutschsprachiger Veröffentlichungen
Bayreuth 1971
Orte: Bayreuth:
Personen: Wagner, Richard:
weitere Stichwörter: Literaturmotiv: Wagnerfestspiele: Bibliographie:



Prause, Gerhard:
Genies ganz privat : Tratschkes aktuelle Weltgeschichten
Reinbek 1977
Personen: Reger, Max: Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Hoffmann, E. T. A.: Wallenstein: Dürer, Albrecht:
weitere Stichwörter: Genie: Biographie: Essen: Geld: Liebe: Aberglaube: Rauchen: Ehe: Alkohol: Trinken: Trinken: Tod: Krankheit:



Pfister, ...:
Aktenmäßige Geschichte der Räuberbanden an den beiden Ufern des Mains, im Spessart und im Odenwalde. Nachdr.
Berlin o. J.
Orte: Main: Spessart: Odenwald:
weitere Stichwörter: Räuber: Kriminalität: Verbrechen: Raubmord: Mord: Jenisch: Gaunersprache:



Pfaffenberger, Edmund:
Trachten in Oberfranken : aufgezeigt am Beispiel von in der "Arge Oberfränkische Trachtenjugend" organisierten Trachtenjugendgruppen
Bayreuth 1985
Orte: Oberfranken: Bamberg: Forchheim:
weitere Stichwörter: Tracht: Regnitztaler:



Protzner, Bernd: Protzner, Wolfgang:
Oberfranken und die europäische Mittelregion : ein konkrete Utopie zur Wiederbelebung der europäischen Mittelregion
Bayreuth 1988
Orte: Oberfranken: Europa:
weitere Stichwörter: Wirtschaft:



Postsportverein Bamberg:
Der Postillion
Bamberg. - Band 1982,12. 1983, 12
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Postsportverein:



Pietsch, Franz:
Geschichte der gelehrten Bildung in Kulmbach von den Anfängen bis zur Gegenwart
Kulmbach 1974
Orte: Kulmbach:
weitere Stichwörter: Schule: Geschichte: Lyzeum: Lateinschule: Realschule: Mädchenbildung: Universität: Schulordnung:



Pirckheimer, Willibald:
Der Schweizer Krieg
Berlin 1988
Orte: Schweiz:
Personen: Pirckheimer, Willibald:
weitere Stichwörter: Schweizer Krieg: Krieg: Geschichte 15. Jh.: Geschichte 16. Jh.: Schwäbischer Bund:



Popp, Georg:
Die Großen der Welt : Künstler und Wissenschaftler, die jeder kennen sollte
Würzburg 1955
Personen: Polo, Marco: Columbus, Christoph: Gama, Vasco da: Magellan, Ferdinand: Cook, James: Humboldt, Alexander von: Livingstone, David: Stanley, H. M.: Nachtigal, Gustav : Schliemann, Heinrich: Nansen, Fridtjof: Amundsen, Roland: Scott, R. F.: Hedin, Sven: Gutenberg, Johannes: Haüy, Valentin: Morse, Samuel, F. B.: Siemens, Werner von: Reis, Johann Philipp: Mergenthaler, Ottmar: Diesel, Rudolf: Otto, Nikolaus: Marconi, Guglielmo: Wright (Gebrüder): Zeppelin, Ferdinand von: Behm, Alexander: Edison, Thomas Alva: Kopernikus, Nikolaus: Lavoisier, Antoine Laurent: Gauß, Carl Friedrich: Liebig, Justus von: Mayer, Robert: Mendel, Johann Gregor: Pettenkofer, Max von: Röntgen, Wilhelm Conrad: Ehrlich, Paul: Curie, Marie: Fleming, Alexander: Jenner, Edward: Laennec, Theophile: Semmelweis: Green Morton, W. Th.: Virchow, Rudolf: Koch , Robert: Behring, Emil Adolf von: Banting, Frederik: Sokrates: Plato: Aristoteles: Erasmus von Rotterdam: Leibniz, Gottfried Wilhelm: Kant, Immanuel: Pestalozzi, Heinrich: Walther von der Vogelweide: Dante: Cervantes: Shakespeare: Schiller, Friedrich: Grillparzer, Franz: Kleist, Heinrich von: Goethe, Johann Wolfgang von: Eichendorff, Joseph von: Andersen, Hans Christian: Dostojewskij, Fedor: Stifter, Adalbert: Lagerlöf, Selma: Palestrina: Bach, Johann Sebastian: Händel, Georg Friedrich: Mozart, Wolfgang Amadeus: Bruckner, Anton: Wagner, Richard: Schubert, Franz: Beethoven, Ludwig van: Haydn, Joseph: Grünewald, Matthias: Fra Angelico: Vinci, Leonardo da: Dürer, Albrecht: Tizian: Raffael Santi: Holbein, Hans der Jüngere: Bruegel, Pieter der Ältere: Rubens, Peter Paul: Rembrandt: Goya, Francisco de: Friedrich, Caspar David: Schwind, Moritz von: Spitzweg, Carl: Gogh, Vincent van: Stoß, Veit: Riemenschneider, Tilman: Michelangelo: Rodin, Auguste: Bernini, Lorenzo: Bramante, Donato: Dientzenhofer (Brüder): Neumann, Balthasar:
weitere Stichwörter: Entdecker: Erfinder: Naturwissenschaft: Medizin: Biographie: Philosophie: Pädagogik: Literatur: Arzt: Musik: Malerei: Bildhauer: Plastik: Architektur:



Pastor, Willi:
Das Leben Albrecht Dürers
Berlin 1916
Personen: Dürer, Albrecht:
weitere Stichwörter: Biographie:



Pies, Hermann:
Kaspar Hauser : Augenzeugenberichte und Selbstzeugnisse
Stuttgart. - Band 1. 1985
Orte: Nürnberg: Ansbach:
Personen: Hauser, Kaspar: Feuerbach, Anselm von:
weitere Stichwörter: Biographie:



Peitler, Hans:
Kaspar Hauser : über tausend bibliographische Nachweise
Ansbach 1927
Personen: Hauser, Kaspar:
weitere Stichwörter: Bibliographie:



Pfisterer-Burger, Kathrin:
Zeichen und Sterne : Georg Trakls Evokationen lyrischen Daseins
Diss. Zürich 1983
Personen: Hauser, Kaspar: Trakl, Georg:
weitere Stichwörter: Lyrikmotiv:



Pfeiffer, Gerhard:
Die landesgeschichtliche Funktion der Plassenburg
Aus: Jahrbuch für fränkische Landesforschung. 29. 1969
Orte: Kulmbach:
weitere Stichwörter: Burgen: Geschichte: Plassenburg:



Popp, Ludwig:
Kulmbach und die große Französische Revolution
Kulmbach 1980
Orte: Kulmbach: Frankreich: Preußen: Ansbach-Bayreuth (Markgrafschaft):
Personen: Hardenberg, Karl August von:
weitere Stichwörter: Französische Revolution: Geschichte: Kriegsgefangene: Militär: Plassenburg:



Pfarrei Memmelsdorf:
Festschrift zur 600-Jahr-Feier der Pfarrei Memmelsdorf : 1391 - 1991
Memmelsdorf 1991
Orte: Memmelsdorf: Kremmeldorf: Meedensdorf: Drosendorf: Gundelsheim: Lichteneiche:
weitere Stichwörter: Pfarrei: Geschichte: Kirche: Orgel: Brauchtum: Flurdenkmal: Pfarrgemeinderat: Gottesdienst: Bibliothek: Verein:



Pfistermeister, Ursula:
Nürnberg :Zauber einer unvergänglichen Stadt : in Farbbildern und alten Stichen
Nürnberg 1979
Orte: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Ansichten: Geschichte: Archiv: Bibliothek: Biographie: Brunnen: Burgen: Kirchen: Museum: Musik: Theater: Brauchtum: Feste: Essen:



Pfalzmuseum Forchheim:
Ludwig Richter in Franken : 19. Juni - 15. August 1993
Forchheim 1993
Personen: Richter, Ludwig:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Ansichten: Malerei: Buchillustration: Ausstellung:



Paul, Willi:
Technische Sehenswürdigkeiten in Deutschland
München. - Band 4. Bayern. 1980
Orte: Abenberg: Amorbach: Arzberg: Aschaffenburg: Augsburg: Bad Brückenau: Bad Reichenhall: Bad Windsheim: Bayreuth: Berchtesgaden: Creußen: Dinkelsbühl: Eichstätt: Erlangen: Feucht: Forchheim: Fürth: Garching: Gunzenhausen: Höchstadt a.d. Aisch: Iphofen: Kahl: Kulmbach: Langenprozelten: Lichtenfels: Michelau: München: Neuenmarkt: Neustadt bei Coburg: Nürnberg: Obermögersheim: Ochsenfurt: Passau: Pommersfelden: Rednitzhembach: Regensburg: Rothenburg ob der Tauber: Scheinfeld: Schillingsfürst: Schwabach: Schweinfurt: Selb: Solnhofen: Spalt: Stein: Treuchtlingen: Unterrodach: Waldaschaff: Wassertrüdingen: Weibersbrunn: Weißenburg: Würzburg: Wunsiedel: Zugspitze: Raisting:
Personen: Oberth, Hermann:
weitere Stichwörter: Technik: MAN: Brücke: Salzbergwerk: Rhein-Main-Donau-Kanal: Kanal: Atomkraftwerk: Porzellan: Schlepper: Zinngießer: Autobahn: Keramik: Wärmekraftwerk: Raumfahrt: Spiel: Zugspitzbahn: Zahnradbahn: Gips: Zinnfigur: Pumpspeicherwerk: Korbwaren: BMW: Lokomotive: Töpferei: U-Bahn: Spielzeug: Orgel: Computer: Flugzeug: Versteinerung: Bleistift: Flößer: Zisterne:



Pictorius, Georgius:
Badenfahrtbüchlein : wie und wo man richtig badet. Nachdr.
Freiburg 1980
weitere Stichwörter: Bad:



Pantenburg, Vitalis:
Das Porträt der Erde : Geschichte der Kartographie
Stuttgart 1970
Personen: Strabo: Nikolaus von Kues: Behaim, Martin:
weitere Stichwörter: Karten: Landkarten: Erdumfang: Straßenkarten: Ebstorfer Weltkarte: Geographie: Kompass: Wikinger:



Pleticha, Heinrich:
Bayern als Entdecker : der bayerische Anteil an der Erschließung der Erde vom 15. bis 17. Jahrhundert
Bamberg o. J.
Orte: Venezuela: Orient: Kap der Guten Hoffnung: Hottentotten:
Personen: Schiltberger, Hans: Behaim, Martin: Hutten, Philipp von: Schmidel, Ulrich: Rauwolf, Leonhard: Kolb, Peter:
weitere Stichwörter: Entdeckungsreisen: Reiseberichte:



Pfarramt Amlingstadt:
Zwölfhundert Jahre Pfarrei Amlingstadt : zur Weihe der Pfarrkirche am 18. Juni 1972
Amlingstadt 1972
Orte: Amlingstadt:
weitere Stichwörter: Kirche: Pfarrei: Festschrift :



Pfarrgemeinderat Baunach:
St. Oswald Baunach
Baunach 1991
Orte: Baunach: Daschendorf: Dorgendorf: Priegendorf:
Personen: Oswald (hl.): Überkum:
weitere Stichwörter: Kirche: Geschichte: Familienname: Heimatvertriebene: Flüchtling: Überkumkapelle:



Pfarrei Breitengüßbach:
Pfarrkirche St. Leonhard Breitengüßbach
Breitengüßbach 1978
Orte: Breitengüßbach:
weitere Stichwörter: Kirche:



Pöhl, Walther:
Coburg : ein Führer durch Stadt und Residenz
Coburg 1955
Orte: Coburg: Coburg (Umgebung):
weitere Stichwörter: Führer: Residenz:



Pfarrgemeinderat Geisfeld:
500 Jahre Pfarrei Geisfeld : 1484 - 1984 : Gedenkschrift…
Geisfeld 1984
Orte: Geisfeld: Amlingstadt: Marienweiher:
Personen: Maria (hl.):
weitere Stichwörter: Pfarrei: Festschrift: Kirchen: Brauchtum: Advent: Weihnachten: Dreikönig: Fastenzeit: Ostern: Bittprozession: Prozession: Fronleichnamsprozession: Christi Himmelfahrt: Ewige Anbetung: Pfingsten: Mariä Himmelfahrt: Kirchweih: Erntedankfest: Volkstrauertag: Wallfahrt: Jahreslauf: Geburt: Taufe: Weißer Sonntag: Firmung: Trauung: Tod: Begräbnis:



Petzet, Michael: Bauer, Emil:
Schloss Seehof : Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe
Bamberg 1995
Orte: Memmelsdorf:
Personen: Dietz, Ferdinand: (Tietz, Ferdinand:)
weitere Stichwörter: Garten: Park: Schloss: Restaurierung: Seehof:



Pfarrei Sassanfahrt:
50 Jahre Pfarrkirche St. Mauritius Sassanfahrt
Sassanfahrt 1979
Orte: Sassanfahrt:
weitere Stichwörter: Kirche: Sankt Mauritius:



Pieger, Konrad:
Scheßlitz
München 1961
Orte: Scheßlitz: Gügel:
weitere Stichwörter: Kirche: Wallfahrt:



Pilz, Kurt:
Die Stadtkirche St. Johannes und St. Martinus in Schwabach
Schwabach 1951
Orte: Schwabach:
weitere Stichwörter: Bibliothek: Stadtkirche:



Pezold, Uta von:
Die Herrschaft Thurnau im 18. Jahrhundert
Kulmbach 1968
Orte: Thurnau (Herrschaft):
Personen: Giech (Geschlecht):
weitere Stichwörter: Geschichte: 18. Jh.: Kirche: Schule: Biographie:



Pölnitz, Sigmund von:
Vierzehnheiligen : eine Wallfahrt in Franken
Weißenhorn 1971
Orte: Vierzehnheiligen:
weitere Stichwörter: Wallfahrt: Kirche: Nothelfer:



Pescheck, Christian:
Die Vogelsburg in der Volkacher Mainschleife
Würzburg 1971
Orte: Vogelsburg:
weitere Stichwörter: Geologie: Vorgeschichte: Wein: Flurbereinigung:



Pädagogische Hochschule Eichstätt:
Claudio Monteverdi: L'Orfeo
Eichstätt 1972
Personen: Monteverdi, Claudio:
weitere Stichwörter: “L'Orfeo”:



Philosophisch-Theologische Hochschule Eichstätt:
400 Jahre Collegium Willibaldinum Eichstätt
Eichstätt 1964
Orte: Eichstätt:
Personen: Pickel, Ignaz:
weitere Stichwörter: Hochschule: Papst: Kirche: Geschichte: Pastoralinstruktion: Priesterseminar: Naturwissenschaft: Philosophie: Collegium Willibaldinum:



Pädagogische Hochschule Eichstätt:
Reflex : Zeitung Eichstätter Studenten
Eichstätt. - Heft 2. 1962, 2. u. 3. 1964, 1
Orte: Eichstätt:
weitere Stichwörter: Pädagogische Hochschule: Studenten: Zeitschrift:



Pädagogische Hochschule Eichstätt:
Der neue Reflex : Zeitung der Studierenden an der PH Eichstätt
Eichstätt. - Heft 2. o. J.
Orte: Eichstätt:
weitere Stichwörter: Pädagogische Hochschule: Zeitschrift: Student:



Pädagogische Hochschule Eichstätt:
Vorlesungsverzeichnis
Eichstätt. - Band 1959/69. 1960. 1960/61. 1961. 1961/62. 1962. 1970
Orte: Eichstätt:
weitere Stichwörter: Pädagogische Hochschule: Vorlesungsverzeichnis:



Preß, Hartmut:
Obä Jesus hot gsocht..
Bamberg 1992
weitere Stichwörter: Fränkisch: Mundart: Markusevangelium:



Prause, Gerhard:
Niemand hat Kolumbus ausgelacht (Beringer Lügensteine)
Düsseldorf 1986. Auszug.
Orte: Würzburg:
Personen: Beringer, Johann Bartholomäus:
weitere Stichwörter: Lügensteine: Fälschung: Versteinerung: Universität:



Prang, Helmut:
Friedrich Rückert und Coburg
In: Friedrich Rückert im Spiegel seiner Zeitgenossen und der Nachwelt. 1988. (Ordner)
Orte: Coburg:
Personen: Rückert, Friedrich:



Pfaller, Oscar G.:
"Ich bin gern in dir geboren : das Fichtelgebirge in literarischen Zeugnissen
In: Bayerland. (Ordner)
Orte: Fichtelgebirge:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Literaturmotiv:



Perthes, Clemens:
Friedrich Perthes : ein deutsches Vorbild
Stuttgart. Auszug. (Ordner)
Orte: Fichtelgebirge:
Personen: Perthes, Friedrich: Paul, Jean:
weitere Stichwörter: Reisebericht:



Plümicke, Carl Martin:
Briefe auf einer Reise durch Deutschland im Jahr 1791. T. 2.
Liegnitz 1793. Auszug. (Ordner)
Orte: Coburg: Bamberg: Erlangen: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Reisebericht: Straßen: Reichskleinodien: Bibliothek:



Pöllnitz, Carl Ludwig von:
Neue Nachrichten, welche seine Lebens-Geschichte und eine ausführliche Beschreibung von seinen ersten Reisen in sich enthalten. T. 2.
Frankfurt 1739. Auszug. (Ordner)
Orte: Bayreuth: Himmelkron: Eremitage:
weitere Stichwörter: Maillebahn: Garten: Park: Reiseberichte:



Pasdzior, Michael: Stieglitz, Andreas:
Schönes Nürnberg. - 2. Aufl.
Hamburg 2004
Orte: Nürnberg:



Panizza, Oskar:
Tannhäuser und andere Texte über Richard Wagner und Bayreuth
Bayreuth 2002
Orte: Bayreuth:
Personen: Wagner, Richard:
weitere Stichwörter: “Tannhäuser”: “Parsifal”: “Tristan und Isolde”: Homosexualität:



Pleticha, Heinrich:
Lettern, Bücher, Leser : alles über das Buch
Würzburg 1970
Personen: Gutenberg, Johann:
weitere Stichwörter: Schrift: Buch: Buchdruckerkunst: Buchhandel: Bibliothek: Bibliophilie: Bücherverbot:



Penzoldt, Hans:
Zugänge
Frankfurt a. M. 1956
weitere Stichwörter: Erzählung:



Pflaumer, Ernst:
Deutsches Hirtenmuseum Hersbruck
Hersbruck 1978
Orte: Hersbruck:
weitere Stichwörter: Hirten: Museum: Schäfer: Trachten: Geräte: Handwerk: Hopfen:



Preß, Hartmut (Hrsg.):
Lukas auf Fränkisch : 70 Franken übersetzen ein Evangelium
Bamberg 2001
Personen: Lukas (Evangelist):
weitere Stichwörter: Lukasevangelium: Fränkisch: Mundart:



Parigger, Harald (Hrsg.):
Die Fundgrube für den Geschichtsunterricht : das Nachschlagwerk für jeden Tag
Berlin 1996
Orte: Bamberg:
Personen: Fröbel, Friedrich: Sachs, Ernst: Dürer, Albrecht:
weitere Stichwörter: Kindheit: Jugend: Mann und Frau: Kochen: Reisen: Mode: Sport: Medizin: Syphilis: Stadtrecht: Peinliche Halsgerichtsordnung: Philosophie: Astronomie: Prostitution: Verbrechen: Kindergarten: Radrennen: Briefmarken: Brille: Käse: Kaffee: Kartoffel, Kaugummi: Knoblauch: Kondom: Konservendose: Mikroskop: Osterei: Parfüm: Pfeffer: Salz: Pulver: Schokolade: Sicherheitsnadel: Spiegel: Stacheldraht: Strechholz: Tabak: Tee: Uhren: Whisky: Zucker: Ludwigseisenbahn: Verkehr: Nationalsozialismus: Tischsitten: Körperpflege: Garten:



Panizza, Oskar: Müller, Jürgen (Hrsg.):
Imperjalja
Stuttgart 1993 (Schriften zur Psychopathologie, Kunst und Literatur : 5)
Personen: Wilhelm II.:
weitere Stichwörter: Politik:



Pechloff, Ursula:
Wallfahrtskirche Gößweinstein
Passau 1995 (Peda-Kunstführer : 146)
Orte: Gößweinstein:
Personen: Neumann, Balthasar:
weitere Stichwörter: Wallfahrtskirche:



Pfister, Wolfgang:
Die Bamberger Symphoniker : 50 Jahre Orchesterkultur in Bamberg
Bamberg 1996
Orte: Bamberg:
Personen: Keilberth, Joseph: Jochum, Eugen: Stein, Horst:
weitere Stichwörter: Orchester: Bamberger Symphoniker: Musik :



Prager, Christian: Landeck, Ulla:
Franken
Luzern 2001
Orte: Fichtelgebirge: Frankenwald: Coburg (Umgebung), Maintal: Haßberge: Rhön: Spessart: Würzburg: Würzburg (Umgebung): Kitzingen (Umgebung): Steigerwald: Fränkische Schweiz: Nürnberg: Nürnberg (Umgebung): Bayreuth: Fränkisches Seenland: Altmühltal:
weitere Stichwörter: Bildband: Porzellanstraße: Bier: Wein:



Penzoldt, Ernst:
Gleichnis der Welt : Betrachtungen über Natur, Kunst, Politik, Literatur, Reisen: Menschen und Dinge
Frankfurt a. M. 1992 (Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag von Ernst Penzoldt : 7)
Orte: München: Heidelberg: Freiburg i.Br.: Frankreich: Berlin: Lindau:
Personen: Spitzweg, Carl: Bruegel, Pieter: Dürer, Albrecht: Barlach, Ernst: Kollwitz, Käthe: Daumier, Honoré: Klee, Paul: Marc, Franz: Goethe, Johann Wolfgang von: Morgenstern, Christian: Shakespeare, William: Wilder, Thornton: Schröder, Rudolf Alexander: Mann, Thomas: Dickens, Charles: Hesse, Hermann:
weitere Stichwörter: Tiere: Garten: Schmetterling: Hermelin: Spinne: Regen: Rose: Buche: Meer: Igel: Herbstzeitlose: Frosch: Mutter: Malerei: Krieg: Politik: Buch: Wald: „Hamlet“: Gedicht: Bibliophilie: Buch: Eisenbahn: Zirkus: Humor: Puppen: Soldat: Milbe: Marionetten: Kelten: Weihnachten: Auto: Reisen:



Petersen, Elisabet:
Maria in Franken
Würzburg 1999 (echt fränkisch)
Orte: Würzburg: Käppele: Feste Marienberg: Arnstein: Bamberg: Dettelbach: Dimbach: Fährbrück: Glosberg: Gößweinstein: Großheubach-Engelthal: Hessenthal: Kälberau: Maria Buchen: Maria Limbach: Marienweiher: Retzbach: Schmerlenbach: Volkach: Zeil: Stuppach: Nürnberg:
Personen: Maria (hl.) :
weitere Stichwörter: Marienverehrung: Lied: Wallfahrt: Burg: Brauchtum: Jahreslauf: Mai: Mariä Himmelfahrt: Oktober: Rosenkranz: Mariä Empfängnis: Weihnachten: Legende: Madonna (Plastik): Malerei: Sankt Lorenz: Englischer Gruß:



Pfändtner, Karl-Georg: Rauh, Anton:
“Schaurig gelbe schöne Rauchpilze” : das Bamberg-Tagebuch 1944 – 1948 von Anton Rauh
Bamberg 1998
Orte: Bamberg:
Personen: Rauh, Anton:
weitere Stichwörter: Geschichte: (1945): Tagebuch: Weltkrieg II:



Pöllnitz, Carl Ludwig von:
Lettres et memoires. Voyages ... Cours de l’Europe
Frankfurt a. M. T. 1 (1738). – 5. ed.
Orte: Berlin : Hamburg: Altona: Harburg: Hannover: Braunschweig: Wolfenbüttel: Blankenburg: Marburg: Leipzig: Meißen: Dresden: Altenburg: Merseburg: Naumburg: Weimar: Erfurt: Gotha: Eisenach: Fulda: Würzburg: Ansbach: Nürnberg: Erlangen: Forchheim: Bamberg: Bayreuth: Karlsbad: Prag: Wien: Linz: München: Fürstenfeld: Augsburg: Ulm: Stuttgart: Ludwigsburg: Karlsruhe: Rastatt: Kehl: Straßburg: Weißenburg (Elsaß): Heidelberg: Mannheim:
weitere Stichwörter: Briefe: : Reisebericht (1729 – 1730):



Piontek, Frank (Hrsg.): Merian, Matthäus: Wilhelmine von Bayreuth:
Bayreuth : ein literarisches Porträt
Frankfurt a. M. 1996 (Inseltaschenbuch : 1830)
Weitere Verf.: Gutzkow, Karl: Lavater, Johann Kaspar: Tieck, Ludwig: Wackenroder, Wilhelm Heinrich: Paul, Jean: Tournon, Camille de: Atterbom, Per Daniel: Platen, August von: Pückler-Muskau, Hermann von: Immermann, Karl: Tschaikowski, Leo N.: Levi, Hermann: Panizza, Oskar: Rolland, Romain: Mann, Thomas: Flake, Otto: Rosendorfer, Herbert: Mechtel, Angelika: Grün, Max von der: Schneider, Rolf: Lobe, Jochen:
Orte: Bayreuth: Frankreich:
Personen: Paul, Jean: Wagner, Richard: Wagner, Cosima:
weitere Stichwörter: Literaturmotiv: Zuchthaus: Dreißigjähriger Krieg: Wagnerfestspiele:



Paul, Jean: Wirtz, Thomas (Hrsg.):
Ideen-Gewimmel : Texte & Aufzeichnungen aus dem unveröffentlichten Nachlass
Frankfurt a. M. 1996
weitere Stichwörter: Aphorismen: Zitate: Buch: Trinken: Frau: Mann: Ehe: Liebe: Gott: Philosophie: Tod:



Pollmann, Bernhard:
Wanderungen in der Fränkischen Schweiz mit Hersbrucker Schweiz
München 1998 (Bruckmanns Bild-Wanderführer für die ganze Familie)
Orte: Fränkische Schweiz:
weitere Stichwörter: Wanderführer:



Pidde, Ernst von:
Richard Wagners Ring des Nibelungen im Lichte des deutschen Strafrechts
Hamburg 1979. – 3. Aufl.
Personen: Wagner, Richard:
weitere Stichwörter: “Der Ring des Nibelungen”: Wagnerfestspiele: Strafrecht: Satire:



Pleister, Werner (Hrsg.): Gulbrannsson, Olaf: Mann, Thomas: Tucholsky, Kurt: Mann, Heinrich: Morgenstern, Christian: Kafka, Franz: Menzel, Adolph:
Das große Theodor-Fontane-Buch
München 1980
Personen: Fontane, Theodor: Heyse, Paul: Hauptmann, Gerhart: Kleist, Heinrich:
weitere Stichwörter: “Prinz Friedrich von Homburg“:



Poscharsky, Peter:
Die Kirchen der Fränkischen Schweiz
Erlangen 1993. – 3., verb. Aufl. (Die Fränkische Schweiz : 6)
Orte: Fränkische Schweiz: Affalterthal: Alladorf: Aufseß: Bärnfels: Bernheck bei Plech: Betzenstein: Bieberbach: Breitenlesau: Bronn bei Pegnitz: Brunn bei Heiligenstadt: Büchenbach: Burggrub: Busbach: Dobenreuth: Drosendorf bei Eggolsheim: Drosendorf bei Hollfeld: Drügendorf: Ebermannstadt: Effeltrich: Egloffstein: Elbersberg: Elsenberg: Ermreuth: Feuerstein: Forchheim: Frankendorf: Freienfels: Gaiganz: Gasseldorf: Geschwand: Gesees: Glashütten: Gößweinstein: Gosberg: Gräfenberg: Großenbuch: Gunzendorf: Heiligenstadt: Herzogenreuth: Hetzelsdorf: Hetzles: Hiltpoltstein: Hochstahl: Hohenmirsberg: Hohenpölz: Hollfeld: Hüll: Igensdorf: Kauernhofen: Kersbach: Kirchahorn: Kirchehrenbach: Kirchenbirkig: Kirchrüsselbach: Klausstein: Kleingesee: Königsfeld: Krögelstein: Kühlenfels: Kunreuth: Laibarös: Leutenbach: Lindenhardt: Ludwag: Mengersdorf: Mengersdorf: Mistelbach: Mistelgau: Mittelehrenbach: Moggast: Muggendorf: Nankendorf: Neuhaus: Neunkirchen am Brand: Niedermirsberg: Oberailsfeld: Oberehrenbach: Obernsees: Obertrubach: Pegnitz: Pinzberg: Plankenfels: Plech: Poppendorf: Pottenstein: Poxdorf bei Effeltrich: Poxdorf bei Königsfeld: Pretzfeld: Püttlach: Regensberg: Reifenberg: Reuth: Rüssenbach: Sankt Helena zu Großengsee: Schlaifhausen: Schönfeld: Senftenberg bei Gunzendorf: Stackendorf: Steinfeld: Stöckach: Streitberg: Teuchatz: Thuisbrunn: Tiefenpölz: Tiefenstürmig: Trockau: Tröbersdorf: Trumsdorf: Tüchersfeld: Unterleinleiter: Untertrubach: Volsbach: Waischenfeld: Walberla: Walkersbrunn: Wannbach: Weilersbach: Weingarts: Weißenohe: Wichsenstein: Wiesenthau: Wonsees: Wüstenstein:
weitere Stichwörter: Kirchen: Heilige: Walburgiskapelle:



Parigger, Harald:
Die Hexe von Zeil
München 1996
Orte: Zeil:
weitere Stichwörter: Hexen: Hexenverfolgung:



Platen, August von:
Tagebücher. Übersicht in Ordner
Orte: Altdorf, Ansbach: Bayreuth: Bamberg: Eichstätt: Erlangen: Fichtelgebirge: Ingolstadt: Nürnberg: Regensburg: Rothenburg ob der Tauber, Pegnitztal, Pommersfelden: Spessart: Streitberg:
Personen: Platen, August von:
weitere Stichwörter: Tagebuch:



Probst, G.:
Topographie der Fürst-Bischöfl. Residenzstadt Bamberg
In: Journal von und für Deutschland 9 (1792). Kopie in Ordner



Petschull, Jürgen:
Mit dem Wind nach Westen : die abenteuerliche Flucht nach Deutschland
München 1982
Orte: Naila: DDR:
weitere Stichwörter: Grenze: Ballonflucht:



Paulus, Martin:
Unsere fränkische Rhein-Main-Donau-Großschifffahrtsstraßen
Frankenland 1966,6 (in Schuber)
weitere Stichwörter: Rhein-Main-Donau-Kanal:



Peschek, Christian:
Die wichtigsten Bodenfunde und Ausgrabungen des Jahres 1967. 1968. 1969
Frankenland 1967,11. 1968,11. 1969,11 (in Schuber)
weitere Stichwörter: Ausgrabungen: Funde:



Prang, Helmut:
Der Pegnesische Blumenorden
Frankenland 1968,9/10 (in Schuber)
Orte: Nürnberg: Pegnitz (Fluss):
weitere Stichwörter: Pegnesischer Blumenorden:



Pittroff, Max:
Napoleons Flotte zur vorgesehenen Invasion in England - aus dem Holze des Frankenwaldes!
Frankenland 1969,6 (in Schuber)
Orte: Frankenwald:
weitere Stichwörter: Wald: Holz:



Pittroff, Max:
Steller, der Begleiter des Polarforschers Bering
Frankenland 1969,9 (in Schuber)
Personen: Steller, Georg Wilhelm:
weitere Stichwörter: Naturforscher:



Pöllath, Werner:
Die neue Rhön-Autobahn
Frankenland 1969,10 (in Schuber)
Orte: Rhön:
weitere Stichwörter: Autobahn:



Prang, Helmut:
Der Lyriker Gottlob Haag
Frankenland 1970,7/8 (in Schuber)
Personen: Haag, Gottlob:
weitere Stichwörter: Gedichte: Literatur:



Pfeiffer, Gottlieb:
50 Jahre Autobahnen in Franken
Frankenland 1984,3 (in Schuber)
weitere Stichwörter: Autobahnen:



Pöslmayer, Rolf:
Der Meister des Bamberger Reiters und Wolfram von Eschenbach
Fränkische Blätter 11(1959),1.2 (Ablage)
Personen: Reitermeister: Wolfram von Eschenbach:
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Bamberger Reiter: Plastik:



Pescheck, Christian:
Die Schöfersteinhöhle über Waischenfeld
Fränkische Blätter 11(19597),8 (Ablage)
Orte: Waischenfeld:
weitere Stichwörter: Schäfersteinhöhle:



Pescheck, Christian:
Wichtige Neufunde aus Oberfranken
Fränkische Blätter 14(1962),11 (Ablage)
Orte: Oberfranken:
weitere Stichwörter: Ausgrabungen: Funde: Frühgeschichte:



Poller, Herbert:
Das Schicksal der fränkischen Montanindustrie
Fränkischer Heimatbote 12 (1979),10 Ablage
weitere Stichwörter: Montanindustrie: Bergwerke:



Poller, Herbert:
Namentliches vom oberfränkischen Bergbau
Fränkischer Heimatbote 14 (1981),2 Ablage
Orte: Oberfranken:
weitere Stichwörter: Bergbau:



Pokorny, Siegfried:
Die Hohe Straße - mittelalterliche Fernstraße
Heimatbote 24(1991),9 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Hohe Straße:



Pokorny, Siegfried:
Der Emigrantenstein am Matzenberg : vor 200 Jahren weilte Adelbert von Chamisso in Bayreuth - Französische Emigranten im Küchenbau des Neuen Schlosses.
Heimatbote 26(1993),8 Ablage
Personen: Chamisso, Adelbert von:
Orte: Bayreuth: Frankreich:
weitere Stichwörter: Hugenotten: Emigranten:



Paulus, Helmut:
Die Putschisten vor dem Volksgericht (Bayreuth 1919)
Heimatbote 27(1994),2 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Putsch: Geschichte 1919:



Paulus, Helmut:
Todesstrafe wegen ein paar Stück Seife (Bayreuther Sondergericht 1945)
Heimatbote 28(1995),3 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Sondergericht: Justiz: Nationalsozialismus:



Paulus, Helmut:
Die grausige Geschichte der Henkersau
Heimatkurier 31(1998),1 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Hinrichtungen: Richtplatz: Henker:



Paulus, Helmut:
Mit "Rollkommandos" gegen Bayreuths Juden
Heimatkurier 31(1998),4 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Judenverfolgung: Reichskristallnacht: Nationalsozialismus: Geschichte: 1938:



Paulus, Helmut:
"Das gute Gewissen der Stadt" (Widerstand Karl Bechert)
Heimatkurier 34(2001),1 Ablage
Personen: Bechert, Karl:
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Nationalsozialismus: Widerstand: Justiz:



Paulus, Helmut:
Gauleiter der letzten zwanzig Tage
Heimatkurier 34(2001),2 Ablage
Personen: Ruckdeschel, Ludwig:
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Nationalsozialismus: Gauleiter:



Piontek, Franz:
Goethes Kurzaufenthalt in Bayreuth
Heimatkurier 37(2004),2 Ablage
Personen: Goethe, Johann Wolfgang von:
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Besucher:



Paulus, Helmut:
Der Ausbruch des Volkszorns blieb aus (20. Juli 1944)
Heimatkurier 37(2004),3 Ablage
Personen: Stauffenberg, Claus Schenk von:
Orte: Greifenstein:
weitere Stichwörter: Widerstand: 20. Juli 1944: Nationalsozialismus:



Paulus, Helmut:
Die schauerlichen Pläne der NS-Justiz
Heimatkurier 38(2005),2 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Nationalsozialismus: Justiz: Volksgerichtshof:



Popp, Ludwig:
Hardenberg und seine Bedeutung für Franken
Aus der fränkischen Heimat 1980,5 Ablage
Personen: Hardenberg, Karl August von:
Orte: Preußen:



Ploch, Monika:
Gebürtiger Kulmbacher Dr. Rupert Wild erforscht Reste
Aus der fränkischen Heimat 1984,11 Ablage
weitere Stichwörter: Paläontologie: Versteinerungen:



Philips, John A. S.:
Plassenburg-Porträt aus der Entfernung
Aus der fränkischen Heimat 1985,4 Ablage
Orte: Kulmbach:
weitere Stichwörter: Plassenburg:



Pfreundner, Hans:
Erinnerungen an Stadtsteinacher Plantanz
Aus der fränkischen Heimat 1985,7 Ablage
Orte: Stadtsteinach:
weitere Stichwörter: Tanz:



Pittermann, Werner:
Lehrer wurden manchmal zu Sorgenkindern (Kupferberg)
Aus der fränkischen Heimat 1987,6 Ablage
Orte: Kupferberg:
weitere Stichwörter: Schule: Lehrer:



Petzet, Michael:
Vierzehnheiligen ist eine empfindliche Baustelle
Aus der fränkischen Heimat 1987,7 Ablage
Orte: Vierzehnheiligen:
weitere Stichwörter: Wallfahrtskirche: Restaurierung:



Pittermann, Werner:
Bierverkauf wurde zu einem Streitobjekt
Aus der fränkischen Heimat 1989,4 Ablage
Orte: Kupferberg:
weitere Stichwörter: Bier: Brauerei:



Preißinger, Bruno:
Blick ins Arbeitsrecht der Knechte und Mägde
Aus der fränkischen Heimat 1991,1 Ablage
weitere Stichwörter: Knechte: Magd: Arbeitsrecht:



Preißinger, Bruno:
Gutes Bett durch Federschleißen
Aus der fränkischen Heimat 1991,1 Ablage
weitere Stichwörter: Bettfedern:



Preißinger, Bruno:
Marktschorgaster Kirche bewahrte Eigenart
Aus der fränkischen Heimat 1991,10 Ablage
Orte: Marktschorgast:
weitere Stichwörter: Kirche:



Pelke, Nikolaus:
Es sollte die größte Arena der Welt werden
Fränkischer Sonntag 7.4.2007 ZA 143
Orte: Nürnberg:
weitere Stichwörter: Stadion: Reichsparteitagsgelände: Nationalsozialismus:



Paulus, August:
Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer zu Vilshofen
Vilshofen 1999
Orte: Vilshofen:
weitere Stichwörter: Kirchenführer: Kunstführer:



Prinz, Stefan:
„Eine Mahnung für mich“. Attentat auf Hitler (Karl Theodor zu Guttenbergs familiäre Beziehungen)
Fränkischer Sonntag 2007 ZA 381
Personen: Stauffenberg, Klaus Schenk von:
weitere Stichwörter: Nationalsozialismus: Widerstand: 20. Juli 1944:



Pollnick, Carsten:
Geschichten und Anekdoten aus dem alten Aschaffenburg. Bd. 2. Auf ein Bier zum Schlappeseppel
Gudensberg-Gleichen 2007
Personen: Ludwig III. (König von Bayern): Andersen, Lale: Kinski, Klaus:
Orte: Aschaffenburg:
weitere Stichwörter: Besucher: Mord: Verbrechen: Radfahren: Prostitution: Anekdote:



Platen, August von:
Gedichte:
Stuttgart 1848
weitere Stichwörter: Gedichte: Literatur:



Popp, Herbert:
Nicht realisierte Pläne zum Autobahnbau (Raum Bayreuth)
In: Heimat-Kurier. 41 (2008),3.4
Orte: Bayreuth (Umgebung):
weitere Stichwörter: Autobahn: Verkehr: Straßen:



Pfenning, Hans Werner:
Der Reisberg birgt Geheimnisse aus alter Zeit. - Gunter und Hagen auf dem Reisberg
Fränkischer Tag 2010/9 und Weihnachten 2010 ZA 500
Orte: Reisberg (Scheßlitz): Burgund:
weitere Stichwörter: Nibelungenlied: Hunnen: Befestigung: Vor- und Frühgeschichte: Archäologie:



Pfenning, Hans Werner:
„Dillighaus“ ein fränkisches Meisterwerk (Scheßlitz)
Fränkischer Tag 2010 ZA 495
Personen: Dillig, Andreas:
Orte: Scheßlitz:
weitere Stichwörter: Fachwerkhaus:



Panizza, Oskar:
Räumt endlich auf mit eurem Goethe
In: Goethe-Parodien 2007 S. 9ff
Personen: Goethe, Johann Wolfgang von:
weitere Stichwörter: Parodien: Literatur:



Pfenning, Hans Werner:
Nibelungen auf dem Reisberg?
in: Fränkischer Sonntag 2011,26.,27.3. ZA 517
Orte: Reisberg (Scheßlitz):
weitere Stichwörter: Nibelungen: Frühgeschichte:



Pfenning, Hans W.:
Napoleon wurden die Wege geebnet
In: Fränkischer Tag 4.5.2012 ZA 559
Orte: Bamberg (Umland): Scheßlitz:
Personen: Napoleon Bonaparte
weitere Stichwörter: Geschichte 1812:



Pfenning, Hans W.:
Schmelztiegel der Völkerwanderung
In Fränkischer Tag 9. 12. 2011 ZA 572
Orte: Bamberg (Lkr.):
weitere Stichwörter: Ortsnamen: Geschichte: Völkerwanderung:



Pfenning, Hans W.:
Am Reisberg forschen nur Schatzsucher
In: Fränkischer Tag 12./13. 5. 2012 ZA 575
Orte: Reisberg: Scheßlitz:
weitere Stichwörter: Frühgeschichte: Völkerwanderung:



Petrus mit Brille : Vom Sehen im Mittelalter (Jakobskirche in Rothenburg)
In: Monumente 2012, Nr. 4 ZA 597
Orte: Rothenburg ob der Tauber:
Personen: Herlin, Friedrich:
weitere Stichwörter: Jakobskirche: Brille: Malerei:



Pörnbacher, Karl:
Justitia tändelt mit Amor und Bacchus (Johann Peter Uz)
ZA DINA4: 235
Personen: Uz, Johann Peter:
weitere Stichwörter: Literatur:



Peter, Claus:
Eine farbenreiche Glockensymphonie (Bamberg)
ZA DINA4: 277
Orte: Bamberg:
weitere Stichwörter: Kirchen: Glocken:



Pfister, Peter:
Ilmmünster
Regensburg 1995. 3., veränd. Aufl.
Orte: Ilmmünster:
weitere Stichwörter: Kirche:



Pfenning, Hans Werner:
Feuerkorb kündet von alter Zeit
In: Fränkischer Tag 2014 14.1. ZA 640
Orte: Reisberg:
Personen: Burgunder:
weitere Stichwörter: Signale: Ortsnamen:



Paulus, Helmut:
Wir werden weiter marschieren ..., wenn alles in Scherben fällt (Volkssturm, Hitlerjugend)
In: Heimatkurier 43(2010),2 Ablage
Orte: Bayreuth:
weitere Stichwörter: Nationalsozialismus: Geschichte: Volkssturm: Hitlerjugend:



Piontek, Frank:
Wie Heinrich Schütz nach Bayreuth kam
In: Heimatkurier 43(2010),3 Ablage
Orte: Bayreuth:
Personen: Schütz, Heinrich:
weitere Stichwörter: Besucher:



Piontek, Fank:
Saß Kleist in einer Bayreuther Irrenanstalt?
In: Heimatkurier 44(2011),3 Ablage
Orte: Bayreuth:
Personen: Kleist, Heinrich von:
weitere Stichwörter: Irrenanstalt:



Pechloff, Ursula:
Die Kirchen von Hollfeld
Passau 1995 (Peda-Kunstführer. 304)
Orte: Hollfeld
weitere Stichwörter: Pfarrkirche: St. Salvator: St. Gangolf



Paul, Jean:
Reisetagebücher und Briefe
Berlin 2013
Orte: Regensburg: Heidelberg: Frankfurt am Main: München: Dresden: Nürnberg:
Personen: Paul, Jean:
weitere Stichwörter: Briefe: Reisebericht:



Pack, Christian:
Schnitzeljagd zu historischen Gräbern
In: Fränkischer Tag. 8./9. 11. 2014. ZA 692
weitere Stichwörter: Grab: Friedhof:





Korrekturen, Ergänzungen?


© Hans Baier 2017